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Medizin (Subject) / Chirurgie (Lesson)

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This lesson was created by Aninchen93.

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  • Perityphilitischer Abszess Abzess um die Appendix bei gedeckter Perforation
  • Besondere Patienten Appendizites Kinder: häufig ungenaue Schmerzlokalisation und atypische Verläufe möglich Schwangere: atypische / höhere Schmerzen möglich Ältere: schleichender und atypischer Verlauf, Druck-statt Schmerzgefühl im rechten Unterbauch subfebrile Temperaturen, geringe Abwehrspannung, abgeschwächte Druckdolenz bei Provokationstests
  • Polypen über 60 Jahre haben 30% Polypen 70% davon sind Adenome (Neoplasie epithelialem Ursprungs) 70-80% sind neoplastisch -breitbasig oder gestielt tubulär (60-80%, meist gestielt, drüsige Form) tubulär villös villös (breitbasig, feinzottig)--> 50% entarten, je villöse desto böser sessiles serratiertes Adenom--> meist rechtsseitiges Kolon, hohe Entartungstendenz, sägezahnartiges Profil alle adenomatösen Polypen gehen vom Zylinderepithel aus, die Lamina muscularis mucosae wird nicht durchbrochen
  • Familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) -autosomal dominant -Mutation des Tumorsuppressorgens APC (Adenomatous poliposis coli) (beta-Cathenin kann nicht mehr ubiquitinyliert werden) --> Beschleunigung Adenom-Karzinom- Sequenz -80% weisen eine gutartige, kongenitale Hypertrophie des retinalen Pigmentepithels auf über 100 Polypen (Adenome) im GIT, vor allem Kolon Desmoidtumore 100% Wahrscheinlichkeit für ein KolorektalesCA -jährliche Rektosigmoidoskopie ab 10. LJ, prophylaktische Proktokolektomie Gardnersyndrom: FAP+ Knochentumore (osteome--> benigne, va im Gesicht), Bindegewebstumore (Epidermoidzysten), Hyperodontie, Leiyome , Fibrome, Atherome...
  • MUTYH assoziierte Polyposis autosomal rezessiv wie eine abgeschwächste Form der FAP >20 Polypen, langsamerer Verlauf Lebenzeitrisiko kolorektales CA: 80-100%
  • Peutz-Jeghers-Syndrom (harmatös) 50% autosomal dominant 50% Neumutationen -Harmatome im GIT, <20, vorwiegend Dünndarm -Periorale Hyperpigmentierung--> periorale Lentigenes, Mundschleimhaut, Akren, meist schon mit 2 Jahren -Lebenszeitrisiko für Kolorektale CA: 40% erhöhtes Risiko für Ovarial, Mamma und PancreasCA, Hoden, Lunge, Endometrium
  • Familiäre juvenile Polyposis -harmatomatöse Darmpolypen, v.a. Dickdarm, meist gutartig -30% familiäre Häufung -Krebsrikiko: 20-70%
  • Cowden Syndrom autosomal-dominant Mutationen im PTEN-Gen Papeln und Hyperkeratosen der Haut- und Schleimhäute multiple Hamartome, Schleimhautpapillome, zahlreiche gastrointestinale Harmatome und Ganglioneurome Schilddrüsenknoten, Brustdrüsenknoten -erhöhtes Risiko für KolorektaleCA, MammaCA, EndometriumCA, nicht medulläres SD-Karzinom, NierenzellCA -eventuell Autismus, Makrozephalus
  • Cholangitis Charco Trias 2 rechter Oberbauchschmerz, (hohes) Fieber, Ikterus
  • Cholezystitis, Choledocholithiasis Cholezystitis: Gallenblasenwand >3mm und postprandial >5mm Choledocholithiasis: Gallengansweg >7mm
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  • Cholezystolithiasis 80% Cholesterinsteine oder gemischte Steine 10% Bilirubinsteine 10% Calciumcarbonatsteine nur 25 % entwickeln eine Symptomatik Gallenkoliken mit Dauer über 5h sprechen für ein kompliziertes Gallensteinleiden die Hälfte aller symptomatischen Patienten entwickeln innerhalb des ersten Jahre ein Rezidiv oder eine Komplikation große Steine begünstigen eher eine Cholezystitis, kleine Steine eher eine Choledocholythiasis und eine Pankreatitis
  • Therapie Gallenblase und Gallenwege asymptomatische Cholezystolithiasis: keine Cholezystektomie (außer Polyp üner 1cm, Stein über 3 cm, chronisch) symptomatische Cholezystolithiasis: frühzeitige, elektive CHolezystektomie Cholezystitis, Cholangitis: Ceftriaxon+ Metronidazol, CHolezystektomie innerhalb 24 h Choledochlithiasis: ERCP + Antibiotika--> Papillotomie und Steinextraktion mittels Katheter oder Körbchen (Dormia) Komplikationen: Perforation 1% Blutungen 3% Cholangitis 3% akute Pankreatitis 5% Choledocholithiasis und Cholezystolithiasis: zuerst ERCP und innerhalb 72 h Cholezytektomie
  • Cholezytektomie offen: Rippenbogenrandschnitt mit eventueller Erweiterung auf quere Oberbauchlaparatomie Präperation Calot-Dreieck: Leberunterrand, Ductus cysticus, Ductus hepaticus communis: wichtige Strukturen wie A.cystica aus der A.heparica communis, A.hepatica sinistra Porzellangallenblase und Schrumpfgallenblase haben ein erhöhtes Risiko für ein Gallenblasenkarzinom
  • Diagnostik Gallenblase/gänge 1. Abdominalsono 2.Endosonographie (v.a. Papillennahe Steine gut) oder MRCP 3. CT
  • Couvoirsier Zeichen schmerzloser Ikterus und vergrößerte, schmerzlos Gallenblase
  • HCC Risikofaktoren Hauptrisikofaktor: Leberzirrhose 80% nicht-zirrhotisch: -chronische HepB--> bedingt auch ohne vorherige Zirrhose, die Entstehung eines HCC, die Viruslast korreliert hierbei mit dem Risiko -Nichtalkoholische Fettleberkrankheit -Aflatoxin -Androgen-Abusus -Tetrachlormethan -ein besonders hohes Risiko haben Patienten mit Hämochromatase als Grund für die Zirrhose
  • HCC Milan-Kriterien zur Abschätzung der Erfolgsaussichten einer Lebertransplantation -solitärer Herd <5cm -maximal 3 Herde < 3cm -keine extrahepatischen Metastasen -keine Gefäßinfiltrationen Stadium A der Barcelona Klassifikation erfüllt die Milan Kriterien
  • Diagnostik HCC Bestimmung AFP und bildgebende Diagnostik wie Sono, MRT, CT mit KM -früharterille Anreicherung und schnelle venöses Auswaschen (gegensatz Regeneratsknoten: hier auch Anreicherung venös) -CT zum Staging -Biopsie nicht bei kurativem Ansatz!!! -seltene Metastasierung in Lunge und Knochen Metastasen: Halo, Nekrosen--> Bullseye Konfiguration
  • Pringle- Manöver das lig. hepatoduodenale wird zur Verminderungen bei Leberchirurgie abgeklemmt. Enthält: A. hepatica propria, V. Portae und D. choledochus (möglichst ausgespart)
  • Calot Dreieck Präperation Calot-Dreieck: Leberunterrand, Ductus cysticus, Ductus hepaticus communis: wichtige Strukturen wie A.cystica aus der A.heparica communis, A.hepatica sinistra
  • Analprolaps Ätiologie: Hämorrhoiden 3. und 4. Grades (Hyperplasie Corpus cavernosum recti) Sphinkter Schwäche
  • Rektumprolaps Alter mit schwachem Beckenboden, Obstipation mit starkem Pressen, rezidivierende Durchfälle, Mehrfachgebährende Kinder: Mukoviszidose, Obstipation, Bindegewebsschwäche
  • Hämorrhoiden oberhalb der Linea dentata -vor allem an den Stellen an denen die A. rectalis superior eintritt: SSL 3 uhr, 7 uhr, und 11 Uhr (Rückelage: 12 Uhr ist oben, 6 Uhr ist unten) Stadien nach Goghler 1. nur proktoskopisch sichtbar, oberhalb Linea dentata, reversibel 2.beim Pressen spontan prolabierend, selbstreponierend 3. beim Pressen spontan prolabierend, nur manuell reponiebel 4. Fixierter Prolaps, nicht reponiebel D: Proktoskopie ausreichend, Koloskopie zum Tumorausschluss T: Stadium 1 (Sklerosierung) und 2(Gummibandligatur) konservative und interventionelle Verfahren, Stadium 3 und 4 operativ Operativ: offene Hämorrhoidektomie nach Milligan Morgan unter Belassung eines Drainagedreiecks--> segmentärer Befall Stapler-Hämorrhoidopexie nach Longo
  • Analvenenthrombose Plexus hemorrhoidales caudalis -schmerzhafter prall elastischer Knoten, schwarz-livide im Analkanal oder äußeren Analkanalrand akute perianale Schmerzen da stark schmerzhaft ist von einer DRU abzusehen T: konservativ oder Srichinzision mit herausdrücken des Thrombus Rezidivrate: 15 %
  • Analfissur Zwischen Linea dendata und Analkanalrand gelegen Primär: traumatisch--> 80% SSL 6h <_8 Wochen akut chronisch>8 Wochen: Vorpostenfalte, hypertrophe Analpapille sekundär: bei Tumoren, M.crohn,  Colitis ulzerosa,Entzündungen--> meist atypische gelegen -perianale Defäkationsschmerzen, schmerzhafte Sphinkterkrampf, Blutunghellrot auf dem Stuhl, Toilettenpapier -DRU und Kolo/Rektoskopie nur unter Analgesie T: vor allem konservativ: Botulinumtoxin, Nitrate Sphinkterschonende Fissurotomie nach Gabriel--> Cave drohende Inkontinenz
  • Analabszess/ Analfistel Analabszess: dringende Operationsindikation Analfistel: elektiver Operation
  • Sinus pilonidalis -Entzündung des subkutanen Fettgewebes, welche häufig durch eingewachsene Haare entsteht -häufig bei jungen stark behaarten Männern, adipsitas und schlechter Analhygiene -präsakral, sakrokogzygeal (analabszess meist perianal) -asymptomatische Variante: Spontanheilung ausgeschlossen, kann in akute oder chronische Form übergehen, aber keine operative Therapie indiziert -akuter Sinus pilonidalis: Radikale en bloc Resektion und sekundäre Wundheilung, zweizeitige OP -chronisch: Plastische Verfahren (Limberg-Plastik), Exzisison, evtl. minimalinvasive Verfahren
  • Narbenhernie häufigste Form der ventralen Bauchwandhernie mittels spannungsfreier Netzeinlage therapiert, da es sonst häufig zu rezidiven kommt
  • Klassifikation nach Tscherne und Oestern Fraktur geschlossen  0.keine Weichteilverletzung, einfache Fraktur 1.oberflächliche Schürfungen, einfache bis mittelschwere Frakturen 2. tiefer reichende, kontaminierte oder verschmutzte Schürfungen, mittelschwere bis schwere Fraktur 3. ausgedehnter Weichteilschaden, evtl. mit Zerstörung der Muskulatur, ausgedehntes Kompartment offen 1. minimale Weichteilverletzung, Durchspießung von innen 2. Durchtrennung der Haut, umschriebene Weichteilverletzung 3. offene, freiliegende Fraktur mit ausgedehnter Weichteilzerstörung 4. subtotale und totale Amputation
  • Klassifikation Frakturen nach Gustilo und Anderson 1 Gewalteinwirkung gering Hautwunde < 1cm Weichteilverletzung mittelgradig keine Verunreining einfache Fraktur lokale Defektdeckung und keine Gefäßschädigung 2 Gewalteinwirkung mittelgradig Hautwunde>1cm Weichteilverletzung mittelgradig (keine Hautlappen) moderate Verunreinigung Fraktur geringe Segmentierung Defektdeckung lokal und keine Gefäßchädigungen 3  Gewalteinwirkung: Hochresonanztrauma Hautwunde>10cm hochgradige Weichteilverletzung schwere Zertrümmerung, perosteal stripping 3a lokale Defektdeckung 3b Deckung durch freien oder rotierten Hautlappen 3c Deckung durch freien oder rotierten Hautlappen und gefäßchirurgische Versorgung
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  • AO Klassifikation A einfache Fraktur, keine Gelenkbeteiligung B keilförmige Fraktur (mehrfragmentäterer Keil), partielle Gelenkbeteiligung  C komplexe Fraktur (Mehrfragmentfraktur), vollständige Gelenkbeteiligung
  • Frakturzeichen sicher -Achsabweichungen, übersteigerte Beweglichkeit -offene Frakturen -Stufenbildung, Knochenlücken -Krepitationen -Radiologischer Nachweis unsicher -Rötung -Schmerzen -Schwellung -Funktionseinschränkung Radiologische Frakturzeichen -Zerstörung der Trabekelstruktur -Aufhellungslinie -Unterbrechung der Kortikalis -Stufenbildung -Fragmentdislokation
  • Frakturen Mehrfragmentfrakur--> 4-6 Fragmente Trümmerfraktur >6 Fragmente -keine Rotationsfehlstellungen belassen!
  • Operative Frakturversorgung Plattenosteosynthese: universal ensetzbar -auch zur Gelenksrekonstruktion und komplizierten Frakturen
  • Epiphysenverletzung Aitken 0/Salter 1 : Epiphysiolyse ohne Begleitfraktur--> Scherverletzungen, keine Zerstörung der Wachstumsfuge, gute Prognose Aitken 1/Salter 2: Partielle Epiphysiolyse mit metaphysärem Fragment--> durch Schermechanismen und zusätzliche Torsion: Prognose gut Aitken 2 /Salter 3: Partielle Epiphysiolyse mit epiphysärem Fragment--> Scher und Stauuchungsfraktur--> Epiphysenfuge mit betroffen, OP unumgänglich Aitken 3/Salter 4: Fraktur durch Epi- und Metaphyse (Absprengung Fragment)--> Scher und Stauuchungsfraktur--> Epiphysenfuge mit betroffen, OP unumgänglich Aitken 4/Salter 5: Axiale Stauuchung der Epiphysenfuge, Crush Verletzung--> Quetschung der Wachstumsfuge mit irreversibler Zerstörung, Wachstumsstörungen und Fehlstellung Epiphysenlösung: Lockerung zwischen Verknöcherungszone und knorpelige Umwandlung
  • Klavikulafraktur -80%mittleres Drittel(indirektes Trauma) Allman 1 -15% lateral (direktes Trauma) Allman 2 -5% mediales Drittel Allman 3 Die Frakturen des lateralen Drittels werden nach Jäger/Breitner weiter klassifiziert in: Typ 1: lateral des Ligamentum coracoclaviculareTyp 2: im Bereich des Ligamentum coracoclaviculareTyp 3: medial des Ligamentum coracoclaviculare
  • Acromioklavikulargelenkfraktur Tossy 1/Rockwood 1 Überdehnung/Zerrung lig. acromiolavicular, lig. coracoclavicular Tossy 2 /Rockwood 2 Ruptur Lig. acromioclavicular, Dehnung lig. coracoclaviculare Tossy 3/Rockwood 3 Ruptur Lig. acromioclaviculare, lig. coracoclaviculare--> Klaviertastenph. Rockwood 4 Clavicula nach dorsal disloziert Rockwood 5 Abriss M.deltoideus/trapezius , Arm und Scapula nach distal disloziert--> Klaviertastenph. Rockwood 6 Clavicula unter Coracoid und Acromion Luxatio supraacromialis am häufigsten
  • Distale Radiufraktur -häufigste Fraktur des Menschen: Sturz auf dorsalextendierte Hand: Colles-Fraktur (25% aller Frakturen)--> Röntgen: Bajonett-Stellung (radiale Abknickung), Fourchette-Stellung: dorsales Abknicken, Dislokation des distalen Fragments nach dorso-radial -Sturz auf flecktierte Hand: Smith-Fraktur: Röntgen: volares Abknicken, Dislokation des distalen Fregments nach palmar-radial karpale Begleitverletzungen (ähnlicher Traumamechanismus)--> Scaphoidfraktur OP: Wiedeherstellen des Böhlerwinkels!!! 20-25 grad (radioulnar) und 10-15 grad (palmar) konservativ durch Ruhigstellung nach reposition oder Operativ: v.a. winkelstabile volare Platte und bei Kindern Spickdrähte anschließend: dorsale Unterarmgipsschiene
  • Kahnbeinbruch -häufigster Bruch der Handwurzel 80% -wird von distal nach proximal mit Blut versorgt -eigentlich immer CT, da sie im Röntgen oft übersehen wird -Druckschmerz und Verstreichen der Tabatiere (Radius, Scaphoid und A.radialis) T: koventionell, bei proximalen Frakturen immer OP, bei mittleren Frakturspalt >2mm --> Herbert Schraube (Zweigewinde Schraube) DeQuervain Fraktur: Scaphoidfraktur und perilunäre Luxation (Greater arc lesion) T: i.d.r Operativ, Dekompression N.medianus! SL-Bandruptur -scapholunäres Band, entsteht durch Sturz auf dorsalextendierte Hand, häufig in Kombi mit ipsilateraler Radiusfraktur -Whatson Test, Terry-Thomas Sign: Scaphulolunärer Spalt >3mm -T: konservativ < 6 Wochen, operativ CAVE: häufig Pseudarthrose (10% der Scaphoidfrakturen)--> immer operativ nach Matti-Russe häufig verzögerte Frakturheilung
  • Mittelhandknochenfrakturen: Os metacarpale Basis 1 Fraktur Winterstein: extraartikuläre, basisnahe Schrägfraktur Benett-Luxationsfraktur: intraartikuläre basisnahe Schrägfraktur mit Dislokation nach radial und proximal Rolando-Fraktur: intraartikuläre, basisnahe Y oder T Fraktur mit Subluxation im Daumensattelgelenk nach radial/proximal T: Op mittels Kirschnerdrähten oder Miniplatte
  • WS Drei-Säulen Modell nach Denis ventrale Säule: lig. longitudinale anterius, vordere 2/3 der WK plus vordere Wirbelkanten und Bandscheibe--> Verletzungen stabil mittlere Säule: lig. longitudinale posterior, hintere 1/3 der WK plus Wirbelkanten und Bandscheibe hintere Säule: Wirbelbögen und -fortsätze, Facettengelenke, posteriore Bänder gesteigertes Instabilitätsrisiko: mittlere und hintere Säule instabil: mindestens 2 Säulen verletzt
  • AO-WS-Klassifikation A Kompressionsfrakturen A0-A2 nicht tragende Kompressionsfrakturen--> stabil A3-A4 Berstungsbrüche des WK--> instabil je nach Beteiligung der mittleren Säule B Distraktionsverletzungen (Flexion oder Hyperextension) B1-B3 Zerreißungsfrakturen der ossären und ligamentäten Strukturen --> instabil C Translationsverletzungen (einwirkende Kraft horizontal und vertikal) Verletzung aller drei Säulen durch Translation (Rotation) --> instabil
  • Atlasfrakturen (HWS 1) -Axiale Krafteinwirkung bei Hochresonsztrauma (Kopfsprung, Autounfall)--> 50% Begleitverletzungen -Jefferson-Fracktur: Fraktur des vorderen und hinteren Atlasbogen
  • Axisfraktur -Axiskörper oder Axisbogenfraktur --> Hangmanfracture, entsteht durch atypisches Erhängen/frontale Autounfälle: bilaterale Axisbogenfraktur Densfrakturen: 2/3 aller Axisfrakturen nach Anderson und d'Alonzo 1 Densspitzefraktur mit Riss der Ligg. alaria--> stabil 2 Densbasisfraktur--> meist instabil 3 Densfraktur mit Beteiligung des Axiskörper--> stabil oder instabil --> eventuell Kombiniert mit Atlantoaxialer Subluxation
  • WS-Frakturen -Teardrop- Fraktur: massive Flexionsverletzung der Halswirbelsäule, Absprengung eines größeren Knochenstücks der Wirbelkörpervorderkante und Verlagerung des Knochenstücks nach ventrokausal--> gleichzeitig Ruptur der dorsalen Ligamente und dorsalen ossären Strukturen: hochgradid instabil!, oft kombiniert mit Verletzungen des Rückenmarks -seatbelt-Injury: Kombination einer Wirbelkörperfraktur mit intraabdominellen Verletzungen Kinder: häufig Verletzung der oberen HWS, durch Überproportionalität des Kopfes -häufig führen Läsionen der WS nicht zu Frakturzeichen im Röntgen--> Indikation für großzügige MRT Diagnostik M. Bechterew: Verletzungen WS sind aufgrund von fehlender Elastizität und damit Instabilität immer als schwerwiegendes Trauma zu werten
  • WS-Frakturen Diagnostik Dens-Aufnahme: a.p. Aufnahme transoral durch den Mund 7. WK Aufnahme: Zug auf die Arme nach untern (wird sonst vom Schultergürtel überlagert) Radiologische Instabilitätskriterien -erweiterter Bandscheibenraum -erhöhter interspinöser Abstand -Unterbrechung der dorsalen Wirbelkörperkortikalis -Teardrop Fraktur -vergrößerter Prävertebraler Raum/ Weichteilschatten -segmentale Kyphosierung -sagittale Verschiebung -(sub)luxierte Facettengelenke CT: 1. Wahl bei HWS-Frakturen MRT: Differenzierung frische und alte Frakturen, unklare neurologische Beschwerden --> inhomogene hypo- und hyperintense Areale bei Schädigungen des Rückemarks
  • Schleudertrauma, whiplash injury, Distorsion HWS -häufigste Komplikationen nach Autounfall -keine direkte Schädigung von Schädel, Gehirn, HWS, Rückenmark -häufig Chronifizierung -Muskelverspannungen der Hals und Nackenmuskulatur Schwindel (Vertigo)Benommenheit und quantitativ höhergradige Aufmerksamkeitsstörungen (Vigilanz)Brennende oder stechende Schmerzen im HinterkopfHör- und Sehstörungen, Einschränkungen des GesichtsfeldesDesorientierungRasche Erschöpfbarkeit und SchwächegefühlSchlafstörungenSchmerzen und/oder Missempfindungen in Gesicht und ArmenGangunsicherheitenMuskelfunktionsstörungenSpasmen D: HWS in 2 Ebenen, eventuell STeilstellung der HWS T: erklären der Harmlosigkeit, keine Immobilisation sondern vermeiden von Schonhaltungen
  • Therapie WS-Frakturen -stabile Frakturen werden konservativ behandelt -instabile Frakturen werden konservativ oder operativ behandelt -instabile diskoligamentäre Verletzungen werden operativ behandelt konservativ: Schmerztherapie, Ruhigstellung, Physiotherapie--> frühe Mobilisierung Indikation Operation Absolut Myelonkompression mit und ohne neurologischem Defizit Progrediente neurologische Ausfälle Hochgradig instabile Verletzungen Relativ Diskoligamentäre InstabilitätTherapieresistente Schmerzen Kontraindikationen Generelle Kontraindikation zur operativen VersorgungAsymptomatische Fraktur bei Osteoporose Ballon-Kyphoplastie: bei STABILEN Fraktuen mit chronischen Schmerzen, Zugang von Dorsal Spondylodese: bei Instabilen Frakturen und neurologischen Symptomen mit Platten, Schrauben, Fixateur interne auch möglich WK zu ersetzung durch Knochenspan oder Titancage
  • Beckenringfrakturen -sehr starkes Trauma, 80% Begleitverletzungen -Polytraumapatienten haben in 20% Beckenfrakturen A stabile Beckenfrakturen, hinterer Beckenring intakt, vertikal und rotationsstabil --> Randfrakturen, Beckenschaufelfrakturen, tiefe Os-sacrum-Fraktur, Fraktur vorderer Beckenring B teilweise Verletzungen am hinteren Beckenring--> Rotationsinstabilität B1 Open-book Fraktur: Symphysensprengung mit einseitiger TeilIleosakralfugensprengung oder Sakrumfraktur, nicht komplette Zerstörung hinterer Beckenring --> Rotationsinstabilität aber vertikale Stbilität erhalten C komplette Instabilität durch Verletzung des vorderen und hinteren Beckenring--> Rotationsinstabilität, Assymmetrie und vertikale Instabilität
  • Proximal Femurfrakturen 2/3 aller Frakturen betreffen den proximalen Femur -Niedrigresonanztrauma bei Älteren (Stolpersturz) -Hochresonsztrauma bei Jüngeren