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Morphologie und Syntax (Subject) / Entwicklung (Lesson)
Die Grammatikentwicklung im Kindesalter
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- Nenne die Voraussezungen für die morpho-syntaktische Entwicklung (4) 1. sprachlicher Input ( an kleine Kinder gerichtet: sem./synt. vereinfacht, redundant und prosodisch deutlicher gegliedert) 2. prosodisches Lernen (vgl. Penner) 3. phonologisches Lernen (Dannenbauer) 4. lexikalisches Lernen
- Wann befindet sich das Kind im Einstieg der Grammatikentwicklung? mit ca. 18 M. kommt es zur Kombination erster Zweiwortäußerungen (Voraussetzung: mind. 50 Wörter verschiedener Wortklassen. )
- Die Grammatikentwicklung verläuft in versch. Phasen, in denen das Kind jeweils eine begrenzte Menge an linguistischen Prinzipien und Regeln erwirbt. Wie nennt Clahsen diese unterschiedlichen Mengen an Regeln? Übergangs- bzw. Zwischengrammatiken
- Welche Personen spielen eine bedeutende Rolle bei der Erforschung der GR. Entwicklung? - Harald Clahsen: beobachtet 3 Geschwisterkinder 1;9.3;6--> Phasen nach Clahsen - Szagun - Zvi Penner, Kölliker Funk : Prosodie als wichtiger Faktor
- Welche Merkmale des mütterlichen Sprechstils "motherese"( ab 24-27 LM) sind besonders entwicklungsfördernd? (4) - Anpassung der durschnittlichen ÄL an die Anzahl der Nominalphrasen pro Äußerung -Anzahl der ja/nein- und W-Fragen -Teilweise Wiederholungen/ Transformation und Expansionen der kindl. Äußerungen - Teilweise Wiederholungen mit / ohne Modifikation der eigenen zuvor gemachten Äußerung
- Erläutere Zusammenhänge zwischen den auditiven Gedächtnisleistungen und dem Grammatikerwerb! auditiver Arbeitsspeicher ist zu Beginn des Spracherwerbs noch begrenzt. Kinder erschließen sich syntaktische Regeln von hinten. --> Inhalttragende Wörter sind oft am Satzende --> Die Entdeckung der linken Satzklammer trifft dann ein, wenn eine zunehmende Verarbeitungskapazität vorliegt! Zeigt ein Kind in der Diagnostik Auffälligkeiten auf der morpho-syntaktischen Ebene, dann muss das Sprachgedächtnis gezielt geprüft werden !!!
- FÜNF PHASEN NACH CLAHSEN Phase I Vorläufer der Syntax Alter: 1;6 J. MÄL: 1.0 -Sequenzen von EWÄ -Reduplikationen ( "balli, balli, balli")-KOmbination von Einwortsätzen und paraverbalen Elementen ("ää teddy")
- FÜNF PHASEN NACH CLAHSEN Phase II Erwerb des Syntaktischen Prinzips Alter: 2 Jahre MÄL: 1.0-2.0 -ZWÄ mit syntaktisch-semantischen Relationen dominieren, max. Dreiwortäußerungen -Inhaltswörter dominieren- Funktionswörter werden meist ausgelassen - Verbstellung variabel, Tendenz zur Verbendstellung ("haus bauen")-Verbflexive:- ø,-n,-t
- FÜNF PHASEN NACH CLAHSEN Phase III Vorläufer der einzelsprachlichen Grammatik Alter: 2;6 MÄL: 2.0-3.0 -MWÄ werden dominant -erste wenige Kopula-,Modal-und Hilfsverben-immer noch viele Auslassungen -deutliche Bevorzugung der Verbendstellung, erste Verben tauchen aber auch in der Verbzweitstellung auf-neues Verbflexiv -e, wird häufig übergeneralisiert
- FÜNF PHASEN NACH CLAHSEN Phase IV Erwerb einzelsprachlicher, syntaktischer Besonderheiten (9) Alter: 3;0 MÄL: 3.0-4.0 -Verbzweitstellung wird realisiert, die Satzstellung im HS gleicht zunehmend der Erwachsenengr. Erwerb der Satzklammer-neues Verbfelxiv: -st-Erwerb der Subjekt-Verb-Kongruenz -Trennung von Verb und Objekt-Fragen werden durch Inversion gegennzeichnet- Negationselement steht immer direkt nach dem finiten Verb -Gebrauch von Funktionswörtern -Übergeneralisierung von Nom. auf Akk./ erste Akk.-Formen kommen vor -erste Nebensätze nach einem HS
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- FÜNF PHASEN NACH CLAHSEN Phase V Komplexe Sätze Alter: 3;6 MÄL: 4.0 -Erwerb von koordinierenden und subordinierenden Teilsätzen und entsprechenden Konjunktionen, indirekte Fragesätze treten auf -korrekte Verbstellung im NS-korrekte Wortstellung bei Negation -zwei Objekte können im Satz vorkommen -Negationselement:- kann im HS vom Verb getrennt werden/- steht im NS präverbal-vollständiger Erwerb des Akk., zu Beginn der Pahse V Übergeneralisierung Akk auf Dat. am Ende erste Dativformen
- Stelle den vollständigen Erwerb der Verb-2-Stellung mit den Satzstrukturen in chronol. Reihenfolge dar! (5) 1. Kanonisches Satzmuster 2. Topikalisierung mit Adverbien 3. Topikalisierung mit Objekten 4. Erwerb von Satzverbíndungen 5. Erwerb von Satzgefügen
- Es gibt 2 Theorien, die erklären, wie das Kind das Verb aus der Finalstellung in die linke Satzklammer bewegt. ( Nennen und Erläutern) 1. Morphologisch orientierte Hypothese: das Vervollständigen des regelmäßigen Paradigmas der Flexionssuffixe der Verben (-st) und die damit einhergehende Möglichkeit zur Erstellung der Subjekt-Verb-Kongruenz sind notwendige Vorraussetzungen, um die Verbbewegung im HS von der finalen Stellung zur Zweitstellung auszulösen. --> somit kann sich das Verb vom Objekt lösen 2. Synaktisch orientierte Hypothese: Nachdem die vordere Position im Satz als "strukturelle Position" erkannt wird, kann sich das Verb von der Endposition in die Zweitposition bewegen.