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BM16 (Subject) / BM16 (Lesson)

Grundlagen der Heilpädagogik & Inklusiven Pädagogik

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  • ICIDH Gültig von 1980 bis 2001. Hat für die Verständigung zwischen den verschiedenen Fachgebieten eine wichtige Rolle gespielt. Sollte Ergänzung zur IDC (Internat. classification of deseases) sein. ICIDH sollte zur Beschreibung von Behinderungen als Folge von Schädigungen führen und eine einheitliche Sprache im gesundheitlichen Kontext liefern (incl dem Anspruch auch Kommunikation mit nichtmedizinischen Fachgebieten zu liefern. Unterscheidung: Impairment – Disability – Handycap war auch nachfolgend einflussreich für die heilpädag. Begriffs- und Theoriebildung. Impairment: Schädigung – meist organische Schädigung, aber auch geistige Retardierung Disability: Beeinträchtigung/Behinderung – konkrete Auswirkungen dieser Schädigung (z.B. keine Beine) indem bestimmte Fähigkeiten nicht vorhanden sind Handicap: soziale Benachteiligung (nicht immer Niederflurtram z.B.) Schwächen: Instrument zur Erfassung der Differenzierung von Menschen mit Störungen
  • Wofür steht ICIDH? “International Classification of Impairments, Disabilities and Handicaps” der WHO.
  • ICF Functioning, Disability and Health Oberbegriff: disability – functioning – impairment (Schädigung körperlich/psychischer Funktion z.B. Verletzung des Nervenstrangs der Wirbelsäule) activity: activity limitation (keine Beine – laufen nicht möglich) partizipation: participation restriction Der Wechsel von der ICIDH zur ICF deckt sich in weiten Bereichen mit der Kritik am Behinderungsbegriff in Diskussionen der Sonderpädagogik der letzten Jahre. Wird Heilpädagogik prägen. Menschen werden differenzierter behandelt und analysiert. Transdisziplinäre Klassifikationssysteme. ICF möchte von dieser Klassifizierung von Gesundheitsmerkmalen – Menschen wurden „etikettiert“ – abrücken. Die Wechselwirkungen sind das Grundgerüst der ICF. Das Zusammenwirken von Teilen des Körpers als System. Beispiel: Functioning: sehen impairment: der Sehnerv ist verletzt Aktivitäten: sehen können Aktivitätsstörung: Blinder kann nicht sehen Umweltfaktoren: Blindenstab, Brailleschrift Partizipation: Einschränkung in der Gesellschaft, zB nicht alle Zebrastreifen haben audioaktive Betriebsweise Personenbezogene Faktoren: Persönlichkeit ob der Mensch motiviert ist (Unterscheidung Aktivität und Teilhabe ist nicht immer möglich) die positiven Faktoren werden herausgehoben
  • Ist Unfruchtbarkeit Ihrer Meinung nach eine Behinderung Dies setzt immer voraus, dass ein Kinderwunsch vorhanden ist, denn sonst kann man nicht von Behinderung, Schädigung oder Begrenzung ausgehen (diese Funktionsfähigkeit muss erwünscht sein). Es muss ein Problem für die Betroffene sein. Nach dem ICIDH ist es eine Behinderung, weil diese Schädigung eine Auswirkung hat. Der Körper kann diese Leistung nicht erbringen, aus irgendwelchen organischen oder psychischen Gründen. Nach ICF auch – wäre eine Schädigung der Funktion des Körpers Was meint Bach? „umfänglich, schwer und längerfristig“ also wäre es auch eine Behinderung, so ein Kinderwunsch vorhanden ist.
  • DSM-IV was ist das und welche Ziele hat sie Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders Lernstörungen (Lese-, Rechenstörungen, Störungen des schriftlichen Ausdrucks) Störungen der Motorischen Fertigkeiten (Entwicklungsbezogene Koordinationsstörungen) Kommunikationsstörungen (expressive, phonologische Störungen, Stottern) Tiefergreifende Entwicklungsstörungen (Autistische Störungen)
  • Kritik von Förderung Förderung wird verwendet im Sinne von entwicklungsorientiertem pädagogischem Handeln beim Vorliegen von Beeinträchtigungen. Der Begriff der Förderung ist kein einheimischer Begriff der Pädagogik, obwohl er sich zum zentralen Begriff der Heil- und Sonderpädagogik entwickelt hat und in zahlreichen Kompositionen verwendet wird. Der Begriff bezeichnet einen weiten Gegenstand, ohne Festlegung vorzunehmen. Bei der Verwendung des Begriffs „Förderung“ in pädagogischen Kontexten, handelt es sich auch nach diesem Wörterbuch um eine Wirkung bildungspolitischer Dokumente. Förderung als pädagogische Kategorie ist in andere Sprachen kaum übersetzbar. Fornefeld sieht das „auf-den-Weg-bringen“ als eine Deutung des sonderpädagogischen Gebrauch des Förderungsbegriffs. Gleichzeitig kritisiert sie, dass das Kind hier eine passive Rolle hat.  
  • Begriff Entwicklung und besondere Bedeutung in der HP Erziehung und Bildung gelten als zentrale Begriffe der Pädagogik. Der Entwicklungsbegriff ist selbst in pädagogischen Wörterbüchern oft nicht zu finden. Der Entwicklungsgedanke ist aber zentral für die Heilpädagogik. Erleichterung und Ermöglichung von Entwicklungsprozessen ist eine zentrale Aufgabe der Heilpädagogik. Benkmann, Rainer (Entwicklungspädagogik und Kooperation. Sozial-konstruktivistische Perspektiven der Förderung von Kindern mitgravierenden Lernschwierigkeiten in der allgemeinen Schule. Roth, Heinrich (1971): Pädagogische Anthropologie. Band II. Entwicklung und Erziehung. Grundlagen einer Entwicklungspädagogik.
  • Merkmale des Normalisierungsprinzips nach Bengt Nirje Für den Schweden war das Normalisierungsprinzip ein Mittel, das Menschen mit geistiger Behinderung gestattete, Errungenschaften des täglichen Lebens ebenso zu nutzen wie die übrige Bevölkerung. Es sollte ein Leitbild für med., päd., psych., soz., und pol. Tätigkeit auf diesem Gebiet darstellen.
  • Normalisierung bei Wolfensberger Wolfensberger ist ein leidenschaftlicher Vertreter des Normalisierungsprinzips. Seit 1968 ist es für ihn der Maßstab, mit dessen Hilfe die Dienste für Menschen mit geistiger Behinderung gemessen werden sollten. Deswegen hat er ein Instrument entwickelt (Programm Analysis of Service Systems= Pass), das erlaubt, verschiedene Aspekte von Dienstleistungen zu bewerten. Das Normalisierungsprinzip  wurde von ihm weiterentwickelt. Um ein möglich normales Leben zu führen, ist es seiner Meinung nach notwendig, die soziale Rolle von Menschen mit Behinderung zu verändern- es soll eine größere Wertschätzung erreicht werden. „Die geistig Behinderten ein Dasein führen zu lassen, das dem normalen so ähnlich wie möglich ist.“ Dies ist das Konzept, das zum Ausgangspunkt der gesamten heutigen Normalisierungsbewegung wurde.
  • Vergleich Integration / Inklusion Integration: Differenziertes System je nach Schädigung Zwei-Gruppen –Theorie (behindert – nicht behindert Heterogenität als Problem Aufnahme von Kindern mit Behinderung Ressourcen für Kinder mit Etikettierung Inklusion: Umfassendes System für alle Theorie einer heterogenen Gruppe (viele Mehrheiten, viele Minderheiten) Wertschätzung der Vielfalt Veränderung des Selbstverständnisses der Schule Ressourcen für das System Schule
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  • Unterschied Krankheit Behinderung (Cloerks?) In traditionellen Gesellschaften und Kulturen ist kein Begriff dessen vorhanden, was wir als „Behinderung“ bezeichnen. Behinderung ist eine Kategorie, die der ethischen (= von außen) Betrachtungsweise entspringt. Der am ehesten noch hiermit korrespondierende emische (= von innen) Begriff ist für die meisten traditionellen Gesellschaften der Begriff „Krankheit“. Das Gegenteil von behindert ist nicht gesund, sondern nicht behindert.
  • Ein Gesetz der UN (oder einer Unterorganisation) das sich mit behinderten Kindern beschäftigt Anspruch auf Schutz gegen jede Diskriminierung Anspruch auf Schutz gegen willkürliche Eingriffe in das Privatleben Recht auf einen angemessenen Lebensstandard Recht auf Bildung Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben der Gemeinschaft  
  • In welchem Kontext entstand empowerment und was ist darunter zu verstehen Empowerment (Selbst-Ermächtigung, Selbst-Bemächtigung) bezeichnet einen Prozess, in dem Menschen in Situationen des Mangels, der Benachteiligung, Diskriminierung oder gesellschaftlichen Ausgrenzung ihre Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen, sich dabei ihrer Fähigkeiten bewusst werden, eigene Kräfte entwickeln und soziale Ressourcen nutzen. Empowerment als Verweis auf die Selbstverfügungskräfte: randständige Menschen erkennen ihre Ressourcen und Fähigkeiten Empowerment als Verbindung mit politisch ausgerichteter Macht: die Verbindung politischer Aktionen soll mit einer emanzipationsfördernden Arbeit der Professionellen einhergehen Empowerment im reflexiven Sinne als Bewusstmachungsprozess bei gesellschaftlichen Randgruppen: Wiedererlangung der Kontrolle über die eigene Lebenswelt Empowerment im transitiven Sinn: als Vertrauen in die eigenen Stärken und Ressourcen
  • CBR Community based Rehabilitation WHO Projekt CBR ist entstanden auf dem Hindergrund fehlender Institutionen für Menschen mit Behinderungen. So wurde das Gegenmodell zu CBR in den Publikationen der WHO auch als Institution-based Rehabilitation bezeichnet. An Institution-based Rehabilitation wurde die mangelnde Passung zurr Situation in Entwicklungsländern kritisiert. Hilfsinstitutionen seien von staatlicher Seite in Entwickluingsländern nicht bezahlbar und daher, so sie vorhanden seien, nur von einer schmalen begüterten Schicht nutzbar. Institution-based Rehabilitation wurde als ein Modell der Städte betrachtet, von dem die Landbevölkerung ohnehin abgeschnitten war. Das „Training in community for people with disabilities“ stellt die Grundlagen der CBR in leicht verständlicher und transferierbarer Form dar. Beteiligte an CBR-Programmen: Örtlicher Berater (local supervisor): initiiert und fördert gemeindebezogene Aktivitäten Gemeinde-Rehabilitationskomitee: setzt Veränderungen durch und koordiniert diese Lehrer: nimmt Kinder mit Behinderungen in die reguläre Schule auf Eltern: unterstützen ihre Kinder Menschen mit Behinderungen: treten für ihre Rechte ein Gesellschaftspolitische Zielsetzung: Partizipation: Teilnahme an sämtlichen Lebensbereichen Inklusion: Veränderung kommunaler Institutionen Empowerment: Ermächtigung zum Eintritt für eigene Rechte
  • Korczak: Ist seine Pädagogik eine Heilpädagogik Er hatte sich schon während seines Studiums für arme und verwahrloste Kinder eingesetzt und ihnen Unterricht erteilt. Korczak entschied sich, sein Leben benachteiligten Kindern zu widmen. Als 1911 ein Waisenhaus gebaut wurde, übernahm er die Leitung dieses Waisenhauses, in dem die Kinder nach demokratischen Regeln in möglichst hoher Selbstverwaltung und Partizipation lebten. Es gab ein Kinderparlament, eine Waisenhauszeitung, ein Kinderplebiszit und ein Kameradschaftsgericht. Letzteres diente der möglichst friedlichen und gerechten Konfliktlösung unter den Kindern, und zwischen Kindern und Erwachsenen. Auch Korczak selbst wurde vor das Kameradschaftsgericht zitiert. Seine Pädagogik ist daher eine auf jeden Fall eine HP.
  • Annedore Prengel: welche drei Richtungen versucht sie in ihrer „Pädagogik der Vielfalt“ zu vereinigen. Worin bestehen die Gemeinsamkeiten Interkulturelle Pädagogik Feministische Pädagogik Integrationspädagogik wenige Berührungspunkte; aber strukturelle Gemeinsamkeiten: Frauen, Behinderte und Angehörige randständiger Kulturen werden etikettiert & diskriminiert. - emanzipatorische Zielsetzung Elemente der Pädagogik der Vielfalt: Selbstachtung & Anerkennung des Anderen, Entwicklungen zwischen Verschiedenen, Prozesshaftigkeit, keine Definitionen, keine Leitbilder, Achtung vor der Mitwelt, ...
  • Otto Speck Begründer des Systems der pädagog. Frühförderung,  Buch "System Heilpädagogik", vom Behinderungsparadigma zum heilpädagog.-ökologischen Paradigma Menschen sind als Teil einer Vielzahl von Systemen anzusehen, in denen die Mitglieder unterschiedliche Rollen einnehmen,  Baum der Erkenntnis
  • Welchen Begriff Hanselmann statt Behinderung verwendet (+Einteilung) Statt HP wollte er Sondererziehung, hat es aber selbst dann nicht mehr verwendet Statt Anormalitäten à„dauernde Hemmungen“ Wollte generell das Individuum herausheben Und bei der Einteilung das Medizinische vom Pädagogischen trennen +  Mindersinnigkeit und Sinnesschwäche (Taube, Blinde, Sehschwache, taubblinde Kinder, Schwerhörige + Entwicklungshemmung des Zentralnervensystems (leichter- mittel- und schwergeistesschwache Kinder) + neuropathische und psychopatische Konstitution, körperliche Krankheit, Verkrüppelung, Umweltfehler)
  • Heinrich Hanselmann und die Adressaten der HP Hanselmann betrachtet HP als die Lehre vom Unterricht, von der Erziehung und Fürsorge aller jener Kinder, deren körperlich-seelische Entwicklung dauernd durch individuelle und soziale Faktoren gehemmt ist.
  • Ambulante und Mobile FF wer eignet sich für welches Modell Ambulante Frühförderung: Hier handelt es sich um einen Ort / Institution / Beratungsstelle / Förderungsstelle wo Kinder diagnostiziert werden. --> Die Eltern müssen zu diesen Institutionen gehen. Sozialpädiatrische Zentren werden z.B. medizinisch geleitet.   Mobile Frühförderung: Die Frühförderer (Früherzieher, Psychologen,...) kommen ins Haus – sie suchen die Eltern auf. Die Kinder sind in ihrem gewohnten Umfeld, was den Vorteil hat, dass der Früherzieher so den normalen Tagesablauf besser mitbekommt und den Eltern somit eingehend beraten und Hilfestellungen geben können.
  • Was ist das Kotherapeutenmodell? Speck unterscheidet das Laienmodell, das Kotherapeutenmodell und das Kooperationsmodell. Generell heißt "Kotherapeuten-Modell", dass die Eltern darauf eingeschult werden therapeutische Maßnahmen mit dem eigenen Kind durchzuführen. Elterliche Kompetenzen werden dadurch nur mäßig anerkannt, weil der Therapeut das "Programm" bestimmt und die Eltern nur (neben ihnen) die Ausführer sind. Problematisch ist daran, dass sich Eltern häufig unter Druck setzen und sich die Schuld geben, wenn sich Erfolge in der Therapie nicht einstellen. Häufig werden dann die Therapiesitzungen von den Eltern immer mehr in den Vordergrund gerückt und somit leidet das spontane Spiel/ die spontane Interaktion mit dem Kind. die Therapie bestimmt dann häufig das Leben (auch der restlichen Familie).
  • Menschenrechte werden heute nicht mehr in Frage gestellt (sind bindend) Rechte Behinderter Menschen werden sehr wohl praktisch oft in Frage gestellt. Obwohl es 30 Artikel dazu gibt seit 1948 zB Artikel 26 Recht auf Bildung (Eltern haben Recht ihre Schule ihrer Kinder zu wählen. Kommt zum tragen bei Integrations- oder Inklusions-Schul Wahl)
  • Nennen Sie ein Dokument der UN oder einer ihrer Unterorganisationen, das sich auf die Rechte von Kindern mit Behinderungen bezieht und ihre Aufgabe. 1989 UN Konvention über die Rechte des Kindes Artikel 2 wendet sich gegen Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung 1993 UN-Rahmenbedingungen über die Herstellung von Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen; „Standard Rules“ à revolutionär: sind bindend kann man einklagen 1994 UNESCO-Erklärung von Salamanca Proklamation des Rechtes auf Besuch einer regulären Schule Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen
  • Rechte behinderter Menschen im Kontext heilpädagogischer Fragestellungen Recht auf Bildung (Edouard Seguin hat da Vorarbeit geleistet) Recht auf Leben und Bildung auch bei schwerster Behinderung  (Pflege übernehmen meist NGO´s oder kirchliche Träger. Ab den 60ern hat man die Bildsamkeit von Schwerbehinderten überhaupt erst erkannt. Basalstimulation. Singer und die ganze Debatte stellen das alles wieder in Frage und die Kostenfrage ist auch latent da. Das recht auf Gestaltung eines normalen Lebensablaufs (Normalisierungsgedanke – geht durch die Lebensspanne) Das Recht auf Teilhabe an den allgemeinen Bildungsinstitutionen unter Verzicht auf Sondereinrichtungen
  • Warum ist Partizipation in der ICF so breit gefasst? Biewer meint: ICF muss so breit gefasst sein, denn sonst macht es keinen Sinn politische Teilnahme zu propagieren, wenn Basisprobleme nicht gelöst sind. Dieser Aspekt wird stärker Einzug halten. Perspektive der Zukunft Weg von den Wohltaten gegenüber Menschen m. Behinderungen hin zu deren Rechten Diversity: → Aspekt der Verschiedenheit auf gleicher Ebene → gleichwertig Inequality: → spricht die Verschiedenheit hierarchisch an → nicht gleichwertig
  • Diversity und Inclusion: Schule für alle Kinder Freiheit und Selbstbestimmung (neu seit den 80ern aus Skandinavien) auch für Menschen mit geistiger Behinderung Recht auf Familiengründung Teilhabe am Arbeitsmarkt Barrierefreiheit im öffentlichen Leben Die letzten 3 Rechte sind oft nicht gesichert.  
  • Independent Living Movement Ed Roberts (schwer körperbehinderter Student aus Berkley/CA) gründete ein „Center for independent living“ in den 60er. Es wurde zu Orten der Selbstorganisation und Beratung von sinnes- und  körperbehinderten Menschen. „Peer Counseling“  von behinderten Menschen für behinderte Menschen Fragen des Rechts, Sexualität, Partnerschaft, Hilfsmittel, Arbeitsvermittlung… aus den Forderungen der „People First Gruppen“ entstand Self-Advocacy-Movement
  • Self-Advocacy-Movement „Selbst-Vertretung“ – das Sprechen für sich selbst in eigener Sache Selbsthilfezirkel „people first“ verstanden sich als SAM. Anliegen: gleichberechtigter, akzeptierender und taktvoller Umgang der Hilfsdienste mit ihren Klienten Gestaltung des Verhältnisses zu den Eltern (Eltern müssen loslassen lernen) Mitsprache- und Entscheidungsrecht besonders beim Wohnen und Arbeiten. Selbstbestimmung (nach Duisburg, bunte Karten Kongress) Fähigkeit und Möglichkeit Entscheidungen zu treffen, zu vertreten und handelnd umzusetzen.
  • Entwicklung im Kontext von Selbstbestimmung obwohl pädagogischer Zentralbegriff, wird Entwicklung oft in pädag. Büchern nicht angeführt Entwicklungsbegleitung bezieht sich auf alle Lebensalter Entwicklungsbegleitung und Assistenz beim Erwachsenen ist eine Form der Einwirkung bei gleichzeitiger Akzeptanz des So-seins à Form des Verzichts des erzieherischen Formungsgedankens dh. nicht erziehen sondern à Begleiten hat einen erhöhten Stellenwert
  • Themenbereiche VERGLEICHENDEN HEILPÄDAGOGIK International-deskriptive HSP Ziel:              interkulturelle Verständigung Erkenntnisgewinn Aufgabe: nationale und länderübergreifende Methoden und Tendenzen der HSP International-kompariatve HSP Ziel: systematisches Erheben und Herausarbeiten von Gemeinsamkeiten Ähnlichkeiten und Unterschieden Aufgabe: Erkenntnisse und Erfahrungen zu gewinnen aber auch gegenseitige Verständigung, Beratung und Unterstützung vorzubereiten und zu ermöglichen. (OECD, European Agency)     International-normative HSP beinhaltet die Erarbeitung von Empfehlungen, Richtlinien und Deklarationen zwecks Verbesserung, Angleichung und Vereinheitlichung (zB UN, UNESCO, Declaration Salamanca) Beratung fällt auch darunter, weil es sich um eine vorwiegend einseitige direktive Anleitung handelt von Institutionen oder Individuen International-kooperative HSP stellt gegenseitige Zusammenarbeit und Beratung, Unterstützung und Aktionsprogramme in den Vordergrund. Diese Frage und Aufgabenstellung ist von allgemeinem Interesse, historisch gesehen aber besonders typisch für Organisationen auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit.   Die Typen können einzeln behandelt werden, macht aber Sinn sie in wechselseitigen Bezug zu stellen.  
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  • Entwicklungsländer die meisten Behinderungen treten in Entwicklungsländern auf Gründe: schlechte Wohn- und Lebensbedingungen Häufigkeit von Krankheiten fehlende Zugang zu medizinischer Versorgung (oder Armut) unzureichendes Wissen über die Entstehung von Krankheit (Bilharziose)… Deshalb wurde von der WHO 2003 die CBR gegründet
  • Local Supervisor was macht der LS: er schaut sich das Dorf an und zeichnet es nach und versucht rauszufinden wo leben Menschen mit Behinderung was machen sie (in den Häusern, Status in der Familie) dürfen sie das Haus verlassen (Schule, Arbeit..) nehmen sie an der Gemeinschaft teil (zB Kirche..) das untersucht er vorerst, dann setzt er sich mit den Dorfautoritäten zusammen und versucht sie in die Dorfgemeinschaft, Arbeitsgemeinschaft, Schulen… zu integrieren (wie im Normalisierungsprinzip). Dadurch soll die Gemeinschaft Richtung inclusive community verändert werden. Menschen mit Behinderungen bekommen Aufgaben und Rechte.Der local supervisor ist ein örtlicher Berater der CBR (comunity based rehabilitation). Er initiiert und fördert gemeindebezogene Aktivitäten
  • Prof Günther Gebärdensprache ist eine Sprache: ( nach Günther) Elementareinheiten zu im Prinzip unbegrenzten Bildungsmöglichkeiten unterschiedlicher Gebärdenzeichen Lexikalisch-semantische Struktur Syntaktisches Regelsystem zur Bildung von Äußerungseinheiten Gebärdensprachliche Frühsozialisation : Gebärdensprache (behinderten K.) ist analog zu Sprachentwicklung (bei nicht behinderten K.) zu sehen. reflektiert begleiteter paralleler Erwerb von Gebärden- Laut oder Schriftsprache in früher Kindheit fördert die Gesamtsprachentwicklung (Medizin beachtet das oft nicht)
  • Cochlear Cl versorgte Kinder zeigen eine einheitliche Tendenz: etwa die Hälfte dieser Kinder zeigen in ihrer weiteren Entwicklung irreparable lautsprachliche Entwicklungstörungen (Eltern verlassen sich auf Cl aber es funktioniert nicht immer – Folge: die Kinder hören schlecht, das Problem beginnt von Neuem wird aber nicht wahrgenommen  und dementsprechend behandelt. Damit kommt es zu keiner Spracherlernung und die Kinder können diese Rückstände später oft nicht mehr aufholen.) deshalb ist Bilingual so wichtig! Gebärdensprachen (MZ) sind reine Kommunikationssprachen (quasi mündliche Sprachen) keine Gebrauchsschrift keine Volks oder Gruppensprache (genetische Drang Mensch – Sprache) als potentielle Muttersprache nur für 10% der gehörlosen Kinder gehörloser Eltern Sprache einer winzigen Minderheit   Kommunikations- und Sprachentwicklung durch: Bilinguale Gebärden-, Schrift- und Lautsprache umfassende Konzepte intentionale pädagogische Planung und Praxis   Hamburger Konzept: eine Person eine Sprache (DGS-Lehrer, Deutsch-Lehrer) Kommunikation und Lernen ind starker (DGS) und schwacher (Deutsch) Sprache von Anfang an Altersgemäße Kommunikation und Kognition in allen Lernbereichen bzgl. Indiv. Voraussetzungen offenes billinguales Konzept durch Integration von gebärdensprachlicher und aural(Ohr)-oraler Förderung  
  • Wie lassen sich nach Bach die Begriffe „Beeinträchtigung“ und „Behinderung“ unterscheiden? Beeinträchtigungen: Oberbegriff für Schäden der individualen Disposition, Benachteiligungen und Belastungen Behinderungen: Beeinträchtigungen, die umfänglich, schwer und längerfristig sind  
  • Ein bis zwei Worte zu den Förderschwerpunkten Ab den 1980er Jahren wurde der Behinderungsbegriff in schulpädagogischen Kontexten durch den Begriff des „sonderpädagogischen Förderbedarfs“ ersetzt. Daraus ergeben sich die Förderschwerpunkte Hören, Sehen, körperliche und motorische Entwicklung, Sprache, geistige Entwicklung, emotionale und soziale Entwicklung sowie Lernen.
  • Inwieweit unterscheidet sich der deutsche Begriff „Geistige Behinderung“ vom amerikanischen „Mental Retardation“? Lernbehindert: mental retardation – nicht nur geistig, auch lernbehindert; Entwicklungsrückstand von 2-3 Jahren; durch Intelligenztests feststellbar; Schüler mit Lernbehinderung IQ unter 75-80;
  • Otto Speck: Frage nach der wissenschaftlichen Grundlage Ökologisch-systemischer Ansatz unter Bezugnahme auf Systemtheorie und Konstruktivismus unter Anlehnung an Positionen aus den Naturwissenschaften, der Soziologie und der Sozialpsychologie.    
  • ICF - Größe & Ausmaß des Problems 0 = nicht vorhanden 1 = leicht ausgeprägt 2 = mäßig ausgeprägt 3 = erheblich ausgeprägt 4 = voll ausgeprägt 8 = nicht spezifiziert 9 = nicht anwendbar
  • Deaf Studies transdisziplinärer Ansatz, dessen normative Orientierung von den Rechten der Betroffenen ausgeht. Die Betonung auf der kulturellen Eigenständigkeit der "Deaf Community" schlägt sich v.a. in der Betonung der eigenen Sprache tauber Menschen nieder.
  • emisch Vs. ethisch emisch = von innen ehtisch = von außen Behinderung ist eine Kategorie der ethischen Betrachtungsweise. Der emische Begriff, der damit am ehesten korrespondiert ist Krankheit.
  • Falschübersetzungen der UNBRK inclusion → Integration → Inklusion accesible → zugänglich → barrierefrei independence → Unabhängigkeit → Selbstbestimmung asstistance → Hilfe → Assistenz
  • Wodurch wird das Flüchten von Menschen mit Behinderung erschwert? Behinderte Flüchtlinge haben weniger Möglichkeiten, sich von den extrem einschränkenden Umweltgegebenheiten aufgrund eingeschränkter Mobilität wegzubewegen & sind beim Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten zusätzlich beeinträchtigt, so dass Möglichkeiten der Subsistenzsicherung durch Arbeit nicht möglich sind.
  • Lernbehinderung Lernbeeinträchtigungen können nach Kanter (1977) unterteilt werden in Lernbehinderungen und Lernstörungen. psychischen Entwicklungs- und schulischen Leistungsrückstand von mehr als 2-3 Jahren  Gesamt-IQ von etwa 75 retardiertes Sozialverhalten Die Quote lernbehinderter Schüler i.S. dieser Definition wird mit 2-3% angegeben, kann aber unter Einbezug von Lernstörungen wesentlich höher angesetzt werden (nach Kanter 5-7%).
  • Hochbegabung - Definitionen Ex-post-facto-Definitionen:  wenn jemand etwas Hervorragendes geleistet hat IQ: von +130 Talentdefinitionen: Personen, die in einem spezifischen künstlerischen oder akademischen Bereich besondere Leistungen erbringen Prozentsatzdefinitionen: bestimmter Prozentsatz der Bevölkerung wird als hochbegabt definiert Kreativitätsdefinitionen: lehnt reine Definition nach IQ ab; originelle & produktive Leistungen
  • Integrationsklassen Aufnahme von behinderten Schülern aller Schweregrade, Zwei-Pädagogen-System, reduzierte Schülerzahl in der Klasse, alternative Leistungsbeurteilung
  • Stützlehrer Förderung einzelner Kinder mit Behinderungen in methodisch weitgehend unverändert weiterarbeitenden Klassen vorwiegend an Volksschulen im ländlichen Bereich
  • Kooperative Klassen Regel- und Sonderschulklasse in einem Gebäude haben einen Teil ihres Unterrichts gemeinsam
  • Klein- oder Förderklasse Sonderklasse in der Hauptschule für mit 6-11 Kinder mit Lern- und Erziehungsproblemen mit dem Ziel die Schüler möglichst schnell wieder in die Regelklasse zurück zu bringen.
  • Stand der schulischen Integration Fast die Hälfte der Schüler mit SPF besucht Integrationsklassen  Integration in der Volks- und Hauptschule unterliegt den Regelungen in den Bundesländern. In höheren Schulen ist der Bund zuständig. Für 5 Schüler mit einem SPF kann eine Integrationsklasse eingerichtet werden. Beklagt wird gegenwärtig die unzureichende Bereitstellung ausreichender Ressourcen (insbes. Lehrerstunden) für integrative Maßnahmen.