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BM16 (Subject) / BM16 (Lesson)
Grundlagen der Heilpädagogik & Inklusiven Pädagogik
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- Die inklusive Schule als pädagogisches und gesellschaftliches Reformmodell 1. Die Verschiedenheit der Schüler stellt den Ausgangspunkt des Schulkonzepts dar und wird als positiver Wert angesehen. 2. Behinderung ist nur ein Aspekt der Verschiedenheit der Schüler neben geschlechtlicher, ethnischer, kultureller, rassischer, religiöser und sozialer Verschiedenheit. 3. Als inklusive Schule ändert die Schule ihre Arbeitsweise grundlegend, um dieser Verschiedenheit gerecht zu werden. 4. Die Veränderungen betreffen insbesondere die Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen, aber auch die Organisationsform der Schule. 5. Die Umgestaltung im Sinne der Inklusion erhöht die Effektivität der Schule für das Lernen aller Schüler. 6. Die inklusive Schule ist ein Beitrag zur Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft.
- Was bedeutet Inklusive Pädagogik? Inklusive Pädagogik bezeichnet Theorien zur Bildung, Erziehung und Entwicklung, die Etikettierungen und Klassifizierungen ablehnen, ihren Ausgang von den Rechten vulnerabler und marginalisierter Menschen nehmen, für deren Partizipation in allen Lebensbereichen plädieren und auf eine strukturelle Veränderung der regulären Institutionen zielen, um der Verschiedenheit der Voraussetzungen und Bedürfnisse aller Nutzer/innen gerecht zu werden.
- Kritik am Konzept der Inklusion: Brahm Norwich Als „identification dilemma“ bezeichnet er den Umstand, dass Kindern eine Behinderung zugeschrieben wird, mit der Folge dass sie als „verschieden“ behandelt werden, mit der Folge von Abwertung und Stigmatisierung. Als „curriculum dilemma“ bezeichnet er den Umstand, dass Kinder, denen ein besonderer Bedarf zugeschrieben wurde, den selben Zugang zum allgemeinen Lehrangebot haben sollen, der für alle anderen Kinder auch gilt. Als „location dilemma“ bezeichnet er den Umstand, dass Kinder mit schwereren Beeinträchtigungen in allgemeinen Bildungsumgebungen kaum Zugang zu spezialisierten Unterstützungsdiensten haben.
- Kritik am Konzept der Inklusion: Mary Warnock - die Beschränkung von Kindern in Sonderschulen auf solche mit schweren Behinderungen - die Schwierigkeiten der sozialen Integration intellektuell beeinträchtigter Schüler/innen in der Sekundarstufe - die unzureichende Qualifikation des pädagogischen Assistenzpersonals Das dem pädagogischen Konzept zugrundeliegende Ideal der inklusiven Gesellschaft wird von ihr hinterfragt und auch nicht als Ideal der Schule angesehen.
- Georg Feusers Modell des Lernens am gemeinsamen Gegenstand Feuser hat sein Modell in der bildlichen Metapher eines Baumes dargestellt. Den Stamm betrachtet er als thematische Struktur eines Projektes, an dem alle Schüler nach Möglichkeit auch jahrgangsübergreifend arbeiten sollen. Äste und Zweige entsprechen Wissenschaftsbereichen, die den Schülern in abstrakt-logisch symbolischer Weise durch Sprache oder Schrift fassbar werden. „Je nach der momentanen Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungskompetenz eines Schülers kann er einem oder mehreren Ästen entlang lernen, muß dies aber nicht in jedem Projekt in bezug auf jeden Ast und Zweig leisten“
- Inklusive Didaktik 1. Beziehungen und Teams2. Demokratie und Partizipation3. Chancengerechte Qualifikation 4. Ganztag5. Förderliche Lernumgebung6. Förderbedarf ohne Stigmatisierung7. Neues Beurteilungssystem8. Neue Schularchitektur9. Öffnung in die Lebenswelt10.Beratung, Supervision, Evaluation und neue Kriterien guten Unterrichts
- Index for Inclusion Inklusive KULTUREN schaffen: Gemeinschaft bilden, Inklusive Werte verankern Inklusive STRUKTUREN etablieren: Eine Schule für alle entwickeln, Unterstützung für Vielfalt organisieren Inklusive PRAKTIKEN entwickeln: Lernarrangements organisieren, Ressourcen mobilisieren.
- behinderte Menschen - Arbeit Die Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt ist das primäre Ziel. Wenn dies nicht möglich ist oder nicht gelingt sind verschiedene Formen unterstützter Beschäftigung, integrative Betriebe (ehemals Geschützte Werkstätten) und Werkstätten mit Arbeits- und Beschäftigungstherapie denkbar.
- Freizeitgestaltung behinderter Menschen Kerkhoff (1991) geht davon aus, „daß Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer Behinderung sich in den Grundbedürfnissen im Freizeitbereich von Nichtbehinderten nicht unterscheiden. Sie sind ebenso wie Nichtbehinderte den Einflüssen von z. B. Konsum- und Tourismusleitbildern, wie sie die Freizeitindustrie verbreitet, ausgesetzt. Es sind gängige Freizeitwünsche und -verhaltensweisen, wie z. B. im Hinblick auf das Fernsehen, bei Behinderten ebenso vorzufinden.“ Er stellt aber benachteiligende Wirkungen auf behinderte Menschen auch im Freizeitbereich fest wie: ◦ eine sichtbare Schädigung,◦ Mobilitätseinbuße,◦ Eingeschränkt Verkehrstüchtigkeit,◦ zeitraubende Versorgungs- und Hygienemaßnahmen,◦ Mangel an gegenständlichen und sozialen Erfahrungen usw.
- Wolfgang Jantzen - Zugang? Der neurowissenschaftliche und sozialgeschichtliche Zugang Wissenschaftliche Grundlagen: Dialektischer Materialismus und marxistische Gesellschaftstheorie,Neurowissenschaftliche Orientierung an der Tätigkeitstheorie der sowjetischen kulturhistorischenSchule (Leontjew, Luria, Wygotski)
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