Differentielle Psychologie & Persönlichkeitspsychologie (Fach) / Lernkontrolle 12 - Validität, CL und Kritische Differenz (Lektion)

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Validität, CL und Kritische Differenz

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  • LK 12 1. Definieren Sie grundlegend den Begriff "Validität". Validität = Gültigkeit Ein Testverfahren ist dann valide, wenn es die Eigenschaft, die es zu messen vorgibt, auch tatsächlich misst.
  • LK 12 2. Definieren Sie "äußere kriterienbezogene Validität" und beschreiben Sie ein plausibles Beispiel. Kriteriumsorientierte Validität liegt dann vor, wenn die Testergebnisse mit einem definierten Kriterium korrelieren. Bei der äußeren kriterienbezogenen Validität ist dieses Kriterium extern zu wählen. (z. B. Testergebnis IQ und Berufserfolg)
  • LK 12 3. Definieren Sie "inhaltliche Validität" und beschreiben Sie ein plausibles Beispiel. Inhaltliche Validität liegt vor, wenn die Testaufgabe selbst einen eindeutigen Schluss auf die Fertigkeit zulässt. Z. B. Arbeitproben: Sekretärin schreibt Brief, Berufskraftfahrer fährt einen Parcours.
  • LK 12 4. Benennen Sie die 7 Methoden zur Konstruktvalidierung nach Cronbach und Mehl und benennen Sie für zwei Methoden eine nachvollziehbare Umsetzung zum Nachweis der Konstruktvalidierung. Konstrukt = gedankliche Hilfestellung zur Beschreibung von Phänomenen Konstruktvalidität liegt dann vor, wenn ein Test eine hohe Beziehung zu theoretischen Eigenschaften aufweist, also Eigenschaften, die nicht „anfassbar“ sind. (z. B. Extraversion als Persönlichkeitseigenschaft oder Intelligenz) 7 Methoden: Korrelation des Tests mit mehreren Außenkriterien (z.b. Berufserfolg, Schulerfolg in Bezug zu Intelligenz) Korrelation des Tests mit Tests ähnlichem Validitätsanspruches (z. B. Mathe-Test wird mit anderen Mathe-Tests korreliert) Korrelation des Tests mit Tests unterschiedlichen Validitätsanspruches (z. B. Mathe-Test und Lese-Test) Faktorenanalytische Betrachtung des zu validierenden Tests (Testaufgaben werden in Faktorengruppen zusammengefasst - Umgang mit Zahlen, Wortschatz etc.)  Analyse interindividueller Unterschiede  Analyse intraindividueller Unterschiede  Inhaltlich-logische Analyse der Testelemente
  • LK 12 5. Beschreiben Sie die Beziehung der Gütemaße: Objektivität, Reliabilität und Validität. Objektivität = Unabhängigkeit des Testergebnisses vom Testleiter Reliabilität = Messgenauigkeit Validität = Gültigkeit Enger Zusammenhang der 3 Gütemaße: Je höher die Objektivität, desto höher die Reliabilität, desto höher die Validität. Die Objektivität beschreibt die Unabhängigkeit der Testergebnisse vom Untersucher. Diese Objektivität muss gegeben sein, um die Reliabilität (Messgenauigkeit) des Tests zu gewährleisten. Reliabilität bezeichnet den Grad der Genauigkeit ,mit der eine Persönlichkeiteigenschaft gemessen wird. Die Validität stellt am Ende die Gültigkeit des Test. Sie bestimmt, ob ein Testverfahren die Eigenschaft, die es zu messen vorgibt, auch tatsächlich misst.
  • LK 12 6. Benennen Sie das Hauptaxiom der "Klassischen Test-Theorie" nach Gulliksen. (Klausur) x = t + e x = beobachteter Wert (Rohwert bzw. Normwert) t = wahrer Wert e = Messfehler
  • LK 12 7. Beschreiben Sie die Beziehung zwischen Reliabilität und Differenzierungsfähigkeit. Je höher die Messgenauigkeit, desto besser kann der Test zwischen den Testergebnissen (intra- und inter-individuell) differenzieren.
  • LK 12 8. Welche Aussage macht ein Konfidenzintervall? Konfidenzintervall = Vertrauensintervall Das Konfidenzintervall gibt, mit welcher Wahrscheinlichkeit sich der wahre Wert im Konfidenzintervall am beobachteten Wert befindet. Je genauer der Test, desto schmaler wird das Vertrauensintervall.
  • LK 12 9. a) Welche Parameter benötigen Sie, um das Konfidenzintervall zu berechnen? b) Welche Aussage macht in diesem Zusammen der Standardmessfehler? a) Um das Konfidenzintervall zu berechnen benötigt man die folgenden Parameter: - Beobachteter Normwert - Standardabweichung der Normwertskala (s) - Reliabilitätskoeffizient (rtt) - Standardmessfehler (se) ⇒ se = s * Wurzel aus (1 - rtt) - z-Wert (Normalverteilung) der gewünschten Irrtumswahrscheinlichkeit                                     (95% = +/- 1,96; 99% = +/- 2,58) Formel: CL%=  x + oder - se * z
  • LK 12 10. Welche Aussage macht die kritische Differenz? Die "Kritische Differenz" sagt aus, ab wann eine Differenz zweier Testergebnisse nicht mehr dem Messfehler zugeschrieben werden sollte bzw. wie groß der Abstand zwischen zwei Testpergebnissen sein muss, damit ein überzufälliger Unterschied zwischen den Testergebnissen vorliegt. Ist die tatsächliche Differenz ≥ als die kritische Differenz, dann liegt auch tatsächlich eine Differenz in den Testergebnissen vor, die auf keinen Messfehler zurückzuführen ist., d.h. die eine Testperson schneidet besser ab als die andere.
  • LK 12 11. Nennen Sie typische Fragestellungen, die ein Wirtschaftspsychologe mit Hilfe der "Kritischen Differenz" und dem „Konfidenzintervall“ klären kann. Kritische Differenz = Bestimmung von  überzufälligen Unterschieden zwischen zwei Testergebnissen Konfidenzintervall = Bestimmung der Position des wahren Wertes einer Messung bezüglich des beobachteten Wertes