Differentielle Psychologie & Persönlichkeitspsychologie (Fach) / Lernkontrolle 9 - Eigenschaftsentwicklung, Anlage/Umwelt (Lektion)

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Eigenschaftsentwicklung, Anlage/Umwelt

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  • LK 9 1. Mit welchem UNTERSUCHUNGSDESIGN wird die individuelle EIGENSCHAFTSSTABILITÄT erfasst? mindestens 2 Messzeitpunkte Der Diskrepanzwert kann ermitteln, wie stabil das Merkmal von Person X ist - die individuelle Stabilität. Hierbei wird gemessen, wie groß die Diskrepanz in Bezug auf ein Merkmal zwischen min. 2 Messzeitpunkten ist. durchschnittliche Veränderungen = alters(gruppen)spezifisch, kein individueller Ursprung differentielle Veränderungen = nicht altersspezifisch, individuellen Ursprungs
  • LK 9 2. Mit welchen statistischen Maßen kann eine Auskunft über die Eigenschaftsstabilität von Gruppen bestimmt werden? (2 Kriterien) Mittelwertstabilität: Über den Mittelwertsvergleich kann festgestellt werden, wie stabil die durchschnittliche Ausprägung einer Eigenschaft einer Gruppe zwischen mindestens 2 Messpunkten ist. Rangordnungsstabilität: Über eine Rangkorrelation kann ermittelt werden wie stabil die            inter-individuellen Unterschiede (Rangordnung) der Gruppen in einer Eigenschaft zwischen mindestens 2 Messpunkten ist,
  • LK 9 3. Beschreiben Sie die vier grundlegenden PRINZIPIEN der EIGENSCHAFTSENTWICKLUNG. 1. Prinzip = Stabilität sinkt, je höher der Abstand zwischen den Messzeitpunkten. 2. Prinzip = Stabilität variiert zwischen verschiedenen Persönlichkeitseigenschaften (z. B. IQ = stabil, Selbstwertgefühl = instabil) 3. Prinzip = Je instabiler die Umwelt, desto instabiler viele Persönlichkeitseigenschaften. 4. Prinzip = Je jünger Kinder bei 1. Messzeitpunkt waren, desto instabiler sind gewisse  Persönlichkeitseigenschaften
  • LK 9 4. Benennen Sie die Persönlichkeitseigenschaft, die die höchste Stabilität aufweist. IQ = genetisch bedingt, daher fest verankert
  • LK 9 5. Beschreiben/Benennen Sie die Zeitspannen, in der sozial-emotionale Eigenschaften einen deutlichen Stabilitätszuwachs erfahren. (3 Zeitspannen) 1. ab 3 Jahren: (Kindergarten) 2. ab 18 Jahren (z. B. Auszug aus dem Elternhaus) 3. ab 50 Jahren (z. B. Auszug der Kinder)
  • LK 9 6. Beschreiben Sie die Ebenen und die Wechselwirkung der Einflussgrößen auf die individuellen Entwicklung. (2 Einflussgrößen) 1. Erbanlage - genetische Einflüsse  2. Umwelt - äußere Einflüsse Es sind nicht die stabilen Unmwelteinflüsse, die die Persönlichkeit am stärksten beeinflussen, sondern die Veränderungen, denn hierauf muss man reagieren, sich damit auseinerandersetzen.
  • LK 9 7. Definieren Sie den Begriff "Heritabilität" und formulieren Sie die dazugehörigen vier Forschungsfakten. Heritabiltät = genetisch Einfluss auf die Ausprägung einer Persönlichkeitseigenschaft 4 Forschungsfakten von Heritabilität: 1. Gene und Umwelt sind voneinander abhängig 2. von Kultur zu Kultur unterschiedlich 3. kann altersabhängig sein (in unterschiedlichen Lebensphasen können unterschiedliche Eigenschaften wichtig sein) 4. eigenschaftsabhängig
  • LK 9 8. Benennen Sie den Verwandtschaftsgrad von (r) von - Kind zu Großeltern - Adoptiveltern zu Adoptivkind - Eineiige Zwillinge (EZ) - Kind zu Großeltern: 25 % - Adoptiveltern zu Adoptivkind: 0 % - Eineiige Zwillinge (EZ): 100 %
  • LK 9 9. Benennen Sie die beiden indirekten UNTERSUCHUNGSDESIGN zur Erfassung von HERITABILITÄT und beschreiben Sie die Forschungsannahmen. 1. Zwillingsuntersuchung: Annahme, dass Umwelteinfluss auf EZ und ZZ gleich ist                 ⇒ Ähnlichkeiten/Unterschiede können auf Genetik zurückgeführt werden 2. Adoptivuntersuchungen = Annahme, dass Umwelteinflüsse auf Adoptivkinder und leibliche Kinder gleich wirken ⇒ Ähnlichkeit zu leiblichen Kindern kann auf genetische Ähnlichkeit zurückgeführt werden
  • LK 9 10. Was wird unter geteilten und nicht-geteilten Umwelten verstanden und warum sind nicht-geteilte Umwelten so wichtig für differentielle Effekte? geteilte Umwelt = Als geteilte Umwelt bezeichnet man die Wirkung all derjenigen nichtgenetischen Faktoren, welche zur Ähnlichkeit von gemeinsam aufgewachsenen Personen (insbesondere Geschwistern) beitragen. ⇒ z. B. Wohnumgebung, soziale Schicht, Familienklima ⇒ Korrelation von Eigenschaften von Adoptivgeschwistern nicht-geteilte Umwelt = Als nichtgeteilte Umwelt wird die Wirkung aller Faktoren nichtgenetischer Art bezeichnet, welche zur Unterschiedlichkeit von Personen beitragen. ⇒ z. B. Schwangerschaft, soziale Beziehungen, Schulklassen, Geschwisterposition ⇒ Unterschiede von EZ zeigen