Differentielle Psychologie & Persönlichkeitspsychologie (Fach) / Lernkontrolle 8 - Handlungseigenschaften (Lektion)
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Handlungseigenschaften
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- LK 8 1. Beschreiben Sie ein Regelkreissystem für das physiologische Grundbedürfnis "Durst". 1. physiologischer Soll-Zustand für "Durst" (=Sättigung, kein Durst) 2. Körper registriert Abweichung von einem kontrollierten Soll-Zustand (in Form Durst) 3. starke Abweichung vom Soll-Zustand führt zu einem motivierten Verhalten ⇒ Verhaltensziel = Durst stillen / Verhalten = Trinken
- LK 8 2. Unterscheiden Sie Temperamente von Motiven. (Klausur) Temperamente beschreiben Form und Ausdruck des Verhaltens. Motive beschreiben Verhaltensziele ⇒ bewusster und unbewusster Antrieb zum Verhalten
- LK 8 3. Benennen Sie dIe 3 HAUPTMOTIVE, die intensiv erforscht wurden. Leistung Macht Anschluss
- LK 8 4. Formulieren Sie die Unterschiede zwischen "physiologischen Grundbedürfnissen" und "kognitiven Motiven". physiologische Grundbedürfnisse: vegetatives Kontrollsystem zur Regulation des physiologischen Gleichtgewichts. Weicht ein Ist-Zustand vom Soll-Zustand ab, wird diese Abweichung durch entsprechendes Verhalten ausgeglichen. kognitive Motive: beeinflussen das Verhalten, um bestimmte, subjektive bewertete Handlungsfolgen zu erzielen
- LK 8 5. Atkinson beschäftigte sich intensiv mit dem Leistungsmotiv. Benennen Sie die beiden Hauptparameter seines Modells und beschreiben die sichtbaren Unterschiede im Verhalten und Erleben in Bezug auf die jeweilige hohe Konstruktausprägung. Erfolgsmotiv: Erfolg anstrebend, handlungsorienterit, sucht Aufgaben mittleren Schwierigkeitsgrades, ist hierbei maximal motiviert aufgrund hoher Erfolgswahrscheinlichkeit Misserfolgsmotiv: Misserfolg meidend, lageorientiert, sucht Aufgaben niedrigen oder hohen Schwierigkeitsgrades, dadurch Misserfolg gefährdet
- LK 8 6. Benennen Sie die verschiedenen MESSMETHODEN zur Erfassung von MOTIVEN und ordnen Sie diese Messmethoden in Bezug auf die Erfassung expliziter und impliziter Motive zu. projektive Messmethoden: Rorschach-Test (implizit), TAT = Thematischer Auffassungs-Test (implizit) semi-projektive Messmethoden: LM-Gitter = Kombination aus Bild + vorgegebenen Antworten (impizit und explizit) OMT = operanter Motiv-Test (implizit) PRF = Personality Research Form (explizit)
- LK 8 7. Beschreiben Sie die inhaltlichen Unterschiede zwischen Interessen und Motiven. Interesse = Bewertung von Handlungen (das Ausführen) Motiv = Bewertung von Handlungsfolgen
- LK 8 8. Benennen Sie die 6 Interessenbereiche im Konzept von Holland. Typ R (realistic)) = handwerklich - technisch Typ I (investigative) = forschend - untersuchend Typ A (artistic) = sprachlich - kreativ Typ S (social) = erziehend - pflegend Typ E (enterprisind) = beratend - verkaufend Typ (conventional) = ordnend - verwaltend
- LK 8 9. Benennen Sie die Parameter, die die Berufswahl beeinflussen und eine günstige Kombination der Parameter. Paramter: Interesse und Kompetenz Kompetenzen sagen später ausgeübten Beruf besser voraus als Interessen (Zuwendung eher zu dem hin, was man gut kann, als was man gern macht). Günstige Kombination: Interessen sollten den Kompetenzen entsprechen.
- LK 8 10. Zählen Sie die "persönlichen Ziele", die PÖHLMANN und BRUNNSTEIN beschreiben, auf. (6 Kriterien) 1. Macht ausüben 2. Leistung erbringen 3. Abwechslung erleben 4. Intimität fühlen 5. sozialen Anschluss finden 6. Hilfe leisten
- LK 8 11. Definieren Sie das Konstrukt "Selbstkonzept". subjektives Bild von der eigenen Person (relativ, also zeitlich überdauernd)
- LK 8 12. Definieren Sie das Konstrukt "Selbstwertgefühl". Bewertung der eigenen Person (relativ instabil, also schwankend im Zeitverlauf) ⇒ wird durch Stimmungsschwankungen beeinflusst ⇒ nicht deckungsgleich mit tatsächlichen Gegebenheiten (subjektive Wahrnehmung)
- LK 8 13. Benennen Sie die drei bedeutsamen Korrelate des "Wohlbefindens". Selbstwertgefühl positive Korrelation zu Extraversion Gefühl persönlicher Kontrolle negative Korrelation zu Neurotizismus Zugehörigkeit zu einer religiösen Gemeinschaft (psychische) Gesundheit
- LK 8 14. a) Warum ist das Selbstwertgefühl für einen Menschen von großer Wichtigkeit? b) Benennen Sie die 6 Informationsverarbeitungsprozesse, die Menschen nutzen, um ein positives Selbstwertgefühl zu bahnen. c) Beschreiben Sie die 6 Prozesse mir plausiblen Beispielen. (Klausur) a) zentrale Komponente der Lebenszufriedenheit und Gesundheit. b) + c) Selbstwahrnehmung: eigene Wahrnehmung des Verhaltens und Körpers Selbsterinnerung: Ereignisse werden so "erinnert", dass sie das Selbstkonzept bestätigen soziales Spiegeln: wir glauben zu sein, wie wir denken, dass andere uns sehen sozialer Vergleich: subjektive Annahme, besser als andere zu sein, um nicht "letztes Glied in der Kette" zu sein Selbstüberschätzung: starke Selbstüberschätzer = Narzissmus (Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, nicht kritikfähig, unempathisch, egozentrisch) Selbstdarstellung: Verhalten zur Selbstwerterhöhung mit dem Ziel, Feedback von außen zur Bestätigung des Selbstkonzeptes zu erhalten
- LK 8 15. a) Wie lässt sich "Lebenszufriedenheit/Wohlbefinden" am besten beschreiben? b) Benennen Sie die Parameter (Eigenschaften oder Verhaltensweisen), die die Lebenszufriedenheit, das Wohlbefinden maßgeblich beeinflussen. (5 Korrelate) (Klausur) a) Wohlbefinden/Lebenszufriedenheit = mittelfristig stabile Persönlichkeitseigenschaft; schwankt um einen individuell unteschiedlichen Soll-Wert. Dieser Soll-Wert wird als "glück sein" definiert. b) 5 Parameter Selbstwertgefühl Zugehörigkeit zu einer religiösen Gruppe positive Korrelation zu Extraversion negative Korrelation zu Neurotizismus Gefühl der persönlichen Kontrolle
- LK 8 16. Benennen Sie die Lebensereignisse, die die "Lebenszufriedenheit" bei einigen Menschen deutlich negativ beeinflussen können. (3 Kriterien) Arbeitslosigkeit Scheidung/Verwitwung Heirat
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- LK 8 16. Benennen und definieren Sie nach KUHL die 4 FAKTOREN/Parameter, die die Handlungsentstehung maßgeblich beeinflussen. Motive Erwartungsstil (Handlungs-)Kontrollstil Attributionsstil Erklärung: In einer bestimmten Situation führt der persönliche Erwartungsstil zu einer bestimmten Erwartungsbildung und die persönlichen Motive zu einer Folgebewertung. Aus diesen beiden Faktoren bildet sich eine Motivationstendenz. Die dann wiederum aufgrund des persönlichen Handlungskontrollstils zu einer bestimmten Handlung führen. Das Ergebnis dieser Handlung wird auf Basis des persönlichen Attributionsstils bewertet.
- LK 8 18. Definieren Sie den Begriff "Handlungsoptimismus" und beschreiben Sie eine Person mit einem geringem Handlungsoptimismus. Handlungsoptimismus = Person geht davo aus, dass das eigene Handeln zum Erfolg fürt. geringer Handlungsoptimismus = Erfolgswahrscheinlichkeit wird unterschätzt geringe Erwartung, sich selbst verwirklichen zu können lageorientiert suboptimale Attributionsmuster (externale Ursachenzuschreibung bei Erfolg, internale bei Misserfolg)
