Differentielle Psychologie & Persönlichkeitspsychologie (Fach) / Lernkontrolle 6 - Einführung und faktorenanalytische Persönlichkeitsmodelle (Lektion)

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Einführung und faktorenanalytische Persönlichkeitsmodelle

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  • LK 6 1. a) Beschreiben Sie das Phänomen des Flynn-Effekts. b) mögliche Ursachen c) Was müssen Sie beachten, damit Sie in der Auswertung und Interpretation von Testergebnissen nicht dem Flynn-Effekt erliegen? a) Flynn-Effekt = Zunahme der durchschnittlichen Intelligenz-Leistung in IQ-Test im Zeitverlauf b) verbesserte Lebensbedingungen (Bildung, medizinische Versorgung, Lebensmittel etc.) c) regelmäßige Neunormierung von IQ-Test (ca. alle 7 Jahre)
  • LK 6 2. Was sind Korrelate? Korrelate: sind Variablen bei der eine eine Wechselbeziehung festzustellen ist Beispiel: Intelligenz und Lernerfolg Korrelation = lineare Beziehung zwischen mindestens zwei Variablen
  • LK 6 3. Benennen Sie mindestens 3 Korrelate der Intelligenz, die Sie kennengelernt haben. Lernerfolg Berufserfolg Studienerfolg
  • LK 6 4. Beschreiben Sie die Beziehung zwischen Intelligenz und Problemlösungsfähigkeit. relativ geringer Korrelationskoeffizient Aufgabeninhalte von IQ-Aufgaben und Problemlöseaufgaben schwer vergleichbar Begründung: Bei Prozessaufgaben ist das Ergebnisfenster relativ unklar, da mehrere Einflussgrößen bedacht werden müssen die zur Entscheidung benötigten Informationen liegen nicht vor, es muss "ausprobiert" werden ⇒ Aufgabenstellung muss transparent sein, damit der Intelligente seine Intelligenz effizient einsetzen kann. Wenn das gegeben ist, kann der Intelligente Probleme besser lösen als der weniger Intelligente. Intelligenz ist ein valider Prädiktor für komplexe Problemlöseleistungen.
  • LK 6 5. Beschreiben Sie die Beziehung zwischen Intelligenz und prestigeträchtigen Berufen. Intelligenz bringt Fähigkeit zu hoher Bildung mit sich ⇒ hohe Bildung ist Voraussetzung für prestigeträchtige Berufe. Daher werden Berufe mit hohem Sozialprestige i.d.R. von Menschen mit hoher Intelligenz ausgeübt. Berufe mit niedrigem Sozialprestige werden von Menschen mit niedriger und hoher Intelligenz ausgeübt.
  • LK 6 6. Ab welchem IQ spricht man von Hochbegabung? IQ ≥ 130
  • LK 6 7. Beschreiben Sie die Unterschiede von mono- und multifaktorieller Hochbegabung. monofaktorielle Hochbegabung = Hochbegabung in nur einem speziellen Segment, hier ist der IQ-Wert ≥ 130. In anderen Bereichen ist der IQ < 130 multifaktorielle Hochbegabung = Hochbegabung setzt sich aus mehreren Bereichen zusammen, also in verschiedenen Segmenten IQ-Wert ≥ 130
  • LK 6 8. Definieren Sie Achiever, Underachiever und Overachiever. Underachiever = Minderleister, bleiben unter ihrem Leistungsvermögen Achiever = Leistungszeiger, leisten das, was von ihnen aufgrund des Testergbnisses erwartet werden kann Overachiever = Mehrleister, zeigen mehr Leistung als das Testergebnis vermuten lassen würde
  • LK 6 9. Beschreiben Sie die subjektive Ursachenzuschreibung von external und internal kontrollüberzeugten Menschen. external kontrollüberzeugte Menschen: Ursache werden im Außen (Umstände, andere Personen etc.) gesucht internal kontrollüberzeugte Menschen: Ursachen werden in eigener Person anerkannt Kontrollüberzeugung = was ich kontrollieren kann bzw. was mich kontrolliert kann (Wer hat die Kontrolle über das geschehen, ich oder andere/anderes?)
  • LK 6 10. Beschreiben Sie bedeutsame Unterschiede zwischen Achievern und Underachievern in Bezug auf - das akademische Selbstkonzept - Hoffnung auf Erfolg akademische Selbstkonzept Achiever können ihr Leistungenspotenzial entfalten, Underachiever bleiben unter ihrem Leistungspotenzial, weil sie ihre eigenen Fähigkeiten unterschätzen Hoffnung auf Erfolg ist bei Achievern deutlich stärker ausgeprägt als bei Underachievern, wodurch sie in der Regel, selbstbewusster, optimister, motivierter und erfolgreicher sind.
  • LK 6 11. Überlegen Sie: Warum haben Intelligenztest eine höhere Vorhersagekraft in Bezug auf Ausbildungs- und Berufserfolg als z. B. ein Vorstellunggespräch, schriftliche Bewerbungsunterlagen oder ACs? (Klausur) IQ-Tests können von Probanden nicht positiv beeinflusst werden. Es kann nur das geleistet werden, was die Intelligenz hergibt. Intelligenz gilt als Prädikator für eine hohe Problemlösefähigkeit und Leistungspotenzial Intelligenz ermöglicht hohe Bildung und Potenzial für Ausbildungs- und Berufserfolg  IQ-Test sind objektiv in der Bewertung des Testleiters im Gegensatz zu Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgepräch und ACs.
  • LK 6 12. Beschreiben Sie Hoch- und Niedrigbegabte (Intelligenz). Welche Beobachtung hat die von TERMIN gestartete Langzeitstudie aufgezeigt? Eigenschaften von Hochbegabten: frühes Gehen und Sprechen bessere Schulleistungen emotional stabiler vielseitig interessiert häufig mehrfach begabt weniger sozial auffällig (geringere Kriminalität) Eigenschaften von Niedrigbegabten: Frauen heiraten früher Männer heiraten später niedrigere Schulabschlüsse sozial auffällig (höhere Kriminalität) mehr Unfälle
  • LK 6 13. Wie wird ein Prozentrangnormwert von PR = 30 interpretiert? 30% sind gleich stark oder schwächer ausgeprägt als die Vergleichsgruppe 70% sind stärker ausgeprägt Prozentrang ist eine flächenmäßige Betrachtung; intervallskaliert
  • LK 6 14. Interpretieren Sie einen IQ-Normwert von 135: in der 3. Standardabweichnung oberhalb des Mittelwertes 2,1% sind genauso intelligent oder intelligenter Hochbegabung liegt vor, da IQ ≥ 130
  • LK 6 15. Was macht eine(n) gute(n) Testleitende(n) aus, woraus muss ein(e) Testleitende(r) achten, damit Sie vorbereitet in den Intelligenztest (oder Test im Allgemeinen) "starten" können"? Zählen Sie auf oder beschreiben Sie. (Klausur) Durchführungs-Obektivität Auswertungs-Objektivität Interpretations-Objektivität