Geografie (Fach) / Raum und Zeit (Lektion)

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  • Wüstungen Erklären und Beispiele, bringe auch die Dynamik von Wüstungen Skizzieren. Bezeichnung für eine Siedlung oder Wirtschaftsfläche (Flurwüstung), die in derVergangenheit aufgegeben wurde, an die aber noch Urkunden, Flurnamen, Resteim Boden, Ruinen oder örtliche mündliche Überlieferungen erinnern. Beispiele für Wüstungen: Tschernobyl, GrenzgebieteTemporäre Wüstungen(zeitweiliges Aufgeben)Permanente WüstungenPartielle Wüstung (teilweise Aufgegeben)Totale WüstungFlur WüstungTotale Wüstung
  • Mensch als Zentraler Steuerungsfaktor einer Kulturlandschaft Skizziere die Dynamik der in Bezüglich der Fitness einer Gesellschaft. Natürliche St.             antrophogene St.Natürliche Austattung  vs gesellschaftliche Organisation Seuchen/Krankheiten/Kriege vs    gesellschaftliche OrganisationTechnischer Fortschrit, Geistesströmung 
  • Welche Rolle spielen Regierungsformen in der Implementierung eines Schutzgebietes? 3 Beispiele Nennen. Diese spielen eine wichtige Rolle, da Sie Schutzgebiete ausweisen können und imFalle einer Verweigerung auch Gebiete Enteignen können. Weitere wichtigeVereine sind zb. Alpenverein, Naturf reunde, Global 2000; -> Schutzgedanke desUrsprünglichen.
  • Raumkonzeptionen in Europa die „2. Phase“ also Europa nach Innen. ß??????? Von vielfach maßgebender, bald fördernder, bald hemmender Bedeutung für dieEntwicklung der organischen Welt und die Geschichte der europäischenMenschheit wurden der breite Landzusammenhang mit Asien und die engeVerknüpfung Europas mit dem asiatischen und afrikanischen Orient […]Ausbreitung des Hellenismus und des Christentums […] Einbrüche asiatischerNomaden […].  Durch seine Aufgeschlossenheit gegen denAtlantischen Ozean konnte Europa zum Vermittler zwischen der Alten und derNeuen Welt und zum Herd einer fast die ganze Erde umspannenden Zivilisationwerden.
  • Siedlungsbegriffe . Siedlung: überall dort, wo sich der Mensch für einen bestimmten Zeitraum niederlässt                         Unterscheidung: permanent (Stadt), semipermanent (Alm), ephemer (Zeltlager)                         Ökumene: dauerhaft vom Menschen bewohnter Raum Anökumene: nicht mehr vom Menschen bewohnter Raum aufgrund von topographischen oder klimatischen Schwellenwerten (es ist zu kalt/warm/nass/trocken/hoch) Periökumene: Siedlungsinsel in einer Anökumene Subökumene: Übergangsraum zwischen Ökumene und Anökumene Parzelle: die kleinste erfasste Einheit der Siedlung/Ökumene; wurde vermessen und kartiert Gemarkung: Grenzen der Gemeinde; = Siedlung + Wald + Wiesen darum herum Allmende: gemeinsam genutzte Flur einer Siedlung Flur: Wiese, Weide, Wald Einödflur: Hof steht allein Gemengeflur: Alle Höfe stehen beieinander Gewanne: langgestreckte Felder die im System der 3Felderwirtschaft bearbeitet werden Hufen: das Dorf ist meist ein Straßendorf am und längs des Talgrundes; eine Hufe geht von dem Haus ihres Besitzers/Bestellers die Talwand hinauf
  • Raumerfassung, Raumverdichtung und Raumschwund erklären. Raumerfassung: ab 17. Jhd. Entwicklung von Geräten zur Erfassung von Räumen,Trigonometrie. Kartographie -> Raumerfassung Raumverdichtung: Bevölkerungswachstum, Industrialisierung usw. sorgen für  eine Verdichtung und zusammenrücken der Gesellschaft, gestiegene Mobilität führt dazu das weit entfernte Gebiete in wenigen Stunden erreichbar sind. Raumschwund: wird vor allem der Informationstechnologie zugeschrieben,durch E-Mail, Telefon, Radio, Fernsehn kommt es zum Verschwinden des Raumes
  • Landschaft ist von Mensch erschaffener Raum (Küster, 2012) – Nehme dazu Stellung. „Landschaft als ein vom Menschen erkannter Raum wird von einem Zentrum ausüberblickt, dem Standpunkt des Menschen. Von dort reicht Landschaft bis an denHorizont. Wo ihre Grenzen liegen, ist viel weniger wichtig, als von wo aus siebetrachtet wird. Die Landschaft ist ein von Mensch erschaffener Raum der durch den Natürlichen Einfluss (Natur), die Nutzung durch den Menschen(Kultur) und durch dieInterpretation (Metapher) geschaffen wird, bei der Betrachtung der Landschaftist die Perspektive von besonderer Bedeutung
  • Verschwinden des Raumes, Gegenargumente von Schlögl? (Verschwinden des Raumes aufgrund der Informationstechnologie) DieMenschen leben immer noch in einer materiellen Welt, in der Sie Lebensmittel,Wohnung und menschlichen Kontakt benötigen. Die Revolutionierung führteeher zu einer Erweiterung oder Überlagerung des geographischen Raumes, nichtzu dessen Verschwinden. Des Weiteren ist die Diskussion über das Verschwindendes Raumes älter als die neuen Informationstechnologien
  • Sichtweise von oben /Sichtweise von unten? Was bedeutet das mit Bezug auf die Alpen? Sichtweise von Unten – Alpen werden als Museen vom Archaischen betrachtet,dinge die es in den Städten nicht mehr gibt. Es wird als etwas Schützenwertesangesehen. Hier erfolgt eine Kulturretardierung. Sichtweise von Oben – Alpen werden als eine Agrarfläche gesehen die für einebessere Bewirtschaftung auch verändert werden soll. Schutzgedanke ist nicht imVordergrund.
  • Transhumanz vs. Almwirtschaft? Transhumanz = Fernweidewirtschaft/WanderweidewirtschaftIn der Regel Schafe oder Ziegen, Pendeln zwischen Sommer und Winterweide ->Wanderung zwischen zwei klimatisch unterschiedlichen und nur saisonal nutzbaren,steppenhaften Gras- oder Strauchgebieten -> eine Weide in der Ebene und eine imGebirge(Hochland); Hirte zieht mit Herde mit, es gibt keine Wintereinstallung. Almwirtschaft = Typische Wirtschaftsform in den Alpen, Senner & ZuSenner -> sind inder Regel Familienmitglieder, Es erfolgt eine Wintereinstallung der Tiere am Hof,Form der Vorratswirtschaft und Nutzung der Höhenstufen, Ertrag des Hofes imSommer wird für die Fütterung im Winter verwendet
  • Wie kann man Globale Eiszeiten datieren bzw. deren Maximum feststellen? Sauerstoff-Isotopenstufe (engl. Marine Isotopic Stage, Abkürzung MIS oder Oxygen Isotopic Stage, Abkürzung OIS) oder auch Isotopenstadium . Er bezeichnet Datierungen anhand des Verhältnisses der Isotope 16O und 18O des Sauerstoffs. Je nach Warm- oder Kaltzeit werden in den Kalzit, den man in den Sedimenten des Ozeanbodens unter anderem in den Skeletten von fossilen Foraminiferen finden kann, unterschiedliche Mengen der vorhandenen Sauerstoff-Isotope eingelagert. Dadurch können auch Aussagen über den Verlauf des Klimas auf der Erde in den Kaltzeiten des Quartärs gemacht werden. Ähnliche Untersuchungen existieren für das gesamte Känozoikum. Das häufigste stabile Sauerstoffisotop ist 16O (99,76 %), daneben kommt noch 18O (0,20 %) Wassermoleküle mit dem um 12 % leichteren 16O verdunsten schneller.
  • Lepsius Stollen in höttinger Brekzie welche Aussagen sind Richtig? Wiederlegung der Monoglazial Theorie. Der Lepsius-Stollen bei Innsbruck-Hötting wurde ca. im Jahre 1910 auf Anweisung des Berliner Geographen Karl Georg Richard Lepsius und unter Überwachung durch Otto Ampferer[1] ausgehoben. Er konnte so beweisen, dass es mindestens zwei Eiszeiten und nicht nur eine gegeben haben muss. Die Höttinger Breccie ist nämlich an dieser Stelle von einer Moräne unter- und von einer weiteren überlagert, es muss also zwischen den zwei gletscherbedingten Sedimentationen eine längerdauernde nichtglaziale Ablagerung gegeben haben.
  • letzte Eiszeit Derzeit herrscht das Känozoische Eiszeitalter. Die letzte Kaltzeit (auch das letzte Glazial oder, etwas mehrdeutig, die letzte Eiszeit genannt) folgte im Jungpleistozän Sie begann vor etwa 115.000 bis 110.000 Jahren und endete vor etwa 12.500 bis 10.000 Jahren. Geographisch wird unterschieden in: Würm-Kaltzeit (Alpen und des Alpenvorland)Weichsel-Kaltzeit (Norddeutschland und Skandinavien)Devensische Vereisung (im Bereich der britischen Inseln)Wisconsin-Kaltzeit (Nordamerika)
  • Klimawippe? Steigt Temp. In Görnland, fällt Temp in Antarktis https://de.wikipedia.org/wiki/Arktis-Antarktis-Kopplung
  • Von wann bis wan Little Ice Age? Die Kleine Eiszeit war eine Periode relativ kühlen Klimas von Anfang des 15. Jahrhunderts bis in das 19. Jahrhundert hinein. Sie gilt in der heutigen Klimadiskussion als das klassische Beispiel einer durch kurzfristige Schwankungen geprägten natürlichen Klimavariation. Als Ursachen für die Kleine Eiszeit gelten  geringere Aktivität der Sonne sowie ein verstärkter Vulkanismus.  Zusätzlich einen geringen, über Jahrtausende reichenden Abkühlungstrend, der durch Änderungen der Erdumlaufbahn bewirkt wurde Wiedererwärmung . So nahm bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Intensität der Sonnenstrahlung wieder zu.
  • MIS Konzept erklären (Marine Isotope Stages)  Datierungen anhand des Verhältnisses der Isotope 16 O und 18 Odes Sauerstoffs. Je nach Warm- oder Kaltzeit werden im Kalzit, den man in denSedimenten des Ozeanbodens unter anderem in den Skeletten von fossilenForaminiferen finden kann, unterschiedliche Mengen der vorhandenenSauerstoff-Isotope eingelagert.Lokal wirken sich die reduzierten Ozeantemperaturen während der Kaltzeitenauch auf das Isotopenverhältnis der Kalkschale der Foraminifere aus, denn diesefraktioniert beim Einbau des Kalziumkarbonats in ihr Gehäuse das 16 O/18 OVerhältnisbei geringeren Temperaturen hin zum schwereren Isotop(Temperatureffekt). Eine erhöhte Verdunstung im Lebensraum der Foraminifere,aber auch ein erhöhter Eintrag von isotopisch leichterem Schmelzwasser führt zueiner Verschiebung des 16O/18O-Verhältnis im Wasser und somit im Gehäuseder Kalkalge (Salinitätseffekt). Aufgrund der Tatsache, dass der Eiseffekt dengrößten Einfluss und der Temperatureffekt Verschiebungen des 16O/18OVerhältnissesin dieselbe Richtung bewirkt, kann man hieraus eine Stratigraphiefür marine Sedimente entwickeln, die marine Sauerstoff-Isotopen-Stratigraphie.Das normierte Verhältnis von 16O/18O wird als Δ18O oder auch Delta-O-18bezeichnet. Während der Eiszeiten werden dem Meer durch Verdunstung große Mengen von Süßwasser entzogen und in kontinentalen Eisschilden und Gebirgsgletschern fixiert. Der Verlust von bevorzugt leichten Isotopen führt zu einem proportionalen Anstieg der schweren Isotope im Meerwasser. Dabei entspricht das Absinken des glazialen Meeresspiegels von 10 m durch Eisbildung einer Erhöhung des marinen δ18O-Wertes von gemittelt 0,1‰
  • Eiszeitforschung, Lokalitäten um IBK? Tongrube von Baumkirchen - 14C‐Daten von organischem Materialaus der TongrubeHöttinger Brechzie - Wiederlegung der Monoglazial Theorie
  • „Grüne Sahara“ Bedeutung, Prozess, zeitliche Entwicklung? Sahara heute: größte Wüste der Erde (ca. 9 Mio km2, 4500/5500 km x1500/2000 km)-verschiedene Ausprägungen: Stein-, Fels-, Kies- Geröll- und Sandwüste-Bevölkerungsdichte unter 1 EW/km2früher: andere klimatische Randbedingungen – Besiedelungs- bzw.Tierweltbelege,Grüne Sahara - African Humid Period (ca. 12 ka – 6.3/5.2 ka) – nacharchäologischen 14C-DatenProzess Die Sahara im Holozän: Bitte beachten Sie, dass die jeweiligen humiden und ariden Phasen nicht unbedingt den gesamten Raum der Sahara betrafen, z.B. in der zweiten holozänen Feuchtphase die nördlichen Zonen der Sahara nur sehr geringe zyklonale Niederschläge erhielten Das Ergrünen der Sahara fällt weitgehend mit dem Ende der letzten Eiszeit zusammen, die vor ungefähr 23000 bis 17000 Jahren ihren Höhepunkt erreichte. Vor etwa 8000 bis 6000 Jahren hatten sich die großen Eisdecken auf ihre jetzige Ausdehnung zurückgezogen, und das Klima war in vielen Regionen der Erde deutlich milder als heute, weshalb diese Periode auch als holozänes Klimaoptimum bezeichnet wird. Auf diese Warmphase folgte wieder ei-ne allmähliche Abkühlung, die bis in das 19. Jahrhundert fortdauerte.
  • 4. Untergliederung Spätglazial? Spätglazial s [von latein. glacialis = Eis-], (de Geer 1890), Spätphase der pleistozänen Würm-Eiszeit (= Spätwürm), etwa 14.000 bis 10.000 v.Chr. Pleistozän. Als Spätglazialer Eiszerfall wird in den Alpen ein glaziologisches Entwicklungsstadium bezeichnet, welches unmittelbar auf den Maximalstand der würmzeitlichen Vereisung folgte. Es bekundet das rasche Zurückschmelzen des Eisstromnetzes im Zeitraum 19250 bis 17550 v. Chr.. Die Hauptauswirkung des spätglazialen Eiszerfalls machte sich letztendlich etwas verzögert auch im Signal des Meeresspiegels bemerkbar, der für die Nordhemisphäre ab 16000 v. Chr. einen stetigen Anstieg von seinem Tiefstand um 120 Meter unter Normalnull verzeichnete. Der Spätglaziale Eiszerfall schließt sich unmittelbar an das Letzteiszeitliche Maximum an (engl. Last Glacial Maximum oder LGM). Ihm folgt das Gschnitz-Stadium. Das Gschnitz-Stadium (bzw. Gschnitzstadium), gelegentlich auch als Schlern-Stadium oder einfach nur S-Stadium bezeichnet, wurde nach seiner Typlokalität, dem Gschnitztal in den Stubaier Alpen, benannt. Der Begriff wurde 1901/1909 zum ersten Mal von Albrecht Penck und Eduard Brückner verwendet.[1] Sie hatten erkannt, dass der Eisrückzug vom hocheiszeitlichen Maximum im Alpenvorland nicht kontinuierlich verlief, sondern durch eine Reihe erneuter Gletschervorstösse unterbrochen wurde, die sie als Bühl-, Gschnitz- und Daun-Stadium bezeichneten. Spätglazialer Eiszerfall Gschnitz  Senders  Daun  Spätglaziales Interstadial  Egesen  Kartel
  • Ansatzpunkte für Geländeforschung zur Analyse der holozänen Variabilität eines ausgewählten Gletschers? Methodische Aspekte zur Erkundung  Rekonstruktion und Datierung der Gletschervariabilität anhand von Feldbefunden und Dokumenten  Untersuchung an Moränen Feldbefunde (überschüttetes organisches Material: Hölzer, Böden), Dokumente, Datierung: historisch, 14C, Dendrochronologie Untersuchung von Ablagerung vor dem Gletschervorfeld Einschwemmungen glazialer Sedimente in Mooren Seeablagerungen Datierung: 14C, selten: Paläomagnetik, Warven,Dendrochronologie Funde innerhalb des Gletschervorfeldes  Verknüpfung mit anderen Proxy-Datenreihen  Modellierung (selten)
  • Neoglazial in den Alpen: Begriff, zeitliche Abgrenzung? Begriff ursprünglich eingeführt um Zeitraum der „Neu“ bildung undweitreichender Vorstöße im späteren Holozän zu bezeichnenheutiges Verständnis (Alpen): Zeitraum mit maximalen Gletscherausdehnungenwie ca. LIA (letzte rund letzte 4 ka) Höhepunkt: Little Ice AgeZeitliche Abgrenzung ca. 2000 Jahre vor heute – über ca. die letzten 4000 Jahre??
  • Ursachen für mittel- bis langfristige globale Klimaveränderungen sind: Plattentektonik (Verteilung der Landmassen und der Meere)Kosmische Ursachen (Exzentrizität, Obliquität, Präzession)Atmosphärische Bedingungen (vgl.Anmerkungen zur Klimadebatte)
  • mittlere Temp- und jetzige temp. Die mittlere globale Temperatur von ~22°C bestimmte die überwiegende Zeit der Erdgeschichte. Paläoklimatologen vermuten, dass wir uns gerade am Ende eines Eiszeitalters befinden, jedoch innerhalb einer Eis-Epoche, von der wir nicht wissen, wann sie zu Ende ist. Zur Orientierung: Die aktuelle Durchschnittstemperatur auf der Erde beträgt ~15°C, wie in der Abb. "Klimaentwicklung und -schwankungen" zu erkennen ist.
  • Milankovic-Zyklen Die Exzentrizität (100 ka) - Änderung des Ellipsenradius der Erdumlaufbahn: Die jährliche Umlaufbahn der Erde verändert sich im Laufe einer Periode von rund 100.000 Jahren von einem fast vollkommenen Kreis zu einer länglichen Ellipse und wieder zurück zum Kreis. Dabei schwankt die Entfernung der Erde zur Sonne um 18,5 Millionen Kilometer (aktuell nur 4,9 Mio km). Die Schiefe der Ekliptik bzw. Neigungswinkel der Erdrotationsachse, gen. Obliquität (41 ka): Die Rotationsachse der Erde verläuft nie lotrecht zur Ebene ihrer Umlaufbahn um die Sonne, sondern in einem Winkel, der im Verlauf einer Periode von 41 ka zwischen 21°55' und 24°18'° schwankt. Zurzeit beträgt der Neigungswinkel 23°26'25". Wegen dieser Neigung der Erdachse ändert sich die Intensität der auf jeden Punkt der Erde treffenden Sonnenstrahlung während der einjährigen Umlaufzeit, die die Jahreszeiten verursacht. Wenn der Neigungswinkel am grössten ist, kommt es auf der Nord- wie auf der Südhalbkugel zu den heissesten Sommern und kältesten Wintern. Vor 25 ka (LGM, vgl. oben!) erhielt die Erde auf 65° nördlicher Breite nur soviel Sonne wie heute auf 71° nördlicher Breite, rund 450km weiter nördlich. Die Präzession (25.780 Jahre - [nach anderen Angaben 19 bis 23 ka]): Während sich die Form der Umlaufbahn (Exzentrizität) und der Neigungswinkel der Rotationsachse (Schiefe der Ekliptik) ändern, vollführt die Erde gleichzeitig eine langsame Kreiselbewegung im Raum - ihre Achse beschreibt einen Kreis (Wanderung des Himmelsnordpols), den sie alle 25.780 Jahre vollendet und der als Umlauf des Perihels bezeichnet wird. Überlagert wird die Präzession von der LinkNutation. Diese Kreiselbewegung, die sogen. LinkPräzession, hat zur Folge, dass sich der Abstand zwischen Erde und Sonne (aktuell mittl. Abstand 149.597.870 km) in einer bestimmten Jahreszeit langsam verändert. So erreicht auf der Nordhalbkugel die Erde auf ihrer Umlaufbahn gegenwärtig den sonnennächsten Stand (das Perihel) im Winter (Januar mit 147.099.600 km in Sonnennähe) und den sonnenfernsten Stand (das Aphel mit 152.096.200 km in Sonnenferne) Anfang Juli.
  • Das Holozän - ein klimadynamisches Interglazial: Das aktuelle Holozän als Interglazial (d.h. die heutige Warmzeit) umfasst bisher etwa 10.500 (11.500) Jahre und ist ganz sicher endlich. Die sogenannte Eem-Warmzeit als Interglazial zwischen dem vorletzten Eiszeit-Zyklus, der Saale-Eiszeit, und der letzten langen Vereisung, der Weichsel-Vereisung, dauerte z.B. "nur" etwa 10.000 - 12.000 Jahre.    Das Eem-Interglazial war allem Anschein nach durchschnittlich wärmer und zeichnete sich durch extrem kalte Zwischenstadien von einigen Jahrzehnten bis Jahrhunderten aus (Greenland Ice Core Program - GRIP).
  • Dansgaard Oeschger Während der Hochphase des letzten Eiszeit-Zyklus' traten in Gruppen sogenannte Dansgaard-Oeschger-Zyklen mit einer Periode von 1.500 bis 3.000 Jahren auf. Kennzeichnend sind rasche Erwärmung (Flora und Fauna aus Randgebieten wandert ein) und danach kontinuierlicher Rückgang der Temperaturen (eingewanderte Flora und Fauna weicht wieder zurück). Eine Sequenz dieser Zyklen wird Bond-Zyklus genannt und von einem sogenannten Heinrich-Ereignis abgeschlossen.
  • Innerhalb des aktuellen Holozäns können Wärme- und Kälteperioden unterschiedlicher Dauer nachgewiesen werden, den sogenannten holozänen Optima vor ca. 7.000 und ca. 4.500 Jahren. Kälteperiode gerade vorbei: Die letzte bedeutende begann Anfang 16. Jahrh. und endete Mitte 19. Jahrh. als sogenannte "Kleine Eiszeit" (LIA) mit dem sogen. Maunderminimum um etwa 1645 - 1715 mit geringerem solarem Magnetismus und dem Dalton-Minimum zum Ende der Kleinen Eiszeit. Die Alpengletscher hatten während dieses relativ langen Zeitraums ihre grösste Ausdehnung seit mehreren tausend Jahren erreicht Wärmeperiode seit ca. 1860 hält weiterhin an. Verantwortlich dafür sind wesentlich solare Einflüsse , direkte oder indirekte anthropogene Einflüsse (z.B. Treibhausgase, Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen) 
  • Meeresspiegelschwankungen Der Meeresspiegel war bis vor 40 Millionen Jahren 170 bis 220 Meter höher als heute. Gleichzeitig lagen die Durchschnittstemperaturen mit ca. ~22°C weit über den heutigen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch während des letzten Glazials extreme Meeresspiegelschwankungen auftraten - einhergehend mit Temperaturen, die typisch für Interglaziale sind. Während der letzten Hochvereisung (LGM) vor etwa 30.000 [28.000] bis etwa 20.000 [18.000] Jahren lag der Meeresspiegel ca. 120 - 130 (135) m unter dem heutigen.
  • Heinrich Ereignis Heinrich-Ereignisse beschreiben Perioden beschleunigter Eisvorstöße (englisch Ice flow surges) und deren Abfluss ins Meer. Die Ereignisse wurden aufgrund von Beobachtungen eines verstärkten Sedimenteintrages kontinentalen Ursprunges in jungpleistozänen Sedimentlagen am Meeresboden postuliert
  • Was ist ein Eiszeitalter ? Als Eiszeitalter werden Perioden der Erdgeschichte bezeichnet, in denen sich um beide Pole herum, z.T. bis in die mittleren Breiten reichend, größere Vereisungen gebildet haben. Im Laufe der Erdgeschichte gab es mindestens sechs solcher Eiszeitalter, z. B. vor 600 und vor 300 Millionen Jahren. Die jüngste Epoche der Erdgeschichte, die vor etwa 2,7 Millionen Jahre begann, ist in diesem Sinne ebenfalls ein Eiszeitalter. Sie ist gekennzeichnet durch deutliche Schwankungen zwischen kälteren und wärmeren Phasen, den sogenannten Kaltzeiten oder Glazialen (gelegentlich auch "Eiszeit" genannt) und Warmzeiten oder Interglazialen. Gegenwärtig befinden wir uns in einer Warmzeit dieses Eiszeitalters.
  • Würm kaltzeit !!!!! Würm-Kaltzeit, die jüngste Eiszeit des alpinen Vereisungsgebietes, Weichsel-Kaltzeit des nordischen Vereisungsgebietes  nach dem Fluß Würm, der den Starnberger See (Bayern) entwässert. Die Gliederung erfolgt für das Unter- und Mittelwürm aufgrund von warmklimatischen, lakustrinen und organogenen Ablagerungen für das Oberwürm meist anhand glazialer Sedimente (Jungmoräne, Jungmoränenlandschaft). Als Schmelzwasserbildung wird die Niederterrasse in die Würm-Eiszeit gestellt. Der Beginn vor etwa 70.000 Jahren Ende vor etwa 11.000-10.000 Jahren http://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/wuerm-kaltzeit/18395
  • Riß Kaltzeit !!!! Riß-Kaltzeit, die mittelpleistozäne Eiszeit (Kaltzeit) des alpinen Vereisungsgebietes,  Saale-Kaltzeit des nordischen Vereisungsgebietes ungefähr 200.000 bis 130.000 Jahre vor heute. Namensgebend ist die Riß im baden-württembergischen Alpenvorland Kiesgrube Scholterhaus bei Biberach die Typlokalität darstellt. Die zugehörigen Schmelzwasserterrassen werden als Hochterrasse bezeichnet. Einige Gletscher des westlichen Alpenvorlandes erreichten während der Riß-Kaltzeit ihre größte Ausdehnung.
  • Günz-Kaltzeit !!! Günz-Kaltzeit, eine unterpleistozäne, mehrfach gegliederte Kaltzeit des Alpenvorlandes, die morphostratigraphisch definiert ist. Sie entspricht der Baventian-Kaltzeit in England, Nebraska-Kaltzeit in Amerika und der Odessa-Kaltzeit in Rußland, wurde von Penck und Brückner (1901-1909) eingeführt und nach dem Fluß Günz in Bayern benannt. Durch den Nachweis glazialer Serien ist die Entwicklung von Vorlandgletschern während der Günz-Kaltzeit gesichert. Im östlichen Alpenvorland erreichten zu dieser Zeit die Gletscher ihre größten Vorstoßweiten während des Pleistozän.
  • Klimageschichte Klimageschichte  Paläoklimatologie (indirekte Rekonstruktionen, maximale Reichweite 3,8 Milliarden Jahre), der historischen Klimatologie (Dokumentationen, zum Teil indirekt bzw. verbal, maximale Reichweite ca. 5000 Jahre) Neoklimatologie (direkte Messungen der Klimaelemente, Zeitreihen ab 1659 n.Chr., in hinreichend globaler Abdeckung ab etwa 1850/60).  frühesten Zeit der Erdgeschichte,(vor ca. 4,8 Milliarden Jahren) keine Klimainformationen. aber heißer Urzustand , dann Abkühlungsphase überleitete, vor 1 Mrd. Jahren ihren Tiefpunkt erreicht hat. Daran schließt sich eine Erwärmungsphase an, die solar bedingt ist, Kernfusion intensiver und Expansion der Sonne führen wird   seit 1 Mrd. Jahren dominieren die überlagerten Klimaschwankungen, abwechselnd mit dominantem akryogenen Warmklima (d.h. ohne Eisbildung auf der Erdoberfläche) zu den jeweils einige Mio. Jahren andauernden Eiszeitaltern geführt haben. Das früheste, die etwas mißverständlich als Huronische Eiszeit bezeichnete Epoche, ist wohl vor etwa 2,3 Mrd. Jahren eingetreten, das letzte Eiszeitalter, das quartäre Eiszeitalter, dauert noch an. Dabei ist es offenbar so kalt, daß die Polargebiete beider geographischen Pole, neben den Hochgebirgen, vereisen konnten (bipolare Vereisung). im silur-ordovizischen Eiszeitalter, um 430 Mio. Jahre vor heute ein asymmetrisches Klima mit nur einem vereisten Pol, dem Südpol, bestanden (unipolare Vereisung) Bedingung für eine Vereisung der Polargebiete: Position von Landmassen im Bereich der geographischen Pole zu sein, . Nur dann kann der Schneeniederschlag auf diesen Landgebieten liegen bleiben und über die Eis-Albedo-Rückkopplung eine Abkühlung einleiten. Weitere Ursachen für eine Abkühlung sind z.B. Orogenesen und Vulkanismus, zudem die variierenden Eisbedeckungen (Land und Meer) sowie Zirkulation von Ozean und Atmosphäre. warm-feuchten Klima des Karbons (ab 345 Mio. Jahre v.h.) vor 300 Mio. Jahren  permokarbonische Eiszeitalter(bipolar)   warm-trockenen Klima der Trias (ab 225 Mio. Jahre v.h.; beide akryogen) Nach dem Temperaturmaximum der akryogenen Kreide-Zeit (ab 135 Mio. v.h.)  markante Abkühlungsphase ,  das ganze Tertiär (ab 65 Mio. v.h.) fortgesetzt  (Kreide-Tertiär-Grenze einen besonders starken Abkühlungsschub, der von einem gewaltigen Meteoriteneinschlag hervorgerufen worden sein könnte und der synchron mit dem Aussterben der Dinosaurier zu datieren ist.)  innerhalb des quartären Eiszeitalters hat sich der Abkühlungstrend noch fortgesetzt und erst um 700.000 Jahre v.h. seinen maximalen Stand erreicht. Wechselspiel der Kaltzeiten und Warmzeiten, Die letzte Kaltzeit war die Würm-Kaltzeit  zwischen 70.000 und 11.000 bis 10.000 Jahren v.h. Zu ihrem letzten Höhepunkt war die Flächenausdehnung des Landeises mit 44,4 Mio. km2 etwa um den Faktor drei höher als heute mit 14,3 Mio. km2 und infolgedessen der Meeresspiegel um maximal 130-140 m tiefer als heute. Die paläoklimatologische Rekonstruktionsmethode polarer Eisbohrungen, reicht bis zur Eem-Warmzeit (125.000 Jahren v.h.) zurück, Eem -->wärmer und labiler als die heutige Warmzeit. . Innerhalb einer Kaltzeit treten somit relative Kaltphasen (Stadiale) und relative Warmphasen (Interstadiale) auf (Pluviale, Interpluviale). Als primäre Ursache für diese Schwankungen innerhalb eines Eiszeitalters gelten die Variationen der Oribitalparameter. (Nach derzeitigem Verständnis führen diese natürlichen Klimafaktoren im Laufe der kommenden Jahrtausende in die nächste Kaltzeit, deren Tiefpunkt nach verschiedenen Abschätzungen etwa 55.000 Jahre in der Zukunft erwartet wird, was einem Trend von 0,01ºC pro Jahrhundert entspricht.) Obwohl die derzeitige Warmzeit eines Eiszeitalters (Holozän) schon vor rund 6000 Jahren, ganz gemäß der Orbitalhypothese ihren Höhepunkt überschritten hat (Altithermum), ist dieser Eiszeittrend wegen der Ausprägung der überlagerten Fluktuationen praktisch nicht zu erkennen, die somit in der Zeitskala der Jahrhunderte klar dominieren und sich immer detaillierter auflösen lassen, je näher wir der Jetztzeit kommen. Aufgrund dieser Fluktuationen hat sich vor rund 1.000 Jahren eine relativ warme Epoche eingestellt, das Mittelalterliche Klimaoptimum. In der Zeit zwischen 1250 und 1350/1400 folgte eine "Klimawende", die sog. Kleine Eiszeit, deren Folgen, wie z.B. die alpinen Gletscherhochstände um 1600 und 1850, in einer Vielzahl historischer Quellen belegt sind. Mittlerweile gibt es auch für die nordhemisphärische Mitteltemperatur eine sehr genaue Rekonstruktion auf Jahresbasis seit 1400, die die Kleine Eiszeit und deren Beendigung in unserem Jahrhundert belegt. Damit ist auch die Brücke von der Paläoklimatologie zur Neoklimatologie gebaut. Die jüngste säkulare Erwärmung ("global warming") ist somit sehr markant, jedoch in der Klimageschichte nicht neu. Es fällt jedoch schwer, sie allein natürlichen Ursachen, wie z.B. Vulkanausbrüchen, der Sonnenaktivität oder atmosphärisch-ozeanischen Zirkulationsmechanismen, zuzuordnen, so mit Recht intensiv das Problem der anthropogenen Klimabeeinflussung diskutiert wird. Das Phänomen dieser Erwärmung kann anhand der Weltmitteltemperatur und den regional-jahreszeitlich sehr unterschiedlichen Strukturen dieser Erwärmung (Klimatrend Abb. ) dargestellt werden. Hinsichtlich der Auswirkungen von Klimaänderungen sind häufig andere Klimaelemente als die Temperatur wichtig, wie z.B. der Niederschlag oder Stürme. In der Sahelzone Afrikas ist z.B. in den letzten Jahrzehnten ein Niederschlagsrückgang beobachtet worden, der allerdings nicht allein klimabedingt ist (Desertifikation). Weitere Beispiele sind die Niederschlagszunahme in der Subpolarzone (z.B. Skandinavien) und die jahreszeitliche Niederschlagsumverteilung in Mitteleuropa mit zunehmendem Winter- und abnehmendem Sommerniederschlag. Dieser Wintertrend ist auch in einer zunehmenden Hochwasserhäufigkeit (verstärkt durch Nebeneffekte wie Bodenversiegelung und Flußregulierungen) wiederzufinden. Schließlich weist die Versicherungswirtschaft auf eine weltweit zunehmende Häufigkeitszunahme großer Naturkatastrophen (insbesondere Stürme und Überschwemmungen) und damit zusammenhängende Schäden hin, wobei es aber auch in diesem Fall nicht unproblematisch ist, welche Schäden tatsächlich auf Klimaänderungen zurückzuführen sind ( Tab. ). In jedem Fall bleibt festzuhalten, daß das Klima der Erde ausgeprägt variabel in Raum und Zeit ist, was sicherlich nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für die Zukunft gilt, und daß zur Klimageschichte (Vergangenheit) eine fast unübersehbare große Vielfalt detaillierter Ergebnisse vorliegt. Entsprechend vielfältig sind natürlich auch die Ursachen dieser Variabilität.
  • Glaziale Serie nach penck Günz, Mindel, Riß, Würm Nachweis von unterschiedlichen Sanderflächen mit abweichender Höhe → Existenz von gestaffelten Terrassenkörpern, die immer wieder überlagert wurden Die ältesten Sedimente liegen oben: Deckenschotter Langsame Hebung im Alpenvorland ermöglicht die Einschneidung der älteren Sedimente Es gibt noch ältere Eiszeiten: Bieber und Donau
  • Widerlegung der Monoglazialtheorie im Inntal Geographentag 1912 → Lepsius-Stollen Innsbruck (im Bereich der Hungerburg) sollte zeigen ob es eine oder mehrere Eiszeiten gegeben hat Die Höttinger Breccie ist nämlich an dieser Stelle von einer Moräne unter- und von einer weiteren überlagert, es muss also zwischen den zwei gletscherbedingten Sedimentationen eine längerdauernde nichtglaziale Ablagerung gegeben haben. Berliner Geographen Karl Georg Richard Lepsius Der Lepsiusstollen befindet sich entlang des Geologensteiges oberhalb des Alpenzoo Innsbruck auf ca. 750 m Höhe über dem Meeresspiegel im östlichen Weiherburggraben (Tuffbach). Die Breccie ist namensgebend für den alten Flurnamen Auf den Grauem Stein für das heutige Hungerburg.
  • Warum gibt es Eiszeiten? Verschiedene Thesen: u.a. Vulkanismus, Sonnenaktivität, Veränderung der Stellung der Erde zur Sonne Milankovitch-Zyklen: Land Meer Verteilung
  • Konzept MIS  Marine Isotopic Stage, Abkürzung MIS) oder auch Isotopenstadium i bezeichnet Datierungen anhand des Verhältnisses der Isotope 16O und 18O des Sauerstoffs. In das Kalzit, das man in den Sedimenten des Ozeanbodens unter anderem in den Skeletten von fossilen Foraminiferen finden kann, werden je nach Warm- oder Kaltzeit unterschiedlichen Mengen der vorhandenen Sauerstoff-Isotope eingelagert. Dadurch können auch Aussagen über den Verlauf des Klimas auf der Erde in den Eiszeiten des Quartärs gemacht werden. PrinzipLokal wirken sich die reduzierten Ozeantemperaturen während der Kaltzeiten auch auf das Isotopenverhältnis der Kalkschale der Foraminifere aus, denn diese fraktioniert bei der Kalzifizierung das 16O/18O-Verhältnis bei geringeren Temperaturen hin zum schwereren Isotop (Temperatureffekt). Eine erhöhte Verdunstung im Lebensraum der Foraminifere, aber auch ein erhöhter Eintrag von isotopisch leichterem Schmelzwasser führt zu einer Verschiebung des 16O/18O-Verhältnis im Wasser und somit im Gehäuse der Kalkalge (Salinitätseffekt). Aufgrund der Tatsache, dass der Eiseffekt den größten Einfluss und der Temperatureffekt Verschiebungen des 16O/18O-Verhältnisses in dieselbe Richtung bewirkt, kann man hieraus eine Stratigraphie für marine Sedimente entwickeln, die marine Sauerstoff-Isotopen-Stratigraphie. Man hat das komplette Eiszeitalter in 103 Isotopenstadien untergliedert. Ungerade Zahlen werden an Warmzeiten (Interstadiale bzw. Interglaziale) vergeben, gerade hingegen an Kaltzeiten (Glaziale). Die gegenwärtige Warmzeit entspricht dementsprechend dem marinen Sauerstoff-Isotopenstadium 1 (abgekürzt MIS 1 für das international gebräuchliche Marine Isotope Stage 1), der Höhepunkt der letzten Kaltzeit entspricht dem MIS 2.
  • letztes Interglazial ? Letztes Interglazial (Riß/Würm Interg.): Eem / MIS 5.5/5e (Isotopenstadium)             130-117 k Jahre             Damals deutlich stärkere Einstrahlung auf der Nordhemisphäre → Eisverbreitung, Meeresspiegel?             Meeresspiegel: global +6 bis 9m höher als im Holozän Grund: +1m aus Schmelze der Gebirgsglätscher/thermische Expansion des Meerwassers; +2m vom Grönländischen Eisschild; +4m Westantarktischer Eisschild
  • Holozän Holozän, Postglazial, Nacheiszeit, Alluvium (veraltet), der von H. Gervais 1867 benannte, jüngere Abschnitt (Epoche) des Quartärs (OIS 1), auf das Pleistozän folgend und von 10.000 Jahre v.h. (bei Zugrundelegung der Jahresschichtung, z.B. der grönländischen Eisbohrkerne 11.500 Jahre v.h.) bis in die Gegenwart reichend. Das Holozän umfaßt die nacheiszeitliche Warmzeit. Es ist gekennzeichnet durch die Wiedererwärmung des Klimas seit dem Ende der letzten Eiszeit mit der entsprechenden Entwicklung der Vegetation und durch marine Transgressionen im Nord- und Ostseegebiet. Das Holozän ist die Zeit der Entwicklung der Menschheit vom Jungpaläolithikum bis in die Gegenwart.
  • Eisstromnetz der Alpen Eisstromnetz in den Alpen, während des Hochglazials (25-21k Jahre)  Gletscher drangen nach Norden weit ins Alpenvorland vor Tagliamento Gletscher, Norditalien, Nähe Adria 1.    Vorstoß 2.    Rückzugsphase 3.    Zweiter Vorstoß, annähernd so weit wie der Erste 4.    Rückzug immer wieder von kleinen Vorstößen mit eigenen Moränen unterbrochen Haupttäler ca. 18k Jahre vor heute eisfrei – Interglazial Bölling Interstadial ca. 14,5k Jahre vor heute → starke Erwärmung bis ca. 13k Jahre             Einwanderung von Bäumen, dichte Kiefernwälder nördlich der Alpen Ab 13k bis 12,5k Jahre vor heute Abkühlung, Gletschervorstöße
  • Eustasie Der Begriff Eustasie (altgr. εὖ eu ‚gut‘, ‚echt‘ und στάσις stásis ‚Stand‘) beschreibt in den modernen Geowissenschaften Schwankungen des Meeresspiegels in globalem Maßstab
  • eustatische Meeresspiegelschwankung eustatische Meeresspiegelschwankung  Eustasie, klimatisch und/oder tektonisch bedingte Änderung in der Höhe des Meeresspiegels, z.B. durch Aufwölbung des Ozeanbodens . In der Oberkreide stieg der Meeresspiegel weltweit um 300–600 m an, da sich der Mittelatlantische Rücken tektonisch emporwölbte. In Eiszeiten fällt der Meeresspiegel durch Bindung beträchtlicher Wassermengen in Form von Eis und Schnee; durch Abschmelzen in Warmzeiten steigt er entsprechend. Während der letzten Eiszeit sank der Meeresspiegel weltweit um 130–150 m ab. Eustatische Meeresspiegelschwankungen bewirken Entstehung oder Zerstörung von Landbrücken (Brückentheorie) und beeinflussen daher maßgeblich den Faunen- und Florenaustausch auf den Kontinenten und in den Meeren. Regression.
  • Meeresspiegelschwankungen ,Längerfristige, globale Schwankungen (eustatische Meeresspiegelschwankungen) können durch die Veränderung der Form der Ozeanbecken im Rahmen tektonischer Vorgänge (Kontinentaldrift), der Masse des Meerwassers durch Bildung oder Schmelzen kontinentaler Eiskörper (z.B. glaziale Meeresspiegelschwankungen), durch die Veränderung der auf dem Festland gebundenen flüssigen Wassermenge oder durch die Veränderung des Wasservolumens durchDichteveränderungen, z.B. durch Erwärmung, verursacht werden. 3) Längerfristige, regionale Schwankungen können durch Hebung oder Senkung des Festlands (isostatische Meeresspiegelschwankungen) und durch die Veränderung der Rotation und der Gravitation erfolgen. Seit dem Maximum der letzten Eiszeit vor etwa 21.000 Jahre erfolgte ein eustatischerMeeresspiegelanstiegdurch Abschmelzen des Festlandeises und Erwärmung des Ozeanwassers um 120±20 m. Allerdings erfolgte gleichzeitig durch die Entlastung ein isostatischer Anstiegehemals eisbedeckter Gebiete und deren Umgebung. Dadurch ergibt sich eine starke räumliche Variation, die die genaue Bestimmung des eustatischen Anstiegs unmöglich macht . Für die letzten 100 Jahre wird ein Meeresspiegelanstieg von 10-25 cm ermittelt. Er setzt sich zusammen aus 2-7 cm durch die Erwärmung des Ozeans, 2-5 cm durch Schmelzen von Gletschern und kleiner Eisschilder, der Einfluß des grönländischen Eisschildes wird mit ±4 cm, des antarktischen mit ±14 cm und die Veränderung des festländischen Wasserhaushalts wird mit -5 bis +7 cm abgeschätzt,   --> 19 bis 37 cm in den letzten 100 Jahren Der vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) geschätzte Anstieg bis 2100 wird mit 27 cm angegeben. Er ergibt sich aus 15 cm durch die Erwärmung des Ozeans, 12 cm durch Schmelzen von Gletschern und kleinen Eisschilden, 7 cm durch Schmelzen des grönländischen Eisschildes und -7 cm durch verstärkten Niederschlag über dem antarktischen Eisschild. [EF]
  • IRD Heinrich-Ereignisse beschreiben Perioden beschleunigter Eisvorstöße (englisch Ice flow surges) und deren Abfluss ins Meer. Die Ereignisse wurden aufgrund von Beobachtungen eines verstärkten Sedimenteintrages kontinentalen Ursprunges in jungpleistozänen Sedimentlagen am Meeresboden postuliert. Diese Sedimentlagen werden auch als Heinrich-Lagen oder IRD (englisch ice rafted debris oder ice rafted deposit) bezeichnet.[1] Aufgrund der groben Sedimentfraktion erscheint ein Transport durch Meeresströmungen unwahrscheinlich, als Transportmedium dürften daher vielmehr Eisberge/-schollen in Frage kommen.
  • BEGRIFFSKLÄRUNG ^ Eiszeitalter :  wir leben heute im Quartär , nach der engeren definition ( beide Pole müssen vergletschert sein) daurt diese Eiszeitalter (System) seit 2,7mya an. [weitere definition, nur ein pol vergletschert : känozoisches eiszeitalter] Kaltzeit (Glazial): Dieselbe Kaltzeit wird in verschiedenen Regionen der Erde meist unterschiedlich benannt. So wird die letzte Kaltzeit mit ihrem Maximum vor etwas mehr als 20.000 Jahren im nördlichen Mitteleuropa als Weichsel-, im nördlichen Alpenraum als Würm(Im Jungpleistozän ) Warmzeit(interglazial): ein Zeitraum mit im Durchschnitt höheren Temperaturen zwischen zwei Zeitabschnitten mit durchschnittlich tieferen Temperaturen, so spricht man auch von Interglazial oder Zwischeneiszeit, seltener von Zwischenkaltzeit Das Holozän beginnt mit der Erwärmung am Ende des Pleistozäns vor 11.700 Jahren,   Ein Stadial:  bezeichnet eine Kältephase (in der Regel zugleich Eisvorstoß-Phase) innerhalb eines Glazials oder Interglazials . Interstadiale:  sind kurzzeitige (relative) Warmperioden zwischen Stadialen (Eisvorstößen) innerhalb eines Glazials
  • Die alpine Kulturlandschaft Jungsteinzeit: Jäger & Sammler Siedlungen;  semipermanente/permanente Siedlungen Bronzezeit: Intensivierungsphase, zunehmend Mitbringung von Vieh über den Alpenhauptkamm; Intensivierung über Bewässerung (/mitgeschwemmte Sedimente); Neolithische Revolution Römerzeit: weitere Intensivierungsphase; Kontakte reichten bis in den Mittelmeerraum Nur semipermanente Siedlungen bis 1100 1100/1200: ganzjährige Siedlungen im Hochmittelalter Bevölkerung: 1500 ca. 3 mio → 1900 > 8 mio
  • Neolithische Revolution Neolithische Revolution bezeichnet das erstmalige Aufkommen erzeugender (produzierender) Wirtschaftsweisen (Ackerbau, Viehzucht), der Vorratshaltung und der Sesshaftigkeit in der Geschichte der Menschheit. Mit ihr endet die Lebensweise als reine Jäger und Sammler und es beginnt die Epoche der Jungsteinzeit (das Neolithikum) Startdatum: 10000 v. Chr.Ort: Fruchtbarer Halbmond zunächst Linienbandkeramit (LBK) 7,5-7ka vor heute; hegten Gärten & Felder, wohnten in Langhäusern → neolithisches Wissen wurde nicht vermittelt, sondern wanderte mit den Neolithen mit Einwanderung nach Europa, Wanderer brachten landwirtschaftliches Wissen mit Nebeneinanderexistieren von Jägern & Sammlern und Linienbandkeramikern → Koexistenz für bis zu 2ka (Analyse von Knochenmaterial lässt auf Ernährung schließen) Siedlungsplätze vor allem auf Lössvorkommen
  • Menschheitsgeschichte Setzt man den Beginn der Menschheitsgeschichte mit dem Auftreten des Homo sapiens in Ostafrika vor mindestens 150.000 Jahren an, so ernährte sich der rezente Mensch den größten Teil seiner Geschichte von dem Wild, das er erbeutete, Fischen, die er fing, sowie Kleingetier und wilden Pflanzen, die er sammelte. Er zog regional sein gesamtes Leben – den Wanderungen der Tierherden folgend – von einem Lagerplatz zum anderen. Gemeinschaft gab es für ihn in Form seiner Gruppe. Bei der Nahrungsbeschaffung war jedes der Mitglieder eingebunden, so dass sich kaum Spezialisierung ausbildete. Die letzten Eiszeiten (Würmeiszeit) konnten die Menschen als Jäger und Sammler überleben. Die Natur bot ausreichend tierische und einige pflanzliche Ressourcen. Nach der letzten Eiszeit wanderten in weiten Teilen der Welt die großen Säugetiere ab. Arten wie das Mammut starben aus, möglicherweise aufgrund einer Kombination aus Bejagung und Klimawandel.
  • Alpen als Kulturraum Name kommt von albus = weiß Alpen können nur auf der Karte als Einheit wahrgenommen werden (Makroraum) „natürliche, geschichtliche, kulturelle und soziale Einheit“ laut Alpenkonvention – Einheit sehr lose!             Veränderung der Stadt-Umlandbeziehungen im Laufe der Zeit