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Bildnerisches Gestalten (Fach) / Fachbegriffe BG (Lektion)

Fach-und Stilbegriffe

Diese Lektion wurde von milka erstellt.

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  • Manierismus 1.) Stilbegriff für die Übergangsphase zwischen Renaissance und Barock, die durch eine Abkehr vom Ideal der Harmonie gekennzeichnet ist. Typisch für den manieristischen Stil sind überlängte Figuren, stark gedrehte Bewegungen, komplizierte Raumordnungen und unnatürliche lichteffekte. 2.) Der Begriff wird auch unabhängig von der zeitlich festgelegten Stilepoche als Kennzeichnung für überspannte Ausdrucksweisen benutzt, die besonders in Umbruchphasen auftreten.
  • MaterialbiId Bilder aus Objet-trouvé-Materialien.
  • Minimal Art Moderne Stilrichtung im Verlauf der 1960er Jahre, die darauf abzielt, mit einer reduzierten Formensprache klare Strukturen darzustellen, z. B. in einer Reihung von Würfeln oder Platten. Ablesbar werden dabei Beziehungen von Größenordnung, Proportion und Materialbeschaffenheit und das Verhältnis der Skulpturen zum Raum.
  • Minoische Kultur Auf Kreta in der Zeit von etwa 3000 bis 1200 v. Chr. ausgebildete Kultur, die der Griechischen Antike vorausging.
  • Mittelschiff Hallenraum der Kirchenarchitektur, in dem sich die Gemeinde aufhält. In der --> gotischen Architektur sind dem Mittelschiff Seitenschiffe angegliedert.
  • Mixed Media/Multimedia Verbund diverser Ausdrucksmedien.
  • Moderne Sarnmelbezeichnung für die europäische Kunstentwicklung seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert, als sich die Kunst von den Normen eines akademischen Traditionalismus befreit. In der Regel wird die in Frankreich ausgebildete und sich rasch über ganz Europa und Nordamerika ausbreitende impressionistische Kunst um 1870 als Beginn der Moderne angesehen, weil sie erstmals das bürgerliche Leben unter den Bedingungen einer industrialisierten Arbeitswelt bildwürdig machte. Ausgehend von den malerischen Neuerungen des Impressionismus entwickelten sich nebeneinander bestehend und rasch aufeinander folgend sogenannte Avantgardebewegungen (Kubismus, Fauvismus, Expressionismus u. a.), die jeweils neue Formstrukturen und Ausdrucksweisen hervorbrachten. Der Zweite Weltkrieg unterbrach diese Abfolge, weil Paris aufgrund der Besetzung durch die Deutschen seine Vorrangstellung als Metropole der Avantgarden verlor und New York - nicht zuletzt als Zufluchtsort vieler Emigranten - diese Stellung seit den 1940er Jahren übernahm. Man spricht daher für die Zeit bis 1940 von Erster Moderne (oder Klassischer Moderne) und für die nachfolgende Phase bis zur Postmoderne von der Zweiten Moderne.
  • Monochrome Malerei Einfarbige Malerei.
  • Montage Das Zusammenfügen unterschiedlicher Materialien zu einem Werk.
  • Mythos, Mythologie Als Mythos wird die überlieferte Dichtung und Erzählung eines Volkes bezeichnet, die sich besonders mit Göttern, Dämonen, der Entstehung der Welt und Erschaffung des Menschen befasst. Die Mythologie enthält die systematisch verknüpfte Gesamtheit der mythischen Überlieferungen eines Volkes.
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  • Naturalismus Bezeichnung für die naturgetreue Darstellung von sichtbaren Dingen in der Kunst. Im Gegensatz zu Realismus und Idealismus ist der Naturalismus nur an der äußeren Richtigkeit orientiert. G. Schmidt: “... eine Malerei, deren Absicht nun gerade die Darstellung der diesseitigen, sichtbaren, messbaren, tastbaren Wirklichkeit war ...” Die sechs Elemente naturalistischer Malerei - Raumillusion: Luft-, Farb-, Linearperspektive, Überschneidung, scheinbare Grössenunterschiede - Körperillusion: Licht / Schatten, Hell / Dunkel - Stofflichkeitsillusion: Oberflächen von verschiedenen Materialien - Zeichnerisches Detail - Gegenstandsfarbe - Richtigkeit der Formen und der anatomischen Proportionen
  • Neodadaismus Sammelbegriff für eine Reihe künstlerischer Tendenzen in Europa und Nordamerika seit den beginnenden 1960er Jahren, die sich als Gegenbewegung zur subjektiven Ausdruckssprache des Abstrakten Expressionismus und des Informel verstehen. Um die Kunst dem realen Leben wieder anzunähern, arbeiten die neodadaistischen Künstler mit Alltags- und Abfallobjekten und ironisieren dadurch die technische Perfektion der modernen Industriegesellschaft.
  • Neoplastizismus Von Piet Mondrian und der De Stijl - Bewegung entwickelte Theorie eines universellen Gestaltungsprinzips für Architektur, Design und Malerei. Dabei werden Form und Farbe als Einheit aufgefasst und bilden eine rechtwinklige Struktur aus den Primärfarben, sowie Schwarz und Weiß. Grundidee dieser abstrakten Darstellungsweise ist es, die Kompliziertheit der natürlichen Formen zu reduzieren.
  • Nouveau Réalisme Stilrichtung zu Beginn der 1960er Jahre, die die progressiven Bewegungen in Europa und Nordamerika gegen die Vorherrschaft des Abstrakten Expressionismus und des Informel zusammenfasste und zugleich eine Revitalisierung dadaistischer Ideen anstrebte (Neodadaismus). In Europa wurde der Neue Realismus programmatisch durch den Kunstkritiker Pierre Restany und die französische Gruppe der Nouveaux Réalistes begründet, während in den USA ähnliche Zielvorstellungen ohne feste Gruppenbildung bei Robert Rauschenberg und Jasper Johns zu finden waren, aus denen später die Pop Art hervorging. Das Verbindende war kein einheitlicher Stil, sondern eine neue Einstellung zur Wirklichkeit, die sich im Interesse für die Dingwelt des Konsums und für die Mechanismen der Massengesellschaft äußert.
  • Neue Sachlichkeit Bezeichnung für einen deutschen Malstil, der sich nach dem Ersten Weltkrieg um 1918 als Reaktion auf die abstrakte und expressionistische Kunst formierte. In betont realistischen Darstellungen alltagsnaher Großstadtszenen kommt das Bemühen der Künstler um Objektivität zum Ausdruck.
  • Niederländische Malerei Bezeichnung für die Malerei aus den Niederlanden, die sich im 15. Jahrhundert ähnlich wie in der italienischen ---+ Renaissance durch einen neuen Realitätssinn auszeichnete - allerdings ohne Orientierung an antiken Vorbildern. Die neue Schilderung des Wirklichen wurde durch die Entwicklung reicher niederländischer Kaufmannsstädte und die Erfindung der Ölmalerei begünstigt. Die Ölfarben ermöglichten transparente Lasuren und verliehen den Gemälden eine bis dahin im Norden Europas noch unbekannte Leuchtkraft und Farbtiefe. Anders als in Italien stellte sich die realistische Malerei aus den Niederlanden zunächst voll in den Dienst der Frömmigkeit. Erst nach der Reformation differenzierte sich die niederländische Malerei des 16. Jahrhunderts in eine akademische Variante und in eine volksnahe Genremalerei.
  • Objektkunst Sammelbegriff für Kunstwerke. die aus/unter Einbeziehung von realen Gegenständen geschaffen wurden.
  • Objet trouvé (franz.) «gefundener Gegenstand», erstmals vom Kubismus eingesetzte Gestaltungsweise, die statt der Darstellung eines Bildmotivs dasselbe als Realgegenstand in das Bild bringt - häufig aus Abfallmaterial oder mit Gebrauchsspuren.
  • Ölfarben Farben, deren Pigmente mit trocknendem Öl gebunden sind.
  • Orphismus Kunstrichtung seit 1914, die sich vom Kubismus ableitet und Farbe zum Hauptausdrucksmittel bildnerischer Gestaltung erklärt. Durch den Einsatz reiner Farbe entstehen rhythmische, abstrakte Bilder.
  • Papier collé Bezeichnung für eine erstmals 1912 von Georges Braque und Pablo Picasso angewandte Methode der Bildherstellung durch Einkleben von Papierstücken in das Bildgefüge einer Malerei.
  • pastos Dickflüssiger Farbauftrag, so dass die Bildoberfläche fast reliefartig wirkt.
  • Performance Bezeichnung für die theatralische Aktion eines Künstlers, bei der das Publikum zusieht und gleichzeitig auch aktiviert wird. Die Performance wird häufig von der Videokunst unterstützt, denn durch eine Videoaufzeichnung kann die Performance jederzeit abgespielt werden.
  • Perspektive Blickwinkel oder Aussicht von einem bestimmten Standpunkt aus. Der Begriff bezeichnet auch die dreidimensionale Darstellung eines Objektes oder Raumes in einem Bild.
  • Piktogramm Zeichenhaftes Bildsymbol mit festgelegter Bedeutung.
  • Plastik Produkt der Bildhauerkunst, das durch Modellieren eines weichen Materials (z. B. Ton) und nicht wie die Skulptur durch Behauen von Stein oder Holz entsteht.
  • Plastizität Bezeichnet eine Darstellungsweise mit hoher räumlicher Wirkung, auch Formbarkeit von Materialien.
  • Pleinair Bezeichnung für das Malen im Freien statt im Atelier.
  • Pointillismus Auch Neo-Impressionismus, wichtigster Vertreter ist Georges Seurat (einer der Väter der Moderne). Er setzte winzige Punkte reiner Farben nebeneinander, die erst das Auge zu Farbflächen zusammenfügt. Der Gesamt-Farbeindruck einer Fläche ergibt sich erst im Auge des Betrachters und aus einer gewissen Entfernung. Durch optische Verschmelzung und additive Farbmischungformen sich die Farbpunkte zu Gestalten. Damit verlässt der Maler den Weg der Impressionisten mit ihrer subjektiven äußeren Auffassung der Dinge, um das autonome Bild mit seiner Eigengesetzlichkeit zu finden.
  • Pop Art Kunstrichtung seit den 1960er Jahren, die das Bildgut der Konsum- und Massenkultur in einerfein ausgewogenen Mischung aus Ironie und Verherrlichung einsetzte.
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  • Postmoderne Seit den 1980er Jahren zunächst in der Architektur, dann auch in allen anderen Gattungen der bildenden Kunst auftretende Tendenz, die sich ausgewählter Stilmerkmale früherer Epochen bedient und diese in neuer Weise miteinander kombiniert.
  • «primitive Kunst» Um1900 noch unter dem Einfluss des Kolonialismus geprägte Bezeichnungfür die Kunstwerke der Eingeborenen Schwarzafrikas, Ozeaniens und der Indianerkulturen Amerikas.
  • Quattrocento In Italien entstandene Bezeichnung für die Kunst des 15. Jahrhunderts. Als Stilbegriff kennzeichnet das Quattrocento die italienische Frührenaissance.
  • Radierung Grafisches Tiefdruckverfahren, bei dem die Zeichnung in eine Wachs-Harz-Schicht eingeritzt wird, die sich auf einer Kupferplatte befindet. In einem Säurebad werden die gezeichneten Linien in das Metall geätzt. Danach können die Abzüge auf Papier hergestellt werden. Auch das Ergebnis dieses Druckverfahrens wird als Radierung bezeichnet.
  • Readymade Von dem französischen Künstler Marcel Duchamp geprägter Begriff für einen alltäglichen Gebrauchsgegenstand, der aus seiner normalen Umgebung herausgeholt und durch die Präsentation in einem Museumsraum zum Kunstwerk gemacht wird.
  • Realismus Bezeichnung für eine an der Wirklichkeit orientierte Malerei, die im Gegensatz zu idealisierenden Kunstströmungen steht. Während idealistische Kunst die Wirklichkeit verklärt, strebt der Realismus eine möglichst genaue Wiedergabe der Motive an. Dabei nimmt der Künstler auch Stellung zu sozialen Fragen seiner Zeit. Realistische Kunstrichtungen sind ein wiederkehrendes Phänomen der Kunstgeschichte.
  • Relief Bildhauerische Arbeit, deren Figuren nicht frei im Raum stehen, sondern an eine Trägerfläche gebunden sind.
  • Renaissance Grundlegende Erneuerung der europäischen Kunst durch die Wiederbelebung der Ideale der Antike (Renaissance = frz. «Wiedergeburt »), die in Italien ihren Anfang nimmt und nach der Hochrenaissance (um 1480 bis 1525) in den Manierismus übergeht. Geistig angeregt von grundlegenden naturwissenschaftlichen Entdeckungen und durch das Gedankengut des Humanismus zeichnen sich die Künste der Renaissance durch eine Beherrschung der Anatomie, der perspektivischen Raumdarstellung und der antiken Proportionslehren aus. Thematisch verstärkt sich die Hinwendung zu profanen Motiven unter Verwendung antiker Mythologie und Geschichte.
  • Rokoko Stilrichtung der europäischen Kunst, die als Endphase des höfischen Barock von 1730 bis etwa 1770/80 andauerte und ihre Ausformung vor allem in der Architektur und im Innendekor fand.
  • Romanik Europäische Stilrichtung vom ausgehenden 8. bis zum 12. Jahrhundert, in der die Kirchen- und Klosterbaukunst breiten Raum einnimmt. Plastik, Wand- und Glasmalerei sind wichtige Bestandteile von Sakralbauten, wobei diesen Kunstgattungen die Aufgabe zukommt, die christliche Heilslehre und Weitsicht in sinnbildlichen Darstellungen und in erzählerischen Zyklen weiterzugeben.
  • Romantik Bezeichnung für eine Bewegung in der europäischen Geistesgeschichte, die sich zunächst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Philosophie und Literatur vorbereitete und sich um 1800 als Stilrichtung in der Kunst ausprägt. Wichtigste Aspekte sind eine stimmungsvolle Nähe zu Natur und Landschaft sowie der symbolische Ausdruck individueller Emotionen.
  • Römische Antike Der zeitliche Rahmen der römischen Antike lässt sich nicht eindeutig festlegen. Üblich ist die Eingrenzung der römischen Antike vom 3. Jahrhundert v. Chr. nach der Eroberung der Griechenstädte und den Punischen Kriegen bis zur Verlegung des kaiserlichen Regierungssitzes von Rom nach Byzanz durch Konstantin den Großen (330). Die römische Kunst wurde durch die -+ Griechische Antike beeinflusst, entwickelte aber im Bereich der Architektur eigene Ausdrucksformen.
  • Sakralbau Geweihtes, kultischen Zwecken dienendes Bauwerk.
  • Salon Bezeichnung für die offizielle französische jahreskunstausstellung, die erstmals 1667 abgehalten wurde und unter königlicher Schirmherrschaft im Salon d›Apolion des Louvre stattfand. 1863 erhielten die vom offiziellen Salon zurückgewiesenen Künstler eine eigene Ausstellung, den «Salon des Refuges». Dieser «Salon der Abgelehnten» wurde von Napoleon III. organisiert und zeigte u.a. Arbeiten von Edouard Manet, Paul Cezanne und Camille Pissarro. Seit 1884 fand dann alljährlich in Paris der «Salon des Independants» statt. Die Teilnahme war nicht an Vorschriften gebunden, und die Ausstellung verzichtete auf eine akademische jury. Dieser Salon wurde Vorbild für die modernen Sezessionen.
  • Säulenordnung Von dem römischen Architekturhistoriker Vitruv im ersten jahrhundert v. Chr. erarbeitete Kategorisierung antiker Säulen nach den drei Standardformen: dorische Ordnung, ionische Ordnung, korinthische Ordnung.
  • Sezession Bezeichnung für verschiedene deutsche und österreichische Künstlergruppen, die im letzten jahrzehnt des 19. jahrhunderts nach dem Vorbild des Pariser «Salon des Independants» gegen die offizielle Ausstellungspolitik rebellierten, die viele Künstler ausschloss. 1892 gründete Franz von Stuck die Münchner Sezession, 1897 rief Gustav Klimt die Wiener Secession ins Leben, und 1899 wurde die Berliner Sezession von Max Liebermann einberufen.
  • Siebdruck Durchdruckverfahren, das zur Herstellung von Auflagendrucken, Plakaten und Dekorationsmaterialien dient. Für den Druckvorgang wird ein dünnmaschiges Sieb verwendet, das an den Stellen, die später auf dem Bild keine Farbe tragen sollen, mit Wachs, Lack oder Schablonen abgedeckt wird. Mit einer linealartigen Rakel wird nun die Farbe über das Sieb gezogen, und diese fließt nur an den offenen Siebstellen auf das zu bedruckende Papier oder andere Druckträger. Mit dem Siebdruckverfahren (auch Serigrafie) kann man nicht nur Papier, sondern auch Textilien sowie Glas- und Metaliflächen bedrucken.
  • Skulptur Kunstwerk der Bildhauerei, das aus hartem Material wie Granit und Marmor herausgehauen oder aus Holz, jade und Elfenbein herausgeschnitzt wird.
  • Sozialistischer Realismus Methode der künstlerischen Gestaltung, die sich an den Zielen der Kommunistischen Partei in der Sowjetunion der 1930er Jahre orientierte. Wie auch alle anderen Künste hatte die bildende Kunst dort die Aufgabe, den Menschen politisch, moralisch und ästhetisch zu einem kollektiv ausgerichteten kommunistischen Bewusstsein zu erziehen. Diese Kunstauffassung, die zu einer Vielzahl monumentaler Historien- und Propagandagemälde mit stilistischen Anleihen an das 19. jahrhundert führte, bestimmte nach dem Zweiten Weltkrieg das offiziell geförderte Kunstschaffen in den Ländern des sowjetischen Machtbereichs. Im Zuge des politischen Wandels in den Ostblockstaaten entwickelten sich individuelle Sichtweisen und eigenständige Kunstauffassungen.
  • Statue In der Bildhauerei Bezeichnung für die stehende, vollplastische Gestalt eines Menschen.