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Klinische I (Fach) / KVT (Lektion)
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- Wie lautet die Definition für die KVT? - Anwendung v. Prinzipien, die in Forschung d. Experimental- & Sozialpsychologie entwickelt wurden - Ziel: Ausbildung & Förderung v. Fähigkeiten - Techniken ermöglichen bessere Selbstkontrolle
- Welche versch. Methoden d. KVT gibt es? - Entspannungsverfahren - systematische Desensibilisierung - Expositionsverfahren - operante Verfahren - Modelllernen / Rollenspiele - Problemlösetraining - Selbstsicherheitstrainings - Selbstinstruktionstrainings
- Was besagt das Prinzip der reziproken Hemmung nac Wolpe? - Ursprung der systematischen Desensibilisierung - mit problematischen Reizen werden Reaktionen gekoppelt, die mit der problematischen Reaktion inkompatibel sind (z.B. Angstreaktion vs. Entspannung)
- Wie wird die syst. Desensibilisierung durchgeführt? 1. genaue Verhaltensanalyse 2. Hierarchisierung d. Angstsituation 3. Lernen d. angstinkompatiblen Reaktion (Entspannung) 4. Vorstellung einer leicht angstauslösenden Situation & Einsatz v. Entspannung 5. bei angstfreier Imagination weiter mit Imagination d. nächsthöheren Angstsituation 6. bei Angstanstieg ggf. zurück zur vorherigen Vorstellung
- Wie kann die Effektivität der syst. Desensibilisierung bewertet werden? - lange Zeit am besten untersuchte Therapieform - nachgewiesene Effektivität z.B. bei Ängsten, Ekelreaktionen, Frigidität, u.a. - in Praxis kaum mehr eingesetzt - in manchen Fällen AT besser als AR (Blutdruck bei Spritzenphobie) - Wirkmechanismen: notwendig ist weder Hierarchisierung noch Entspannung, jedoch Exposition (= Auseinandersetzung mit angstspezifischen Inhalten) - verbesserte Resultate bei in vivo-Exposition im Vergleich zur in-sensu Expo
- Welche klassischen Konfrontationstherapien gibt es? in sensu graduiert: (syst. Desensibilisierung) massiert: implosion in vivo graduiert: Habituationstraining massiert: Flooding --> heute hauptsächlich Oberbegriff „Exposition“ oder „Konfrontationstherapie“ verwendet
- Wie sehen Expositionsverfahren aus? - Anleitung d. Pat. sich zuvor vermiedenen aversiven Situationen auszusetzen, um so korrigierende Erfahrungen machen zu können - 3 Arten Lernerfahrungen zu konzeptualisieren: o Habituation an auslösende Stimuli o (kogn.) Einsicht in Ungefährlichkeit bzw. Handhabbarkeit d. Situation o syst. Training v. Kompetenzen, die für erfolgreiche Bewältigung d. Situation notwendig sind
- Wie werden Expositionsverfahren durchgeführt? 1. Diagnostik, Verhaltens- & Bedingungsanalyse 2. kogn. Vorbereitung 3. Exposition begleitet 4. Exposition allein; Generalisierungstraining (Selbstkontrollphase) zur kogn. Vorbereitung: 1. Vermittlung eines Erklärungsmodells 2. Ableitung eines Therapierationals o BEACHTE Prinzipien Plausibilität, Kompatibilität, Perspektivität bisheriger & neuer Behandlungsversuche 3. bewusste Entscheidung für Expositionstherapie durch Patienten - BEACHTE: Therapeut sollte vermitteln, dass bisherige Strategie kurzfristig durchaus wirkungsvoll & deshalb verständlich war, jedoch langfristig offensichtlich nicht zu Bewältigung geführt hat
- Wie sehen typische Angstverläufe aus? erwarteter Angstverlauf: Angst steigt bis ins Unendliche oder sie bleibt gleich auf maximal hohem Level Vermeidungsverhalten: Angst nimmt sofort ab, Vermeidungsverhalten verstärkt sich, angstauslösende Erwartungen bleiben erhalten Habituationstraining: Angst nimmt zunehmend schneller ab und erreicht immer seltener die ursprüngl. Intensität
- Wie sehen die Regeln für die Exposition auf Patienten- & Therapeutenseite aus? Patient: aufkommende Ängste zulassen; nicht versuchen, innerlich gg Angst anzuarbeiten; Therapeut: subj. Angstverlauf immer wieder erfragen Patient: versuchen, Vermeidungsstrategien wegzulassen; Therapeut: auf Vermeidungsstrategien hinweisen Patient: Realität & Phantasie unterscheiden; was kann man konkret wahrnehmen, was sind Katastrophenphantasien?; Therapeut: ggf. auf Differenzierung zw. realer Bedrohung & Katastrophengedanken hinweisen Patient: in Angstsituation bleiben, bis man deutlichen Angstabfall bemerkt; Therapeut: motivieren („Es ist wichtig, jetzt Angst zu erleben…“)
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- Wie sieht die Vorbereitung und das Ende einer Expositionssitzung aus? Vorbereitung d. ersten Expositionssitzung - genügend Zeit einplanen - kontrollierbare Situation aussuchen - Situation aussuchen, die Pat. gut allein wiederholen kann - wenn mit Expo-Sitzung begonnen wurde, sollte intensive Expo-Phase in den folgenden Sitzungen nachfolgen können Ende einer Expositionssitzung - nach selbstständiger Bewältigung einer/mehrerer angstbesetzter Situationen mit eindeutigem Angstabfall ohne dass Vermeidungsstrategien eingesetzt werden
- Wie sieht es mit der Wirksamkeit & Effektivität bei der Expositionstherapie aus? bei Panikbehandlung: - sehr effektiv: kogn. Umstrukturierung - mehr ist nicht immer besser; Entspannung nicht zur Panikbewältigung einsetzen - Konfrontation in vivo am effektivsten - bei PS mit Agoraphobie: große Effekte & stabil bzgl. Reduktion d. Hauptsymptomatik Effekte für Konfrontationstherapie auch bei anderen Störungen gefunden: - Zwangsstörungen, PTBS, Essstörungen, Alkoholabhängigkeit - Konfrontationsverfahren als eine Komponente im Rahmen multimodaler Behandlungsprogramme eingesetzt --> Expo-Verfahren als Verfahren 1. Wahl bei Angststörungen
- Wann würde man graduierte Verfahren einsetzen? - bei Indikationen, wie z.B. Asthma bronchiale, Herzinsuffizienz, Epilepsie - wenn Pat. nicht zu massiertem Vorgehen motoivierbar - wenn Gefahr v. psychotischen Entgleisungen besteht - wenn Therapieziel „Wiedererlernen v. Kontrollmöglichkeiten“ ist (z.B. nach Traumatisierungen)
- Wie sehen die Ursprünge der operanten Verfahren aus? - Basis: Prinzip d. instrumentellen Konditionierung (Skinner, Thorndike) - zentral: o Auftretenswkt. eines Verh. hängt v. d. nachfolgenden (appetitiven oder aversiven) Bedingungen ab o systematische Manipulation d. Konsequenzen - Relevanz & Entwicklung: o Hochphase d. Behaviorismus: operantes Konditionieren als „Allheilmittel“ für jede Art v. Störung o seit d. kogn. Wende: Verwendung operanter Konditionierung: als ausschließliche Interventionstechnik hauptsächl. bei Pat. mit reduzierten kogn. Kontrollmöglichkeiten (z.B. Kinder/Personen mit Intelligenzminderung) als Teilkomponente vieler komplexer störungsspez. Behandlungsprogramme
- Welche möglichen Vorgehensweisen bei Verstärkung gibt es? pos. = bei gezeigtem Verh. folgt die Konsequenz Belohnung: appetitiver Reiz (C+) folgt auf das Verhalten --> Wkt. für Verh. steigt Bestrafung: aversiver Reiz (C-) folgt auf das Verhalten --> Wkt. für Verh. sinkt neg. = bei gezeigtem Verh. für Ausbleiben d. erwarteten Konsequenz gesorgt Flucht: C- wird durch Verh. beendet --> Wkt. für Verh. steigt Time Out: C+ wird durch Verhalten beendet --> Wkt. für Verh. sinkt Vermeidung: C- folgt nicht, wenn Verh. (R) gezeigt wird --> Wkt. für Verh. steigtLöschung: C+ folgt nicht, wenn Verh. (R) gezeigt wird --> Wkt. für Verh. sinkt
- Welche Verstärkerarten gibt es? pos. vs. neg. Verstärker primäre vs. sekundäre Verstärker generalisierte Verstärker soz. Verstärker Selbstverstärkung
- Wo liegt der Unterschied zwischen primären & sekundären Verstärkern? primäre Verstärker Erfüllung menschl. Grundbedürfnisse stark abhängig v. momentanem Sättigungsgrad d. Organismus von nahezu allen Menschen als angenehm empfunden sekundäre (kond.) Verstärker Assoziation mit primärem Verstärker à Reiz erlangt Verstärkercharakter Sättigung kaum zu erreichen: dauerhaftes Interesse an sekundären Verstärkern bleibt bestehen ind. sehr unterschiedlich
- Was sind generalisierter Verstärker? - Verstärker mit Tauschwert (z.B. Token) o Sonderfall d. sekundären Verstärker o oft in therapeut. Institutionen eingesetzt, um für Regeleinhaltung zu sorgen
- Was sind soziale Verstärker? - Verstärkung im Rahmen interpersonaler Kontakte (soz. Gratifikation & Sanktion) o besonders einflussreich, da Mensch sich als soz. Wesen i.d.R. durch ausgeprägtes Bindungsbedürfnis auszeichnet
- Was ist Selbstverstärkung? - selbstinitiierte Belohnung o z.B. explizites Selbstlob oder syst. verhaltensgebundene Gratifikation o Kontrolle liegt direkt bei Ind. à reduzierte Abhängigkeit v. Umfeld
- Welche Methoden zur Förderung v. erwünschtem Verhalten gibt es? Shaping Chaining Fading Prompting intermittiende Verstärkung
- Was ist Shaping? schrittweiser Aufbau d. erwünschten Zielverhaltens
- Was ist Chaining? - Sonderform d. Shapings o Ausganssituation identisch, aber Verstärkung d. Abschlusses (nicht Beginn) einer komplexen Handlung)
- Was ist Fading? Verstärkung d. Ausführung d. Zielverhaltens unter schrittweiser Ausblendung v. Hilfsstimuli zu dessen Erreichung
- Was ist Prompting? schrittweise Unterstützung d. Beginns d. Verhaltensänderung durch verbale & nonverbale Hilfestellungen zur Aufmerksamkeitslenkung auf gewünschtes Zielverhalten
- Was ist intermittierende Verstärkung? - festigt bereits gezeigtes Zielverhalten o Häufigkeit d. Bekräftigung variiert o Verhalten vergleichsweise löschungsresistent
- Welche Methoden zum Abbau unerwünschtem Verhaltens gibt es? direkte Bestrafung indirekte Bestrafung Löschung Time-Out Verhaltens- oder Kontingenzverträge
- Was ist direkte Bestrafung? - aversiver Reiz folgt auf best. Verh.) o problematisch: moralische Gründe selten Erreichung langfristig stabiler Verh.änderung neg. Auswirkungen auf Therapeut-Pat.-Beziehung
- Was ist indirekte Bestrafung? response cost; Zeigen dysfunktionalen Verh. führt zu Verstärkerentzug
- Was ist Löschung? - Verhindern, dass unerwünschtes Verh. pos. Konsequenzen nach sich zieht o problematisch: Aufmerksamkeitsbedürfnis (z.B. Klassenclown) daher: konsequentes Erteilen v. Aufmerksamkeit, wenn gewünschtes Verh. gezeigt wird à funktionaler Weg zur Befriedigung v. Aufmerksamkeitsbedürfnis
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- Was ist Time-Out? - Sonderform d. Löschung o alle potentiellen Verstärker best. Verh. werden entzogen
- Was sind Verhaltens- oder Kontingenzverträge? - Verstärkersysteme ermöglichen gleichzeitige Veränderung mehrerer Verhaltensweisen) o legen genau fest, auf welches Verhalten welche Konsequenz folgt o zeitl. befristete Maßnahme zur Erleichterung d. Einstiegs in Verh.änderung o basiert auf freier Entscheidung d. Pat.; Sinn d. geforderten Verh. wird gemeinsam erarbeitet (um Reduktion d. intrinsischen Motivation zu verhindern) o besonders relevant: nicht nur Abbau unangemessener Verh.weisen, sondern immer auch Förderung alternativer funktionaler Verh.weisen durch syst. Verstärkung
- Was ist Modelllernen? - Erwerb neuer Verh.weisen als Folge d. Beobachtung d. Verh. anderer Ind. (vgl. Bandura) - dient dem Aufbau v. Verh.kompetenzen
- Wie wird beim Modelllernen therapeutisch vorgegangen im klinischen Kontext? Schritte: 1. Modell führt in Ggwart d. Pat. best. Verh. aus à Modell erhält (für Pat. sichtbar) bedeutsamen Verstärker dafür 2. Pat. führt Verh. (im Anschluss) selbst aus à Pat. erhält seinerseits entsprechende Verstärkung --> wichtig: Ähnlichkeit v. Modell & Pat.
- Wie sieht es beim Modelllernen mit der Effektivität aus? Coping- vs. Mastery-Modell: Mastery-Modell Modell meistert erwünschtes Verh. problemlos führt bei Pat. oftzu Scham über eigene Unfähigkeit Coping-Modell Modell hat Probleme beim Durchführen d. erwünschten Verh., stellt sich diesem & überwindet sie erfolgreich effektiver als Mastery-Modell Transfer in den Alltag d. Pat. - pos. Verstärkung außerhalb d. therapeut. Settings - zunehmende Entkopplung d. Verh. von externer Belohnung - stattdessen Motivation durch Einsicht d. Pat. in Vorteile d. neuen Verh.
- Woraus bestehen kognitive Verfahren? - Berücksichtigung v. „inneren“, nicht beobachtbaren Ereignissen („private events“) wie Gedanken, Wahrnehmungen, Selbstaussagen, Einstellungen, Aufmerksamkeitsprozessen, inneren Bildern, usw. - Hauptintervention: „kogn. Umstrukturierung“ = Veränderung dieser kogn. Prozesse - Vorreiter: Ellis, Beck, Meichenbaum, Mahony, Lazarus
- Was besagt die Rational-Emotive-Theorie nach Ellis? - nicht reale Umgebung ist Problem, sondern was wir innerlich daraus machen (Epiktet: „Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben“) - menschliches Erleben ist durch „innere Leitsätze“ (z.B. allg. Einstellungen oder Zielsetzungen) geprägt - „neurotisches“ oder gestörtes Verh. = Folge v. „irrationalen Annahmen“ - Hintergrund: Ellis Unzufriedenheit mit den psychoanalytischen Therapieansätzen
- Was sind typische Annahmen nach Ellis? (nur durchlesen) - Ich muss von allen geliebt werden - Ich muss perfekt sein - Ich darf mich nicht blamieren - Wer einmal einen Fehler macht, ist inkompetent - Wenn mich jemand lobt, meint er das nicht ernst - Wer lob annimmt, ist arrogant - Wer mich kritisiert, lehnt mich grundsätzlich ab - Wenn ich meine eigene Meinung sage, werden andere beleidigt sein & sich von mir abwenden - Wenn etw. nicht nach meinen Vorstellungen geht, dann ist das eine Katastrophe
- Welche Kategorien irrationaler Annahmen gibt es? - absolute Forderungen (Ich muss perfekt sein/Die anderen müssen mich rücksichtsvoll behandeln) - globale neg. Selbst- & Fremdbewertungen (Ich bin ein Versager/Der andere ist nichts wert) - Katastrophendenken (Wenn etw. nicht nach meinen Vorstellungen geht, ist das eine Katastrophe) - niedrige Frustrationstoleranz (Ich könnte es nicht aushalten, wenn andere mich kritisieren)
- Wie sieht das ABC-Modell nach Ellis aus? A: activating event (externe Ereignis) B: belief (Wahrnehmung & Bewertung) C: Konsequenz auf emotionaler & Verhaltensebene -->entscheidend ist Belief-System! nach ABC kommt: D: Disputation irrationaler Annahmen E: Effekte nach Veränderung d. kogn. Sichtweise
- Wie sieht die Rolle des Psychotherapeuten bei der RET aus? - aktiv – direktiv - rationales Modell - z.T. pädagogisch – dozierend - Empathie f. Person, Skepsis ggüber spez. Einstellungen - pragmatisch
- Wie sieht der therapeutische Prozess bei der RET aus? 1. Vermittlung d. Grundlagen d. RET 2. Assessment d. Belief-Systems (Fragen, emotionsprovozierende Methoden) 3. Disputation irrationaler Annahmen (z.B. sokratischer Dialog) 4. Durcharbeiten zentraler Themen 5. Vermittlung v. Strategien zur Selbsthilfe, Beendigung
- Welche Techniken der RET gibt es? - sokratischer Dialog - Vorstellungstechniken (z.B. gleiche schwierige Sit., es geht Ihnen jedoch besser, Sie sind optimistisch, was ist anders, wenn es so wäre?) - Humor - Selbst-Öffnung, Bsp. aus Therapeutenleben (vgl. Unterschied zur Abstinenz d. Psychoanalytikers) - Sprichwörter, Leider, Gedichte zur „Entkrampfung“ - Risikoübungen („shame attacking exercises“) und weitere Verh.übungen - Hausaufgaben & Belohnung v. Veränderungen - Übernahme fixer neuer Rollen
- Wie ist die Wirksamkeit der RET? - potentiell (sehr) wirksames Therapieverfahren - wiss. gut abgesichert, z.B. bei Angststörungen, soz. Unsicherheit & Depr. - ABER: in Studien waren viele Pat. mit subschwelliger Symptomatik, deshalb sehr heterogene Studien- & Befundlage o & kaum neuere Meta-Analysen zur Wirksamkeit (Verfahren inkludiert in KVT-Vorgehen & kaum einzeln oder als Komponente komplexer KVT-Programme separat evaluiert)
- Wie sieht die kogn. Therapie nach A.Beck aus? - Anlass: Unzufriedenheit mit psychoanalytischer Depressions-Therapie („gg sich selbst gerichtete Aggr.“) - Betonung nicht nur allg. Einstellungen/Zielsetzungen wie bei Ellis, sondern auch der einzelnen Gedanken („automatic thoughts“) Schemata (core beliefs, ggf. durch vorherige Erfahrungen geprägt) in wechselseitiger Beziehung zu intermediate beliefs (Überzeugungen, Annahmen) in wechselseitiger Beziehung zu automatic thoughts (situationsspez., oftmals reflexhafte Gedanken)
- Wie sieht die kognitive Triade der Depressionen nach Beck aus? neg. Sicht von sich selbst, d. Umwelt & d. Zukunft
- Welche kognitiven Fehler nach Beck gibt es? 1. willkürliche Schlussfolgerungen2. selektive Abstraktion3. Übergeneralisierung4. Personalisierung5. dichotomes Denken, Alles-oder-Nichts-Denken--> bedingt durch neg. Schemata (Grundannahmen), die das Denken steuern
- Wie sieht das therapeutische Vorgehen nach Beck aus? Hauptziel: Identifikation & Änderung dysfunktionaler Kognitionen - Einführen in kogn. Modell in Form v. „geleitetem Entdecken“ o dazu: syst. Beobachtung d. Zus.hangs v. Gedanken & problematischen Gefühlen, Verh.weisen oder Körperreaktionen - Säen v. Zweifel an absoluten dysfunktionalen Grundannahmen & gedanken z.B. durch Fakten-Checks; Anleitung problematische Kogn. kritisch zu hinterfragen & syst. zu überprüfen („sokratischer Dialog“) - Erarbeiten alternativer, rationaler & hilfreicher Gedanken & Annahmen (Protokollbögen zur intensiven Einübung im Alltag d. Pat)
- Wie ist die Therapeutenrolle in der kogn. Therapie nach Beck? - aktiv - Partner (weniger Lehrer wie bei Ellis) - Problem wird als gemeinsame Aufgabe gesehen - aktive Beteiligung d. Pat. erwartet
- In welcher Beziehung stehen Aktivitätenaufbau & kogn. Umstrukturierung zueinander? - häufige Denkfehler behindern Depressive, Aktivitäten durchzuführen, Bsp: o „Es wird mir keinen Spaß machen/ich kann es nicht so genießen wie früher“ - Ziel: Maßstab verändern o Bsp: Wie geht es mir heute Nachmittag, wenn ich Aktivität X tue, im Vergleich zu wenn ich sie nicht tue? o Hilfsmittel: Liste positiver Ereignisse