Fitnesstrainer B-Lizenz (Fach) / Modul II (Lektion)

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Das Herz-Kreislauf-System

Diese Lektion wurde von Jeanny97 erstellt.

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  • Wie lauten die Abschnitte des großen Körperkreislaufs? Lunge (Sauerstoffanreicherung) → linker Vorhof → linke Herzkammer (Systole) → Aorta → Arterien zu den Extremitäten etc. → Kapillargefäße (Sauerstoff- und Nährstoffabgabe, Kohlendioxidaufnahme) → Venen → rechter Vorhof → rechte Herzkammer → Lungenarterie (Sauerstoffanreicherung)
  • Wie berechnet sich das Herz-Zeit-Volumen (HZV)? Herz-Zeit-Volumen = Schlagvolumen (SV) x Herzfrequenz Innerhalb von 60 Sek. durchfließt das gesamte Blut, das sind 5-6 Liter, einmal den menschlichen Organismus. Schlagvolumen = Blutvolumen, das bei einem Herzschlag von der linken Herzkammer ausgeworfen wird, liegt gewöhnlich bei ca. 70-100ml
  • Wie heißt der Herzmuskel? Myokard Der Herzmuskel nimmt den größten Teil der Herzwand ein. Er ist außen vom Epikard und innen von der Herzinnenhaut umgeben.
  • Das Erregungs-Bildungssystem Welche sind die Impulsgeber/Schrittmacher des Herzens? primärer Impulsgeber: Sinusknoten Der Sinusknoten erzeugt elektrische Impulse und liegt im rechten Vorhof → (in Ruhe) 60-80 Erregungen pro Minute sekundärer Impulsgeber: Atrioventrikularknoten Im Falle eines Ausfalls kann der AV-Knoten Impulse erzeugen → (in Ruhe) 40-50 Erregungen pro Minute
  • Das Erregungs-Leitungssystem Wie ist der Ablauf der Erregungsleitung? von den Knoten zum His-Bündel geleitet (= tertiärer Schrittmacher, besitzt Eigenrhythmus und kann 20-30 Erregungen pro Minute initialisieren) → gemeinsamer Stamm des His-Bündels teilt sich in drei "Äste" (zwei linke und ein rechter, bei Unterbrechung nennt man dies Schenkelblock) → an der Herzspitze teilen sie sich in Purkinje-Fasern auf, welche in Kontakt mit den Herzmuskelfasern, den Gap-Junctions, und der Arbeitsmuskulatur stehen
  • Was zeichnet ein Sportherz aus? hypertrophiertes, gesundes Herz vermehrte Kapillarisierung dank eines gestärkten Herzmuskels Zunahme des Schlagvolumens in Ruhe und Belastung → Absinken des Ruhe- und Belastungspuls Senkung des Sauerstoffbedarfs des Herzmuskels doppelt so groß und leistungsstark wie normales Herz (300g → ≈500g) → arbeitet ökonomischer bei Sportabstinenz bildet es sich binnen weniger Jahre zurück
  • Was sind die Unterschiede zwischen Herz- und Skelettmuskulatur? Herzmuskulatur: die Kontraktion (Systole) setzt direkt kurz nach Beginn des Aktionspotenzials ein. Das Myokard ist während der gesamten Systole absolut refräktar (durch Reize nicht erregbar) und erst nach Abschluss der Repolarisation wieder vollständig erregbar, sodass die Kontraktion des Myokards immer einen regelmäßigen Rhythmus besitzt. Skelettmuskulatur: hier ist das Aktionspotenzial längst abgeklungen, wenn die Kontraktion einsetzt. Er ist also während dieser wieder erregbar, sodass es zu einer Erregungssummation kommen kann.
  • Wie ist der Ablauf der Impulse und der darauf folgenden Kontraktion im Herzen? im Sinusknoten entstehen rhythmische APs → jedes AP breitet sich über Vorhöfe, Erregungsleitungsystem (siehe Folie "das Erregungsleitungssystem") und Kammern so aus, dass sich zuerst die Vorhöfe kontrahieren und noch zusätzlich Blut in die bereits gefüllten Kammern pumpen → danach erfolgt mit ca. 100ms Verzögerung die Kontraktion der Kammern von der Herzspitze zur Basis, sodass das Blut durch die Aorta und Lungenschlagader ausgetrieben wird
  • Wie bezeichnet man die zwei Arten von Blutgefäßen und die zwei Werte der Blutdruckmessung? Venen (Blutadern) und Arterien (Schlagadern) Systole (Kontraktion) und Diastole (Erschlaffen)
  • Was sind die zellulären Bestandteile des Blutes? rote Blutkörperchen (Erythrozyten) → O2-Transport weiße Blutkörperchen (Leukozyten) Blutplättchen → Blutgerinnung                                                       45% Blutplasma                                                                                      55%
  • Wie ist das Blutvolumen im Körper verteilt? 15% vor den Kapillaren (in den Arterien und Arteriolen) 5% in den Kapillaren 80% nach den Kapillaren (in den Venen und Venolen = Kapazitätsgefäße)
  • Wie berechnet man die Sauerstoffaufnahme? Sauerstoffaufnahme (VO2) = Herzminutenvolumen (HMV) x arterio-venöse Konzentrationsdifferenz für O2 (AVDO2) Herzminutenvolumen = Maß für die Pumpfunktion; Volumen des Blutes, das in einer Minute in den Blutkreislauf gepumpt wird