Konsumsoziologie (Fach) / Vorlesungsstoff (Lektion)

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Ideen der Vorlesung von Ronald Hitzler

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  • Höhe des Umsatzes auf dem Spielwarenmarkt in D 2014 2,813 Mio Euro
  • franz. Ethnologen/Soziologen zum Thema "Geschenke" Claude Lévi-Strauss Marcel Mauss
  • symmetrische und asymmetrische Schenk-Konstellationen symmetrisch: Geschwister↔, Freunde↔, Verwandte↔ asymmetrisch: Erwachsene→Kinder, Eltern→Kinder, Dienstleistungsnehmer→Dienstleister
  • moralische Sollensmerkmale des Geschenks darf nicht zu billig und nicht zu teuer sein (im Verhältnis wozu?) muss Eindruch vermitteln, frei von jeder Berechnung zu sein
  • zentrale Merkmale der Konsumrevolution Vordringen der Geldwirtschafr und Lohnarbeit Intensivierung und Ausdifferenzierung von Handelsformen und Märkten verfügbare Geldmittel (als Kriterien des Konsumgütererwerbs)
  • erste Warenhaus (Paris) Bon Marché (1852)
  • Neuerungen, die zur Entfesselung des Konsums beigetragen haben industriell gefertigte Waren Nahrungsmittelindustrei statt Subsistenzwirtschaften Wirtschaftswerbung Rationalisierung des Einzelhandels Einführung der Selbstbedienung
  • Mittel der Beschleunigung des Umsatzes zur Erhöhung der Liquidität eines Warenhauses Verbreitung der Warenpalette zur Stabilisierung des Absatzes Sonderangebote Umtausch freier Eintritt Dominanz konfektionierter Textilien
  • Roman von Émile Zola "Das Paradies der Damen" (basiert auf Untersuchungen der ersten Warenhäuser in Paris)
  • von Zola geprägte religiöse Etikettierung des Warenhauses "Tempel des Konsums"
  • wichtigste Stationen des Einzelhandels seit Mitte des 19. Jh. Warenhäuser/Kaufhäuser privatwirtschaftliche und konsumgenossenschaftliche Filialsysteme Selbstbedienungsläden (Lebensmittel) Versandhandel Supermärkte radikalisierte Selbstbedienung im Discountprinzip Shopping-Center/Malls
  • ökologisch orientierte Lifestyle von Bessersituierten "Lohas" (Lifestyle of Health and Sustainability)
  • Werbebotschaft von "Manufactum" "Es gibt sie noch, die guten Dinge."
  • typisches Kundenprofil des Teleshoppers überwiegend weiblich im Schnitt 52 Jahre alt Haushaltsnettoeinkommen vergleichsweise hoch manchmal auf dem Land lebend
  • Alter der jüngsten "Baby-Boomer" 85
  • umgangssprachliche Bedeutung des Begriffs "Trottel" eingältiger Mensch, Dummkopf
  • zentrale Idee des Buches "The support economy" Investitionen in Produktivität senken zwar Produktionskosten Kosten, die dem Endkunden entstehen, fließen jedoch nicht mit in die Kalkulation der Unternehmen ein Kunden selber nehmen diese Kosten oft gar nicht als "auf ihre Kosten gehend" wahr
  • Autoren des Buches "Der arbeitende Kunde" Günter Voß Kerstin Rieder
  • im Buch (der arbeitende Kunde) genannte Höhe eingesparter Kosten für ein Unternehmen durch Montageleistungen der Kunden Ikea: Montage des Billy-Regals → 120 Mio Euro erspart
  • der Konsument von Heute Konsument soll nicht nur wie bisher produzierte Werte kaufen und dafür bezahlen sondern auch zusätzlich als Konsument seine produktiven Potenziale zur Verfügung stellen, produktiv arbeiten und dadurch ökonomischen Wert produzieren und er soll dadür (erst einmal) nicht entlohnt werden
  • vier Merkmale der konsumistischen Gesellschaft sind Gesellschaften deren Lebensinhalt und -zweck in hohem Maße das Konsumieren ist deren strukturell dominantes Prinzip das Kaufen und Verkaufen ist deren Funktionsbedingung das wirtschaftliche Wachstum ist deren Glücksvorstellungen wesentlich mit dem Umsatz an käuflichen Gütern und Diensten verbunden ist
  • Warum ist Werbung interessant? Werbemenschen sind nicht dumm es geht um viel Geld Werbemenschen haben große Samples und ständiges Feedback sie müssen erfassen, wie eine Gesellschaft tickt
  • Warum sind Zeitdiagnosen interessant? sie wollen erfassen, was insgesamt den Menschen in den Köpfen schwebt, ihr Bewusstsein prägt
  • fünf Konsumtheorien Bedürfnistheorie Souveränitätstheorie Manipulationstheorie Identitätstheorie Reputationstheorie
  • Werk von Herbert Marcuse "Der eindimensionale Mensch"
  • Definition von Markengemeinschaften Demonstration und visuelle Präsentation von Markenliebhaberei bis hin zum Bekenntnis und zur Devotion Austausch von technischem Wissen und praktischen Hilfestellungen (face-to-face, Internetforen) Markenanhänger vernetzen sich mittels Geschichten
  • symptomatische Praktiken in Markengemeinschaften Social Networking Impression Management Community Engagement Brand Use
  • die ursprünglich intendierte Nutzung eines Schuhs Dr. Martens waren ursprünglich als Gartenschuh für ältere Frauen gedacht
  • Beispiele für computerbezogene Aneignungskulturen Case Modding Overclocking
  • die relevante Differenz zwischen Aneignungskulturen und (anderen) Markengemeinschaften Wertigkeit des Produkts an sich vs. Wertigkeit der Arbeit am Produkt
  • Erfinder des Begriffs "Erweitertes Selbst" Russell Belk
  • Prozentzahl für den Online-Einkauf der heute 20- bis 39-Jährigen fast 40% kaufen alles online (außer Dinge des täglichen Bedarfs)
  • Implikationen des Begriffs "Konsummilieu" die Kultur des so etikettierten Milieus wird mehr oder weniger durchgängig unter Vorzeichen des Konsumierens betrachtet Konsum fungiert hier als wesentlicher gemeinsamer Nenner, auf den sich Milieumitglieder bringen lassen
  • drei Bilder des Konsumenten seit den 1950er Jahren schutz- und erziehungsbedürftges Wesen ein seine kollektive Stärke erprobender, bewegungspolitisch aktivierter Rollenträger ein die sich wandelnden Rahmenbedingungen seines Handelns strategisch berücksichtigender Akteur
  • Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt
  • Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt
  • Bedeutung von "Marktlagenmacht" bezeichnet die Durchsetzungsfähigkeit von Konsumenten auf Grund der aus ihrer Massenhaftigkeit resultierenden Kaufkraft
  • Ziel kapitalismuszähmender Marktlagenmacht-Politik zielt ab auf Überwindung von als menschenverachtend, elendserzeugend, ausbeutungsfördernd, unterdrückungsstabilisierend, katastrophenproduzierend und andere als moralisch verkommen deklarierte Herrrschaftsverhältnisse und Gewaltstrukturen
  • historisches Schlüsselereignis für moralpolitisch motivierten, funktionierenden Kundenboykott Shell-Tankstellen-Boykott der Fall Brent Spar
  • Autorin des Buches "No Logo" Naomi Klein