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Lebensmittelmikrobiologie (Fach) / Lebensmittelvergifter (Lektion)

Vorlesung Lipski WS 15/16

Diese Lektion wurde von paulili78 erstellt.

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  • Risikogruppen Y        young ( < 6 Jahren)O        old ( > 60 Jahren)P        pregnantI         immunocomprimised
  • Enterobacteriaceae: Eigenschaften • Gramnegativ• Fakultativ anaerob (Gemischtsäuregärung, Nitratatmung)• Stäbchen• Katalase-positiv• Oxidase-negativ (Cytochrom C-Oxidase)• Keine Endosporen
  • Enterobacteriaceae: Vorkommen • Darm von Mensch und Tier• Im Boden und auf Pflanzen (Umweltkeime)
  • Enterobacteriaceae: Vertreter u.a. E. Coli Shigellen Salmonellen
  • Salmonellen Typhus: Salmonella typhii - Eigenschaften ·         Systemische Allgemeinerkrankung ·         Übertragung durch Trinkwasser, rohe Speisen, ungeschältes Obst ·         Übertragung von Mensch zu Mensch ·         Geringe Infektionsdosis: 102 – 103 Zellen ·         Zellen werden in Phagocytosezellen nicht lysiert, sondern können sich dort teilen ·         Infizieren besonders Milz und Leber ·         Invasion setzt häufig erst nach der Lyse der Phagocytosenzelle ein ·         Inkubationszeit: 2-3 Wochen ·         Mortalität mit heutigen Behandlungsmethoden auf <1% gesunken, früher 20%
  • Salmonellen Salmonella enteritidis - Eigenschaften ·         Entzündung der Darmschleimhaut, Brechdurchfälle (Gastroenteritiden) ·         Ca. 20.000 Fälle in 2013 ·         Inkubationszeit: 12-36 h ·         Hohe Infektionsdosis: 105-106 Zellen (Vermehrung in LM) ·         Ausnahme: virulente Stämme oder spezifische Risikogruppen (YOPI) ·         Gefährdet: Rohei, Roheiprodukte, Fleischprodukte (bes. Geflügel) ·         Zellen dringen in die Darmepithelzellen ein ·         Geringe Mortalität von <1% ·         Natürliche Quelle: z.B. Gastrointestinaltrakt von Geflügel ·         Eier können vor dem Legen der Henne infiziert werden ·         Kommen auch auf Haustierreptilien (z.B. Schildkröten) vor
  • Salmonellen Antigene O-Antigen: Teile der LPS-Schicht, daher auch Zellwandantigen genannt H-Antigen: Flagellen-Antigen Vi-Antigen: äußere Polysaccharidschicht der Zellen (vor allem bei Typhuserreger)
  • Salmonellen serologische Identifizierung Betrachtung der Antigen-Reaktion bei Zugabe von Antikörpern und Viren (über Krankheitssymptome lässt sich nicht auf Antigentypus schließen)
  • Salmonellen Virulenzfaktoren (Pathogenitätsfaktoren) Adhäsion Vi-Kapsel-Polysaccharid Typ I-Fimbrien Invasion Anti-Phagocytoseproteine Toxin Enterotoxin: Flüssigkeitsefflux Endotoxin: LPS, Lipid A Cytotoxin: Proteinbiosynthese-Hemmer
  • Salmonellen Prophylaxe ·         Erhitzung der LM Achtung: bei der Hitzebehandlung von Fetten und Eiweißen können Schutzfunktionen für Salmonellen entstehen > Hitzebehandlung erhöhen und/oder verlängern ·         Hand-, Geräte-, Oberflächenhygiene ·         Kühlung, Wachstum 7-48 °C
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  • Salmonellen Diagnose im Stuhl im LM
  • Shigellen 4 Spezies Shigella dysentieriae (Shigellosen/Bakterienruhr) S. sonnei S. flexneri S. boydii
  • Shigellen Eigenschaften ·         Magensäureresistent, Vermehrung im Dünndarm ·         Anheftung an Epithelzellen des Dickdarms, werden von diesen aufgenommen ·         Teilen sich in der Epithelzelle ·         Bildung des Shiga-Toxins (Exotoxin) ·         Gewebezerstörung, Dysenterie ·         Symptome: Durchfall, Magenkrämpfe, Fieber Keine Impfung verfügbar sekretieren Entero-/Endo-/Exotoxine > wirken neurotoxisch
  • Speziesbegriff Goldstandard der Bakteriologie: DNA-DNA-Hybridisierung Wenn zwei Stämme sich ≥ 70 % rehybridisieren lassen, gehören sie einer Spezies an Speziesgrenze: 70 % Rehybridisierung 7 % Sequenzunterschied
  • E. coli EPEC - Eigenschaften Enteropathogene E. coli Unterschied zu bekannten Shigellen-Spezies Nicht invasiv Adhäsiv Enterotoxine „Podestbildung“, veranlasst durch Proteine (z.B. Enterotoxine)
  • E. coli ETEC - Eigenschaften Enterotoxische E. Coli ·         Hitzelabile + hitzestabile Enterotoxine (AB-Toxine) (thermolabil: Cholera-ähnlich) ·         Nicht invasiv ·         Dünndarmbesiedlung durch Adhäsion
  • E. coli EAEC / EAggEC - Eigenschaften Enteroaggregative E. coli ·         Nicht invasiv ·         Adhäsiv durch aggregative adhärenz-Fimbrien (AAF) à Biofilmbildung ·         „Backsteinmauer-Struktur“ ·         Quervernetzung ·         Krankheitsbild ähnlich Shigellenruhr
  • E. coli EIEC - Eigenschaften Enteroinvasive E. coli ·         Invasiv ·         Krankheitsbild ähnlich Shigellenruhr
  • E. coli STEC - Eigenschaften Shigatoxin-produzierende E. coli (STEC = VTEC) ·         Shiga-Toxin = Verotoxin ·         Enterotoxisch ·         Cytotoxisch ·         Nicht invasiv
  • E. coli EHEC - Eigenschaften Enterohämorrhagische E. coli ·         STECs mit zusätzlichen Pathogenitätsfaktoren ·         Mehrere Cytotoxine (Verotoxine, Shiga-like-Toxins) ·         Adhärenzfaktoren Darmepithelzellen ·         Hämolyse ·         Typ III-Sekretionssystem (vergleichbar mit Injektionsnadel, durch die Proteine in die Wirtszelle gelangen können) ·         Hämorrhagische Colitis ·         Hämolytisch-Urämisches-Syndrom (HUS) ·         Serovar z.B. O157:H7, O104:H4 ·         Nicht invasiv
  • Shigatoxine ·         Shigatoxin Stx (= Verotoxin Vtx) ·         AB5-Toxin (32 kDa + 5 x 7,7 kDa) ·         Induziert Apoptose von Darmepithelzellen ·         Lokale Darmschädigung à hämorrhagische Colitis, Nekrosen, Darmperforation ·         Transport zur Niere, Bindung an Gb3-Rezeptor der Nierenendothelzellen ·         A-Fragment bildet RNA n-Glycosidase, inhibiert Proteinbiosynthese ·         Nierenschädigung, evtl. Nierenversagen ·         Bindung an Endothelzellen des ZNS à neuronale Komplikationen
  • Toxine Enterotoxine = abgegebene Proteine Endotoxine = Bestandteile der Zellmembran (LPS-Schicht, also nur bei gramnegativen Bakterien) Exotoxin = meiste hitzelabile Proteine Cytotoxine = Zellgifte (Substanzen, die eine schädigende Wirkung auf lebende Zellen ausüben)
  • E. coli EHEC - Hauptreservoir Hauptreservoir Rinder                  21% Schafe                 66% Ziegen                 56% Schweine           7% Lebensmittel Hackfleisch Rohmilch Rohwurst (Teewurst)
  • E. coli EHEC - Infektkette ·         Ausgangspunkt: Darm und Kot von Rindern (Ziege, Schaf) ·         Schmierinfektion bei Melkvorgang oder Schlachtung ·         Rohe oder nicht durchgegarte Rindprodukte aber auch Rohmilch und Rohmilchprodukte ·         Niedrige Infektionsdosis: 101-102 Keime (Begünstigt Übertragung von Mensch zu Mensch)
  • E. coli EHEC - Prophylaxe ·         Optimierung der Schlachthygiene (EHEC-Sanierung der Tierbestände ist nicht möglich) > Reduzierung der Fäkalkontamination ·         Durchgaren von Rindfleischprodukten (mind. 70°C für mind. 10 min) ·         HACCP-Analysen und Belastungstest für Rohwürste ·         Verzicht von Risikogruppen (YOPI) auf den Verzehr von rohem oder unzureichend durchgegartem Rindfleisch oder –produkten sowie roher oder unzureichend erhitzter Milch
  • Vibrio cholerae - Eigenschaften ·         Oxidase-positiv (Im Gegensatz zu Enterobacteriaceaen) ·         Gramnegativ ·         Vibrionaceae ·         Weltweit in Süß- und Brackwasser ·         Einige Stämme produzieren Choleratoxin (Ctx) ·         Adhäsion an Dünndarmepithelzellen ·         Nicht invasiv, verursachen kein Fieber ·         Bewirkt Abgabe von Chlorid, Carbonat und Wasser durch Darmepithelzellen ·         Flüssigkeits- und Elektrolytverlust bewirkt Schock, Kreislaufkollaps und häufig Tod ·         Flüssigkeitsverlust kann 12-20 l am Tag betragen
  • Vibrio cholerae - Infektkette ·         Ausgangspunkt menschlicher Darm, fäkale Verunreinigung ·         Trinkwasser, LM ·         Infektionsdosis 106 wegen geringer Säureresistenz ·         Vermehrung an der Dünndarmschleimhaut (keine Invasion) ·         Toxinbildung löst nach 3-5 Tagen Choleradiarrhöe aus
  • Vibrio cholerae - Choleratoxin ·         AB-Toxin ·         Exotoxin ·         A1 + A2 + 5 x B ·         A-Komplex: Wirkung (A1) ·         B-Komplex: Bindung an Zielzelle
  • Vibrio cholerae - Mechanismus Cholera-Toxin ·         B bindet an Gangliosid der Wirtszelle, wird aufgenommen ·         Intrazellulär wird von A1 und A2 gespalten ·         A1 bewirkt anhaltende Aktivierung der Adenylat-Cyclase                       Durch ADP-Ribolysierung der G-Proteine                       Anhaltende Aktivierung der Adenylat-Cyclase                      G-Proteine nicht mehr durch GTP Hydrolyse deaktivierbar ·         Permanent gebildetes cAMP öffnet Chloridkanal und inhibiert Natrium und Chloridaufnahme ·         Osmotisch bedingter erheblicher Wasseraustrom
  • Staphylococcus aureus - Eigenschaften ·         Staphyle = Traube, aureus = gold ·         Grampositiv ·         Kokken ·         Unbeweglich ·         Fakultativ anaerob ·         Wachtumsbereich: 6,5 – 46 °C, Optimum: 35-37 °C ·         Normaler Hautbewohner, Eitererreger ·         Resistent gegen Osmostress und Austrocknung, wächst bei 7,5 % NaCl ·         Koagulase, Fibrinausfällung im Plasma ·         Enterotoxin (A-E) ·         Hämolyse (α, β, γ, δ)
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  • Staphylococcus aureus - Erkrankungen ·         Lokale Entzündungen ·         Wundinfektionen, Sepsis ·         Befall bestimmter Organe (z.B. Endokarditis)
  • Staphylococcus aureus - natürliche Standorte ·         Menschliche Haut und Haare, Schleimhäute des Nasen-Rachenraumes, Stuhl von Erkrankten und Gesunden ·         20 – 50 % der von Menschen isolierten Staphylokokken zur Enterotoxin-Produktion fähig ·         Lebensmittelvergiftungen                        Enterotoxine A-E mit hoher Temperaturresistenz (80 °C mehrere Stunden, 100 °C 1 h)
  • Staphylococcus aureus - Toxin ·         Superantigen ·         Hitzestabil! ·         Toxisches-Schock-Syndrom (TSST) ·         T-Zell-Aktivierung (5-25 % statt 0,01 %) ·         Aktivierte T-Zellen setzen Cytokine frei ·         Cytokine: Körper reagiert über - Entzündungsreaktion ·         Symptome: Fieber, Erbrechen, Tod
  • Staphylococcus aureus - Infektkette ·         Infektionsdosis: 0,2 – 5,0 µg Enterotoxin in 100 g = 106 Zellen/g ·         Intoxikation (keine Infektion!) durch hitzeresistente Toxine ·         Besonderheit: MO nicht mehr nachweisbar, Nachweis muss auf Toxin erfolgen (z.B. ELISA) ·         Primärkontamination (rechts in Graphik): Rohstoffe sind direkt kontaminiert ·         Sekundärkontamination (links in Graphik): LM wird während der Verarbeitung kontaminiert ·         Keine Inkubationszeit, da Intoxikation (keine Infektion!) ·         Therapie: antisymptomatisch
  • Staphylococcus aureus - Nachweis ·         β-Hämolyse auf Blutagar ·         Koagulase-Nachweis ·         ELISA-Test > Toxin-Nachweis
  • Osmotoleranz = Trockentoleranz Kalium-Strategie Hohe K+-Konzentrationen Kompletter Zellapparat ist auf hohe K+-Konzentrationen ausgelegt Obligate Halophile Im Süßwasser würden Zellen platzen   Kompatible Solut-Strategie Staphylococcus aureus Glycinbetain Intern: geladen Extern: ausgeglichene Ladung Prolin
  • L. monocytogenes - Eigenschaften ·         Grampositiv ·         Stäbchen ·         Beweglich (peritrich begeißelt) ·         Fakultativ anaerob ·         19 Spezies der Listerien, davon 2 pathogen (L. monocytogenes, L. ovanovii) ·         Psychrotolerant                       Wachstum bereits bei 0 °C (Generationszeit > 62 h)                       Kühlschrank als konservierende Methode nicht ausreichend!                       Optimum bei 30-37 °C, max. 44 °C ·         Wachstum bei pH 4,5 – 9,0; Abtötung bei < pH 3,5 ·         13 Serovare, meist die Serovare 4b (invasiv), I/2a und I/2b ·         Pathogen auch für Tierarten (Schaf, Ziege, Rind, Geflügel)                     Ausgangspunkt der Infektion häufig ungenügend gesäuerte Silage                     Symptome: Abort, neurologische Symptome, Mastitis ·         Invasiv, auch intrauterine Infektionen mit Fehl- und Frühgeburten ·         Meningitis, Granulome in Gehirn, Leber, Milz ·         Intrazellulär beweglich
  • L. monocytogenes - Standorte ·         Erdboden, Teiche, Schlamm, Pflanzen, Faeces von gesunden/kranken Tieren und gesunden Menschen ·         Gerätschaften, Abflüsse (durch Biofilme!) ·         Ubiquitär
  • L. monocytogenes - gefährdete LM Fisch Fleisch Gemüse Milch Käse
  • L. monocytogenes - Infektionsdosis ·         Bei gesunden Personen: nicht bekannt (103-104 Zellen) ·         Risikogruppe (YOPI): 101-102 Zellen ·         Lebensmittelbedingte Ausbrüche: 102-106 Zellen/g LM ·         Infektion: oral, diaplazentar, unter der Geburt
  • L. monocytogenes Listeriose - Risikogruppen Risikogruppen: verminderte zelluläre Abwehr (T-Lymphozyten) bei Embryonen Neugeborenen Krebs-Patienten AIDS-Patienten Patienten, die immunsuppressive Medikamente einnehmen Ältere Menschen
  • L. monocytogenes Listeriose - Krankheitsverlauf Nach Aufnahme kontaminierter LM Magenpassage: Säureempfindlichkeit von L. monocytogenes Im Dünndarm: Eindringen in Epithelzellen Entzündung mit leichter Diarrhöe, niedriges Fieber; bei Schwangeren grippeähnlich Eindringen in Monocyten > Blutbahn > Gehirn, Organe, über Plazenta > Meningitis, Sepsis, Enzephalitis; neonatale Infektion, Fehl- oder Totgeburt
  • L. monocytogenes Pathogenitätsfaktoren ·         Anheftung an Darmschleimhaut: Internalin ·         Induktion der Phagozytose ·         Überleben im Phagosom ·         Spezielles Hämolysin: Listeriolysin O ·         Intrazelluläre Vermehrung in Monocyten oder Parenchymzellen ·         Beweglichkeit innerhalb der Wirtszellen: ActA
  • L. monocytogenes Fortbewegung ActA Ab 37 °C (Körpertemperatur eines Wirtes) sterben Flagellen ab Trigger: Temperatur Beweglichkeit in der Wirtszelle ist dennoch gewährleistet Keine Flagellen mehr, sondern Polymerisation der Aktinfilamente (Ausnutzung von wirtseigenen Ressourcen > Aktinfilamente) Stetige Bewegung in eine Richtung Mechanismus der Fortbewegung:
  • mikrobiologische Kriterien für Lebensmittel VO (EG) Nr. 2073/2005 mit Änderungen: VO (EG) Nr. 1441/2007 und VO (EG) Nr. 365/2010 Kategorie I Verzehrsfertige LM, die für Säuglinge oder für besondere medizinische Zwecke bestimmt sind 25 g Probe, n = 10, c = 0, nicht nachweisbar Kategorie II Verzehrsfertige LM, die die Vermehrung von L. monocytogenes zulassen Ende des Herstellungsprozesses: in 25 g (n = 5, c = 0) nicht nachweisbar Bis Ende der Haltbarkeit: < 100 KbE/g Beispiele Nass gesalzener Räucherlachs Feinkostsalate Gegarte Fleischerzeugnisse (besonders Aufschnittware) Kategorie III Verzehrsfertige LM, die die Vermehrung von L. monocytogenes nicht zulassen pH < 4,4 aw < 0,92 pH < 5,0 + aw < 0,94 MHD/Verbrauchsdatum < 5 Tage Wissenschaftliche Begründung, dass keine Vermehrung stattfindet (z.B. Tiefkühlware) n = 5, c = 0, max. 100 KbE/g Handelsebene
  • Endosporenbildner Clostridium - Eigenschaften ·         Grampositiv ·         Stäbchen ·         Obligat anerob, vereinzelt aerotolerant ·         Ovale oder runde Endosporen mit zentraler, terminaler oder subterminaler Anordnung                                   Hitze- und austrocknungsresistent ·         Pathogene Arten                         C. botulinum, C. tetanii, C. perfringens, C. novyi, C. septicum ·         Alle pathogenen sind begeißelt, außer C. perfringens ·         Pathogene Clostridien bilden Exotoxine                       Speziesspezifisch > Diagnostik!
  • Endosporenbildner Clostridium botulinum - Standorte ·         Erdboden, Sedimente von Seen, Tümpeln, Fließgewässern, küstennahen Gewässern ·         Anaerob, aber relativ unempfindlich gegenüber Sauerstoff ·         Nicht invasiv
  • Endosporenbildner Clostridium botulinum - 4 Gruppen Proteolytische Stämme nicht proteolytische Stämme tierische Erkrankungen bisher nicht an Erkrankungen beteiligt
  • Endosporenbildner C. botulinum - proteolytische Stämme o   Hitzeresistente Sporen D100: 25 min o   Min. aw-Wert: 0,95 o   Temp.: min 10 °C / Opt. 40 °C / max. 45 – 50 °C o   Bildung von Fäulnisprodukten (H2S, NH3) o   Toxine A, B, F (Toxin A ist 2000 x giftiger als Blausäure) o   NaCl max: 10 %
  • Endosporenbildner C. botulinum - nicht proteolytische Stämme o   D100 < 0,1 min o   Min. aw-Wert: 0,97 o   Vermehrung und Toxinbildung auch noch bei 3,3 °C                        Temp.: min 3,3 °C / Opt. 30 - 35 °C / max. 45 – 50 °C o   Keine Verderbnisprodukte o   Toxine E, B, F o   NaCl max: 5 %