Gesundheitspsychologie (Fach) / 2 KS 5-8 (Lektion)

In dieser Lektion befinden sich 36 Karteikarten

Modelle des Gesundheitsverhaltens 1

Diese Lektion wurde von AnnaCy erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

  • Definition Gesundheitsverhalten Unter Gesundheitsverhalten versteht man ein Verhalten, ein Verhaltensmuster, eine Handlung oder eine Gewohnheit, die mit der Erhaltung, der Wiederherstellung oder der Verbesserung von Gesundheit im Zusammenhang steht. regelmäßig körperliche Aktivität, gesunde Ernährung,Vorsorgeuntersuchung, Verwendung Sonnencreme, Kondombenutzung - Risikoverhalten: Verhaltensweisen, die der Gesundheit schädigen -> Rauchen, Alkohol, Drogenkonsum - Gesundheitsverhalten -> Unterlassen von Risikoverhalten -> Nichtrauchen
  • Modelle des Gesundheitsverhaltens Die Veränderung von Gesundheitsverhalten ist Gegenstand zahlreicher Theorien. • Prozesse • Faktoren identifizieren • Bedingungen erklären • Interaktionen identifizieren und erklären
  • Kontinuierliche vs. Stadienmodelle Kontinuierliche Modelle: -prädiktiv -kognitive und affektive Variablen -Kontinuum einer Verhaltenswahrscheinlichkeit -"quantitativ": Handlungswahrscheinlichkeit steigt mit Anstieg der Variablen -einheitliche Interventionen Stadienmodelle: -dynamisch -kognitive & affektive Variablen -Verhaltensvariablen wie Planung, Aufrechterhaltung -Relativ unabhängige Stadien bzw Stufen -"qualitativ":unterschiedliche Phasen werden durchlaufen -tailored interventions
  • Sozial-kognitive Theorie • 2 Hauptkonstrukte: – Selbstwirksamkeitserwartungen – Handlungsergebniserwartungen
  • Sozial-kognitive Theorie nach Bandurs (2) -nach behavioristisches Prinzip gefunden, dass besagt wie input-output Model internal gesteuert ist und Verhalten möglich macht, aber es gibt keine Beeinflussung des eigenen Verhaltens -> menschliches Verhalten ist automatisch und mechanisch aus Umweltreizen kontrolliert
  • Sozial-kognitive Theorie nach Bandurs (3) -Erklärung des menschlichen Funktionierens -> mirkoanalytische ERklärung des Gedächtnisses wie es arbeitet, wie es repräsentiert wird, wie es Dinge steuert -kognitive Prozesse: -theoretissch beschreiben die makroanalytische Arbeit des sozial situierten Faktors in der menschlichen Entwicklung, Anpassung und Änderung -Menschen funktionieren als sozial interdependent Integration personale und soziale foci von Folgen? mit einer einheitlichen kausalen Struktur
  • Sozial-kognitive Theorie (4) Grundannahme: kognitive, motivationale,emotionale und aktionale Prozesse werdendurch subjektive Erwartungen gesteuert Handlungsergebniserwartungen bzw. Konsequenzerwartungen  Selbstwirksamkeitserwartungen bzw. Kompetenzerwartung
  • Sozial-kognitive Theorie (5) Bsp. Herzpatient: Handlungsergebniserwartungen bzw. Konsequenzerwartungen -Konsequenzerwartungen, also die erwarteten Konsequenzen des eigenen Handelns Er wird Vor- und Nachteile abwägen durch Handlungsergebniserwartung - Handl.ergebn.erwartung haben eine "Wenn, dann"-Struktur - welches Ziel man sich setzte hängt davon ab ob die positiven oder negativen Handlungsergerwartungen überwiegen „Wenn ich mich fettarm ernähre, kann ich mein Infarktrisiko senken.“positive Handlergeberwartung „Fettarmes Essen schmeckt mir nicht.“negative Handlergebnerwartung Selbstwirksamkeitserwartung bzw. Kompetenzerwartung „Fettarmes Essen finde ich auch in der Kantine.“
  • Sozial kognitive Theorie (6) Selbstwirksamkeitserwartung: - IN die Lage sehen die Tat auch umzusetzen - SWE: Einschätzung der eigenen Kompetenz, ein Verhalten auch in schwierigen Situationen durchzuführen - Patient könnte sich überhaupt nicht zutrauen fettarm zu ernähren und dadurch keine SWE verfügen -"Ich bin mir sicher, dass ich mich fettarm ernähren kann,wenn ich mein Lieblingsrestaurant besuche" -> entweder verneinen oder bejahen
  • Sozial-kognitive Theorie (Modell) Selbstwirksamkeit (wirkt direkt auf Verhalten)->Handlungsergebniserwartung/Soziostrukturelle Faktoren(wirkt direkt auf Ziele und Verhalten) -> Ziele -> Verhalten
  • Selbstwirksamkeit (SWE) • Personen, die selbstwirksam sind… – setzen sich höhere Ziele – initiieren handlungen schneller – strengen sich mehr an – geben angesichts von Schwierigkeiten und Barrieren nicht so schnell auf – erholen sich schneller von Rückschlägen
  • Quellen der Selbstwirksamkeit (SWE) 1. erfolgreiche Ausführung einer Handlung (mastery expirience) wiederholte Erfahrung, internal attribuiert - stärkste Quelle ältere Frau schafft es eine Stunde ohne Pause zu joggen - > schreibt dies ihrer guten Verfassung zu -> SElbstwirksamkeit erhöht sich beim nächsten Lauf - Wichtigkeit in Studien bei Raucherenwtöhnung:SWE vor Rauchentwöhnung keinen Effekt auf nachfolgendes Rauchverhalten - SWE als Prädiktor für Abstinenzerfolg 2. stellvertretende Erfahrung (vicarous experience) Modelllernen Beobachtung einer Person des ähnlichen "Modells" -> welches mit Erfolg eine schwierige Situation bewältigt -> durch soziale Vergleichsprozesse werden Schlussfolgerungen auf die eigene Person gezogen -> kann die SWE der beobachtenden Person beeinflussen -> ältere Läuferin hört von einer gleich alten Freundin mit ähnlichem Trainingszustand -> sie hat eine Stunde ohne Pause gejoggt -> alte Frau schließt daraus, dass sie es auch kann 3. symbolische Erfahrung (symbolic experience) verbale Überzeugungen von anderen - Freunde oder Lauftrainer der alten Frau haben ihr gesagt, dass sie überzeugt sind, dass sie es schafft 60 min zu joggen - Vertrauen der anderen in ihre Kompetenz könnte Lauferin davon überzeugen, dass sie wirklich dazu fähig ist 4. emotionale Erregung (emotional arousal) Aufregung vor der Handlungsdurchführung - schwächste Quelle -Personen schließen aus ihrer emotionalen Erregung auf ihre Kompetenz - Aufregung vor Lauf könnte Frau schließen, dass sie zu so einem Lauf nicht fähig ist -> negative Auswirkung auf SElbstwirksamkeit
  • Selbstwirksamkeit (2) -primärer Faktor ist dass das Verhalten durch Selbstwirksamkeit beeinflusst -> der Glaube in die eigenen Fähigkeiten um ein bestimmtes Verhalten durchzuführen -Selbstwirksamkeit ist prospektiv und operativ -> ich bin mir sicher dass ich regelmäßig üben kann, selbst wenn mein Partner aufgehört hat ----> Bereichsspezifisch: zb SWE bezüglich einer Sportart -> situationsspezifisch ------>generalisiert:  - die verschiedenen spezifischen SWE einer Person in einer generalisierten Form als zeitstabiles Konstrukt widerspiegeln - allgemeine SWE: drückt sich im globalen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aus, mit neuen und schwierigen Situationen umgehen zu können -Generalisation in verschiedenen Domänen des Funktionierens, in denen Menschen beurteilen wie effektiv sie sind
  • Selbstwirksamkeit vs. Optimismus • Unterschied: Ursachenattribuierung „Es wird gut…“ ->aufgrund von externalen und unkontrollierten Ursachen wie Glück/Schicksal – Optimismus: … auch wg. Glück/Schicksal – SWE: …„weil ich das kann“ SWE: Einschätzung der eigenen Kompetenz und nicht um generelle Einschätzung der Zukunft - allerdings hohe SWE reicht nicht aus um Verhaltensänderung zu bewirken -> wirkt mit anderen wichtigen Konstrukten der Verhaltensänderung wie wie INtentionen,PLanung und selbstregulativen Fähigkeiten
  • Health-Belief-Modell HBM • entwickelt in den 50er Jahren des 20. Jhd. • damals kannte man v.a. unveränderliche Variablen für Gesundheit wie Geschlecht, Alter, SÖS • Suche nach veränderlichen Faktoren • Ziel: Gesundheitsprogramme zur Beeinflussung dieser Faktoren Gesundheitsverhalten in Bevölkerung ändern
  • Health-Belief-Modell HBM (2) Grundannahme: Wahrscheinlichkeit einer Verhaltensänderung steigt • mit dem Grad der wahrgenommenen Gesundheitsbedrohung und • dem Ausmaß der wahrgenommenen Wirksamkeit der Verhaltensänderung*. * als Mittel der Bedrohungsreduktion - Modell gesundheitlicher Überzeugugen -
  • Health-Belief-Modell HBM wahrgenommene Gesundheitsbedrohung 1. Subjektive Vulnerabilität (Verwundbarkeit) für eine Krankheit – eigene Anfälligkeit Raucher, der sich als gefährdet erlebt Lungenkrebs zu bekommen -> hat hohe eingeschätzte Vulnerabilität 2. Schweregrad einer Krankheit – Konsequenzen der Erkrankung, z.B. Krebs vs. Erkältung Krebs als sehr schwerwiegend eingeschätzt - Erkältung als weniger schwerwiegend
  • Health-Belief-Modell HBM wahrgenommene Wirksamkeit der Verhaltensänderung Wirksamkeit der Gegenmaßnahme - Rauchen aufhören gegen Bedrohung 1. Subjektiver Nutzen – Verringerung der Erkrankungsgefahr 2. Kosten der Maßnahme – Gewichtszunahme bei Aufgabe des Rauchens subj Nutzen und KOsten sind positive und negative Handlungsergebniserwartungen
  • Health-Belief-Modell HBM wahrgenommene Wirksamkeit der Verhaltensänderung (2) 1. Subjektiver Nutzen – Verringerung der Erkrankungsgefahr 2. Kosten der Maßnahme – Gewichtszunahme bei Aufgabe des Rauchens entspricht den Handlungsergebniserwartungen bei Bandura
  • Health-Belief-Modell HBM, revidierte Form • Gesundheitsmotivation = Bereitschaft sich um gesundhtl. Fragen zu kümmern • Hinweisreize als situative Faktoren (z.B. Kampagnen, Symptome) Wahrnehmung von Symptomen • Soziodemografische Variablen (Alter,Geschlecht ) • Psychologische Characteristika (Persönlichkeitsvariablen)
  • Health Belief MOdell HBM, revidierte Form (Modell) Demografische Variablen/Psychologische Charakteristiken -> Wahrgenommene Gesundheitsbedrohung:Schweregrad und Vulnerabilität -> Wahrgenommene Wirksamkeit des Gesundheitsverhaltens: Nutzen des Gesundheitsverhaltens, Kosten/Barrieren des Gesundheitsverhaltens und Gesundheitsmotivation  beides führt zum Verhalten Verhalten wird zusätzlich durch Hiinweisreize beeinflusst
  • Health-Belief-Modell HBM, revidierte Form Kritik: Kritik • keinerlei Annahmen zum Zusammenwirken: Annahmen wie die einzelnen Faktoren der Gesundheitsbedrohung und die wahrgenommene Wirksamkeit der Gegenmaßnahme für die Vorhersage von Verhalten kombiniert wedren • Vorhersage von Verhalten? • Intention als Variable fehlt • Empirisch zeigen sich Schwächen: wahrgenommene Gesundheitsbedrohung und wahrgenommene Wirksamkeit eines Gesundheitsverhaltens ausreichen um Verhaltensänderung zu bewirken -> keine hohe Vorhersage
  • Risikowahrnehmung als eigenes Forschungsfeld z.B.: Fühlen sich Raucher gefährdet? 1. Fehlende / fehlerhafte Information 2. „optimistic bias“ = optimistischer Fehlschluss Warnhinweise auf Zigarettenschachtel: "Rauchen kann tödlich sein" - Raucher könnten eigenes Risiko unterschätzen obwohl sie wissen, dass Rauchen ungesund ist - Rauchen durch fehlerhafte Informationen unterschätzt (zB Frau weiß nicht, dass Risiko für ungewollte Schwangerschaft bei Verwendung von Verhütungsmitteln mit der Zeit ansteigt) - unrealistischer Fehlschluss bei Anfälligkeit von Krankheiten -> unterschätzen Risiko an Lungenkrebs zu  sterben - Experiment optimistischer Fehlschluss: Studenten sollen ihr Risiko im Gegensatz zu anderen Peers einzuschätzen ->ihr Risiko wurde unterdurchschnittlich eingeschätzt = optimistisc bias - Risiko unterschätzt bei abstrakte Vergleichsperson handelt zb durchschnittliche Student -> Grund optimistisc bias: Angstabwehrtendenzen und Bedürfnis Selbstschutz
  • Theory of Reasoned Action TRA • Grundlage für die Theory of Planned Behavior der GP • sozialpsychologische Theorie • soll den geringen Zusammenhang erklären Einstellung -> Verhalten - Zusammenhang zwischen Einstellung und Verhalten erklären - Einstellung kein guter Prädiktor für Verhaltenserklärung -INtention kann zwischen Einstellung und Verhalten eingefügt werden, um Verhalten besser zu erklären
  • Theory of Reasoned Action TRA (2) EInstellung/subjektive NOrm -> Intention -> Verhalten Einstellung: -affektive Bewertung: - affektive Bewertung des Verhaltens - Personen werden befragt ob sie ein Verhalten gut oder schlecht, angenehm oder unangenehm, dumm oder weise finden - zusätzlich zu Einstellung sollte Überzeugung der Verhaltenskonsequenzen zB wenn ich regelmäßig jogge, dann fühle ich mich wohler und die Bewertung dieser Konsequenzen zb mich wohler zu fühlen ist...1 schlecht oder 7 gut Intention:  - bewusste Entscheidung einer Person - bestimmtes Verhalten ausführen - um bestimmtes Ereignis zu erreichen -wichtigster prädiktor des Verhaltens - auch in Theorie des geplanten Verhaltens - Intention wird durch Einstellung und soziale Norm beeinflusst subjektive Norm: -wahrgenommene Erwartungen anderer - zweite Prädiktor der Intention - Person interpretiert was andere wichtige Personen von ihr erwarten - angenommen, dass die wahrgenommenen Erwartungen anderer Menschen einen Einfluss auf die Intentionsbildung einer Person haben - zu subjektive Norm sollen auch andere Überzeugungen der Prädiktoren nach fishbein berücksichtigt werden wie normative Überzeugung zb mein bester Freund findet, dass ich mehr Sport treiben soll -> mit Einwilligungsbereitschaft: ich will gerne tun, was mein bester Freund von mir erwartet -> das wird dann multipliziert - 
  • Theory of Reasoned Action TRA (3) -funktioniert nur bei vollständiger volitionaler Kontrolle, da keine externen Faktoren berücksichtigt Theory of reasoned action und theory of planned behavior sind  soziale Einflüsse berücksichtigt - subjektive Norm als den schwächsten Effekt -> da mit einem einzigen Item und nicht mit Skala erhoben -> dadurch Reliabilität gering und Vorhersagewert geschwächt - TRA beschränkt sich auf Einstellung und subjektive Norm als Prädiktoren für Intention -> bedeutet dass sich Theorie nur auf Situationen anwenden lässt, die vollständig der volitionalen Kontrolle der Personen unterliegt - sobald es um Vorhersage von Verhalten geht, bei dem bestimmte Schwierigkeiten auftreten, die außerhalb der Kontrolle der Personen liegen zb wenn trotz hoher Intention Ski laufen, kein Schnee liegt, kann das Verhalten durch TRA nicht mehr gut vorhergesagt werden  - > löst Theorie des geplanten Verhaltens durch Berücksichtigung eines weiteren Prädiktors der INtention, nämlich der wahrgenommenen Verhaltenskontrolle
  • Theory of Planned Behavior TPB wahrgenommene Verhaltenskontrolle -wahrgenommene Verhaltenskontrolle wirkt direkt auf Intention und Verhalten Wahrgenommene Verhaltenskontrolle: - wenn Person es schwierig findet mit rauchen aufzuhören, solange alle ihre Freunde noch rauchen, wird das ihre Intention, mit dem Rauchen aufzuhören oder nicht beeinflussen - wahrgenommene Verhaltenskontrolle in meisten Studien direkt erfragt - spezifische Überzeugungen gehen der wahrgenommenen Verhaltenskontrolle voraus: Kontrollüberzeugungen -> diese können internal zb wahrgenommene Ressourcen, Fähigkeiten oder Emotionen als auch external sein zb günstige Gelegenheiten oder Hindernisse und die Ausführung des Verhaltens erleichtern oder erschweren - um wahrgenommene Verhaltenskontrolle zu erfassen werden die Kontrollüberzeugungen noch mit der jeweiligen subjektiven Stärke mit der so ein Kontrollfaktor das Verhalten erleichtert oder erschwert, multipliziert und aufsummiert wahrgenommene Verhaltenskontrolle: - soll als einziger der drei Prädiktoren der Intention nicht nur diese, sondern auch das Verhalten direkt beeinflussen, wenn Person die Fähigkeit dazu hat - > genaugenommen müsste auch die tatsächliche Verhaltenskontrolle erfasst und in das Modell aufgenommen werden -> da dies zu schwer ist, berücksichtigt man nur die wahrgenommene Kontrolle - sobald es um Vorhersage von Verhalten geht, bei dem bestimmte Schwierigkeiten auftreten, die außerhalb der Kontrolle der Personen liegen zb wenn trotz hoher Intention Ski laufen, kein Schnee liegt, kann das Verhalten durch TRA nicht mehr gut vorhergesagt werden  - > löst Theorie des geplanten Verhaltens durch Berücksichtigung eines weiteren Prädiktors der INtention, nämlich der wahrgenommenen Verhaltenskontrolle # subjektiv wahrgenommen Schwierigkeit, ein Verhalten auszuführen ähnlich bzw. komplementär zur SWE bei Bandura Ajzen: Verhaltenskontrolle = SWE + Kontrollierbarkeit die wahrgenommene Verhaltenskontrolle erinnert an die Def der Selbstwirksamkeit (SWE) von bandura - bei  SWE geht es um Einschätzung der eigenen Fähigkeiten ein bestimmtes Verhalten ausführen zu können - Ajzen: wahrgenommene Verhaltenskontrolle als übergeordnetes Konstrukt, das sich aus wahrgenommener KOntrollierbarkeit und Selbstwirksamkeitserwartung zusammensetzt - kritik: Ajzen hat nicht die SWE in Theorie des geplanten Verhaltens gepackt sondern beharrt auf Verhaltenskontrolle
  • Theory of planned behavior TPB Modell Externale Variablen/Demografische Variablen/ Einstellungen zu Objekten/Persönlichkeitsmerkmale  -> Überzeugungen über Verhaltenskonsequenz/Bewertung der Verhaltenskosnequenz -> Einstellung -> Normative Überzeugungen/Einwilligungsbereitschaft -> Subjektive Norm -> Kontrollüberzeugungen/Stärke der Erleichterung/Erschwerung -> wahrgenommene Verhaltenskontrolle 1.Einstellung(TRA) + 2. Subjektive Norm(TRA) + 3. wahrgenommene Verhaltenskontrolle(TPB) -> Intention -> Verhalten wahrgenommene Verhaltenskontrolle wirkt direkt auf Verhalten
  • Theory of Planned Behavior TPB (Beispiel) distale Prädiktoren: - Bezug sowohl bei Theorie der Handlungsveranlassung und Theorie des geplanten Verhaltens noch distale (weit entfernte) Faktoren ein: zb soziodemographische Variablen, Einstellungen zu Objekten und Persönlichkeitsmerkmale, die den spezifischen Überzeugungen vorangestellt sind Ob Mensch tatsächlich so verhält hängt von Stärke der Intention ab, die von den drei Faktoren beeinflusst ist - Bsp. Peter 40, ist sich der positiven Wirkung von Sport bewusst - möchte körperlich aktiver werden -um Kondition bessern -Freunde raten ihm länger Sport zu treiben, da er sich wenig bewegt -früher hat er gerne Volleyball gespielt, deswegen will er jetzt Volleyball wieder spielen -wegen der Arbeit kommt e immer um 20 Uhr nach Hause - Volleyballtraining fängt um 19 Uhr an -wie groß ist Wahrscheinlichkeit, dass Peter ausreichend Intention (Absicht) entwickelt sein Vorhaben  umzustezen?  Barrieren: - sieht Person viele Barrieren wie zeitliche Einschränkung, fehlende finanzielle Ressourcen oder wenig Fähigkeiten wird Intention gering ausgeprägt -> wahrgenommene Verhaltenskontrolle wirkt sich direkt auf Verhalten aus - alle drei Faktoren wird durch demographische Variablen (Geschlecht,Schichtzugehörigkeit,Alter) -> (Umwelteinflüsse(Zugang zu Sportstätten, Vereinen usw)) - Persönlichkeitsmerkmale der Handelnden ( Lage vs Handlungsorientierung, Kontrollüberzeugung zu Gesundheit, Krankheit) DRei Faktoren, ob Person bereit ist Verhaltensintention zu entwickeln: - Einstellung des Individuums zum Verhalten - vermutetete/ wahrgenommeneErwartung anderer (subj Norm) - subj wahrgenommene Schwierigkeit oder SWE Theorie des geplanten Verhaltens: - Vorhersage und Erklärung von Gesundheitsverhaltensweisen - > körperliche Aktivität, Alkohol, Tabakkonsum, ERnährung, Krebsvorsorge, HIV-Prävention - SoonnenschutzverhaltenMetaanalysen zeigen,dass die Intention durch Variablen der Theorie des geplanten Verhaltens gut, das Verhalten aber weniger gut vorhersagt -> liegt daran, adss Intention und wahrgenommene Verhaltenskontrolle die einzigen Prädiktoren für das Verhalten sind Einstellung zur Verhaltensänderung. Welche -> Handlungserwartung: was erwarte ich vom veränderten Verhalten, bin ich überzeugt davon? wenn ich aggressive Fahrwweise aufgebe, keinen Vorteil verhalten zu zeigen -> subjektive Norm: was sagt Umfeld:Freundin sagt, du musst mir nichts beweisen, Einwilligung: bin ich bereit ? -wahrgenommene Verhaltenskontrolle: wie weit habe ich Einfluss mein Verhalten zu ändern? -> KOntrollüberzeugung: bin ich bereit Verhalten zu ändern - beeinflusst INtention: Plan entwickeln ob ich es ändern will
  • Protection Motivation Theory aus der Risikokommunikationsforschung: Wirkung von Furchtappellen auf Schutzmotivation und nachfolgendes Verhalten + umweltbezogene Infoquellen zb Beobachtungslernen + intrapersonale Faktoren bzw Infoquellen ,Persönlichkeitsmerkmale
  • Protection Motivation Theory Wahrnehmung gesundheitsrelevanter Information (umweltebezogene und intrapersonale Faktoren) zwei Bewertungsprozesse angestoßen werden, dann Bildung Schutzmotivation -> dh intention beeinflussen - diese heißen  Bedrohungseinschätzung und Bewältigungsmöglichkeiten Informationen ( aus Umwelt oder interpersonal) -> Bedrohungseinschätzung oder Bewältigungsmöglichkeiten Bedrohungseinschätzung:Kosten-Nutzen-Abwägung Bedrohungseinschätzung -Kosten-Nutzen-Abwägung ob bestimmtes Verhalten (zB Rauchen) aufrechterhalten werden soll - Kosten: eingeschätzter Schweregrad der gesundheitsbedrohung und als wahrgenommene Vulnerabilität spezifiziert - aus Health-belief-Model -Nutzen: definiert durch wahrgenommene intrinsische zb Entspannung beim rauchen und extrinsische Belohnung (zB Anerkennung durch rauchende Peers/Freunde) -Kosten und Nutzen sollen abgewogen wedren -zb Raucherin durch Warnhinweise auf Zigarettenschachtel (Infoquelle) erfährt, dass Rauchen Krebs verursacht -> Raucherin macht sich gedanken über Bedrohung und ihre Bewältigungsmöglichkeiten -> kommt sie zum Fazit dass Rauchen mehr Kosten als Nutzen verursacht -> macht sie sich gedanken Bedrohung zu bewältigen Bewältigungsmöglichkeit: SWE + Handlungswirksamkeit + Kosten (positive & negative Handlungsergebniserwartungen) Bewältigungseinschätzung - enthalten sind SWErwartung, Handlungswirksamkeit und Handlungskosten(positiv und negativ Handlungsergebniserwartung -> aus sozial-kognitive Theorie Bandura) -Überlegung wie viel Anstrengung aufzuhören (Handlungskosten) - Einschätzung wie Aufgabe Rauchen sie vor Krebserkrankung bewahren würde (Handlungswirksamkeit) - Einschätzung der Bewältigung nach Theorie der Handlungswirksamkeit und Selbstwirksamkeit abzüglich Handlungskosten - wenn raucherin erkennt dass Nutzen d Raucherentwöhung überwiegen und sie Bewältigungsmöglichkeiten hat (ihre Selbstwirksamket und Handlungswirksamkeit die Handlungskosten überwiegen), ist es wahrscheinlich,d ass sie Schutzmotivation ausbildet mit rauchen aufzuhören
  • Sozial-kognitive Theorie Bsp Bsp. Herzpatient: Handlungsergebniserwartungen bzw. Konsequenzerwartungen „Wenn ich mich fettarm ernähre, kann ich mein Infarktrisiko senken.“ „Fettarmes Essen schmeckt mir nicht.“ Selbstwirksamkeitserwartung bzw. Kompetenzerwartung „Fettarmes Essen finde ich auch in der Kantine.“
  • Protection Motivation Theory Modell Informationsquellen -> Bedrohungseinschätzung: Belohnung (intrinsisch und extrinsisch) MINUS Schweregrad/Vulnerabilität Informationsquellen -> Bewältigungseinschätzung: Handlungswirksamkeit/Selbstwirksamkeit MINUS Handlungskosten  beides führt zur Schutzmotivation, das zum adaptiven und maladaptiven Coping = Verhalten führt Bewältigungseinschätzung - enthalten sind SWErwartung, Handlungswirksamkeit und Handlungskosten(positiv und negativ Handlungsergebniserwartung -> aus sozial-kognitive Theorie Bandura) -Überlegung wie viel Anstrengung aufzuhören (Handlungskosten) - Einschätzung wie Aufgabe Rauchen sie vor Krebserkrankung bewahren würde (Handlungswirksamkeit) - Einschätzung der Bewältigung nach Theorie der Handlungswirksamkeit und Selbstwirksamkeit abzüglich Handlungskosten - wenn raucherin erkennt dass Nutzen d Raucherentwöhung überwiegen und sie Bewältigungsmöglichkeiten hat (ihre Selbstwirksamket und Handlungswirksamkeit die Handlungskosten überwiegen), ist es wahrscheinlich,d ass sie Schutzmotivation ausbildet mit rauchen aufzuhören Bedrohungseinschätzung -Kosten-Nutzen-Abwägung ob bestimmtes Verhalten (zB Rauchen) aufrechterhalten werden soll - Kosten: eingeschätzter Schweregrad der gesundheitsbedrohung und als wahrgenommene Vulnerabilität spezifiziert - aus Health-belief-Model -Nutzen: definiert durch wahrgenommene intrinsische zb Entspannung beim rauchen und extrinsische Belohnung (zB Anerkennung durch rauchende Peers/Freunde) -Kosten und Nutzen sollen abgewogen wedren -zb Raucherin durch Warnhinweise auf Zigarettenschachtel (Infoquelle) erfährt, dass Rauchen Krebs verursacht -> Raucherin macht sich gedanken über Bedrohung und ihre Bewältigungsmöglichkeiten -> kommt sie zum Fazit dass Rauchen mehr Kosten als Nutzen verursacht -> macht sie sich gedanken Bedrohung zu bewältigen Schutzmotivation - Intention -Bewältigungseinschätzung und Selbstwirksamkeit als besserer Prädiktor erwiesen - erfasst durch zielintentionen - typische abhängige Variable --> nicht nur INtentionsbildung sondern auch Erklärung erfolgreicher oder nicht erfolgreicher Umsetzung dieser Intention in Verhalten - in Studien zur PMT vernachlässigt Bewältigungsreaktion -Verhalten in PMT als adaptiv oder maladaptive Bewältigungsreaktion verstanden  -adaptives Verhalten: Aufgabe von Risikoverhalten oder Aufnahme von gesundheitsverhalten zb regelmäßig Sport treiben -maladaptive Bewältigung: Fotrtsetzung risikoverhalten oder kognitive Vermeidungsreaktion - ob es zur adaptive oder maladaptive Bewältigung kommt hängt von Ausprägung Schutzmotivation ab - hohe Schutzmotivation begünstigt adaptive Bewältigung - niedrige Schutzmotivation begünstigt maladaptive Bewältigungsreaktion aus Vater raucht viel- -Rauchen-> Lungenkrebs -wie sieht Bedrohung aus? ->was könnte passieren? -> bei Rauchen Krebs,  -Einschätzung: wie anfällig bin ich, könnte ich Krebs bekommen?(Vulnerabilität) -Schweregrad wäre Krebs -eigene Überzeugung an Krebs zu erkranken -Belohnung: was sehe ich gutes an Risikoverhalten zb es beruhigt mich, sozial -> Kommunikationskomponente -Bewältigung:was habe ich davon wenn ich mein Verhalten umstelle (HWE) -SWE: sehe ich mich in der Lage von Rauchen wegzukommen -JHandlungskosten:wenn ich nicht mehr rauche, was würden meine Freunde von mir halten, was habe ich für Nachteile -wenn Bedrohungseinschätzung hoch, aber Bewältigungseinschätzung niedrig, dann keine Schutzmotivation, wenn umgekehrt
  • Protection Motivation Theory Schutzmotivation = Theoriespezifischer Name für Intention Adaptives Coping = Aufgabe von Risikoverhalten, Aufnahme von Gesundheitsverhalten Maladaptives Coping = Fortsetzung von Risikoverhalten, kognitive Vermeidungsreaktion
  • Protection Motivation Theory Kernkomponenten Schweregrad Vulnerabilität Handlungswirksamkeit Selbstwirksamkeit  alles führt zur Schutzmotivation, das zum Verhalten führt Kernkomponenten -häufigste Anwendung in Krankheitsprävention, Reduktion Alkoholkonsum, Förderung gesunden Lebensstil, Förderung diagnostischen Gesundheitsverhalten experimentelle Überprüfung PMT -häufig in querschnittlich Forschungsdesigns verwendet -Erforschungs an AIDSpräventiven Verhalten (benutzung kondom) Ergebnis: Wechselwirkung zwischen Vulnerabilität und Selbstwirksamkeit auf Schutzmotivation -hohe Vulnerabilität nur dann positiven effekt auf Schutzmotivation wenn Personen gleichzeitig über hohe Selbstwirksamkeitserwartung verfügen -> sich in Lage fühlen den Anforderungen die das Gesundheitsverhalten an sie stellen würde nachzukommen - bei geringer Selbstwirksamkeitserwartung hatte eine hohe Vulnerabilität keinen Einfluss auf Schutzmotivation +/- -vergleichbar mit theory of planned behavior -Plus:Einbezug Selbstwirksamkeit-> wichtiger Faktor bei gesundheitsverhaltensänderung - geringe Aufklärung der Varinaz im Verhalten Bsp: - Clauda Intention abzunehmen nachdem sie Artikel zum thema Übergewicht gelesen hat -1 wie unangenehm bzw dramatisch ist es für mich mit meheren negativen gesundheitslichen Folgen von Übergewicht zu leben -2 wich hoch ist wahrscheinlichkeit Bluthochdruck, Cholesterinwerte, Arteriosklerose und Diabetes zu entwickeln -3 wie stark reduziert sich wahrscheinlichkeit diese Krankheiten zu bekommen wenn ich abnehme? - entwickelt Claudia Schutzmotivation? bestimmt Bewertungsprozess - Infoquelle von außen aufnehmen zb Übergewicht löst Folgekrankheiten aus (Anfälligkeit) wird sie gegen dem subjektiv wahrgenommenem Genuss von Essen (intrinsische Belohnung) genauso abwägen wie gegen Freude mit Freunden Essen zu gehen (extrinsische Belohnung) - je stärker wahrnehmung der Verwundbarkeit durch Folgen des Übergewichts und je niedriger positive Konsequenzen eines wenig bewussten Essverhaltens (belohnung) umso stärker wird Individuum Bedrohung des gesundheitschädlichem Verhaltens einschätzen
  • Protection Motivation Theory Fallbeispiel Fallbeispiel: Übergewicht -inwieweit bin ich vulnerabel, da Familie auch übergewicht, Vulnerabilität hoch -Tod =schweregrad -Schweregrad-> Tod, abmildern: mir egal was passiert, ich werde eh sterben -Schweregrad: hoch -Handlungswirksamkeit: wenn ich schwimmen gehe, senke ich KHK-Risiko -> Herr F soll diese HWE sehen, wenn ich was mache dann bringt das auch was, Churchill hat es auch nichts gebracht ->Selbstwirksamkeit: ich schaffe das irgendwie, früher habe ich Fußball gespielt -> dann entwickelt sich INtention, also Schutzmotivation, wenn sie hoch ist dann kommt es zum Verhalten - Intervention: Regel der SWE hochschieben, ihn dafür sensibilisieren dass Vulnerabilität hoch ist wenn Einsicht fehlt, oder ihn klar machen, dass Krankheit schwer ist, wenn er sagt mir egal, Arzt sagt: schau doch deine Frau und Kinder wird in einem Jahr keinen Vater mehr haben -Modell sagt, dass wenn Schutzmotivation hoch genug ist, dann es zur Verhaltensänderung kommt -um Schutzmotivation zu erhöhen, kann man Training durchführen um SWE zu erhöhen, auf Schweregrad hinweist und verdeutlicht -durch Informationsquellen wie Gespräch mit Arzt oder Wissen, dass Mutter gestorben ist, Motivation erhöhen