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Psychologie (Fach) / 03454 - Psychologie und soziokulturelle Vielfalt (Lektion)
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- Racial and Ethnic Stratification there are many classic sources of Racial and Ethnic Stratificationthe boundries of race and ethnicity are socially definedin the US race remains linked to class inequality: neighbourhoods are still not racially diverse (residential segrogation=Apartheid)substancial differences in health, education, wages can still be foundin the Mideast, in Afrika and in Europe racial and ethnic conflicts still persist
- World Stratification interconnected world, every part is involved into globalisation this has certain effects, f. e. polution generated in one country effects temperatures and sea levels around the globe or as people travel they spread languages, ideas, diseases, religions, fashions....we have to think critically of inequality: Why are some contries rich, why are others so poor? Do international laws and economic institutions create more inequality or do they break it down?
- Three Inequalities 1. Economic inequalitymost familiar inequality, easily to studysince the 19th century, around the world, the gap between the richest and poorest countries grew 10 times bigger2. Health inequalitypoverty and poor health go hand in handlive expectancy is much lower in poor countrieslive expectancy around the globe on average is risinghealth is a human right`s issue, so poor countries mostly have insufficient or no access to medical helphealth became a global issue, illness at one part of the world can put all of us at risk, that is why world health agencies track deseases3. Education inequalityThe United Nations consider education to be a basic human rightit has become a key tool for social mobility around the globerising education rates course more national incomesmore education means better health outcomesit is a way for people to rise in society so more and more people are going to schoolworldwide the average on completed years at school is rising (a very positive trend) however: still much educational inequality remains
- Studie von Richard LaPiere (1934) (Chinesisches Ehepaar wird (nicht) in US-Hotels angenommen. Schlussfolgerung: Vorurteile und tatsächliches Verhalten stehen in keinem nennenswerten Zusammenhang. Studie beinhaltete methodische Fehler ( Brief an Management vs. Anfrage an niedriges Personal)
- experimentelle Untersuchungen von Schütz & Six (1996) Vielzahl experimenteller Designs zur Erfassung versch. Verhaltenskategorien z. B. Untersuchung der Konformität in einer Gruppendrucksituation in Abhängigkeit von der Rasse der anderen urteilenden Personenz. B. Bereitschaft der Versuchspersonen, mit Mitgliedern vorurteilbehafteter Gruppen soziale Interaktionen (bei Schülern z. B. die Bereitschaft, Kontakte mit den Mitgliedern der Fremdgruppe in der Schule oder Freizeit einzugehen)z. B. Erfassung von Aktivitäten der Versuchspersonen für oder gegen Rassenintegration (z. B. Unterzeichnung einer Petition für Rassenintegration oder Wahl eines Präsidenten, dessen Politik für Diskriminierung steht)z. B. Erhebung der Bereitschaft von Personen, mit Vorurteilsträgern konkrete gemeinsame Aktionen durchzuführen (z. B. gem. Besuch der Mensa, gem. Foto)z. B. Untersuchung der Bereitschaft, aggressives Verhalten in einer Wettbewerbs-situation ggü. Vorurteilsträgern zu zeigen (z. B. Verabreichung v. Elerktroschocks)Ergebnisse der Meta Analyse von 53 Studie: geringe Produkt-Moment-Korrelation zwischen Vorurteilen und Diskriminierung über alle Studien hinweg (r=.286, korrigiert r=.346) diff. Analyse, ob Verhalten oder nur Verhaltensintentionen erhoben worden waren, ergab größeren Zus.hang zw. Vorurteilen und diskriminierender Verhaltensintention (r=.368), als zwischen Vorurteilen und diskriminierendem Verhalten (r=.286)
- Durchführung spezifischer Analysen in Bezug Verhaltenskategorien Untersuchung von Vorurteilen und konkretem Verhalten: höchster Zus.hang bei "Aktivitäten für oder gegen Rassenintegration" (r=.372), niedrigster bei "Konformität in Gruppensituationen" (r=.177)Erfassung von Verhaltensintentionen: höchster Zus.hang bei "interethnisches Verhalten" (r=.477), niedrigster bei "agressives Verhalten ggü. Vorurteilsträgern" (r=.386) Ergebnis Meta Analyse: Es besteht ein Zus.hang, dieser ist jedoch nicht sehr stark.
- Subtile und offene Vorurteile (Pettigrew und Meertens, 1995) -Differenzierung von Vorurteilen hinsichtlich ihrer Qualität- Differenzierung von Vorurteilen hinsichtlich ihrer Qualitätoffene Vorurteile: gehen mit starken Gefühlen einher führen zu direkter Diskriminierung 4 Grundannahmen: Fremdgruppe stellt Gefahr für das Wohlergehen der eigenen Gruppe dar Fremdgruppe ist der eigenen unterlegen Kontakt mit Fremdgruppe sollte vermieden werden Fremdgruppe sollte so wenig Macht und Rechte wie möglich bekommen subtile Vorurteile: weniger mit starken Emotionen verbunden kein direktes diskriminierendes Verhalten diskriminierendes Verhalten nur, wenn es Normen entspricht, es akzeptabel scheint oder Autoritäten dazu auffordern 3 Komponenten daraus geschlussfolgert, durch sich subtile Vorurteile auszeichnen: Verteidigung traditioneller Werte Überbetonung kultureller Unterschiede Abwesenheit positiver Gefühle für die Fremdgruppe
- große Studie von Pettigrew und Meertens (1995) mit über 3000 Teilnehmern: Einstellungen ggü. Einwanderern Personen mit offenen Vorurteilen: Rechte für Einwanderer begrenzen Personen mit subtilen Vorurteilen: abschieben nur, wenn ein Grund gefunden wird, der nicht mit Stereotypen in Verbindung gebracht wird (z.B. eine Straftat) Personen ohne Vorurteile: Ausweitung der Rechte, Beziehung verbessernFazit: Einbeziehung der Qualität der Vorurteile bringt differenzierte Ergebnisse zu diskreminierender Verhaltensintention.
- Studien von Petersen und Dietz (2005): Differenzielle Einflüsse von offenen und subtilen Vorurteilen auf diskriminierendes Verhalten Studie untersucht nicht Zusammenhang zw. subtilen und offenen Vorurteilen und Einstellungen oder Verhaltensintentionen, sondern differenzielle Bedeutung von offenen und subtilen Vorurteilen für konkretes diskriminierendes Verhalten Vorgehen bei der Studie: die ausschließlich deutschen Teilnehmer der Studie erhielten die deutschsprachige Version der "Blatant and Subtle Prejudice Scale" von Pettigrew und Meertens (1995), mit der offene und subtile Vorurteile der Teilnehmer erfasst wurdendanach Einteilung in 2 Gruppen (Personen mit subtile und ausländerfeindlichen Vorurteilen und vorurteilsfreie Personen)anschließendes Rollenspiel "Postkorbübung" (Aufgabe: Besetzung einer vakanten Stelle, für die Bewerbungen von Deutschen und Ausländern vorlagen)ein Teil der Probanden erhielt die dezente Aufforderung des Vorgesetzten, Ausländer möglichst nicht zu berücksichtigenErgebnisse vorurteilsfreie Teilnehmer wählten deutlich mehr ausländische Bewerber ausinsbes. Teilnehmer mit subtilen Vorurteilen ließen sich zur Diskriminierung verleiten, bedeutsam war, dass sich Personen mit subtilen Vorurteilen ohne die Instruktion in ihrem Wahlverhalten nicht von vorurteilsfreien Personen unterschiedenmit Instruktion zeigten sie dasselbe Verhalten wie Personen mit offenen Vorurteilendie Autoren erklärte das Ergebnis anhand der "normativen Perspektive" (diese geht v. einer Normentwicklung in westeurop. Ländern aus, die offen-ausländerfeindliche Einstellungen u. diskriminierende Handlungsweisen verbietet)aufbauend auf den Konzepten Compliance, Identifikation und Internalisierung geht sie davon aus, dass Personen mit subtilen und offenen Vorurteilen unterschiedlich mit dieser Norm umgehenvorurteilsfreie Personen internalisieren diese NormPersonen mit subtilen und offenen Vorurteilen ignorieren sie oder weisen sie zurückPersonen mit subtilen Vorurteilen verhalten sich weitgehend entsprechend der Norm (Compliance), zeigen aber ausländerfeindliches Verhalten in einem Umfeld, dass dieses Verhalten akzeptiertoder sie von einer vorgesetzten Person zu diskriminierendem Verhalten aufgefordert werden und die Verantwortung für ihr Handeln so nicht selbst tragen
- Was ist Rassismus? Gesellschaftliches / kulturelles Muster, von weit verbreiteten Vorurteilen oder Diskriminierungen gegen Einzelpersonen oder Gruppen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu ethnischen Kategorien. (Im Alltag meist kontinental)
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- Gibt es Menschenrassen? eine systematische Unterteilung von Menschen ist in rassische Kategorien aufgrund der hohen genetischen Variabilität innerhalb vermeintlicher Rassen nicht möglich. der größte Teil genetischer Unterschiede beim Menschen innerhalb einer geographischen Population (und nicht zwischen den Populationen). Im deutschen verwendet man eher „Ethnie“ (ethnos = Volk)
- Arten von Stereotypen Verächtliche Stereotype beinhalten die Zuschreibung von Eigenschaften die sowohl geringe Wärme (z.B. unfreundlich, aufdringlich, verschlagen), als auch geringe Kompetenz (z.B. dumm, faul, unorganisiert) beinhalten. (Türken u Rumänen) Paternalistische Stereotype beinhalten die Zuschreibung von Eigenschaften, die mit Wärme assoziiert sind (z.B. freundlich, humorvoll, unterhaltsam). Gleichzeitig wird aber auch geringe Kompetenz zugeschrieben. Paternalistische Stereotype sind also ambivalente Stereotype. ( Afrikaner) Neidvolle Stereotype ambivalente Stereotype, beinhalten geringe Zuschreibungen von Eigenschaften auf der wärme-Dimension bei gleichzeitig hoher Zuschreibung von Kompetenz. (Chinesen) Bewundernde Stereotype viel wärme, viel Kompetenz
- Entwicklungspsychologische Aspekte ( Rassismus) 3-jährigeErkennen Unterschiede in Hautfarbe, Haarstruktur, Gesichtszüge 6-7 jährigeErkennen ethnische Zugehörigkeit als unveränderliches Merkmal 5-7 JahreVorurteile gegenüber anderen ethnischen Gruppen sind am stärksten ausgeprägt Jugendlicheethnische Stereotype werden zunehmend stärker vom sozialen Kontext beeinflusst
- Theorien zu Rassismus Symbolischer Rassismus Moderner Rassismus Ambivalenter Rassismus Subtiler Rassismus
- Symbolischer Rassismus (z.B. Kinder und Sears, 1981, u.a.) Negative Einstellungen in früher Kindheit häufig unbewusst erworben; Im Erwachsenenalter werden negative Reaktionen gegenüber ethn. Gruppen damit rationalisiert, dass diese traditionelle Werte verletzten; Zeigt sich in drei Reaktionen: Soziale und politische Forderungen von ethnischen Minoritäten werden strikt abgelehnt Ärger und Empörung über besondere Vergünstigungen für ethnische Minoritäten (z.B. Empörung über Kompensationszahlungen) Leugnung gegenwärtiger Diskriminierungen ethnischer Minoritäten.
- Moderner Rassismus (McConahay, 1986) Weiterentwicklung des Symbolischen Rassismus ideologische Rationalisierung; Rechtfertigung; Diskriminierung sei eine Sache der Vergangenheit, und ethnische Minoritäten hätten heute die gleichen Chancen wie alle anderenEthnische Minoritäten versuchten zu schnell und zu rücksichtslos in gesellschaftliche Bereiche vorzudringen, in denen sie unerwünscht seienDie von ihnen erhobenen Forderungen seien ebenso unfair wie ihre Strategien zur Durchsetzung dieser Forderungen (z.B. vermeintlich unangebrachte Verweise auf Diskriminierung)Insgesamt bekämen sie von gesellschaftlich relevanten Institutionen zu viel Aufmerksamkeit und unverdiente Statusaufwertung.
- Ambivalenter Rassismus (Katz und Hass, 1988) In westlichen Gesellschaften herrschen egalitäre (auf Gleichheit gerichtet) Wertvorstellungen vorDiese humanitären Werte stehen einer offenen Ablehnung und Abwertung ethnischer Gruppen entgegen, sind daher diesen Gruppen mit Überzeugung positiv eingestelltGleichzeitig vertreten die Angehörigen der westlichen Gesellschaften auch traditionelle Werte, die sie nur ihrer eigenen Gruppe zusprechen und anderen ethnischen Gruppen absprechenEs resultiert eine ambivalente Einstellung gegenüber diesen Gruppen
- Subtiler Rassismus (Pettigrew und Meertens, 1995) auf Unterschiede in traditionellen Werten wird verwiesen, die die FG nicht respektiert grundsätzliche kulturelle Unterschiede werden betont gegenüber FG werden keinerlei positiven Gefühle gezeigt
- Begriffsdefinition „Geschlecht“ „Sex“ = biologisches Geschlechtkörperliche Geschlechtsmerkmale Unterschiedlichkeit in den Geschlechtschromosomen Nach Oakley (1972): männlich – weiblich „Gender“ =soziokulturelle Dimension Soziale Kategorie, in die wir Menschen einteilenNach Oakley (1972): maskulin - feminin Kritik an der dichotomen Einteilung; z.B. 50% männlich, 50% weiblich
- Entwicklungspsychologie Gender und Sexismus 2 MonateBabys unterscheiden zwischen Silben von männlichen und weiblichen Stimmen6 Monate Babys reagieren unterschiedlich auf männliche und weibliche Stimmen5-9 MonateKleinkinder unterscheiden zwischen männlichen und weiblichen GesichternVorschulalterKinder kennen Geschlechtsstereotypemit 6 Jahrenbilden sich ihre eigene stabile Geschlechtsidentität aus (Alfermann, 1996) Mädchen und Jungen werden von klein an geschlechtsrollenspezifisch erzogen (BEM, 1981)
- Dimensionen, die mit Maskulinität/Femininität assoziiert sind (aber auch in anderen Diversitätsgruppen) Instrumentalität vs Expressivität (statt M/F im Kontext älterer Forschungsarbeiten) Wärme vs Kompetenz (auch bei Behinderung, Altersstereotype…) Agency vs Communion (aus der Personenwahrnehungsforschung)
- Sex Role Inventory (BSRI; Bem, 1974; deutsche Version von Troche & Rammsayer, 2011) bekanntester Fragebongen zur Erfassung von Maskulitität / Femininität. 20 Items ( eigenschaften) die als sozial erwünscht eingestuft werden. Eher „androgyne“ Personen habe hohe psychische Gesundheit
- Theorien zur Geschlechtsrolenstereotypen Evolutionsbiologische Theorien Psychologische Theorien -1. Soziale Lerntheorien -2. Kognitive Lerntheorien
- Evolutionsbiologische Theorie Kinder von fürsorglichen Müttern höhere Überlebenschance = diese Gene verbreiten sich. 3 Hypothesen, die nicht im widerspruch stehen und plausible sind: Hypothese der Ungewissheit der VaterschaftHypothese des Verlassen-Könnens Hypothese der Opportunitätskosten
- Psychologische Theorien 1. Soziale Lerntheorien (zwei Ansätze) → auf Kindheit fokussierter Ansatz motivationsorientiert: Annahme: Kinder lernen durch Belohnung/Motivation, sich dem Geschlechtsstereotyp entsprechend zu verhalten, was wiederum zur Ausbildung der Geschlechtsidentität führt. motivations- kognitionsorientiert: Annahme: Neben der Motivation (Belohnung) werden auch Kognitionen (Informationsgewinnung durch Rückmeldung) berücksichtigt (Bandura, 1986). → Geschlechtsstereotype als Ursache der Geschlechtsrollenentwicklung bzw. Geschlechtsidentität 2. Kognitive Lerntheorien (zwei Ansätze) → auf Kindheit fokussierter Ansatz KognitionAnnahme: Kinder handeln passend zu ihrer Geschlechtsrolle, nachdem sie eine Geschlechtsidentität ausgebildet haben, d. h. in kognitiven Lerntheorien wird der Einfluss in entgegengesetzter Weise angenommen als bei den sozialen Lerntheorien Kognition und soziale EinflüsseAnnahme: neben den Kognitionen als Grundannahme werden auch soziale Einflüsse (Kontext, Situation, eigene Einstellung) berücksichtigt, z. B. Gender-Schema-Theorie → Geschlechtsstereotype als Folge der Geschlechtsrollenentwicklung bzw. Geschlechtsidentität
- Sexismus bezeichnet sowohl abwertende Einstellungen als auch diskriminierendes Verhalten gegenüber Personen, das auf ihrer Geschlechtsgruppenzugehörigkeit basiert; i.e.S. wird der Begriff auch für Diskriminierung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts verwendet.
- Traditionellen Sexismus (offen) + Geschlechtsunterschiede werden offen betont + Frauen als den Männern unterlegen aufgefasst + traditionelle Geschlechtsrollen unterstützt In modernen Gesellschaften werden solch offene Vorurteile sanktioniert, was zu einem messbaren Rückgang trad. Sexismus geführt hat.
- Modernen Sexismus Überzeugung, dass Gleichstellung erreicht sei und jede weitere Bevorzugung von Frauen damit eine nicht gerechtfertigte Benachteiligung von Männern darstelleDiese Überzeugung dient dazu, gesellschaftliche Statusunterschiede zwischen Männern und Frauen zu legitimieren.
- Ambivalenter Sexismus geschlechtsbezogene Stereotype sind häufig nicht nur rein negativ o. rein positiv, sondern enthalten oft wohlmeinende (benevolente) und feindselige (hostile) Zuschreibungen Modell d. amb. Sexismus (Glick & Fiske, 1996)Hostiler Sexismus: Personen bewerten Frauen generell negativ (vgl. trad. Sexismus) Benevolenter Sexismus: Frauen werden Items zugeschrieben, die eine hohe Wärme implizieren, aber nur wenig Kompetenz anzeigen. Damit sind sie für feminine, aber nicht für maskuline Rollen und Positionen innerhalb der Gesellschaft geeignet.
- Think-Manager-Think-Male-Phänomen Befragung von m/w Personen, welche Eigenschaften typisch für Männer, typisch für Frauen und typisch für Führungskräfte seien. Die Schnittmenge zwischen männlichen und führungstypischen Eigenschaften war sehr groß, wohingegen die gemeinsame Menge an weiblichen und führungstypischen Eigenschaften nur gering ausfiel. Diese Assoziation wurde in Studien über längere Zeit und verschiedene Kulturkreise hinweg bestätigt (Schein, 2001). Führung wird also als eine stereotyp maskuline Rolle wahrgenommen, die für Frauen als unpassend empfunden wird.
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- Lack-of-Fit-Modell (Heilman, 1983) Frauen in Führungspositionen verletzen immer die Erwartung eines Stereotyps – entweder das der Geschlechtsrolle oder das der Führungsrolle.
- Blacklash-Effekt Frauen, die sich als ehrgeizig und leistungsfähig erweisen werden zwar als führungskompetent bewertet, aber gleichzeitig werden ihnen stereotypisch weibliche Eigenschaften und Kompetenzen abgesprochen.
- Gläserne Decke oder glass ceiling Dieses Phänomen erklärt die Unterrepräsentanz von Frauen in statushohen Positionen: Frauen stoßen spätestens auf dem Weg zum Top-Management auf der Karriereleiter an eine unsichtbare Decke, die sie am Aufstieg hindert.
- Erweiterung des Phänomens Gläserne Decke oder glass ceiling : glass cliff (Ryan & Haslam, 2005) Das Aufsteigen in Top-Management-Positionen ist für Frauen nicht gänzlich unerreichbar, aber deutlich riskanter (z.B. Frauen werden offenbar gegenüber männlichen Kollegen bei der Besetzung von Führungspositionen bevorzugt, wenn das Risiko des Scheiterns auf dieser Position besonders hoch ist (z.B. wenn sich ein Unternehmen bereits in großen Schwierigkeiten befindet)
- Subtile gender-cues Hinweisreize können Einflüsse auf die stereotype Bewertung von Personen haben. Subtile Merkmale wie geschlechtstypische Gesichtszüge oder olfaktorische Reize verzerren unser Urteil relativ automatisch. Solange wir uns dieses Einflusses nicht bewusst sind, haben wir auch keinerlei Möglichkeit, diesen Einfluss zu korrigieren – auch wenn wir es mit dem Wissen gerne täten! Beispiele: besonders maskulin aussehende Personen werden für eine Führungsposition eher ausgewählt, als sehr feminin aussehende (Sczesny und Kühnen,2004)Gleiche Effekt, wenn die zu beurteilenden Zielpersonen maskulin oder feminin assoziiertes Parfüm trugen (Sczesny & Stahlberg,2002)
- Geschlechtergerechte Sprache grammatical gender languages: einige Wortarten, wie Nomen, Adjektive, Pronomen besitzen ein Genus, also ein Geschlecht, das bei Personen mit dem Sexus übereinstimmt. Beispiel: Deutsch genderless languages: Sprachen ohne grammatisches Geschlecht. Beispiel: Türkisch. natural gender languages: Mischform z.B. sind im Englischen nur die Pronomen („he/she“, „his/her(s)“, „him/her“) geschlechtsmarkiert, aber von wenigen Ausnahmen abgesehen („steward/stewardess“) nicht die Nomen: „Teacher“ umfasst sowohl den Lehrer als auch die Lehrerin.
- Generische Maskulina: maskuline Form wird generisch (d.h. verallgemeinernd) verwendet, wie z.B. „Lehrer“ man meint Männer und Frauen in gleichem Maße. Das ist unkompliziert, bringt aber ein Problem mit sich: es führt zu einer Verzerrung der mentalen Repräsentation der sozialen Realität. Man stellt sich nur das genannte Geschlecht vor. Forschungen belegen das: durch die sprachliche Darstellung wird ein induzierter male bias („männliche Verzerrung“)abgeleitet (z.B. Stahlberg & Sczesny, 2001)
- Alternativen zum generischen Maskulina, d.h. geschlechtergerechte Formen sind: Femininisierung, also Nennung von Männern UND FrauenNeutralisierung, also Verwendung von neutralen geschlechtsabstrahierenden BegriffenUmformulierung, „Die Teilnehme verpflichtet zu…“ statt „Jeder Teilnehmer muss…“
- Im Lehrfilm „Culture, Identity, Behavior“ wird die Sapir-Whorf-Hypothese erwähnt. Welche Bedeutung hat sie bezüglich „geschlechtergerechter“ und „politisch korrekter“ Sprache? die Hypothese ist:"Sprache formt das Denken." Wird Geschlechter gerechte und politisch korrekte Sprache verwendet, so prägt sich dies im eigenen Denken ein und hat Einfluss auf die eigenen Einstellungen und Handlungen. "Es wird selbstverständlich." Somit gelangt die konforme Ausdrucksweise ins Bewusstsein und könnt zur Folge haben, dass negative Stereotypen von Generation zu Generation abnehmen.
- Kultur wird definiert durch languagecustoms ( rituals, sports, games)codes and laws (code of hammurabih to establish rules)ethicsmoralsvaluesbelief systemstaboostools and techniques
- Identity Crisis caused by: trust vs. mistrustautonomy vs shame and doubtinitiative vs guiltindustry vs inferiourityidentity vs role confusionintimacy vs isolationgenerativity vs stagnationego integrity vs despair = Urvertrauen - UrmisstrauenAutonomie - Scham/ZweifelInitiative - SchuldgefühlLeistung - MinderwertigkeitsgefühlIdentität - RollenkonfusionIntimität - IsolationGenerativität - StagnationIch-Integrität - VerzweiflungDabei nimmt Erikson an, dass diese Phasen altersspezifisch, aufeinander aufbauend und universell sind. Dies ist allerdings streitig[2].
- Maslows hirearchiy of neeeds psysiological needs→ breathing, foodsafety & security→ health, employmentsense of belonging→friedship, familyself esteem & respect→ confidence, respect of others (understanding of life→) (aesthetic appreciation→)self actualization→ (transcendence)
- LGBT (I) = Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual, Intersexual
- „Kinsey-Report“ Untersuchungen zum menschlichen Sexualerhalten (Kinsey, Pomeroy, Martin 1948) „Kinsey-Report“ Je 5000 M/F gaben Auskünfte über ihr Sexualleben; Indikator ist aber auch nur das Sexualverhalten; (Die Studien zeigten, dass etwa 10% der Befragten ausschließlich homosexuelle Sexualkontakte hatten.)
- Selbsteinschätzungsverfahren: Klein Sexual Orientation Grid KSOG (Klein, Sepekoff, & Wolf, 1985) mit mehreren Indikatoren: hetero- oder homosexuelle Präferenzen in der Vergangenheit und der Gegenwart „in idealer Weise“ in verschiedenen Erlebens- und Verhaltensbereichen SEXUELLES ERLEBEN: sex. Neigungen, sex. Fantasien und sex. Verhaltensmuster SEXUELLE ORIENTIERUNG.: emotionale Vorlieben (Partnerwahl), soziale Vorlieben (Gruppenzugehörigkeit), sex. Lebensstil (nach außen) & (subjektive) Selbstidentifikation; Es ist mittlerweile Konsens innerhalb der Human-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften, dass Homosexualität keine Krankheit ist, sondern eine normale Variation menschlicher sexueller Orientierung. Erst 1974 wurde Homosexualität von der American Psychiatric Association als psychische Krankheit aus dem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) gestrichen.Im ICD (International Classification of Diseas) war Homosexualität bis 1992 als Diagnose verzeichnet.
- Auflistung der persistentesten Stereotype (Fiedler, 2004; Watzlawik & Heine, 2009) und empirischen Befunde, die die Gültigkeit dieser Stereotype in Frage stellen: (persistent = schwer abbaubar, anhaltend) • Homosexualität ist abnormal, weil es auch im Tierreich keine homosexuellen Partnerschaften gibt!zahlreiche zoologische Studien berichten von homosexuellem Verhalten bei Tieren, inklusive der Tendenz lebenslange Partnerschaften mit gleichgeschlechtlichen Tieren einzugehen.• Homosexuelle Männer produzieren zu wenig und homosexuelle Frauen zu viel Testosteron!Diese Hypothese gilt mittlerweile aufgrund der Variationsbreite des Hormonspiegels innerhalb der Gruppe homosexueller und heterosexueller Menschen als empirisch widerlegt• Schwule Beziehungen sind nicht so befriedigend wie heterosexuelle Beziehungen!Auch hierfür gibt es gegenteilige empirische Evidenzen. Homosexuelle Männer beschreiben ihre Beziehung als ebenso eng, liebevoll und befriedigend wie heterosexuelle Männer; • Homosexuelle Beziehungen funktionieren ganz anders als heterosexuelle Beziehungen!Es finden sich im Hinblick auf die psychologischen Prinzipien, Prozesse und Beziehungs-dynamiken eher Gemeinsamkeiten als Unterschiede! • Männer in homosexuellen Beziehungen sind weniger treu als in heterosexuellen Beziehungen!Unabhängig von der sexuellen Orientierung gehen Männer häufiger fremd als Frauen, entsprechend gehen monogam lebende Lesben weniger fremd als monogam lebende Schwule.
- Sexuelle Vorurteile und religiöser Fundamentalismus Herek und McLemore (2013) argumentieren, dass sexuelle Vorurteile in besonderem Maße geeignet sind, basale Motive zu erfüllen. Zum einen ist dies das Motiv nach sozialer Zugehörigkeit. Menschen streben nach sozialer Zugehörigkeit. Religiöse Gruppen haben häufig eine stark ablehnende Haltung zu Homosexualität und diese Position wird von Autoritäten der Gruppe (z.B. Predigern) besonders hervorgehoben. Durch Ausdruck negativer Einstellungen ggü Homosexuellen stärkt die Person ihre Bindung zu anderen Gruppenmitgliedern. Der Ausdruck negativer Einstellungen ist auch im Hinblick auf die Aufrechterhaltung eines eigenen positiven Selbstbildes funktional. Religiöse Lehren beinhalten klare Glaubensätze über sexuelle Minoritäten. Zudem werden religiöse Werte, die im Zusammenhang mit der eigenen sexuellen Orientierung stehen, positiv betont (z.B. „Nur heterosexuelle Beziehungen sind gottgewollt“, „Wahre Liebe gibt es nur zwischen Mann und Frau.“). Der Ausdruck entsprechender Einstellungen führt damit zu einer Bestärkung des eigenen Selbstbildes und dem Gefühl der relativen Überlegenheit. Schließlich kann der Ausdruck negativer Einstellungen gegenüber Homosexuellen auch dazu dienen, eigene Ängste und Unsicherheiten in Bezug auf die eigene Sexualität zu regulieren, in dem klaren und einfachen moralischen Leitlinien gefolgt wird.
- Troidens „Coming out“-Modell • Phase 1 „Sensitization“: SENSIBILISIERUNG (vor der Pubertät) • Phase 2 „Confusion“: VERWIRRUNG (17-18 J. ) • Phase 3 „Identity Assumption“: IDENTITÄTS-MUTMASSUNG (m 19-21 J. w 21-23 J.) • Phase 4 „Commitment“: HINGABE; VERPFLICHTUNG; „Covering“ bedecken / „Blending“ blenden / „Conversion“ anpassen, wandeln
- Erfahren Kinder aufgrund der sexuellen Orientierung ihrer Eltern Stigmatisierung? Amerikanischen Langzeitstudie (Gartrell et al., 1995, 1999, 2000, 2005, 2010) die lesbische Mütter und ihre Familien über fünf Erhebungszeitpunkte begleitete; "Resüme der u.g. Studie: Kinder lesbischer Elternpaare weisen – obwohl sie Stigmatisierung erfahren – kaum psychosoziale Auffälligkeiten auf. Die sexuelle Orientierung der Eltern schlägt sich nicht in der Eltern-Kind-Interaktion nieder. Kinder in Regenbogenfamilien wachsen also nicht maßgeblich anders auf als Kinder in klassischen Familienkonstellationen. ) Erhebungszeitpunkt T1: SchwangerschaftBesorgt wegen der möglichen Stigmatisierung ihrer Kinder; als Coping-Strategien (Bewältigungsstrategie) planten die Elternpaare, offen mit ihrer sexuellen Orientierung umzugehen, sich mit anderen gleichgeschlechtlichen Paaren zu verbünden, die Kinder altersgemäß aufzuklären und im Umgang mit Vorurteilen zu schulen. Erhebungszeitpunkt T2: Kinder 2 Jahre altHomophobieerfahrungen der Mütter im Gesundheitswesen und bei der Suche nach einer Betreuungseinrichtung; die Eltern legten darüber hinaus besonderen Wert darauf, ihre Kinder in Einrichtungen unterzubringen, in denen Diversität positiv wahrgenommen wird Erhebungszeitpunkt T3: Kinder 5 Jahre alt Guter psychischer und physischer Gesundheitszustand von Eltern und Kindern; 70% der sozialen Mütter hätten die gleiche Bindung zum Kind, wie die biologischen Mütter; Familien waren in der lesbischen Community aktiv und die Hälfte der Kinder besuchte Schulen, an denen auch andere Kinder lesbischer Elternpaare waren; ein Fünftel der Kinder hatten schon Erfahrung mit Homophobie; Erhebungszeitpunkt T4: Kinder 10 Jahre alt Fast die Hälfe der Kinder berichteten, dass sie von anderen Kindern aufgrund der sexuellen Orientierung ihrer Eltern diskriminiert würden; Lehrkräfte würden sie nicht ausreichend vor homophoben Äußerungen schützen; trotzdem zeigten die Kinder kaum psychosoziale Auffälligkeiten; besser an Schulen, wo Homosexualität Teil des Lehrplans war; Erhebungszeitpunkt T5: Kinder 17 Jahre Kinder lesbischer Eltern wiesen signifikant weniger aggressives Problemverhalten auf als diejenigen aus klassischen Familien (die Kinder, die im Laufe ihres Lebens häufig stigmatisiert wurden, zeigten jedoch höhere Werte bezüglich internalisierendem Problemverhalten) Gründe: lesbischen Elternpaare beschäftigen sich intensiver mit ihren Kindern; üben weniger Macht auf diese aus, stellen vielmehr klare Regeln auf und bringen sich mehr in Unterstützungsgruppen ein; Resüme der Studie: Kinder lesbischer Elternpaare weisen – obwohl sie Stigmatisierung erfahren – kaum psychosoziale Auffälligkeiten auf. Die sexuelle Orientierung der Eltern schlägt sich nicht in der Eltern-Kind-Interaktion nieder. Kinder in Regenbogenfamilien wachsen also nicht maßgeblich anders auf als Kinder in klassischen Familienkonstellationen. Die Ergebnisse eines 6. Erhebungszeitpunktes, wenn die Kinder 25 Jahre alt sein werden, werden abschließende Erkenntnisse über das Leben in Regenbogenfamilien bringen.
- Was ist Ageism? Der Begriff Ageism bezeichnet ein gesellschaftliches oder kulturelles Muster von weit verbreiteten Vorurteilen und Diskriminierungen gegen Einzelpersonen oder Gruppen von Menschen aufgrund ihres Alters.