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Psychologie (Fach) / 03401 - Einführung in die Forschungsmethoden der Psychologie (Lektion)
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- Quasi Experiment Untersuchungsanordnungen, die wie Experimente darauf abzielen, die Wirkung einer UV auf eine AV zu ermitteln, in denen aber keine Randomisierung erfolgt. Merkmale: Zielgruppe des Treatments wird von auftraggebender Institution vorgegeben Treatment ist komplexer, besteht aus mehreren Komponenten, längere Zeitspanne Untersuchung oft im Feld → Störvariablen können nicht gleich verteilt werden. Interne Validität ist geringer → kausale Effekte durch Replikation absichern (D.h. z.B., dass man an 5 weitere Schulen geht, und die gleiche Untersuchung dort auch durchführt. Stellt man dort die gleichen Ergebnisse fest, so spricht das dann eher dafür, die Kausalhypothese beibehalten zu können. )
- Evaluationsforschung Setzt Voraus, das Maßnahmen durchgeführt worden sind, die zur Veränderung führen Bsp: Welche generellen und differentiellen Effekte hat Maßnahme X für Probanden?Welche Personen nehmen freiwillig an Maßnahme X teil?
- Ziele und Ablauf von Evaluationsforschung wichtiger beruflicher Handlungsbereich von Psychologen Evaluation von Interventionsmaßnahmen hat hohe Verantwortung, da hunderte Personen durch Ergebnisse betroffen sein können Rahmenbedingungen erlauben nicht die für die kausale Interpretation nötigen experimentellen Designs ( = interne Validität) Untersuchungsdesigns des Kapitels 7 in SB sollten wenn möglich genutzt werden Unterschiede zwischen Gruppen, sowie innerhalb der Gruppen sollten im Auge behalten werden
- Dilemmata der Evaluationsforschung Das Auswahl-Dilemma - „Welche Programme sollen angesichts der limitierten Mittel evaluiert werden?“ Andere Sicht aus der Praxis, als aus wissenschaftlicher Beratung. „Sind nur eine Person betroffen, oder Tausende?“ „ Sind unerwünsche Effekte zu erwarten?“ Das Dilemma der Wissenschaft – Wissenschaftliches ( und systematisches) Vorgehen ( besonders beim Treatment) für Interventionsmaßnahmen ist wichtig für objektive Bewertung der Maßnahme. Jede Intervention kann nur so gut sein, wie du beauftragten Personen zur Durchführung. Das Dilemma der Allgemeinheit vs der Konkretheit – Dilemma betrifft Konzeption, sowie Evaluation einer Maßnahme. Je abstrakter (allgemeiner) eine Formulierung ist, desto weiter kann der potentielle Anwendungsbereich einer Maßnahme angesehen werden, dafür sind gelten die Programme auch nur unter den ganz bestimmten Randbedingungen Kontroll-Dilemma – Aufgrund der Komplexität und der länge mancher Durchführungen ( Unterrichtssituation) ist es nicht möglich, die Forderung nach Kontrolle von Störfaktoren durch Standardisierung nur annähernd zu erfüllen.
- Standards für Evaluation der Deutschen Gesellschaft für Evaluation ( 2002) lang Nützlichkeit Identifizierung der Beteiligten Klärung der Evaluationszwecke Glaubwürdigkeit des Evaluators Auswahl & Umfang der Infos Transparenz von Werten Vollständigkeit d Berichtserstattung Rechtzeitigkeit der Evaluation Nutzen und Nutzung der Evaluation Durchführbarkeit Angemessene Verfahren Diplomatisches Vorgehen Effizienz von Evaluation Fairness Formale Vereinbarung Schutz individueller Rechte Vollständige und faire Überprüfung Unparteiische Durchführung und Berichterstattung Offenlegung der Ergebnisse Genauigkeit Beschreibung des Evaluationsgegenstandes Kontextanalyse Beschreibung von Zwecken und Vorgehens Angabe von Infoquellen Valide und reliable ( verlässlich) Informationen systematische Fehlerprüfung Analyse quantitativer und qualitativer Infos Begründete Schlussfolgerungen Meta-Evaluation
- Korrelationsforschung und korrelative Designs Korrelative Designs dienen zur Untersuchung von Fragen / Hypothesen zu Zusammenhängen zwischen psychologischen Variablen / Konstrukten. Als Design kommen Querschnitt u Längsschnittuntersuchungen in Frage. in der Korrelationsforschung werden Zusammenhänge zwischen zwei (bereits existierenden!)oder mehreren Merkmalen untersucht. Bsp: Zusammenhang zwischen IQ und Studienerfolg? Vorteil der Korrelationsforschung gegenüber des Experiments ( eigentlicher Königswege, aber nicht immer Möglich) ist, dass Zusammenhänge zwischen vielen Variablen untersucht werden können.Nachteil: Korrelative Zusammenhänge dürfen nicht kausal interpretiert werden, jedoch können durch bestimmte korrelative Designs ( z.b. Längsschnitt) Anzahl kausaler Erklärungsalternativen eingeschränkt werden.
- Bivariate Zusammenhanghypothesen Betreffen vermutete Assoziationen zwischen zwei Merkmalen ( kann gerichtet oder ungerichtet sein) ungerichtete Zusammenhangshypothesen - ohne Wertung „ Zusammenhang zwischen Alter und Internetnutzung?“ gerichtete Zusammenhangshypothesen - spezifiziert Richtung der Assoziation „Das Alter hängt negativ mit der durchschnittlichen Internetnutzung zusammen“Bivariate Zusammenhangshypothesen sollten in großen Stichproben untersucht und ausgewertet werden. Der Korrelationseffizient lässt ermitteln, in welchen Ausmaß die beiden Merkmale Alter und Internetnutzung miteinander variieren bzw kovariieren. Kovariation = Art eines Zusammenhanges ( positiv linear oder negativ linear)
- Positiver / Negativer Linearer Zusammenhang Bivariater Zusammenhanghypothesen Positiver / Negativer Linearer Zusammenhang : Hohe Ausprägung des einen Merkmals ( Alter) geh mit hoher / niedriger Ausprägung des anderen Merkmals ( Internetnutzung) überein Nicht linearer Zusammenhang, wenn die Nutzung z.b. bis zum Jungendalter zunimmt, dann abnimmt und später wieder zunimmt.
- Korrelationseffizienten laut Cohen ( 1988): +/- .10Schwacher Zusammenhang+/- .30Mittlerer Zusammenhang+/- .50Starker Zusammenhang ( in der Psychologie)
- Differentielle Stabilität Bei der differentiellen Psychologie, wenn es um zeitliche Stabilität von Eigenschaften geht. ( Fragebogen zu zwei unterschiedlichen Zeiten. Resultierende Korrelation ist die differentielle Stabilität des Merkmals. ( = Verharren von Personen auf derselben Position innerhalb einer Gruppe über die Zeit)
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- Untersuchung multivarianter Zusammenhangshypothesen Prädiktoren sind (unabhängige) Variablen, die Kriterien (abhängige Variablen) vorhersagen Kanionischer Zusammenhang = Set aus Prädiktoren, das mit set aus Kriterien Zusammenhängt Ziel der multiplen Regressionsrechnung ist es, die Prädiktorvariablen zu identifizieren, die einen wirklich substanziellen Beitrag für die Vorhersage des Kriterium leisten und die wegzulassen, die keinen oder nur einen geringen Beitrag leisten.
- Prädiktoren Prädiktoren sind (unabhängige) Variablen, die Kriterien (abhängige Variablen) vorhersagen
- Kanionischer Zusammenhang Set aus Prädiktoren, das mit set aus Kriterien Zusammenhängt
- multiple Regressionsrechnung Ziel der multiplen Regressionsrechnung ist es, die Prädiktorvariablen zu identifizieren, die einen wirklich substanziellen Beitrag für die Vorhersage des Kriterium leisten und die wegzulassen, die keinen oder nur einen geringen Beitrag leisten.
- Suppressionseffekt Stabile Suppressionseffekte findet man eher selten. Wenn doch, dann sind sie sehr einflußreich. Ein Suppressor ist eine Prädiktorvariable, die den Vorhersagebeitrag einer (oder mehrerer) anderer Variablen erhöht, indem sie die für Vorhersage irrelevante Varianzanteile unterdrückt. Bsp.: Es wird ein negativer Zusammenhang von Selbstwert mit antisozialem Verhalten vermutet.In Studien ist dieser jedoch nicht eindeutig nachweisbar. Narzissmus dagegen (ein teilweise grandioser aber fragiler Selbstwert) korreliert wiederum alleine positiv mit Antisozialem Verhalten. Narzissmus ist mit Selbstwert konfundiert. Erheben wir Selbstwert, erfassen wir immer auch teilweise Narzissmus. Narzissmus ist hier die Supressorvariable. Der kooperative Suppressionseffek bedeutet hier: Der negative Zusammenhang zwischen Selbstwert und antisozialem Verhalten wird negativer. Der positive Zusammenhang zwischen Narzissmus und antisozialem Verhalten wird positiver. Störende Varianzanteile werden herausgerechnet. Prädiktoren erhöhen also den Vorhersagewert anderer Prädiktoren wenn sie irrelevante Varianzanteile dieser Variablen kompensieren. Unzulässige Schlussfolgerungen werden unterdrückt – supprimiert.
- Moderator Moderator = qualitative Variable ( Geschlecht, Schichtzugehörigkeit ) oder quantitative Variable ( Ausprägung eines Persönlichkeitdmerkmales) die die Richtung oder Enge des Zusammenhanges zwischen Prädiktors und Kriteriums vorgibt. ( Bsp.: Zusammenhang zwischen Offenheit für Internetnutzung gilt eher für Männer als für Frauen. Geschlecht ist Moderator. Wenn Geschlechtsausprägung „männlich“ ist, findet sich ein positiver Zusammenhang.
- Moderatorvariable / Mediatorvariable Moderatorvariable spezifiziert, unter welchen Bedingungen welche Art des Zusammenhangs zwischen zwei Variablen besteht. Mediatorvariable erklärt den Prozess durch den eine Prädiktorvariable eine Kriteriumsvariable beeinflusst. (quantitaive o qualitative Variable, de beschreibt, WARUM Zusammenahng besteht) Bsp: Prädiktor: emotionale Labilität → Kriterium: Präferenz für asynchrone Medien (Email) Mediator: soziale Angst, Reduktion von Unsicherheit
- explorative Faktoranalyse wird durchgeführt, um festzustellen welche Items in einem text (zb) für die Auswertung zusammengefasste werden können) Die Hypothese ist, dass sich die wechselseitigen Zusammenhänge vieler Variablen durch wenige Faktoren erklären lassen. Diese Faktoren werden latente variablen genannt. Vorteile der Zusammenfassung von Items zu Faktoren: wenige Dimensionen können leichter. In der konfirmatorischen Faktoranalyse wird in weiteren Stichproben das expolratorische Fakoranalysenergebnis bestätigt.
- Cross-lagged-panel design Mindestens 2 Variablen (Bildung X & Einkommen Y) werden zu 2 verschiedenen Zeitpunkten erhoben. 2 synchrone Korrelation (A) 2 Autokorrelationen (B) 2 zeitverzögerte Kreuzkorrelationen (C)
- Pfandanalyse Die Pfadanalyse erweitert die multiple Korrelations- und Regressionsrechnung indem Zusammenhänge zwischen mehreren unabhängigen (UV) und abhägigen variablen (AV) gleichzeitig berücksichtgt werden. In dem Pfadmodell werden direkte und indirekte Effekte unteschieden; direkte Effekte: unvermiuttelte Zusammenhänge zwischen UV & AV indirekte Effekte: sind Zusammenhänge zwischen zwei Variablen, die von mind. Einer anderen Variable mediiert werden.
- Strukturgleichungsmodelle Verbindung von regressions- und Pfadanalytischen Modellen mit dem faktoranlytischen Prinzip (explorative Faktoranalyse) der Unterscheidung zwischen manifesten ( beobachtbaren) und latenten ( versteckten) variablen. Der Begriff Pfadanlayse basiert nur auf manifestierbaren Variablen Pfadmodell schließt Strukturgleichungsmodelle mit ein. Ein Strukturgleichungsmodell umfasst ein Messmodel (spezifiziert Beziehung zwischen den beobachtbaren Variablen und den hypothetischen Konstrukten – hat den Vorteil, dass Fehler bei Messung beobachtbarer Variablen explizit berücksichtigt werden können) und ein Strukturmodell ( beschreibt Zusammenhänge zwischen theoretischen Konstrukten)
- DGP BDP Deutsche Gesellschaft für Psychologie Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen
- Formen von Beeinträchtigungen in psychologischen Untersuchungen Vermeidbare Beeinträchtigungen ( entsteht aus Mangel an Sorgfalt oder Unachtsamkeit) Unbeabsichtigte Beeinträchtigungen ( nicht vorhersehbare Reaktionen der Versuchspersonen) Beabsichtigte Beeinträchtigungen ( methodisch wichtig z.B leichte Elektroschocks, oder Angst einflößen) potentielle Beeinträchtigungen ( direkte Frage nach Suizidgedanken bei Liebeskummer weglassen)
- 15 Grundsätze für Forschungen Genereller ethischer Grundsatz Förmliche Bewilligung Auf Aufklärung basierende Einwilligung für die Forschung ( + Thema Anonymität) Auf Aufklärung basierende Einwilligung für das Aufnehmen von Stimmen und Bildern im Rahmen des Forschungsvorhabens Klienten /Patienten, Schüler, Studierende und Psychologen unterstellte Personen als Forschungsteilnehmer Verzicht auf eine auf Aufklärung basierende Einwilligung in die Forschung Anreize zur Teilnahme an Forschung Täuschung in der Forschung ( Täuschung der Probanden) Aufklärung der Forschungsteilnehmer und Forschungsteilnehmerinnen Verantwortungsvoller Umgang mit Tieren in der Forschung Darstellung von Forschungsergebnissen Plagiate Kennzeichnung des Leistungsanteils an einer Forschungsarbeit in Publikationen Weitergabe von Forschungsdaten zum Zweck der Überprüfung Gutachter
- „Die Aufgabe von Psychologen ist es.... „Die Aufgabe von Psychologen ist es, das Wissen über den Menschen zu vermehren und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zum Wohle des Einzelnen und der Gesellschaft einzusetzen. Sie achten auf Würde und Integrität des Individuums und setzen sich zum Schutz und die Erhaltung fundamentaler menschlicher Rechte ein.“
- Ein Begriff muss, um als adäquates Explikat für ein gegebenes Explikandum gelten zu können, bestimmte Bedingungen erfüllen: Ähnlichkeit mit dem Explikandum: das Explikat muss in den meisten Fällen, in denen bisher das Explikandum verwendet wurde, anwendbar sein Exaktheit: für Explikata müssen präzise Gebrauchsregeln und Anwendungsvorschriften vorhanden sein Fruchtbarkeit: das Explikat führt zu allgemeinen Aussagen und macht neue Beziehungen deutlich, die mit dem Explikandum nicht deutlich geworden wären Einfachheit (nachgeordnet)