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Psychologie (Fach) / 03400 - Einführung in die Psychologie und Ihre Geschichte (Lektion)

FUH Modul 1

Diese Lektion wurde von narzissenstern erstellt.

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  • Was sind die "Grundkonzepte" der Persönlichkeitspsychologie? Eigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale
  • Was versteht man unter Eigenschaften? Amelang et al. (2006) definiert Eigenschaften als "relativ breite und zeitlich stabile Dispositionen zu bestimmten Verhaltensweisen, die konsistent in verschiedenen Situationen auftreten".
  • Welche Dimensionen umfasst das Fünf-faktoren-Modell? „Big Five“: Openess - Offenheit für ErfahrungConcientousness - GewissenhaftigkeitExtraversion - ExtraversionAgreeableness - VerträglichkeitNeuroticism - Neurotizismus ( emotionale Labilität / Stabilität)
  • Worauf basiert das Fünf-faktoren-Modell? Lexikalischer Ansatz - „Weisheit der Sprache“und Sedimatationshypothese Die besagt, dass sich die Persönlichkeitsmerkmale, die sich in der alltäglichen Interaktion zwischen Personen als besonders bedeutsam herausgestellt haben, in der Alltagssprache niederschlagen. Je wichtiger ein Merkmal, desto mehr Wörter finden sich dafür.
  • Erläutern Sie die Struktur des NEOPIR. Der Neo-PI-R ist ein Persönlichkeitsfragebogen, der die Big Five erfasst. Die Fünf Faktoren werden in sechs Subfaktoren pro Faktor gegliedert. Pro Subfaktor gibt es jeweils 8 Items. Die Probanden beantworten also insgesamt 5 * 6 * 8 = 240 Fragen.
  • Nennen Sie einige Kritikpunkte am Fünf-faktoren-Modell. - reichen fünf Dimensionen aus? - bemängelung des Zusammenwirkens der big five - psychologie von fremden, bisher unbekannten, personen
  • Persönlichkeitsmerkmale können als Prädiktoren herangezogen werden – wofür? ie können als Prädiktoren für solche Situationen herangezogen werden, für die bislang keine Beobachtungsgelegenheiten bestanden haben.  Persönlichkeit ist das, was eine Vorhersage darüber erlaubt, was eine Person in einer gegebenen Situation tun wird. (Cattell, 1965) Zum Beispiel für Studienerfolg, Berufswahl und Leistung im Beruf, Einkommen. Sowie Glück und Gesundheit (körperlich und geistig), Spiritualität, Qualität von Beziehungen, ehrenamtliches Engagement, kriminelles Verhalten, politische Überzeugung
  • In welchen drei Bereichen können sich nach Weber & Rammsayer Persönlichkeitsunterschiede manifestieren? Fähigkeiten und Kompetenzen-Intelligenz -Kreativität -Weisheit -Stressbewältigung Emotional-kognitiver Bereich-Ängstlichkeit -Stress- -Wohlbefinden -Optimismus Sozialer Bereich-Empathie -Agressivität -Selbstdarstellung -Partnerwahl
  • Was sind explikative Konstrukte? Wofür braucht man sie? explikative Konstrukte= Erklärungsbegriffe, für Persönlichkeitserklärung herangezogen untersucht werden dabei: - genetische und biologische Bedingungen (hormonelle und neurologische Faktoren, frühkindlicher Hirnschaden) -Umwelteinflüsse Explikative Konstrukte unterstellen eine Abhängigkeit zwischen zwei oder mehreren Ereignissen. Bsp.Leistungsunterschiede zwischen Schülern können durch unterschiedliche Intelligenz oder unterschiedlichen Fleiß erklärt werden.
  • Welche Arten von Gen-Umwelt-Interaktionen schlagen Caspi und Bem (1990) vor? Pro-aktive Interaktionen (Genetische Eigenschaften der Person passt zur Umwelt) Eine extrovertierte Person wird sich nicht zu Hause verkriechen, sondern entsprechend Umgebungen aufsuchen, in denen Kontakte zu anderen Menschen möglich sind. Reaktive Interaktionen (unterschiedliche Reaktionen von Personen bei gleichen Bedingungen) Man nehme einen Hund und stelle fünf Personen davor. Jede wird etwas anders reagieren (der eine hat Angst, der andere freut sich, dem nächsten ist es egal usw.) Evokative Interaktionen (Wechselspiel zwischen Aktion einer Person und den Reaktionen anderer, auf die die Person wiederum reagiert) Ein Kind verhält sich aggresiv und erregt damit den Ärger seiner Eltern. Die entsprechenden Reaktionen führen wiederum zu weiterem aggressiven Verhalten des Kindes. Daraufhin ziehen sich die Eltern resigniert zurück und verstärken das aggressive Verhalten des Kindes.
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  • Stellen Sie die sechs Persönlichkeitstheorien, die im SB genannt werden, zusammen. Psychodynamische Ansätze: Psychoanalyse Eigenschaftsbezogene und biologische Ansätze: Diese Ansätze zielen darauf ab, überdauernde Merkmale zu identifizieren, mit denen man Unterschiede zwischen Personen beschreiben und erklären kann. Phänomenologische Ansätze: Das Verhalten eines Individuums kann nur erklärt werden, wenn man seine subjektive Wahrnehmung und Interpretation kennt. Verhaltensbezogene Ansätze: V. stehen im Gegensatz zu den phänomenologischen Ansätzen. Es geht ihnen um die Analyse des offen sichtbaren und objektiv beschreibbaren Verhaltens. Sozial-kognitive Ansätze: Sozial-kognitive Ansätze heben besonders die Wechselwirkung zwischen der Person und der Situation oder zwischen verschiedenen Personen hervor. Biografisch- narrative Ansätze: Der Ansatz der "Psychologischen Biografik" von Thomae. Thomae eine genaue und wertneutrale Untersuchung des "Individuums und seiner Welt. Methodischer Königsweg ist die freie Exploration, eine nur wenig strukturierte Form des Interviews .
  • Wie definieren McAdams & Pals (2006) Persönlichkeit? Und auf Basis welcher Prinzipien? New Big Five: Evolution und menschliche Natur (biologische Wurzeln) Eigenschaften (breite, nicht-konditionale, dekontextualisierte Merkmale) Charakteristische Adaptionen (Motive, Ziele, Pläne, Werte, Selbstbilder; verändern sich im Laufe der Lebenszeit) Lebenserzählung (narrative Identität, Geschichten, die immer wieder erzählt werden, um Vergangenheit und Zukunft in Einklang zu bringen) Kultur (beeinflusst den phänotypischen Ausdruck von Eigenschaften und insbesondere die Lebenserzählung)
  • Was ist Gegenstand der Psychologischen Diagnostik? Der Gegenstand der Psychologischen Diagnostik ist die gezielte und regelgeleitete Sammlung und Verarbeitung von Daten, die für die Bearbeitung bestimmter Fragestellungen relevant sind.
  • Die Übergänge zwischen Diagnostik und Intervention sind fließend ­ Was ist mit diesem Satz gemeint? Durch bewusste Auseinandersetzung einer Person mit einem Problem bzw. Fragestellung werden bei der Person für eine Therapie- oder Coaching Maßnahme nutzbare Reflexionsprozesse ausgelöst.Am Beispiel einer Person die sich das Rauchen abgewöhnen möchte und den Auftrag erhält ein Verhaltenstagebuch zu führen, unter welchen externen und internen Bedingungen die Tendenz zur Zigarette zu greifen erfolgt, wird durch die bewusste Selbstbeobachtung bei jedem Impuls zu rauchen u.U. nicht mehr zur Zigarette greifen wollen.
  • Welches sind die beiden grundlegenden Strategien der Diagnostik? Selektionsdiagnostik ( geeignene Personen auswählen) Modifikationsdiagnostik (Verhaltensweisen einer Person verändern)
  • Grenzen Sie die Begriffe Personenselektion und Bedingungsselektion voneinander ab. Personenselektion: Auswahl geeigneter Personen (Selektion) für bestimmte festgelegte Anforderungen. Fragestellung: Welche Person, mit welchen Fähigkeiten kommt für die Stelle in der Personalabteilung in Frage? Bedingungsselektion: Auswahl von geeigneten Bedingungen für bestimmte Fähigkeits- und Merkmalsprofile einer Person.Fragestellung: Frau Mustermann hat eine sehr ausgeprägte Menschenkenntnis und viel Erfahrung im Umgang mit Menschen auch aus anderen Kulturen. Welcher Arbeitsplatz könnte für Sie passen?
  • Grenzen Sie die Begriffe Vehaltensmodifikation und Bedingungsmodifikation voneinander ab. Verhaltensmodifikation: Teil der Modifikationsdiagnostik. Sie dient zur Ermittlung von Verhaltens- und Erlebensweisen die zur Verbesserung der psychischen Situation verändert werden soll.Bsp: Wie kann man das Erleben und Verhalten des Angst – Patienten entsprechend verändern um seine Situation unter bestimmten Bedingungen zu verbessern? Bedingungsmodifikation: Ebenfalls Teil der Modifikationsdiagnostik. Diese dient der Ermittlung externer Bedingung die zur Verbesserung der psychischen Situation verändert werden muss.Bsp: Kann durch einen Jobwechsel oder eine Ausgleichstätigkeit wie z.B. Sport die Schlafstörungen und das andauernde Motivationsloch vermindert werden? [PD 06] Bringen Sie die Dimensionen und Zielsetzungen der Eigenschafts- und Verhaltensdiagnostik nach Pawlik in eine zusammenfassende Tabelle.
  • In welche drei Klassen unterteilt Brickenkamp psychologische Tests? Leistungstests (Schultest)Psychometrische Persönlichkeitstests (Klinische Tests)Persönlichkeitsentfaltungsverfahren (Verbal-thematische Verfahren)
  • Grenzen Sie SpeedTests von PowerTests ab. Speed Test: Konzentrationstests mit Zeitbegrenzung mit eher gleichbleibender, niedriger Schwierigkeit Power- oder Niveau Test: Keine oder großzügige Zeitvorgabe mit steigender Schwierigkeit der Aufgaben (z.B. Intelligenztest)
  • In welche Phasen lässt sich nach Jäger der diagnostische Prozess gliedern? Der diagnostische Prozess lässt sich nach Jäger in folgende Phasen gliedern: Fragestellung -Es gibt eine Fragestellung [Können Sie mir helfen?]... Übersetzung und Differenzierung - ...die in aller Regel aber erst einmal in psychologische Termini übersetzt und präzisiert werden muss [Ich leide an Schlafstörungen!] Generierung von Hypothesen Nun muss der Diagnostiker Hypothesen generieren [Die Schlafstörung könnte auf eine Major Depression oder eine Anpassungsstörung hinweisen.] Operationalisierung, Untersuchungsplanung Um diese Hypothesen überprüfen zu können, muss er sie operationalisieren, also messbar machen [Auswahl von entsprechenden Inventaren, also z.B. das Beck Depression Inventory oder den SKID].Hat er diese Auswahl getroffen, kann er seine Diagnostik planen (zeitliche Abstimmung mit dem Klienten) und durchführen. Auswertung und Interpretation Dann wertet er seine diagnostischen Ergebnisse aus und interpretiert sie [Hier liegt eine behandlungsbedürftige Major Depression vor.] Beantwortung der Fragestellung bzw. erneute Hypothesengenerierung Das teilt er dem Klienten mit, beantwortet also die Eingangsfragestellung.Haben die diagnostischen Verfahren aber z.B. kein eindeutig interpretierbares Ergebnis gebracht, dann muss der Diagnostiker neue Hypothesen bilden und der Prozess geht von vorne los.
  • Grenzen Sie die Begriffe klinische Urteilsbildung und statistische Urteilsbildung voneinander ab. Die Klinische Urteilsbildung stützt sich auf intuitive, auf klinischem Erfahrungswissen basierende Information. Bei der statistischen Urteilsbildung erfolgt dagegen eine Kombination und Gewichtung der Vorhersage-Variablen anhand von statistischen Beziehungen, die vorher empirisch erhoben wurden. Studien haben eine Überlegenheit der statistischen Urteilsbildung gegenüber der klinischen gezeigt.
  • Welche 10 Datenquellen bzw. Erhebungstechniken können nach Pawlik (2006) unterschieden werden? Biografische und Aktuardaten Verhaltensbeobachtung Verhaltensbeurteilung (wenn eine Person eigenes Verhalten einschätzt: auf der Basis mentaler Repräsentationen des zumeist bereits vergangenen Verhaltens) Verhaltensspuren (direkt beobachtbare Nachwirkungen menschlichen Verhaltens; am äußeren Erscheinungsbild einer Person direkt beobachtbar.) Mimik projektive Tests Interview Fragebogen psychophysiologische Variablen objektive Tests
  • Wer "erfand" den Intelligenzquotienten? William Stern (1912) ---> IQ setzt sich aus Quotienten des Intelligenzalters und Lebensalters zusammen
  • Was ist Gegenstand der AO-Psychologie? (Arbeits- und Organisationspsychologie) Gewinnung und Anwendung psychologischer Erkenntnisse in der Arbeitswelt. ( Wissenschaft von Erleben und Verhalten in der (Arbeits-)Organisationen.)
  • Was sind die wichtigsten Themengebiete der Arbeitspsychologie? Die zwei wichtigsten Themen sind Arbeitstätigkeit und Arbeitsbedingung. Welche die Arbeitsanalyse (Arbeit hinsichtlich ihrer Tätigkeitsmerkmale) und die Anforderungsanalyse (psychologische Voraussetzungen für die Arbeit) beinhalten. Aber auch die Arbeitsbewertung (Lohngerechtigkeit oder eine humane menschengerechte Bewertung der Arbeit), aber auch die Arbeitsgestaltung (Gestaltung von Arbeitstätigkeiten) und die Erforschung der Folgen von Arbeit.
  • Was sind die wichtigsten Themengebiete der Personalpsychologie? Auswahl und Platzierung von Mitarbeitern (Berufseignungsdiagnostik)Messung und Bewertung individueller Arbeitsleistungen (Leistungsbeurteilung)Personalentwicklung – Veränderung der Leistungsvoraussetzungen von Personen
  • Was sind die wichtigsten Themengebiete der Organisationspsychologie? Arbeitsmotivation und Arbeitseinstellungen Führung und Arbeitsgruppen Vertrauen und Konflikte Organisationstheorie und Organisationsentwicklung
  • Welche Aussagen / Annahmen sind mit dem so genannten Scientist-Practitioner-Model verbunden? professionelle psychologische Praxis erfordert wissenschaftliches Arbeiten, es besteht also eine quasi symbiotische Beziehung zwischen Praxis und Wissenschaft. Und: der Ausspruch "Nichts ist praktischer als eine gute Theorie"? stammt von Kurt Lewin
  • In wessen Interesse handeln AO-Psychologen? Augenscheinlich handeln sie im Interesse der Auftraggeber, die zumeist die Arbeitgeber sind. Berufethische Richtlinien verlangen aber unmissverständlich, dass AO- Psychologen auch im Interesse der von ihrer Arbeit betroffenen Mitarbeiter oder Bewerber handeln.Im günstigsten Fall ergibt sich also eine Win- Win- Situation..
  • Wer prägte den Begriff Psychotechnik und vom wem wurde er popularisiert? Der Begriff Psychotechnik war kurz nach der Wende zum 20. Jahrhundert von William Stern geprägt worden, wurde aber von Hugo Münsterberg popularisiert. Er betrachtet die Psychotechnik als die Wissenschaft von der praktischen Anwendung der Psychologie im Dienste der Kulturaufgaben.
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  • Wer entwickelte die ersten Berufseignungstests? Angeregt durch Industrie, Verbände und Verwaltungen entwickelte Münsterberg 1910 die ersten Berufseignungstests für Straßenbahnfahrer.
  • Was ist der Gegenstand der Pädagogischen Psychologie? Die Pädagogische Psychologie befasst sich mit allen Prozessen in allen möglichen Institutionen und Organisationen, die mit Aus-, Fort-, und Weiterbildung beschäftigt sind und mit allen Bereichen, in denen Aspekte der Bildung, der Pädagogik und des lebenslangen Lernens eine Rolle spielen. Oder allgemeiner: Welche sind die Bedingungen erfolgreichen Lernens und Lehrens und wie kann man sie gezielt herbeiführen? (Gold und Borsch)
  • Was versteht man unter Lerntransfer und welche Rolle spielt er im Zusammenhang mit Lehren und Lernen? Lerntransfer: Jedes Lernen ist davon abhängig, was bereits gelernt wurde (Vorwissen, Vorkönnen)Zusammenhang Lerntransfer mit Lehren und Lernen: Der Transfer ist von Person zu Person unterschiedlich (Vorwissen, Motivation, Lernstrategie)Transfer ist abhängig von der Domäne (abstraktes, produktives, praktisches) Transfer ist abhängig von der Strukturierung der Lernumgebung Ziel der Unterrichtsgestaltung --> Maximierung von positivem Transfer positiver Transfer: mein Vorwissen hilft, den Stoff leichter zu verstehen und einzuordnen, bin auch motivierter. Von negativem Transfer spricht man, wenn der Kompetenzgrad im Anwendungsfeld hinter den Stand zurückfällt, der vor der Trainigsmaßnahme vorhanden war.Beispiel: Boris B. erlernt eine neue Schlagtechnik im Tennis, die ihm mehr Möglichkeiten bietet als die alte und die er während des Trainigs isoliert schon gut beherrscht, im "Anwendungsfeld" (z.B. während eines Turniers) aber anfänglich noch seine gewohnten Routinen stört bzw. von diesen gestört wird, so dass er Ballwechsel verliert, bei denen er sonst gepunktet hätte.
  • Welche Erkenntnisse und Befunde aus anderen psychologischen Grundlagen- und Anwendungsfächern finden Anwendung in der Pädagogischen Psychologie? Grundlagenfächer: 1. Allgemeine Psychologie 2. Differentielle & Persönlichkeitspsychologie 3. Entwicklungspsychologie 4. Sozialpsychologie Anwendungsfächer: 1. Psychologische Diagnostik (Diagnose von AD(H)S, Lernbehinderungen im allgemeinen) 2. Klinische Psychologie (Individuelle Lern- und Leistungsproblematik, Lese- und Rechtschreibschwäche,Pädagogischer Umgang mit Lernbehinderungen, Aufmerksamkeitsstörungen, problematischem Verhalten wie Aggressionen & Gewalt in der Schule) 3. AO-Psychologie (u.a. Themen aus dem Bereich berufliche Fort - und Weiterbildung)
  • Welche Forschungsmethoden verwendet die Pädagogische Psychologie? In der pädagogischen Psychologie gibt es eine große methodische Vielfalt. Angewendet werden empirische Forschungsmethoden der Psychologie sowie der empirischen Sozialwissenschaft. - Formen der Beobachtung aller Art (z.B. Interaktionsanalyse -> Beobachtung des Unterrichtsgeschehens; experimentelle Methoden -> Lehrmethoden) - Leistungsmessungen aller Art (Intelligenztest) - Einstellungs- und Persönlichkeitstest - Befragungen - Interviews Die Verfahren können querschnittlich ( z.B. Vergleich mehrerer Klassen) und längsschnittlich ( z.B. Leistungsänderung einer Klasse in Kombi mit Leistungstest) eingesetzt werden.
  • Welche Qualitätsmerkmale guter Lehrpersonen bzw. guten Unterrichtens nennen Gold & Borsch? 1. effiziente Unterrichts- und Klassenführung2. konstruktive individuelle Unterstützung 3. hohes Maß an kognitiver Aktivierung. Diese Merkmale speisen sich aus den professionellen Kompetenzen der Lehrperson, zu denen gehören: 1. Fachwissen2. fachdidaktisches Wissen und3. allgemeines pädagogisches Wissen
  • Welche Namen sind mit Pädagogischen Fragestellungen im 17.,18. und 19. Jahrhundert verbunden? Thorndike W. Stern Ernst Meumann (1862-1915) Willhelm August Lay (1862-1926) Aloys Fischer (1880-1937) Maria Montessori Eduard Spranger (1880-1963) Locke Rousseau Pestalozzi Herbart
  • Welches übergeordnete Ziel verfolgt die Community Psychology? Übergeordnetes Ziel: Das Wohl von Gemeinden, Kommunalen Institutionen, Gruppen und Individuen (im engen Austausch mit anderen gesundheits- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen) durch psychologische und partizipative Methoden verbessern oder optimieren durch: ·Förderung des Empowerments von Bewohnergruppen·Verbesserung urbaner Lebensqualität·Verbesserung und Prävention psychischer Probleme·Vorbeugung lokaler Kriminalität·Bekämpfung von Armut und ihrer Folge
  • Inwiefern ist die Entwicklung der Community Psychology mit politischen und sozialen Bewegungen der 1960er Jahre verknüpft? Die politischen und sozialen Bewegungen der 60er Jahre kritisierten an der traditionellen Psychiatrie und klinischen Psychologie, dass sie die Ursachen für psychische Störungen beim Individuum sahen und auch nur das Individuum therapierten. Nach Ansicht der Kritiker wurden die sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen in ihrer Bedeutung für die Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen vernachlässigt, wie zum Beispiel Armut, soziale Ausgrenzung und Diskriminierung.Ansatz entstand aus der Psychiatriekritik Bewegung, nicht das Individuum sondern auch Umweltfaktoren müssen stärker einbezogen werden.   Als Gegenmodell zur Behandlung in geschlossenen Psychiatrien wurde eine gemeindenahe und niederschwellige psychologische Versorgung und alltagsnahe therapeutische Interventionen entwickelt.
  • Welche Methoden werden in der gemeindepsychologischen Forschung verwendet? - Explorierung und Beschreibung sozialer Prozesse im Kontext Gemeinde (Netzwerkanalysen, Ethnographie)- Aktionsforschung (Gleichberechtigte Lösungsfindung zu einem Problems)
  • Was sind die Kennzeichen der Aktionsforschung? Geht zurück auf Kurt Lewin (Gründervater der Sozialpsychologie) Kennzeichen: Forscher und Klienten versuchen Probleme gemeinsam zu klären & zu lösenDer Forscher steht dem Klienten nicht als Experte gegenüber; erhebt keine Daten an dem Klienten und entwickelt keine Maßnahmen für ihnForscher und Klienten sind demnach gleichberechtigt – beide Expertenergänzen sich mit Wissen und Kompetenzen gegenseitiginitiieren einen gemeinsamen Problemlösungsprozess, in dem sich Phasen der Forschung und der Aktion systematisch abwechseln
  • Was ist das besondere am Qualifikationsprofil eines Gemeindepsychologen? Die Kenntnisse und Kompetenzen im Bereich der systematischen Evaluation sind besonders im Qualifikationsprofil der Gemeindepsychologen und unterscheiden sich von den Kompetenzen der Absolventen anderer sozialwissenschaftlicher Studiengänge
  • Zu welcher Grundlagendisziplin weist die Community Psychology eine starke Affinität auf? zur Sozialpsychologie
  • Was ist der Gegenstand der Klinischen Psychologie? Das Erleben und Verhalten bei psychischen Störungen und die psychischen Aspekte bei somatischen Störungen nd die psychischen Aspekte aller Altersgruppen.
  • Nennen Sie vier zentrale Themenbereiche der Klinischen Psychologie. Ätiologie und Bedingungsanalyse Klassifikation und Diagnostiker Prävention, Psychotherapie und Rehabilitätion Epidemiologie, Gesundheitsversorgung und Evaluation
  • Nennen Sie die sechs Zielsetzungen der Klinischen Diagnostik. Beschreibungen – definition und identifikation psy störungen Klassifikation – diagnostik als zuordnung einer person zu einem element eines klassifikationssystemes Erklärungen – überführung in gestzemäßige aussagen und diagnose der auslösenden und aufrechterhaltenden bedingungen im einzelfall Indikation - handlungsregeln für psychotherapeutische maßnahmen Prognose – vorhersage von verläufen psychischer störungen Evaluation – der intervention und von veränderungen im verlauf
  • Wer oder was ist ICD-10? Klassifikationssystem der WHO psychischer Störungen International Classification of Diseases Kategorien: F0 organische einschl. symptomatischer psychischer satörungen F1 psychische verhaltensstörungen durch psychotrope substanzen F2 schizophrenie und wahnhafte störungen F3 affektive störungen F4 neurotische belastungs- und somatoforme störungen F5 verhaltensauffälligeiten mit körperlichen störungen F6 persönlichkeits- und verhaltensstörungen F7 intelligenzminderung F8 entwicklungsstörungen F9 verhaltens- und emotionale störungen mit beginn in kindheit oder jugend F10 nicht näher bezeichnete psychische störungen
  • Worauf zielt "Multiaxiale Diagnostik" ab? Nicht nur klinische Symptomatik, sondern auch psychosoziale und medizinische merkmale, die zum besseren verständnis einer psychischen Störung beitragen können (5 Achsen: klinische störung,persönlichkeitstsörung,medizinische faktoren, psychosoziale faktoren, funktionsniveau (0-100)) Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit man von einer psychischen Störung sprechen kann? psychischen Störung liegt vor, wenn folgende Kriterien zutreffen bzw. nicht zutreffen (Wittchen und Hoyer (2006)): momentanes Leiden (z.B. an einem schmerzhaften Symptom) oder eine Beeinträchtigung (z.B. Einschränkungen in einem oder in mehreren wichtigen sozialen oder Leistungsbereichen) oder ein stark erhöhtes Risiko, zu sterben, Schmerz, Beeinträchtigung oder einen tiefgreifenden Verlust an Freiheit zu erleidendas psychische Syndrom oder Verhaltensmuster ist nicht nur eine verständliche und kulturell sanktionierte Reaktion auf ein subjektiv belastendes Ereignis, z.B. eine Trauerreaktion nach dem Verlust eines geliebten MenschenVorliegen einer verhaltensmäßigen, psychischen oder biologischen FunktionsstörungWeder normabweichendes Verhalten (z.B. politischer, religiöser oder sexueller Art) noch Konflikte des Einzelnen mit der Gesellschaft sind psychische Störungen, solange die Abweichung oder der Konflikt kein Symptom einer Funktionsstörung bei der betroffenen Person darstellt.
  • Was ist Gegenstand der epidemiologischen Forschung? Ermittlung von Häufigkeit der Erkrankung, sowie die damit zusammenhängenden sozialen und strukturellen merkmale. ( mehr störungen bei sozial benachteiligten schichten)
  • Was gibt die Inzidenzrate an? Wie viele Fälle einer Krankheit in einer festgelegten bevölkerungsgruppe innerhalb eines bestimmten Zeitraumen neu aufgetreten sind.