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Psychologie (Fach) / 03400 - Einführung in die Psychologie und Ihre Geschichte (Lektion)

FUH Modul 1

Diese Lektion wurde von narzissenstern erstellt.

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  • Was ist ein ganz basales Merkmal der Kognition? Der Unterschied zwischen selbst- und nicht selbst. Bzw Selbstbewegung ( Augen blicken hin und her) und Frembeewegung ( Auge wird durch Finger fremdgesteuert)
  • Wozu braucht ein Organismus Lern- und Merkfähigkeiten? Um günstige von Ungünstigen Umgebungen zu unterscheiden ( günstige aufsuchen und ungünstige meiden), da es sonst nicht nötig ist wiederholende Regelmäßigkeiten zu nutzen.
  • Nach Uexkuell braucht jeder Organismus Wirkorgane und Merkorgane (bemerken) - weshalb? Um die als positiv und negativ gedeuteten Erfahrungen in jeder nächsten Erfahrungsepisode seiner Existenz zu nutzen. Ansonsten wäre der Organismus ein Durchflusssystem.
  • Worin unterscheiden sich Allgemeine und Differenzielle Psychologie? Allgemeine Psychologie sucht nach Gesetzmäßigkeiten (Lerngesetze, Sprachgesetze), die für alle Menschen gültig sind.Differenzielle Psychologie hat zum Ziel, Unterschiede zwischen einzelnen Personen oder Gruppen von Personen auf bestimmten Dimensionen bzw. Merkmalen zu identifizieren.
  • Grenzen Sie die Begriffe Repräsentation, Repräsentandum und Repräsentat voneinander ab. Repräsentandum ist... ...Objekt...oder Situation..... Tisch, Katze, Flüssigkeit auf Fussboden Repräsentat ist......im Organismus abgespeicherte(s) Zeichen/ Symbol/Schema/Skizze für das Repräsentandum..... Schema für Tische, Schema für Katzen, Schema für nassen Fussböden = glatt Repräsentation ist...… Umgebungsbild, Ergebnis der Informationsverarbeitung=konkrete, situationsabhängige Abbildung des Repräsentates.....Küchentisch mit grüner Tischplatte, cremefarbener Maincoon Kater, Vorsicht.bei nassen, rutschigen Böden!
  • Was ist ein wesentliches Merkmal des Mentalen? Franz Brentano hat die Intentionalität als das wesentliche Merkmal des Mentalen angesehen. Mentales hat einen Gehalt und bezieht sich auf etwas.( wenn ich denke, denke ich an etwas...) Beispiel:Wenn ich an mein heutiges Abendessen denke, bezieht sich mein Denken, oder auch mein Mentales auf das Abendessen.Was dann so auf meinem Teller liegt, ist nicht-intentional und hat außer Kalorien keinen Gehalt
  • Finden Sie je ein Beispiel für die Welt-auf-Kopf- und Kopf-auf-Welt-Beziehung der Intentionalität. Welt-auf-Kopf-Beziehung: Ich fühle, nehme wahr, wie ein heftiger Wind weht. Kopf-auf-Welt-Beziehung: Ich bringe meine Balkonkästen in Sicherheit, mit dem Ziel, dass sie nicht herunterfallen.
  • Grenzen Sie die Begriffe "Vorstellen" und "Handeln" voneinander ab. Simulierendes Vorstellen von Ereignissen in der Außenwelt, kann die gewünschten Ereignisse nicht erzeugen. Man muss durch Handeln etwas herbeiführen, denn nur so kann man am Effekt und den Folgen lernen. Problembehandeln setzt Handeln voraus. Beispiel: Das bloße Vorstellen, wie und mit welchem Aufwand, Zeitinvestition eca. ich die Studienbriefe und Aufgaben bearbeite, werden das gewünschte Ereignis ( für Klausur erforderliches Wissen aneignen) nicht erzeugen.Ich muss Handeln, mich an meinen Schreibtisch setzten und so herbeiführen, dass ich den Stoff intus habe. Das wäre schon mal eine gute Voraussetzung für das Bestehen der Klausur. " Von Nichts kommt Nichts"
  • Erläutern Sie den Begriff "Kovariationsprinzip". Kovariation: das gemeinsame Variieren zweier oder mehrerer Merkmale; Voraussetzung für die Feststellung statistischer Abhängigkeiten oder Zusammenhänge (Statistik). Die Funktion der Sinnesorgane kann man ohne Einbezug des Verhaltens, Erlebens und Urteilens nicht untersuchen. Daher gilt das Kovariationsprinzip was bedeuten soll, dass Unterschiede im Verhalten, Urteilen und Erleben auch Unterschieden in physiologischen Zuständen entsprechen. Zum Beispiel:bei Hörschädigungen, wenn die Sinneszellen in der Hörschnecke beschädigt sind. Das akustische Erleben wird dadurch beeinträchtigt. Oder wie im Buch: Rot-Grün-Blinde können im Gegensatz zu Normalsichtigen nicht rot von grün unterscheiden. Zurückzuführen ist das auf Unterschiede im Funktionieren des Transduktionsprozesses in den Zapfen.
  • In wessen Werken findet die Biologische Psychologie ihre historischen Vorläufer? Die Arbeiten von Wilhem Wundt und William James können als historische Vorläufer der Biologischen Psychologie betrachtet werden.Wilhelm Wundt postuliert in seinem Werk den Begriff "Psychophysischer Parallelismus", darunter versteht er eine Korrelation der psychischen und physischen Vorgänge. Psychophysischer Parallelismus: jedem psychischen Prozess entspricht ein physischer
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  • Welche Teilbereiche der Biologischen Psychologie befassen sich mit dem Zusammenhang zwischen Gehirn und Verhalten bei Mensch und Tier? Physiologische Psychologie, Neuropsychologie (Tiere werden fuer Experimente eingesetzt);Grundlagenforschung, Tierexperimente aber Interpretation auch auf menschliches Verhalten hin. Forschungsfelder: visuelle Wahrnehmung, neurobiologische Grundlagen des Gedaechtnisses und Lernens Neuropsychologie (v.a. Klinische Neuropsychologie) Forschungsfelder: Gestoerte Hirnunktionen und menschliches Verhalten: Stoerungen des Verhaltens und Erlebens haengen meistens mit Stoerungen und Beeintraechtigungen der Gehirnfunktion zusammen. Fragestellungen: Welche Funktion hat betreffende Hirnregion fuer das Verhalten und Erleben?? Bsp. aeussere Verletzungen, Drogen, Alkohol, Erkrankungen Schlaganfall oft Sprachstoerungen, unfallbedingte Hirnverletzung (Schaedelhirntrauma)
  • Welche Teilbereiche der Biologischen Psychologie befassen sich mit neurochemischen und zellulären Prozessen im Kontext der Verhaltensregulation? die Psychopharmakologie: Wirkung von Arzneimitteln und Drogen auf das menschliche Verhalten ; Psychopharmaka verstärken, schwächen oder imitieren oft körpereigene Substanzen => Bedeutung und Wirkungsweise körpereigener psychoaktiver Stoffe kann aufgeklärt werden Psychoneuroimmunologie: Wechselwirkung zwischen menschlichem Erleben und Verhalten einerseits und ZNS, Hormonsystem und Immunsystem andererseits Psychoneuroendokrinologie: innersekretorische Vorgänge, d.h. hormonelle Prozesse in ihrer Wechselwirkung mit Phänomenen des Erlebens und Verhaltens Pharmakopsychologie: psychoaktive Substanzen werden als "Forschungswerkzeug" eingesetzt, da sie oft eine reversible Wirkung haben, können hierdurch Effekte auf das Verhalten untersucht werden
  • Wieso ist der Ausdruck "bildgebende" Verfahren tendenziell missverständlich? weil man bei der Messung kein Bild, sondern "nur" Rohwerte bekommt, die gefiltert und statistisch ausgewertet werden müssen und die Daten den psych. Prozessen zugeordnet werden müssen 
  • Nennen Sie die drei wichtigsten bildgebenden Verfahren. Positronen-Emissions-Tomographie (PET) Single-Photonen-Emissions-Computer-Tomographie (SPECT) Kernspin-Resonanz-Tomographie
  • Was ist der Unterschied zwischen elektrophysiologischen Techniken und invasiven Verfahren? Elektrophysiologische Verfahren erforschen elektrochemische Vorgänge im Nervensystem ( bleiben auf der Körperoberfläche) Invasive Verfahren sind nicht im Humanbereich erlaubt. Gehen unter die Körperoberfläche, direkter Einfluss auf neurochemische Vorgänge durch aktivieren, hemmen oder zerstören von Gewebe.
  • Wozu werden in der biopsychologischen Forschung psychoaktive Substanzen eingesetzt? Invasive Verfahren nur beim Tier - Erforschung bio-chemischer Prozesse (durch Blockieren oder Fördern) - Erforschung des Einflusses von Drogen und Psychopharmaka auf das Gehirn z.B. wie wirken verschiedene Neurotransmitter im Nervensystem
  • Was ist Gegenstand der Sozialpsychologie? Beschreibung, Prognose und Erklärung menschlichen Erlebens und verhalten in sozialem Kontext.
  • Welche Forschungsmethoden kommen in der SozPsy zum Einsatz? Da empirische Wissenschaft: Erkenntnisgewinn durch systematische Prüfung von Theorien und Hypothesen auf Grundlage von Messdaten und Beobachtungsdaten. Fragemögen, Interviews, Dokumentenanalysen, Beobachtungsstudien, experimentelle Untersuchungen.
  • Worum geht es in den im SB beispielhaft genannten "Klassikern" der experimentellen SozPsy? -Stanley Milgram (1970): „Obedience to Authority“ ( Warum leisten Menschen den Anweisungen einer Autorität auch dann Folge, wenn diese im Widerspruch zu eigenen ethischen Prinzipien stehen?) - John M. Darley &Bib Latane (1969): „Bystander-Effekt“ ( Untersuchung, wie sich die Anzahl unbeteiligter Zeugen einer Notsituation (Bystander) auf das Hilfeverhalten des Einzelnen auswirkt.) - Henri Taijfel et al. (1971): „Theorie der sozialen Identität“ (Sozialpsychologische Grundlagen von Eigengruppenfavorisierung und Intergruppenkonflikten) - Patricia Devine (1989) / John A. Bargh und Mitarbeiter (1996): (Automatische Aktivierung von Stereotypen und deren Einfluss auf das Verhalten)
  • Welches sind zwei breite Themenbereiche der SozPsy? Und was reflektiert diese Zweiteilung? 1. Interaktion zwischen Individuen 2. Gruppenprozesse Für die Erklärung menschlichen Verhaltens in Gruppen können nicht nur interpersonale Beziehungen oder individuelle Eigenschaften in Betracht gezogen werden; vielmehr muss die Identifikation des Einzelnen mit der Gruppe bzw. die Beziehung zu der Gruppe, zu der er gehört, zu anderen Gruppen im sozialen Kontext, berücksichtigt werden.
  • Welche Forschungsschwerpunkte im Bereich "Interaktionen zwischen Individuen" werden im SB genannt? 1. Prozesse der sozialen Wahrnehmung (Wie verarbeiten Menschen Informationen über andere Menschen)2. Einstellungsforschung ( wie bilden Menschen Einstellungen ggü anderen Personen)3. Forschung zum sozialen Einfluss ( Welche Strategien verwenden Menschen, um andere von etwas zu überzeugen)4. Aufbau sozialer Beziehungen (Wie entwickelt sich interpersonale Attraktion und Freundschaft)5. prosoziales Verhalten (Unter welchen Bedingungen helfen Menschen einander)6. antisoziales / aggressives Verhalten ( Wann und warum fügen Menschen anderen Menschen absichtlich Schaden zu oder verletzen einander)
  • In welche zwei Bereiche wird das Themenfeld "Gruppenprozesse" untergliedert? Intragruppale Prozesse ( Verhalten innerhalb einer Gruppe) Intergruppenprozesse ( Verhalten zwischen verschiedenen Gruppen)
  • Was sind wichtige Forschungsschwerpunkte im Bereich "Intergruppenprozesse"? - Eruierung der Ursachen von Intergruppendiskriminierung - Entwicklung von Interventionsmaßnahmen - Frühere Forschung: v.a. problematische/ negative Aspekte des Verhaltens zwischen Gruppen wurden untersucht (Vorurteile, Konflikte, Diskriminierung) Heute/ zunehmende Tendenz: Untersuchung von positivem Verhalten zwischen Gruppen (Grundlagen für Kooperation, intergruppales Helfen, Solidarität)
  • Was sind wichtige Forschungsschwerpunkte im Bereich "Intragruppenprozesse"? - Kooperation in der Gruppenprozesse - Gruppenleistungen - Gruppenpotentialauswertung ( die Leistung, die Aufgetreten wäre, wenn Mitglieder unabhängig voneinander gearbeitet hätten Bsp.: Brainstorming in der Gruppe nicht so effektiv, wie einzeln) -Führung in Gruppen ( Wodurch wird führung effektiv) - Minoritätenenfluss - Phänomen der Konformität und Uniformität in Gruppen)
  • Worum ging es in der Studie von Sherif und Kollegen? Untersuchung der Hypothese, dass Feindseligkeiten und Vorurteile zwischen Gruppen für gewöhnlich Ergebnis eines Interessenskonflikts zwischen Gruppen um Güter und Ressourcen sind (Mitglieder der Gruppe X wollen gern das haben was Gruppe Y hat).
  • Womit beschäftigt sich der Teilbereich "Angewandte SozPsy"? ( Teilbereich der Sozialpsychologie) Planung, Durchführung und Evulation sozialpsychlogischer Interventionen
  • Was sind Ziele sozialpsychologischer Interventionen? - die Veränderung oder Optimierung individueller Erlebnis- und Verhaltensweisen (bspw. burnout-Prävention) - die Veränderung der Interaktionen innerhalb von Dyaden oder Gruppen (bspw. Anti-Mobbing-Prävention) - die Veränderung der Interaktionen zwischen Gruppen (bspw. Fortbildungen zum Thema sexuelle Vielfalt)
  • Für welche Anwendungsfächer steuert die SozPsy wichtige grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse bei? Community Psychologie -> Förderung von sozialem Engagement Gesundheitspsychologie -> GesundheitserziehungKlinische Psychologie -> PaartherapieOrganisationspsychologie -> Führung Pädagogische Psychologie -> Leistungsbezogene Attributionen Rechtspsychologie -> Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen Werbepsychologie -> Einstellungsänderung durch Werbung
  • Wer führte den Begriff der Primärgruppe ein? Mitglieder der Primärgruppe kennen sich alle direkt und haben meistens auch gemeinsame Interessen und Ziele. Die Anzahl der Gruppenmitglieder ist eher klein. Die Mitglieder der Primärgruppe identifizieren sich mit der Gruppe und entwickeln soziale Normen. Die Primärgruppe zeigt auch eine soziale Struktur.
  • Wer gründete das erste Institut für Sozialpsychologie in Deutschland? Willy Hellpach 1920 an der Technischen Hochschule Karlsruhe
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  • In welchem Zusammenhang wurde die F-Skala entwickelt? Die F-Skala wurde im Zusammenhang mit Studien zu Persönlichkeits- und Einstellungstests (u.a. Vorurteilshaftigkeit) in den USA entwickelt unter dem Einfluss der Erfahrungen mit dem nationalsozialistischen Deutschland. F-Skala ging aus diesen Studien der Einstellungsforschung als Messinstrument hervor, wobei F für Faschismus steht.
  • Was war eines der ersten Themen der experimentellen Sozialpsychologie? Erste Themen der Sozialpsychologie durch Walter Moede und anschließend Floyd Allport: - Leistungssteigerung bei Kindern durch Anwesenheit Anderer - vorgestellte und implizite Anwesenheit Anderer und dadurch hervorgerufene Änderung des Verhaltens
  • Auf wen geht die Theorie der kognitiven Dissonanz zurück? Leon Festinger Es entstehen mind. zwei verschiedene Kognitionen, die im Widerspruch zu einander stehen. Diese Dissonanz verursacht Unbehagen und dadurch versucht man, durch verschiedene Problemlösearten diesen Widerspruch zu relativieren, zu leugnen, Einstellung ändern, etc.
  • Was ist Gegenstand der Entwicklungspsychologie? Die Entwicklungspsychologie stellt Fragen nach Entstehung, nachhaltiger Veränderung und dem Zustandekommen von Stabilität pychischer Phänomene und Funktionen über die Lebensspanne hinweg. Neben Veränderungserfassung und Beschreibung, stehen Fragen nach den Bedingungen für Entwicklung im Zentrum der Entwicklungspsychologie.
  • Grenzen Sie die Begriffe "Veränderung" und "Entwicklung" voneinander ab. Entwicklungen beziehen sich auf relativ überdauernde intraindividuelle Veränderungen des Erlebens und Verhaltens über die Zeit hinweg (Bsp. Veraenderung der intellektuellen Faehigkeiten eines Menschem im Laufe seiner Kindheit). Die einzelnen Entwicklungsschritte muessen aufeinander bezogen sein.  Zu den Veraenderungen gehoeren Befindlichkeitsaenderungen; diese sind eher vorübergehender  Natur und nicht mit einer Weiterentwicklung eines Individuums verknüpft. Hierzu gehoeren Veränderungen, die durch abrupt eintretende äußere Ereignisse (wie beispielsweise Unfälle) zustande kommen.
  • Worin drückt sich die Lebensspannenorientierung der modernen Entwicklungspsychologie aus? Die Lebensspannenorientierung in der Entwicklungspsychologie bedeutet, dass Entwicklung nicht mehr als in Phasen/ Stufen durchlaufender Prozess ist, sondern ein multidirektionaler Vorgang (Beginn in der Schwangerschaft, endet in Tod). Lebensspannenorientierung führt zu Paradigmenwechsel in der Entwicklungspsychologie: --> Entwicklung als lebenslanger Prozess Lebensspannenorientierung ist eine eigenständige Entwicklungskonzeption, also keine blosse Erweiterung des klassischen Entwicklungskonzepts auf die gesamte Lebensspanne. ( Claudia Bühler)
  • Erläutern Sie den Begriff "Reifung". Reifung ist ein wichtiger Motor der Entwicklung, der bei allen Menschen in gleicher oder ähnlicher Weise einem inneren Bauplan folgend in eng an das biologische Alter gebundenen, unumkehrbaren Stufen oder Phasen auf das erreichen eines höheren Ziels hin gerichtet ist. Einmal an dem Ziel angekommen kann es nur noch um dessen Erhaltung oder später um Abbauprozesse gehen. Die meisten Kleinkinder können ab dem 13. Lebensmonat gehen und mit ca. 18 Monaten den ersten "Zwei-Wort-Satz" produzieren. Bsp.: „Trockenwerden“
  • Welche Dimension ist unerlässlich, wenn man Veränderung erfassen will? Um Veränderung erfassen zu können, ist die Dimension der Zeit unerlässlich.
  • Erläutern Sie die Querschnittmethode. Individuen unterschiedlichen Alters werden zu EINEM Zeitpunkt im Hinblick auf ein Merkmal untersucht. Nachteile: - Alters- und Kohortenunterschiede vermischen sich --> Konfundierung - konstruierte Entwicklungsverlaeufe - statistische Ineffizienz (keine Messwiederholungen an denselben Versuchspersonen) - selektive Stichproben (Unterschied Alter und eventuell verschiedener Lebensstil) Vorteile: - Ergebnisse stehen unmittelbar zur Verfügung, da nur ein Untersuchungszeitpunkt - geringer Personalaufwand - geringe Kosten - Bereitschaft zur Untersuchungsteilnahme (Versuchspersonen sind eher bereit an einer Studien teilzunehmen, die aus nur einen Messzeitpunkt besteht)
  • Lassen sich Entwicklungsverläufe mit der Querschnittmethode erfassen? (-Disskussionsbedarf) Zunächst eine Wiederholung dessen, worin sich alle Diskussionsteilnehmer_innen einig sind. In einem Querschnittdesign werden Individuen unterschiedlichen Alters zu einem einzigen Zeitpunkt im Hinblick auf ein Merkmal untersucht. Im Gegensatz zu der Untersuchung von Individuen desselben Alters zu unterschiedlichen Zeiten hat dies den Vorteil Zeit und Kosten zu sparen. Das Manko ist allerdings, dass Querschnittsdesigns nichts über eine Entwicklung im eigentlichen Sinn aussagen. Es stellt sich hier nämlich das Problem, dass Alters- und Kohortenunterschiede konfundiert sind. Man weiß nicht, ob sich die Unterschiede zwischen den Gruppen wirklich durch eine Entwicklung oder nicht durch einen anderen Faktor, wie bereits bestehende Unterschiede in der Kohorte erklären lässt. Auch ich denke allerdings, dass in der Entwicklungspsychologie manchmal ein Querschnittsdesign herangezogen wird um Entwicklungen zu beschreiben. Es könnte etwa sein, dass man das Gewicht des Gehirns von jüngeren und älteren Säuglingen mit Hilfe eines Querschnittdesigns erhebt und dann vor dem Hintergrund biologischen Wissens auf eine Entwicklung schließt.
  • Beschreiben Sie die Längsschnittmethode. Das selbe Individuum wird im Hinblick auf das selbe Merkmal zu unterschiedlichen Zeitpunkten untersucht. Aufgrund dessen kann sich ein Entwicklungsverlauf abzeichnen. Vergleicht man nun mehrere Entwicklungsverläufe kann sich ein allgemeiner Entwicklungsverlauf abzeichnen. Dies ist auch der Vorteil dieses Designs. Nachteil ist es ist aufwendig und man muss mit einer Drop-out-Rate rechnen bzw. die Motivation zur Teilnahme der Studie steigern. Es können auch nur Rückschlüsse auf die erhobenen Kohorte gezogen werden und nicht allgemein. Vorteil:  - Messung von Entwicklungsverläufen (einzelner Personen) - Feststellung der Stabilität von Entwicklungsmerkmalen (intraindividuelle Stabilität, z.B. zukünftige Vorhersage der Leistungsmotivation von 10 Jährigem mit 30 Jahren) - Statistische Effizienz (Messwiederholungen an denselben Versuchspersonen) - Vergleichbarkeit der Altersgruppen (mehrfache Untersuchungen derselben Personen) Nachteil:  - Konfundierung von Alter und Testzeitpunkt (Konfundierung zwischen Alter und Erhebungszeitpunkt) - Testungseffekte: a) Uebungseffekte (Durch Wiederholung der Messungen werden die Probanden mit der Zeit vertrauter mit dem Untersuchungsverfahren. b) Gewoehnungseffekte (allgemeine Testerfahrung steigt an) c) Saettigungseffekte (Interesse an Studie nimmt ab) - Alterung des Messinstruments - Hoher Aufwand: a) Versuchspersonen (mehrmalige Teilnahme, eventuell Wohnortswechsel von Probanden?) b) Versuchsleiter (groesserer Aufwand) c)Versuchsauswerter (anspruchsvollere statistische Datenauswertung--> Messwiederholung, selektive Versuchsausscheider)
  • Formulieren Sie zwei entwicklungspsychologische Forschungsfragen. Längsschnittdesign: Wie entwickelt sich bei einem Kind die Bindung an die Eltern im Laufe des Älterwerdens? Querschnittdesign: Wie ausgeprägt ist bei vierjährigen Kindern die Bindung an die Eltern?
  • Erläutern Sie den Begriff "Kohorte". - Gruppe von Menschen mit einem gemeinsamen "kritischen Ereignis" in der Vergangenheit (Geburtsjahr, Einschulung,...) - Generation ist ein moderner Begriff der Kohorte
  • Nennen Sie einige Bedingungen für Entwicklung. Die Entwicklung ist einerseits von genetischen Faktoren und Reifung abhängig, andererseits auch von sozio-kulturellen Aspekten (Familiäres Umfeld, Erziehung, Schule, Wohnumfeld....) Es ist auch zu betrachten, inwieweit Individuen selbst auf ihre Entwicklung steuernd Einfluss nehmen.(z.B. Studieren gehen, obwohl die Eltern das nicht unterstützen)
  • Welcher zentralen Frage geht Piaget in seiner Phasenlehre nach? zentrale Frage: Wie gelangt der Mensch zu Wissen und Erfahrung?
  • Welche vier Hauptstadien der Intelligenzentwicklung werden von Piaget unterschieden? 1. Phase der sensomotrischen Intelligenz 6 - 18 Monate - Dabei geht es überwiegend um Sinneserfahrungen und Bewegungen.2. Phase des voroperatorischen, anschaulichen Denkens 18 Monate - 6-8 Jahre - Hier werden konkrete Operationen/Handlungen durch geführt.3. Phase des konkret-operatorischen Denken 8 - 10 Jahre - Konkreteres Denken wird möglich.4. Phase des formal-operatorischen Denkens 11 - 12 Jahre - das Kind kann hypothetische Aufgaben lösen und ist zum abstrakten Denken fähig.
  • Was ist Gegenstand der Differenziellen Psychologie? Identifikation und Vorhersage von Unterschieden zwischen einzelnen Personen oder Gruppen auf bestimmten Dimensionen oder Merkmalen. Bsp.: einige Menschen sind ängstlicher als andere.
  • Was ist Gegenstand der Persönlichkeitspsychologie im engeren Sinne? Untersuchung der einzigartigen Organisation von psychischen Merkmalen innerhalb einer Person ( Wie kein anderer Mensch)
  • Was ist Persönlichkeit? Nennen Sie die wichtigsten Bestimmungsstücke. In der Alltagssprache wird der Begriff Persönlichkeit häufig wertend verwendet.(schillernd, charismatisch) In der Psychologie ist dies ein rein beschreibender Begriff. Definition Hermann: Persönlichkeit= "...ein einzigartiges, zeitstabiles und den Zeitablauf überdauerndes Verhaltenskorrelat" -etwas hinter dem Verhalten -hypothetisches Konstrukt, nicht direkt beobachtbar -zeitlich stabil und transsituativ konsistent(in verschiedenen Situationen auftretend) Definition Pervin: "Persönlichkeit ist die komplexe Organisation von Kognitionen, Emotionen und Verhalten, die dem Leben einer Person Richtung und Zusammenhang gibt." Persönlichkeit umfasst Strukturen und Prozesse und Auswirkungen der Vergangenheit ebenso einschließt wie Konstruktionen der Gegenwart und Zukunft.
  • Nennen Sie die vier Disziplinen der Differenziellen Psychologie nach William Stern. Variationsforschung - Untersuchung eines Merkmals an vielen Individuen  – Wie varriiert die Intelligenz unter den Studenten der FUH? Korrelationsforschung - Untersuchung mehrerer Merkmale an vielen Individuen – Gibt es einen Zusammenhang zwischen Intelligenz und Studienerfolg? Psychographie - Untersuchung eines Individuums auf viele Merkmale - Psychologische Analyse eine Person z.B. Goethe, eines Schulkindes. Komparationsforschung - Untersuchung mehrerer Individuen auf viele Merkmale - Vergleich von Goethe und Schiller, vom Studierenden unterschiedlicher Fächer