318

Psychologie (Fach) / 03400 - Einführung in die Psychologie und Ihre Geschichte (Lektion)

FUH Modul 1

Diese Lektion wurde von narzissenstern erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Was quantifiziert die Prävalenz? Wie viele psychische Störungen zu einem Zeitpunkt in einer bestimmten Population überhaupt der Fall sind
  • Was ist der Gegenstand der Ätiologieforschung? Untersuchung der Bedingung / „Ursachen“ von psychischen Störungen
  • Wieso sollte man nicht von "Ursachen" psychischer Störungen sprechen? Mit dem Begriff Ursache sind wissenschaftstheoretische Anforderungen verbunden, die im Fall von psy Störungen so gut, wie nie erfüllt sind. Demnach könnte Merkmal / Ereignis A nur dann als Ursache bezeichnet werden, wenn 1. A zitlich vor B liegt, 2, A und B Kovariieren und 3. für das Auftreten von B nur das Eintreten von A verantwortlich ist. Einfach: Eine Ursache muss zeitlich vor dem Symptom liegen und als eindeutiger Verursacher für das Auftreten dessen erkennbar sein. Da dies in den meisten Fällen aber von mehreren Bedingungen abhängt die nicht mehr alle rekonstruierbar sind, sollte von Bedingung gesprochen werden.
  • Grenzen Sie prädisponierende, auslösende und aufrechterhaltende Bedingungen psychischer Störungen voneinander ab. Prädisponierend – genetisch, biologisch auslösend – ereignisse, die der störung vorausgehen zb tramatas aufrechterhaltend – ettiketierungsprozesse der umwelt und vemeidungsverhalten
  • Was ist mit "Biopsychosoziales Modell" gemeint? Multikausale Bedingtheit psychischer Störungen durch Zusammenwirken mehrerer Bedingungen oder Variablen auf biologischer, psychischer und sozialer Ebene im Erleben und Verhalten eines Menschen.
  • Was ist Gegenstand der Psychotherapie- und Interventionsforschung? Psychotherapie- u. Interventionsforschung untersucht,- ob Psychotherapie überhaupt wirksam ist,- ob unterschiedl. Psychotherapien unterschiedlich wirken oder sich in ihrer Wirkung unterscheiden - und wie sie wirktAktuell werden in der Psychotherapieforschung insbesondere Prozessgeschehen und Mikroaspekte untersucht.Weiterer Forschungsschwerpunkt: Suche nach gemeinsamen Wirkfaktoren unterschiedlicher therapeutischer Schulen.
  • Nennen Sie einige Formen klinisch-psychologischer Intervention. Prävention, Psychotherapien, Rehabilitation, Krisenintervention, Aufklärung, Ressourcenaktivierung, Beratung, Training, Übung
  • Worauf zielen primäre, sekundäre und tertiäre Prävention jeweils ab? Primäre Prävention Inzidenzrate (=Anzahl der Neuerkrankungen) senken; Vorbeugen ist besser als Heile Sekundäre Prävention Ziel ist Senkung der Prävalenzrate, also der Gesamtanzahl psychischer StörungenErkrankungsdauer verkürzen, durch frühzeitig, gezielt eingesetzte Behandlungsmethoden Tertiäre Prävention negative Folgen reduzieren; durch Rehabilitionsmaßnahmen sollen negative Folgen einer psychischen Störung für den Betroffenen und seine Umgebung reduziert werden
  • Nennen Sie vier wichtige psychotherapeutische Ansätze. Psychoanalysekognitiv-behaviourale Therapien (Verhaltenstherapie)humanistische Therapieformen ( Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie)systemische Therapien
  • Was ist das Ziel der psychoanalytischen Therapie? Förderung der Selbsteinsicht über verdrängte Konflikte und Erfahrungen und Stärkung des Ich´s gegenüber dem Über - Ich und dem Es
  • Anzeige
  • Was ist die zentrale Grundidee der Verhaltenstherapie? Verhaltensstörungen resultieren aus Lernprozessen , die auch wieder verändert werden können.
  • Was versteht man unter "Exposition mit Reaktionsverhinderung"? Exposition mit Reaktionsverhinderung ist eine Technik für den therapeutischen Umgang mit Ängsten/ Angststörungen, die eine tragfähige Beziehung zwischen TherapeutIn und KlientIn voraussetzt.Der Klient wird deutlich länger als einige Minuten der Situation ausgesetzt, die ihm Angst bereitet- und zwar so lange, bis er feststellt, dass die gefürchtete Konsequenz ausbleibt. Das Ausbrechen aus der Situation wird dabei verhindert. Diese Methode lässt sich nicht nur bei Phobien einsetzen, sondern z.B. auch bei Zwangsstörungen
  • Was versteht man unter einem "Negativitätsbias"? Negativitätsbias bezieht sich auf die innere Einstellung, in den mich umgebenden Situationen meine Aufmerksamkeit stets auf die für mich negativ erscheinenden und durch mich so bewerteten Faktoren zu richten, dagegen positive nicht, oder nur eingeschränkt durch diesen Fokus wahrnehmen zu können.
  • Welche 5 gemeinsamen Wirkfaktoren hat Grawe (1998) in den unterschiedlichen Therapieformen identifiziert? Therapeut-Klient-Beziehung: gute u. funktionale Beziehung zw. Therapeut u. Klient herbeizuführen Ressourcenaktivierung: Merkmale des Klienten in der Therapie als Ressourcen nutzen Problemaktualisierung: Probleme des Klienten in der Therapie für selbigen erfahrbar machen und bearbeiten Motivationale Klärung: Ziele, Motive und Werte des Klienten klären Problembewältigung: Therapie sorgt durch geeignete Methoden für positive Bewältigungserfahrungen
  • Was ist Gegenstand der Klinischen Neuropsychologie? systematische Beschreibung psychischer Funktionsstörungen bei psychiatrischen Erkrankungen und nach angeborener bzw. erworbener Hirnschädigung. 
  • Inwiefern ist das Modell von Nolting & Paulus "integrativ"? Da in diesem Modell die einzelnen Grundlagendisziplinen nicht getrennt voneinander betrachtet werden, sondern integriert - wieder "zusammengedacht" werden
  • Welche vier grundlegenden Aspekte des psychischen Systems beinhaltet das IM? (Integratives Modell) Aktuelle Prozesse (Motivation, Emotion, Denken und Handeln) Situationen Person ( das was eine Person mitbringt in eine Situation) Entwicklung Themen- und Theorieübergreifend – anwendbar auf jede psychologische FragestellungAspekte wirken zusammen, beeinflussen sich gegenseitig Grundlegende Aspekte des psychischen Systems führen zu 5 Fragen:1. Um welches Verhalten und welche inneren Prozesse geht es hier? 2. Welche Rolle spielen Situationsfaktoren? 3. Welche Rolle spielen Personmerkmale? 4. Wie wirken Person- und Situationsmerkmale zusammen? 5. Mit welchen Entwicklungsbedingungen könnten die Personmerkmale / aktuellen Prozesse zusammenhängen?
  • Erläutern Sie den Unterschied zwischen mechanistischem und dynamischem Interaktionismus. Mechanistischer Interaktionismus MECHANISTISCHER INTERAKTIONISMUS= Klare Unterscheidung zwischen unabhängigen Variablen und abhängigen Variablen DYNAMISCHER INTERAKTIONISMUS = Wechselseitige Interaktion zwischen unabhängigen Variablen und abhängigen Variablen