psychiatrie (Fach) / Benkert Hippius (Lektion)

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Psychopharmakologie

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  • EMA European Medicines Agency
  • FDA Food and Drug Administration
  • von EMA oder FDA zugelassene Psychopharmaka in Schwangerschaft keine
  • wann sind Psychopharmaka in Schwangerschaft oder Stillzeit unbedenklich? nie, nahezu alle Psychopharmaka plazentagängig und gehen in Muttermilch über
  • welches Trimenon ist besonders sensibel für Psychopharmaka? 1. Trimenon
  • wann darf auch im 1. Trimenon Psychopharmakon verabreicht werden? wenn Risiko der psychischen Krankheit das des Medikaments übersteigt
  • was tun, bevor Psychopharmakon in Schwangerschaft oder Stillzeit ansetzen? Kontakt mit Gynäkologen bzw. Pädiater aufnehmen
  • Problemkomplexe bei Psychopharmaka in Schwangerschaft Teratogenität direkte toxische Wirkung auf Fetus (z.B. intrauterine Wachstumstardierung) Perinatalsyndrome (z.B. Frühgeburtlichkeit, Adaptationsschwierigkeiten) neurobehaviorale Auswirkungen (z.B. postnatale Entwicklungs- und Verhaltensstörungen)
  • negative Folgen für Kind bei mütterlicher Depression verzögerte Entwicklung geringes Geburtsgewicht
  • Risiko von SSRI nach der 20. SSW PPHN = Persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen
  • welche Antidepressiva haben höheres teratogenes Potenzial? TZA > SSRI
  • auf welches TZA sollte in Schwangerschaft auf jeden Fall verzichtet werden? Clomipramin
  • welches TZA sollte am ehesten in Schwangerschaft verschrieben werden (zumindest frühere Ansicht) Nortriptylin
  • wenn während Schwangerschaft Antidepressivum neu verordnet werden muss, auf welche Präparate sollte verzichtet werden? Paroxetin Fluoxetin Sertralin
  • Risiko, wenn bestehende SSRI-Behandlung in Schwangerschaft beendet wird 3-fach erhöhtes Rückfallrisiko als wenn Behandlung fortgeführt wird
  • späteres Risiko für Kind bei SSRI-Exposition in Schwangerschaft Autismus-Spektrum-Störungen leicht erhöht
  • was auf keinen Fall tun, wenn SSRI in Schwangerschaft verordnet? weiteres AD oder Benzos dazu geben kein Alkohol trinken! (FAS = fetales Alkoholsyndrom)
  • Gefahr von Bupropion in Schwangerschaft AD(H)S
  • Psychotische Symptome bei der PDD (Parkinson Disease Demenz?) Ursache? Therapie? in den meisten Fällen NW der Antiparkinsontherapie => zunächst psychotogene Präparate sukzessive absetzen bzw. weitestgehend reduzieren zuerst Anticholinergika und Amantadin danach COMT- und MAO-B-Hemmer schließlich Dopaminagonisten und L-Dopa. Falls das alles nicht hilft: Quetiapin off-label (25-150 mg/d) (geringeres NW-Profil) Clozapin (6,25-100 mg/d) einzig zugelassenes NL für diese Indikation, Pat. sprechen oft schon auf sehr geringe Dosis an (nicht Olanzapin und Risperidon, verstärken motorische Störungen)
  • Parkinson Disease Demenz (PDD) Abgrenzung zu Parkinson Disease (PD) Abgrenzung zu Alzheimer Disease (AD) Pharmakotherapie Bei der PDD im Vergleich zur Parkinson-Syndrom ausgeprägtere globale Hirnatrophie Bei PDD im Vergleich zur AD stärker ausgeprägtes cholinerges Defizit Bei leichter bis mittelschwerer Demenz ist Rivastigmin (Exelon) zugelassen