Innere Medizin STEX (Fach) / Querbeet (Lektion)
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- Welche Laborparameter erwarten sie bei der Myokarditis verändert? Herzenzyme↑ (CK, CK-MB, Troponin-T) BNP↑ als Hinweis auf eine beginnende Herzinsuffizienz, aber auch als Folge der Entzündung Virus-Serologie Auto-Antikörper (Antimyolemmale Antikörper = AMLA, Antisarkolemmale Antikörper = ASA)
- Wermer-Syndrom syn. MEN-I Syndrom Genetik: Verändertes Meninprotein Primärer Hyperparathyreoidismus (in ca. 95%) Endokrine Pankreastumoren wie Gastrinom, Insulinom (ca. 50-80%) Hypophysenadenom (ca. 30-50%)
- Zollinger-Ellison-Syndrom - Klinik Rezidivierende, therapieresistente Ulzera in Magen und Duodenum, selten im Jejunum (häufig atypische Lage) Reflux Abdominelle Schmerzen Diarrhoe, Steatorrhoe: Die Lipasen werden durch den erhöhten Säuregehalt des Magensafts inaktiviert Ggf. Symptome eines MEN 1
- Diagnostik Zollinger-Ellison-Syndrom Basale Gastrinspiegel im Serum erhöht Provokation mit Sekretingabe führt zu einem Gastrinanstieg um >100% (DD_ reaktive Hypergastrinämie z.B. bei Magenausgangsstenose) Endoskopie (ÖGD) Peptische Ulzera pH-Wert des Magens erniedrigt Bildgebung Sonographie/CT/MRT zur Tumorsuche/Staging
- Therapie Zollinger-Ellison-Syndrom operative Entfernung der Gastrinome Metastasierung (50%): PPI und Somatostatinanaloga Radionuklidtherapie ist bei inoperablen, Somatostation-Rezeptor-exprimierenden Tumoren möglich
- Morbus Ménétrier Riesenfaltengastritis Definition: Gastritis mit starker Vergrößerung der Schleimhautfalten Histologie: Foveoläre Hyperplasie Mögliche Folgen: Diarrhö, Proteinverlust (→ Ödeme), maligne Entartung Therapie: Bei Nachweis von HP → Eradikation, sonst symptomatisch und regelmäßige gastroskopische Kontrollen
- Morbus Whipple Epidemiologie: Sehr selten, vor allem ♂ zwischen 30 und 60 Jahren betroffenÄtiologie: Infektion mit Tropheryma whippleiKlinik Malabsorptionssyndrom abdominelle Schmerzen Diarrhö, Steatorrhö Extraintestinale Manifestation: Enteropathische Arthritis (60%) , Sakroiliitis (40%), Fieber, Polyserositis, Lymphknotenvergrößerung, kardiale Symptomatik (Klappeninsuffizienzen etc.) oder neurologische Störungen (Myoklonien, Ataxie, Störungen der Okulomotorik) Diagnostik Dünndarmbiopsien (Nachweis PAS-positiver Makrophagen) Bei neurologischen Beschwerden: Liquordiagnostik und ggf. MRT Therapie Ceftriaxon über 2 Wochen i.v., dann orale Erhaltungstherapie über 1 Jahr mit Cotrimoxazol. Unbehandelt tödlich!
- Bassen-Kornzweig-Syndrom AR-vererbte Synthesestörung von ApoB mit erniedrigten Gesamtcholesterinwerten Malabsorption von fettlöslichen Vitaminen --> Frühzeitige Vitaminsubstitution
- Alagille-Syndrom Intrahepatische Gallengangshypoplasien Ätiologie: Autosomal-dominant vererbtSymptome: Cholestase mit IkterusWeitere sehr variable Merkmale: Augenfehlbildungen (bspw. Embryotoxon posterior), Gesichtsdysmorphie, Herzvitien (bspw. periphere Pulmonalstenose), Skelettanomalien (bspw. Schmetterlingswirbelkörper)
- Peutz-Jeghers-Syndrom Hereditäre gastrointestinale Polyposis-SyndromeGenetik Zu 50% autosomal-dominante Vererbung Zu 50% Neumutation Endoskopische Diagnostik: Meist <20 Polypen, vorwiegend im DünndarmPrognoseLebenszeitrisiko für kolorektales Karzinom: 40%Erhöhtes Risiko für Ovarial, Mamma- und PankreaskarzinomBesonderheit: Periorale Hyperpigmentierung
- Evans-Syndrom autoimmun-induzierte hämolytische Anämie (AIHA) gleichzeitiges Vorliegen von Antikörpern gegen Erythrozyten und Thrombozyten Es kann mit einer malignen Erkrankung (z.B. Non-Hodgkin-Lymphome) assoziiert sein, die Ätiologie ist aber häufig unbekannt.
- UAW/Komplikationen Radiojodtherapie Frühkomplikationen Gastritis Sialadenitis → Prophylaxe: Lutschen von sauren Bonbons, Trinken von Zitronensaft, reichliche Flüssigkeitsaufnahme (Hypothyreose) → Überwachung, ggf. Substitution mit Thyroxin Spätkomplikationen Strahlenthyreoiditis Sekundärmalignom oder Leukämie (Risiko etwa 1%) Sicca-Syndrom mit Mundtrockenheit (Xerostomie) Bei (disseminierten) Lungenmetastasen: Lungenfibrose
- Welche Untersuchung würden sie bei V.a. Schilddrüsenautonomie primär anordnen? 1. Schilddrüsenszintigraphie: "warmer/heißer Knoten" 2. Suppressionsszintigraphie Zur besseren Darstellung autonomer Prozesse der Schilddrüse wird eine Suppressionsszintigraphie durchgeführt Gabe von hochdosierten Schilddrüsenhormonen (150-200µg täglich über ca. 14 Tage) zur Drosselung des normal arbeitenden Schilddrüsengewebes Intravenöse Applikation von Tc-99m → Anreicherung und dadurch Demaskierung von autonom agierenden Schilddrüsenarealen
