G.1 Soziale Urteilsbildung (Fach) / F4 (Lektion)

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Das Selbst

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  • Selbstkonzept Das Wissen einer Person über ihre persönlichen Eigenschaften
  • Selbstwertgefühl Die Bewertung der eigenen Person
  • Quellen des Wissens über die eigene Person eigenes Verhalten eigene Gedanken und Gefühle Reaktionen anderer (the looking-glass self) Soziale Vergleichsprozesse
  • Akteur-Beobachter-Verzerrung wir tendieren zu der Annahme, daß wir handeln weil die äußeren Umstände es erzwingen, während andere so handeln wie sie es wollen eigenes Verhalten wird öfter durch äußere Umstände begründet als das Verhalten anderer
  • Multiple Selves je nach Rolle, SItuation und Kultur sind unterschiedliche Selbstaspekte zugänglich (dynamisches Selbstkonzept)
  • Selbstkomplexität Anzahl und Unterschiedlichkeit der Selbstaspekte, die eine Person für verschiedene Rollen, Aktivitäten und Beziehungen entwickelt
  • Kohärenz des Selbst -> Wie fügen Personen ihre Selbstaspekte zu einem konsistenten Ganzen zusammen? begrenzte Zugänglichkeit: es sind nicht immer alle Selbstaspekte zugänglich selektive Erinnerung: "Ich war schon immer derselbe" Attribution: situative Erklärungen erklären Unterschiede im Verhalten Fokus auf wenige Schlüsselmerkmale: selektive Verarbeitung schemarelevanter Information
  • Entstehung von positiven Verzerrungen bei der Bewertung eigener Gefahren Auswahl geeigneter Situationen und Beziehungen selektive Wahrnehmung und Erinnerung eigener positiver Beiträge
  • Schlüsselstudie: Selbstkomplexität als Puffer für Erfahrungen der Einfluss positiver und negativer Erfahrungen auf den allgemeinen Selbstwert ist umso größer, je weniger komplex das Selbst einer Person ist
  • soziale Vergleiche Nähe zur Vergleichsperson und Bedeutsamkeit der Eigenschaft sind entscheidend Gute Leistungen einer nahestehenden Person führen zu... - Stolz und positivem Selbstwert, wenn mir die Eigenschaft selbst unwichtig ist - Neid und negativem Selbstwert, wenn mir die Eigenschaft wichtig ist
  • gezielte Vergleiche (z.B. Silbermedaille etc.) wenn möglich, vermeiden wir Aufwärts-Vergleiche und streben Abwärts-Vergleiche an -> Selbstwerterhöhung
  • Ideal Self wie ich gerne sein will
  • Ought self wie ich glaube, sein zu sollen
  • Actual self wie ich glaube, tatsächlich zu sein
  • Selbstreferenz-Effekt Selbst-relevante Informationen sind salienter (subjektiv) und werden besser erinnert sowie gespeichert
  • Promotion goals eigene Erwartungen/Ziele (ideal self)
  • Prevention goals Erwartungen anderer/Dinge die man vermeiden sollte (ought self)
  • Selbstregulation sich für Widerstand selbst belohnen Kapazität kann erschöpfen kurzfristige negative Konsequenzen im Sinne seiner langfristigen Ziele repräsentieren
  • Experiment: Induktion von Selbstdiskrepanzen katholische Studentinnen -> Text über sexuelle Fantasien -> Papst-Bild -> Selbstbewertung
  • Selbst-Ausdruck das Motiv, durch Handeln mein Selbstkonzept öffentlich auszudrücken
  • Selbstpräsentation das Motiv, mich so zu verhalten, dass andere einen positiven oder erwünschten Eindruck von mir gewinnen kann auch auf die handelnde Person zurückwirken und das Selbstkonzept verändern
  • Self-Monitoring Personen mit niedrigen Self-Monitoring-Werten handeln so, wie sie sich selbst wahrnehmen Personen mit hohen Werten handeln so, wie es die soziale Situation erfordert