161
HdM WI7 3. Semester (Fach) / Operative Informationssysteme (Lektion)
Anzeige
- Wozu verwendet man Swimlanes und wozu verwendet man Pools? Pools und Swimlanes – die Bereiche, mit denen Aktoren und Systeme dargestellt werden
- Was ist “Seperation of concerns”? Anwendungen werden in zusammenhängende Teile zerlegt mit klar definierten Aufgaben
- Wie sieht eine Client Server Architektur betrieblicher Anwendungssysteme aus? Präsentations-Clients (PC, Web, iPhone, RFID, verschiedene Technologien zur Präsentation und Erfassung von Daten Applikations Server (Mehrere Applikationsserver (u.U. unterschiedliche Standorte) Datenbank Server (Ein zentrales relationales DBMS)
- Was ist ein Datenbank-Server? Stellt DBMS zur Verfügung. Persistente Speicherung der Daten In der Regel werden relationale DBMS verwendet Transaktional Verarbeitung Unterstützung von SQL
- Was ist ein Applikationserver? Steuert den Ablauf der Geschäftsprozesse “betriebwirtschaftliches Regelwerk” ist die zentrale Komponente eines ERP (CRM) Verweis auf SAP: Anwendungsprogramme entwickelt in ABAP (oder Java)
- Was ist die Präsentationsschicht? Kommunikationsschnittstelle zu den Anwendern Graphische Darstellung und Eingabe der Daten (keine betriebswirtschaftliche Logik - “dumme” Clients zur Präsentation)
- Was versteht man unter “Single Tier”, “Two Tier” und “Three Tier”? Single Tier: Typisch für Test und Demo Systeme (wie Mainframe Systeme) Two-Tier: “Load” von den Präsentationsservern ist auf verschiedene Maschinen verteilt und hat keinen Einfluss mehr auf Datenbank Performance Three-Tier: “Load” von den Präsentationsservern ist auf verschiedene Maschinen verteilt und hat keinen Einfluss mehr auf Datenbank Performance, “Load” durch Applikationen ist verteilbar auf verschiedene Server
- Was versteht man unter Skalierbarkeit? Im Zusammenhang mit Software versteht man unter Skalierbarkeit ein System aus Hard- und Software, dessen Leistung durch das Hinzufügen von Ressourcen oder weiteren Knoten/Rechnern in einem definierten Bereich proportional (bzw. linear) zunimmt.
- Welche technische Lösung gibt es um Skalierbarkeit zu erreichen? Cloud Computing, V-Server, ...
- Beschreibe die Komponenten eines operativen betrieblichen Informationssystems (ERP), anhand der Benutzungsschicht, Adaptionsschicht, Applikationsschicht und Datenhaltungsschicht. Benutzungsschicht: Benutzeroberfläche und WebClient Adaptionsschicht: Customizing/Parametrisierungsfunktionen und Integrationselement (Workflow) Applikationsschicht: Programmierumgebung, Applikationskern, Datenbankunabhängiger Teil, Datenbankabhängiger Teil, Aufrufen anderer Programme, User Exists Datenhaltungsschicht: Datenbankmanagementsystem, Schittstellen zu anderen Datenbanken
- Anzeige
- Was versteht man unter B2B, B2C, C2C, A2A? B2B: Business to Busines -> Beziehung zwischen zwei Unternehmen B2C: Business to Consumer -> Beziehung von Unternehmen zu Kunde C2C: Consumer to Consumer -> Beziehung zwischen Privatpersonen A2A: Applikation to Applikation -> Kommunikation zwischen Software-Anwendungen
- Was versteht man unter On Demand System? Software ERP läuft in der “Cloud” Nutzungsabhängige Abrechnung der Software im Sinne eines Services
- Was versteht man unter On Premise System? Anwendungssystem wird im Unternehmen installiert Lizenzen müssen gekauft werden
- Welche drei Arten von Daten gibt es in einem Unternehmen? Unstrukturierte Daten Transaktionsdaten Metadaten
- Was sind Transaktionsdaten? Transaktionsdaten fallen im Rahmen von Geschäftsprozessen an und werden in operativen Informationssystemen verarbeitet: Stammdaten und Bewegungsdaten Aus Transaktionsdaten werden durch Verdichtung in analytischen Systemen Daten zur Auswertung bereit gestellt!
- Was sind Metadaten? Metadaten beschreiben andere Daten und die Zusammenhänge von Daten
- Was ist ein Unternehmensweites Datenmodell? Für alle Bereiche des Unternehmens werden die Datenobjekte in einem konsistenten Modell abgebildet
- Was ist SERM? strukturierte Entity Relationship Modell eine Darstellungsform für statische Zusammenhänge zwischen Objekten in Datenbanken
- Was ist ein Referenzmodell? Ein für ein Wirtschaftszweig erstelltes Modell, das allgemeingültigen Charakter haben soll. Wesentliches Ziel ist es die Wirtschaftlichkeit der Modellierung zu erhöhen um Ausgangslösungen bereit zu stellen, die dann von den Anwendern als Referenzmodell bedarfsgerecht verändert werden können
- Was versteht man unter einem Datenbanksystem? besteht aus einer Menge von Daten und Programmen (Datenbankverwaltungssystem oder DB-Managementsystem) um den Zugriff und die Modifikation der Daten auf kontrollierte Weise zu ermöglichen
- Welche Aufgaben hat ein DB-Management System? DatenadministrationDatennutzungDatenmanipulationDatensicherheitDatenintegritätUnterstützung von Anwendungssystemen, welche auf die Daten zugreifen
- Welche Vorteile bieten Daten in “In-memory Databases”? sehr schneller Zugriff auf DatenBeispiel SAP Hana Datenbank
- Was ist eine Transaktion? Aus Sicht des Rechnungswesens und aus Sicht der Anwendungssysteme. Rechnungswesen: alle Ereignisse die buchhalterische Auswirkungen haben, also zu Buchungen in der Buchhaltung führen Anwendungssysteme: um inkonsistene Datenzustände zu vermeiden fasst man mehrere Anweisungen zu einer Transaktion zusammen. Definition: Eine Transaktion ist eine Folge von SQL Anweisungen, die zusammen eine Einheit bilden. Eine Transaktion wird immer vollständig oder gar nicht ausgeführt (Atomicity).
- Nenne Eigenschaften einer Transaktion Atomicity Eine Transaktion wird immer vollständig oder gar nicht ausgeführt. Consistency (Konsistenz) Datenbank muss von einem konsistenten Zustand in einen anderen übergehen. Isolation Bei gleichzeitiger Ausführung mehrer Anwendungen: Für eine Anwendung sol die Datenbank sich in einem Zustand darstellen, wie wenn eine Anwendung die DB alleine benutzt Durability Nach erfolgreicher Durchführung einer Transaktion müssen die Daten dauerhaft gespeichert werden, auch wenn das DBMS abstürzt!
- Nenne Beispiele für Transaktionen im ERP Umfeld Buchungen von Ertrags und Steuerkonten Gleichzeitige Buchung von Mengenänderungen (Bestand) und Werten
- Welche Daten verwaltet ein ERP System? Organisationsdaten Werke, Unternehmen Stammdaten Material Bewebungsdaten Auftrag Bestandsdaten Materialbestand im Werk Steuerungsdaten, Customizing, Business Rules Regeln zur Ermittlung von ...
- Was sind Busniess Objekte? Daten in einem betrieblichen Informationssystem Objekte haben Attribute Objekte publizieren Events
- Nenne Beispiele für Stammdaten Material (Artikel)Geschäftspartner (Debitoren)
- Nenne Beispiele für Bewegungsdaten AuftragRechnungLohnabrechnung
- Anhand von welchen Kriterien werden Daten in einem betrieblichen Anwendungssystem strukturiert? Existenzielle Abhängigkeit (im ER-Modell auf der “linken Seite”) Zugriffsverhalten (eher klassische Strukturierung)
- Anzeige
- Was ist eine Existenzielle Abhängigkeit? Bewegungsdaten sind existenziell abhängig von Stammdaten, dies bedeutet, dass man zum Beispiel die Stammdaten nicht einfach löschen kann, solange Bewegungsdaten vorhanden sind, die sich auf die Stammdaten beziehen.
- Was sind Stammdaten? Stammdaten sind “Business Objekte” Stammdaten haben Attribute (Beispiel: Materialstamm hat “Mindestbestand” als Attribut haben meistens keinen (oder schwachen) Zeitbezug werden oft von mehreren Anwendungen bzw. Unternehmensbereichen verwendet sind bei analytischen Auswertungen oft die Kriterien, nach denen ausgewertet wird (z.B. Produkt, Filiale, Kunde) Stammdaten hängen von keinen anderen Entitäten ab
- Was sind Bewegungsdaten? Bewegungsdaten sind “Business Objekte” Entstehen immer wieder neu in betriebswirtschaftlichen Prozessen Enthalten Zustands / Prozessinformationen über eine konkrete Prozess-Instanz Zeitbezug oft vorhanden (Auftragsdatum, Bestelldatum, …) werden meistens zeitlich begrenzt benötigt und daher kurz oder mittelfristig gehalten Auftrag, Rechnung, Lohnabrechnung
- Was sind Organisationsdaten? Bilden die organisatorischen Strukturen eines Unternehmens ab Rechtliche Einheiten Logische Struktur (Werke, ..) Personalbereich Sind nicht abhängig von anderen Daten, z.B. Stammdaten, Bewegungsdaten Steuern die Geschäftsprozesse - legen Geschäftsregeln fest Analytische Informationen / Auswertungen sind in der Regel organisatorischen Einheiten zugeordnet (Umsatz je Unternehmen, je Werk, ..) Organisationsdaten können in der Regel nur von Super-Usern angelegt werden können nicht gelöscht werden sind “Parameter” einer System Ausprägung In SAP: Werden als Customizing Daten angelegt
- Was sind Bestandsdaten? Wie Stammdaten aber: Bestandsdaten zeichnen sich durch eine zeitliche Veränderbarkeit aus Zugriffe wie bei Stammdaten - aber auch schreibende Zugriffe! Beispiel: Materialbestand
- Warum gehört ein Kundenauftrag zu den Bewegungsdaten? Weil Kundenaufträge immer wieder neu entstehen. Sie enthalten Zustands / Prozessinformationen über eine konkrete Prozess-Instanz Zeitbezug ist vorhanden (Auftragsdatum, Bestelldatum, …)
- Erklären Sie am Beispiel einer Bestellung bei einem Lieferanten, von welchen Stammdaten diese existenziell abhängig ist! Bewegungdaten sind existentiell abhängig von Stammdaten. Dies bedeutet konkret am Beispiel von der Bestellung beim Lieferanten, dass dessen Stammdaten wie seine Anschrift, Kontodaten etc. benötigt werden um die Bestellung auszuführen. Ohne diese Stammdaten ist die Bestellung nicht ausführbar.
- Nenne die Funktionsbereiche der Materialwirtschaft EinkaufRechnungseingang und RechnungsprüfungWarenbewegungLagerhaltungBedarfsplanungInventur
- Was ist die Aufgabe der Materialwirtschaft? mengenmäßige,räumliche,zeitliche,Planung und Steuerung von Materialbewegungen im Unternehmen, Warenfluss von Lieferanten, Kunden, Bedarfsträgern (i.e. Produktion)
- Nenne die Organisationseinheiten der Materialwirtschaft in einem ERP Mandant (=Konzern)Buchungskreis (=Unternehmen)WerkLagerortEinkaufsorganisation
- Was ist ein Mandant im ERP System? Mandant (Konzern) engl. Client Im ERP können mehrere Mandanten angelegt werden, sie sind organisatorisch und datentechnisch abgeschlossene Einheiten im ERP System Sie besitzen eigene Stammdaten und Bewegungsdaten Juristisch eigenständige Unternehmen können in unterschiedlichen Mandanten abgelegt werden
- Was ist ein Mandant im ERP System? Mandant (Konzern) engl. Client Im ERP können mehrere Mandanten angelegt werden, sie sind organisatorisch und datentechnisch abgeschlossene Einheiten im ERP System Sie besitzen eigene Stammdaten und Bewegungsdaten Juristisch eigenständige Unternehmen können in unterschiedlichen Mandanten abgelegt werden
- Was ist ein Buchungskreis im ERP System? Kleinste organisatorische Einheit des externen Rechnungswesens, für die eine vollständige, in sich abgeschlossene Buchhaltung abgebildet werden kann. Dies beinhaltet die Erfassung aller buchungspflichtigen Ereignisse und die Erstellung aller Nachweise für einen gesetzlichen Einzelabschluss, wie Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen. Das definieren der Organisationseinheit Buchungskreis ist obligatorisch
- Was versteht man unter “Customizing” im ERP System? betriebswirtschaftliche Organisationsstrukturen und Geschäftsregeln je Mandant Benutzer werden je Mandant angelegt und verwaltet
- Welche allgemein gültigen Daten hat der Materialstamm? z.B. Bezeichnung, Abmessungen, Gewicht, Größe, etc. Für jedes Material, dass ein Unternehmen verwendet, muss ein Materialstammsatz angelegt werden, der durch eine Materialnummer eindeutig gekennzeichnet ist.
- Was sind sprechende Schlüssel oder nichtsprechende Schlüssel? Je nach Handhabung in einem Unternehmen kann man als Materialnummern sprechende Schlüssel oder nichtsprechende Schlüssel vergeben Ein sprechender Schlüssel ist ein Schlüsselkandidat mit einer logischen Beziehung zu einem oder mehreren Attributen einer Tabellenstruktur. Der sprechende Schlüssel stellt einen Gegensatz dar zum nichtsprechenden Schlüssel, welcher durch eindeutige Nummern- oder Zeichenkettenvergabe erzeugt wird und der keine solche logische Beziehung zum Inhalt eines Datensatzes hat.
- Was ist der Unterschied zwischen interner und externer Nummernvergabe? interne Nummernvergabe: hochzählen einer vom System vergebenen Nummer
- Welche Daten benötigt man in einem Material? Für bestimmte Geschäftsprozesse benötigt man bestimmte Attribute im Material, die diesen Prozess steuern können.
- Was sind Stücklisten, welche verschiedene Verwendungen gibt es für diese? engl. Bill of Material => Erzeugnisstrukturdaten Gibt es für verschiedene Verwendungen: Produktion, Material Requirements Planning (MRP), Beschaffung (Einkauf), Verkauf Stücklisten sind einstufig Komplexe Baukasten Strukturen entstehen durch die Wiederverwendung von Materialien in anderen Stücklisten
- Was sind Chargen im ERP System? Vergabe Nummer Chargennummern dienen der eindeutigen Kennzeichnung von Produkten die aus ein und demselben Fertigungsauftrag stammen. Dies wird z.B. für Farben, Chemikalien, Medikamente, Härteprozesse usw. verwendet. Mängelverfolgung (Rückruf, Regress) durch Chargen möglich