Modul 1 Einführung in die Psychologie (Fach) / Einführung in die Psychologie und ihre Geschichte (Lektion)

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  • 3 Gründerpersönlichkeiten der Psychologie Franz Brentano William James Wilhelm Wundt
  • Gegenstand der Psychologie Erleben und Verhalten
  • Methoden der Psychologie 1. Erleben -> Selbstbeobachtung in der Ersten- Person- Perspektive 2. Verhalten -> Fremdbeobachtung, Dritte- Person- Perspektive
  • Problem der Introspektion - es ist noch nicht geklärt wie sie genau funktioniert - die Beobachtung und das zu Beobachtende werden beide simultan vom Beobachtenden vorstellungsmäßig erzeugt. -> Beides ist nicht einfach zu entwirren. - sie ist subjektiv
  • Welchen Verdienst hat der Behaviorismus an der Bewusstseinspsychologie? hat verdeutlicht dass Bewusstsein im Dienste des Verhaltens und Handelns steht. der adaptiven Bewältigung von Umgebungsanforderungen. Bewusstsein hat eine biologische Funktion
  • Kritik Behaviorismus am Forschungsgegenstand - Bewusstsein kann man nicht von Außen beobachten, muss ausgeklammert werden - Selbstbeobachtung ist subjektiv, deswegen ist die FB zu bevorzugen - ABER: Vollständige Objektivität ist ein Ideal, dass zudem nur Subjekte haben können Position ist deswegen zu radikal, die 1.P.P. kann nicht zugunsten der 3.P.P. eliminiert werden. Es gäbe Beschreibungen ohne Beschreibenden.
  • Was für Erfahrungsdiskrepanzen gibt es? - Umspringfiguren (Rubinscher Pokal) - Konstanzleistungen (Größenkonstanz) - Optische Täuschungen (Müller-Lyersche-Täuschung)
  • Was zeigen uns die Erfahrungsdiskrepanzen? - dass kein einfacher und direkter Zusammenhang zwischen extraorganismischen und den durch diese verursachten intraorganismischen Bedingungen besteht. - dass sich Wahrnehmungen widersprechen, verändern können, während die Dinge unverändert bleiben und andersrum - dass ein produktiver, innerer Faktor bei der Wahrnehmung beteiligt ist und das Erleben nicht ausschließlich mit der unveränderten physikalischen Reizgrundlage im phänomenalen Draußen erklärt werden kann. - dass unsere Erfahrungen in die aktuelle Wahrnehmung miteinfließen. (auch Einstellung)
  • Diskrepanzerfahrungen und Bewusstseinsunabhängige Außenwelt - Vorstellung ermöglicht uns Doppelstatus der Dinge zu erkennen, erst das wir glauben, dass es Objektivität gibt, machen die Erfahrungsdiskrepanzen interessant.
  • psychische Eigenschaften relativ stabile und generelle Merkmale eines psychischen Prozesses o. einer psych. Funktion, die relativ unabhängig von situativen und zeitlichen Randbedingungen sind.
  • psychische Funktion Sammelbezeichnung für Prozesse und Strukturen auf die sich jegliche Art von Aktivität stützt und durch die Menschen zu einem adaptiven Verhalten in einer sich verändernden Umgebung befähigt werden. Beispiel: "etwas" Sehen
  • Fähigkeiten (abilities) verfestigte Systeme verallgemeinerter psychischer Prozesse, die den Tätitgkeitsvollzug steuern und Leistung ermöglichen. Betreffen hauptsächlich kognitive Vorgänge, Gedächtnisleistungen sowie gedanklich analysierende und synthetisierende Vorgänge Sind nicht beobachtbar, können allenfalls erschlossen werden Beispiel: Menschen im Urwald können mehrere Grüntöne unterscheiden
  • Fertigkeiten (skills) aufgabenbezogene individuelle Aktivitäten, die als eingeübte und automatisierte Bewegungsabläufe realisiert werden. z.B. (senso-) motorische Fertigkeiten sind Tischtennisspielen, Schwimmen
  • Seele, theologische und ethische Gesichtspunkte - repräsentiert die Unsterblichkeit des individuellen Menschens - Träger des ethischen Zentrums
  • "System Seele" Franz Wundt Aktualität, Geschehen, Konfiguration aus Prozessen
  • Aktualitätsauffassung der Seele - ein Gefüge aus Funktionen, Fähigkeiten, Fertigkeiten dessen dominanter Zug die Aktualität ist. - Arbeit zeigt sich in zahlreichen psychischen Leistungen - nicht identisch mit der Person oder dem Körper sondern das Insgesamt der seelischen Funktionen deren Leistungen Ausdruck der psychophysischen Einheit der Person sind. - Wundt, Leibniz, Aristoteles
  • Untersuchung von psychischen Funktionen - lassen sich methodisch isolieren, wirken aber mehr oder weniger stark zusammen - Zusammenwirken kann man nur unter Berücksichtigung der Umgebungsanforderungen bestimmen.
  • Nachfolgebegriffe der Seele Bewusstsein, Ich, Person, Selbst, Psychische Eigenschaften und Funktionen
  • W. James , das Konstrukt des Selbst I (Self- as- Knower; Ich- als- Subjekt) Me (Self- as- Known; Ich- als- Objekt)
  • Ich- als- Subjekt 'Pure Ego' Das erkennende Selbst Der handelnde interpretierende Teil
  • Das Me ; Ich- als- Objekt nach W. James empirical ego Das erkennende Selbst                                                 "Objekt der Betrachtung", Vorstellung die wir von uns haben                                                              
  • Das Me aus George Herbert Mead Sicht + heute Mead-> sozial vermitteltes Wissen, der sozial gesellschaftlich generalisierte Andere, von dem her man sich selbst deutet heute auch -> selbstbezogenes Wissen (Selbstkonzeptforschung - Me kann untersucht werden)
  • Beispiele psychischer Funktionen Wahrnehmung Bewegungsregulation Handeln Streben Spüren Gefühle Emotionen Wünschen Wollen Entscheiden Vorstellen Denken
  • Gerichtetheit seelischer Funktionen nach Franz Brentano Intentionalität Seelische Funktionen stehen im Dienste des Handelns Handeln ist auf zukünftige Veränderungen in der Umgebung gerichtet
  • sozialie Definition des Handelns - Fremdaufforderung - Selbstaufforderung - Unterlassung Erleben und Handeln kann nicht ohne die Umgebung des Menschen verstanden und erklärt werden.
  • "Ökologische Psychologie" Beinhaltet die Ansicht, dass jeder Organismus als ein informationsverarbeitendes System aufgefasst werden kann. deswegen muss sich die Psychologie auch mit den menschlichen geistigen Erzeugnissen befassen. (Kulturpsychologie) Wilhelm Wundt Karl Bühler
  • Sprachtheorie, semiotische Kompetenz, Karl Bühler - betont als zentrale Kompetenz von Lebewesen deren semiotische Kompetenz - ermöglicht erst Kulturleistungen - s.K. -> Fähigkeit  ein Zeichensystem für kognitive und kommunikative Ziele zu lernen und zu gebrauchen, um  z.B. Wissen weiterzugeben
  • Kulturelle Gegebenheiten menschlicher Umgebung 1. Insgesamt der von Menschen hergestellten Dinge (Artefakte): Behausungen, Werkzeuge, Kultgegenstände etc. 2. Insgesamt der von Menschen hergestellten sozialen Einrichtungen: Wirtschaft, Recht usw. 3. Die in der Tradition entstandenen Einrichtungen: Sprachen, über Sprechhandlungen erzeugtes Wissen Sitten
  • natürliche Gegebenheiten menschlicher Umgebung Lichtverhältnisse, Luftdruck, Schwerkraft, Raum und Zeit Wetter und Klima (Temperatur, Luftfeuchtigkeit etc.), Flora und Fauna, Vorkommen von Wasser, physische Geographie, usw., wobei die letzteren nur ursprünglich natürlich, mittlerweile aber zunehmend kulturell beeinflusst sind.
  • Soziale Definition des Handelns P1 kann von P2 zum Handeln aufgefordert werden. Fremdaufforderung P2 kann P1 unterlassen zu Handeln P1 kann sich selber auffordern zu handeln /unterlassen zu handeln
  • Organismus als informationsverarbeitendes System - biologische und psychologische Funktionen sind Aktions- und Reaktionsmöglichkeiten - ergeben sich aus ihren Fähigkeiten - Der Organismus muss an den Regelmäßigkeiten und Anforderungen ihrer Umgebung angepasst sein. - Muss aus der Umgebung Energie gewinnen und deswegen darauf angewiesen - Maß für Regelmäßigkeiten ist Information
  • Karl Bühler, Sprachtheorie psychische Fähigkeiten/physiologische Voraussetzungen anatomisch/physiologisch:  Artikulieren, Dekodieren von Sprachlauten, Verarbeiten von sprachlichen Äußerungen psychische Fähigkeiten: kognitive und kommunikative Fähigkeiten Fähigkeit zu sozialen Beziehungen
  • Disposition Eigenschaft die nicht direkt beobachtbar ist, sondern sich in einem bestimmten Verhalten manifestiert auch: Neigung eines Objekts, unter bestimmten Umständen einen bestimmten Zustand anzunehmen Beispiel: Zucker = wasserlöslich, Freundlichkeit
  • Was ist eine Dispositionsbehauptung Die Zuschreibung einer psych. Fähigkeit/ Eigenschaft mithilfe von Eigenschaftswörtern. Erfolgt meistens direkt und ohne genaue kritische Reflexion deswegen müssen sie weiter beobachtet und Beweise gefunden werden. Beispiel: Freundliche Nachbarin
  • Disposition allgemein erklärt Disposition ist der Überbegriff und meint ein bestehendes "Potenzial" bzw. eine "Bereitschaft", die bestimmte Verhaltens- oder Erlebensweisen begünstigen. Dispositionen kann man in die Wiege gelegt bekommen oder im Laufe seines Lebens erwerben.
  • Merkmale der sozialen Def. des Handelns - Fremdaufforderung - Selbstaufforderung - Unterlassung
  • 2 Gesetze der Gestaltpsychologie - Gesetz der Nähe - Gesetz der Geschlossenheit Geschlossenheit (stärkerer Eindruck) schlägt Nähe.
  • Gesetz der Nähe gruppierendes Prinzip Elemente mit geringen Abständen zueinander werden als zusammengehörig wahrgenommen
  • Gesetz der Geschlossenheit Linien die eine Fläche umschließen werden unter sonst gleichen Umständen leichter als eine Einheit aufgefasst, als diejenigen die sich nicht zusammenschließen
  • Woraus besteht eine Wahrnehmungsepisode? Objekt -> Umweltreiz-> Phänomen-> Erkenntnis (Wahrnehmungsurteil)
  • Umweltreiz führt zu einer nicht bewussten Wahrnehmung Reiz durch Sehen, Hören,.. nicht zielgerichtet wahrgenommen nicht ausgewertet
  • Was ist ein Phänomen Bezeichnung dafür, was uns in der Erfahrung gegeben ist. Auch reine Wahrnehmung Man muss zwischen Phänomen und von dessen Beschreibung unterscheiden !!!! (Denke an Flow- Erlebnis) In dem Moment, in dem ich mein Wahrnehmungsurteil fälle, ist das Phänomen kein Phänomen mehr
  • Wahrnehmungsepisode Umweltreiz-> Phänomen "Phänomenbeobachtung" Bewusste Wahrnehmung Zielgerichtetes Sehen, Hören.. um weitere Infos über das Objekt zu erhalten kommt uns als Erscheinung vor
  • Wahrnehmungsepisode Phänomen-> Erkenntnis auch Wahrnehmungsurteil abschließende Interpretation der durch Wahrnehmung gewonnenen Infos propositionale Einstellung fließt mit ein propositionale Einstellung: bestimmte Beziehung zwischen der urteilenden Person, ihrem Wissen und einem davon zu unterscheidendem Sachverhalt.
  • Phänomenales Bewusstsein Die bewusste Wahrnehmung eines Phänomens und die abschließende Interpretation
  • Flow- Erlebnis Reflexionsfreies und vollständiges Aufgehen in einer Tätigkeit. Ich- Welt Zusammenhang ist ungebrochen
  • Wechselwirkun/Problematik der Unterscheidung zwischen Inneres und Äußeres Kommunikation: Seelisches wird ausgetauscht und beeinflusst sich gegenseitig Menschen handeln nicht nur aus inneren, sondern auch aus äußeren Beweggründen Menschen können sich selbst und andere täuschen Attributionsfehler "Halo- Effekt"
  • Qualia Subjektiver Erlebnisgehalt mentaler Zustände und Prozesse auch phänomenales Bewusstsein Wie es sich anfühlt in einem bestimmten mentalen Zustand zu sein
  • Qualia Problem Es gibt keine einsichtige Verbindung zwischen neuronalen Zuständen und Qualia liefert Argument/Prüfstein gegen reduktionistische Erklärungen
  • 2 Beispiele die das Qualia Argument bekräftigen Thomas Nagel (1974) What is it like to be a bat?. Man kann das subjektive Erleben von außen nicht erfassen Mary- Gedanken- Experiment (Jackson), Wissenschaftlerin in einer schwarz- weiß Welt, kennt sich mit Farben aus, ihr fehlt aber das Entscheidende, der subjektive Erlebnisgehalt Farben zu sehen.