118

Medizin_Bewegungssystem (Fach) / Rücken (Lektion)

aktiver und passiver Apparat

Diese Lektion wurde von UllaBulla erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Pars lateralis trägt die Gelenkfläche des Iliosakralgelenks (Facies auricularis)
  • Hiatus sacralis entsteht durch die fehlende Bogenlamina von S5 ganz und S4 teilweise > Wirbelkanal ist an dieser Stelle offen
  • Lumbosakralwinkel Längsachsen der WK L5 und S1 bilden durchschn. 143°
  • Ventralneigung der Basis resultiert aus dem Lumbosakralwinkel/knick ca.35° Proc. articulares superiores verhindern abgleiten des L5 und der darüber liegenden WS nach ventral
  • Steißbein Os coccygis 3-5 bogenlose Wirbelrudimente
  • Cornua coccygea von Co1 Gelenkfortsätze, welche mit den Cornua sacralia von S5 artikulieren
  • Zwischenwirbelscheiben Disci intervertebrales
  • Discus intervertebrale - Aufbau Anulus fibrosus + Nucleus pulposus
  • Anulus fibrosus = äußerer Faserring ist aus Faserknorpel (straffes Bindegewebe und eingelagerte Chondrone) aufgebaut konzentrisch geschichtete Lamellen
  • Nucleus pulposus Gallertkern besteht aus wasserbindenden Glykosaminoglykanen und setzt den Faserring unter Spannung
  • Anzeige
  • Disci intervertebrale - Funktion verteilt die Druckbelastung gleichmäßig auf die Wirbelkörperdeckplatten und begrenzt die Wirbelkörper zueinander Dämpfung axialer Stöße nur im unbedeutenem Ausmaß
  • Disci intervertebrales - Versorgung bradytrophes Gewebe mit geringer Stoffwechselaktvität und minimaler regenerativer Kapazität
  • Morbus Bechterew = Spondylitis ankylosans schmerzhafte, entzündlich-rheumatische Erkrankung u.a. verkalt das Lig. longitudinale anterius; Endstadium: gesamte WS verkalkter Verbund von Kochen und Bändern ( Bambusstab) in kyphotischer Stellung fixiert Hinterhaupt-Wand-Abstand (Pat. steht gerade an der Wand und versucht den Kopf anzulehnen) ist stark vergößert; normalerweise problemlos möglich
  • Lig. longitudiane anterius - Aufbau und Verlauf = vorderees Längsband an der Ventralfläche der Wirbelkörper von kranial nach kaudal breiter tiefe Faserzüge fest in der Kortikalis des Wirbelkörpers verankert kaum Verbindung zum Feserring der Disci
  • Lig. longitudinale posterius - Aufbau und Verlauf hinteres Längsband an der Dorsalfläche der Wirbelkörper schmaler als das Lig. longitudinale anterius Faserzüge strahlen in die Anuli fibrosi der Disci ein nur schwache Verbindung der dorsalen Wirbelkörperfläche
  • Lig. longitudinale posterius - Funktion Begrenzung der Ventralflexion der WS zusammen mit Lig. supraspinale und Lig. nuchae
  • Lig. supraspinale - Aufbau und Funktion verbindet die Spitzen der Dornfortsätze aus langen Bandzügen aufgebaut im Bereich der HWS Übergang in das Lig. nuchae
  • Lig. supraspinale - Funktion Begrenzung der Ventralflexion zusammen mit Lig. longitudinale posterius und Lig. nuchae
  • Lig. nuchae - Aufbau und Verlauf sagittal gestellte Bindegewebsplatte zwischen Protuberantia occipitalis externa und Vertebra prominens (C7) im Bereich der Nackenfurche mit der allgmeinen Körperfaszie verwachsen
  • Lig. nuchae - Funktion Begrenzung der Ventralflexion der WS zusammen mit Lig. longitudinale posterius und Lig. supraspinale
  • Ligg. flava - Aufbau und Funktion bestehen aus kürzeren, größtenteils elastischen Fasern zwischen den Laminae benachbarter Wirbelbögen reichen nach venrtal bis zu den Wirbelgelenken
  • Ligg. flava - Funktion Unterstütung der Rückenmuskeln bei Aufrechthaltung und Bremsen der Ventralflexion Abschluss des Wirbelkanals dorsal und seitlich (zusammen mit den Gelenkkapseln)
  • Ligg. interspinalia - Aufbau und Verlauf zwischen den Dornfortsätzen benachbarter Wirbel (von einem Dornfortsatz schräg nach kraniodorsal zum nächst höheren) an der Spitze der Dornfortsätze Übergang in das Lig. supraspinale
  • Ligg. interspinalia - Funktion Begrenzung der Ventralflexion verhindern zusammen mit Disci Gleitbewegungen der Wirbel gegeneinander
  • Ligg. intertransversaie - Aufbau und Verlauf zwischen den Enden der Querfortsätze (bzw. Procc. accessorii der Lenenwirbel) benachbarter Wirbel)
  • Ligg. intertransversaria - Funktion Begrenzung der Lateralflexion und Rotation
  • Bänder der WS Lig. longitudinale anterius Lig. longitudinale posterius Lig. supraspinale Lig. nuchae Ligg. flava Ligg. interspinalia Ligg. intertransversaria
  • Diskusprolaps prolabierter Nukleus kann den Spinalnerv im Foramen intervertebrale gegen das Wirbelbogengelenk drücken kann so zu schmerzhaften Reizungen des Nervens (Neuralgie)  bis hin zu sensiblen (Hypästhesie) und motorischen (Parese = Lähmung) Ausfallerscheinungen führen Symptome sind meist segmental entsprechend dem Versorgungsgebiet der jeweils geschädigten Nervenwurzel(n) -- radikuläre Symptomatik Schulter - Arm - Syndrom, wenn die Spinalnerven der oberen Extremität betroffen sind
  • Ischialgien Diskushernie im lumbosakralen Übergangsbereich führen zur Kompression der Spinalnerven L5und S1, die über den N. ischiadicus (L5-S3) das Bein innervieren
  • Lumbago = Hexenschuss akute Rückenschmerzen im Bereich der Lenden (auch thorakal mgl) Auslöser können Bagattelbewegungen sein es kommt zu schmerzbedingten Bewegungseinschränkungen und Schonhaltung Ursachen: Muskelzerrung, Wirbelblockade; eher selten durch Protrusio oder Prolaps (dann mit sensorischen oder motorischen Ausfällen); noch seltener durch Entzündung oder Tumore Therapie: Deblockierung, lokale Schmerztherapie, allgemeine Schmerztherapie, ggf Muskelrelaxantien, Wärme, Stufenlagerung; bzw. Bandscheibenoperation
  • Anzeige
  • Kopfgelenke Atlas, Axis und Os occipitale sind über 6 Gelenke verbunden und ermöglichen feinmotorische Bewegungen in 3 Achsen
  • Os occipitale besitzt vorne seitlich vom Foramen magnum zwei Gelenkkondylen Condyli occipitale schuhsohlenförmig und konvex nach unten gekrümmt
  • Atlas C1 zwei Massae laterales tragen auf ihrer Ober- (Facies articularis superior) bzw. Unterseite (Facies articularis inferior) Gelenkflächen für die Hinterhauptkondylen bzw. den oberen Gelenkfortsatz des Axis Arcus anterior verbindet die Massae laterales ventral; seine Fovea dentis ist Gelenkfläche für den Dens axis Arcus posterior verbindet dorsal; Dornmfortsatz fehlt; im Sulcus arteriae vertebralis verläuft die A. vertebralis auf dem Arcus posterior Processus transversi besitzen die Foramina transversaria für die Aa. vertebrales
  • Atlas Unterschied bestitzt keinen Körper und keinen Dornfortsatz
  • Atlas - Querfortsätze laden von allen Halswirbeln am weitesten nach lateral aus ist hinter dem Ramus mandibulae etwa 1 cm kaudal und ventral vor der Spitze des Processus mastoideus zu tasten
  • Axis C2 auf dem Körper sitzt ein Knochenzapfen (Dens axis) mit einer vorderen und hinteren Gelenkfläche (Facies articularis anterior und posterior) ansonsten ähnlich wie C3-C5 aufgebaut
  • Bau der Kopfgelenke alles echte Gelenke (Rest der WS - unechte Gelenke) oberes Kopfgelenk Articulatio atlantooccipitale unteres Kopfgelenk Articulatio atlantoaxialis besitzen keine Zwischenwirbelscheiben --> ermöglicht große Beweglichkeit
  • Articulatio atlantooccipitalis gebildet aus den Hinterhauptkondylen und den Facies articulares supp. des Atlas macht Nickbewegungen (30°) und Seitneigung des Kopfes möglich (10-15°) Ellipsoidgelenk (=2 Freiheitsgrade)
  • Nickbewegung verläuft transversal zwischen den äußeren  Gehörgang und Processus mastoideus > der größere Teil der Schädelmasse liegt davor -- beim ermüdungsbedingten Nachlassen des Muskeltonus der Nackenmuskulatur führt das zum "einnicken" bei Säuglingen der Kopfschwerpunkt hinter dieser Achse > Kopf hat die Tendenz nach hinten zu Kippen
  • Articulatio atlantoaxialis Zapfengelenk aus vier Einzelgelenken ermöglicht die Rotation des Atlas um die Längsachse des Dens axis (ca 45°) plus geringfügige Nickbewegung
  • Articulatio atlantoaxialis mediana Axiszahn artikuliert mit dem vorderen Atlasbogen und dem Lig. transversum atlantis
  • Articulatio atlantoaxialis lateralis zwischen der unteren Gelenkfläche der Massa lateralis des Atlas und dem oberen Gelenkfortsatz des Axis entspricht den Wirbelbogengelenken der übrigen Wirbelsäule
  • Bänder der Kopfgelenke fehlende Zwischenwirbelscheiben ermöglichen große Bewegung, sind aber weniger stabil -- die Nähe zu vitalen Bereichen des ZNS bedingt eine aufwendige Bandsicherung Lig. apicis dentis Ligg. alaria Lig. transversum atlantis Fasciculi longitudinales Membrana tectoria Membrana atlantooccipitalis anterior Membrana atlantooccipitalis posterior
  • Lig. apicis dentis U Apex dentis A vorderer Rand des Foramen magnum F Hemmung der Ventralflexion des Kopfes Bemerkung: schwach ausgebildet
  • Ligg. alaria U oberer Teil des Dens (lateral) A medialer Rand der Hinterhauptkondylen und Foramen magnum F Begrenzung der Rotation in der Art. atlantoaxialis; Hemmung der Ventralflexion des Kopfes B: kräftig ausgebildet
  • Lig. transversum atlantis UA zwischen den Massae lateles (Verlauf: quer hinter Dens) F Hemmung der Ventralflexion des Kopfes B: bildet mit der Fovea articularis posterior die hintere Kammer der Art. atlantoaxialis mediana und besitzt eine knorperlige Gleitfläche
  • Fasciculi longitudinales U Hinterfläche des Axiskörpers A Vorderrand des Foramen magnum (Verlauf: längst hinter dem Dens) F Hemmung der Ventralflexion des Kopfes B:bilden zsm mit dem Lig. transversum atlantis das Lig. cruciforme atlantis
  • Membrana tectoria U Hinterfläche des Axiskörpers A Clivus des Os occipitale F Hemmung der Ventralflexion des Kopfes B: verbreiterte und verstärkte Fortsetzung des Lig. longitudinale posterius
  • Membrana atlantooccipitalis anterior U vorderer Atlasbogen A Vorderrand des Foramen magnum F Hemmung der Dorsalextension des Kopfes B: entspricht dem Lig.longitudinale anterius
  • Membrana atlantooccipitalis posterior U hinterer Atlasbogen A dorsaler Rand des Foramen magnum F Hemmung der Ventralflexion des Kopfes B: kranialer Ausläufer des Lig. flavum