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Medizin_Bewegungssystem (Fach) / Rücken (Lektion)
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- Degenerative Gelenkerkrankungen = Arthrose Veränderungen an den Gelenken über das altertypische Maß hinaus
- Verteilung der Häufigkeit von Arthrose 60% Wirbelsäule 25% Knie 7% Hüfte 5% Sprunggelenk 3% obere Extremität
- Wirbelsäule Funktion = Achsenskelett übeträgt Gewicht von Kopf, Hals, Rumpf und Armen auf die Beine schützt das Rückenmark wirkt Stoßdämpfend
- Wirbelsäule Bauprinzip 24 einzelne Knochen 23 Synchondrosen schafft Stablität aber auch Beweglichkeit
- Wirbelsäule von Rechtshändern :) im mittleren BWS eine geringgradige Ausbiegung in der Frontalebene nach rechs wird durch Linksbiegung in der unteren BWS/oberen LWS kompensiert bis zu ienem Winkel von 10° physiologisch
- Krümmung der Wirbelsäule Lordosen: HaLs(Cervikallordose) und Lendenlordose nach ventral konvex Kyphose: Thorakalkyphose und Sakralkyphose nach dorsal konvex
- HWS Vertebrae cervicales C1-C7
- BWS Vertebrae thoracicae Th1-Th12
- LWS Vertebrae lumbales L1-L5
- Os sacrum Vertebrae sacrales S1-S5
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- Os coccygis Steißwirbel rudimentär Co1-Co5 (3-5)
- Skoliose pathologische Verkrümmung der Wirbelsäule können hochgradig die Herz- und Lungenfunktion beeinträchtigen Th. ggf operativ
- Ontogenetische Entwicklung der WS-Form Krümmung entwickelt sich erst nach der Geburt Neugeborene: Rumpf - flache Kyphose; Hals- und Lendenlordose nur schwach angedeutet; Sakralkyphose ist schwach ausgeprägt 2-3. Monat Kopfheben -- Halslordose 6.Monat Sitzen - Brustkyphose 1.Jahr Stehen - Lendenlordose verstärkt im Alter: degenerative Veränderungen - Verstärkung der Brustkyphose
- Wirbelgrundform Corpus vertebrae Arcus vertebrae (Pediculus arcus vertebrae und Lamina arcus vertebrae) Processus arcus vertebrae (Wirbelbogenfortsätze)
- Beweglichkeit der WS einzelnen Synchondrosen sind gering beweglich die 23 Sy. multiplizieren sich auf
- Kompressionsfrakturen Axialkräfte, z.B. nach Sturz auf das Gesäß oder Sprung aus hoher Höhe instabile Wirbelkörperfrakturen von L1 aufwärts (Ende des Rückenmarks) können dorsal abgesprengte Fragmente das Rückenmark verletzen eine Querschnittslähmung kann resultieren
- Wirbelbogenfortsätze = Processus arcus vertebrae alle 7 entspringen der Lamina arcus vertebrae: 1 Dornfortsatz - Proc. spinosus 2 Querfortsätze - Proc. transversi; lateral 2 obere und 2 untere Gelenkfortsätze - Proc. articulares sup. et. inf.; kranial bzw. kaudal --
- Wirbelloch Foramen vertebrale
- Wirbelkanal = Canalis vertebralis Wirbellöcher aller Wirbel
- Zwischenwirbelkörperloch Foramen intervertebralis gebildet von den Incisura vertebralis sup. et. inf. benachbarter Wirbel Spinalnerven treten hier aus
- Wirbelbogengelenke = Articulationes zygapophyseales die oberen Gelenkfortsätze sind mit den unteren des anderen Wirbels als echte Gelenke verbunden
- Dorn- und Querfortsätze dienen als Ansatzpunkte für Bänder und Muskeln
- tastbare Punkte der Medianlinie der WS markieren die Dornfortsätze und das Ligamentum supraspinale bzw. nuchae Lordosen sind vertieft Kyphosen prominent
- Feinbau des Wirbelkörpers zylindrische Form vertikale Drucktrabekel horizontale Zugtrabekel sehr dünne Substantia corticalis (kranial und kaudale Flächen auf Randleiste reduziert) 1mm Deckplatte (hyalinem Knorpel) nach oben und unten begrenzen den Markraum Spongiosa enthält viel rotes, blutbildendes Knochenmark
- Osteoporose pathologischer Knochenschwund Demineralisierung und Reduktion der Kochentrabel reduziert sich die Belastbarkeit der Wirbelkörper Sinterungsfrakturen (ohne vorheriges Trauma) können entstehen Wirbel werden schleichend zu "Keil- oder Fischwirbel" deformiert Ursachen u.a. altersbedingter Östrogenmangel, VitD oder kalziumarme Ernährung
- Form der Halswirbel - Wirbelkörper klein und flach rechteckiger Grundriss Unci corporum (Proc. uncinati, Hakenfortsätze) als saggitale Knochenleisten seitlich an der oberen Deckfläche untere Deckfläche konkav
- Form der Halswirbel - Dornfortsatz gegabelt, relativ kurz bei C7 (seltener C6 oder Th1) deutlich länger - Vertebra prominens
- Form der Halswirbel - Querfortsätze Foramen transversarium (Durchtritt der A. vertebralis) Tuberculum anterius als Rippenrudiment - Abschluss des ventralen Anteils Tuberculum posterius als Spitze des eigentlichen Fortsatzes Sulcus nervi spinalis zwischen Tub. anterius und posterius (Austrittsort der zervikalen Spinalnerven)
- Form der Halswirbel - Gelenkfortsätze plane Gelenkflächen um ca. 45° nach hinten geneigt
- Tuberculum anterius von C7 ist besonders kräftig von ventral am Vorderrand des M. sternocleidomastoideus in Höhre des Ringknorpels tastbar liegt unmittelbar dorsal der A. carotis communis - Tuberculum caroticum
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- Form der Brustwirbel - Wirbelkörper ventral niedriger als dorsal -> Brustkyphose Dorsalfäche nach ventral eingebuchtet dorsolateral Fovea costalis superior et inferior als Gelenkpfannen für die Aufnahme der Rippenköpfchen
- Form der Brustwirbel - Dornfortsatz lang schräg nach unten zeigend dachziegelartige Überlappung > nahezu knöcherner Verschluss des Wirbelkanals im BWS-Bereich > Begrenzung der Dorsalextension
- Form der Brustwirbel - Querfortsätze schräg nach dorsolateral gerichtet Fovea costalis processus transversi an Th1-10 als Gelenkfläche zur Artikulation mit dem Rippenhöckerchen
- Form der Brustwirbel - Gelenkfortsätze Gelenkflächen frontal gestellt obere zeigen nach dorsal, untere nach ventral
- Orientierung Neutral-Null Dornfortsatz des 3.BW auf der Verbindungslinie der medialen Enden der Spinae scapularum
- Orientierung Neutral-Null Dornfortsatz von Th 7 auf der Verbindungslinie der Anguli inferiores scapularum
- Orientierung Neutral-Null Dornfortsatz des 4. Lendenwirbels Jacoby-Linie verbindet die Höhen der Darmbeinkämme ggf. etwas darunter Orientierungslinie für Lumbalpunktion
- Form der Lendenwirbel - Wirbelkörper besonders groß bohnenförmiger Grundriss transversaler Durchmesser größer als sagittaler
- Form der Lendenwirbel - Dornfortsatz gerade nach hinten gerichtet > Wirbelkanal im LWS-Bereich nur bindegewebig verschlossen und daher gut zugänglich für Lumbalpunktion
- Form der Lendenwirbel - Querfortsätze Synonym: Processus costalis - Rippenrudiment relativ lang Processus accessorius (eigentlicher Querfortsatz) dorsal vom Proc. costalis
- Form der Lendenwirbel - Gelenkfortsätze Processus mammillaris an Rückseite der oberen Gelenkfortsätze Gelenkflächen überwiegend sagittal orientiert (Ausnahme:L5: nahezu frontal)
- Kreuzbein Os sacrum Teil des Beckenrings 5 verschmolzene Sakralwirbel dreieckig, kyphotisch gekrümmt
- Kreuzbein - Abschnitte Basis ossi sacri Apex ossi sacri Facies pelvina Facies dorsalis Hiatus sacralis
- Kreuzbeinbasis Basis ossi sacri entspricht der kranialen Fläche des Wirbelkörpers S1
- Promontorium Vorderkante der Kreuzbeinbasis stellt den am weitesten nach ventral vorspringenden Teil des lumbosakralen Übergangs dar
- Kreuzbeinspitze Apex ossi sacri
- Vorderfläche und Hinterfläche des Kreuzbeins Facies pelvina und Facies dorsalis ventrale und dorsale Äste der sakralen Spinalnerven treten durch die Foramina sacralia anteriora und posteriora aus diese münden dann seitlicher der Linea transversae auf der Vorderfläche mit je 5 Austrittslöcher für die ventralen Äste der Spinalnerven Foramina sacralia anteriora
- Crista sacrales mediana = Proc. spinosi
- Cristae sacrales mediales = Proc. articulares
- Cristae sacrales laterales = Proc. transversie