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Medizin_Bewegungssystem (Fach) / Rücken (Lektion)
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- Verletzungen im Bereich der Kopfgelenke - Berstungsbrüche des Atlas bei axialer Krafteinwirkung z.B. nach Kopfsprung - Frakturen des Dens axis, meist in Folge starker Hyperflexion der HWS - Verletzung des Bandapparates führen zur Instabilität mögliche Folgen: Quetschung des zervikalen Rückenmarks (hohe Querschnittslähmung) u.U. mit Unterbrechung der Nervenbahnen zur Atemmuskulatur --> tödlicher Atemstillstand
- Verletzung der unteren HWS Wirbelkörperfrakturen HWS-Distorsion (HWS-Schleudertrauma) - meist keine morphologischen Veränderungen nachweisbar innerhalb des schmerzlosen Intervalls; dann aber meist langwierige Beschwerden durch Bänderdehnung und andere nicht-ossäre Verletzungen
- Bewegungssegment zwei benachbarte Wirbel mit der Zwischenwirbelscheibe, den Wirbelbogengelenken und sämtlichen sie verbindenden ligamentären und muskulären Strukturen
- Bewegungssegment klinisch plus Inhalt des Wirbelkanals und der Zwischenwirbellöcher (V.a. Rückenmark und Spinalnerv)
- Lastübertragung erfolgt in einem Bewegungssegment über Wirbelkörperdeckplatte mit Discus und Wirbelbogengelenke
- 1 Bewegungssegment 3 Freiheitsgrade - Ventralflexion und Dorsalextension - Lateralflexion - Rotation
- Bewegungsexkursion der HWS umfangreichste Bewegung um alle Hauptachsen, bes. durch Kopfgelenke
- Bewegungsexkursion der BWS durch Einbindung in den Thorax geringe Beweglichkeit
- Bewegungsexkursion der LWS geringe Rotationsmöglichkeit durch sagittale Stellung der Gelenkfortsätze
- Finger-Boden-Abstand physiologisch 0, spricht junge Menschen sollten den Boden immer mit den Fingern und durchgestreckten Knien berühren können
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- Ott-Maß vom Vertebra prominens in der Neutral-Null-Stellung wird eine Strecke von 30 cm nach kaudal markiert beim Vornüberbeugen (Ventralflexion) kommt es zur Verlängerung der Strecke zw. den Markierungen um ca. 3 cm physiolgische Ursache: geringe Beweglichkeit der BWS
- Schober-Maß analog zum Ott-Maß; hier: vom oberen Ende der Crista sacralis mediana 10cm nach kranial Verlängerung der Strecke um bis zu 7cm bei Ventralflexion durch die gute Flexionsmöglichkeit der LWS
- Rückenmuskulatur ermöglicht Bewegung des Rumpfes (Streckung, Drehung, Seitneigung) stabilisiert die Wirbelsäule als aktives Verspannungssystem permanent gegen Deformation
- Rückenmuskulatur - Gliederung autochthone, tiefe Rückenmuskulatur nicht autochthone, oberflächliche Rückenmuskulatur
- autochthone, tiefe Rückenmuskulatur = Musculus erector spinae von dorsalen Ästen der Spinalnerven innerviert
- nicht autochthone, oberflächliche Rückenmuskulatur von den ventralen Ästen der Spinalnerven innerviert
- autochthon "vor Ort entstanden" Muskeln sind dort geblieben wo sie sich während der frühen Embryonalentwicklung unmittelbar neben der Anlage von WS und RM als erstes Skelettmuskelgewebe differenziert haben
- autochthone, tiefe Rückenmuskulatur - Funktion bds Kontraktion führt zu Extrensiion des Rückens (Streckung)