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Psychologie (Fach) / Emotionspsychologie (Lektion)
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- Der alltägliche Fall der Emotionsentstehung bei der 2-Faktoren- Theorie Situation (Ereigniswahrnehmung) Aktivierung von Wissen um das Ereignis Emotionale Einschätzung der Situation Physiologische Erregung Wahrgenommene Erregung Attribution der Erregung auf die emotionale Einschätzung Emotion
- Der nicht- alltägliche Fall der Emotionsentstehung bei der 2-Faktoren- Theorie Physiologische Erregung wahrgenommene Erregung Erklärungsbedürfnis Ursachensuche emotionale Einschätzung Attribution der Erregung auf die emotionale Einschätzung Emotion
- Experiment Schachter& Singer UV: Physiologische Erregung, Art der Information über die Injektion, Emotionsinduktion AV: Angaben der Probanden über eigene Emotionen, Beobachtsdaten
- Kritische Anmerkungen zum Experiment Schachter& Singer Versuchsplan unvollständig Ergebnisse entsprechen nur teilweise Hypothesen Adrenalindosis nicht am Körpergewicht orientiert Skala zur Emotionserfassung mehrdeutig Kein Doppelblindversuch
- Experiment Marshall& Zimbardo UV: Injektion Placebo, Adrenalin, Adrenalin+ AV: Herzrate, wahrgenommene Erregung, Skalierung von Emotionen, Verhaltensbeobachtungen Fazit: keine Bestätgigung für Theorie von Schachter& Singer Injektion von Adrenalin mit negativen Emotionen assoziiert -> Wirkung weist geringe Plastizität auf
- Beeinflussung von Emotionen durch Fehl- Attributionen Systematik: Kombination von wahren Erregungsursachen und wahrgenommenen Erregungsursachen Veränderung einer sich sonst ergebenden Emotion Herbeiführung einer Emotion, die sonst nicht einträte Verhinderung einer sich sonst ergebenden Emotion Beibehaltung des nicht-emotionalen Zustandes
- Experiment Ross, Rodin& Zimbardo UV:Lärm als Erregungsursache oder als Auslöser irrelevanter Symptome AV: Verhaltensmaß für die Stärke von Furcht- Schockvermeidungs oder Geldgewinnpuzzle
- Hypothese der vorbereitenden Information Allein die korrekte Information über die bevorstehenden Symptome könnte bereits die Furcht reduzieren helfen weil sie die eintretenden Symptome weniger überraschend und unangenehm erscheinen lässt
- Experiment Olsen UV: Manipulation der Fehl-Attribution und der Information -> selbst bei Einführung einer vorbereitenden Information hilft die Fehl-Attribution von Erregung
- Fazit zur Fehlattribution physiologischer Erklärung und zur Hypothese der vorbereitenden Information Fehlattribution reduziert entsprechende emotionale Symptome vorbereitenden Information reduziert entsprechende emotionale Symptome beide Faktoren ergänzen sich gegenseitig
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- Modifikation der 2-Faktoren-Theorie durch Valins Zentrales Postulat: unzutreffende Meinungen über oder Wahrnehmung von körperlichen Veränderungen können dieselben Auswirkungen haben wie tatsächliche körperliche Veränderungen -> nicht objektiv vorhandene physiologische Erregungskomponente, sondern subjektiv wahrgenommene beeinflusst unsere Emotionen
- Experiment Valins UV: Darbietung des eigenen Herzchlags/ irrelevanter Töne, Zunahme/ Abhnahme/ Konstanz dieser Töne AV: Attraktivitätsbeurteilung für Nacktfotos, Auswahl der Fotos Ergebnisse: wenn Probanden glauben eigenen Herzschlag zu hören, dann finden sie die Fotos attarktiv, bei denen ein Anstieg zu beobachten war zeitlich extrem stabiler Effekt selbst dann, wenn nach Versuch Info, dass Töne nicht echt waren
- Fazit zum Experiment Valins Nicht nur reale, sondern auch fiktive Informationen über das eigene körperliche Befinden regen eine Ursachenanalyse an tatsächliche Erregung also nur begünstigender Umstand statt notwendige Bedingung für das Empfinden einer Emotion
- Gibt es Emotionen ohne physiologische Erregung? Untersuchung querschnittsgelähmter Personen entgegen den Vermutungen, die aufgrunf der Arbeit hohmanns und durch verschiedene Emotionstheorien nahe gelegt werden, führen Rückenmarksverletzungen nicht zu einer allgemeinen Reduktion der emotionalen Erregbarkeit
- Grundannahmen der Theorie von Meinong Ernstgefühle vs Phantasiegefühle (Glaube, dass etwas der Fall ist vs Vorstellung, wie etwas der Fall sein könnte) Sachverhaltsbezug vs Einzeldingbezug (Sachverhalt als Apsekt einer Situation, Einzeldinge als Untermenge)
- Klassifikation bei Meinong Urteilsgefühle: Bezug Sachverhalt. Lust oder Unlustgefühle, die auf einen Sachverhalt gerichtet sind und durch Kognitionen sowie durch Wünsche verursacht werden Phantasie- Urteilsgefühle: Bezug Sachverhalt Vorstellungsgefühle: Bezug Einzelding Phantasie- Vorstellungsgefühle: Bezug Einzelding
- Sympathie und Antipathie als Einflussfaktoren bei Meinong Sympathie: fester Glaube, dass eine andere Person ein positives Gefühl erlebt und dies zuvor gewünscht wurde: Mitfreude fester Glaube, dass eine andere Person ein negatives Gefühl erlebt und dies zuvor nicht gewünscht wurde: Mitleid Antipathie: fester Glaube, dass eine andere Person ein negatives Gefühl erlebt und dies zuvor gewünscht wurde: Schadenfreude fester Glaube, dass eine andere Person ein positives Gefühl erlebt und dies zuvor nicht gewünscht wurde: Neid
- Überblick bei Meinong Gewissheitsgefühle: eigene Person: Freude oder Leid andere Person: Sympathie (Mitfreude oder Mitleid) oder Antipathie (Schadenfreude oder Neid) Ungewissheitsgefühle: Hoffnung oder Furcht
- Gefühle als Grundlage von Werturteilen Zur Funktion von Gefühlen sagt Meinong etwas über die Erkenntnis oder Informationsfunktion: direkt oder indiretk -> Gefühle teilen uns mit, was ein Objekt wert ist
- Gefühl als Informations-Theorien (Clore) Annahmen: Gefühle teilen etwas über den Wert eines Objekts mit Es gibt sogenannte Gefühlsheuristik in Bezug auf Werturteile Es existieren auch indirekte Werturteile auf der Basis von Gedächtnisrepräsentationen Unterschiede im Vergleich zu Meinong: Gefühle sind für sich objektlos und erhalten erst durch Prozess der Ursachenzuschreibung einen Objektbezug -> so kann es zu Fehlattributionen kommen
- Experimente zu Gefühl als Informations-Theorien Experiment Griffitt& Guay UV: Bewertung einer Geschichte die VP schrieben durch Konföderierten AV: Einschätzung der bewertenden Person durch VP Experiment Gouaux UV: fröhlicher/ trauriger Film, Fragebogen der Grad der Ähnlichkeit aufzeigt AV: Sympathie für dargestellte Person Experiment Schwarz& Clore UV: Telefoninterview bei gutem/ schlechtem Wetter, Hinweis auf das Wetter AV: Einschätzung der eigenen Lebenszufriedenheit
- Zusammenfassenden Bewertung der Theorie von Meinong große Parallelen zwischen Theorie und modernen Auffassugen, mit Ausnahme der Frage des Objektbezugs von Emotionen Vernachlässigung der motivationalen zugunsten einer genauen Ausarbeitung der informierenden Funktion von Emotionen
- Balance- Theorie von Heider Erweiterung der Theorie von Meinong auf interpersonale Beziehungen Heider unterscheidet nicht verschiedenen Emotionen, sondern nur positiv und negativ (in Anlehnung an Begriff der Valenz) balancierte Struktur: Multiplikation ergibt plus unbalancierte Struktur: Multiplikation ergibt minus
- Balancetheorie= Emotionstheorie? keine Emotionstheorie im eigenlichen Sinne, aber beruht auf Meinongs Überlegungen zur Wahrnehmung es geht um Werturteile, um Dinge die uns wichtig und daher emotional relevant sind erlaubt Vorhersahe darüber, was Personen tun werden bezieht soziale Beziehungen explizit mit ein
- Entwicklung der kognitiven Emotionstheorien Meinong führte grundlegende Überlegungen ein: sehr einfache und plausible Erklärung der Entstegung von Emotionen Nachteile: Vernachlässigung der körperlichen Entstehungskomponente und des evolutionären Wozu der Emotion -> Weiterentwicklung der kognitiven Emotionstheorien nötig
- Überlegungen von Arnold auch hier Betonung der kognitiven Voraussetzungen von Emotionen Glaubensannahme oder Überzeugungen über den Sachverhalt: appraisal die Art des appraisals bestimmt Qualität und Intensität der erlebten Emotionen
- Arten von Kognitionen/ appraisals bei Arnold Faktisch: Tatsachenüberzeugung (etwas wahruunehmen oder zu erkennen, wie es als Objekt beschaffen ist, unabhängig von der Auswirkung auf mich) Evaluativ: Wertüberzeugungen (Einschätzung, das mich etwas auf irgendeine Art betrifft)
- Funktion der Emotion bei Arnold HInweis auf evolutionäre Vorteile, aber Glaube, dass die meisten Emotionen heute nicht mehr adaptiv sind
- Die Entstehung der Emotionen bei Arnold Tatsachenüberzeugung Wertüberzeugung Handlungsimpuls= erlebte Emotion Physiologische Reaktionen und Mimik Emotionale Handlung
- Die Natur des appraisals bei Arnold der Regelfall: automatische Einschätzungsprozesse: nicht introspektiv zugänglich ohne willentliches Zutun oftmals gegen den eigenen Willen sehr schnell der unübliche Fall: nicht- automatische Einschätzungsprozesse: bei unklaren/ besonders wichtigen Situationen erneute Bewertung kann erfolgen (Reappraisal) Arten der Bewertung: Bewertung Anwesenheit Bewältigbarkeit
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- Theorie von Lazarus Befund: identische Stressituationen resultieren in ganz unterschiedlichen Emotionen und Verhaltensweisen Resultat: eine kognitiv- phänomenologische Emotionstheorie
- Was ist Stress biologisch betrachtet? positive Aspekte, weil die Stressreaktion adaptive Veränderungen bewirkt, die dem Organismus helfen, den Stressor zu bewältigen negative Konsequenzen von dauerhaftem Stress körperliche Komponenten Aktivierung des sympathischen Nervenystems und Ausschüttung von Noradrenalin und Adrenalin Aktivierung des Hypophysen- Vorderlappens und Ausschüttung von Glucocorticoiden
- Primary und Secondary appraisal bei Lazarus Primary: Ist ein Stimulus oder eine Situation motivrelevant, fünstig-positiv, bedrohlich, betrifft es Schaden oder Verlust oder hat es den Charakter einer Herausforderung? Secondary: Welche Möglichkeiten habe ich die Situation zu bewältigen?
- Die Natur der Emotionen bei Lazarus Eine Emotion ist ein sogenanntes Reaktionsyndrom, dieses besteht aus einem organisierten Muster aus psychischen und physischen Reaktionen: kognitive Komponente Erlebenskomponente konative Komponente physiologische Komponente Die Situationseinschätzung ist hier nicht mehr nur Ursache für eine Emotion, sondern ein Teil des Rektionssyndroms Emotion
- Die Funktion der Emotionen bei Lazarus Eine Emotion ist eine evolutionär entstandene Strategie, die der Bewältigung von Situationen, die motivrelevant sind, dient
- Art der Copingstrategie bei Lazarus Problemorientiertes Coping: verändere den Stressor oder den direkten Bezug dazu mithilfe direkter Handlungen und/oder problemlösender Aktivitäten Emotionsorientiertes Coping: verändere dich selbst mithilfe von Aktivitäten, durch die man sich besser fühlt, ohne jedoch den Stressor zu ändern
- Soziale Entwicklung und Bindung Das Konzept der Sozialisation: der lebenslange Prozess, in dem Verhaltensmuster, Werte, Standards, Fähigkeiten, Einstellungen und Motive eines Individuums so geformt werden, dass sie mit denen übereinstimmten, die in einer bestimmten gesellschaft als wünschenswert gelten Das Konzept der Bindung: die emotionale Beziehung zwischen einem Kind und den Personen, die regelmäßig für das Kind sorgen
- Arbeiten von Harlow Experimente mit Rhesusaffen, die von Geburt an von ihren Müttern getrennt wurden und nur Zugang zu künstlichen Müttern hatten (Variation Nahrungsversorgung oder körperliche Zuwendung) Schlussfolgerungen Bindung ist etwas, das dem Überleben dient Bindung ist der Sicherstellung einer Grundversorgung sehr zuträglich Bindung stellt emotionale Bedürfnisse sicher
- Soziale Entwicklung und Bindung (Kraemer) Entwicklung von Babyaffen mit Surrogatmüttern: können nicht normal essen/trinken sind apathisch, auto-aggressiv schlecht in kognitiven Aufgaben Umgang mit Artgenossen gestört haben neurobiologische Defizite
- Leistungen der Bindung für das emotionale Lernen Kontinuum zwischen Bindung und Exploration, Exploration und Abwesenheit von Angst nur in Anwesenheit einer Bezugsperson -> secure base nach Bowlby
- Entwicklungsverlauf bei Bowlby Vorphase unmitelbar nach der Geburt Phase der personenunterscheidenden Ansprechbarkeit Phase der eigentlichen Bindung (ab 7-8 Monaten) Phase der zielkorrigierten Partnerschaft (ab 3 Jahren)
- Bindungstypen nach Ainsworth sichere Bindung (B-Kinder) vermeidend- unsichere Bindung (A-Kinder) ambivalent- unsichere Bindung (C-Kinder) desorganisierte Bindung (D-Kinder) -> Herausbilden von working models
- Untersuchung Tittman& Rudolph Sozialer Status und working model stehen in enger Beziehung Attributionen beeinflussen Erleben und Verhalten der Kinder Erleben beeinflusst das Verhalten Verhalten determiniert den sozialen Status
- Systematisierung von Attributionen (Weiner) Lokus: internal- external Stabilität: stabil- variabel Kontrollierbarkeit: kontrollierbar- unkontrollierbar Globalität: global- spezifisch
- Weiners Emotionstheorie Idee: wie wir denken beeinflusst wie wir fühlen Tatsachenüberzeugungen Wertüberzeugungen
- Empirische Überprüfung Weiners Emotionstheorie Stigmata- Studien Rückschlüsse von Schülern auf Lehrerattributionen Meta- Analyse (Rudolph etal): attributionale Theorie prosozialen und antisozialen Verhaltens
- Meta- Analyse (Rudolph et al): Attributionale Theorie prosozialen und antisozialen Verhaltens a) prosoziales Verhalten: Je weniger Verantwortlichkeit/ Kontrollierbarkeit desto mehr Mitleid und weniger Ärger, desto mehr Hilfeverhalten b) antisoziales Verhalten: Je mehr Verantwortlichkeit/ Kontrollierbarkeit desto weniger Mitleid und mehr Ärger, desto mehr Aggression
- Zusammenfassung zur attributionalen Theorie der Emotionen hohe Übereinstimmung zwischen Gedankenexperimenten und autobiographischen Ereignissen hohe Übereinstimmung für verschiedene Formen der Hilfe bzw der Aggression Einfluss der postulierten Variablen auch dann, wenn Hilfeleistung durch soziale Normen bestimmt werden
- Was ist Stress? positive Aspekte, weil die Stressreaktion adaptive Veränderungen bewirkt, die dem Organismus helfen, den Stressor zu bewältigen negative Konsequenzen von dauerhaftem Stress
- Stress: körperliche Komponenten Aktivierung des sympathischen Nervensystems und Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin Aktivierung des Hypophysenvorderlappens und Ausschüttung von Glucocorticoiden