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Sozialpsychologie (Fach) / Soziale Kognition (Lektion)
Soziale Kognition - Prüfungsrelevant UWSS2014
Diese Lektion wurde von Lilli71 erstellt.
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- Explizite und implizite Einstellungen Man unterscheidet zwischen "expliziten" Einstellungen als bewusste, verbalisierbare Bewertungen und schnellen, automatischen und unbewussten Bewertungen, den "impliziten" Einstellungen. Implizite Einstellungen beruhen auf Inhalten des impliziten Gedächtnisses und lassen sich als konsistente Reaktionsweise auf bestimmte Einstellungsobjekte verstehen, also als eine Tendenz, etwas unbewusst als eher positiv oder negativ zu beurteilen. Explizite Einstellungen unterscheiden sich von impliziten Einstellungen insbesondere durch die Möglichkeit, diese bewusst zu korrigieren, zum Beispiel bei sozialer Unerwünschtheit einer bestimmten Reaktionsweise. Als Beispiel für den Unterschied zwischen impliziter und expliziter Bewertung kann man Vorurteile heranziehen. Während mittlerweile die meisten Menschen auf Befragung angeben, keine Vorurteile zum Beispiel gegen Minderheiten zu hegen (explizite Bewertung), zeigen sich in „objektiven“ Tests – die gemäß Cattell selbstbeurteilungsfreie Messergebnisse erbringen – immer noch unbewusste Vorurteile (implizite Bewertung). Menschen werten in der Regel gleichsam automatisch ihre eigene Gruppe als positiver als eine Gruppe, zu der sie nicht gehören (Fremdgruppe). Andererseits kann man etwa gelernt haben, dass es falsch sei, dies zu tun, was eine Korrektur der expliziten Bewertung auslösen kann.
- Bogus-Pipeline , Jones & Sigall (1971) Vpn werden an Lügendetektor angeschlossen „Lügen“ können so (angeblich) enttarnt werden Dadurch: ehrlichere Antworten Meta-Analyse (Roese & Jamison, 1993)
- Nonreaktive Verfahren Probanden wissen gar nicht, dass sie Teil einer Studie sind Bsp. Physische Spuren (z.B. Abnutzung des Teppichs in einem Museum, Eselsohren Buch) Symbole (z.B. Autoaufkleber als Maß für die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe) Verkaufsstatistiken (z.B. Anzahl verkaufter Versicherungen als Indikator Sicherheitsbedürfnis) Lost-letter Technik (Milgram et al., 1965); Lost-email Technik (Stern & Faber, 1997)
- Nonreaktive Verfahren Probanden wissen gar nicht, dass sie Teil einer Studie sind Bsp. Physische Spuren (z.B. Abnutzung des Teppichs in einem Museum, Eselsohren Buch) Symbole (z.B. Autoaufkleber als Maß für die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe) Verkaufsstatistiken (z.B. Anzahl verkaufter Versicherungen als Indikator Sicherheitsbedürfnis) Lost-letter Technik (Milgram et al., 1965); Lost-email Technik (Stern & Faber, 1997)
- Determinanten der Hypothesenstärke (Bruner 1951) Organismische Bedürfnisse: Identifikation eines Objektes als Nahrungsmittel steigt mit zunehmender Nahrungsdeprivation Belohnung/Bestrafung: Belohnung verstärkt die Hypothese, Experiment von Schafer & Murphy (1943): Man zeigte den Pb eine Kippfigur, bei einer Figur verstärkte man sie mit positiven Verstärkern, bis sie damit Belohnung assozierten, die andere Figur mit Bestrafung. Testphase: die andere Figur wurde nicht mehr wahrgenommen Werthaltungen: Bruner & Postman: Wörter gegeben, Es werden solche Wörter schneller erkannt, die mit den Werthaltungen übereinstimmen, man hat Worte durch ein Tachistoskop dargestellt, welche die Werte der Pb beschreibt. Pb die z.B. religiös sind haben eher religiöse Wörter erkannt. Wert des Objekts: siehe Münzexperiment, weiteres Bsp. Kinder sollten das Gewicht von Sandsäcken schätzen, einige von ihnen sollten Säcke gefüllt mit Süßigkeiten schätzen. Die Kinder überschätzten das Gewicht Gefühle: Bedrohliche Reize haben längere Wiedererkennungszeit ? o.g. fließen alle in Motivationale Unterstützung ein. -------------------------------------------------- Häufigkeit: der früheren Bestätigung Anzahl der Alternativhypothesen: je mehr davon vorhanden, umso mehr ist zur Stützung einer notwendig Motivationale Unterstützung: Bedürfnisse wie Hunger usw. beeinflussen unsere Wahrnehmung Experiment von Levine, Chein & Mrphy (1942): Vpn wurden mehrmals untersucht nach verschiedenen Zeiten nachdem sie zuletzt gegessen hatten. Je länger die Vpn nichts gegessen haben, stieg eine nahrungsbedingte Wahrnehmung, dies sank jedoch nach 9 Std. wieder. Dies ist damit zu erklären, dass Pb versucht haben den Hunger zu unterdrücken. Kognitive Unterstützung: ein falscher Buchstabe wird in einem bekannten Wort schneller erkannt bsp. PFAN(N)E vs XABK(N)L, Experiment von Postman, Bruner & Walk, (1951): Pb mussten in Spiegelschrift gedruckte Wörter lesen. Ein Wort war ein bekanntes Wort und das andere bestand aus einer sinnlosen Buchstabenfolge. Vpn konnten jedoch die bekannten Wörter besser lesen. Soziale Unterstützung: was man nicht tut usw. wenn andere Leute einem sagen glaubt man dies eher, z.B. bei einem giftigen Pilz
- Die Theorie des überlegten Handelns - Ajzen & Fishbein (1980) Das Modell geht davon aus, dass Verhaltensintention der Prädiktor für Verhalten ist. Die Verhaltensintention resultiert einerseits aus der spezifischen Einstellung und andererseits aus subjektiven Normen. Die spezifische Einstellung hängt von der Erwartung ab, dass Verhalten zur erwünschten Konsequenz führt und dem Wert der mit dieser Konsequenz verbunden wird. Nach dem Modell leitet sich die spezifische Einstellung einer Person daraus ab, dass man für jede Konsequenz das Produkt aus Erwartung und Wert bildet und diese Produkte aufsummiert. Die angenommenen subjektiven Normen widerum isr das Produkt der Annahmen in Beziehung auf soziale Erwünschtheit und der Motivation, den sozialen Anforderungen zu entsprechen.
- Korrespondenzhypothese von Davidson und Jaccard (1979) Der Korrespondenzhypothese von Davidson und Jaccard (1979)zufolge kann eine Übereinstimmung zwischen Verhalten und Einstellung nur dann erwartet werden, wenn beide Maße in ihrem Spezifikationsgrad übereinstimmen. In ihrem Experiment untersuchten sie das Verhalten sehr spezifisch (Einnahme der Babypille über einen Zeitraum von 2 Jahren), die Einstellungen der Frauen aber in unterschiedlichen Spezifitätsgraden. Wenn die Einstellungsmessung die allgemeine Haltung gegenüber der Geburtenkontrolle beinhaltete, zeigten sich deutliche Diskrepanzen zum Verhalten. Je spezifischer aber die Einstellungsmessung wurde, desto höher korrelierten Einstellung und Verhalten. In Bezug auf das Drei-Komponenten-Modell zeigt sich, dass die Komponenten durchaus auf unterschiedliche Einstellungen hinweisen können. Sie sind unabhängig voneinander. Messung von Verhalten deckt sich demnach nicht mit Einstellungen. Das Verhalten ist wesentlich durch normative Einflussfaktoren bestimmt. Individuelle Einstellungen können oft durch sozialen Druck nicht geäußert werden.
- Theorie des geplanten Verhaltens von Ajzen und Madden (1986) Die Theorie des geplanten Verhaltens von Ajzen und Madden (1986) ist eine Erweiterung der Theorie des überlegten Handelns. Hier kommt nun eine weitere Komponente hinzu: die wahrgenommene Verhaltenskontrolle. Dies meint die Überzeugung, alle zur Überwindung von Hindernissen notwendigen Fähigkeiten zu besitzen. Hierdurch werden Verhaltensabsicht und Verhalten ebenfalls maßgeblich beeinflusst.
- Wahrgenommene Verhaltenskontrolle: externale Faktoren Ungünstige Gelegenheiten (keine Verfügbarkeit von Ressourcen, Krankheiten, Unfälle, schlechtes Wetter) machen Ausführung intendierten Verhaltens unmöglich Wenn andere Menschen nötig sind: Kooperationsbereitschaft vorhanden?
- Wahrgenommene Verhaltenskontrolle: internale Faktoren Interindividuelle Unterschiede: locus of control (Rotter, 1966) liegen überhaupt nötigen Informationen oder Fähigkeiten vor? Selbstdisziplin („Der Geist ist willig, aber das Fleisch schwach.“) Zwangsstörungen (keine internale Kontrolle – direkter Einfluss auf Verhalten, der nicht über subjektive Norm oder Einstellung vermittelt wird)
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- Yale-Ansatz - Janis & Hovland (1959) Die Hovland-Gruppe führte in den 50er Jahren Untersuchungen zur persuasiven Kommunikation durch. Man spricht hier auch vom sogenannten Yale-approach. Diesem Ansatz zufolge hängt Einstellungsänderung von vielen Faktoren ab: Kommunikatoreigenschaften Eine hohe Glaubwürdigkeit des Kommunikators führt eher zur Einstellungsänderung. Hohe Sachkenntnis (Expertise) und Vertrauenswürdigkeit fördern die Glaubwürdigkeit des Kommunikators. Hohe Attraktivität fördert die Änderung der Einstellungen. Macht und ein hoher Status des Kommunikators fördert ebenfalls die Einstellungsänderungen. Eigenschaften der Botschaft Man unterscheidet zwischen ein- und zweiseitigen Botschaften. Einseitige Botschaften sind solche, die ausschließlich pro oder contra für einen Sachverhalt äußern. Zweiseitige Botschaften beinhalten pro und contra. Es hängt von der Stärke der Einstellungen des Gegenübers ab, welche Form von Botschaft eine höhere persuasive Wirkung hat: wenn die Einstellung des Gegenübers sehr stark sind, ist die einseitige Botschaft wirkungsvoller. Sind die Einstellungen jedoch nicht so ausgeprägt, kann oft die zweiseitige Botschaft besser überzeugen. Zwei reden hintereinander: An wen erinnert man sich?ohne Pause: erste wirkt besser (primacy-Effekt)Mit Pause: zweite wirkt besser (recency-Effekt)
- Janis und Feshbach (1953) Untersuchung zur furchterregenden Kommunikation Furchterregende Kommunikation wirkt nicht persuasiv. In einem Experiment von Janis und Feshbach (1953) wurde Furcht als UV in drei verschiedenen Stufen induziert. Die Vpn sollten ihre Einstellung zur Zahnpflege ändern. Die drei Stufen umfassten a) ein Referat über Zahnpflege, b) Fotos von Zahnausfall, c) Fotos von schmerzhaften Konsequenzen bei mangelnder Zahnpflege. Die größte Einstellungsänderung ergab sich bei geringer Furchtinduktion. Vpn, die auf starke Furchtinduktion hin Einstellungsänderungen gezeigt hatten, waren am empfänglichsten für Gegenargumente. Sie waren also leicht in beide Richtungen zu beeinflussen.
- Informationsverarbeitungsparadigma nach Mc Guire (1969) • Persuasion ist abhängig von:- Rezeption- Akzeptanz • 5 Schritte der Überredung: - Aufmerksamkeit Rezeption (1.Faktor)- Verstehen Rezeption- Akzeptieren (2.Faktor)- Beibehalten- Verhalten Durch Rezeption und Akzeptanz ergibt sich ein 2-Faktorenmodell. Jeder Schritt muss störungsfrei verlaufen. Intelligenten Menschen fällt die Rezeption leichter, jedoch in der Akzeptierungsphase sind sie kritischer und die Wahrscheinlichkeit für Akzeptanz ist geringer. Bei niedriger Intelligenten scheitert es an der Rezeption, bei hoch Intelligenten scheitert es an Akzeptanz. Bei mittlerer Intelligenz sollte die Beeinflussung am einfachsten sein. Es kommt auf die Wichtigkeit von Rezeption und Akzeptierung an. Ist Rezeption wichtig, dann sollten Intelligente beeinflussbar sein. Ist Akzeptierung wichtig, dann sind Niedrig-Intelligente beeinflussbarer. - Rezeption: ist wichtig für komplexe, gut begründete Botschaften- Akzeptanz: wichtig bei simplen, durch wenig Argumentation gestützte Botschaften- Ablenkung verringert die WS Argumente (Rezeption) zu behalten. Allerdings sollte Einstellungsänderung vor allem dann erfolgen, wenn Menschen über Argumente nachdenken Kommunikator muss Aufmerksamkeit erregen sowie verständlich sein (keine zu komplexen Argumente). Dies muss vom Rezipient akzeptiert und beibehalten werden.
- Elaboration Likelihood Model - Petty und Cacioppo (1986) Das ELM, ein duales Prozeßmodell der Informationsverarbeitung. Es bietet einen umfassenden Rahmen, um Prozesse der Einstellungsbildung und Einstellungsänderung verstehen zu können (Einstellung). Angenommen werden zwei qualitativ unterschiedliche Wege, über die persuasive Kommunikation (Überzeugungsversuche) Einstellungen bilden und verändern können: der zentrale und der periphere Weg der Informationsverarbeitung. Welcher Weg beschritten wird, ist von der Motivation und Fähigkeit einer Person zur Informationsverarbeitung abhängig. Motivation und Fähigkeit werden wiederum von verschiedenen individuellen und situationalen Faktoren beeinflußt. Sind Personen zur intensiven, kognitiven Informationsverarbeitung motiviert und fähig, wird der zentrale Weg der Informationsverarbeitung (elaboration) wahrscheinlicher (likelihood) beschritten. Einstellungen werden auf diesem Weg durch eine intensive, kritische gedankliche Auseinandersetzung mit der Information gebildet und verändert. Sind Motivation oder Fähigkeit zur intensiven Informationsverarbeitung gering, kann es über den peripheren Weg auch ohne intensive Informationsverarbeitung zu Einstellungsbildung und Änderung kommen. In diesem Fall werden Einstellungen durch periphere Hinweisreize beeinflußt, denen sowohl kognitive Mechanismen, wie Heuristiken, als auch affektive Mechanismen, wie klassische und operante Konditionierung, zugrundeliegen können. Einstellungen, die über den zentralen Weg der Informationsverarbeitung gebildet werden, sind zeitlich stabiler, änderungsresistenter und bessere Verhaltensprädiktoren als Einstellungen, die über den flüchtigeren, peripheren Weg gebildet werden.
- Social Relations Modell - Kenny (1991) Wahrnehmung zerlegt Kenny in einzelne Komponenten: Einfluss Perceiver, Targets Target-Effekt: Die Personen werden von allen Wahrnehmenden relativ gleich beurteilt - Mittelwert für alle Targets gleich Perceiver-Effekt: Eine Person wird von allen Beurteilenden sehr unterschiedlich bewertet - Mittetlwert für alle Targets gleich Interaktions-Effekt: Beurteilenden urteilen sowohl über eine als auch über alle Personen unterschiedlich - Mittelwerte sind gleich
- Informationsverarbeitungsstrategien - Kelly (1955) Kelly unterscheidet zwischen zwei Informationsverarbeitungsstrategien: unangenehmes Gefühl, negative Stimmung: tightening - bottom-up-datengeleitet: analytisch, langsam, konservativ, systematisch, vorsichtig angenehmes Gefühl, positive Stimmung: loosening - top-down-konzeptgesteuert: heuristisch, intutitiv, kreativ, risikobereit, schnell
- Affekt und der Gebrauch von Heuristiken - Park und Banjaii (2000) Methode: UV: positive, neutrale, negative Stimmung Lernaufgabe: Namen, die typisch für Afro-Amerikaner oder US-Amerikaner europäischer Abstammung waren, waren zufällig mit folgenden sozialen Ketegorien gepaart: Krimineller Politiker Baseballspieler AV: Gedächtnistest - welcher Name gehört zu welcher Kategorie Ergebnis: Personen in guter Stimmung stützten sich eher auf Heuristiken, negative Stimmung verbessert Lernleistung.
- ELM: Need for Cognition PersönlichkeitsmerkmalHigh NFC: suchen und genießen anstrengende kognitive AufgabenLow NFC: strengen sich nicht aktiv an, sondern nur, wenn sie unbedingt in bestimmten Situationen müssen Ergebnisse: Personen mit hohem NFC berücksichtigen „habituell“ stärker starke als schwache Argumente
- ELM: Stimmung - Bless, Bohner, Schwarz & Strack (1990) UV1: StimmungsmanipulationUV1.1 positive Stimmung (positive Erlebnisse)UV1.2 negative Stimmung (negative Erlebnisse) Anschließend: Text (-> Sprachverständnis) UV2: Stärke der ArgumenteUV2.1 starke ArgumenteUV2.2 schwache Argumente AV: Was hältst Du von Studiengebühren? Ergebnis: Negative Stimmung: nur Einstellungsänderung bei starken Argumenten, positive Stimmung: kein Unterschied starke vs. schwache Argumente.
- Wie funktioniert Werbung? Einsatz klassischer Konditionierung Bsp: Langweiliges Produkt: HandyvertragAssoziation mit positiven Dingen (Freunde, Jugendlichkeit, Spontanität, etc.) Einstellungen: insb. affektive KomponenteViele Werbespot = kein Inhalt, keine Fakten, nur Affekt Produkte mit hoher persönlicher Relevanz: Fakten liefern Persönliche Relevanz erzeugenBsp. Gerald Lambert; um 1920 herum: Firma geerbtProdukt: chirurgisches Antiseptikum zur Behandlung von Racheninfektionen (Listerin)Neuen Markt erschließen: Mundspülung, unbekannt; daher Erfindung einer Krankheit (Halitosis = Mundgeruch) Angst erzeugt Druck: Bsp. Braut mit Mundgeruch Produktwichtigkeit manipulieren: Kindercountry: Cerialien, Kinderschokolade: extra Portion Milch. Subliminale Werbung„Entwarnung“: subliminale Werbung funktioniert im Großen und Ganzen nicht (oder nur sehr eingeschränkt).James Vicary subliminale Werbung im Kino„Trinkt Coca-Cola“ / „Esst Popcorn“Angebliche Umsatzsteigerung; in Wirklichkeit Daten frei erfunden als Marketing-Maßnahme eigene Werbefirma
- Schönheitsstereotyp Dion, Berscheid & Walster 1972 Schönen Menschen werden in der Regel weitere (sozial und intellektuell) positive Eigenschaften zugeschrieben.
- Feingold (1992) Good looking people are not what we think VPN wurden befragt, welche Eigenschaften sie mit schönen Menschen assozieren. Ergebnis: nach Ausprägungsstärke: soziale Kompetenz, sexuelle Wärme, Dominanz, psychische Gesundheit, Geselligkeit und Intelligenz. Charakter und Bescheidenheit wurden jedoch als schwach ausgeprägt assoziert.
- Stereotyp physischer Attraktivität - Griffin & Langlois (2006) Das Stereotyp der physischen Attraktivität ist eher ein Stereotyp der Hässlichkeit Hässliche werden imVergleich zu durchschnittlich Attraktiven negativer bewertet. Die Bewertungvon hübschen Personen weicht nicht signifikant von der Bewertungvon durchschnittlich attraktiven ab
- Personenbeurteilung in Abhängigkeit von physischer Attraktivität und Einstellungsähnlichkeit Hassebrauck (1985) Personen die uns ähnlich sind (Einstellungsänhlichkeit) werden attraktiver eingeschätzt Hochattraktiven gibt man eher noch eine Chance; ihnen werden generell positive Eigenschaften unterstellt Self-Fulfilling-Prophecies: dadurch, dass attraktiven Personen meist freundlich begegnet wird, wird ihr Verhalten ähnlich sein; Stereotyp wird von selbst bestätigt
- Gültigkeit des Stereotyps der physischen Attraktivität in anderen Kulturen - Wheeler & Kim (1997) Wheeler & Kim (1997) untersuchten den Einfluss physischer Attraktivität auf die Beurteilung von Kompetenz, Erfolg etc. Sie sammelten Daten in USA und Korea. Die USA sind eine individualistische Kultur, bei der man versucht über dem anderen zu stehen. Hier werden physisch Attraktiven auch Erfolg etc. zugeschrieben. In Korea herrscht eine kollektivistische Kultur. Hier ist harmonisches Zusammenleben wichtig. Das Aussehen hat hier keinen Einfluss auf die Kompetenzeinschätzung, sondern eher auf die Integriertheit. „Wer schön ist, ist auch gut“ unterscheidet sich kulturspezifisch. Wer schön ist, dem werden die in der jeweiligen Kultur positiv angesehenen positiven Eigenschaften zugeschrieben
- Social Relations Modell in Bezug auf Attraktivität Perceiver Effekt - Beurteilender vergibt generell hohe Werte Target-Effekt - zu beurteilende Person wird generell als attraktiv eingeschätzt Interaktions-Effekt - Beurteilender findet eine Person besonders attraktiv x12 = μ + πi+τj+πτij+εij Zerlegung des Attraktivitätsurteils in seine Strukturkomponenten
- Was ist Schönheit? - Ford & Beach (1951) Sie überprüften Schönheitsideale in 200 Kulturen und das Ergebnis war, dass es keinen einheitlichen Standard gibt.
- Evolution und physische Attraktivität - Cunningham (1986) Die Schönheit von Frauen ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Gesundheit Jugendlichkeit Sexueller Reife
- Evolution und physische Attraktivität - Buss (1989) Buss (1989) führte eine große Ehepaarstudie in 37 Ländern durch. Es waren mehr als 10.000 Versuchspersonen in 37 Kulturen auf allen 6 Kontinenten. Dabei waren verschiedene Paarformen (Polygamie, Monogamie, individualistische und kollektivistische Kulturen). Die Versuchspersonen mussten bei 18 Merkmalen angeben, wie wichtig diese bei einem potenziellen Ehepartner sein müssen (unwichtig bis unverzichtbar). Er fand heraus, dass beide Geschlechter physische Anziehung als wichtig einschätzen und dass dies in den meisten Kulturen für die Männer wichtiger war, als für die Frauen. Frauen legten in 36 Kulturen mehr Wert auf ein hohes Einkommen (in allen politischen Systemen, Religionen usw.) als Männer. Dieses Mehr war fast doppelt so hoch. Die Ausnahme war Spanien. In allen 37 Kulturen legten Frauen Wert auf hohen Status. Die größte Differenz zwischen Männer und Frauen bzgl. des Wunsches nach Status gab es in USA.
- Waist-to-hip-ratio nach Singh (1993) Ein weiteres wichtiges Kriterium der Schönheit von Frauen ist nach Forschungsergebnissen von Singh (1993) die waist-to-hip-ratio (WHR). Diese korreliert mit dem Risiko auf Brustkrebs, Diabetes und Herzinfarkt. Eine WHR von 0,7 deutet bei Frauen auf minimale Risiken und Empfängnisbereitschaft (weil nicht schwanger) hin.
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- Multiple Motivhypothese - Cunnigham, Barbee & Pikee (1990) Frauen finden bei Männern nicht einzig maskuline Eigenschaften interessant, sondern Kindlichkeit, Maskulinität und große Augen, also Männer, die sowohl männlich als auch kindlich wirken.
- Visual-Prozess-Methode nach Hassebrauck (1998) Dies ist ein computergesteuertes Verfahren. Ein neues Verfahren zur Untersuchung der physischen Attraktivität. Diese Methode ermittelt u.a. welche Merkmale zuerst gesehen werden wollen. Am Computer sollen einzelne Teile von Gesicht und Körper aufgedeckt werden und anschließend soll ein Attraktivitätsurteil auf einer Skala abgegeben werden. Die PB sollen diejenigen Teile aufdecken, die sie zu ihrer Beurteilung benötigen. Suchtiefe – wie viele Details braucht man: Männer decken mehr Felder auf, vor allem bei weiblichen Fotos (größere Suchtiefe), Frauen decken weniger Felder auf, für beide Geschlechter gleich viele vor allem der Mund ist für beide Geschlechter wichtig! Verarbeitungsgeschwindigkeit: Männer beurteilen schneller als Frauen, vor allem weibliche Fotos werden schnell verarbeitet; Frauen beurteilen genau entgegengesetzt, sie brauchen länger vor allem bei weiblichen Fotos Reihenfolge: In welcher Reihenfolge werden Informationen verarbeitet? Frauen und Männer beachten zuerst die Augen, dann den Mund. Beide Male, um auch Symmetrie einzuschätzen. Symmetrische Personen wirken gesünder (Immunsystem).
- Visual-Porzess-Methode nach Hassebrauck (1998) Dies ist ein computergesteuertes Verfahren. Ein neues Verfahren zur Untersuchung der physischen Attraktivität. Diese Methode ermittelt u.a. welche Merkmale zuerst gesehen werden wollen. Am Computer sollen einzelne Teile von Gesicht und Körper aufgedeckt werden und anschließend soll ein Attraktivitätsurteil auf einer Skala abgegeben werden. Die PB sollen diejenigen Teile aufdecken, die sie zu ihrer Beurteilung benötigen. Suchtiefe – wie viele Details braucht man: Männer decken mehr Felder auf, vor allem bei weiblichen Fotos (größere Suchtiefe), Frauen decken weniger Felder auf, für beide Geschlechter gleich viele vor allem der Mund ist für beide Geschlechter wichtig! Verarbeitungsgeschwindigkeit: Männer beurteilen schneller als Frauen, vor allem weibliche Fotos werden schnell verarbeitet; Frauen beurteilen genau entgegengesetzt, sie brauchen länger vor allem bei weiblichen Fotos Reihenfolge: In welcher Reihenfolge werden Informationen verarbeitet? Frauen und Männer beachten zuerst die Augen, dann den Mund. Beide Male, um auch Symmetrie einzuschätzen. Symmetrische Personen wirken gesünder (Immunsystem).
- Geruch, Symmetrie und Attraktivität Tornhill & Gangestad (1999) - (T-Shirt Studie) Thornhill & Gangstad (1999): boten den weiblichen Pb getragene T-Shirts zum riechen. Frauen können Symmetrie riechen, aber nur während Tag 6 und Tag 14 des weiblichen Zyklus. Während dieser Zeit verarbeiten sie Beziehungsinformationen genauer. Diejenigen, die die Pille genommen haben können Symmetrie ebenfalls nicht riechen. Frauen, die die Pille nehmen, irren sich manchmal bei der Partnerwahl, so dass sie ihren Partner „nicht mehr reichen können“ wenn sie die Pille absetzen. Normalerweise präferieren Frauen Männer mit Gerüchen, die sich von denen ihrer Geschwister unterscheiden. Schwangere präferieren Geruch von Verwandten. In den fruchtbaren Tagen werden Beziehungsinformationen genauer verarbeitet. Symmetrie der beiden Körperhälften gilt als Zeichen für Gesundheit (-> funktionierendes Immunsystem, gesunde Entwicklung)
- Sympathie, Ähnlichkeit und subjektive Spannung - Taylor (1970) UV: VL als Konversationspartner sympathisch / unsympathischähnliche Einstellung / unähnliche Einstellung AV: subjektive Spannung Ergebnis: inbalance - also unsympathisch / ähnliche Einstellung; sympathisch / unähnliche Einstellung führt zu stärker wahrgenommener Spannung als sympathisch/ähnliche Einst bzw. unsymphatisch / unähnliche Einstellung.
- Sicherheit des Wahrnehmungseindrucks - Swann und Gill (1997) untersuchten den Zusammenhang zwischen Reichhaltigkeit, der Informationen und der Sicherheit des Wahrnehmungseindrucks. Vpn sollte sich selber einschätzen und abwägen, wie eine bestimmte andere Person sie einschätzen würde. Je länger die Personen sich kannten, desto reichhaltiger waren die Informationen, die sie übereinander hatten und desto höher war die Sicherheit, die bei der Einschätzung vorlag. Genauigkeit der Einschätzung nahm aber nicht zu. Ergebnis: Subjktive Sicherheit trägt mit der Reichhaltigkeit der Informationen zusammen nicht aber die Genauigkeit.
- Einfluss auf Stimmung - komplexer als Netzwerkmodell - Levine & Burguess (1997) Levine und Burguess zeigen, dass der Einfluss von Stimmung auf Gedächtnisleistung komplexer ist als das assoziative Netzwerkmodell annimmt. VPN in positiver Stimmung errinern sich zwar besser, VPN in negativer Stimmung erinnern sich mehr Aspekte, die etwas mit dem Erreichen von Zielen zu tun haben.
- Theorie der korrespondierenden Inferenzen von Jones und Davis (1965) Der Theorie der korrespondierenden Inferenzen von Jones und Davis (1965) zufolge benutzt der Mensch folgende Informationsquellen zur Attribuierung: Freiwilligkeit: Verhalten, das gezeigt wurde, weil die Person dazu gezwungen wurde, liefert keine Informationen über die Person. Verhalten, das freiwillig gezeigt wurde, liefert hingegen mehr Informationen. Anzahl der nicht-gemeinsamen Effekte: Verhalten, das ohne Weiteres nachvollziehbar ist, liefert keine Informationen über die Person (Beispiel: Frau heiratet Mann der sie liebt und zärtlich ist). Verhalten, das aber aus nicht nachvollziehbaren Gründen gezeigt wird, liefert Informationen über die Person (Beispiel: Frau heiratet Mann, der sie schlägt und fremdgeht. Dies lässt Rückschlüsse auf die Frau zu.) Soziale Erwünschtheit der Effekte: Wenn die Person Verhalten zeigt, was nicht gern gesehen wird, liefert dies mehr Informationen über die Person, als wenn sie Verhalten zeigt, das sozial erwünscht ist. Aus diesen drei Faktoren werden informative Rückschlüsse gezogen.
- Kovariationsanalyse von Kelley (1967 ff.) Laut dem Kovariationsprinzip von Harold Kelley analysiert der Mensch, objektiv und logisch, drei Informationen, um zu einer internen oder externen Attribution zu gelangen. Zunächst fragt er nach der Konsistenz des Verhaltens, also, ob das Verhalten des Akteurs in ähnlichen Situationen über verschiedene Zeitpunkte hinweg auftritt und nicht etwa nur eine Ausnahme darstellt. Bei niedriger Konsistenz wird das Verhalten des Akteurs als Ausnahme eingestuft. Bei hoher Konsistenz wird wie folgt unterschieden: niedriger Konsensus und niedrige Distinktheit führt zu interner Attribution (die Ursache des Verhaltens läge im Akteur) hoher Konsensus und hohe Distinktheit führt zu externer Attribution (die Ursache des Verhaltens läge in der Situation) Konsensus: Verhalten sich andere Menschen in der Situation genauso? Hoch = Alle Personen / Niedrig: Nur diese Person Distinktheit: Ist das Verhalten typisch für die Situation? Distinktheit: Hoch = Nur diese Gegebenheit / Niedrig = Alle Gegebenheten Konsistenz: Tritt das Verhalten wiederholt als Reaktion auf die Situation auf? Hoch = Alle Zeitpunkte / Niedrig = Nur dieser Zeitpunkt
- Kausalschemata Bei eingeschränkter Information über Konsensus, Distinktheit und Konsistenz greifen Menschen auf Kausalschemata zurück. Diese basieren auf Erfahrungen und Meinungen von Menschen über die Interaktionen bestimmter Ursachen.
- Schema der mehrfachen hinreichenden Ursachen Wenn eine mögliche Ursache oder auch mehrere mögliche Ursachen erkannt werden, erfolgt die Attribution.
- Abwertungsprinzip tritt beim Kausalschema der mehrfachen hinreichenden Ursachen ein: Wenn eine mögliche Ursache erkannt wird, werden andere mögliche Ursachen nicht mehr beachtet.
- Aufwertungsprinzip Eine Ursache wird aufgewertet, wenn Effekt trotz hemmender Kräfte auftritt. Beispiel: Wenn jemand trotz Krankheit erfolgreich eine Prüfung besteht, wird man seine Leistung verstärkt auf Anstrengung und Fähigkeit attribuieren.
- Fundamentaler Attributionsfehler Manchmal auch correspondence bias genannt Verhalten wird auf die Disposition einer Person zurückgeführt, situative Einflussfaktoren werden unterschätzt.
- Akteur-Beobachter- Effekt Actor-observer-biasDie Perspektive des Attribuierenden beeinflusst die Attribution.Eigenes Verhalten wird eher situativ bedingt wahrgenommen, das Verhalten Anderer wird stärker als intern verursacht wahrgenommen
- Selbstwertdienliche Attributionen Self-serving-bias–Erfolg wird eher intern, Misserfolg eher extern attribuiert.
- Der Zweifaktorentheorie der Emotion von Schachter (1964) Emotion = Kognition x Erregung Der Zweifaktorentheorie der Emotion von Schachter (1964) zufolge setzen Emotionen sich aus 2 Faktoren zusammen: der Kognition und der physiologischen Erregung. Dieselbe Erregung kann in Kombination mit verschiedenen Kognitionen zu unterschiedlichen Emotionen führen. Außerdem nimmt die Theorie an, dass wenn emotionsbezogene Kognitionen vorhanden sind, die Intensität der Emotion durch die Intensität der körperlichen Erregung begrenzt ist.
- Experiment von Schachter und Singer (1962) Im Experiment von Schachter und Singer (1962) wurde gezeigt, dass Stimmungen der Umgebung sich nur dann auf die Probanden übertrugen, wenn sie ihre Erregung keinem anderen Faktor zuschreiben konnten. Probanden, die über die erregende Wirkung ihrer Injektion informiert worden waren, übernahmen deutlich weniger die extrem gute, bzw. extrem schlechte Stimmung des Eingeweihten. Daraus ist zu schlussfolgern, dass man in Situationen, in denen eine erhöhte physiologische Erregung wahrgenommen wird, und in denen es an kognitiven Erklärungen hierfür mangelt, die Hinweisreize der sozialen Umgebung zur Erklärung heranzieht.
- Fehlattribution von Erregung - Storms & Nisbett (1970) Storms und Nisbett (1970) führten ein Experiment zur Fehlattribution von Erregung durch. Die UV war die Einnahme einer wirkungslosen Pille der Vpn, die mit der Information verbunden wurde, sie würde a) erregend, b) neutral oder c) beruhigend wirken. AV war die Einschlafzeit der Vpn. Gruppe a) schlief am schnellsten ein, während Gruppe c) deutlich länger brauchte als sonst. Die Erklärung hierfür ist, dass das unveränderte physiologische Erregungsniveau als beruhigend empfunden wurde, wenn a) Erregung erwartet wurde. Umgekehrt wurde aber die Unruhe verstärkt, wenn c) eine beruhigende Wirkung erwartet wurde, die physiologische Erregung aber gleich blieb. Letzteres Phänomen ist ein Beispiel für den negativen Placebo-Effekt. Bei diesem Effekt wird eine Wirkung des Präparates erwartet. Wenn diese Wirkung aber ausbleibt, unterstützt dies die Annahme der Person, dass ihre Beschwerden besonders schwerwiegend sind.
- Brodt & Zimbardo (1981) Brodt & Zimbardoübertrugen die Prinzipien der Fehlattribution von Erregung auf die Behandlung sozial unsicherer Personen. Menschen mit sozialen Ängsten, bekommen ein Placebo, ihnen wird gesagt, dass dies erregende Nebenwirkungen hat. Bei sozialer Interaktion werden sie selbstsicherer, denn sie führen die auf das Placebo zurück.