Biologie (Fach) / Zytologie/Histologie/PB1 (Lektion)

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  • Morphologie der Wurzel - Allorhizie Hauptwurzel bleibt erhalten, verzweigt sich mehr o. weniger
  • Morphologie der Wurzel - Homorhizie Hauptwurzeln sterben frühzeitig ab, werden durch gleichwertige sprossbürtige Wurzeln ersetzt (v.a. bei Monokotylen)
  • Leitbündel Dikotyledonen - radiär oligarch (mit wenig Strahlen) - Xylemstränge sternförmig
  • Leitbündel Monokotyledonen - radiär polyarch (vielsträngig) - mehr als 7 Xylemstrahlen
  • Aufgabe der Wurzel - Festigung - Assimilationstransport - Speicher
  • Die Wurzel - sek. Dickenwachstum - Veränderung des Abschlussgewebes durch Umfangserweiterung - primäre Rinde & Endodermis können kurzzeitig durch Dilitationswachstum nachgeben, werden aber abgeworfen - Kambium geht v. d. parenchymatischen Geweben zwischen Xylemstrahlen und Phloembereich aus (vorgebildet) - nach innen Holz - nach außen Bast - Peridermbildung geht v. Perikambium aus > geildeter Kork ähnelt dem der Sprossachse -es kann auch Borkenbildung beobachtet werden
  • Rhizodermis der Wurzel - besteht aus lückenlos aneinanderschließenden, längsgestreckten, zartwandigen Zellen - Aufgabe: Wasser & Nährsalze aus dem Boden aufzunehmen (Absorptionsgewebe) - i.d. Differenzierungszone: > Rhizodermiszellen wachsen zu Wurzelzellen aus
  • Wurzelhaare - dünnwandige und durch Verschleimung ihrer äußeren Wandschichten klebrige Ausstülpungen - kurzlebig
  • Exodermis der Wurzel - entsteht direkt unter d. Rhizodermis aus einer o. mehreren Zellschichten - Zellwände mit Suberinlamelle abgedichtet - dünne Sekundärwände aufgelagert (können zusätzlich verholzt sein) - teilweise unverkorkt, Aufnahme v. Wasser & Nährsalzen möglich (Durchlasszellen)
  • Endodermis der Wurzel - innere Abschlussgewebe d. primären Rinde - meist einschichtig - Einlagerung v. Endodermin (suberinartige Substanzen) - überführt d. apoplastischen (durch Zellwände & Interzellularen) in den symplastischen (über Plasmodesmen v. Protoplast z. Protoplast) Wasser- und Mineraltransport - an Casparyschen Zellen deutlich zu erkennen
  • Bau der Wurzelspitze - Wurzelvegetationspunkt wird v. Apikalmeristem gebildet > Zellvermehrungszone - Zellstreckungszone - Wurzelhaarzone > Differenzierungszone
  • primäre Endodermis der Wurzel - Radialwände mit suberinartigen Substanzen (Endodermin) bandförmig gelagert (Casparysche Streifen) - blockiert d. Wasserstrom i. d. Zellwand - kontrolliert d. Transport durch d. Plasmalemma i. d. Symplasten (Gesamtheit aller über Plasmodesmen verbundener Protoplasten eoiner Pflanze) - bietet Selektionsvermögen - Endzustand bei Angiospermen mit sek. Dickenwachstum
  • sekundäre Endodermis der Wurzel - mit einer Korklamelle ausgekleidet - Endzustand bei Gymnospermen
  • tertiäre Endodermis der Wurzel - meist nur bei Monocotyledonen erreicht > da sie kein sek. Dickenwachstum haben - die Korklamelle wird dicke Zelluloseschichten auflagern - O-Endodermis: allseitige Verdickung - U-Endodermis: Verdickung auf Tangentialwand beschränkt
  • Saugkräfte in einer Wurzel Epidermis = 0,7 bar 1. Rindenschicht = 1,4 bar 3. Rindenschicht = 1,5 bar 4. Rindenschicht = 2,1 bar 5. Rindenschicht = 2,8 bar 6. Rindenschicht = 3,0 bar Casparysche Streifen Endodermis = 1,7 bar Perizykel = 0,8 bar Gefäßparenchym = 0,9 bar
  • Seitenwurzeln - Bildung geht v. Perizykel aus - bei Dikotyledonen Beginn d. Teilung: > einige Perizykelzellen vor einem Xylemstrang teilen sich kräftig > Seitenwurzeln d. Hauptwurzel in geraden Reihen angeordnet
  • Rüben - dicke, fleischige Primärwurzeln - Stoffspeicherung betrifft vorwiegend Kohlenhydrate - es kann auch das Hypocotyl (über der Erde) mit einbezogen sein
  • Haftwurzeln dienen Kletterpflanzen zum Anheften an die Unterlage (z.B. Efeu)
  • Dünndarm - Gliederung - zwischen Magen (Pylorus) und Dickdarm - in 3 Bereiche gegliedert: > Duodenum - Zwölffingerdarm (12 Finger lang = ca. 24 cm) > Jejunum - Leerdarm (ca. 1,8 m) > Ileum - Krummdarm (ca. 2 m)
  • Dünndarm - Funktion - Verdauung > Gallengang transportiert Pankreassekret und Galle und mündet in Duodenum >> Verdauung v. Fett und Protein - Vermischung des Nahrungsbreis durch Kontraktion der Ring- und Längsmuskulatur - Resorption v. Nährstoffen (Peptide, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine), Ionen und Wasser aus dem Nahrungsbrei
  • Dünndarm Oberflächenvergrößerung - durch spezielle morphologische Strukturen (f. max. Resorption) - Darm als Zylinder - Kerckringfalten = Zirkuläre Schleimhautfalten - fingerförmige Zotten (Villi), ca. 1 mm hoch - Mikrovilli = Epithel d. Zotten aus hauptsächlich Saumzellen (Enterozyten) mit protoplasmatischen Fortsätzen und Becherzellen
  • Dünndarm Umsatz - Dünndarmepithel gehört z. d. Geweben m. d. größten Umsatz- und Teilungsrate im Körper - Regenerationszentrum in d. Krypten m. pluripotenten somatische Stammzellen
  • Dünndarm - Regeneration - von den Krypten wandern undifferenzierte Zylinderzellen in 24-36 h zur Zottenspitze und differenzieren sich auf diesem Weg zu Enterozyten - Funktion Nahrungsresorption (vorwiegend an d. Zottenspitze) - Enterozyten sterben nach 2-5 Tagen durch Apoptose (programmierter Zelltod) - alle 2-5 Tage erneuert sich die gesamte Dünndarmoberfläche
  • Dünndarm - Aufbau - Schleimschicht aus einschichtigem Epithel > Enterozyten (Saumzellen) m. Mikrovilli > Becherzellen (Schleimproduktion) - Schleimhautbindegewebe - mit eigener feiner Schicht glatter Muskulatur - Nervengeflechte f. Schleimhaut & Muskulatur - Kapillarnetz (Versorgung d. Zotten und Nährstoffresorption) - Lymphgefäße mit Darmlymphe - Ring- und Längsmuskelschicht
  • Dünndarm - Zellen - Krypten (Becherzellen) meiste Schleimproduktion > darmwandschützende Muzine > an Muzinsekretion wirken auch Brunnerdrüsen im Duodenum mit > Sekret enthält HCO3- (pH 8-9) und isotonische NaCl-Lösung > Schleim schützt v. Reibung durch Darminhalt und Proteaseaktivität - endokrine Zellen (Serotonin-Ausscheidung) - Paneth-Zellen (Abwehr, bilden Lysozym und Defensive) - M-Zellen (lymphatische Zellen)
  • Leber - Funktionen - im rechten Oberbauch - größtes Stoffwechselorgan - beteiligt am Kohlenhydrat-, Protein- und Lipidstoffwechsel (Abbau und Synthese) - Entgiftungsorgan (Metabolisierung=Umwandlung) - Speicherfunktion (lipophile Substanzen) - Synthese v. Hormonen und Mediatoren (Vermittlern) - Regulation des Säure-Base-Haushalts und der Eisen-Homöostase (Selbstregulation) - Bildung v. fetalen Blutbestandteilen - größte exogene Drüse (1,5-2kg) - Bildung und Exkretion der Galle > Emulgator bei der Fettverdauung
  • Leber - Aufbau - 2 größere Lappen (rechter und linker Leberlappen) und 2 kleinere (Lobus caudatus & quadratus) - Leberpforte (Ein- und austretende Gefäße) > Eintritt Pfortader (Vena porta-ca. 75% des Blutflusses, venöses Blut aus Magen, Darm, Pankreas, Milz) > Eintritt Leberarterie (Arteria hepatica-ca. 25% des Blutflusses) > Austritt Gallengang (Ductus choledochus) > Austritt untere Hohlvene > Austritt Nerven und Lymphgefäße
  • Leber - Pfortaderblut enthält diverse Stoffwechselprodukte (Kohlenhydrat- und Eiweißabbau, Fettsäuren)  
  • Leber Blutfluss - eintretendes Blut aus Vena porta und Arteria hepatica gelangt über Kapillaren in die Venae hepatica (Lebervenen) und darüber in die untere Hohlvene
  • Leber - mikroskopische Anatomie - besteht aus sechseckigen Leberläppchen - innerhalb der Läppchen ordnen sich die Hepatocyten (Leberzellen) sternförmig um eine Zentralvene - an den Kanten mehrerer Läppchen befinden sich die sog. Peripotalen Felder (bestehen aus 1 Ast d. Leberarterie, d. Pfortader, d. Gannengang) - Zw. d. Hepatocyten liegen Haargefäße (Lebersonusoide, Gallenkapillaren), die Blut und Gallenflüsigkeit weiterleiten (aufgebaut aus Endothelzellen und Kupfferschen Sternzellen=Phagozyten)
  • Leber - enterohepatischer Kreislauf Gallensäurenrecycling - Gallensäuren zirkulieren pro Tag mehrmals zw. Leber und Dünndarm > Ausscheidung in d. Duodenum, Resorption im Ileum > geringer Anteil an Gallensäuren wird m. d. Stuhl ausgeschieden und i. d. Leber aus Cholesterin nachsynthetisiert
  • Leber - mikroskopische Anatomie 2 - pro Läppchen 1-2 mm - menschl. Leber m. 500.000 solcher Lobuli hepatis - Bindegewebe zw. 2 Lobuli - zw. d. Lebersinusoiden und d. Hepatozyten befindet sich ein kleiner, spaltförmiger Raum (Disseraum)
  • Niere - Funktionen - Ausscheidung v. Stoffwechselprodukten - Aufrechterhaltung des Elektrolythaushalts, des Wassergehaltes und des osmotischen Drucks im Körper - Kreislaufregulation - Blutbildung - Bildungsort f. Hormone
  • Niere - Anatomie Hilus - Eintritt Arteria renalis - Austritt Vena renalis - Austritt Urther (Harnleiter) - Ein- und Austritt f. Lymphgefäße und Nerven
  • Niere - Makroskopischer Aufbau - Rinde (Cortex renis) > derbe Bindegewebskapsel (hell, feinkörnig) - Mark (Medulla renis) > dunkler m. feiner Streifung - Säulen d. Rindensubstanz teilen d. Mark > Papillen = Spitzen d. Nierenlappen - Blutversorgung durch Arteria renalis > verzweigt sich bis zu den Arteriolen (Vas afferens) weiter - Arterien versorgen d. Glomeruli (Nierenkörperchen)
  • Niere - Aufbau und Funktion des Nephrons Nephron=Arbeitseinheit d. Niere 1. Nierenkörperchen (aus d. Glomerolus = Kapillarknäuel in einer Epithelkapsel = Bowman-Kapsel 2. Nierenkanälchen (Tubulus) - im Glomerolus entsteht Primärharn durch Ultrafunktion - im Tubulus Rückresorption v. 99% Wasser und zahlreichen weiteren gelösten Substanzen - diverse aktive und passive Transportprozesse
  • Niere - Aufbau Glomerulus Glomeruläre Filtrationsrate Volumen, das v. allen Glomeruli pro Zeiteinheit filtriert wird (ca. 180 l pro Tag bei 2 gesunden Nieren) renale Ausscheidungsrate liegt bei 1,5l/d (Liter pro Tag)
  • Niere - Aufbau des Glomerulus renale Clearance Maß f. d. Eliminationsrate eines Stoffes bei Nierenpassage beeinflusst auch d. Arzneimittelkonzentration im Körper