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Biologie (Fach) / Biologie terrest. Tiere Mitteleuropas (Lektion)
Biologie terrest. Tiere
Diese Lektion wurde von Orangenhund erstellt.
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- 105.) Nennen Sie drei Schmetterlingsarten, die sich auf Brennnesseln entwickeln. Tagpfauenauge, Admiral, Kleiner Fuchs
- 108.) Nennen Sie drei wichtige Faktoren, die für das Vorkommen von Schmetterlingen wichtig sind. 1. Falternahrung: in ausreichender Menge u. Qualität, oft Bevorzugung best. Blütentypen 2. Raupenfutterpflanze: geeigneter Standort, geeigneter Zustand (Knospe, Blatt, Blüte) 3. Habitatstrukturen: spezielle, strukturelle u. mikroklimatische Ausstattung des Lebensraumes für best. existenzielle Verhaltensweisen (z. B.: Überwinterung; Paarungsplatz; Thermoregulation; Ruheplatz)
- 109.) Nennen Sie vier Lebensräume, in denen Schmetterlinge besonders gefährdet sind. Was sind die jeweiligen Gefährdungsursachen? 1. xerotherme Standorte -> Zerstörung der Lebensräume u. Futterpflanzen 2. Moore, Feuchtbiotope -> Verluste von Retentionsgebieten 3. Pionierstandorte (Schotter-, Sandflächen…..) -> wg. Flussregulierungen, Schottergewinnung 4. alpine Rasen -> stärker werdender Tourismus im Alpenraum
- 110.) Welche Möglichkeiten der Geschlechterfindung bei Schmetterlingen kennen Sie? l Tagfalter können das andere Geschlecht anhand v. Mustern od. UV- reflektierenden Flügelteilen mit den Augen erkennen. l Bei Nachtfliegern locken W die M häufig durch Pheromone an. Antennen der M sind dann stärker gefiedert. l bei manchen Arten locken die W die M mit Infrarotstrahlung, die durch die Wärme der Flugmuskulatur erzeugt wird
- 111.) Nenne Sie vier Gemeinsamkeiten der Chordatiere (Stamm Chordata). 1. Stützstab („Chorda dorsalis“-> später zur Wirbelsäule umgewandelt) 2. Innenskelett (Stützelemente innen, Muskulatur außen) 3. Kiemendarm (ursprüngl. Atmungs- u. Ernährungsorgan, später abgewandelt (Kiemen, Lungen)) 4. geschlossenes Blutgefäßsystem
- 112.) Wer sind Vorfahren der Wirbeltiere (Unterstamm Vertebrata). Wo und wie leben sie? Wirbeltiere stammen v. meeresbewohnenden Tiergruppen ab. Vermutliche erster Vorfahr v. landlebenden Wirbeltieren: Quastenflosser -> aus ihnen gingen später die ersten Amphibien hervor Sie leben meist in der Tiefsee.
- 113.) Nenne Sie fünf wichtige Umwandlungen, die von der Entwicklung der Chordatiere zu den Wirbeltieren stattgefunden haben. 1. Wirbelsäule: Achsenstab aus knorpeligen od. knöchernen Wirbeln umschließen mit dorsalen Ausläufern das Rückenmark. Ventrale Fortsätze schützen zusammen mit den Rippen innere Organe des Brustbereichs 2. Kiemendarm: mit seinen Stützelementen wird umgewandelt (Kiemen, Lunge, Kiefer, Zunge, Gehör- u. Gleichgewichtssinn) 3. Körpergliederung: in Kopf (Hals) - Rumpf - Schwanz 4. Innenskelett: zuerst Betonung der Wirbelsäule; bald Ausbildung v. 2 Paar Extremitäten, die mit Gürteln (Schulter-, Beckengürtel) mit d. Wirbelsäule verbunden sind u. die Fortbewegung übernehmen 5. Haut: mit meist mehreren Schichten (Ober-, Leder-, Unterhaut) Oberhaut vielgestaltig (dünn u. drüsenreich, Schuppen, Hornplatten, Federn, Haare, ...)
- 114.) Nenne sie fünf wichtige Kennzeichen für den Unterstamm Wirbeltiere (Vertebrata). mehrschichtige Epidermis Gehirn Körpergliederung in Kopf - Rumpf - Schwanz Herz treibt das Blut in einem geschlossenen Blutgefäßsystem durch den Körper (Körperkreislauf) u. die Lungen (Lungenkreislauf) Verbindung zu den Extremitäten wird durch Schultergürtel u. Becken hergestellt
- 115.) Was bedeutet Ektothermie (Poikilothermie) und Entothermie (Homoithermie)? ektotherme Tiere (Amphibien, Reptilien) Körpertemp. vollständig abhängig v. Umwelt (nicht vom Stoffwechsel) haben Verhaltensweisen entwickelt -> um Körpertemp. konstant zu halten (legen sich zum Aufwärmen in die Sonne u. verkriechen sich zum Abkühlen) Körpertemp. wechselwarmer (poikilotherm) Tiere entspricht nahezu Umgebungstemp. (deshalb bei Wärme aktiver als bei Kälte) kommen mit weniger Nahrung u. Wasser aus, als endotherme endotherme Tiere (Säugetiere, Vögel) können Körpertemp. von innen regulieren -> durch Stoffwechselprozesse können durch Nahrungsaufnahme ihre Körpertemp. konstant halten -> unabhängig v. der Außentemp sind gleichwarme (homoiotherme) Tiere
- 116.) Nenne Sie drei Formen der Temperaturabhängigkeit bei Wirbeltieren. Amphibien -> wechselwarme Tiere -> Kältestarre im Winter Spitzmäuse -> können nur durch ununterbrochene Nahrungsaufnahme Körpertemp. aufrecht halten Fledermäuse -> nachtaktive Räuber; Stoffwechsel u. Körpertemp. werden tagsüber herabgesetzt
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- 117.) Nach welchen Kriterien orientiert sich der Stammbaum der Wirbeltiere? Agnatha: ohne Kiefer, mit Chorda Gnathostomata: Ausbildung v. Kiefern, Wirbelsäule ersetzt Chorda Anamnia: keine spezielle Eihülle als Schutz, daher Fortpflanzung im Wasser Amniota: Embryo durch spezielle Eihülle geschützt, Amnionflüssigkeit ersetzt wässrige Umgebung
- 118.) Wozu dienen Rote Listen? Nenne sie vier wichtige Gefährdungsstufen der Roten Liste nach IUCN Kriterien („Neue Rote Liste“). Rote Listen geben Checklisten gefährdeter Tier- u. Pflanzen-Arten, Gefährdungsanalysen u. Handlungsbedarf an. Sie werden weltweit u. v. einzelnen Staaten herausgegeben. CR critically endangered vom Aussterben bedroht EN endangered stark gefährdet VU vulnerable Gefährdet NT near threatened Gefährdung droht
- 119.) Was sind Natura 2000-Gebiete und auf Basis welcher EU-Richtlinien wurde sie eingerichtet? = die offizielle Bezeichnung für ein Netz besond. Schutzgebiete, das innerhalb der EU errichtet wird. - Sie wurde aufgrund der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat) u. Vogelschutz-Richtlinie eingerichtet. - ihr Zweck = der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender heim. Pflanzen- u. Tierarten u. ihrer natürl. Lebensräume.
- 121.) Kurzcharakteristika der Klasse der Lurche (Amphibia), was ist die Besonderheit dieser Tiergruppe in der systematischen Stellung der Wirbeltiere? sind 4-beinige Wirbeltiere mit nackter, drüsenreicher Haut Entwicklung verläuft (mit wenigen Ausn.) über Eier in einem wässrigen Milieu ab Larven atmen mittels Kiemen u. bewegen sich mit Ruderschwanz fort -> Metamorphose -> als Adult: atmen sie mittels Lunge u. bewegen sich mit 4 Beinen fort ernähren sich (Ausn. v. Froschlurch-Larven - Pflanzenfresser) ausschließl. räuberisch als wechselwarme Tiere -> verbringen den Winter in Kältestarre im Boden, am Gewässergrund od. anderen frostgeschützten Lückenräumen ihre Lebensräume = eine Kombi v. vegetationsreichen Stillgewässern u. unbelasteten Waldbächen mit feuchten strukturreichen Landhabitaten à sind gute Bioindikatoren, da sie spez. Ansprüche an Wasser- u.Landlebensräume stellen Ordnung der Schwanzlurche: Molche, Salamander Ordnung der Froschlurche: Unken, Knoblauchkröten, Laubfrösche, Echte Kröten Besonderheit: Amphibien stellen den Übergang v. wasser- zu landlebenden Tieren dar
- 122.) Durch welche Merkmale unterschieden sich Schwanzlurche von den Froschlurchen? siehe Frage 123
- 123.) Nenne Sie Unterschiede in Bau und Lebensweise zwischen den zwei besprochenen Ordnungen der Lurche. Froschlurche Schwanz nur während Larvenphase im Wasser, bei Metamorphose zum Landtier zurückgebildet Hinterbeine deutl. länger als die Vorderbeine. Fortbewegung: laufen, hüpfend, weit springend ihr Schultergürtel ist verknöchert u. mit einem Schlüsselbein ausgestattet. Kaulquappen pflanzenfressend - Adulti: carnivor sind bis auf einige Arten „explosive breeders“ Schwanzlurche haben einen langgestreckten Körper u. besitzen einen Schwanz Die 4 Gliedmaßen sind etwa gleichlang. Fortbewegung: laufend Schulter- u. Beckengürtel sind knorpelig u. weniger fest mit der Wirbelsäule verbunden Ausprägung v. Zähnen in den Kiefern (anders als bei Froschlurchen). Larven ernähren sich carnivor – Adulti: carnivor sind alle „prolonged breeders“, bewegen sich schlängelnd fort
- 124.) Nenne Sie drei wesentliche Unterschiede zwischen den Gattungen Salamandra und Triturus. Unterschied Salamandra Triturus Schwanz drehrunder Schwanz zusammengrdrückter Schwanz Fortpflanzung/Eiablage Eier entwickeln sich im Körper der Weibchen u. werden entw. in kühle, saubere Waldbäche (Feuersalamander) od. lebend an Land abgesetzt (Alpensalamander) Eier werden einzeln an Wasserpflanzen geklebt Lebensraum feuchte, kühle Laubwälder u. steigen bis in alpine Bereiche auf strukturreiche Lebensräume in der Nähe ihrer Laichgewässer Vorkommen: v. der Ebene bis in die Gebirgsregionen.
- 125.) Charakterisieren Sie vier heimische Familien der Froschlurche. Laubfrosch: kleiner zierlicher Baumfrosch mit „Saugnäpfen“ an Fingern u. Zehen (Kletterfähigkeit!) M rufen nach W mit Hilfe einer Schallblase. laicht in fischfreien, vegetationsreichen Kleingewässern. Eier werden in kl. Klumpen an Wasserpflanzen geklebt bewohnt strukturreiche, wärmebegünstigte Feuchtgebiete, mit vielen Sträuchern in der Nähe der Laichgewässer Unken: warzige Haut mit gelb od. orange gefärbter Unterseite (Warnfarbe) Pupillen sind herzförmig. Fortpflanzung erfolgt in sehr kl. temporären Gewässern. Eier werden in kl. Klümpchen an Wasserpflanzen geklebt. hält sich außerhalb der Paarungszeit oft in der Nähe des Laichwassers auf Bewohner feuchter Lebensräumen v. der Ebene bis ins Bergland. Echte Kröten: warzige Haut mit deutl. „Ohrdrüsen“. Pupillen sind rund. Fortpflanzung erfolgt in größeren stehenden Gewässern. Eier werden in Schnüren um Wasserpflanze gewickelt. Geschlechtsreife Tiere kehren zur Fortpflanzung meist in ihr Geburtsgewässer zurück. sind in fast allen Lebensräumen der Ebene (Ausn.: alpine Bereiche) beheimatet Knoblauchkröten: rundlicher Körperbau mit relativ kurzen Hinterbeinen an den Fersen der Hinterfüße verhornte Grabschaufeln glatte Haut Pupille vertikal geschlitzt laicht in stehenden Kleingewässern – dicke kurze Schnüre bewohnt das Tiefland Ostösterreichs
- 126.) Nenne sie drei Unterschiede zwischen den Larven der Schwanzlurche und Froschlurche. Froschlurchlarve keine außen sichtbaren Kiemen kurze Distanz v. Kopf- u. Rumpfende (Kugelförmig) Hinterbeine bilden sich zu erst Schwanzlurchlarve büschelartige, lange Kiemen langer Körper mit großer Ähnlichkeit zum adulten Tier Vorderbeide vor den Hinterbeinen ausgebildet
- 127.) Nenne sie fünf Hauptgefährdungsursachen für Amphibien. Wasserbau u. Entwässerung Industrie-, Wohnungs- u. Straßenbau Düngung, Pestizide u. Abwässer Flurbereinigung u. Bewirtschaftungsänderung Verfüllung der Laichgewässer Schutt- u. Müllablagerung Straßenverkehr
- 128.) Nenne Sie fünf negative Einfüsse, die von der Straße auf die umgebenden Lebensräume wirken. 1. Trennung von Teillebensräumen 2. Verkehrsunfälle 3. Emission/Immission 4. direkter, totaler Flächenverlust u. Flächenveränderung 5. Tierverluste (auch durch Lockwirkung)
- 129.) Wie hängen Vogelschutzrichtlinien, FFH-Richtlinien und Natura 2000-Gebiete zusammen? aus der Vogelschutz-Richtlinie u. der FFH-Richtlinie entstand „Natura 2000 Schutzgebietsnetz der EU“ Ziel: Erhalt der biologischen Vielfalt auf dem Gebiet der EU Weg: - Schaffung des „Europ. Netzwerks Natura 2000“ mit Vogelschutzgebieten u. FFH-Gebieten - Artenschutz - weitere Schutzbestimmungen: z.B. Förderung v. Landschaftselementen
- 130.) Charakterisieren Sie die Klasse der Kriechtiere (Reptilia). Welche heimischen Ordnungen bzw. Unterordnungen gibt es und in welchen Lebensräumen kommen sie vor? 1. sind die ersten Wirbeltiere, die vollkommen an das Landleben angepasst sind (Lungenatmung; Entwicklung über meist pergamentschalige Eier, die an Land abgelegt werden) 2. ihre Haut ist v. Hornschuppen od. -platten bedeckt; häuten sich bei Wachstum 3. als wechselwarme Tiere verbringen sie die kalte Jahreszeit in einer Art Kältestarre in frostgeschützten Verstecken 4. Lebensräume: strukturreich, wärmebegünstig ¡ Eidechsen benötigen reiche Evertebratenfauna (Würmer, Spinnen, Insekten...) ¡ Schlangen benötigen ein vielfältiges Angebot an kl. Wirbeltieren Schildkröten: Europ. Sumpfschildkröte (alle Gewässertypen mit reicher Unterwasservegetation) Echsen: Eidechsen, Schleichen (strukturreiche Lebensräume in Natur- und Kulturlandschaften) Schlangen: Nattern, Ottern (in ungestörten, strukturreichen Lebensräumen)
- 132.) Welche vier Wichtigen Merkmale charakterisieren die Schildkröten? Beschreiben Sie kurz die Biologie der einzigen heimischen Schildkrötenart. 1. mit Hornschildern bedeckter Knochenpanzer 2. Kopf , Extremitäten u. Schwanz können in den Panzer eingezogen werden 3. Kiefer mit Hornschnabel überzogen 4. pergamentschalige Eier Europäische Sumpfschildkröte - sucht tagsüber Sonnenplätze auf. Nachts u. bei Dämmerung geht sie in den Gewässern auf Nahrungssuche (räuberisch) - legen 5-20 hartschalige Eier an sonnenexponierte Plätze - kommen in allen Gewässertypen mit reicher Unterwasservegetation vor, sind stark gefährdet
- 133.) Beschreiben Sie kurz die Biologie von zwei heimischen Eidechsenarten. I. Zauneidechse: 1. 4 Beine 2. dachziegelartig angeordnete Hornschuppen u. Krallen an Fingern u. Zehen 3. Eier mit pergamentartiger Schale -> werden an einstrahlungsbegünstigten Stellen abgelegt 4. bewohnen wärmebegünstigte, strukturreiche Lebensräume in Natur- u. Kulturlandschaften II. Blindschleiche: 1. vollständige Beinreduktion 2. bewohnt meist feuchtkühle Wälder, Hochstaudenfluren u. Hecken 3. Unterschied zu Schlangen: bewegl. Augenlider, gleiche Schilden an Bauch u. Rücken u. nicht erweiterbaren Kieferapparat Beide Gruppen ernähren sich räuberisch v. wirbellosen Kleintieren.
- 134.) Nenne Sie fünf Hauptgefährdungsursachen für Reptilien. 1. Landschaftsveränderungen (Gewässerausbau, Trockenlegen v. Feuchtgebieten, Intensivierung v. Land- u. Forstwirtschaft, Siedlungs- u. Straßenbau) 2. Verfolgungsdruck durch den Menschen 3. Mähen u. Kurzhalten v. Waldmantelvegetation, Beseitigung der Hecken 4. Biotopverlust (z.B. durch Kultivierung v. Mooren, Aufforstung v. Feuchtwiesen) 5. Verlust der Nahrungsgrundlagen (z.B. Rückgang v. Amphibien - hauptsächl. Nahrungsgrundlage)
- 135.) Was macht Reptilien zu echten Landtieren und wie unterschieden sie sich von den Amphibien? 1. R. sind während Entwicklung nicht ans Wasser gebunden, sondern diese verläuft an Land. A gehen erst als Adult an Land. 2. R. werden entw. lebend geboren od. entwickeln sich in einem Ei. A. machen eine Metamorphose durch, d.h. sie durchlaufen Kaulquappenstadien. 3. R. haben eine verhornte Haut – A. nicht 4. R. haben keine Mögl.keit der Hautatmung – A. ist dies mgl.
- 136.) Nenne Sie drei Unterschiede zwischen den beiden heimischen Schlangenfamilien. Geben Sie je einen Vertreter für die betreffende Familie an. Familie Nattern (z.B. Äskulapnatter) Familie Ottern (z.B. Kreuzotter) Schlangen ohne Giftzähne Schlangen mit Giftdrüsen u. -zähnen Rumpf geht allmählich in den Schwanz über abrupteren Übergang des Rumpfes zum Schwanz runde Pupillen vertikale, schlitzförmige Pupillen große Kopfschilder etwas kleinere Kopfschilder umschlingen ihre Beute u. erdrücken od. erdrosseln sie Beute wird durch Giftbiss gelähmt u. dann erst verschlungen
- 137.) Nenne Sie drei Unterschiede zwischen Anamnia und Amniota. Anamnia - Wirbeltiere Amniota – Landwirbeltiere brauchen ein wässriges Milieu für Fortpflanzung u. Entwicklung wässriges Milieu wird in Ei od. Mutterleib hin- eingenommen u. von Amnionhaut umschlossen Eischale u. Eihülle zum Schutz des Embryos mit Eroberung des Festlandes spez. Schutz für den Nachwuchs notw. -> siehe links embryonale Harnblase zur Entsorgung v. Stoff- wechselprodukten Dottersack zur Ernährung des Embryos zu ihnen gehören: Fische u. Amphibien zu ihnen gehören Reptilien, Vögel, Säugetiere
- 139.) Nenne und definieren Sie drei verschiedene Formen von Biodiversität. alpha – Diversität: ¡ 2 Aspekte: Artenreichtum, Gleichverteilung v. Individuen auf Arten ¡ alpha-D. ist umso größer, je größer die Artenanzahl u. je gleichmäßiger die Individuen auf diese Arten aufgeteilt sind II. beta-Diversität: Gradientendiversität ¡ vergleicht den Artenzusammenhang beim Übergang v. einem Lebensraum zu nächsten ¡ Grad.div. ist umso größer, je weniger Arten benachbarte Gemeinschaften gemeinsam haben Habitat-Diversität: ¡ vielseitige Lebensbedingungen: artenreich, indivduenarm (z.B. Regenwald) ¡ einseitige u. extreme Lebensbedingungen: artenarme, aber individuenreiche Biozönose
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- 140.) Welche drei Ziele wurden bei der Convention on Biological Diversity (CBD) in Rio de Janeiro 1992 formuliert? 1. Schutz der biologischen Vielfalt 2. Nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile 3. Zugangsregelung u. gerechter Ausgleich v. Vorteilen, welche aus der Nutzung genetischer Ressourcen entstehen.
- 142.) Wie unterscheiden sich die heimischen Ordnungen der Kriechtiere untereinander? Nenne sie zumindest drei heimische Familien. 3 heimische Familien: Schildkröten, Schlangen und Eidechsen – Unterschiede siehe oben
- 143.) Charakterisierung von Vögel, grobe systematische Gliederung. sind gleichwarme, meist flugfähige Wirbeltiere mit Federkleid u. Hornschnabel innere Befruchtung, Kloake Entwicklung verläuft miest über hartschalige Eier -> meist ausgeprägte Brutpflege Skelett mit luftgefüllten Hohlräumen vorderes Extremitätenpaar zu Flügeln umgewandelt starre Lunge mit einem ausgedehnten Luftsacksystem verbunden vollständig vom Körperkreislauf getrennter Lungenkreislauf bewohnen fast alle verfügbaren Lebensräume Nichtsperlingsvögel (z.B. Reiher, Entenvögel, Eulen, Greifvögel, Hühnervögel, Spechte) Sperlingsvögel (z.B. Schwalben, Rabenvögel, Meisen, Finken)
- 144.) Nenne sie fünf anatomische Besonderheiten, die Vögel in Anpassung an den Flug entwickelt haben. 1. große Röhrenknochen & Schädelskelett sind mit ausgedehnten Hohlräumen versehen 2. Luftsäcke ragen in die Hohlräume hinein -> befördern die Atemluft (aufgrund starrer Lunge) 3. flächige Knochen mit Aussparungen 4. viele Verwachsungen in Brust u. Beckenbereich 5. Reduktion u. Umwandlung der Vorderextremitäten
- 145.) Nene Sie vier physiologische Besonderheiten, die Vögel in Anpassung an den Flug entwickelt haben. 1. rasche „Verbrennung“ v. Reservestoffen (Fett, Kohlenhydrate) 2. sparsamer Umgang mit Wasser (z.B. Abgabe v. fester kristallförmiger Harnsäure, Wassergewinn aus Nahrung) 3. spez. Atmung zur besseren Ausnützung der Atemluft -> durch ein System v. Luftsäcken („Blasebalg“) wird die Atemluft zumind. 2x über die O2 – aufnehmenden Gewebe geleitet 4. Gegenstromprinzip bei Gefäßen in exponierten Körperteilen, um zu starke Erwärmung od. Abkühlung zu verhindern
- 146.) Beschreiben (skizzieren) Sie drei verschiedene Schnabelformen in Bezug auf ihre Funktion bei der Ernährung.
- 147.) Nenne Sie die wichtigsten Ursachen für den Vogelzug. Was können Sie darüber noch berichten? wichtigster Grund: jahreszeitl. unterschiedliches Nahrungsangebot 1. oft werden riesige Distanzen u. in großer Höhe zurückgelegt 2. Orientierung nach innerem Kompass (Erdmagentfeld, Stand der Gestirne, Landmarken....) 3. verschied. Ausprägungen des Zugverhaltens (Kurzstrecken-, Langstreckenzieher....) 4. weitere Migrationsformen: Teilzieher, Strichvögel, Invasionsvögel, Irrgäste 5. Vögel, die nicht wegziehen werden als Standvögel bezeichnet
- 148.) Was ist eine Schlüsselart? Geben sie zwei Beispiele dafür an. Schlüsselart -> ein Lebewesen, das im Vergleich zu seiner geringen Häufigkeit einen unverhältnis- mäßig großen Einfluss auf Artenvielfalt u. ökolog. Kreisläufe einer Biozönose ausübt. Bsp.e: Tannenhäher u. zapfentragende Bäume, Honigbiene u. Blütenpflanzen
- 149.) Welche Einteilungen des Federkleides bei Vögeln kennen Sie? * Großgefieder/Konturfedern am Körper (Schutz des Körper u. Dunen vor Nässe, mechan. Einwirkungen etc.) Schwungfedern (Fliegen: Hand- & Armschwingen) Steuerfedern (= Schwanzfedern) * Kleingefieder/Dunenfedern (Isolierung; Jungvögel) * Spezialfedern (Schmuckfedern, Borsten, Puderdunen)
- 150.) Charakterisieren Sie je zwei Vertreter der Sperlings- und Nichtsperlingsvögel und beschreiben sie deren Lebensweise. Nicht- Sperlingsvögel: Turmfalke 1. sehr anpassungsfähige u. genügsame Art; tagaktiv 2. spez. Flugtechnik (Rüttelflug): steht dabei quasi in der Luft – bei erspähen v. Beute: Sturzflug 3. Oberschnabel besitzt einen scharfen Zahn. 4. Lebensraum: Städte - jagt dort Kleinvögel (Tauben); offenes Kulturland: Kleinsäuger Kuckuck 1. tagaktiver Vogel u. sehr scheu; Einzelgänger 2. Bestand stark abhängig v. den Wirtsvögeln -> Brutschmarotzer (baut keine eigenen Nester) 3. sind Langstreckenzieher – überwintern im trop. Afrika 4. Lebensraum: offene Landschaften u. naturnahe Lebensräume mit Gehölzen, Parks, Gärten Sperlingsvögel Aaskrähe 1. leben in kl. Familientrupps (Junggesellentrupps) od. Paaren 2. Zur Brutzeit eigene Reviere, aber auch Ganzjahresreviere – verteidigen diese 3. Nahrung wird im Flug od. aber zu Fuß gesucht - Allesfresser (Omnivoren) 4. Lebensraum: offene Landschaften, lichte Wäldern, Parks, Gärten, Kulturfolger Zaunkönig 1. geschickte Kletterer; schlechte Flieger (besitzen nur kurze Flügel) 2. kurzer Schwanz - meist steil aufgerichtet 3. sind Teilzieher: Teil überwintert, anderer zieht weiter (überwinternde Vögel – Gewässernähe) 4. Lebensraum: Laub- u. Mischwälder, Gärten u. Parks
- 151.) Definieren Sie den Begriff Gilde. Warum ist das Gildenkonzept eingeführt worden? Gilde -> eine Gruppe v. Arten, die best. Ressourcen in ähnlicher Weise nutzen. Sie reagieren ähnl. auf eine Veränderung dieser Ress. Das Gildenkonzept wurde für das indikatorische Monitoring eingeführt.
- 152.) Nennen Sie fünf Kriterien, nach denen Gilden festgelegt werden. 1. Ernährungsweise 2. Nahrungserwerb 3. Brut 4. Reproduktionsstrategien 5. Zugverhalten
- 153.) Was sind die fünf wichtigsten Charakteristika der Klasse der Säugetiere (Mammalia) und wie unterscheiden sich die drei Unterklassen voneinander? 1. Haut mehrschichtig; mit einer Reihe verschied. Drüsen 2. Kieferapparat je nach Nahrungserwerb spezialisiert 3. Zentralnervensystem mit zunehmender Komplexität des Vorderhirnes 4. Gute Sinnesausstattung, besond. Geruchssinn überdurchschnittl. ausgeprägt 5. Oft komplexes Sozialverhalten mit intensiver Brutpflege Unterklassen: 1. Kloakentiere: l eierlegend; noch keine Zitzen; Kloake -> für die Ausscheidungs u. Fortpflanzung l 5 Arten in Australien u. Neuguinea 2. Beutelsäuger l Jungtiere kommen in embrynoalem Stadium zur Welt; wachsen im Beutel der Mutter heran l die meisten Arten bilden keine Plazenta aus, sondern primitiven Mutterkuchen 3. Plazentatiere: l Jungtiere entwickeln sich in Gebärmutter; werden v. der Mutter über ein embryonales Hilfsorgan ernährt u. versorgt l fortgeschrittenerer Entwicklungsgrad bei der Geburt
- 154.) Nennen Sie die vier Teilbereiche der Wirbelsäule und ihre wichtigsten Aufgaben. Halswirbelsäule: Beweglichkeit d. Kopf; Verbindung: Rückenmark - Gehirn Brustwirbelsäule: Atmung; Schutz innerer Organe (Rippen, Brustkorb) Lendenwirbelsäule: trägt Bauchdecke mit Verdauungsorganen Kreuzbein: Verbindung zu Beckengürtel Schwanzwirbelsäule: vielfältige Aufgaben
- 155.) Welche vertikale Gliederung weisen die Extremitäten von Säugetieren auf und welche Skelettelemente stellen die Verbindung zwischen Extremitäten und der Wirbelsäule her? Verbindung zw. Wirbelsäule u. Extremitäten: Schulter- und Beckengürtel Stockwerkgliederung: Oberschenkel, -arm; Unterschenkel, -arm; Fuß, Hand, Finger, Zehen
- 156.) Welches sind die drei Ernährungstypen bei Säugetieren und welche Kaubewegungen kommen bei den jeweiligen Typen vor? Fleischfresser: Scheren weicher, zäher Nahrung Allesfresser: Rollen & Zerquetschen weicher oder brüchiger Nahrung Pflanzenfresser: Zerreissen & Zerreiben zäher, faserreicher Nahrung
- 157.) Charakteristika der Ordnungen Insektenfresser (Insectivora) und Fledermäuse (Chiroptera). Was ist deren gemeinsames Problem? Insektenfresser: (z.B. Igel, Maulwurf, Spitzmaus) primitivste, heute lebende Ordnung der Säugetiere einfaches Gehirn vollständige Bezahnung - räuberisch polyphasischer Aktionssrythmus in gemäßigten u. kalten Klimazonen (d.h. Wach- u. Ruhephasen wechseln in kurzen Abständen mehrmals) Fledermäuse: (z.B. Hufeisenasen u. Glattnasen) einziges flugfähiges Säugetier Echolotsystem zur Orientierung u. Jagd nächtl. Insektenjäger -> hohe ökolog. Bedeutung Stoffwechsel u. Körpertemp. werden tagsüber herabgesetzt Daumen ist kurz, trägt 1 Kralle, die 4 übrigen Finger sind stark verlängert, spannen die Flughaut brauchen Winter- u. Sommerquartiere Gemeinsames Problem (Insektenfresser/Fledermäuse): wegen ihrer Körperform können sie schlecht Wärme speichern.
- 158.) Nenne Sie drei Familien der Ordnung Insektenfresser (Insectivora) und deren Lebensweise. Fam. Igel: dämmerungs- u. nachtaktive Einzelgänger durch besonderen Hautmuskel einrollbares Stachelkleid sehr guten Geruchs- u. Gehörsinn, mit denen sie sich nachts orientieren Winterschläfer Nahrung: Würmer, Gliedertiere, Fallobst Fam. Maulwürfe: tag- u. nachtaktive Einzelgänger ans unterird. Leben bestens angepasst (Grabbeine, kl. Augen, Fell ohne Strich) bauen ausgedehnte Gangsysteme Hauptsinnesorgan: Nase - riechen u. tasten Nahrung: Regenwürmer, kl. Insekten, Larven Fam. Spitzmäuse: primitive, kleine bis winzige Säuger lange, spitze Nase u. kurze Beinen durch ununterbrochene Nahrungsaufnahme wird die Körpertemp. aufrechterhalten Lebensraum: Waldgebiete hohe Fortpflanzungsrate u. Vertilger v. Würmern u. Gliedertieren -> ökolog. wichtig
- 159.) Charakterstik der Fledermäuse, Anpassungen an ihre/n Lebensweise/Lebensraum. Siehe Frage 157 - Fledermäuse Anpassung Lebensweise: kalte, insektenfreie Zeit verbringen sie im Winterschlaf Körpertemp. sinkt bis in die Nähe d. Umgebungstemp -> leben in dieser Zeit v. ihrem Fettdepot Anpassung Lebensraum: unterschiedl. Fledermausarten haben sich auf unterschiedl. Jagdlebensräume spezialisiert: - der Große Abendsegler jagt v.a. im freien Luftraum - Wasserfledermaus jagt dicht über der Wasseroberfläche
- 160.) Charakterisieren Sie die Familien Katzen, Hunde, Bären und Marder. Welche heimischen, wildlebenden Vertreter je Familie kennen Sie? ¡ gehören zur Ordnung der Raubtiere ¡ spezialisierte Gebiss, große Eckzähne (Fangzähne) u. Backenzähne mit schneidenden Kanten ¡ Jungen kommen nackt, blind u. unselbstständig auf die Welt (Nesthocker) Familie der Katzen: (z.B. Luchs, europ. Wildkatze) 1. kurze Schnauze, nach vorne gerichtete Augen -> Nachtjäger 2. Ohren stehen aufrecht -> in verschied. Richtungen drehbar 3. meist Einzelgänger 4. gute Kletterer – Krallen einziehbar 5. Fleischfresser - benötigen große Reviere Familie der Hunde: (z.B. Wolf, Fuchs) 1. spitze Schnauze 2. hochbeinige, schnelle u. ausdauernde Läufer 3. es gibt Einzelgänger (z.B. Fuchs), aber auch RudelLebende (Wolf) 4. Zehengänger - Krallen nicht einziehbar 5. Fleischfresser mit pflanzlicher Beikost Bären: 1. größte Landraubtiere 2. Sohlengänger mit kräftigen Beinen 3. vorwiegend Fleischfresser, häufig auch Beeren u. andere pflanzl. Kost Familie der Mader: (z.B. Steinmader, Dachs, Wiesel) 1. kleine bis mittelgroße Raubtiere 2. schlanker, langgestreckter Körper mit meist kurzen Beinen 3. viele Arten sind auf die Nähe v. Wasser angewiesen (Fischotter) 4. Fleischfresser, Allesfresser
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