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Biologie (Fach) / Biologie terrest. Tiere Mitteleuropas (Lektion)
Biologie terrest. Tiere
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- 1.) Definieren Sie Nachhaltigkeit. Für welche Abkommen ist sie bindend und von wem wurde diese Definition erstellt? von Brundtland – Komission def.: „eine zukunftsfähige Entwickl. bedeutet, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation ihre Bedürfnisse befriedigen zu können, gefährdet.“ Diese Def. ist Bestandteil aller danach vereinbarten internat. Umwelteinkommen.
- 2.) Was sind Umweltfaktoren und was Umweltressourcen? Wie unterscheiden sich diese beiden Begriffe? Umweltfaktoren: sind physikal.-chem. Eigenschaften der Umwelt (z.B. Temp., Luftfeuchte) Umweltress.: werden v. Organismen im Verlauf v. Wachstum u. Fortpflanz. verbraucht (Raum, Wasser...) Unterschied: - Umweltfaktoren beeinflussen die Umweltressourcen! - Umweltfaktoren können durch Lebewesen nicht verbraucht werden Umweltress. schon
- 3.) Definieren Sie den Begriff Ökologische Nische. Geben Sie zwei unterschiedliche Beispiele dazu an. ökolog. Nische = die Summe aller Umweltfaktoren u. Umweltress., die ein Individuum (od. Art) zur Realisierung seiner Lebensweise benötigt. Die jew. Nische eines Organismus wird durch seine Bedürfnisse an Ress. (Nährstoffe, Wasser, Nahrung..) u. seine Toleranzeigenschaften gg.üb Umweltfaktoren (Temp., pH-Wert, Windgeschwindigk.…) definiert. - besagt nicht wo sondern wie ein Organismus lebt - ist vierdimensional u. schließt ihren Inhaber mit ein (sein Wirkungsfeld) Bsp.e: Einnischung verschied. heimischer Meisenarten Specht u. Goldhähnchen mit gemeinsamen Lebensraum Fichte. Beide ernähren sich v. Insekten. Specht holt sich sein Futter aus dem Stamm - Goldhähnchen v. den Fichtenzweigen.
- 4.) Nennen Sie einige dem Begriff Landschaft verwandte Begriffe und geben Sie eine kurze Definition derselben. Landschaft = ein charakteristischer, individueller Teil der Erdoberfläche -> bestimmt durch Wirkungsgefüge vorhandener Geofaktoren ● überwiegen anorganische G. à entstehen anorgan. Naturlandschaften (Salz-, Fels- od. Eiswüste) ● überwiegend biotische G. à entstehen organ. Naturlandschaften (Tundra, trop. Regenwald, Savanne) ● Kulturlandschaften entstehen aus Σ v. an-, organische u. anthropogene G. (Agrar-, Stadtlandschaft) Ökosystem = ein komplexes Wirkungsgefüge zw. Organismen u. ihrer abiotischen Umwelt - offenes System; reguliert sich bis zum gewissen Grad selbst; befindet sich in einem dynam. Gleichgewicht jedoch periodische Schwankungen kommen vor Biotop = abiotischer Teil 1 Ökosystems. Lebensraum für Tier- u. Pflanzen-gemeinschaft Biozönose: belebter Teil 1 Ökosystems (Pflanzen-Produzenten, Fauna- Konsumenten, Reduzenten, Mikroorganismen, Pilze-Destruenten) Habitat = der Lebensraum einer Art Lebensraum = ein neutraler Begriff, für die oben genannten Begriffe mit Einschränkungen verwendbar
- 5.) Definieren Sie die Begriffe Population und Zonobiom. Geben Sie zwei Beispiele für Zonobiome an. Population = Gesamtheit der Individuen einer Art, die in einem zusammenhäng. Raum leben u. über mehrere Generationen genet. Kontinuität aufweisen. Zonobiom = eine durch klimat. Faktoren bedingte, großräumige Lebensgemeinschaft (zB: Wüste, Tundra, Regenwald...) Mitteleuropa = gehört „Nemoralem Zonobiom“an. Tundren und polare Wüsten zählen zum polaren Zonobiom.
- 6.) Welche vier Tiergruppen werden bis jetzt in naturschutzfachlichen Verfahren (laut Literatur) am häufigsten involviert? Vögel; Lurche/Kriechtiere; Säugetiere; Schmetterlinge
- 7.) Welche Einteilungen österreichischer Landschaften wurden in der Vorlesung angeboten? Kurze Charakterisierung von fünf wichtigen Landschaftstypen. Alpen, Zentraleuropäische Mittelgebirge, Nördl./ Südöstl. Alpenvorland, Karpatenvorland, Pannonisches Becken, Donautal, Rheintal 5 wichtigsten Landschaftstypen: Wälder, Wasser (Seen, Flüsse, Bäche), Alpine Zone (Krummholzgürtel, Matten, Felsschutt, Fels/Gletscher), offenes Kulturland (Hecken, Viehweiden, Wiesen), Trockenlebensräume, Industrielandschaft
- 8.) Beschreiben Sie kurz die Rolle der Fauna im Bereich von Erfassung, Beurteilung, Planung und Nutzung der Landschaft. Erfassung der Landschaft aus ganzheitl. Sicht: Biotopkartierung; Indikatorarten; Zielarten; gefährdete Arten; Arten die eine wesentl. Rolle im Ökosystem einnehmen (Basis der Biomasseproduktion, Regulatorenfkt., Spezialisten…) Beurteilung nach ökolog., naturschutzfachl. Gesichtspunkten: ökolog. Güte aus zoologisch-ökolog. Sicht; naturschutzfachl. Besonderheiten regionaler, inter/nationaler Relevanz; rechtl. Forderungen; Öffentlichkeits-wirksamkeit Planung u. Nutzung der Landschaft: Erforschung u. Berücksichtigung der Ansprüche oben genannter Tiergruppen; Erfassen der nach dem Gesetz zu berücksichtigenden Tiergruppen....
- 9.) Nennen Sie stichwortartig die Aufgaben einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Aufgabe v. UVP 1. Bewertung v. un-/mittelbaren Auswirkungen/Wechselwirkungen eines Vorhabens auf: - Mensch, Tier, Pflanze; Boden, Wasser, Luft, Klima - Biotope, Ökosysteme; Landschaft - Sach- u. Kulturgüter 2. Maßnahmen zur Verhinderung od. Verringerung schädl. Auswirkungen v. Vorhaben 3. Variantenstudie (inkl. Nullvariante) 4. Bürgerbeteiligung mit rechtzeitiger Information u. Beteiligung der Öffentlichkeit 5. Erstellung 1 Umweltverträglichkeitserklärung UVE
- 10.) Definieren Sie den Artbegriff. Wie setzt sich der wissenschaftliche Artname zusammen. Nennen Sie weitere vier systematische Kategorien in aufsteigender Reihenfolge l Art = eine Gruppe v. wirklich od. potentiell sich fortpflanzenden, natürl. Population. Sie ist reproduktiv v. anderen Gruppen isoliert. l wissenschaftl. Artname: z.B. Canis lupus nach Carl v. Linné an 1. Stelle steht der Name der Gattung (canis - Hundartig) an 2. Stelle der Name der Art (lupus - Wolf) à binäre Nomenklatur 1) Reich – 2) Stamm – 3) Unterstamm – 4) Klasse – 5) Ordnung – 6) Familie – 7) Gattung – 8) Art
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- 11.) Skizzieren Sie kurz die Entstehung von Arten. Welche zwei wichtigen Vorgänge sind die treibenden Kräfte der Evolution? Zeichnung! Mutation: spontane Änderung der Erbsubstanz Selektion: aus Vielfalt an Varianten werden weniger gut Angepasste eliminiert
- 12.) Worauf beruht die Aussage eines Klimadiagramms. Welcher Faktor ist a) auf der linken Seite b)auf der rechten Seite der y-Achse aufgetragen? Was bedeutet der schraffierte Bereich? – Aussage 1 Klimadiagramms beruht auf das Verhältnis v. Temp. u. NS (y-Achse) – a) auf der linken Seite à monatl. Durchschnittstemp. in 10°C –Schritten b) auf der rechten Seiteà durchschnittl. NS/Monat in 20 mm-Schritten schraffierte Fläche deutet auf humides Klima hin. (NS >Verdunstung)
- 13.) Welche drei Besonderheiten prägen das Nemorale Zonobiom? – jahreszeitl. Wechsel (4 Jahreszeiten) – 3-4 Monate andauernde Winter mit Monatsmitteln um 0°C – Gefrierbeständigkeit d. Pflanzen u. Tiere (Laubfall, Kältestarre, Winterschlaf, Vogelzug)
- 14.) Geben Sie eine kurze Charakteristik der zonalen und azonalen Ökosysteme Mitteleuropas Zonale Ökosysteme: Wälder Mosaik unterschiedl. Weide-, Regenerations-, Reife- u. Destruktionsstadien Schichtaufbau (Baum-; Strauch-; Kraut-; fallweise Moosschicht) ausgeglichenes Bestandsklima Nemorale Hochgebirge stark v. Höhenzonierung abhängig (Wald-/Baumgrenze) lang anhaltende Schneebedeckung bzw. Gletscher rascher Wetterwechsel; starker Windeinfluss Flora u. Fauna tlw. Ähnlichkeiten mit „borealem Zonobiom“ Azonale Ökosysteme: Trockenrasen bildet sich an trockenen, nährstoffarmen Standorten aus -> Wasser- u. Nährstoffmangel artenreich -> stark gefährdet Moore nasse Lebensräume -> ständiger Wasserüberschuss Nährstoff- u. Sauerstoffmangel unvollständiger Abbau pflanzlicher Reste ð Torf entsteht. Flussalluvionen: komplexes Strömungsregime: Überflut., Erosion u. Sediment. (Auwälder, Altwässer, Schotter-, Sandbänke) Ruderale u. urbane Ökosysteme vor 5.000 J.: Beginn der Landwirtschaft in Mitteleuropa -> Verdrängen d. Waldes zugunsten „offenen Kulturlandes“(Weiden, Wiesen, Äcker) Mittelalter: Städtebildung, verfeinerte Landnutzungsformen (z.B. Dreifelderwirtschaft) Beginn 20. Jht: Intensivierung, vermehrt Chemie- u. Düngereinsatz à Umwandlung der klass. Kulturlandschaft zu „Agro- u. Technozönose“ Dichtezentren in/um Großstädte mit selbstgeschaffenen, eigenen Umweltbedingungen
- 15.) Nennen Sie drei azonale Ökosysteme in Mitteleuropa. siehe Moore, Flussalluvionen u. Ruderale u. urbane Ökosysteme Frage 14.)
- 16.) Nennen Sie fünf Höhenstufen in den Alpen in geordneter Reihenfolge und mit ungefährer Höhenangabe. - kollin -> 300-800 m -montan -> 800-1200 m -subalpin -> 1500-2500 m -alpin -> 2000-3000 m -subnival (Schneegrenze) -> 2500- 3200 m -nival > 3000
- 18.) Nennen Sie drei Faunenregionen in Mitteleuropa und geben Sie je ein Beispiel dazu an. 1. Baltische Faunenregion: Rothirsch, Wildschwein, Grasfrosch 2. Pontische Faunenregion: Ziesel, Wiedehopf, Knoblauchkröte 3. Alpine Faunenregion: Steinadler, Steinbock, Murmeltier
- 19.) Nennen Sie drei durch den Menschen hervorgerufene Verbreitungsbilder bei Tieren (je ein Beispiel dazu). 1. Großsäugetiere wurden durch Rodung der Wälder stark zurückgedrängt bzw. ausgerottet (Wolf) 2. Tiere der offenen Steppen Asiens besiedelten nun die ausgeräumten Ackerbaugebiete des östl. Tieflandes (Ziesel, Hamster) 3. Siedlungsfolger nutzen das unmittelbare Umfeld des Menschen (Wanderratte)
- 20.) Nennen Sie drei Lebensräume Mitteleuropas und ihre Entwicklung bei geringer und starker Beeinflussung durch den Menschen. 1. Freier Luftraum geringer Einfluss über Natur- u. Kulturraum starker Einfluss über Siedlungsgebiete 2. Wasser geringer Einfluss bei Seen, Flüssen, Bächen starker Einfluss bei Stauseen, Kanäle, Fischteiche 3. Alpine Zone geringer Einfluss bei Krummholzgürtel, Gletscher, Fels, Moräne starker Einfluss durch Schipisten 4. offenes Kulturland geringer Einfluss bei Hecken, Viehweiden, Wiesen, Hochstauden starker Einfluss bei Äcker, Wein-, Obstkulturen
- 22.) Definieren Sie den Begriff Boden und nennen Sie drei seiner wichtigsten Funktionen. Boden = die v. bodenbildenden Prozessen geprägte Grenzzone zw. der Lithosphäre od. Biosphäre mit der Atmosphäre od. Hydrosphäre. Dieser Bereich (Pedosphäre) besteht aus mineralischer Bodensubstanz (inkl. Bodenwasser) (ca. 90%) u. organ. Bodensubstanz (ca. 10%) Fkt.en: a. Regulator für wichtige Kreisläufe (Nährstoffe, Wasser) b. Filter für Schadstoffe u. Lebensraum für Organsimen c. Träger v. Infrastruktur, Rohstoffen d. Grundlage für die Produktion v. Lebensmitteln
- 23.) In welche Kategorien wird die Bodenfauna eingeteilt? Unterteilung nach Größe der tierischen Lebensformen: -Mirkofauna: -> (< 0,2 mm) Einzeller, Fadenwürmer -Mesofauna: -> (< 2 mm) Fadenwürmer, Arthropoden -Makrofauna: -> (< 20 mm) Regenwürmer, diverse Arthropoden -Megafauna: -> (> 20 mm) Wirbeltiere
- 24.) Wie hoch ist der Anteil der einzelnen organischen Bestandteile im Boden in Prozent (gerundete Werte) ausgedrückt? - 10% organ. Bodenanteil -> davon sind 80% tote Pflanzenteile, 15% Pflanzenwurzeln, 5% Bodenlebewesen - Bodenlebewesen kann man unterteilen in -> 40% Pilze + Algen, 40% Bakterien, 17% Makrofauna
- 25.) Charakteristik der Einzeller. Grobe systematische Gliederung? Protozoa sind kleinste, als eigener Organismus lebensfähige „tierische“Einheit - sämtl. Lebensfkt.en können v. 1 Zelle übernommen werden. - neben Strukturen wie Zellkern, Mitochondrien, Zellwand..., spez. Organellen erfüllen besond. Aufgaben Zellkern: Steuerzentrale aller Lebensvorgänge (DNA) Mitochondrien: Kraftwerke der Zelle -> aerobe Atmung Golghi Apparat/: Ort zellulärer Sekretion u. Verdauung (Ernährungsvakuolen) u. Osmoregulation (pulsierende Vakuolen) Geißeln, Wimpern: Bewegungsorganelle -> Fortbewegung, Herbeischaffung v. Nahrung „Silberliniensystem“: Reizleitung, Abwehr Endoplasmat. Reticulum: Kommunikation zw. Kern u. Cytoplasma Fortpflanzung: Zwei- od. Vielfachteilung (ungeschlechtl.) od. geschlechtlich (männl./weibl. Gameten) Protozoa wichtige Glieder ihrer Ökosysteme (Wasser, Boden); erfüllen dort wichtige Fkt.en: Nahrungsbasis; Destruenten; Parasiten (Fitness v. Populationen) Selbst- reinigungskraft (Filtrierer) Geißeltierchen; Wurzelfüßer; Sporentierchen; Wimpertierchen
- 26.) Wie sind Parasiten definiert und wie Parasitoide? Parasiten die meist größere Beute (Wirt) überlebt -> wird nur z.T. verzehrt, aber mit zunehm. Parasitierung geschwächt meist wird nur ein Beutetier benötigt Interaktionszeit ist relativ lang (Parasit lebt auf od. in der Beute) Parasiten sind oft mit spez. Organen ausgestattet häufig Reduktion v. Organsystemen (z.B. Verdauungsorganen) Parasitoide Parasiten, die ihren Wirt töten
- 27.) Nennen Sie drei Stämme der Einzeller und ihre biologisch-ökologische Bedeutung. Geißeltierchen hohe Vermehrungsrate –> besiedeln viele Lebensräume sehr schnell (= Pionierformen) Pansensymbionten: sind für die Zelluloseverdauung der Wiederkäuer unerlässlich (leben in deren Magen) Sporentierchen sind Parasiten u. haben auf die Fitness der Wirte einen erhebl. Einfluss (Malariaerreger) - Als Parasiten haben Protozoa einen Einfluss auf den Wirt - Durch ihre gigantische Biomasse sind sie Nahrungsgrundlage anderer Lebewesen. - Verwerter v. kleinstem organ. Material.
- 28.) Welche Fortpflanzungsmöglichkeiten haben Einzeller? - ungeschlechtl. Fortpflanzung durch: Zellteilung (Zweiteilung – Mitose) - geschlechtl. Fortpflanzung über Gameten - bei parasitischen Formen häufiger Wechsel v. a-/sexueller Fortpflanzung
- 29.) Nennen Sie die Organellen von Einzellern und beschreiben sie ihre Funktion. Zellkern: Steuerzentrale aller Lebensvorgänge (DNA) Mitochondrien: Kraftwerke der Zelle -> aerobe Atmung Golghi Apparat: Ort zellulärer Sekretion u. Verdauung (Ernährungsvakuolen) u. Osmoregulation (pulsierende Vakuolen) Geißeln, Wimpern: Bewegungsorganelle -> Fortbewegung, Herbeischaffung v. Nahrung „Silberliniensystem“: Reizleitung, Abwehr Ribosomen: Proteinsynthese Endoplasmat. Reticulum: Kommunikation zw. Kern u. Cytoplasma
- 30.) Bau, Lebensweise und ökologische Bedeutung der Strudelwürmer. leben in Gewässern od. feuchtem Boden; sind Räuber, Aas u. Substratfresser sind vielzellige Tiere mit echten Gewebe. sind bilateral-symmetrische Plattwürmer mit dorsal abgeflachten Körper an Bauchseite haben sie eine ausstülpbare Mundöffnung (Schlund) -> zum Beutefang u. Exkretion zwittrige Geschlechtsorgane liegen in einem schwammartigen Gewebe. netzartiges Nervensystem mit Nervenzellen-Anhäufung am vorderen Ende (Kopf) meist Pigmentbecheraugen. Hautatmung. ökolog. Bedeutung: sind gute Bioindikatoren v. Wasserlebensräumen; Aasfresser, Räuber
- 31.) In welchem Bereich der Bioindikation sind Strudelwürmer eingesetzt und welche Umweltqualität indizieren sie dort? Strudelwürmer sind Bioindikatoren f. Wassergüte. Best. Lebewesen bevorzugen best. Güteklassen. Nach Verschmutzungsgrad des Wassers, unterscheidet man verschied. Gewässergüteklassen: Güteklasse 1 = sauberes Wasser Bioindikatoren für GK 1 : Weiße Strudelwürmer Güteklasse 2 = mäßig verschmutzt Bioindikatoren für GK 2 : Graue Strudelwürmer
- 32.) Charakteristik der Fadenwürmer. In welchen Lebensräumen spielen sie eine besondere Bedeutung und warum? 1. freilebende od. parasit. fadenförmige Würmer -> mit dorsalem u. ventralem Längsmuskelschlauch 2. sind unsegmentiert u. besitzen eine elast. Außenhaut -> nur schlängelnde Bewegung mgl. 3. flüssigkeitgefüllter Hohlraum -> hydrostatisches Skelett 4. sind meist getrennt geschlechtlich 5. haben eine einfache Körperorganisation 6. Darm besitzt einen After; Mundöffnung mit div. Mundwerkzeugen ausgestattet In welchem Lebensraum spielen sie eine besond. Bedeutung und warum? - wichtige u. individuenstarke Mitglieder der Bodenfauna – Indikator f. Bodenbewertung - Parasiten u. Parasitoide
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- 33.) Was ist eine Sukzession und welche zwei Grundtypen von Sukzessionen gibt es? ...ist eine Abfolge ineinander übergehende (System-)Zustände v. Pflanzen- od. Tiergesellschaften. Gestaltungssukzession: bedingt durch eine geregelte Besiedelung eines Standortes durch verschied. Biozönosen (Initialphase – Folgephase – Reifezustand/Klimax) Verbrauchssukzession: hierbei wird das Substrat (z.B. Totholz) vollständig verbraucht.
- 34.) Was bedeutet Endemismus? Geben Sie ein Beispiel von einem Endemiten; wo kommt er vor? Best. Pflanzen od. Tiere kommen nur in einer best., räuml. klar abgegrenzten Umgebung vor. Sie sind in diesem Gebiet endemisch. Bsp.: Zylinder-Felsenschnecke in den Ostalpen, Darwinfalken auf Galapagos
- 35.) Die Regenwürmer. Skizzieren Sie kurz deren ökologische Stellung. Welches Prinzip liegt ihrem Bauplan zugrunde? ökolog. Stellung: durchwandern Böden u. bilden Gänge aus -> versorgen dadurch aerobe Bakterien mit Sauerstoff à fördert eine bessere Zersetzung v. abgestorbenen Pflanzenteilen aufgelockerter Boden erleichtert Eindringen v. Wasser in tiefere Bodenschichten. ihr Kot hat mehr Bioaktivität als normale Erde à fördert die Bodenqualität - „homonomen Segmentierung“ Ä (Aneinanderreihung gleichartiger Segmente - durch Zwischenwände getrennt) Ä Verdauungskanäle, Längsnerven u. das Blutgefäßsystem sind durchgehend. - hydrostatisches Skelett: Festigkeit u. Form wird durch einen Hautmuskelschlauch aus Längs- u. Quermuskeln u. mit Hilfe eines flüssigkeitsgefüllten Innenraums hergestellt. - Er gehört zur Familie der Ringelwürmer -> an den Ringen besitzt er 4 Paar kleine, nach hinten gerichtete Borsten.
- 36.) Welche Organsysteme bei Ringelwürmern sind segmentiert und welche nicht? 1. Organe, die nur in best. Körperregionen auftreten (z.B. Geschlechtsorgane u. Mundapparat) 2. Organe, die den ganzen Körper in Längsrichtung bis zum gewissen Grad durchziehen: (z.B. Blutgefäßsystem, Strickleiternervensystem, Verdauungskanal)
- 37.) Charakterisieren Sie kurz die drei ökologischen Typen der Regenwürmer. 1. kleine u. agile Streuformen (epigäisch): Rotwurm u. Kompostwurm - nahe der Bodenoberfläche; häufig in Streu u. Kompost; keine permanenten Gänge - Nahrung: totes Pflanzenmaterial od. Tierkot - hohe Fortpflanzungsraten - dunkel gefärbt (UV- Schutz) 2. kräftige u. große tiefgrabende Arten (anektisch): Tauwurm - permanente, stabile Gangsysteme -> Wände d. Wohnröhre werden zwecks Stabilität mit Kot u. Schleim tapeziert - Vermischung v. an-/organischen Substanzen - Nahrung: organ. Material, wird nachts an der Bodenoberfläche eingesammelt u. in den obersten Bereich d. Wohnröhre gezogen - Kot wird an der Oberfläche abgegeben 3. Mineralbodenformen (endogäisch): Grauwurm - im Wurzelbereich der Pflanzen -> Gänge kaum mit Kot ausgekleidet - Nahrung: abgestorbene Wurzelteile - Bedeutung für Aggregatbildung
- 38.) Nennen Sie sechs wichtige Funktionen der Regenwürmer für den Boden. 1. lüften den Boden 2. verjüngen den Boden 3. hygenisieren den Boden 4. bauen tote Pflanzenteile ab 5. fördern das Wurzelwachstum 6. erhöhen die Wasseraufnahme 7. transportieren das Bodenmaterial aus dem Unterboden in den Oberboden
- 39.) Welches Bauprinzip der Regenwürmer taucht bei anderen Tiergruppen wieder auf und wie ist es bei diesen abgewandelt? Geben Sie zwei Beispiele. Bei Klasse der Myriapoden kommt auch das Prinzip der Homonomen Segmentierung vor. Abwandlungen: - bei den Hundertfüßer sind die Segmente eher flach u. besitzen 1 Beinpaar. - bei den Doppelfüßer verschmelzen ab dem vierten Segment jew. 2 Rumpfsegmente miteinander. Sie tragen deshalb ab dem vierten Rumpfsegment 2 Beinpaare pro Segment.
- 40.) Definieren Sie Bioindikation. Welche Eigenschaften werden dazu herangezogen? - Unter Bioindikation versteht man das Anzeigen v. Umweltzuständen od. – veränderungen durch dafür geeignete Lebewesen. - Gezieltes Ausbringen v. Organismen, die Eigenschaften besitzen, welche in Korrelation zu Schadstoffbelastugen bzw. Umweltzuständen stehen. - Systematische Nutzbarmachung bioökolog. Faktenwissens für Natur- u. Umweltschutz. Validität + Effizienz des Indikators
- 41.) Definieren Sie Bioindikator. Welche Arten von Bioindikatoren gibt es? Bioindikatoren sind Organismen od. -gemeinschaften, deren Lebensfunktionen mit best. Umweltfaktoren so eng übereinstimmen, dass sie als Zeiger für diese verwendet werden können. Arten v. Bioindikatoren: - sensitive Bio: reagieren schnell, selektiv, hochsensibel auf Schadstoffeinträge in ihren Lebensraum - akkumulative (reaktive) Bio: sammeln best. Schadstoffeinträge an
- 42.) Was ist ein aktives und was ein passives Monitoring? Beim passiven Monitoring werden freilebende Organismen auf un-/sichtbare Schädigung od. Abweichung v. der Norm als Zeichen einer Stresswirkung untersucht. Beim aktiven Monitoring werden die gleichen Wirkungen gesucht, jedoch an Testorganismen, die unter standardisierten Bedingungen im Untersuchungsgebiet exponiert worden sind.
- 43.) Nennen Sie drei mitteleuropäische Lebensräume mit besonders günstigen Bedingungen für Gehäuseschnecken. 1. Feucht- u. Waldlebensräume 2. Siedlungsräume mit geringem Versiegelungsgrad u. Umweltbelast. 3. ungestörte Bereiche des alpinen Raums 4. xerotherme Biotope mit Rückzugsmögl.keiten
- 44.) Welchen Grundbauplan folgen die Schnecken und wie ist er in ihrem Fall abgewandelt? Welches Organ tritt nur bei Schnecken auf? Schnecken sind Vertreter der Weichtiere Körpereinteilung: Schale u. Weichkörper (Ausn. Nacktschnecke) besitzen einen muskulösen, aus der Schale herausstreckbaren Fuß deutl. vom Körper abgesetzter Kopf - mit Tentakeln u. Augen Mundöffnung ausgestattet mit Kiefern u./od. der typ. „Reibzunge“(Radula) Eingeweidesack umschließt alle wichtigen inneren Organe -> geschützt durch Gehäuse in der Mantelhöhle befinden sich die Atmungsorgane vom Strickleiternervensystem abgewandeltes Nervensystem häufig Zwitter
- 45.) Charakteristik der Landschnecken und deren ökologische Bedeutung. besiedeln am liebsten kühle, feuchte, frische Lebensräume in Kultur- u. naturnahe Landschaften meist kein Nahrungsspezialist - fressen vorwiegend jegl. organ. Substanz Verhalten richtet sich nach: Vermeidung v. starkem Flüssigkeitsverlust Aktivität nachts u. bei nass-feuchten Witterungsverhältnissen besonders hoch Trockenperioden werden im Boden, unter Laub, in Spaltenräumen überdauert Bei ungünstigen Verhältnissen Rückzug der Gehäuseschnecken in ihre Schale ökolog. Bedeutung: Schnecken sind sensible Bioindikatoren f. ökolog. Zustand diverser Lebensräume u. deren Veränderungen. Bedeutung als Verwerter.
- 46.) Nach welchen wichtigen Gesichtspunkten richtet sich das Verhalten der Schnecken? 1. Vermeidung v. starkem Flüssigkeitsverlust 2. Aktivität nachts u. bei nass-feuchten Witterungsverhältnissen besonders hoch 3. Trockenperioden werden im Boden, unter Laub, in Spaltenräumen überdauert 4. Bei ungünstigen Verhältnissen Rückzug der Gehäuseschnecken in ihre Schale
- 47.) Nennen Sie drei Schneckenarten Ihrer Wahl und geben Sie deren Lebensraum an. Zebraschnecke: Trocken- u. Halbtrockenrasen Großer Schnegel: Wald, Hecken, Gebüsch Gartenbänderschnecke: Hecken, Gebüsch
- 48.) Wie ist das Gehäuse von Schnecken aufgebaut und welche Bedeutungen hat es für die Tiere? - besteht aus Kalk - spiralförmig eingedreht, kugel- od. turmförmig - Schale nur an 2 Stellen fest mit dem Weichkörper verbunden - Gehäuse umgibt Eingeweidesack - Viele Schnecken bilden am Hinterteil ihres Fußes einen hornigen Deckel -> kann die Schale verschließen – bei Vertrocknungsgefahr, Winterschlaf Schneckenhaus bietet Schutz vor Hitze, Kälte, Austrocknung u. Fressfeinden
- 49.) Warum eignen sich Landschnecken so gut als Bioindikatoren? stellen kaum hohe Ansprüche an die Nahrung. Arten- u. individuenreiche Schneckenfauna wird bestimmt durch geolog. Untergrund (Mindestkalkbedarf f. Gehäuse!) + Mikroklima u. Habitatsstrukturen. Wird Mikroklima u. Habitatsstruktur durch menschl. Tätigkeit stark gestört, verarmt Schnecken-fauna od. verschwindet ganz. Wegen ihrer geringen Mobilität können auch sekundär verbesserte Lebensräume kaum mehr wiederbesiedelt werden.
- 50.) Charakteristik der Arthropoda. Nach welchen Einteilungskriterien richtet sich die systematische Gliederung? besitzen einen segmentierten Körper; Außenskelett aus Chitin durch ihr Bauprinzip (Außenskelett, Tracheenatmung) können sie eine best. Größe nicht überschreiten die paarigen Extremitäten bestehen aus miteinander gelenkig verbundenen Gliedern mind. 1 Gliedmaßenpaar zu Fühlern od. Mundwerkzeugen umgewandelt Ernährungsmöglichkeiten stark erweitert – vielfältige Mundwerkzeuge Je nach Entwicklungsstadium unterschiedl. Nahrungserwerb. Atmung: Kiemen; bei landlebenden Formen: Tracheen vom "Strickleiternervensystem" abgewandeltes Nervensystem - hoch entwickelte Sinnesorganen Besiedelung fast aller Lebensräume der Erde Systemat. Gliederung: Gliederfüßer bilden den Stamm Arthropoda (Wirbellose): 1. Unterst. Tracheentiere: mit Mandibeln, 1 Paar Fühler, Insekten – heteronome Segmentierung, Tausendfüßer – homonome 2. Unterst. Krebstiere: mit Mandibeln, 2 Paar Fühler, Kiemen 3. Unterst. Spinnenartige: keine Mandibeln, keine Fühler Spinnen, Skorpione, Zecken, Milben
- 51.) Arthropoden, Grundbauplan und Abwandlungen bei den verschiedenen Arthropodenklassen. Spinne: Körper in Vorder- u. Hinterleib eingeteilt - keine Fühler, Antennen Beine: haben durch Einbau 1 weiteren Gliedes (Patella) bessere Beweglichk. auf dem Netz; 2 Tarsenglieder Insekt: Körper in Kopf, Brust u. Hinterleib eingeteilt. Beine: Zahl der Tarsen variabel. Am Ende meist Klauen, Härchen…haben verschied. Funktionen Krebs: Körper in Kopf-Brust-Stück u. Hinterleib eingeteilt - Kopf u. Brust bilden eine Einheit Beine: am Ende meist mit 2 Ästen - "Spaltbeine"; Brust mit variabler Anzahl an Gliedmaßen
- 52.) Bau und ökologische Bedeutung heimischer Krebse? Krebstiere gehören zum Stamm der Arthropoda (Gliederfüßer) Außenskelett aus Chitin Körper ist gegliedert in: Kopf-Brust-Stück, Hinterleib -> Kopf u. Brust bilden eine Einheit meist nur Kopf u. Brust mit Gliedmaßen ausgestattet. Extremitäten zur Nahrungsaufnahme, Fortbewegung, Atmung; manche tragen Scheren (Spaltbein) 2 Antennenpaare u. 3 Paar Mundwerkzeuge: 1 Paar Mandibeln u. 2 Paar Maxillen. Ökolog. Bedeutung: l Kleinkrebse regulieren Pflanzenwuchs, wichtige Nahrungsquelle für Fische l viele Krebstiere sind Aasfresser
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