Psychologie (Fach) / Pädagogische (Lektion)

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Pãd-Psych wie sie lebt und leibt

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Lektion lernen

  • Modell guter Informationsverarbeitung (GIV): Pressley, Borkowski& Schneider, 1989 Gute Informationsverarbeiter •planen und überwachen ihr Lernverhalten (Metakognitive Strategien) •nutzen effiziente Lernstrategien (Lernstrategien) •sind motiviert, diese Strategien einzusetzen •nutzen Lernstrategien zunehmend automatisch •verfügen über ein reichhaltiges Weltwissen (VORWISSEN) •vertrauen ihren Lernfähigkeiten (Attribution - Motivation) •sind überzeugt, dass sie sich stets verbessern können und halten dies auch für wünschenswert (Kontrollüberzeugung) •stellen sich immer wieder neue(n) Anforderungen (Erfolgs Vs. Misserfolgsvermeidung - Atkinson)
  • INVO-Modellerfolgreichen Lernens (Gold und Hasselhorn): kognitiv: l selektive Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis l Strategien und metakognitive Regulation l Vorwissen motivationale-volitional: l Motivation und Selbstkonzept l Volition(Willensstärke) und lernbegleitende Emotion
  • Filtertheorie der Aufmerksamkeit (Broadbent, 1958): –beschränkte Informationsverarbeitungskapazität –Aufmerksamkeit reguliert den Informationsfluss von den sensorischen Registern zum Arbeitsgedächtnis (Flaschenhals) + early selection theory
  • Zwei-Prozess-Theorie der selektiven Aufmerksamkeit(Neisser, 1974): 1.Diskriminationsprozess Unterscheidung > relevanter von nicht relevanten Informationen  2.Prozess der Zuweisung > Fokus auf relevante Informationsmerkmale Beispiele: Cocktailparty-Effekt, dichotisches Hören
  • Modell des Arbeitsgedächtnisses: Baddeley(1986, 2000) Wichtigste (Gold) Komponenten (3): - Zentrale Exekutive (Supervisions- und Kontrollsystem, Erfassung bspw. über Ziffernfolge rückwärts, Stroop, Go-no-go) - visuell-räumlucher Notizblock (Bewegungen (Corsi-Block-Aufgabe) + Muster (Musterrekonstruktionsaufgabe) - phonologische Schleife (phonetischer Speicher (2sec. Klang und Sprach) + Subvokaler Kontrollprozess (inneres Sprechen > Info länger präsent)
  • Informationsverarbeitungavorteil von Experten Warum und wann sind Novizen besser? Novizen benutzen Strtegien Experten sehen Chunks (Königsstdllung nach Rochade) werden als Einheit wahrgenommen enkodieren wird gesteuert   bei Zufallsstellung sind Experten schlechter
  • Kann Intelligenz Vorwissen ersetzen? Nein Studie (Schneider, Körkel& Weinert, 1989): Vorwissen im Fußball und allgemeine Intelligenz 
  • Konstruktionshypothese Bartlett (Wie Vorwissen Lernen beeinflusst) Leichtere Rekonstruktion und Interpretation neuer Lerninhalte durch –Nivellierung (Vereinfachen) –Akzentuierung (Hervorheben, Überbetonen) –Assimilation (vorwissenskongruente Detailveränderungen)
  • Vorwissen und Qualität der Informationsverarbeitung. Vorwissen - erleichtert die Entscheidung über die Relevanz von Informationen und unterstützt damit die Prozesse der selektiven Aufmerksamkeit l entlastet das Arbeitsgedächtnis durch eine schnellere Aktivierung von Konzepten und deren Verknüpfung untereinander l weckt vermehrtes Interesse am Thema und erhöht die Bereitschaft, weitere Ressourcen für den Lernprozess zu mobilisieren l erleichtert die Nutzung von Strategien und ihre metakognitiveRegulation
  • Definition pädagogische Psychologie:   - steht zwischen Psychologie und Pädagogik - theorieorientiert (reduktionistisch)   "Psychology is the scientific study of the individual in context; education is the social institution by which a society transmits its cultural heritage to children and young adults. Educational psychology comprises the intersection of these two domains. (Calfee, 1992) "Pädagogische Psychologie ist ... als Wissenschaft notwendigerweise eine reduktive, die Phänomene vereinfachende, nach Gesetzmäßigkeiten suchende, auf Wahrscheinlichkeitsaussagen gerichtete, also im besten Sinne des Wortes theoretische Disziplin. ... Pädagogisch-psychologische Forschung leistet einen prinzipiell beschränkten, aber unverzichtbaren Beitrag zum besseren Verständnis der psychologischen Prozesse im pädagogischen Geschehen, Handeln und Wirken. Vorlesung Pädagogische Psychologie (Weinert, 1996)
  • Pädagogisch-Psycehologische Fragestellungen   - Wie lernen Kinder? " Wie kommt es zu Lernschwierigkeiten? " Was spricht dafür, Mädchen und Jungen gemeinsam zu unterrichten? Was dagegen? " Kann Schule Leistungsunterschiede ausgleichen? " Wie können Erwachsene am besten lernen? " ... Welches sind die Bedingungen erfolgreichen Lernens und Lehrens und wie kann man sie gezielt herbeiführen?
  • Was bewegte Mayer (2001) zu der Aussage "Es ist nicht leicht, ein Pädagogischer Psychologe zu sein."?   - In der Pädagogischen Psychologie verbindet sich die pädagogische Praxis mit der wissenschaftlichen Psychologie (Theorie einer Praxis) - für Psychologen zu praktisch und zu wenig an Laborexperimente - für Pädagogen zu psychologisch - Theorie- und wissenschaftliche Methodik interessiert
  • Was versthet man unter der "Doppelrolle der pädagogischen Psychologie"?   Die Pädagogische Psychologie ist: " eine theoretische Wissenschaft, " mit empirischer Grundlegung, " angewandt auf Fragen und Probleme aus der Praxis in Grenzen auch eine praktisch nutzbare Wissenschaft. Primat der Theorie Spannungen und Friktionen Enttäuschte Erwartungen in der Lehrerbildung: Es werden konkrete Handlungsanweisungen für den Unterricht erhofft Wissenschaftliche Erkenntnisse können aber nur allgemeine Lehrprinzipien, Verstehenshilfen und Handlungsoptionen bereitstellen
  • Methoden der Pädagogischen Psychologie   Methodenpluralismus: • Laborexperimente • Feldstudien, Feldexperimente • Kontrollierte Interventions- oder Trainingsstudien
  • Was bedeutet CARE (Versuchsplanung)?   Prinzipien der Versuchsplanung: Be CAREful! • C Comparison (Vergleichs-Gruppen-Design) • A Again and Again (Replizierbarkeit) • R Relationship (substantielle Wirkung) • E Eliminate (Ausschließen konkurrierender Alternativerklärungen)
  • Fragen und Aufgaben der Pädagogischen Psychologie:   Inhaltsbereiche: – Lernen, Lehren und Entwicklung – Soziokulturelle und interpersonale Prozesse und Bedingungen des Lernens – Interindividuelle Unterschiede zwischen Lernern – Lernen und Lehren in spezifischen Inhaltsbereichen – Lehrerbildung und Bildungsforschung
  • Was erfand Fröbel (1782-1852)?   den Kindergarten
  • Was steuerte Rousseau (1712-1778) zur pädagogischen Psychologie bei?   Wichtiges Werk: „Emile oder Über die Erziehung“ (1762) – der Mensch ist von Natur aus gut – Menschen soll nach seiner Natur frei erzogen werden (Entwickelt sich von allein in die richtige Richtung) –> Prinzip der „negativen Pädagogik“: nur Angebote, kein Zwang Unterricht und Erziehung Didaktisch-methodische Grundsätze: – Anschaulichkeit, Fasslichkeit – Lernangebote nach Reifungsstand – Selbsttätigkeit das Wichtigste beim Wissenserwerb – Das Theoretische mit dem Praktischen verbinden
  • Was steuerte der Schweitzer Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) zur pädagogischen Psychologie bei?   Vater der moderne Volksschule Industrialisierung: viele Waisen, bz.w. Eltern können sich nicht mehr um die Erziehung kümmern – Kopf (intellektuelle Kräfte)– Herz (sittlich-religiöse Kräfte)– Hand (handwerkliche Kräfte) Pestalozzis pädagogische Praxis: – Erziehung von Armen- und Waisenkindern nach der Elementarmethode – Verbindung von handwerklicher Arbeit und Unterricht – Selbsttätigkeit und Anschaulichkeit – Fröbel
  • Was steuerte Edward Thorndike (1874-1949) in der Gründungsphase (1900-1950) zur pädagogischen Psychologie bei?   – behavioristische Lerngesetze (Gesetz des Effekts – Verstärkung, Katzen) – labor-experimentelle Grundlagenforschung
  • Was macht die Phase der Konsolidierung (1950-1980) aus?   • Ausdifferenzierung des Faches • Intensiver Austausch mit anderen Bereichen der Psychologie • Schwerpunkte: – Behavioristische Lehr-Lernforschung – Prozess-Produkt-Paradigma schulischen Lernens – Korrelationsstudien → Weg vom Laborexperiment
  • Was mach die Kognitivistische und konstruktivistische Phase (1980 bis heute) in der Entwicklung der pädagogischen Psychologie aus?   Entwicklungstrends: – Wissenserwerb und -konstruktion, Metakognition, Selbstregulation – Motivation – Lernschwierigkeiten und -störungen, Hochbegabung – Bereichsspezifität von Wissen – Neue Technologien im Unterricht – Interventionsstudien
  • Lernen – Definition:   Lernen ist ein Prozess, bei dem es zu überdauernden Änderungen im Verhaltenspotential als Folge von Erfahrungen kommt. Lernen abgegrenzt von Reifung (Bsp.: Tiefenwahrnehmung reift) - in wechselseitiger Beziehung   Lernen ... • intentional oder inzidentell • durch Übung oder durch Beobachtung • als „Verbesserung“ (von Fertigkeiten) oder als „Verfestigung“ (von schlechten Angewohnheiten)
  • Ordne folgende Auffassungen über Lernen der psychologischen Schule zu, der sie entsprungen sind: • Lernen als Assoziationsbildung • Lernen als Verhaltensänderung • Lernen als Wissenserwerb • Lernen als Konstruktion von Wissen   • Lernen als Assoziationsbildung → Behaviorismus (KK), Aristoteles, Hobbes, Locke, Hume • Lernen als Verhaltensänderung → Behaviorismus (OK, Skinner) • Lernen als Wissenserwerb → Kognitiv (ab Tolman) • Lernen als Konstruktion von Wissen → (mit Piaget, ebenfalls kognitiv)
  • Was sind die Positionen von Empirismus und Nativismus [Rationalismus!?] bezogen auf das Lernen?   Nativismus: Wissen ist angeboren (Platon, Descartes, [Leibniz], C. Darwin, Galton) Empirismus: Wissen wird durch Erfahrung erworben (Aristoteles, Locke, Hobbes, Hume W. James, Pawlow, Thorndike)
  • Kernbegriffe der Assoziationstheorie (Aristoteles):   Erkenntnis basiert auf sinnlichen Erfahrungs- oder Vorstellungsassoziationen – räumliche bzw. zeitliche Berührung (Kontiguität) – Ähnlichkeit bzw. Kontrast – zeitliche Abfolge (Kausalität)
  • Assoziationen zwischen Reizen und Reaktionsimpulsen (E.L. Thorndike, 1898) + 3 Lerngesetze:   Lernen = Assoziation von Stimuli (S) und Responses (R) Lerngesetze: 1. Gesetz der Bereitschaft (readiness) (Lust und Unlust als Bedingung der Assoziationsbildung) 2. Gesetz der Übung (exercise) (Wiederholungen stärken Assoziationen) 3. Gesetz des Effekts (effect) (Positive Handlungskonsequenzen stärken Assoziationen)
  • Zwei Erklärungen respondenten Konditionierens   Kontiguität: Lernen als Gleichzeitigkeit von Signalreiz und Reiz-Reaktionsverbindung (Guthrie, 1959) räumlich-zeitliches Zusammentreffen von Reizen Kontingenz: Signalreiz kündigt zuverlässig das Auftreten eines zweiten Reizes an (Rescorla, 1988) Ausmaß und Zuverlässigkeit, wodurch ein CS einen US vorhersagt (Informationsgehalt)
  • Verhaltensorientierte Auffassung des Lernens (J.B. Watson, 1919)   – Lernen = Verhaltensveränderung – Verhaltensänderung = direkte Funktion der Verknüpfung von Reizen und Reaktionen – Aufbau von Verhaltensweisen durch Ausnutzen von Reiz- Reaktions-Kontingenzen (Signalreiz kündigt zuverlässig das Auftreten eines zweiten Reizes an)
  • Operantes Konditionieren: Erweiterung des klassischen Konditionierens um eine Verstärkungskontingenz (B.F. Skinner, 1953) (4 Lernprinzipien)   positive Konditionierung: Verstärkung durch Hinzufügen eines positiven Reizes negative Konditionierung: Verstärkung durch Entzug eines negativen Reizes positive Extinktion: Bestrafung (Verhaltensreduktion) durch Hinzufügen eines negativen Reizes negative Extinktion: Bestrafung durch Entzug eines positiven Reizes
  • Welche zwei Variablen können bei Verstärkungsplänen berücksichtigt werden und welche zwei Rhythmen der Verstärkung unterscheidet man?   Orientierung an Zeit: feste Intervallpläne, variable Intervallpläne Orientierung an Verhalten: feste Quotenpläne, variable QuotenpläneIntermittierende Verstärkerpläne wirken länger nach. Permanente Verstärkung lässt schnell nach. Beispiel Freizeichen am Telefon
  • Wie wirkt Bestrafung im Vergleich zu Verstärkung + was sind Bedingungen für Effektivität (6)?   Bestrafung kann ebenso effektiv sein wie Verstärkung! Bedingungen (Azrin & Holz, 1966): Der Strafreiz soll ... – so gesetzt sein, dass kein unerlaubtes Ausweichen möglich ist – so intensiv wie nötig sein und kontinuierlich erfolgen – unmittelbar auf unerwünschtes Verhalten folgen und von Anfang an mit maximaler Intensität angewendet werden – nicht auf einen längeren Zeitraum ausgedehnt werden – keine verstärkenden Eigenschaften erwerben, d.h. Nicht differentiell mit einer Verstärkung assoziiert werden (z.B.: Aufmerksamkeit) – Bestrafung durch Entzug positiver Verstärkung setzt voraus, dass zuvor ein bestimmtes Niveau aufgebaut wurde
  • Was sind die Nachteile von Bestrafung (3)?   – Abneigung oder Angst gegenüber dem Strafenden – unerwünschtes Flucht- oder Vermeidungsverhalten – psychosomatische Beschwerden – Entwicklung einer negativen Selbstwahrnehmung – Nachahmen erfolgreich strafender Modelle – Erlernte Hilflosigkeit (Martin Seligmann – vor allem, wenn kein alternatives Verhalten bekannt) – unerwünschtes Verhalten wird in anderen Situationen gezeigt
  • Was sind die zwei Deutungsmöglichkeiten von Banduras „Lernen am Modell“ + ein Beispiel!   Sozial-behavioristische Lerntheorie: – Beobachtungs- und Modelllernen – Stellvertretende Verstärkung Sozial-kognitive Lerntheorie: – Verhalten kann selbst gesteuert werden – Symbolisierung, Abstraktion und Speicherung von Erfahrungen ermöglicht reizunabhängiges Denken und HandelnAggressives Modell wird positiv verstärkt - Nachahmung Aggressives Modell wird bestraft – keine Nachahmung Keine Verhaltenskonsequenz – Nachahmung
  • Definiere die Kategorie „Modelle kognitiven Lernens“(2) und nenne womit sie eng verknüpft ist!   Modelle kognitiven Lernens beinhalten Annahmen über innere (mentale) Prozesse und Mechanismen des Verstehens und Erinnerns von Informationen. (Treten auf seit 1960). → Modelle der Informationsverarbeitung (Sensorischer Register, Kurz-, Langzeitgedächtnis)
  • Nenne drei Komponenten des Lernen als Informationsfluss zwischen drei Hauptkomponenten des Gedächtnissystem (Modelle des kognitiven Lernens)!   Informationseingang → SENSORISCHER REGISTER → KURZZEITGEDÄCHTNIS* ← / → LANGZEITGEDÄCHTNIS *→ Antwortverhalten/ erinnerte Information
  • Nenne und Erläutere das primäre Prinzip des SOI-Modell des multi-medialen Lernens (Mayer, 2001)!   Prinzip der Doppelkodierung Worte gehen über Augen und Ohren (Bilder werden auch in Begriffen erfasst) Sensation – Organisation – Integration
  • Langzeitgedächtnis – einige Teile der Taxonomie + Erläuterung + Überbegriffe   Semantisches – Fakten, Konzepte, Regeln + Prinzipien → deklarativ   Episodisches – Erinnerung an persönliche Erfahrungen → deklarativ   Prozedurales – Fertigkeiten, [Priming, Konditionierte Verhaltensweisen] → nicht-deklarativ
  • Was erleichtert den Wissenserwerb?   (1) Aufmerksamkeit zuwenden (2) Wiederholung und Übung – Rezitieren – Überlernen – Mnemotechniken – Verteilte Übung (3) Multiples und elaboratives Encodieren von Informationen – Advance Organizer (Ausubel) (Zusammenfassung zu Beginn eines Kapitels – Bedeutungsanreicherung durch Assoziationen – hierarchische Gliederung von Lernmaterial und -abfolge
  • Ist die Behaltensleistung beim verteilten Lernen besser als beim massierten Lesen?   Bei der unmittelbaren Behaltens- und Verstehensüberprüfung zeigt sich ein Vorteil des massierten Lernens, nicht aber bei der verzögerten Testung. Für eine langfristige Lernleistung ist verteiltes Lernen günstiger.
  • Was macht den Ansatz des Lernens als Konstruktion von Wissen aus und wer sind seine Vertreter?   Konstruktivismus: Wissen wird aktiv und selbständig erworben Wissensbestände werden verändert. Man lernt nichts neues.Kernannahmen der konstruktivistischen Auffassung von Lernen • Wissenserwerb als individueller Aufbauprozess • Eigenaktivität des Handelnden • Konstruktion einer subjektiven mentalen Repräsentation neuer Informationen (auf der Grundlage von Vorerfahrungen und Intentionen) • Selbstverantwortliche Überwachung und Kontrolle eigenen LernensWichtige Vorläufer: – Köhler (1921), Wertheimer (1923) – Bartlett (1932) – Piaget (1937), Wygotski (1934) – Aebli (1980)
  • Wissenserwerb aus der Perspektive der Gestaltpsychologie (Konstruktivismus):   ganzheitliches Wahrnehmen von Reizanordnungen: Lernen nicht als Assoziationsbildung, sondern durch Einsicht und das Entdecken neuer Beziehungen. (Wertheimer, 1923; Köhler, 1921)
  • Schematheorie von Bartlett (Konstruktivismus):   Neue Informationen werden nicht einfach (bottom-up) aufgenommen sondern schemageleitet (top-down) aktiv verarbeitet und transformiert.
  • Piagets strukturgenetische Sichtweise (Konstruktivistische Lerntheorie):   Kognitive Entwicklung des Kindes als Ausdifferenzierung von Schemata: – Verhaltensschemata (Ziel-Mittel- Repräsentationen) – Operationen (gedankliches Probehandeln) – Assimilation neuer Informationen – Akkommodation vorhandener Schemata  Kognitive Entwicklung wird als selbständige Konstruktion eigenen Weltwissens gesehen. Konkret bedeutet das, dass Kinder weniger durch „Vormachen“ lernen als durch selbstständiges Erschließen aus gegebenen Problemmaterial.
  • Was ist strategisches lernen? Eine Strategie ist ein Handlungsplan zur Erreichung eines bestimten Ziels.Eine Lernstrategie hat das Ziel: - Inhalte im Gedächtnis zu behalten - den Lernvorgang zu strukturieren und/oder zu evaluieren
  • Welche Lernstrategien gibt es? (2/3) - Kognitive Strategien:      - Mnemonische Strategien (für isolierte Fakten, Bsp.:                                                  Schlüsselwortmethode)     - Strukturierungsstrategien (den Lerninhalt organisierend, Bsp.:                                                 grafische Darstellung, Unterstreichen)     - Generative Stragtegien (den Lerninhalt elaborierend, Bsp.:                                               Analogien bilden, zusammenfassen, Selbst-                                              Befragung) - Metakognitive Strategien:     (Planung, Überwachung und Bewertung des Lernvorgangs)  
  • Wann werden Lernstrategien erworben? Basale Behaltensstrategien: Grundschulalter Komplexe Lernstrategien: Sekundarstufe Differenziertes Strategierepertoire: 15-16 Jahre
  • Stadien des Strategieerwerbs (nach Flavell) (3) 1. Mediationsdefizit     Strategiesches Verhalten kann nicht von selbst hervorgebracht werden, aber auch nicht nach Anleitung -> Mediatoren fehlen 2. Produktionsdefizit     Strategien werden nicht spontan eingesetzt, nach Anleitung aber schon -> Einsicht über strategischen Nutzen fehlt 3. Nutzungsineffizienz     Strategieeinsatz ist nutzlos oder ineffizient wegen unzureichender Automatisierung der Strategie, mangelnde Sensitivität -> Motivationstal
  • Wo liegt das Motivationstal? -> Stadien des Strategieerwerbs (nach Flavell) 3. Nutzungsineffizienz Strategieeinsatz ist nutzlos oder ineffizient wegen unzureichender Automatisierung der Strategie, mangelnde Sensitivität -> Motivationstal Das Motivationstal der Nutzungsineffizienz liegt in der Senke des Graphen von Dauer einer Strategienutzung und Lernleistung, die sich daraus ergibt, dass bevor eine überlegene Lernstragie zu einer besseren Lernleistung führt, die Lernleistung bei den ersten Nutzungen im Vergleich zur alten Strategie zunächst leicht abfällt.
  • Arten von Emotionen und deren Wirkung auf die Lernleistung: 1) Positive Emotionen (Lernfreude, Stolz . . .) positive Wirkung auf intrinsische Handlungsmotivation 2) Aktivierende negative Emotionen (Angst, Ärger . . .) eher schädlich, vermindert aufgabenbezogeneAufmerksamkeit und reduziert intrinsische Motivation,Vermeidung 3) Desaktivierende negative Emotion (Langeweile . . .) beeinträchtigen tiefere Informationsverarbeitung undreduzieren aufgabenbezogene Motivation(Pekrun & Schiefele, 1996)