Medizin (Fach) / Psychiatrie (Lektion)

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  • Psychotherapie - Psychoanalyse nach Freud Analyse der Abwehrmechanismen und Gefühle aus der Vergangenheit, die zu einem unbewussten Konflikt im Jetzt geführt haben Indikation: schwere psychische und psychosomat. Störungen KI: paranoise Schizophrenien, wahnhafte Störungen Grundlage: bewusstes Ereignis -> Reaktivierung eines Abwehrmechanismus einer unbewussten Ursache -> bewusste Ursache wird als ursächlich eingestuft vom Pat. Prinzip: Förderung von Regression und Übertragung um unbewusste Konlflikte zu analysieren und zu bearbeiten Technik: freie Assoziation, Deutung von Widerstand, Übertragung und Gegenübertragung in hoher Frequenz (2-5 Sitzungen/Woche)
  • Psychotherapie - Tiefenpsychologisch fundierte PT Fokussierung auf aktuelle Konflikte, nicht etwas aus Vergangenheit
  • Psychotherapie - Fokaltherapie nach Balint NICHT Balint-Gruppe! Bearbeitung unes Kernkonflikts in Kurzpsychotherapie bei elichten psychischen und psychosomatischen Störungen KI: paranoide Schizophrenie, wahnhafte Störungen
  • Psychotherapie - Entspannungsverfahren Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson und Biofeedback Bei Somatisierungsstörungen, Angst- & Panikstörungen, Schlafstörungen, Migräne, Spannungskopfschmerz, chron. Rückenschmerzen
  • Psychotherapie - Katathymes Bidlerleben Analysieren von Tagträumen, die katathyme Inhalte haben sollen Symbolhafte Deutung
  • Dissoziative Störungen Störungen der Erinnerung, der körperlichen Wahrnehmung und Verlust der sinnlichen Wahrnehmung -> Schmerz = Somatisierungsstörung Assoziiert mit PTBS und Borderline D. Bewegungsst.:vollständiger oder teilweiser Verlist der willkrülichen Bewegungsfähigkeit eines oder mehrer Muskeln (auch phonetische) D. Fugue: Pat. verschwinden plötzlich, können andere Identität annehmen und erinnern sich nciht mehr an die Zeit vor der Fugue D. Amnesie D. Stupor D. Krampfanfälle: ähnlich epileptischen Anfällen, jedoch seltener Verletzungen, Urinabgang, Zungenbiss D. Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen: partieller oder vollständiger Ganser-Syndrom: psychogenes Vorbeireden/-handeln -> Fehlhandlungen oder -antworten, Konversionsreaktion, bei dem die Psyche einem Druck entflieht, indem sie sich als krank darstellt (Pat. wirkt verrückt durch inadäquates Handeln) Multiple Persönlichkeit
  • Reaktionen auf Belastungen & Anpassungsstörung Akute Belastungsreaktion:  "Nervenzusammenbruch", reaktion auf schwere körperliche o. emotionale Belastung Symptome: gesteigerte Affekte (Wut, Trauer, Aggression), dissoziative Symptome (Depersonlaisation, "weit weg sein"), vegetative Symptome (Tachykardie, Schwitzen, Übelkeit) Therapie: meist nicht nötig, aufbauende Gespräche = Krisenintervention, kurzfristig Benzos Klingt nach Stunden bis Tagen ab und produziert KEINE Flashbacks Posttraumatische Belastungsstörung: innerhalb von 6 Monaten nach traumatischem Ereignis kann auch durch Beobachten Dritter ausgelöst werden Intrusionen: Flashbacks nach Schlüsselreiz, intrusive Bilder, Albträume emotionale Stumpfheit und Rückzug depressive Episoden mit Suizidgedanken, v.a. Interessenverlust, Anhedonie psychische & vegetative Übererregung Ich-Störungen: Derealisation, Depersonalisation Schlafstörungen, Angstsymptome, dissoziative Symptome Therapie: Psychotherapie, SSRI (Citalopram, Fluoxetin) Anpassungsstörung: Beeinträchtigungen, die während des ANpassungsprozesses nach einer Lebensveränderung entstehen und die Lebensqualität des Betroffenen einschränken meist depressive Verstimmungen, Ängste und das Geüfl in Alltagsbewältigung eingeschränkt zu sein entwickelt sich langsamer als akute Belastungsreaktion, hält aber bis zu sechs Monate an -> länger als 6 Monate = Depression
  • Elektrokrampftherapie Indikationen: therapierefraktäre o. schwere Depression mit wahnhaften Symptomen, Stupor schwere therapierefraktäre Schizophrenie katatone Schizophrenie (perniziöse Katatonie) schwere therapierefraktäre Manie Kontraindikation: absolut: erhöhter Hirndruck, intrazerebrale Raumforderung, frischer MI (< 3 Monate), schwerer art. Hypertonus, fehlende Narkosefähigkeit, akuter Glaukomanfall relativ: zerebrale Gefäßveränderung wie Aneurysma, Angiom Schwangerschaft ist KEINE KI Ablauf: unilaterlae Elektroden über nciht-dominanter Hemispähre (selten bilateral) Kurznarkose mit Relaxation 6-12 Konvusionen, 25-30 Sekunden, max. 3/Woche
  • Alkoholabhängigkeit - Klinik, Symptome Suchtsymptome Abhängigkeitssndrom ICD-10: Min. 3 Kriterien, min. einen Monat o. wiederholt in einem Jahr:   Craving: satreks Verlagen/Zwang eine Substanz zu konsumieren verminderte Kontrollfähigkeit im Umgang mit der Substanz Entzugssymptome bei Reduktion des Konsums Toleranzentwicklung Vernachlässigung der eigenen Lebensstrukturen und -rollen zur Befriedigung des Bedürfnisses Anhaltender Alkoholkonsum trotz schädlicher Folgen Trinkverhalten: oft bereits nach dem Aufstehen, heimlich, >40g/d Männer, 20g/d Frauen Psychiatrische Symptome Affektstörungen: Angst, depressive Grundstimmung, Reizbarkeit, Aggressivität Störungen d. Kontaktverhaltens: Distanzlosigkeit Denkstörungen: inhaltlich (Eifersuchtswahn), formal (Ideenflucht, Denkhemmung...) Malnutrition B12-Mangel: funikuläre Myelose, megalobl. Anämie Folsäurem.: megalobl. Anämie B1-Mangel: Wernicke-Korsakow B6-Mangel: periphere Polyneurptahie mit Ausfall d. Achillessehnenreflexes, Störung d. Vibrationsempfindens, distal-symm. Sens.-störungen, Muskelatrophien Organschäden erosive Gastritis Steatohepatitis Pankreatitis
  • Alkoholabhängigkeit - Sonderformen Pathologischer Rausch kaum zu unterbrechender Erregungszustand bei Alkoholabusus, schon bei geringen mengen auslösbar bei menschen mit Prädisposition v.a. junge Menschen mit hirnorganischer Vorschädigung, selten mehr als 1 Promille Blutalkohol Optische Halluzinationen, Angst, Wut, Aggressivität, Dämmerzustand, Terminalschlaf oft komplette Amnesie Therapie: Benzos Alkoholentzugsdelir Bewusstseinseintrübung, Desorientiertheit, optische Halluzinationen (kleine weiße Mäuse) Nesteln, Suggestibilität (Patient greift nach einem nicht vorhandenen Faden, wenn man ihn dazu auffordert) vegetativ: feinschlägiger Ruhe- & Intentionstremor, Tachykardie, Schwitzen, Hypertonie, Brechreiz generalisierte Krampfanfälle, gestiegerte Reflexe Clomethiazol (Distra) wenn Spiegel 0,5-1,5 Promille da sonst atemdepressiv, nur stationär, UAW Atemdepression, erhöhte Bronchialsekretion, Ü&E, Abhängigkeit! Diazepam (schnell absetzen -> Abhängigkeit) Antikonvulsiva (Carbamazepin) zur Krampf-Prophylaxe RR-Senkung: Clonidin p.o., bei schwerem Delir i.v. über Perfusor Antipsychotika ggn. Erregungszustände (Haloperidol), senkt Krampfschwelle! Alkoholhalluzinose akustische Halluzinationen nach jahrelangem Missbrauch, schwer abgrenzbar von Schizophrenie Alkoholeinfluss -> akustische Hallus und Wahnsymptome, werden meist als irreal erkannt = Pseudohalluzinationen wenige Tage bis mehrere Monate, selten länger
  • Alkoholabhängigkeit - Diagnostik CAGE-Test: vorher nicht nach Quantität fragen C = cut down trinking: schonmal an weniger Trinken gedacht? A = annoyed: verärgert durch Kritik wegen Alkoholkonsum? G = guilty: Schuldgefühle wegen Trinkverhalten? E = eye opener: morgen Alkohol nötig um Lestung zu vollbringen? Je positiver Antwort einen Punkt, 2 = denkbar, 3=wahrscheinlich, 4= sicher Körperliche Untersuchung Teleangiektasien, v.a. im Gesicht Flush-Symptomatik Leberzeichen: Spider naevi, Palmer- & Gesichtseryhtem, Caput medusae, Lackzunge Klinische Chemie Atemalkohol, Blutalkohol Leber: gamma.GT, ALT, AST (erst später) CDT ab 60g/d bzw. 40g/d über 7 Tage erhöht, bleibt bis zu einem Monat nach Abstinenz erhöht Malnutrition: Folsäure, B12, B1, B6, D, K erniedrigt -> Hb niedrig, MCV hoch
  • Alkoholabhängigkeit - Rechtsmedizinische Grundlagen Abbau: 0,1  bis 0,2 Promille pro Stunde Resorptionsdefizit: 10% werden ungefähr nicht resorbiert Restalkohol: nach Schlafen noch im Blut Nachtrunk: nach Straftat getrunken Widmark-Formel zur Schätzung des Blutalkohols: Alkoholmenge g = getrunkenes Volumen ml x Vol.% x 0,8g/ml -> auf einmal getrunken, kein Resorptionsdefizit korrigierte Berechnung mit Resorptionsdefizit und Trinkzeitraum existiert Rückrechnung des Blutalkohols unter Berücksichtigung des aktuellen Blutgehalts, der maximalen Eliminationsrate von 0,2 Promille/h und Anzahl der Stunden seit Trinkbeginn
  • Frühkindlich Autismus = Kanner-Syndrom Auffällige, abweichende, stereotype Interessen und Aktivitäten Genetik: entscheidender Faktor in der Pathogenese Ab Geburt bzw. in ersten drei Jahren, meist Intelligenzminderung und Beeinträchtigung der Sprachkompetenz Klinik: verminderte Affekte im sozialen Kontakt, kein Zurücklächeln eingeschränkte Kontaktaufnahme zu den Eltern Objektbezogenheit -> Bindung an Gegenstände Verzögerung der Sprache und Echolalie stereotypes repetitives Verhalten: zwanghafte Bewegungen, Veränderungen in der Uwelt lösen Panik und Angst aus Mehr Jungs, 50% bleiben ohne Sprachfähigkeiten, Verlassen der Familie meist nicht möglich
  • Pica Kindliche Erkrankung, Essen von Steinen, Lehm, Kalk etc., oft auch bei Autismus oder Rett-Syndrom
  • Fütterstörung Nahrungsverweigerung bzw. extrem wählerisches Essverhalten im Kindes- und Kleinkindalter ohne organisches Korrelat -> min. 1 Monate als problematisch erlebt, durchscnittliche Fütterungszeit >45 Minuten
  • Nichtorganische Enkopresis Stuhlgang absetzen außerhalb der Toilette, Wechseln zwischen Einkoten und Verstopfungsphasen Mehr Jungs
  • Rett-Syndrom x-chromosomal-dominante Krankheit scheinbar normale frühe Entwicklung -> Velrust der Intelligenz sowie der kognitiven Fähigkeiten wie Sprache, Lokomotion, Gebrauch der Hände
  • Enuresis nocturna alles bekannt bis auf Definition: Ab dem vollendeten 5. LJ in min. 2 Nächten/Monat über min. 3 Monate Falls noch nie > 6 Monate trocken nachts = primär, sonst sekundär
  • Ticstörung Unwillkürliche, rasche wiederholte, unrhythmische Bewegungen meist umschriebener Muskelgruppen oder eine Lautproduktion, plötzlich einsetzend, sinnlos Vokal: einfach wie Bellen, Schmatzen, Räuspern; komplex wie Echopraxie, Koprolalie Motorisch: Stirnrunzeln bis Springen, Echopraxie, Körperverdrehungen Tourette: komplexe multiple motorische Tics und vokale Tics, nciht unbedingt gleichzeitig, nimmt im Laufe der Adoleszenz zu, persistiert oft lebenslang Therapie: Typische Neuroleptika: Tiapirid, Pimozid, Haloperdiol Atypische N.: Risperidon
  • Somatoforme Störungen Körperliche Symptome, die nicht somatisch begründbar sind Somatisierungsstörung: multiple wechselnde Symptome aller Organsysteme -> wollen unbedingt eine Diagnose differenziert = länger als 2 Jahre undifferenziert = weniger als 2 Jahre Big-File/Chart-Patient: Akte voller Befunde von vielen Ärzten Hypochondrische Störung: Fokus auf einzelnen schweren Erkrankungen (HIV, Malignome) -> übertriebene Angst vor einer möglichen Diagnose hypochondrische Depression Darstellung als Zönästhesie Hypochondrische Dysmorphophobie: zwanghafte Vorstellung, durch wirkliche o. vermeintliche Körperfehler abschätzig beurteilt zu werden Somatoforme autonome Funktionsstörung: Fokus auf ein Organ (z.B. Herzbeschwerden) Auslöser oft Konflikte -> Sozialanamnese! Neigung zu Schmerzmittelabhängigkeit -> Analgetika und v.a. Morphine vermeiden! Therapie: falls langwierig und schwierig -> SSRI, Benzos (nur kurz, sonst Fixierung und Abhängigkeit aus Benzos) + Psychotherapie (Verhaltenstherapie)  
  • Organische psychische Störung Mit nachweisbarer Entstehung durch zerebrale o. systemische Krankheit Annehmbare Krankheitsbilder:   Demenzen, Delir Jegliche psychische Störung: Angstst., wahnhafte St., dissoziative St., Halluzinose Persönlchkeitsst. mit Veränderung der Persönlichkeitszüge (Forntalhirnsyndrom, Lobotomiesyndrom) Hirneigene Ursachen: neurodegenerative Erkrankungen: Demenzen, atypische Parkinson-Syndrome, MS andere hirnorganische Prozesse: Epilepsie, Hirntumoren, SHT Körperliche Ursachen: Elytverschiebungen (Exsikkose, Hyperkalzämie, Hyperkaliämie...) Stoffwechselst.: DM, Urämie, Hypothyreose Entzug bei Abhängigkeit Intoxikationen (Drogen, Medis) Autoimmunerkr.: Lupus e. Sonderformen Delir (nicht durch Alkohol o. psychotrope Substanzen): akutes komplexes hirnorganisches Syndrom Ursache: D. tremens, Intoxikationen, Entzug, Durchgangssyndrom/post-op, Fieberd. Orientierungsstörungen (ZOPS) Optische Halluz. und illusionäre Verkennungen (Jacke=Gestalt), akustische Halluz. untypisch aber mgl. Bewusstseintrübung und Aufmerksamkeitsstörung Psychomot. Unruhe (hyperaktives D. o. Antriebsst. (hypoaktives D.) mit abrupten Wechseln Störungen d. Schlaf-Wach-Rhythmus Tremor, vegetative Reaktionen Wahn Mnestische Störungen Affektst.: Affektlabilität, Reizbarkeit, Aggressivität Therapie: Eliminierung einer mgl. Ursache, Flüssigkeit, falls hyperaktiv -> hochpotentes ty. Antipsych. (Haloperidol) oder mittel-/niedrigpotente Antipsychotike (Pipamperon, Melperon) Andere psychische Störung durch Funtkionsstörung d. Gehirns: Org. Halluzinose: meist optische, seltener akustische Halluz. bei klarer Bewusstseinslage, echt oder Pseudohalluz., Wahnsymptome mgl. Org. katatone St.: ähnlich wie katatone Schizophrenie Org. wahnhafte Störung: ähnlich paranoider Schizophrenie o. wahnhafter Störung Org. affektive St.: Depression oder bipolare Störung Org. Angstst. Or. dissoziative St. Organische Persönlichkeitsstörung: auffälige Veränderung des Verhaltens und der Affekte als Folge einer zerebralen Schädigung (Hirnblutungen, Traumen) Symptome je nach Lokalisation d. Schädigung: Kognition, Denkvermögen etc. Frontalhirnsyndrom, Leukotomiesyndrom, Lobotomiesyndrom Diagnostik: schnellstens! vollständige körperliche Untersuchung Elyte, B12, Toxikologie, TSH, hhf. HIV, Lues MRT, CT Drogen-Screening Liquorpunktion EEG  
  • Artifizielle Störungen Absichtliches heimliches Erzeugen oder Vortäuschen von körperlichen u/o psychischen Symptomen Artefaktstörung: heimliche Manipulation an Wunden, Körperteile, -funktionen, meist planmäßig und strategisch Münchhausen-Syndrom: Manipulation und Erfinden von Körpersymptomen, Erfinden einer umfangreichen Krankengeschichte Wandern von Klinik zu Klinik Münchhausen-by-proxy-Syndrom: alles wie oben nur stellvertretend an anderer Person (meist beim eigenen Kind) Mütter wirken meist sehr fürsorglich, zahlreiche Krankenbesuche Initiierung einer Dehydratation (Gabe von Diuretika o. Laxantien) Herauszögerung von Heilungsprozessen (Manip. an Wunden) Initiierung von Bauchbeschwerden (Füttern nicht essbaren Subst.) Strangulationen (Anersticken)
  • Nichtorganische Schlafstörungen Nichtorganische Insomnie ungenügende Dauer und Qualität des Schlafes Ein- und Durchschlafstörungen, frühmorgendliches Erwachen meist assoziiert mit anderen psychischen Erkrankungen (Depressionen, Angststörungen) Schlafwandeln = Somnalbulismus meist im ersten Drittel des Nachtschlafes (Non-REM-Schlafphase) herabgesetztes Bewusstsein, leerer Gesichtsausdruck, verminderte Reaktivität und Geschicklichkeit meist keine Erinnerung an Ereignis Pavor nocturnus meist im ersten Drittel (Non-REM) Angstzustand mit vegetativen Symptomen nach Aufwachen mit bewegungsreichem Panikschrei einige Minuten, Betroffene nicht ansprechbar, Ereignisse meist nicht erinnerlich harmlos, kann mit Somnalbulismus assoziiert sein Albträume meist letztes Drittel des Nachtschlafes Traum beängstigend und als real empfunden detaillierte Erinnerung Therapie: Schlafhygiene Benzodiazepinähnliche Hypnotika: Zolpidem, Zopiclon, Zaleplon Niedrigpotente Antipsychotika: Levomepromazin Sedierende Antidepressiva: Mirtazapin, Trimipramin Melperon -> insb. bei alten Patienten, Demenzen, M. Alzheimer
  • Störungen der Geschlechtsidentität und Sexualpräferenz Transsexualismus: Wunsch zum anderen Geschlecht zu gehörem Transvestitismus: zeitweilig zum anderen Geschlecht  gehören wollen, keine operative Umwandlung angestrebt, Kleidung des anderen Geschlechts anziehen -> nicht erregend Störungen der Geschlechtsidentität des Kindesalters: von Kindheit an starkes Unbehagen mit Geschlechtsidentität seit Kindheit, ständiger Wunsch dem anderen Geschlecht zuzugehören Fetischismus: leblose Objekte -> sex. Erregung Fetischistischer Transvestitismus: Kleidung des anderen Geschlechts Exhibitionismus Voyeurismus Pädophilie Sadomasochismus
  • Wernicke-Enzephalopathie Durch Thiaminmangel (B1) v.a. bei Alkoholismus -> petechiale Einblutungen in Corporia mamillaria und vorderen Thalamus -> Demyelinisierung, Atrophie, Gliavernarbung Pathologie: mikroskopische Spongiose, Kapillarproliferation, Siderose (rez. Blutungen) Nach Besserung der Akutsymptomatik -> Übergang in Korsakow-Syndrom (Psychose, Amnesie) Therapie: Thiaminsubstitution i.v. hochdosiert bis Symptomrückgang, dann niedriger -> wenn Glukose substituiert wird immer B1 dazu, da Glukose den Umsatz von B-Vitaminen erhöht chronisch: B1, B6, B12, Folsäure als Tabletten Frühzeichen: GI-Beschwerden, Schlafumkehr Wernicke - Trias: beidseitige Okulomotorik-Störung: Blickrichtungs-/Spontannystagmus, Abducensparese, internukleäre Ophthalmologie, Anisokorie, Pupillenreaktion verzögert Gangataxie Desorientierung und kognitive Defizite, Beeinträchtigung der Vigilanzbei Miteinbezihung des Dienzephalons: auch vegetat. Störungen Korsakow-Symptome: allgemein: Gedächtnisleistung ist eingeschränkt! Ausgeprägte Oreintierungsstörung (ZOPS), antero- und retorgrade Amnesie mit Mekrfähigkeits- und Zeitgitterstörung, Störung der Frontalhirnfunktion Konfabulationen: erfundene, objektiv falsche Aussagen, die unbewusst genutzt werden um Gedächtnislücken zu füllen -> wird jedoch vom Pat. für wahr gehalten, selbst wenn Inhalt ständig wechselt beinbetonte Polyneurpathie:Motorik und Sensibilität DD: Hirnstamminfarkt/Einkelmmung (gestörte Pupillomotorik +  Beeinträchtigung der Vigilanz) -> probatorische Thiamingabe, CCT/MRT andere Auslöser des Korsakow wie Trauma, Infektion, Intofikation (CO)
  • Abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle Pathologisches Spielen: Spielsucht Pyromanie: wachsende innere Erregung bis zur Handlung, dann starke Erregung Kleptomanie: wie Pyromanie nur mit Klauen Trichotillomanie: wie oben nur mit Ausreißen der Haare
  • Kurzkarte Typische Antipsychotika - Einteilung, Namen, Indikation hochpotent: Haloperidol, Benperidol, Flupentixol, Fluspirilen, Fluphenazin stark antipsychotisch, kaum sedierend+antiemetisch akute wahnhafte Symptome Unruhe und Erregung (Substanzintoxikationen, Delir) mittelpotent: Melperon, Chlorpromazin, Perphenazin niedrigpotent: Levomepromazin, Clorprothixen, Pipamperon kaum antipsychotisch, stark sedierend bei Unruhe und Verwirrtheit, Alkoholentzugsdelir alte Menschen: Melperon (nicht anticholinerg)
  • Kurzkarte atypische Antipsychotika - Wirkstoffe, Indikationen Clozapin, Olanzapin, Risperidon, Quietiapin, Amisulprid, Ziprasidon, Aripirazol LZT paranoide Schizophrenie Unruhe und Erregung Risperidon: Aggressionen bei Ki+Ju, Erregungszustände bei Senioren Begleitend bei Zwangsstörungen Akut bei bipolaren Störungen Risperidon: Tic!
  • Kurzkarte Antidepressiva - Einteilung, Wirkstoffe Monotherapie -> Gefahr serotoninerges Syndrom! SSRI: Citalopram, Sertralin, Fluvoxamin, Fluoxetin, Paroxetin SSNI: Venlafaxin (Duloxetin -> Belastungsinkontinenz) -> Depression, Angststörung, Zwangsstörung, Somatoforme Störung   Trizyklika:   Amitriptylin, Trimipramin, Doxepin: Antrieb ---, Sedierung +++ Desipramin, Nortriptylin: Antrieb +, keine Sedierung Imipramin, Clomipramin: Antrieb -, Sedierung +     -> Depression, Ko-Analgetikum Präsynaptische alpha-Blocker: Mirtazapin SNDI: Bupropion Sel. Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer: Reboxetin MAO-Hemmer: Moclobemid (reversibel), Tranylcypromin (irreversibel) Melatonin-Analago: Agomelatin
  • Antidepressiva - Trizyklika   Monotherapie -> Gefahr serotoninerges Syndrom! Trizyklika: Amitriptylin, Trimipramin, Doxepin: Antrieb ---, Sedierung +++, Sexualstörungen +++, Gewicht +++, keine Übelkeit, anticholinerge Wirkung +++, Überdosierung +++ Desipramin, Nortriptylin: Antrieb +, keine Sedierung, Sexualstörungen +, Gewicht +, k. Übelkeit, anticholinerge Wirkung +, Überdosierung +++ Imipramin, Clomipramin: Antrieb -, Sedierung +, Sex.st. ++, Gewicht +, k. Übelkeit, anticholinerg ++, Überdosierung +++ -> Despiramin-Typ nicht bei Suizidalität, da antriebssteigernd schneller als stimmungsaufhellend (2-3 Wochen)! Wirkung: Wiederaufnahmehemmung von Serotonin, Dpamin und Noradrenalin, langfristig zentrale Dämpfung über Erhöhung der GABA-Aktivität -> senkt Rezeptorendichte UAW: Wirkungsverstärkung von Katecholaminen (adrenalinhaltige LA) -> Tachykardie, jypertensive Krise geringe therapeut. Breite -> anticholinerges Syndrom+Delir -> Desipramin = geringste anticholinerge Wirkung unter Trizyklika Kardiotoxizität (Herzrhythmusst.) Reduktion der Krampfschwelle Orthostatische Hypotonie Indikation: Depression, Ko-Analgetikum (chron. Spannungskopfschmerz)    
  • Anticholinerges Delir "Feuerrot, glühendheiß, strohtocken und total verrückt" Auslöser: Tollkirshce (Atropin), Trizyklika (Doxepin, Amitriptylin, Imipramin, Trimpramin), Parasympatholytika, Antipsychotika, Antihistaminika der 1. Generation (Diphenhydramin, Promethazin, Clemastin) Symptome: alle anticholinergen Wirkungen, also Sympathikusaktivierung zusätzlich Bewusstseinsstörungen wir Verwirrtheit und Orientierungsstörungen Wahrnehmungsstörungen: Halluzinationen
  • Antidepressiva - SSRI Monotherapie -> Gefahr serotoninerges Syndrom! Citalopram, Sertralin, Fluvoxamin, Fluoxetin, Paroxetin Wirkung: v.a. stimmungsaufhellend nach 2-3 Wochen Indikation: Depression, Angststörungen, Zwangsst., Somatoforme St. UAW:   Antrieb +, k. Sedierung, Sexualst. ++, keine Gewichtsbeeinflussung, Übelkeit, nicht anticholinerg, geringe Überdosierungsgefahr Ü&E, Diarrhö Schlafstörungen Kopfschmerzen   Serotoninerges Syndrom   bei Überdosierung oder Kombi mit MAO-Hemmer (Tranylcypromin) ähnl. malignes neuroleptisches Syndrom vegetativ: Fieber, Hypertonie, Schwitzen GI: Ü&E, Diarrhö psych: Delir, psychomotorische Unruhe, Angst neuro: Hyperreflexie, Myoklonien, Tremor, Ataxie Therapie: Absetzen!, Lorazepman, Propranolol    
  • Antidepressiva - SNRI Monotherapie -> Gefahr serotoninerges Syndrom! Venlafaxin, (Duloxetin -> Belastungsinkontinenz) Wirkung: v.a. antriebssteigernd, erst nach 2-3 Wocehn stimmungsaufhellend Indikation: Depression, Angststörung, Zwangsstörung, Somatoforme Störung UAW:   Antrieb +, k. Sedierung, Sex.st. ++, k. Gewichtsbeeinflussung, Übelkeit +++, nicht anticholinerg, geringe Überdosierungsgefahr Hypertonie    
  • Antidepressiva - Sonstige Monotherapie -> Gefahr serotoninerges Syndrom! Präsynaptische alpha-Blocker: Mirtazapin   Antrieb --, Sedierung ++, Gewicht ++   Sel. Noradrenalin-Dopamin-Wiederaufnahmehemmer: Bupropion Selektive Noradrenalin-Wi.: Reboxetin MAO-Hemmer:   Moclobemid, Tranylcypromin antriebssteigernd, Überdosierungsgefahr -> Serotoninerges Syndrom wenn kombiniert mit SSRI! Tranylcypromin: Hemmung d. Tyraminabbaus (in Käse, Rotwein) -> Tyraminarme Diät sonst RR-Anstieg bis hypertensive Krise!   Melatonin-Analoga: Agomelatin