Medizin (Fach) / Psychiatrie (Lektion)
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Psych
Diese Lektion wurde von lalast67 erstellt.
- Erlernte Hilflosigkeit Lerntheoretischer Ansatz zur Erklärung von Depressionen Pat. überträgt die gefühlte Hilflosigkeit einer subjektiv oder objektiv ausweglosen Situation auf sein allgemeines Verhalten und ist nicht mehr in der Lage objektiv kontrollierbare Ereignisse zu bewältigen Drei Aspekte, die dazu beitragen: Internale Kausalattribution: sich immer selber die Schuld geben, den Fehler immer nur bei sich suchen Generalität: das mache ich immer falsch, nicht das lief dieses Mal falsch Stetigkeit: ich kann das eben einfach nicht statt das hat jetzt ein Mal nicht geklappt
- Depression - Phasen, Entstehung, Symptome, Einteilung, Somatisches Syndrom, Kinder & Jugendliche Phasen: Monophasisch (einmal), Oligo-/Polyphasisch (rezidivierend) Polarität: Unipolar (keine manischen Episoden), Bipolar (manisch-depressiv = bipolar-affektiv) -> bipolare sind streng ICD-genommen keine Depressionen Epidemiologie: Frauen (Lebenszeitprävalenz 25%) > Männer (LZP 12,3%), Verwandte 1. Grades 24-30%, eineiige Zwillis 50%, zweieiige Zwillis 15-20% Entstehungstheorien: Organische Faktoren: genet. Disposition, Neurotrasmitterstörungen (Serotonin-/Noradrenalinmangel), morpholog. Gehirnveränderungen (M. Parkinson, Demenzen), hormonelle Einflüsse (SD-Störungen, v.a. Hypothyreose), Störungen des Calcium-, B12-, Folsäurehaushalts, Anämie, Hämochromatose, Malignome (Pankreas-Ca) Komorbiditäten: Angst- & Panikstörungen, Alkohol-, Medikamenten-, Drogenabhängigkeit Psychisch: Traumata, belastende Erlebnisse, Persönlichkeitsfaktoren, lerntheoretische Erklärungen wie erlernte Hilflosigkeit (extra Karte) Symptome (min. 2 Wochen, ständig vorliegbar): A: gedrückte Stimmung, INteressen-, Antriebsverlust B: Verminderung von Konzentration & Aufmerksamkeit, vermindertes Selbstwertgefühl & Selbstvertrauen, Schuldgefhle, Wertlosigkeitsgefühle, negative & pessimistische Zukunftspersepktiven, Gedanken an (oder erfolgte) Selbstverletzung oder Suizid, Schlafstörungen, verminderter Appetit (atypisch auch erhöhter Appetit) Einteilung: leicht: 2 von A, 2 von B mittelgradg: 2 von A, 4 von B schwer: alle 3 von A, min. 5 von B + somatisches Syndrom, wahnhafte Episoden mgl. (synthmyer Wahn=passend zu Grundstimmung), depressiver Stupor Somatisches Syndrom: (min. 4) Freudlosigkeit (Hobbys, Interessen vernachlässigen) Mangelnde Reagibilität (freudige Ereignisse verbessern Stimmung nicht) Früherwachen (sehr frühes Aufwachen, kein Einschlafen mehr) Morgentief (morgens schlimmer, besser im Tagesverlauf) Psychomotrische Hemmung o. Agitierheit Appetitvelust Gewichtsverlust >5% d. KG im letzten Monat Libidoverlust Weitere Symptome: Affekt: Gefühl der Gefühllosigkeit, innere Unruhe Antrieb: gehemmt oder agitiert formale Denkstörung: Denkhemmung inhaltl. DS = synthymer Wahn: Schuldwahn, Verarmungswahn, hypochondrischer Wahn, nihilistischer Wahn Pseudodemenz: scheinbare Intelligenzminderung Kognitive Triade: Gedankeninhalte sind gegenüber dem Selbst, der Welt und der Zukunft negativ ausgerichtet. Larvierte Depression: Pat. merkt es selber nicht, leidet aber unter körperlichen Beschwerden -> maskiert seine Depression Kinder & Jugendliche: depressive Stimmung, Schlafstörungen, Antriebsminderung Konzentrationsschwierigkeiten & Störungen d. Gedächtnisses Verlust von Motivation, Leistungsfähigkeit und Aufmerksamkeit (DD: ADHS) Paradoxes Verhalten: Unruhe, Aggressionen (DD: ADHS)
- Schlafentzugstherapie Vorgehen: vollständiger o. partieller (2. Nachthälfte) Schlafentzug Effekt: kurzfristige antidepressive Wirkung innerhalb des gleichen Tages, nicht anhaltend Ziel: Wiederherstellung der physiologischen Schlafarchitketur Umsetzungsbeispiel: 7-19 Uhr des darauffolgenden Tages wach, dann eine Nacht schlafen bis 7 Uhr, wieder eine Nacht wach -> 3 Perioden/Woche, möglichst keine Kurzschlafphasen zwischendrin -> verringert antidepressive Wirkung Phase-Advance-Therapie: Vorverschiebung der Schlafphasen um ca. 6 Stunden, v.a. in Kombi mit Schlafentzugstherapie Komplikationen: Verschlechterung der Depression, Übergang in Manie oder Psychose -> Vorsicht bei bipolaren Störungen, Epileptische Anfälle -> Vorsicht bei bekanntem Krampfleiden
- Depression - Diagnostik, DD, Therapie Diagnostik: Polysomnographie verlängerte Einschlaflatenz Reduktion des Tiefschlafs bei Erhöhung des REM-Schlaf-Anteils verkürzte erste REM-Latenz erhöhte REM-Intensität: mehr Augenbewegungen verlängerte erste REM-Phase Therapie = medikamentös + geeignete Psychotherapie, v.a. kognitive Verhaltentherapie Medis: kleinstmögliche Dosierung einschleichen, bei Erstdiagnose min. 4-9 Monate über Remission hinaus, bei rez. Depressionen Rezidivprophylaxe über min. 2 Jahre 1. Wahl, Sedierung nicht erwünscht: SSRI (Citalopram), SNRI (Venlafaxin) 1. Wahl, Sed. erwünscht: Mirtazapin, Trizyklika (Amitriptylin, Trimipramin) -> anticholinerg, deshlab bei Demenzen vermeiden 2. Wahl, Sed. n. erw.: MAO-Hememr Moclobemid suizidale Pat: ggf. Rezidivprophylaxe +Lithium Therapierefraktär: Dosiserhöhung (nicht bei SSRI), Switching, Augmentation durch zusätzl. Gabe von Lithium (spricht es an -> 6 Monate, ansonsten absetzen) Monotherapie anstreben MAO-Hemmer NICHT mit SSRI/SNRI o. Clomipramin (Trizyklikum) ergänzen -> Serotonin-Syndrom! (Fieber, Hyperreflexie, Tremor, Ataxie, Delir, psychomotorische Unruhe) Supportive Maßnahmen: Schlafentzugstherapie (eigene Karte), Elektroschocktherapie (eigene Karte)
- Depression - Wochenbettdepression, Wochenbettpsychose, Peripartale Depression Wochenbettdepression: depressive Symtpmatik nach einer Geburt, keine klare zeitliche Definition, typischer Beginn in ersten beiden Wochen -> 10mal häufiger als Schwangerschaftsdepression Wochenbettpsychose: kann aus Wochenbettdepression hervorgehen, hinzu kommen wahnhafte Symptome und geleg. Halluzinationen -> sehr viel häufiger als Schwangerschaftspsychose Perpartale Depression: körperliche, hormonelle, soziale Umstellung wahren Schwangerschaft -> erhöhtes Depressionsrisiko mit erhöhter Frühgeburtlichkeit, geringerem Geburtsgewicht, veränderter fetaler Herzaktivität -> meiste AD sind plazentagängig, deshalb medikamentelle Therapie streng indizieren und v.a. Psychoedukation, supportive Maßnahmen (Angehörige)
- Borderline - Entstehung, ICD-10-Diagnostik beginnt in Adolszenz, Gipfel bei ca. 27 Jahren, mehr Frauen Entstehung: Trauma in Kindheit bei fast 2/3, genet. Faktoren, neurobiologische Faktoren ICD-10 Borderline: 1. Allgemeine diagnostische Kriterien einer Persönlichkeitsstörung müssen vorliegen (eigene Karte) 2. 3 von 5 Kriterien: deutliche Tendenz unerwartet und ohne Berücksichtigung der Konsequenzen zu handeln deutl. Tendenz zu Streitereien und Konflikten mit anderen, v.a. wenn impulsive Handlungen unterbunden oder getadelt werden Neigung zu Ausbrüchen von Wut und Gewalt mit der Unfähigekit zur Kontrolle des Verhaltens Schwierigkeiten in der Beibahltung von Handlungen, die nicht unmittelbar belohnt werden unbeständige, launische Stimmung 3. 2 von 5 Kriterien: Störungen und Unischerheit bzgl. der eigenen Indentität, des Selbstbildes, der Ziele und "Inneren Präferenzen" Neigung, sich auf intensive jedoch instabile Bezihungen einzulassen, oft mit der Folge von emotionalen Krisen übertriebene Bemühungen das Verlassenwerden zu vermeiden Wiederholte Drohungen oder Handlungen mit Selbstbeschädigung Anhaltendes Gefühl von Leere
- Borderline - Typus, Therapie Klassifizierung zw. ehemals neurotischen und psychotischen Störungen Polysymptomatisch: Impulskontrollstörung: unangenehme Spannungszustände müssen mit selbst ausgedachten impulsiven Handlungen durchbrochen werden -> Hochrisikoverhalten, Fressanfälle, Abbruch der Ausbildung, privater Beziehungen, Therapie Selbstverletzung: sich spüren, entlasten wollen oder impulsartiger Selbsthass -> Ritzen, Zigarettenausdrücken, Intoxikationen... -> suchtähnlicher euphorischer Kick Suizidalität: hohe Rate an Versuchen, Autoaggression von Suizidalität getrennt betrachten! Derealisation: Gefühl nicht zu existieren Agieren: durch Handlungen Aufmerksamkeit auf sich lenken Polytoxikomanie: viele Süchte Polymorph-perverse Sexualität: Wechsel der Vorlieben und Orientierung Komorbiditäten: Angststörungen Zwangsstörungen depressive Episoden Anorexie, Bulimie dissoziative Störungen Therapie - Dialektisch behavioral: Einzel- oder Gruppen, innere Achtsamkeit, bewusster Umgang mit Gefühlen, Selbstwert, Stresstoleranz, zwischenmenschl. Fähigkeiten Therapie - Medikamentös: Antipsychotika (v.a. bei wahnhaften), Antidepressiva (SSRI, v.a. bie depressiven Verst., Angst-&Zwangsstörungen) KEINE Benzos -> Abhängigkeitsgefahr!
- Persönlichkeitsstörungen - allgemein Abweichendes Verhalten mit Ich-Syntonie = man benimmt sich daneben und merkt es nicht Stabile tiefverwurzelte Verhaltensmuster: man benimmt sich immer daneben, nicht nur in bestimmten Situationen Beginn im späten Kindesalter oder Adoleszenz subjektiver Leidensdruck und Beeinträchtigungen im sozialen und beruflichen Leben Auschluss einer organischen Ursache Abweichung ist nicht durch andere psychische Erkrankungsmuster erklärbar
- Persönlichkeitsstörungen - Paranoid & Querulatorisch stetiges Misstrauen, selbst unbedeutende Ereignisse werden so wahrgenommen, als wären sie gegen einen selbst gerichtet typisch ist auch die Beschäftigung mit Verschöwrungen als Erklärung für Ereignisse in Umgebung und Welt -> Querulatorisch: Patienten kämfen gegen vermeintliches Unrecht
- Persönlichkeitsstörungen - Schizoid Einzelgänger, emotionale Kühle, Anhedonie, wenig Interesse an sozialen Kontakten, neigt zu Isolation und Vereinsamung
- Persönlichkeitsstörungen - Dissozial Pat. handelt häufig dissozial mit Mangel an Empathie und ohne Schuld- und Verantworungsbewusstsein Geringe Frustrationtoleranz mit starker Impulsivität -> häufig bei Straftätern
- Persönlichkeitsstörungen - emotional instabil Borderline und Impulsiver Typus
- Persönlichkeitsstörungen - Histrionisch übertriebene theatralische Affekte und Verhaltensweisen, wirken für Dritte oberflächlich und übertrieben Leichtes Missempfinden wird maßlos übersteigert dargestellt Person will immer im Mittelpunkt stehen, findet immer etwas Spannendes und Besonderes
- Persönlichkeitsstörungen - Zwanghaft übertrieben gewissenhaft, ständige Kontrollen und Vorsicht, kann sein Leben wegen Zwangsstörung nicht mehr organisieren -> kann wenn im Maß sehr erfolgreich sein durch Pünktlichkeit und Perfektionismus
- Persönlichkeitsstörungen - Ängstlich stetige Unsicherheit und Besorgtheit, übertribene Sorge vor potentiellen Gefahren alltäglicher Situationen -> Vermeidung
- Persönlichkeitsstörungen - Abhängig verlässt sich stetig auf Menschen, Lebensentschiedungen werden passiv durch die Entscheidungen anderer Menschen getroffen, eigene Wünsche werden untergeordnet Neigung sich vermeintlich Erfahrenen unterzuordnen Angst vorm Verlassenwerden und andere zu verlassen
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- Persönlichkeitsstörungen - Nazisstisch Selbstüberschätzung, extreme Empfindlichekit gegenüber Kritik, ggf. Unfähigkeit der Empathie
- Wer nimmt an einer Balint-Gruppe teil? MitarbeiterInnen einer Klinik, Gruppentherapie, Besprechung von Fällen und psychotherapeutischer Anleitung
- Angststörungen- Entstehung, Generalisierte Entstehung: Lernkognition genetische Komponente Neurobiologie: Serotonin-Störung: SSRI helfen Störung der GABAergen Transmission Psychosoziale Faktoren: emotional belastende & traumatische Erlebnisse erhöhen das Risiko an einer Angststörung zu erkranken Generalisiert: situationsunabhängig und als Dauerzustand und Wochen bis Jahre, stark wechselhalte Symptomatik, stark unterschiedliche Intervalle vegetativ: Sympathikusaktivierung -> Palpitationen, Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Schwindel, Mundtrockenheit GI: Bauchschmerzen Psychisch: Schreckhaftigkeit und Angstzustände als Dauerzustand, Konzentrations- und Schlafstörungen, negative Vorahnungen DD Panikstörung, Depression
- Angststörung - Panikstörung, Phobische Störung Panikstörung: anfallsartige wiederkehrende Panikattacken auf unsepz. Situationen, ca. 5-10 Minuten lang, Stärke zunehmend vegetative Symptomatik: Sympathikusaktivierung, Atemonot, Erstickungsgefühl, Hyperventilation, Schwindel, Ohnmachtsgefühle (keine Bewusstlosigkeit), Übelkeit, Bauchschmerzen psychisch: Depersonalisation, Derealisation (Pat. fühlt sich nicht existent und Umwelt irreal) Kompliaktion: grundstzliches Vermeideungsverahlten mit sozialem Rückzug und deutl. Einschränkung der Lebensqualität Phobische Störung: Entstehung: wahrscheinlich genetisch verankert, nicht durch unangenehme Lernerfahrungen Klinik: Panikattacken in spezifischen Situationen, Irrationalität bewusst, aber Ängste sind unbeherrschbar -> weiter versträkendes Vermeidungsverhalten Agoraphobie: Menschenmengen, öffentliche Plätze Soziale Phobie: Zentrum der Aufmerksamkeit wird gemieden, Gespräche mit wichtigen Personen, Referate etc. spezifische Phobie: oft nicht behandlungsbedürftig, das auslösende Objekt wird einfach gemieden
- Angststörung - Therapie Psychotherapie: Verhaltenstherapie mit Reizexposition(Konfrontatinstherapie) supportiv: Selbsthilfegruppe, stützende Gespräche, konfliktorientierende Gesprächstherapie Medis langfristig: SSRI (Citalopram), alterntv SNRI oder Imipramin, ggf. Buspiron (anxylotisch ohne Sedation) akut: Benzos (v.a. Lorazepam) CAVE Abhängigkeitsentwicklung durch Fixierung auf Benzo als Heilsbringer
- Formale Denkstörungen Störungen des Denkablaufs, die sich unter anderem in sprachlichen Veränderungen zeigen Denken: Denkzerfahrenheit, Denkhemmung und -verlangsamung, Gedankenabreißen/-abbrechen, Ideenflucht (von einer Idee zur nächsten) Sprache: Begriffszerfall (Nutzen falscher Bezeichnungen für Gegenstände etc.), Kontamination (Verknüpfen von nicht vereinbaren Begriffen), Verbigeration (Aneinanderreihen von Wörten oder Silben), Neologismen, Paraphasie (Wortverwechslungsstörung)
- Zwangsstörungen Genetik + Neurobiologie (SSRI wirksam) + morpholog. Hirnschädigung + psychosoziale Faktoren (lerntheoret. & psychoanalytische Ansätze) Symptome: Zwangsgedanken (wiederkehrend, lästig) Zwangshandlungen (Waschzwang, Kontrollzwang, Ordnungszwang, Kontaminationszwang) Zwangsimpulse (nicht ausgeführte Zwangshandlungen) -> Pat. mit Zwangsstörung kommt zu spät zur Arbeit, da er tausend Mal die Tür kontrolliert, zwanghafte persönlichkeit ist auf die Minute pünktlich! Komorbiditäten: Depression, Angststörungen, bipolare affektive Störung, Persönlichkeitsstörungen (v.a. emotional instabil/Borderline) Therapie: Verhaltenstherapie: Konfrontation, kognitiv SSRI (Citalopram, Paroxetin, Fluvoxamin) Atypische Antipsychotika (Quietiapin) v.a. bei Wahn
- Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen Amnesie und Erinnerungsstörungen Formale: Auffassungs-, Konzentrations-, Merkfähigkeitsstörung Konfabulationen Paramnesie (Wahn-Paramnesie bei Schizophr., Erinnerung an einen nicht stattgefundenen Wahn), katathyme Amnesie (unbewusstes Vergessen einzelner Gedächtnisinhalte)
- Bewusstseins- und Orientierungsstörungen Bewusstseinsstörungen: qualitativ (Eintrübung, -engung) quantitativ ( Vigilanzminderung) Orientierungsstörungen: zeitlich örtlich zur eigenen Person zur Situation
- Psychopathologischer Befund Bewusstseins-& Orientierungsstörungen Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen Formale Denkstörungen Zwang Wahn Sinnestäuschungen Ich-Störungen Störungen der Affektivität
- Wahn subjektive Fehlbeurteilung der Realität, an der trotz objektiver Widersprüchlichkeit festgehalten wird Allgemeine Kriterien: Gewissheit, Unkorrigierbarkeit, objektiv falsch, ohne Anregung von außen entstanden Formen: Wahnwahrnehmung: wahnhafte Fehlinterpretation eines realen Ereignisses Wahneinfall: plötzl. Auftreten einer wahnhaften Idee/Überzeugung Wahnstimmung: plötzl. unheimliches, bedrohliches Gefühl Wahnarbeit: Ausgestaltung des Wahns mit Verknüpfungen, Begründungen, Beweisen Wahnsystem/Systematisierter Wahn: Wahnarbeit und Verlnüpfungen zu anderen Wahnphänomenen -> Wahnsystem Wahninhalte: synthym: passend zur Grundstimmung (Depression -> Verarmunsgwahn, Manie -> Größenwahn) -> affektive Störung parathym: Wahninhalt passt nicht zur Stimmung (Schizophrenie, wahnhafte Störungen -> Beziehungswahn, Beeinträchtigungswahn, Verfolgungswahn, Vergiftungswahn) -> paranoide Schizophrenie
- Sinnestäuschungen Halluzinationen: Sinneswahrnehmung ohne objektiven nachweisbaren Reiz, Realität und Irrealität können nicht unterschieden werden Pseudohalluzination: werden vom Pat. als irreal erkannt Stimmenhören = akustische H.: v.a. bei paranoider Schizophrenie Akoasmen: non-verbal, Rauschen, Summen, Pfeifen..., häufig erste akustische Halluzinationen be paran. Schizophrenie Kommentierende Stimmen: kommentieren jedes Handeln, können auch als beleidigende Stimmen auftreten Dialogische St.: unterhalten sich untereinander Imperative St.: fordern den Pat. zu einer Handlung auf Optische Halluzinationen:vv.a. bei organischen Psychosen (Exsikkose, Delir, v.a. Alkoholentzugsdelir) Taktile Halluzinationen: v.a. bei organ. Psychosen, Sonderform chron. taktile Halluzionse = Dermatozoenwahn (Tiere unter der Haut) Zönästhesie: v.a. bei paran. Schizophrenie, auch bei organ. psych. Störungen und hypochondrischen Störungen bizarre Leibempfindungen (inneres Verfaulen, Wärme/Feuer im Körper, seltsame unerträgl. Schmerzen) Hypnagoge Halluzinationen: optische und akustische Sinnestäuschungen in Halbschlafphasen, auch bei Gesunden Synästhesie: Halluzinationen, die mehrere Sinne betreffen Weitere Wahrnehmungsstörungen: Mikro-/Makromorphopsien: Gegenstände werden größer/kleiner wahrgenommen Meta-/Dysmorphopsien: Gegenstände werden verzerrt wahrgenommen
- Ich-Störungen Beeinflussung der Ich-Umwelt-Grenze: Inneres aus mir kann in die Umwelt gelangen oder meine Gedanken werden von der Umwelt manipuliert Gefühlseben: Derealisation: Umwelt wirkt fremd, unvertraut, unwirklich, wirkt auf Patienten sehr quälend Depersonalisation: mein Körper ist fremd, wie in Traumwelt oder komplett losgelöst vom Körper sein v.a. bei paranoider Schizophr., PBST, Depression, Angst- & Panikst., Borderline, dissoziative Störungen Fremdbeeinflussungserleben: Gedankenentzug Gedankeneingebung Gedankenausbreitung Beeinflussung des Körpers im Allgemeinen: fühlt sich beeinflusst von äußerer Kraft (oft spirituell) immer Hinweis auf paranoide Schizophrenie
- Störungen der Affektivität Affektarm: Athymie: weniger Gefühle, gleichgütig, Schizophreie, Persönlichkeitsstörung Affektstarre: Stimmung stets auf einem Niveau, hirnorganische Schäden, Schizophrenie, Manie Deprimierter und hoffnungsloser Affekt, Insuffizienzgefühle: Dysphorie: leichte Depressionen, Persönlichkeitsst., hirnorgan. Prozesse, Alkoholentzug Gefühl d. Gefühllosigkeit: v.a. Depressionen, auch Borderline Ambivalenter Affekt: Affektinkontinenz: Histrionische Persönlichkeitsst. Parathymie: z.B. lachendes Berichten von einem traurigen Ereignis, paranoide Schzophrenie Affektlabilität: Hirnorganische Schäden, Demenz
- Schizophrenie - Symptome und deren Einteilung Symptome 1. Ranges: Ich-Störungen: Gedankeneingebung, Gedankenentzug, Gedankenausbreitung Wahnwahrnehmungen: es ist eine gewisse Eigenbeteiligung nötig um ein real gesehenes Ereignis umzuinterpretieren (Auto -> Leichenwagen für den Patienten) Beeinflussungserlebnisse. leiblich -> Pat. fühlt sich berühr, bestrahlt o.ä. Akustische Halluzinationen: jegliche Stimmen Symptome 2. Ranges: andere akustische Halluz.: Akoasmen Halluz. anderer Sinnesmodalitäten: optisch, olfaktorisch, gustatorisch Wahneinfälle: plötzl. wahnhafter Gedanke, der ohne Stimulus aufkommt (Messias sein) andere Wahnstörungen Affektstörungen: Verstimmung, Affektverflachung, Gefühlsverarmung, Ratlosigkeit Positivsymptome: wahnhaftes Erleben, akust. Halluzinationen, Ich-Störungen, formale Denkstörung, Katatonie Negativsymptome: Knick in der Lebenslinie (Ausbildungsabbruch o.ä.), Affektverflachung, emotionaler und sozialer Rückzug, Antriebsminderung
- Schizophrenie - Formen Paranoide: Symptome siehe Schizophrenie, ab ca. 20.-30. LJ Hebephrene: Störung des Affekts, unpassendes läppisches Verhalten, i.d.R. keine halluzinatorischen Symptome, Vorliebe für Religion, Philosophie etc., Beginn ca. 15.-25.LJ, häufig Übergang in paranoide Scizophrenie Katatone: v.a. psychomotorische Störungen Katatonie mit Akinese, Stupor, Katalepsie, Flexibilitas Cerea (wächserner erhöhter Muskeltonus), Mitsmus, Negativismus (führt keine Befehle aus oder macht das Gegenteil), Echolalie, Echopraxie, Raptus (plötzl. nicht-zielgerichtetes aggressives Verhalten) ca. 15.-25.LJ Perniziöse Katatonie: Stupor + Fieber -> ITS, sonst oft letal DD malignes neuroleptische Syndrom -> Katatonem Dilemma = Abgrenzung von perniziöser Katatonie und MNS ist schwierig und folgenreich, da Antipsychotika MNS auslösen und abgesetzt werden müssten, aber zur Behandlung der PK wichtig sind -> Fehleinschätzung potentiell letal! Therapie Katatonie und therapiresistenter katatoner Stupor: Elektrokonvulsionstherapie kurz wirksame Benzos (Lorazepam) + Antipsychotika Undifferenzierte Schizophrenie: Diagnosekriterien erfüllt, aber keine Zuordnung zu einer Form mgl. Schizophrenia simplex: keine Positivsymptomatik, progrediente Negatixsymptomatik Zönästhetische Schizophrenie: v.a. Zönästhesien
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- Schizophrenie - akute vorübergehende psychotische Störungen Aktue schizophreniforme sychotische Störung: Symptome weniger als einen Monat, aber in diesem Monat alle Diagnoskriterien vorhanden -> länger = Schizophrenie Therapie: Antipsychotika Akute poymorphe psychotische Störung: Halluzinationen, Wahnphänomene und Wahrnehmunsstörungen vorübergehend vorhanden, können innerhalb kürzester Zeit (Stunden bis Tage) wechseln Störung beginnt abrupt und endet ebenso abrupt nach einigen Tagen Therapie: Antipsychotika
- Schizophrenie - assoziierte Krankheiten Schizotype Störung: Persönlichkeitsstörung mit exzentrischem Verhalten und paranoiden bizarren Ideen, Anomalien des Denkens, verminderter Affekt, seltsames Verhalten, sozialer Rückzug psychose-ähnliche Episoden mit Wahnideen und akustischen Halluzinationen in regelmäßigen Abständen, selbst-limitierend Wahnhafte Störung: lang andauernder Wahn als einziges oder deutlich vordergründiges Symptom -> min. 3 Monate lang Wahnsysteme mit Verknüpfung zahlreicher aktueller Lebensereignisse, selten paranoise und bizaare Eigenschaften i.d.R keine Halluzinationen Induzierte wahnhafte Störung: Paar, in dem einer einen Wahn hat und der symbiontisch "mitmacht" -> Trennung führt zu Rückgang des Wahns
- Schizophrenie - Diagnosekriterien Mindestens ein Symptom von 1-4 oder 2 Symptome von 5-9 für mindestens einen Monat: Ich-Störung: gedankenausbreitung, -entzug, -eingebung Wahn: Verfolgungs-, Kontroll-, Vergiftungs-, Beeinflussungswahn, Gefühl des Gemachten, Wahnwahrnehmungen Anhaltender, kulturell unangemessener oder unrealistischer Wahn: z.B. Besitz übernatürlicher Kräfte, Wahn-Paramnesien Akustische Halluzinationen: jegliche Stimmen, Stimmen aus einem Teil des Körpers Jegliche anhaltende Halluzinationen: tägl. über Wochen bis Monate Formale Denkstörungen: Gedankenabreißen und EInschiebungen, Denkzerfahrenheit, Danebenreden, Neologismus Katatonie Negativsymptome Eindeutige und durchgängige Veränderung bestimmter Aspekte des Verhaltens mit Ziellosigkeit und sozialem Rückzug über min. ein Jahr
- Schizophrenie - Therapie vordergründig Pharmakotherapie, supprtiv Psychotherapie und soziale Maßnahmen Klinischer Verdacht -> Ausschluss organischer Ursachen und Diagnosestellung -> Individuelle Wahl eines zugelassenen Antipsychotikums (UAWs) -> Beginn einer Monotherapie, einschleichen Medis Antipsychotika: D2- und/oder D4-Rezeptorantagonismus Atypische: weniger EPS, dafür aber vermehrt andere UAWs wie metabolisches Syndrom, QT-Zeit-Verlängerung-> Clozapin, Olanzapin, Risperidon Typische: Hochpotente (Haloperidol): Akutbehandlung, sehr wirksam gegen Plus-Symptomatik und Unruhe, Verbesserung der langfristigen Prognose Niedrigpotente (Levomepromazin, Melperon): nur noch selten, da begrenzt antipsychotische Wirkung, antihistaminerge Wirkung wird zur Sedierung und bei Schlafstörungen genutzt Benzos: Lorazepam, Sedierung bei akuten Angst-, Unruhe- und katatoen Zuständen Antidepressiva: supportiv bei depressiver Symptomatik
- Postschizophrene Depression länger anhaltende depressive Episode nach Schizophrenie Schizophrene Symptome müssen noch vorhanden sein, jedoch das klinische Bild nicht mehr dominieren -> falls keine sch. Symptome mehr = depressive Episode Kriterien für Schizophrenie sind für min. 12 Monate, depressive Symptome für min. 2 Wochen vorhanden Komplikationen: erhöhtes Suizidrisiko
- Malignes neuroleptisches Syndrom Auslösung durch Antipsychotika -> Absetzen und Dopaminagonisten sowie Dantrolen geben meist innerhlab von 4 Wochen nach Beginn der Einnahme von Antipsychotika, v.a. typische wie Haloperidol, aber auch Carbamazepin, Lithium, Venlafaxin... möglicherweise ist Dopaminmangelsituation schuld vegetativ: hohes Fieber, Tachykardie, Tachypnoe psychiatrisch: Vigilanzminderung, Stupor, Verwirrtheitszustände, Mutismus (ähnl. katatoner Stupor) -> CAVE katatones Dilemma!!! EMS: Akinese, Tremor, Rigor FALTER: Fieber, Autonome Instabilität, Leukozytose, Tremor, Erhöhte Enzyme (CK, Transaminasen), Rigor Diagnostik: CK stark erhöht, Transaminasen erhöht, Leukozytose, Metabolische Azidose, Myoglobinurie DD: perniziöse Katatonie, Serotonin-Syndrom, maligne Hyperthermie Therapie: OTS, Antipsychotika absetzen, Dopaminagonisten (L-Dopa, Apomorphin, Amantadin, Bromocriptin), Dantrolen CAVE Crush-Niere wegen Rhabdomyolyse
- Typische Antipsychotika WM: Dopaminantagonismus am D2-Rezeptor Hochpotent: reine D-Antagonisten, wirken in niedriger Dosis stark antipsychotisch Haolperidol Benperidol, Flupentixol, Fluspirilen, Fluphenazin starke antipsychot. Wirkung kaum sedierende und antiemetische Wirkung UAW: EPS durch D2-Antagonismus -> Frühdyskinesien ab 1 Woche (Zungenschlundkrämpfe, Grimassieren, Torticollis, Blickkrämpfe) = Biperiden und Absetzen, Spätdyskinesien ab Monaten = stereotype Kauschmatzbewegungen, Chorea = Absetzen, Clozapin, Parkinsonoid = Biperiden + Absetzen , Akathasie (Sitzunruhe) = Absetzen + Propranolol UAW: Hyperprolaktinämie UAW: QT-Zeit-Verlängerung Mittelpotent: Melpereon, Chlorpromazin, Perphenazin Niedrigpotent: antidopaminerg, antihistaminerg, anticholinerg, v.a. sedierend Levomepromazin, Chlorprothixen, Pipamperon kaum antipsychotisch UAW: anticholinerg, alpha-sympatholytisch (orthostatische Dysregulation), antihistaminerge Wirkung (Sedierung), QT-Zeit-Verlängerung, oft Gewichtszunahme, selten Appetitverlust Chlorpromazin, Perphenazin, Levomepromazin = Phenothiazine: vermehrte vegetative anticholinerge UAWs Melperon, Benperidol, Pipamperon = Butypherone: weniger vegetative anticholinerge UAWs
- Atypische Antipsychotika geringere Wirkung am D2-Rezeptor, Wirkung auch an D4 bessere Wirkung bei primären Negativsymptomen Definition: antipsychotisch wirksam ohne/mit deutlich weniger motorischen UAWs und geringerer Prolaktinämie -> deswegen aber nicht allgemein UAW-ärmer! Clozapin, Olanzapin, Risperidon, Quietiapin, Amisulprid, Ziprasidon, Aripiprazol UAWs: Clozapin: Agranulozytose (innerhalb 4 Monaten), Metabolisches Syndrom, Hyperglykämie, Hypercholesterinämie, KEINE EPS, KEINE Hyperpolaktinämie! Olanzapin: Metabolisches Syndrom, Hyperglykämie, Hypercholesterinämie, Gewichtszunahme, Anticholinerg, orthostatische Hypotonie Quietapin: Sedierung, Metab. Syn.... Amisulprid, Risperioden: vermehrt EPS, vermehrt Prolaktinerhöhung Malignes neuroleptisches Syndrom Indikationen: langfristige Behandlung von paranoiden Schizophrenien Unruhe & Erregungszustände: Risperidon bei Aggressionen im Kindes- und Jugendalter oder Erregungszust- bei Senioren Begleitmedikation bei Zwangsst. Risperidon:Tics
- Bipolare affektive Störung starke familiäre Häufung (25% LZPwenn ein Elternteil, 50% wenn beide) Manische Episode: ohne psychot. Symptome: gehbene Stimmung, Reizbarkeit, Distanzlosigkeit, Selbstüberschätzung, gesteigerte Aktivität, psychomotorische Agitation, vermindertes Schlafbedürfnis, gesteigerte Libido, Ideenflucht, Rededrang, verworrene Manie (Verwirrtheit durch extreme Beschleunigugn des Denkens und Sprechens) mit psychot. Symptomen: manchmal akust. Halluzinationen, Wahngedanken, synthymer Wahn (Größenwahn) Manisches Syndrom: Symptome einer manischen Episode bei bipolar affektiver Störung, Zyklthymia, schizoaffektiven Psychosen, Schizophrenie, Borderline "Forschungskriterien": A = Stimmungswechsel zu abnorm gehobener Stimmung mit Reizbarkeit (min. 1 Woche B = Antrieb & Gesprächigkeit gesteigert, Ideenflucht, Verlust sozialer Hemmungen, gesellschaftl. unangemessenes Verhalten, vermindertes Schlafbedürfnis, Selbstüberschätzung, Ablenkbarkeit, Libido gesteigert C = Halluzination oder Wahn -> Manie mit psychot. Symptomen Depressive Episode: wie bei unipolarer Depression, kann jahrelang einziges Symptom sein -> bei erster manischer Episode Diagnose "ex post" ändern! Therapie akut: Abschirmung von Reizen, klare Begrenzung durch stabile Regeln, Belassung von Freiräumen hochpotente Antipsychotika mit sedierender Komponente = Olanzapin, Risperidon, Quietapin Benzos Lithium Therapie langfristig: Phasenprophylaxe: Lithium, alt. Antikonvulsiva = Carbamazepin, Valproat, Lamotrigin supportiv: Psychotherapien mit Bezug auf aktuelle Symptome
- Zwangeinweisung Nach öffentlich-rechtlichen Landesgesetzen (PsychKG, Unterbringungsgesetz, Freiheitsentziehungsgesetz je nach Land) "kurze Zeit" - je nach Bundesland -> bs zum Ablauf der Frist muss richterliche Prüfung eine mögliche Zwangsunterbirngung regeln und ggf. verlängern Kriteren für zulässige Unterbringung: Vorhandensein von aktuer Fremd- oder Selbstgefährdung, die nicht auf andere Weise abwendbar ist Fehlende Zustimmung, also zuerst nach freiwilliger Aufnahme ins KH fragen
- Betreuung Angelegenheiten können über längeren Zeitraum nicht mehr slebst geregelt werden, Antragssteller meist Angehörige, Ärzte oder auch Betroffener Einrichtung einer Betreuung: Pat. kann anstehende mediz. Maßnahmen nicht mehr beurteilen, Betreuung nur für diesen Bereich und nur mit Genehmigung des Betreuungsgerichts Sterilisation: muss dem Willen entsprechen, besonderer Betreuer notwendig, Pat. kann auf Dauer nicht mehr einwillgen, Verhütung anders nicht zumutbar mgl., SS wäre Gefährdung für körperliche/seelische Gesundheit Unterbringung: nur solange zum Wohl des Pat. nötig, psychiatrisches Gutachten nötig, nur mit Genehmigung des Betreuungsgerichts Einwilligungsvorbehalt: Betreuungsgericht kann gegen den Willen des Betroffenen dessen Geschäftsfähigkeit einschränken Betreuungsverfügung: vorsorgliche Festlegung von Wünschen für eventuelle zukünftige Betreuungssituation, wird dem Betreuungsgericht dann vorgelegt Vorsorgevollmacht: vorsorgliche Bevollmächtigung einer anderen Person für bestimmte Aufgaben (Wenn mir was passiert, regelst du meine Bankgeschäfte.) Notfallbetreuung: Zwangsmaßnahmen (Fixierung, Zwangsmedikation) auf geschlossener Station mit Selbstgefährdung, immer richterliche Erlaubnis außer im Notfall, da wäre Nicht-Handlen unterlassene Hilfeleistung Eilbetreuung: bei in kurzer Zeit notwendigen Maßnahmen, die nicht über Monate aufgeschoben werden können -> darf durchgeführt werden, muss nachträglich vor den Vormundschaftsrichter
- Schuldfähigkeit Schuldunfähig nach §20 StGB: bei Begehung der Tat unfähig ist, das Unrecht der Taten einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln durch krankhafte seelische Störung: Schizophrenien, psychotrope Substanzen, zerebrale Schädigung durch Alkohol, Demenz tiefgreifende Bewusstseinsstörung: akute Belastungsreaktion, schwere Affektstörung (Handlung im Affekt), schwere Alkoholisierung Schwachsinn: schwere Intellgenzminderung schwere andere seelische Abartigkeit: schwere Persönlichkeitsstörungen, Triebsstörungen Verminderte Schuldfähigkeit §21 StGB: gleiche Gründe wie oben, lediglich nicht unfähig sondern nur schwer verminderte Fähigkeit das Unrecht einzusehen... Maßregelvollzug §63 StGB: schuldunfähiger oder vermindert schuldfähiger Täter, bei dem weitere Straftaten zu erwarten sind, unbefristet §64 StGB: suchtkranke Straftäter, in der Regel auf 2 Jahre befristet, verlängerbar Sicherungsverwahrung Sicherungsverwahrung: bei schweren vorsätzlichen Straftaten, wenn weitere zu erwarten sind, die Opfer schwer seelisch oder körperlich schädigen Nachträglich angeordnete S.: seit 2011 menschenrechtswidrig
- Psychotherapie - SORKC-Modell Individuelle Verhaltensanalyse S=Stimulus: äußere/innere Reizsituation -> Wann tritt das Verhalten auf? O= Organismus: Ausgangsbedingungen, Persönlichkeitsstrukturen, Charakteristika -> Was ist die Persönlichkeit für ein Typ? R=Reaktion: Problemverhalten -> Wie ist die Reaktion auf motorischer, kognitiver, physiologischer Ebene? K=Konsequenz: Verstärkung/Bestrafung aös Folge der Reaktion -> Was folgt der Reaktion - sowohl kurzfristig im Sinne der Konditionierung als auch langfristig C=Kontingenz: Regelmäßigkeit des Auftretens der Konsequenz nach der Reaktion -> Hat gleiche Reaktion immer gleiche Konsequenz? Zeitlicher Abstand immer gleich? Stimuluskontrolle: geplantes Vermeiden und Verändern von Reizbedingungen-> Konsequenzen eines Stimulus kommen nciht mehr zum Tragen
- Konfrontationstraining v..a bei Angst- und Zwangsstörungen Exposition in sensu: Nachbildung der angstauslösenden SItuation, Angststimulus in Gedanken des Pat. Exposition in vivo: tatsächliche Konfrontation Flooding: Überflutung mit dem angstauslösenden Reiz nach Vorbereitung -> Verharren in Situation -> Pat. lernt, dass Angstsymptome zurückgehen (nur mit erfahrenem Therapeuten) Implosion: Konfrontation höchster Sfue in der gedanklichen Vorstellung, Steigerung bis ins Unrealistische Graduierte K. (Exposition): schrittweises Heranführen -> systematische Desensibilisierung nach Skizzierung einer Angsthierarchie
- Psychotherapie - Interpersonelle PT Wöchentliche Einzelsitzungen bei leichten Depressionen mit Fokus auf zwischenmenschlichen Beziehungen
- Psychotherapie - Paradoxe Intervention Fördern des als problematisch betrachteten Verhaltens
- Psychotherapie - Regression Rückgriff auf frühere Entwicklungsstadien: Abwehrmechanismus um Minderwertigkeits-, Schuld- und Angstgefühle nicht bewusst werden zu lassen Grundsätzlich sind auch Schlaf, Sex, Spielen, Nichtstun etc. Regression.
- Abwehrmechanismen Verdrängung: Unterdrückung eines Triebes, einer Wahrnehmung oder einer Phantasie mit Verlagerung vom Bewussten ins Unbewusste Reaktionsbildung/Rationalisierung: Umwandlung der Abneigung in eine Zuneigung,sozial inakzeptabler Tireb (eigenes Kind doof finden) wird durch erwünschtes Verhalten ersetzt (Fürsorglichkeit) Regression: Rückfal in frühere Entwicklungsstadien (kindliches Verhalten, Weinerlichkeit, Verantwortung ablehnen) Sublimierung: Neutralisierung der Triebimpulse mit differenzierten sozialen und kulturellen Leistungen Projektion: Projektion eigener Geüfhle, Wünsche, Anbneigungen auf eine andere Person, Auslassen der eignen Unzufriedenheit an einer anderen Person Intellektualisierung: Abstrahierung eines Konfliktes (Diskussion über Liebe und Beziehung im Allgemeinen statt des konkreten Problems)
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