EBWL (Fach) / Skript 2 (Lektion)
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Betriebswirtschaftslehre
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- Typologien von Unternehmen Art des Anteilseigners (Private oder öffentl. Anteilseigner) Gewinnorientierung Art der erstellten Güter Unternehmensgrösse Rechtsform Geographische Ausbreitung/Standortabhängigkeit vorherrschender Produktionsfaktor vorherrschende Produktionsfunktion Art der Leistungserstellung (Fertigungsprinzipien, Fertigungsarten)
- Abgrenzung Gewinnorientierung Gewinnorientierung Profitorganisationen Non-Profit-Organisationen (NPO) staatliche NPO private NPO (wirtschatliche, soziokulturelle, politische und karikative NPO)
- Betriebstypologie Art des Betriebsziels Erwerbswirtschaftlich orientierte Betriebe (=Unternehmen) Non-Profit-Betrieb Art der erstellten Leistung Sachleistungsbetriebe Dienstleistungsbetriebe Wirtschaftszweigen Sachleistungsbetriebe Dienstleistungsbetiebe
- Definitions KMU Kleinstunternehmen: Mitarbeitanzahl < 10 / Jahresumsatz ≤ 2 Mio. oder Jahresbilanzsumme ≤ 2 Mio. Kleines Unternehmen: Mitarbeitanzahl < 50 / Jahresumsatz ≤ 10 Mio. oder Jahresbilanzsumme ≤ 10 Mio Mittleres Unternehmen: Mitarbeitanzahl < 250 / Jahresumsatz ≤ 50 Mio. oder Jahresbilanzsumme ≤ 43 Mio
- Abgrenzung nach Grösse und Abgrenzungskriterien Kleinstunternehmen kleine Unternehmen mittlere Unternehmen Grossunternehmen Höhe des Umsatzes, Beschäftigtenzahl und Umsatzgrössenklassen
- Standort eines Unternehmens Geographischer Ort, an dem das Unternehmen seine Produktionsfaktoren einsetzt
- Zwei Probleme bei der Frage nach dem Standort Grad der geographischen Ausbreitung: Bestimmung des Grades der räulichen Zentralisierung bzw. Dezentralisierung der Unternehmestätigkeiten Standortanalyse: Bestimmung des konkreten Standortes
- Standortkategorien = Grad der geographischen Ausbreitung (Abgrenzung nach dem Standort) Lokale Unternehmen Regionale Unternehmen Nationale Unternehmen Internationale Unternehmen (Produktion in einem Land und Absatz in mehreren Ländern) Multinationale Unternehmen (Produktion und Absatz in vielen Ländern)
- Standortfaktoren (Abgrenzung nach Standort) Arbeitsmarkt Material Absatzmarkt Verkehr Immobileienmarkt Ökologie Abgaben Energie
- Definition von "Ziele" Leitpunkt des Handelns Markieren einen anzustrebenden Zustand in der Zukunft bzw. sind agestrebte zukünftige Zustände, die durch eigenes Handeln erreicht werden Ziele sind gewollt herbeigeführte Wirkungen
- Klassifitionsmerkmalen von Zielen Zielsetungsinstanz (Individuelle/institutionelle Ziele) Zielinhalt (Mengengrössen/Geldgrössen ; Sach-/Formalziele) Zielausmass (Begrenzte/unbegrenzte Ziele) Zeitbezug (Kurzfristige/langfristige Ziele) Zielbeziehungen (Zielneutralität, Zielantinomie, Zielkonkurrenz, Zielkompletarität) Rangordnung (Obereziele/Zwischenziele/Unterziele)
- Zielsetzungsinstanz Individuelle Ziele: von Einzelpersonen verfolgt (z.B Arbeitszufriedenheit als Arbeitnehmerziel) Institutionelle Ziele: für Institutionen bzw. Unternehmen gesetzt und verfolgt (z.B. Existenzsicherung des Betriebes)
- Zielinhalt Angaben der Ziele in Mengeneinheiten oder Geldeinheiten auch relative Grössen zur Zielformulierung herangezogen werden (Arbeitsproduktivität oder Umsatzrentabilität) Für Unternehmen geltende Ziele werden in Sach- und Formalziele eingeteilt
- Formalziel (Zielinhalt) Übergeordnete Ziele, von denen Sachziele abgeleitet werden und in denen der Erfolg des unternehmersichen Handelns zum Ausdruck kommt Produktivität Wirtschaftlichkeit Rentabilität/Gewinn
- Viel Formeln zur Produktivität Porduktivität = Output / Input Arbeitsproduktiviät = produzierte Anzahl / Zahl der Arbeitsstunden Maschinenproduktivität = produzierte Anzahl / Zahl der Maschinenstd. Flächenproduktivität = Umsatz / m2
- Drei Formeln zur Wirtschaftlichkeit Verhältnis von bewertetem Output zu bewertetem Input Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand Wirtschattlichkeit = bewertete Leistung / Kosten Wirtschattlichkeit = Sollkosten/Istkosten
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- Drei Formeln zur Rentabilität (Gewinn) Gewinn = positive Differenz zwischen Ertrag und Aufwand Rentabilität = Verhältnis zwischen Gewinn und eingesetztem Kapital Gesamtkaptialrentabilität = Gewinn + FK / Gesamtkapital x 100 Eigenkaptialrentabilität = Gewinn / Eigenkaptial x 100 Umsatzrentabilität = Gewinn / Umsatz x 100
- Sachziele (Zielinhalt) Beziehen sich auf das konkrete Handeln in den verschiedenen Prozessen bzw. Funktionen Leistungsziele Finanzziele Führungs- und Organisationsziele Soziale und ökologische Ziele
- Leistungsziele (Sachziele) Alle Ziele, die mit der Leistungserstellung und -verwertung direkt zusammenhängen Im Vordergund stehen die Markt- und Produktziele, die aus den Bedürfnissen abgeleitet werden können, die das Unternehmen befrieden will Es sind auch diejendigen anderen betreiblichen Funktionen einzubeziehen, die in den leistungswirtscahtlichen Prozess eingeschlossen sind (Materialwirtschaft, Produktion und Marketing)
- Finanzziele (Sachziele) Lassen sich aus dem finanzwirtschatlichen Umsatzprozess ableiten Im Vordergrund stehen die Versorgung mit genügend Kapital, Aufrechterhaltung der Liquidität, eine optimale Kaptial- und Vermögensstruktur und eine angemessene Berücksichtigung des Risikos Liquidität 1. Grades = Zahlungsmittelbestand / kurzf. Verbindlichkeiten Liquidität 2. Grades = Zahlungsm.bestand +kurzf. Ford / kurzf. Verbindl. Liquidität 3. Grades = Zahl.m.bestand + kf. Ford. + Warenbestände / kf. Verbindlichkeiten
- Führungs- und Organisationsziele (Sachziele) Sollen eine optimale Gestaltung und Steuerung des güter- und finanzwirtschatlichen Umsatzprozesses ermöglichen Im Vordergrund stehen Ziele im Bezug auf Gestaltung des Problemlösungsprozesses, die einzusetztenden Führungsfunktionen, den anzuwendenden Führungsstil und die Arbeitsteilung und Zusammenarbeit zwischen Abteilungen und Stellen
- Soziale Ziele (Sachziele) Mitarbeiterbezogenen Ziele: Bedürfnisse und Ansprüche der Mitarbeitenden zu berücksichtigen. Mit diesen Zielen beschäftigt sich vor allem der Personalbereich. Gesellschaftsbezogene Ziele: Beruhen auf der Erkenntnis, dass Unternehmen als Teil der Gesellschaft einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme zu leisten haben. Corporate Social Responsibility: Massnahmen die Unternehem freiwillig zum Wohl der Gesellschaft durchführen und die nicht unmittelbar der Erfüllung der Formalziele dienen.
- ökologische Ziele (Sachziele) Ressoucenschutz Emissionsbegrenzung Risikobegrenzung
- Zielausmass begrenzten Zielen (z.B. gewünschte Eigenkapitalverzinsung 6%) unbegrenzen Zielen (z.B. Maximierung der Eigenkapitalverzinsung)
- Zeitbezug (Zielinhalt) langfristige Ziele und kurzfristige Ziele
- Präferenzrelation (Zielbeziehungen) Bei Entscheidungen mit mehrfacher Zielsetzung müssen die Entscheidungsträger ihr Präferenzsystem definieren Hauptziele: hohe Präferenz Nebenziele: geringe Präferenz
- Instrumentalrelation (Zielbeziehungen, Rangordnung von Zielen) Oberziele beschreiben den Zweck, langfristige Gewinnmaximierung, gelten für Gesamtunternehmen Zwischenziele Unterziele: beschreiben die Mittel zur Ereichung des Zwecks
- Interdependenzrelation (Zielbeziehungen) Zielneutralität: die Verfolgung eines Ziels hat keinen Einfluss auf die Erfüllung eines anderen Zielantinomie: die Erflüllung eines Ziels schliesst die gleichzeitige Verfolgung eines anderen Zieles aus. Die Ziele sind inkompatibel Zielkonkurrenz: die zunehmende Erfüllung eines Ziels ist mit wachsender Nicht-Erfüllung eines anderen Ziels verbunden. Die Ziele beeinträchtigen sich gegenseitig. Zielkomplementarität: die Erfüllung eines Ziels fördert gleichzeitig auch die Erfüllung eines anderen Ziels.
- Zieleigenschaften SMART RUMBA Simpel/Spezifisch Relevant Messbar Understandable Attraktiv / Akzeptiert Measurable Realisierbar Behaviourable Terminiert Achievable
- Zielfunktionen Selektionsfunktion (Eine bewusste Auswahl an Handlungsalternativen wird erst durch Ziele möglich) Orientierungsfunktion (Ziele dienen als Rahmen für Handlungen und Entscheidungen und tragen somit zu einer eindeutigen Orientierung bei) Steuerfunktion (Steuerung und Lenkung von Verhaltensweisen durch Sollvorgaben) Koordinationsfunktion (Harmonisierung der Aktivitäten in verschiedenen Teilbereichen der Unternehmung) Motivations- und Anreizfunktion Bewertungsfunktion Kontrollfunktion Informationsfunktion (Information über Unternehmen)
- Operationalisierung von Zielen (Zieldimensionen) Zielinhalt (Was?) Zielausmass (Wie viel?) Zeitlicher Bezug (Wann?) Personaller Bezug (Wer?) Räumlicher Bezug (Wo?)
- Unternehmenszielhierarchie Normative Ziele (Vision, Mission, Unternehmensleitbild) Strategische Ziele (Unternehemensziele) Operative Ziele (Geschäftsbereichziele, Funktionsbereichziele)
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- Vision Spitze der Zielhierarchie Allgemein und grundsätzlich gehaltene Vorstellung von der künftigen Rolle des Unternehmens Formulierung einer Grundposition, die eine weit in die Zukunft gerichtete Orientierung markiert und richtungsweisen ist Generelle unternehmerische Leitidee, die zwar szenarische, aber dennoch realistische und glabuwürdige Aussagen hinsichtlich einer anzustrebenden und im Prinzip auch erreichbaren Zukunft formuliert
- Wandel von Unternehmensvisionen Vision unterliegt einem Wandel Visionen sind peronenabhängig Wandlungen oftmals bei Fühungswechseln der Unternehmensleitung (neue oder veränderte Überzeugungen bzw. Einstellungen des Top-Management) Veränderung von Visionen durch direkte Einflüsse der Umwelt bzw. Marktentwicklungen
- Mission Mission bezieht sich explizit auch auf die Gegenwart Beschreibung des Zwecks und Gegenstandes des gegewärtigen unternehmerischen Handelns Unternehmensmission trifft Aussagen zum Unternehemenszweck, den langfristigen Zielen, den Werten des Unternehmens sowie den Verhaltensstandards und markt- bzw. wettbewerbsorientierte Strategien.
- Unternehmensleitbild Ein Unternehmenleitbild enthält die algmeingültigen Grundsätze über angestrebte Ziele und Verhaltensweisen der Unternehmens, an denen sich alle unternehmerischen Tätigkeiten orientieren sollen. Orientierungshilfe für das Verhalten der Mitarbeiter gegenüber den Stakeholdern des Unternehmens Liefert oftmals schriftlich formulierte Grundsätze für die Verwirklichung der Vision bzw. Mission Beinhaltet auch ausformulierte Unternehmenswerte (Kultur, informelle Gesetze, Annahmen, Einstellungen und Vorstellungen)
- Funktion eines Unternehmensleitbildes Klärung des Selbstverständnisses (Legitimationsfunktion, Kommunikationsfunktion bzw. -instument) Orientierungsrahmen (grundlegende zukünftige strategische AUsrichtung / Steuerung der nachgeordneten Zielsetzungen und Strategien) Entschiedungs- und Kooridantionsfunktion und Erhöhung der Entscheidungseffizienz Motivations- und Kohäsionsfunktion
- Unternehmensziele Visionene und Leitbilder sind abstrakt und bedürfen daher einer weiteren Präzisierung durch die Unternehmensziele z.B. Verbesserung der Marktstellung des Unternehmens, Steigerung des Shareholder Value
- Geschäftsbereichsziele Um aus den strategischen Unternehmenszielen Vorgaben für die einzelnen Geschäftsbereiche abzuleiten, müssen die Ziele weiter messbar gemacht und zeitlich abgegrenz werden Umsatzziele (Steigerung des Umsatz in Geschäftsbereich X in Y Jahren um Z Prozent) Marktanteile (Erhöhung des Marktanteils im Bereich Telefone bis 2013 um 12%)
- Funktionsbereichsziele Aus Geschäftsbreichtszielen werden durch weitere deduktive Zielauflösung die sogenannten Funktionsbereichsziele gewonnen.
- Wertschöpfung Wertschöpfung ist das originäre Ziel produktiver Tätigkeit Prozess des Schaffens von Mehrwert durch Bearbeitung: Kombination von Ressourcen und Fähigkeiten Differenz zwischen dem Wert, der von der Unternehmung an den Markt abgegebenen Leistun und den von ihr übernommenen Vorleistungen Unternehmen als System untereinander vernetzter Wertschöpfungsprozesse mit dem Ziel der Erzielung einer bestimmten Leistung
- 5 Phasen des unternehmerischen Umsatzprozess Phase 1: Beschaffung von finanziellen Mitteln auf dem Kredit und Kapitalmarkt Phase 2: Beschaffung von Produktionsfaktoren Phase 3: Kombination der Produktionsfaktoren: Transfomationsprozess zu Halb- und Fertigfabrikaten Phase 4: Absatz der erstellten Erzeugnisse: Marketing Phase 5: Rückzahlung der finanziellen Mittel: Gleichzeitige Beschafftung neuer Produktionsfaktoren
- Problemlösungsprozess Analyse der Ausgangslage Ziele Massnahmen Mittel (Ressourcen) Durchführung (Realisierung) Evaluation der Resultate
- Entscheidung Eine Entscheidung ist die Wahl zwischen mindestens zwei Alternativen, von denen eine die sogenannte Unterlassungsalternative sein kann.
- Betrieblicher Entscheidungsprozess Im betrieblichen Entscheidungsprozess werden Unternehmensziele, Handlungsalternativen und Umweltbedingungen analysiert und aufeinander abgestimmt.
- Zwei Grundrichtungen der betriebswirtschaftlicehn Entscheidungstheorie Deskriptive Entscheidungstheorie Beschreibt, wie Entscheidungen in der Realität tatsächlich getroffen werden und verucht zu erklären, warum sie so und nicht anders ausgefalle sind Ziel ist es, auf grund diesen Erklärungen zukünftige Entscheidungen in einer bestimmten Entscheidungssituation voraussagen zu können. Normative Entscheidungtheorie Stellt Vorschirften (Normen) über den optimalen Verlauf von Entscheidungsprozessen auf
- Konstitutive betriebliche Entscheidungen Grundlegende und weit reichende Entscheidungen, die den langfristigen Rahmen für alle betrieblichen Folgeentscheidungen festlegen. Standort Rechtsform Zusammenarbeit
- Entscheidungsarten Innovative Entscheidungen und Routineentscheidungen Sichere und unsichere Entscheidungen Bewusste und unbewusste Entscheidungen Kollektive und individuelle Entscheidungen Strategische und operative Entscheidungen
- Elemente des Grundmodells der Entscheidungstheorie Entscheidungsfelder (Aktionenraum, Zustandsraum, Ergebnisfunktion, Egebnismatrix) Zielsystem Nutzenmatrix
- Elemente des Entscheidungsfeldes Aktionsraum Zustandsraum Ergebnisfunktion Ergebnismatrix
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