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Klin (Fach) / Klinische Begriffe (Lektion)

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  • Emotionsverarbeitungstheorie nach Foa und Rothbaum (1998) zur Erklärung von PTBS (u.a. 3 Arten von Informationen des Furchtgedächtnisses) PTBS-Symptome sind Folge einer fehlenden emotionalen Verarbeitung des traumatischen Erlebnisses, Erinnerung des Traumas als kognitive Struktur, das sogenannte Furchtgedächtnis (entspricht einem Programm für Flucht und Angriff) welches 3 Arten von Informationen enthält: 1. Informationen über das erlebte Trauma (den gefürchteten Stimulus)2. Die Reaktionen der betroffenen Personen3. Die Bedeutung der bedrohlichen Reize und der eigenen Reaktionen Eine pathologische Furchtstruktur hat zu viele fehlerhafte Verbindungen (z.B. bestimmte Kleidung, die an das Trauma erinnert wird mit Gefahr assoziiert und löst Angstreaktion aus), im Falle einer PTBS besonders viele Stimuli mir Gefahr assoziiert
  • Das kognitive Modell der chronischen posttraumatischen Belastungsstörung nach Ehlers und Clark (2000) Auch dieses Modell basiert auf der Annahme, dass ein Trauma im Gedächtnis anders als nichttraumatische Erfahrungen abgespeichert wird. So fällt es den Betroffenen schwer, zwischen diesem Gefühl immanenter Gefahr und der aktuellen, mittlerweile ungefährlichen, Situation zu unterscheiden. Die Erinnerungen haben häufig Stimuluscharakter und enthalten  Informationen über  die konditionierte Furchtreaktion. Tatsächlich fanden Ehlers und Kollegen, dass Intrusionen häufig den Augenblick kurz vor dem schlimmsten Moment (auch »hotspot«genannt) festhalten (sog. Warnsignalhypothese) Neben den Charakteristika  des Traumagedächtnisses spielen  dieBewertungen des Traumas und seiner Folgen (z. B.  »Ich binsehr verletzlich, mir kann so etwas jederzeit wieder passieren.«) eine wesentliche Rolle bei der Aufrechterhaltung des Bedrohungsgefühls und  der Symptome. -------------------------------------------------------------------Durch Vermeidung und Sicherheitsverhalten entstehen Rückkopplungsprozesse, die der Aufrechterhaltung dienen: Traumagedächtnis wird nicht verändern; negative Interpretationen des Traumas können nicht hinterfragt werden; führt zu kurzzeitiger Angstreduktion, aber stärkt Überzeugung, dies sei die einzige Möglichkeit, die Bedrohung in Schach zu halten
  • Veränderung der Informationsverarbeitung bei PTBS (Wie verändert? bei: Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Konditionierbarkeit, Extinktionsleistung) Aufmerksamkeitsverzerrungen bessere Gedächtnisleistungen für traumbezogene Reize erhöhte Konditionierbarkeit reduzierte Extinktionsleistung furchtrelevanter Reize
  • Psychobiologische Erklärungsansätze bei PTBS - Dysfunktion der HHNA, einhergehend u.a. mit niedrige basale Kortisolkonzentration- Erhöhtes Arousal (Reizbarkeit, Schreckreaktionen etc.), was sich äußert in: gesteigerter noradrenerge Aktivität mit erhöhtem Metabolitenspiegel, erhöhter Herzrate und Blutdruck- Neurobiologische Veränderungen, die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen erklären können
  • DSM-IV: 3 Formen von ADHS Mischtyp: Sowohl Aufmkersamkeitsstörung als auch Hyperaktivität/Impulsivität Vorwiegend unaufmerksamer Typ: Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität/Impulsivität Vorwiegend hyperaktiv-impulsiver Typ: Hyperaktivität/Impulsivität ohne Aufmerksamkeitsstörung
  • Hyperkinetische Störungen/ADHS – allgemeine Merkmale (Beginn, allgemeine Mermale) Gruppe von Störungen, charakterisiert durch - einen frühen Beginn, meist in den ersten fünf Lebensjahren, - einen Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen, die kognitiven Einsatz verlangen, - Und eine Tendenz, von einer Tätigkeit zu einer anderen zu wechseln, ohne etwas zu Ende zu bringen; - hinzu kommt eine desorganisierte, mangelhaft regulierte und überschießende Aktivität.
  • 3 Kernsymptome von ADHS - Unaufmerksamkeit- Hyperaktivität- Impulsivität
  • Begleitsymptome von ADHS (behandlungsbedürftige Auffälligkeiten in anderen Bereichen) 70% der Kinder weisen weitere psychische Auffälligkeiten in behandlungsbedürftigem Ausmaß auf:- 50% oppositionelle Verhaltensstörungen- 30-50% sonstige Störungen des Sozialverhaltens- 10-40% affektive Störungen, bes. Depressionen- 20-25% Angststörungen- 10-25% Lernstörungen, Teilleistungsschwächen
  • Prävalenz von ADHS Prävalenzschätzungen schwanken zwischen 0.3 – 7.7 %  für Kinder und 4 – 5 % für Erwachsene je nach verwendeten diagnostischen Kriterien
  • Verlauf von unbehandelter ADHS unbehandelt oftmals ungünstiger Verlauf mit- schulischen, sozialen, beruflichen Beeinträchtigungen,- intra- und interpersonellen Problemen,- Vielzahl sequentieller komorbider Störungen
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  • Verlauf von ADHS (von Säuglingsalter bis Erwachsenenalter) Säuglings- und Kleinkindalter:- hohes Aktivitätsniveau, hohe Erregbarkeit, schlecht beruhigbar.- hohes Stimulationsbedürfnis (musste immer beschäftigt werden).- „schlechte Esser“ (starkes Verlangen und „Mäkeln“ ). Kleinkind- und Vorschulalter:- Anstieg der Probleme mit Beginn vom freiem Laufen- Oppositionelles Verhalten, Konflikte mit Eltern/anderen Kindern- grob- und feinmotorische Defizite, Entwicklungsverzögerungen Kindergarten:- mangelnde Regeleinhaltung; Probleme in Stillspielphasen; erste Ablehnungen durch peers;- Motivation: verminderte Frustrationstoleranz, geringes Durchhaltevermögen; Grundschule:- Vollbild ADHS;- Aufstehen, Dazwischenreden, Umhergehen, „Klassenclown “- soziale Probleme: Ablehnung durch peers und Aggressionen; Jugendalter:- häufig Abnahme motorischer Unruhe;- soziale und emotionale Probleme im Vordergrund;- “ Sensation Seeking “ : riskantes Freizeitverhalten (Sport, Straßenverkehr); Alkohol-, Nikotin-, Drogenmissbrauch;dissoziales Verhalten, Delinquenz. Erwachsenenalter:- häufige Persistenz (mindestens 30%);- schwere komorbide Störungen; - häufiger Arbeitslosigkeit und Arbeitsplatzwechsel;- soziale Beziehungs-/Partnerschaftsprobleme;
  • Störungen des Sozialverhaltens (allgemeine Kriterien) - ein sich wiederholendes und anhaltendes Muster dissozialen, aggressiven und aufsässigen Verhaltens - Verhalten übersteigt mit seinen gröberen Verletzungen die alters-entsprechenden sozialen Erwartungen. -  Das anhaltende Verhaltensmuster muss min. 6 Monate bestanden haben.-  Störungen des Sozialverhaltens können auch bei anderen psychiatrischen Krankheiten auftreten, in diesen Fällen ist die zugrunde liegende Diagnose zu verwenden.-  Beispiele für Verhaltensweisen (Jedes dieser Beispiele ist bei erheblicher Ausprägung ausreichend für die Diagnose, nicht aber nur isolierte dissoziale Handlungen): ein extremes Maß an Streiten oder Tyrannisieren, Grausamkeit gegenüber anderen Personen oder Tieren, erhebliche Destruktivität gegenüber Eigentum, Feuerlegen, Stehlen, häufiges Lügen, Schulschwänzen oder Weglaufen von zu Hause, ungewöhnlich häufige und schwere Wutausbrüche und Ungehorsam.
  • Prävalenz von Störungen des Sozialverhaltens (im Grundschulalter; im Jungendalter) Prävalenzraten - zwischen 1 und 2% im Grundschulalter - 4 und 6% im Jugendalter
  • Komorbidität von Störungen des Sozialverhaltens Störungen des Sozialverhaltens werden in ca. 50% der Fälle durch andere psychische Störungen begleitet wie z. B. hyperkinetische Störungen
  • Geschlechtseffekte bei Störungen des Sozialverhaltens  impulsiv-aggressives Verhalten wird deutlich häufiger von Jungen gezeigt (Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen beträgt 3:1)
  • Furchtlosigkeitstheorie bei Störungen des Sozialverhaltens niedrige Angst vor Bestrafung vermindert die Effektivität sozialer Konditionierung im Kindes- und Jugendalter, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit für aggressives Verhalten erhöht.
  • »Stimulation-seeking theory« bei Störungen des Sozialverhaltens niedrige Erregungszustände werden als aversiv empfunden und daher externe Quellen der Stimulierung gesucht, um ein optimales Erregungsniveau zu erreichen -> antisoziales und aggressives Verhalten spiegeln eine Selbstregulation zur Aufrechterhaltung eines als angenehm empfundenen Zustandes wider.
  • Emotionsdysregulationstheorie bei Störungen des Sozialverhaltens Kinder und Jugendliche mit Störungen im Sozialverhalten haben Schwierigkeiten bei der Verarbeitung affektiver Informationen.
  • Serotonin-(5-HAT-)Transmittersystem bei Störungen des Sozialverhaltens wichtig für die Emotionsregulation; negativer Zusammenhang von Serotoninmaßen und aggressivem Verhalten -> niedrige Serotoninspiegel konnten aggressives Verhalten zu einem 2 Jahre späteren Zeitpunkt gut vorhersagen (Kruesi et al. 1992); insgesamt divergente Befundlage.
  • Genetische Einflüsse bei Störungen des Sozialverhaltens genetische Effekte erklären 60% der Varianz für aggressive Verhaltensweisen (Zwillingsstudien mit Kindern im Alter von 11 Jahren)
  • Definition: Kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen durch die Kombination von anhaltendem aggressiven, dissozialen oder aufsässigen Verhalten charakterisiert mit offensichtlichen und eindeutigen Symptomen von Depression, Angst oder anderen emotionalen Störungen. Sowohl die Kriterien für Störungen des Sozialverhaltens im Kindesalter (F91.-) als auch für emotionale Störungen des Kindesalters (F93.-) bzw. für eine erwachsenentypische neurotische Störung (F40-F49) oder eine affektive Störung (F30-F39) müssen erfüllt sein.
  • Definition: Emotionale Störungen des Kindesalters In erster Linie Verstärkungen normaler Entwicklungstrends und weniger eigenständige, qualitativ abnorme Phänomene. Die Entwicklungsbezogenheit ist das diagnostische Schlüsselmerkmal für die Unterscheidung der emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit (F93.-) von den neurotischen Störungen (F40-F48).  
  • Definition: Emotionale Störung mit Trennungsangst des Kindesalters -  gekennzeichnet durch einen abnormen Schweregrad und eine außergewöhnliche und über die typische Altersstufe hinausgehende DauerÄngste treten in unterschiedlichen Formen auf, z. B.:-   Sorge, dass den Bezugspersonen etwas zustoßen könnte,-   dass die Bezugspersonen weggehen und nicht mehr wiederkommen könnten,-   dass das Kind von den Bezugspersonen getrennt werden könnte. Beeinträchtigungen im Alltag durch die Störung:-  Kinder versuchen Trennungssituationen wie das Alleinsein zu Hause, Besuche oder Übernachtungen außer Haus,  Kita- oder Schulbesuch zu vermeiden,-  soziale Funktionen, Beziehungen und Entwicklungsmöglichkeiten leiden darunter hoher Leidensdruck. Prävalenz: betroffen sind etwa 1,2% der 5- bis 15-Jährigen  
  • Definition: Störungen sozialer Funktionen mit Beginn in der Kindheit und Jugend -  Abweichungen in der sozialen Funktionsfähigkeit und Beginn in der Entwicklungszeit. -  nicht primär durch  offensichtliche konstitutionelle  Beeinträchtigung  charakterisiert. -  schwerwiegende Milieuschäden oder Deprivationen eine vermutlich entscheidende Rolle in der Ätiologie.F94.0 Elektiver Mutismus F94.1 Reaktive Bindungsstörung des Kindesalters F94.2 Bindungsstörung des Kindesalters mit Enthemmung F94.8 Sonstige Störungen sozialer Funktionen mit Beginn in der Kindheit F94.9 Störung sozialer Funktionen mit Beginn in der Kindheit,  n.n.b.
  • Definition: Ticstörungen Syndrome, bei denen das vorwiegende Symptom ein Tic ist. Normalerweise werden Tics als nicht willkürlich beeinflussbar erlebt, sie können jedoch meist für unterschiedlich lange Zeiträume unterdrückt werden. Belastungen können sie verstärken, während des Schlafens verschwinden sie. Häufige einfache motorische Tics sind Blinzeln, Kopfwerfen, Schulterzucken und Grimassieren. Häufige einfache vokale Tics sind z.B. Räuspern, Bellen, Schnüffeln und Zischen. Komplexe Tics sind Sich-selbst-schlagen sowie Springen und Hüpfen. Komplexe vokale Tics sind die Wiederholung bestimmter Wörter und manchmal der Gebrauch sozial unangebrachter, oft obszöner Wörter (Koprolalie) und die Wiederholung eigener Laute oder Wörter (Palilalie).
  • Definition: Tic eine unwillkürliche, rasche, wiederholte, nichtrhythmische Bewegung meist umschriebener Muskelgruppen oder eine Lautproduktion, die plötzlich einsetzt und keinem erkennbaren Zweck dient.
  • Definition: Vorübergehende Ticstörung Erfüllt die allg. Kriterien für eine Ticstörung, jedoch halten die Tics nicht länger als 12 Monate an. Die Tics sind häufig Blinzeln, Grimassieren oder Kopfschütteln.
  • Definition: Chronische motorische oder vokale Ticstörung Erfüllt die allg. Kriterien für eine Ticstörung, wobei motorische oder vokale Tics, jedoch nicht beide zugleich, einzeln, meist jedoch multipel, auftreten und länger als ein Jahr andauern.
  • Definition + Verlauf: Kombinierte vokale & multiple motorische Tics [Tourette-Syndrom] Form der Ticstörung, bei der gegenwärtig oder in der Vergangenheit multiple motorische Tics und ein oder mehrere vokale Tics vorgekommen sind, die aber nicht notwendigerweise gleichzeitig auftreten müssen. -  Störung verschlechtert sich meist während der Adoleszenz und neigt dazu, bis in das Erwachsenenalter anzuhalten. -  Vokale Tics sind häufig multipel mit explosiven repetitiven Vokalisationen, Räuspern und Grunzen und Gebrauch von obszönen Wörtern oder Phrasen. -  Manchmal besteht eine begleitende gestische Echopraxie, die ebenfalls obszöner Natur sein kann (Kopropraxie).
  • Störungen bei Kindern, die in den Kapiteln der Störungen bei Erwachsenen klassifiziert werden (Beschreibung + Prävalenz): GAS, Panikstörung, PTBS Generalisierte Angststörung (F41.1) gekennzeichnet durch diffuse innere Spannungen und Unruhe, begleitet von Sorgen, Befürchtungen sowie Somatisierungsneigungen, die vor allem in der späten Kindheit und Adoleszenz auftreten.- Prävalenz:0,5–3,6% Panikstörung (F41.0)ist gekennzeichnet durch unvorhergesehene, plötzlich auftretende schwere Angstattacken, u. a. begleitet von Herzklopfen, Brustschmerz, Erstickungsgefühlen und Schwindel; Sie tritt selten im Kindesalter und häufiger im Jugendalter auf.- Prävalenz: Lebenszeitprävalenzen von 0,5–0,8% bei Jugendlichen über 12 JahrenPosttraumatische Belastungsstörung (F 43.1)- Prävalenz: 1-3% Cuffe et al. 1997 (mehr Mädchen als Jungen betroffen)
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  • Depressive Störungen bei Kindern/Jugendlichen (Prävalenz, Entwicklung der Prävalenz) Über verschiedene Studien von 0,4–2,5% bei Kindern und von 0,7–9,8% bei Jugendlichen (Rao & Chen, 2009). -  Prävalenz nimmt mit zunehmendem Alter zu
  • Suizidales Verhalten bei Kindern/Jugendlichen - Suizidales Verhalten im Kindesalter ist extrem selten; - ab dem Jugendalter stellt der Suizid nach Verkehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache dar – wobei hier nicht berücksichtigt ist, dass einige (Verkehrs-) Unfälle auch in suizidaler Absicht geschehen können.
  • Spektrum suizidaler Verhaltensweisen nach Becker und Meyer- Keitel (2008): 5 Kategorien 1.   passive Todessehnsucht,2.   suizidaler Affekt und Gedanken, 3.   Parasuizid,4.   Suizidversuch und 5.   Suizid.
  • DSM-IV: Kriterien Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung A. Entweder Punkt (1) oder Punkt (2) müssen zutreffen: (1) sechs (oder mehr) der folgenden Symptome von Unaufmerksamkeit sind während der letzten sechs Monate beständig in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu vereinbarenden und unangemessenen Ausmaß vorhanden gewesen:Unaufmerksamkeit(a) beachtet häufig Einzelheiten nicht oder macht Flüchtigkeitsfehler bei den Schularbeiten, bei der Arbeit oder bei anderen Tätigkeiten,(b) hat oft Schwierigkeiten, längere Zeit die Aufmerksamkeit bei Aufgaben oder beim Spielen aufrechtzuerhalten,(c) scheint häufig nicht zuzuhören, wenn andere ihn/sie ansprechen,(d)  führt häufig Anweisungen anderer nicht vollständig durch und kann Schularbeiten, andere Arbeiten oder Pflichten am  Arbeitsplatz nicht zu Ende bringen (nicht aufgrund oppositionellen Verhaltens oder Verständnisschwierigkeiten),(e) hat häufig Schwierigkeiten, Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren,(f)  vermeidet häufig, hat eine Abneigung gegen oder beschäftigt sich häufig nur widerwillig mit Aufgaben, die längerandauernde geistige Anstrengungen erfordern (wie Mitarbeit im Unterricht oder Hausaufgaben),(g)  verliert häufig Gegenstände, die er/sie für Aufgaben oder Aktivitäten benötigt (z.B. Spielsachen, Hausaufgabenhefte, Stifte, Bücher oder Werkzeug),(h)  lässt sich öfter durch äußere Reize ablenken,(i)  ist bei Alltagstätigkeiten häufig vergesslich;(2) sechs (oder mehr) der folgenden Symptome der Hyperaktivität und Impulsivität sind während der letzten sechs Monate beständig in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu vereinbarenden und unangemessenen Ausmaß vorhanden gewesen.Hyperaktivität(a) zappelt häufig mit Händen oder Füßen oder rutscht auf dem Stuhl herum, (b) steht in der Klasse oder in anderen Situationen, in denen Sitzenbleiben erwartet wird , häufig auf,(c) läuft häufig herum oder klettert exzessiv in Situationen, in denen dies unpassend ist (bei Jugendlichen oder Erwachsenen kann dies auf ein subjektives Unruhegefühl beschränkt bleiben)(d) hat häufig Schwierigkeiten, ruhig zu spielen oder sich mit Freizeitaktivitäten ruhig zu beschäftigen,(e) ist häufig „auf Achse“ oder handelt oftmals, als wäre er/sie „getrieben“ ,(f) redet häufig übermäßig viel;Impulsivität(g) platzt häufig mit den Antworten heraus, bevor die Frage zu Ende gestellt ist,(h) kann nur schwer warten, bis er an der Reihe ist,(i) unterbricht und stört andere häufig (platzt z.B. in Gespräche oder in Spiele anderer hinein).B.  Einige Symptome der Hyperaktivität-Impulsivität oder Unaufmerksamkeit, die Beeinträchtigungen verursachen, treten bereits vor dem Alter von sieben Jahren auf.C.  Beeinträchtigungen durch diese Symptome zeigen sich in zwei oder mehr Bereichen (z.B. in der Schule bzw. am Arbeitsplatz und zu Hause).D.  Es müssen deutliche Hinweise auf klinisch bedeutsame Beeinträchtigungen der sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionsfähigkeit vorhanden sein. E.  Die Symptome treten nicht ausschließlich im Verlauf einer Tiefgreifenden Entwicklungsstörung, Schizophrenie oder einer anderen Psychotischen Störung auf und können auch nicht durch eine andere psychische Störung besser erklärt werden (z.B. Affektive Störung, Angststörung, Dissoziative Störung oder eine Persönlichkeitsstörung).
  • DSM-IV: Kriterien Störungen des Sozialverhaltens Das Hauptmerkmal der Störung des Sozialberhaltens ist ein sich wiederholendes und durchgängiges Verhaltensmuster, bei dem diegrundlegenden Rechte anderer sowie wichtige altersentsprechende soziale Normen und Regeln verletzt werden (Kriterium A). Diese Verhaltensweisen können in vier Gruppen unterteilt werden:-     Aggressives Verhalten, bei dem anderen Menschen oder Tieren Verletzungen zugefügt oder angedroht werden ( Kriterien A1-A7).-     Nichtaggressives Verhalten, bei dem Eigentumsverlust oder –schaden verursacht wird (Kriterien A8 und A9).-     Betrug und Diebstahl (Kriterien A10-A12).-     Schwere Regelverletzungen (Kriterien A13-A15).(Siehe später.)Mindestens drei charakteristische Verhaltensweisen müssen in den letzten 12 Monaten aufgetreten sein, davon mindesten ein Verhalten während der letzten sechs Monate.Die Störung des Verhaltens verursacht in klinisch bedeutsamer Weise Beeinträchtigungen in sozialen, schulischen oder beruflichenFunktionsbereichen (Kriterium B).Eine Störung des Sozialverhaltens kann bei Personen über 18 Jahren nur dann diagnostiziert werden, wenn die Kriterien einer Antisozialen Persönlichkeitsstörung nicht erfüllt sind (Kriterium C). Das Verhaltensmuster tritt gewöhnlich in vielen Lebensbereichen auf wie z.B. zuhause, in der Schule oder in der Öffentlichkeit. Die Betroffenen spielen ihre Verhaltensproblem gewöhnlich runter, so dass der Untersucher häufig auf zusätzliche Informationsquellen angewiesen ist. Die Kenntnisse der berichtenden Person über die Verhaltensprobleme des Kindes können durch unzureichende Aufsicht begrenzt sein oder dadurch, dass das Kind sich nicht offenbart hat. Kinder und Jugendliche mit dieser Störung beginnen häufig mit aggressivem Verhalten und reagieren aggressiv auf andere.Kriterium A1 Sie bedrohen andere und schüchtern sie ein.A2 beginnen SchlägereienA3 benutzen Waffen, die schwere Verletzungen verursachen können (z.B. Schlagstöcke, Ziegelsteine etc.)A4 Grausamkeit gegenüber anderen MenschenA5 Quälen von TierenA6 Stehlen in Konfrontation mit dem Opfer (z.B. Überfälle, Taschendiebstahl, Erpressung etc.)A7 Erzwingen von SexualkontaktenA8 vorsätzliche Brandstiftung mit der Absicht schweren Schaden zu verursachen.A9 Zerstörung anderer Personen Eigentum (außer Brandstiftung).A10 Einbruch in fremde Wohnungen, Gebäude oder AutosA11 Häufiges Lügen und Nichteinhaltung von Versprechen, um sich Güter oder Vorteile zu verschaffen bzw. um Verpflichtungen bzw. Schulden zu entgehen.A12 Stehlen von Gegenständen von erheblichem Wert ohne Konfrontation mit dem Opfer (z.B. Ladendiebstahl, Fälschungen)A13 Kinder bleiben trotz elterlicher Verbote bis spät in die Nacht von zu Hause wegA14 können auch über Nacht von zuhause weglaufen. (Um als Kriterium der Störung zu gelten muss das Weglaufen mind. zweimal vorgekommen sein, oder nur einmal, wenn der betroffene über längere Zeit nicht zurückgekommen ist. Das Kriterium beinhaltet nicht Weglaufen, das als unmittelbare Folge körperlicher Misshandlung oder sexuellen Missbrauchs stattfand.A15 häufiges Schulschwänzen
  • Lerntheorien: 4 Formen des Lernens Klassische KonditionierungOperante Konditionierung/Instrumentelles LernenModelllernenkognitives Lernen
  • Drei Bereiche/Kategorien der sexuellen Störungen - Sexuelle Funktionsstörungen - Störungen der Sexualpräferenz (Paraphilien) - Störungen der Geschlechtsidentität
  • Phasen des sexuellen Reaktionszyklus (Masters und Johnson, 1966/DSM) 0. AppetenzDiese Phase bezieht sich auf Phantasien über sexuelle Aktivitäten sowie das Bedürfnis, sich sexuell zubetätigen.1. ErregungsphaseDie Erregungsphase besteht aus einem Zunehmen sexueller Lust. Gleichzeitig setzen multiple physiologische Veränderungen ein, die diesen Prozess begleiten. Bei der Frau schwellen die Klitoris sowie die kleinen und großen Schamlippen (Labiaminoraundmajora) an. Gleichzeitig erweitert sich die Scheide in den oberen zwei Dritteln.Beim Mann kommt es zu einer Erektion des Penis undeinem Anschwellen der Hoden. Bei beiden Geschlechtern erhöhen sich in dieser Phase der Puls sowie der Blutdruck, und es kommt zu einer vermehrten Schweißabsonderung.2. PlateauphaseIn der Plateauphase werden die Prozesse der Erregungsphase noch einmal verstärkt. Erregungs- und Plateauphase unterscheiden sich also hauptsächlich in der Intensität der Reaktionen. So schwellen bei der Frau die Schamlippen weiter an und die Labiaminora verfärbtsich durch die Blutstauung ins Purpurne. Der Mann erfährt nun die maximale Erektion. Bei beiden Geschlechtern beschleunigen sich der Puls und die Atmung und es treten verstärkt Hautrötungen an vielen Körperstellen auf.3. OrgasmusphaseIn dieser Phase erleben die Sexualpartner ihre höchstesexuelle Lust. Bei Frauen zieht sich das untere Drittel der Scheide in rhythmischen Verläufen zusammen. Eventuell kontrahiert auch die perineale Muskulatur. Beim Mannkommt es zu rhythmischen Kontraktionen der Samenleiter, der Samenblasen sowie der Prostata. Die Ejakulation erfolgt dann in mehreren Stößen. Bei beiden Geschlechtern kommt es zu einer Kontraktion des analen Sphinkters.4. EntspannungsphaseAuf den Orgasmus folgt die Phase einer muskulären Entspannung, wobei das Erleben von Entspannung beiMännern stärker ausgeprägt sein kann als bei Frauen. BeiFrauen nimmt die Schwellung der Klitoris sowie derSchamlippen ab. Bei Männern nimmt die Erektion unddie Schwellung der Hoden wieder ab.(0. Appetenz nur zusätzlich im DSM)
  • DSM-IV: Definition Störung mit sexueller Aversion Anhaltende oder wiederkehrene extreme Aversion gegenüber und Vermeidung von (fast) jeglichem genitalen Kontakt mit dem Sexualpartner.
  • DSM-IV: Definition Ejaculatio praecox Anhaltendes oder wiederkehrendes Auftreten einer Ejakulation bei minimaler sexueller Stimulation vor, bei oder kurz nach der Penetration und bevor die Person es wünscht.
  • DSM-IV: Definition Dyspareunie Wiederkehrende oder anhaltende genitale Schmerzen in Verbindung mit dem Geschlechtsverkehr.
  • DSM-IV: Definition Vaginismus Wiederkehrende oder anhaltende unwillkürliche Spasmen der Muskulatur des äußeren Drittels der Vagina, die den Geschlechtsverkehr beeinträchtigen.
  • DSM-IV: Allgemeine Kritierien für Paraphilien (Was ist A, B, C Kriterium) - A-Kriterium: jeweils störungsspezifisch, Dauer > 6 Monate - B-Kriterium: in etwa, dass Störung Leid bei sich selbst oder anderen auslöst (- C-Kriterium: nur bei Pädophilie! Person mindestens 16 Jahre alt und mindestens 5 Jahre älter als Kind)
  • DSM-IV: A-Kriterium Frotteurismus Sexuell erregende Phantasien, sexuell dranghafte Bedürfnisse oder Verhaltensweisen bezüglich des Berührens und Sich-Reibens an einer nicht einwilligenden Person (Zeitraum: ≥ 6 Monate).
  • DSM-IV: A-Kriterium Pädophilie Sexuell erregende Phantasien, sexuell dranghafte Bedürfnisse oder Verhaltensweisen bezüglich sexueller Handlungen mit einem präpubertären Kind oder Kindern (13 Jahre oder jünger; Zeit-raum: ≥ 6 Monate).
  • DSM-IV: A-Kriterium Transvestitischer Fetischismus Sexuell erregende Phantasien, sexuell dranghafte Bedürfnisse oder Verhaltensweisen bezüglich des Tragens der Kleidung des anderen Geschlechts ( Zeitraum: ≥ 6 Monate).
  • DSM-IV: Kriterien Geschlechtsidentitätsstörung A. Starkes und andauerndes Zugehörigkeitsgefühl zumanderen Geschlecht (nicht lediglich das Verlangennach irgendwelchen kulturellen Vorteilen, die als mitder Zugehörigkeit zum anderen Geschlecht verbunden empfunden werden)Bei Kindern müssen mindestens vier der folgenden Merkmale erfüllt sein:1.  Wiederholt geäußertes Verlangen oder Bestehendarauf, dem anderen Geschlecht anzugehören.2.  Bei Jungen Neigung zum Tragen der Kleidung desanderen Geschlechts oder Imitation weiblicher Aufmachung; bei Mädchen das Bestehen darauf, nur eine dem männlichen Stereotyp entsprechende Bekleidung zu tragen.3.  Starke und andauernde Neigung zum Auftreten als Angehöriger des anderen Geschlechts in Phantasie- und Rollenspielen oder anhaltende Phantasien über die eigene Zugehörigkeit zum anderen Geschlecht.4.  Intensives Verlangen nach Teilnahme an Spielen und Freizeitbeschäftigungen, die für das andere Geschlecht typisch sind.5.  Ausgeprägte Bevorzugung von Spielgefährten des anderen Geschlechts.Bei Jugendlichen oder Erwachsenen manifestiertsich das Störungsbild durch Symptome wie geäußertes Verlangen nach Zugehörigkeit zum anderenGeschlecht, häufiges Auftreten als Angehöriger des anderen Geschlechts, das Verlangen, wie ein Angehöriger des anderen Geschlechts zu leben oder behandelt zu werden, oder die Überzeugung, die typischen Gefühle und Reaktionsweisen des anderen Geschlechts aufzuweisen.B.  Anhaltendes Unbehagen im Geburtsgeschlecht oderGefühle der Person, dass die Geschlechtsrolle des eigenen Geschlechts für sie nicht die richtige ist.C.  Das Störungsbild ist nicht von einem somatischen Intersexsyndrom begleitet.D. Das Störungsbild verursacht in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.
  • Epidemiologie von sexuellen Funktionsstörungen Bei Frauen: 32% der mangelndes sexuelles  Interesse, 26% Orgasmusstörungen, 21% Lubrikationsschwierigkeiten, 16% Schmerzen während des GeschlechtsverkehrsBei Männern: 31% vorzeitiger Samenerguss, 18% LeistungsängsteScheint häufiges Problem der Bevölkerung zu sein
  • Verlauf von sexuellen Störungen (ganz allgemein) Der Verlauf sexueller Störungen ist in der Regel chronisch.
  • Kognitions- und lerntheoretischer Ansatz zur Erklärung sexueller Funktionsstörungen Vulnerabilität (internal sowie interaktionell) -> erstmalig sexuelle Schwierigkeit (vllt. nur zufällig) -> Versagensängste und erhöhter Druck beim nächsten Mal -> interferiert mit sexueller Erregung und kann Probleme noch verstärken -> unangenehme Erfahrungen können dazu führen, sexuellen Situationen aus dem Weg zu gehen   Auslösende Faktoren: sexuelle Ängste, Partnerprobleme(wirken mit Aspekten der)Persönlichkeit: Selbstunsicherheit, negative Vorerfahrung(zur)Aufrechterhaltung: Selbstverstärkungsmechanismen