411

Klin (Fach) / Klinische Begriffe (Lektion)

jo

Diese Lektion wurde von fujiu erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • DSM-IV: Kriterien Panikstörung ohne Agoraphobie (Unterscheidung mit/ohne Agoraphobie durch B.) A. Sowohl (1) als auch (2).1.  Wiederkehrende unerwartete Panikanfälle.2.  Bei mindestens einer der Attacken folgte mindestens ein Monat mit mindestens einem der nachfolgend genannten Symptome:a)  anhaltende Besorgnis über das Auftreten weiterer Panikanfälle,b) Sorgen über die Bedeutung der Anfälle oderihre Konsequenzen (z.B. die Kontrolle zu verlieren, einen Herzinfarkt zu erleiden, verrückt zu werden),c)  deutliche Verhaltensänderung infolge der Attacken. B.  Es liegt keine Agoraphobie vor. C.  Die Panikanfälle gehen nicht auf die direkte körperliche Wirkung einer Substanz (z.B. Droge, Medikament) oder eines medizinischen Krankheitsfaktors (z.B.Hyperthyreose) zurück. D. Die Panikanfälle werden nicht besser durch eine andere psychische Störung erklärt.
  • DSM-IV: Kriterien Panikstörung mit Agoraphobie (Unterscheidung mit/ohne Agoraphobie durch B.) A. Sowohl (1) als auch (2).1.  Wiederkehrende unerwartete Panikanfälle.2.  Bei mindestens einer der Attacken folgte mindestens ein Monat mit mindestens einem der nachfolgend genannten Symptome:a)  anhaltende Besorgnis über das Auftreten weiterer Panikanfälle,b) Sorgen über die Bedeutung der Anfälle oderihre Konsequenzen (z.B. die Kontrolle zu verlieren, einen Herzinfarkt zu erleiden, verrückt zu werden),c)  deutliche Verhaltensänderung infolge der Attacken. B.  Es liegt eine Agoraphobie vor. C.  Die Panikanfälle gehen nicht auf die direkte körperliche Wirkung einer Substanz (z.B. Droge, Medikament) oder eines medizinischen Krankheitsfaktors (z.B.Hyperthyreose) zurück. D. Die Panikanfälle werden nicht besser durch eine andere psychische Störung erklärt.
  • DSM-IV: Definition Agoraphobie (keine diagnostizierbare Störung!) A. Angst, an Orten zu sein, von denen eine Fluchtschwierig oder peinlich sein könnte oder wo im Falleeines unerwarteten oder durch die Situation begünstigten Panikanfalls oder panikartiger Symptome Hilfenicht erreichbar sein könnte. Agoraphobische Ängstebeziehen sich typischerweise auf charakteristischeMuster von Situationen: z.B. allein außer Haus sein, ineiner Menschenmenge zu sein, Schlange zu stehen,auf einer Brücke zu sein, Reisen im Bus, Zug oder Auto. B.  Die Situationen werden vermieden oder sie werdennur mit deutlichem Unbehagen oder mit Angst vordem Auftreten eines Panikanfalls oder panikähnlicherSymptome durchgestanden bzw. können nur in Begleitung aufgesucht werden. C.  Die Angst oder das phobische Vermeidungsverhaltenwerden nicht besser durch eine andere psychischeStörung erklärt.
  • DSM-IV: Kriterien Agoraphobie ohne Panikstörung in der Vorgeschichte A. Es liegt eine Agoraphobie vor, die sich auf die Angstvor dem Auftreten panikähnlicher Symptome bezieht(z.B. Benommenheit oder Durchfall). B.  Die Kriterien für eine Panikstörung waren nie erfüllt. C.  Das Störungsbild geht nicht auf die direkte körperliche Wirkung einer Substanz (z.B. Droge, Medikament) oder eines medizinischen Krankheitsfaktors zurück. D. Falls ein medizinischer Krankheitsfaktor vorliegt, so istdie unter Kriterium A beschriebene Angst deutlichausgeprägter als dies normalerweise bei diesem medizinischen Krankheitsfaktor zu erwarten wäre.
  • Epidemiologie der Panikstörung (DSM-IV) •Lebenszeitprävalenz (USA, D, EU): 3-4% •12-Monatsprävalenz (USA, D, EU): 2,3% •Lebenszeitrisiko (USA, D, EU): fast 5% •Erkrankte Jugendliche: 0,5-1,6% •Bei Frauen doppelt so häufig wie bei Männern
  • Epidemiologie der Agoraphobie (Lebenszeitprävalenz, Geschlechtereffekt)   •Lebenszeitprävalenz (EU): 5% •Geschlechtseffekt noch deutlicher ausgeprägt als bei Panikstörung (mehr Frauen als Männer
  • Verlauf der Panikstörung   •Ersterkrankung meist bis zum 30. Lebensjahr •Ungünstiger, oft chronischer Verlauf •Hohe Behandlungskosten (Krankenhausaufenthalt, Medikation) •Bei 51-60% im Querschnitt liegt mind. eine komorbide Störung vor –Angststörung –Affektive Störung –Substanzabhängigkeit –Persönlichkeitsstörung
  • Verlauf der Agoraphobie (Störungsbeginn, Rückfallquote)   •Störungsbeginn in höheren Altersstufen •Ungünstiger und chronischer Verlauf •Spontanremission bei 14,3 % nach 7 Jahren •Hohe Rückfallquote: –Frauen: 65% –Männer: 39%
  • Epidemiologie und Verlauf von Panikattacken   •Lebenszeitrisiko: 9% •Auftreten bei Jugendlichen: 5% •Bei 90% tritt die erste PA in der Öffentlichkeit auf bei bislang normaler Betätigung •90% entwickeln eine Angst- oder depressive Störung •50% entwickeln eine Panikstörung mit/ohne Agoraphobie
  • DSM-IV: Kriterien Posttraumatische Belastungsstörung A. Die Person wurde mit einem traumatischen Ereignis konfrontiert, bei dem die beiden folgenden Kriterien vorhanden ware: Die Person erlebte, beobachtete oder war mit einem oder mehreren Ereignissen konfrontiert, die tatsächlichen oder drohenden Tod oder ernsthafte Verletzung oder eine Gefahr der körperlichen Unversehrtheit der eigenen Person oder anderer Person beinhalteten. Die Reaktion der Person umfasste intensive Furcht, Hilflosigkeit oder Entsetzen.   B. Das traumatische Ereignis wird beharrlich auf mindestens eine der folgenden Weisen wiedererlebt : wiederkehrende und eindringliche, belastende Erinnerungen an das Ereignis, die Bilder, Gedanken oder Wahrnehmung umfassen können. wiederkehrende, belastende Träume von dem Ereignis Handeln oder Fühlen, als ob das traumatische Ereignis wiederkehrt (beinhaltet das Gefühl, das Ereignis wiederzuerleben, Illusionen, Halluzinationen und dissoziative Flashback - Episoden, einschließlich solcher, die beim Aufwachen oder bei Intoxikationen auftreten). Intensive, psychische Belastung bei der Konfrontation mit internalen oder externalen Hinweisreizen, die einen Aspekt des traumatischen Ereignisses symbolisieren oder an Aspekte desselben erinnern. körperliche Reaktionen bei der Konfrontation mit internalen oder externalen Hinweisreizen, die einen Aspekt des traumatischen Ereignisses symbolisieren oder an Aspekte desselben erinnern.   C. Anhaltende Vermeidung von Reizen, die mit dem Trauma verbunden sind, oder eine Abflachung der allgemeinen Reagibilität (vor dem Trauma nicht vorhanden). Mindestens drei der folgenden Symptome liegen vor: bewußtes Vermeiden von Gedanken, Gefühlen oder Gesprächen, die mit dem Trauma in Verbindung stehen bewußtes Vermeiden von Aktivitäten, Orten oder Menschen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen Unfähigkeit einen wichtigen Aspekt des Traumas zu erinnern deutlich vermindertes Interesse oder verminderte Teilnahme an wichtigen Aktivitäten Gefühl der Losgelöstheit oder Entfremdung von anderen eingeschränkte Bandbreite des Affekts (z.B. Unfähigkeit, zärtliche Gefühle zu empfinden) Gefühl einer eingeschränkten Zukunft (z.B. erwartet nicht Karriere, Kinder, Ehe oder normal langes Leben zu haben)   D. Anhaltende Symptome erhöhten Arousals (vor dem Trauma nicht vorhanden). Mindestens zwei der folgenden Symptome liegen vor: Schwierigkeiten ein - oder durchzuschlafen Reizbarkeit oder Wutausbrüche Konzentrationsschwierigkeiten Übermäßige Wachsamkeit (Hypervigilanz) übertriebene Schreckreaktion E. Das Störungsbild (Symptome unter Kriterium B, C und D) dauert länger als einen Monat F. Das Störungsbild verursacht in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen
  • Anzeige
  • Definition: Paranoide Persönlichkeitsstörung Ein tiefgreifendes Misstrauen und Argwohn gegenüberanderen, sodass Motive als böswillig aus gelegt werden(DSM). Übertriebene Empfindlichkeit bei Rückschlägenund Zurücksetzung; streitsüchtiges und beharrliches,situationsunangemessenes Bestehen auf eigenen Rechten (ICD:F60.0).
  • Definition: Schizoide Persönlichkeitsstörung Ein tiefgreifendes Muster, das durch Distanziertheit in sozialen Beziehungen und eine eingeschränkte Bandbreite des Gefühlsausdrucks im zwischenmenschlichen Bereich gekennzeichnet ist (DSM). Übermäßige Vorliebe für einzelgängerische Beschäftigungen; Mangel an engen Freunden oder vertrauensvollen Beziehungen (ICD:F60.1)
  • Definition: Schizotypische Persönlichkeitsstörung Ein tiefgreifendes Muster sozialer und zwischenmenschlicher Defizite, das durch akutes Unbehagen in und mangelnde Fähigkeit zu engen Beziehungen gekennzeichnet ist. Weiterhin treten Verzerrungen der Wahrnehmung oder des Denkens sowie eigentümliches Verhalten auf (DSM). Diese Störung wird gegenwärtig als eine mögliche Risikobedingung für die Entwicklung der Schizophrenie angesehen und findet sich deshalb in der ICD-10 nicht unter Persönlichkeitsstörungen, sondern wurde dort dem Bereich der »schizophrenen Störungen«als schizotype Störung zugeordnet: Diese ist gekennzeichnet durch Auffälligkeiten des Denkens und der Stimmung, die schizophren wirken, obwohl nie eindeutige und charakteristische schizophrene Symptome aufgetreten sind (ICD:F21).
  • Definition: Dissoziale/Antisoziale Persönlichkeitsstörung Diese Persönlichkeitsstörung fällt durch eine große Diskrepanz zwischen dem Verhalten und den geltenden sozialen Normen auf. Weiter besteht eine Unfähigkeit zum Erleben von Schuldbewusstsein und eine Neigung, andere zubeschuldigen oder vordergründige Rationalisierungen für das eigene Verhalten anzubieten (ICD:F60.2). »Dissoziale Persönlichkeitsstörung« ist die Bezeichnung in der ICD-10. Im DSM-IV-TR wird diese Störung als antisoziale Persönlichkeitsstörung bezeichnet und besteht aus einem Mustervon Missachtung und Verletzung der Rechte anderer, dasbereits vor dem 15. Lebensjahr auftritt.
  • Definition: Emotional instabile Persönlichkeitsstörung In der ICD-10 werden zwei Störungsmuster unterschieden: ein impulsiver Typus, dessen wesentliche Charakterzügeemotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle miteiner Neigung zu gewalttätigem und bedrohlichem Verhalten darstellen (F60.30) sowie ein Borderline Typus,beidem zusätzlich zur emotionalen Instabilität das eigeneSelbstbild, Ziele und innere Präferenzen (einschließlich dersexuellen) unklar und gestörtsind (F60.31).   Im DSM-IV-TR findet sich lediglich die Borderline-Persönlichkeitsstörungmit einem Muster von Instabilität in zwischenmenschlichenBeziehungen und in den Affekten, während die Auffälligkeiten des impulsiven Typus diagnostisch dem Bereich der»Störungen der Impulskontrolle« als intermittierend explosible Störung zugeordnet wurden.
  • Definition: Histrionische Persönlichkeitsstörung Ein tiefgreifendes Muster übermäßiger Emotionalität oderStrebens nach Aufmerksamkeit (DSM). Auffällig ist eine Dramatisierung bezüglich der eigenen Person, theatralisches Verhalten, übertriebener Ausdruck von Gefühlen und einandauerndes Verlangen nach Aufregung, Anerkennung durch andere und im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen (ICD:F60.4).
  • Definition: Narzisstische Persönlichkeitsstörung Diese Persönlichkeitsstörung gibt es als eigene Kategorienur im DSM-IV-TR und kann in der ICD-10 nur als eine dersonstigen spezifischen Persönlichkeitsstörungen diagnostiziert werden (F60.8). Bestimmend sind ein Muster von Großartigkeit (in Phantasie oder Verhalten), ein Bedürfnis nach Bewunderung und ein Mangel an Empathie.
  • Definition: ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung Im Mittelpunktsteht die Überzeugung, selbst sozial unbeholfen, unattraktiv und minderwertig zu sein, sowie eineausgeprägte Sorge, in sozialen Situationen kritisiert oderabgelehnt zu werden (ICD:F60.6). In der deutschen Fassung des DSM-IV-TR wurde die im angelsächsischen Raumgebräuchliche Bezeichnung »avoidant personality disorder« mit vermeidend-selbstunsichere Persönlichkeitsstörung übersetzt, womit das zwischenmenschliche Angst-und Insuffizienzerleben der Betroffenen besonders betont wird.
  • Definition: Abhängige Persönlichkeitsstörung Kennzeichnend ist eine Unterordnung eigener Bedürfnisse unter die anderer Personen, zu denen eine Abhängigkeit besteht, sowie eine eingeschränkte Fähigkeit, Alltagsentscheidungen allein und unabhängig zutreffen (ICD:F60.7). Bei der dependenten Persönlichkeitsstörung im DSM-IV-TR wird ein tiefgreifendes und überstarkes Bedürfnis, versorgt zu werden, betont, das zu unterwürfigem Verhalten und zu Trennungsängsten führt.
  • Definition: Anankastische Persönlichkeitsstörung Im Sinne der ICD-10 (F60.5) sind insbesondere ein übermäßiger Zweifel und Vorsicht dafür verantwortlich, dass die Betroffenen sich ständig mit Details, Regeln, Listen, Ordnung, Organisation oder Plänen beschäftigen. Die zwanghafte Persönlichkeitsstörung (DSM-IV-TR)ist durch eintiefgreifendes Muster von starker Beschäftigung mit Ordnung, Perfektion und psychischer sowiezwischenmenschlicher Kontrolle gekennzeichnet, die aufKosten von Flexibilität, Aufgeschlossenheit und Effizienzgeht.
  • DSM-IV: Kriterien Episode einer Major Depression A. Mindestens 5 der folgenden Symptome bestehen durchgängig über mind. 2 Wochen und stellen eine Änderung dar -  und mind. eines ist (1) oder (2)1.  depressive Verstimmung2.  deutlich vermindertes Interesse3.  deutlicher Gewichts- und Appetitverlust4.  Schlaflosigkeit/vermehrter Schlaf5.  Psychomotorische Unruhe/Verlangsamung6.  Müdigkeit/Energieverlust7.  Gefühle von Wertlosigkeit/Schuld8.  Konzentrations- und Entscheidungsprobleme9.  Tod, Suizidgedanken oder -handlungen B. Die Symptome erfüllen nicht die Kriterien der gemischten Episode. C. Die Symptome verursachen in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Einschränkungen. D. Die Symptome gehen nicht auf die direkte körperliche Wirkung von Substanzen (z. B. Kokainentzug) oder medizinische Faktoren (z. B. Hypothyreose) zurück. E. Symptome sind nicht besser durch einfache Trauer erklärbar (d. h., nach dem Verlust einer geliebten Person dauern die Symptome langer als 2 Monate an oder sie sind durch deutliche Funktionsbeeinträchtigungen, krankhafte Wertlosigkeitsvorstellungen, Suizidgedanken, psychotische Symptome oder psychomotorische Verlangsamung charakterisiert).
  • DSM-IV: Kriterien Dysthyme Störung A.  Depressive Verstimmung, die die meiste Zeit des Tages an mehr als der Hälfte aller Tage über einen 2-jahrigen Zeitraum andauert. B.  Dabei treten mindestens zwei der folgenden Symptome auf:1. Appetitlosigkeit oder übermäßiges Bedürfnis zu essen,2. Schlaflosigkeit oder übermäßiges Schlafbedürfnis,3. Energiemangel oder Erschöpfung,4. geringes Selbstwertgefühl,5. Konzentrationsstörungen oder Entscheidungserschwernis,6. Gefühl der Hoffnungslosigkeit. C.  In der betreffenden 2-Jahres-Periode gab es keinen Zeitraum von mehr als 2 Monaten ohne Symptome. D. In den ersten 2 Jahren der Störung bestand keine Episode einer Major Depression, d.h. das Störungsbild wird nicht besser durch eine chronische oder teilremittierte Major Depression erklärt. Beachte: Eine Episode einer Major Depression kann vor einer dysthymen Störung aufgetreten sein, vorausgesetzt, dass eine vollständige Remission erfolgt ist (d.h. für mindestens 2 Monate keine bedeutsamen Symptome). Nach den ersten 2 Jahren einer dysthymen Störung können sich Episoden einer Major Depression und dysthymen Störung überlagern (“Double Depression“) E.  Zu keinem Zeitpunkt ist eine manische Episode, eine gemischte Episode oder eine hypomane Episode aufgetreten, die Kriterien für eine zyklothyme Störung waren niemals erfüllt. F.   Tritt nicht ausschließlich im Verlauf einer chronischen psychotischen Störung auf G.  Die Symptome gehen nicht auf die direkte körperliche Wirkung von Substanzen oder medizinische Faktoren zurück. H.  Symptome verursachen in klinisch bedeutsamer Weise Leiden und Einschränkungen.
  • Suizidalität bei affektiven Störungen Absichten bei ca. 60-70% Suizidrate ca. 10-15%
  • Prävalenzen unipolare Depression (Lebenszeit- und Ein-Jahres-Prävalenz)t Lebenszeitprävalenz unipolare Depression :     20% Ein-Jahres-Prävalenz unipolare Depression:     6-8%
  • Lebenszeitprävalenz Dysthyme Störung Dysthyme Störung: Lebenszeitprävalenz:     4.5%
  • Lebenszeitprävalenz Major Depression Major Depression Lebenszeitprävalenz:     15%
  • Durchschnittsalter bei Beginn und Geschlechterverteilung von unipolaren affektiven Störungen Durchschnittsalter bei Beginn: (27 Jahre) 34 JahreGeschlechtsverteilung ♀:♂ = 2:1 (26% vs. 12%)
  • Definition: Symptome Symptome werden auf der Grundlage der Psychopathologie als Zeichen einer Störung definiert. Sie können objektiv beobachtbar (Fremdbeurteilung) oder subjektiv erlebbar (Selbstbeurteilung) sein und zumeist über entsprechende psychometrische Skalen quantifizierbar gemacht werden.
  • Definition: Syndrome Syndrome sind definiert als überzufällig häufige oder typische Muster von Symptomen. Sie können kategorial oder typologisch definiert sein und sich sowohl aus obligaten wie auch fakultativen Symptomen zusammensetzen.
  • Definition: Diagnosen Diagnosen setzen sich aus Symptomen und Syndromen sowie unterschiedlich komplexen Zusatzkriterien zusammen. Sie sind definiert als die eigentlichen Krankheitsbezeichnungen. Die Zusatzkriterien können sich auf die Zeitdauer, Verlaufskriterien, Schweregradkriterien wie auch ätiologische Merkmale beziehen. Diagnosekriterien regeln aber auch bestimmte Konventionen, wie bezüglich der Überlappung von Diagnosekriterien zu verfahren ist. Diese Kriterien werden oft auch als Differenzialdiagnosen bezeichnet bzw. als Ausschluss- oder Hierarchieregeln.
  • Anzeige
  • Die 5 Achsen des DSM-IV Achse I:     Klinische StörungenAchse II:    Geistige Behinderung, PersönlichkeitsstörungAchse III:  Medizinische KrankheitsfaktorenAchse IV:  Psychosoziale Probleme (z.B. im sozialen Umfeld, Ausbildung, Beruf, Wohnung, Rechtssystem)Achse V:   Globales Funktionsniveau (GAF =  Global Assessment of Functioning; Skala von 1 – 100)
  • Definition: Wahn Eine falsche Überzeugung aufgrund unrichtiger Schlussfolgerungenüber die äußere Realität. Die Überzeugung wird trotz abweichender Ansichten fast aller anderen Personen und  trotz aller unwiderlegbaren und  klaren Gegenbeweise aufrechterhalten und  wird nicht von  den Angehörigen  desselben Kulturkreises oder  derselben kulturellen Gruppe geteilt.
  • Definition: Trauma Traumatisches Ereignis: Konfrontation mit einem oder mehreren Ereignissen, die den tatsächlichen oder drohenden Tod bzw.  die Gefährdung der körperlichen Integrität der eigenen oder andererPersonen beinhaltet. Auf dieses Ereignis wird mit intensiver Furcht,Hilflosigkeit oder Entsetzen reagiert.
  • Definition: Phänotyp Der Phänotyp bezeichnet das innere und äußere Erscheinungsbild, d. h. sämtliche beobachtbaren Merkmale, Eigenschaften und Verhalten eines Organismus.
  • Definition: Genotyp Der Genotyp bezeichnet die Gesamtheit aller in der DNA gespeicherten genetischen Informationen, somit den vollständigen Satz aller Gene eines Organismus.
  • Transmissionsmodelle (3 Ansätze) Erklären wie psychische Störungen weitergegeben werden: - Monogen: Mutation an einem spezifischen Gen - Polygen: Über Zusammenspiel verschiedener Gene - Multifaktoriell: Gene, familiäre Umgebung und individuelle Umgebung interagieren miteinander
  • Definition: Familien Studie Alle erreichbaren Mitglieder einer Familie werden direkt befragt.
  • Definition: Family History Studie Indirekte Informationssammlung über die Mitglieder einer Familie
  • Definition: High Risk Studie Personen mit erhöhtem Krankheitsrisiko werden befragt: Bottom-up: Eltern von erkrankten Kindern untersuchenTop-down: Kinder von erkrankten Eltern untersuchen
  • Definition: Genetische Assoziation Ein spezifisches Allel kommt bei Vorliegen einer bestimmten Phänotypausprägung häufiger vor.
  • Definition: Populationsbasierte Assoziationsstudien [1] Definition: Familienbasierte Assoziationsstudien [2] [1] untersucht Auftretenshäufigkeit von Kandidatengenen in einer Experimental- versus Kontrollgruppe   [2] Fälle und Kontrollen werden aus derselben Familie gezogen
  • Definition: Kopplungsstudien (Linkage-Studien) Untersuchung der gemeinsamen Vererbung von genetischen Markern und einer interessierenden Krankheit in Familien.  Als Marker  dienen natürlich vorkommende Variationen in den Basenpaaren (Polymorphismen). Aufgrund eines überzufällig häufigen gemeinsamen Auftretens von Krankheit und Marker kann so auf eine (nicht zwangsläufig kausale) Bedeutung dieses genetischen Faktors für die Erkrankung geschlossen werden.
  • Definition: Anlage-Umwelt-Korrelation Anlage-Umwelt-Korrelationen liegen vor, wenn wir aufgrund  unserer  genetischen  Ausstattung  unsere  Umwelt quasi selbst gestalten.
  • Definition: Anlage-Umwelt-Interaktion Anlage-Umwelt-Interaktionen beschreiben, wie eine Person aufgrund ihrer genetischen Ausstattung auf die Umwelt reagiert.
  • Definition: Klinische Heterogenität Von klinischer Heterogenität  spricht  man  dann,  wenn  eine  Ursache  zu mehr als einem klinischen Syndrom führen kann.
  • Definition: Kausale Heterogenität Unter kausaler Heterogenität  versteht  man,  dass  mehrere  Ursachen  für  dasselbe  klinische  Syndrom möglich sind.
  • Definition: Endophänotyp Neurobiologische Krankheitskorrelate,  die zeitlich stabil und  durch Gene beeinflusst sind.  Annahme,  dass psychische Störungen nicht nur neurobiologische Korrelate aufweisen, sondern neurobiologisch bedingt bzw. verursacht sind.
  • Definition: Epigenetik Die  recht  junge  Disziplin  der  Epigenetik  beschäftigt sich mit Mechanismen, die die Genaktivität regulieren.
  • Definition: Prävalenz Häufigkeit einer Erkrankung.
  • Definition: Punktprävalenz Prävalenz zu einem bestimmten Zeitpunkt