Psychologie (Fach) / Sozialpsychologie (Lektion)

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Soziale Urteilsbildung, soziale Interaktion und Gruppenprozesse

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  • Den Begriff "Bindungsstil" erläutern; die ungefähre Verteilung der erwachsenen Bevölkerung auf die vier Bindungsstile kennen; Zusammenhänge zwischen Bindungsstil und Interaktionen der Partner in bedrohlicher Situation beschreiben. Bindungsstile: grundlegende Orientierungen in engen Beziehungen, die auf allgemeinen Vorstellungen von sich selbst und anderen beruhen Personen unterscheiden sich hinsichtlich Streben nach Intimität und Vertrauen in den Partner Ursprünge in der Kindheit, relativ stabil, aber Erfahrungen im Erwachsenenalter können den Bindungsstil noch beeinflussen Verteilung der Bindungsstile: 42% "secure" (sicher) 20% "preoccupied" (ängstlich-ambivalent) 11% "dismissing" (gleichgültig-vermeidend) 28% "fearful" (ängstlich-vermeidend) Effekte des Bindungsstils auf Interaktion mit dem Partner (Ergebnis einer Studie): in bedrohlichen Situationen suchen Frauen mit sicherem und ängstlich-ambivalenten Bindungsstil eher soziale Unterstützung durch ihre Partner als Frauen mit vermeidendem Bindungsstil Männer mit sicherem Bindungsstil bieten am meisten Unerstützung an wenn Unterstützung angeboten wird, dann ist sie auch generell hilfreich, selbst wenn die Frau sie nicht aktiv gesucht hat
  • Effekte sozialer Unterstützung auf Gesundheit und Langlebigkeit kennen. Enge Beziehungen sind Quellen sozialer Unterstützung und tragen deutlich zu physischer Gesundheit bei. Wichtger als konkrete Problemlösungen ist emotionale Unterstützung, was sich auch positiv auf die Lebensdauer auswirkt.
  • Erläutern, wie sich "Liebe" wissenschaftlich definieren lässt. Geschlechtsunterschiede in und kulturelle Einflüsse auf Einstellungen zu Liebe und Sexualität kennen (u.a. Einstellungen zu unverbindlichem Sex; Auslöser von Eifersucht). leidenschaftliche Liebe ("romantic love"): Beziehung, die (Wunsch nach) Sexualität beinhaltet Liebe als Emotion: physiologische Erregung und situative Hinweise, dass Liebe die angemessene Interpretation ist kulturelle Einflüsse: "romantic love" wird in individualistischen Kulturen höher bewertet und in kollektivistschen Kulturen oft als sozial störend angesehen Geschlechtsunterschiede in Verhalten und Einstellungen: Männer als Initiatoren, Frauen als "gatekeepers" Männer verfolgen eher sexuelle Kurzzeitstrategien (unvebindlicher Sex: pro) Frauen sind stärker an langfristigen Beziehungen interessiert (unverbindlicher Sex: contra) für Frauen sind Intimität und emotionale Wärme wichtiger, für Männer abwechslungsreiche und häufige sexuelle Aktivität Geschlechtsunterschiede nehmen mit zunehmendem Alter ab männliche Eifersucht wird vor allem durch Hinweise auf sexuelle Beziehungen der Partnerin zu einem anderen Mann ausgelöst weibliche Eifersucht wird vor allem durch Hinweise auf emotionale Bindung des Mannes an eine andere Frau ausgelöst
  • Die Lernziele zu 11 (Freundschaft und Liebe) im Licht der acht Grundprinzipien reflektieren. subjektive Konstruktion der Realität: verzerrte Attributionen führen zu idealisiertem Bild vom Partner Universalität sozialer Einflüsse: Partner wird Teil des Selbst, beeinflusst Gedanken, Gefühle und Verhalten Motiv der Kontrolle: Beziehungen helfen uns, Belohnungen zu erhalten und Zufriedenheit zu erreichen (soziale Unterstützung) Motiv der Verbindung mit anderen: Beziehungen erzeugen Gefühle der Verbundenheit und Zugehörigkeit Motiv des Selbstwertschutzes: wir sehen Partner und Beziehung in positiverem Licht
  • Erläutern, wie die bloße Anwesenheit anderer "soziale Erleichterung” bewirkt und welche Prozesse daran beteiligt sind. soziale Erleichterung: die Gegenwart anderer erhöht die Wahrscheinlichkeit hoch zugänglicher Reaktionen und verringert die Wahrscheinlichkeit weniger zugänglicher Reaktionen wenn hoch zugängliche Reaktion korrekt: Leistungsverbesserung wenn weniger zugängliche Reaktion korrekt: Leistungsverschlechterung beteiligte Prozesse: Bewertungserwartung Ablenkung Errgeung als angeborene Reaktion auf andere bewirkt Verbesserung bei gut gelernten, einfachen Aufgaben und Verschlechterung bei neuen, komplexen Aufgaben
  • Den Begriff "Crowding" erläutern. Crowding: bloße Anwesenheit einer Menge anderer Menschen erhöht Erregung Leistungsverbesserung bei einfachen Aufgaben (z.B. laute Anfeuerungsrufe) Verschlechterung bei schwierigen Aufgaben (z.B. Urteile über die Leistung der Spieler) negative Effekt überwiegen bei dauerhaftem Crowding (Überfüllung, Enge): schlechtes Allgemeinbefinden, Aggressiviät, Mortalität Effekte auch abhängig von subjektiver Interpretation (individuelle/kulturelle Unterschiede) und Gefühl der Kontrolle
  • Im Kontext von Gruppenleistung verschiedene Aufgabentypen kennen und anhand von Beispielen illustrieren. additiv (z.B. Tauziehen): jedes Individuum ist gleichwertig die Leistungen der Individuen werden addiert funktioniert auch, wenn einer ausfällt disjunktiv (z.B. Werbeslogan entwickeln): Leistung kann von einzelnen Individuen stark abhängen konjunktiv (z.B. Fließbandarbeit): jedes Individuum hat eine spezifische Aufgabe (jeder ist notwendig) funktioniert möglicherweise nicht mehr, wenn einer ausfällt komplex (z.B. Weltmeisterschaft gewinnen): setzt sich aus allen drei Formen zusammen je komplexer, desto überragender kann das Endergebnis im Vergleich zu Individualleistungen sein
  • Verschiedene Arten von Prozessverlusten bei der Gruppenarbeit kennen und erläutern. potenzielle Leistung - Prozessverluste + Prozessgewinne = Gruppenleistung Gründe für Prozessverluste: Motivationsverluste: Social Loafing 1 ("Trittbrettfahren"): Tendenz, sich weniger anzustrengen als man es allein tun würde, wenn die individuellen Anteile an der Gruppenleistung nicht identifizierbar sind Social Loafing 2: ("Illusion der Gruppenproduktivität"): Überschätzung der Gruppenleistung, daher Zurückfahren der eigenen Leistung (möglicher gegenläufiger Effekt: soziale Kompensation) Emotionen: "Ansteckungsgefahr" bei schlechter Lauen von Individuen, mehr Konflikt, weniger Kooperation, weniger wahrgenommene aufgabenbezogene Leistung Koordinationsverluste: Koordination ist essentiell für Gruppenleistung: Klarheit über individuelle Rollen und Bedeutung für Gruppenziel, verfügbare Ressourcen und Fähigkeiten und Schwächen anderer
  • Diehl und Stroebes Serie von Schlüsselstudien zu Prozessverlusten beim Brainstorming im Detail kennen und diskutieren (Fragestellung, Prüfung bestimmter Erklärungsansätze in den einzelnen Studien, Versuchsaufbauten, AVs, Befunde, Interpretation). Test dreier Erklärunsansätze: Motivationsverluste durch Social Loafing (Experiment 1) soziale Hemmung durch Bewertungserwartung (Experiment 2 und 3) Koordinationsverluste durch Produktionsblockierung (Experiment 4) AV: Anzahl und zum Teil Qualität der Vorschläge Experiment 1: Aufgabe: Verbesserung der Beziehung zwischen Deutschen und Einwanderern 2x2-Versuchsplan mit Variation der Situation (individuell vs. 4-Personen-Gruppe) und der Art der Leistungsbewertung (persönlich vs. kollektiv) Hypothese: persönliche Bewertung kompensiert Trittbrett-Effekte Ergebnis: Evidenz für geringen Motivationsverlust bei kollektiver Bewertung, allerdings ist Trittbrettfahren keine hinreichende Erklärung Experiment 2 und 3: verschiedene Aufgaben Variation der Bewertungserwartung in Einzelsitzungen (Experiment 2) und gekreuzt mit der Situation (Gruppe vs. allein in Experiment 3) Hypothese: wenn Bewertungserwartung entscheidend, sollte die Leistung in Einzelsitzungen auf das Niveau der Gruppensitzung abfallen Ergebnis: obwohl Bewertungserwartung die Leistung in Einzelsituationen reduziert, ist Bewertungserwartung keine hinreichende Erklärung Experiment 4: Aufgabe: Reduktion der Arbeitslosigkeit Test der Produktionsblockierung: Einsatz einer "Ampel" in Nominalgruppen (wenn angezeigt wird, dass ein anderes Gruppenmitglied gerade spricht, darf sonst niemand sprechen) 5 Bedingungen: echte Gruppe, Ampel mit Blockierung und mit Zuhören, Ampel mit Blockierung und ohne Zuhören, Ampel ohne Blockierung und ohne Zuhören, allein (ohne Ampel) Hypothese: wenn Produktionsblockierung entscheidend, dann höhere Leistung in Bedingungen ohne Blockierung als in Bedingungen mit Blockierung Ergebnis: starke Evidenz für Produktionsblockierung (Verluste durch schlechte Koordinierung) als entscheidenden Faktor für Prozessverluste in Brainstorming-Gruppen
  • Zusammenhänge zwischen Aufgabenart, Persönlichkeit und Situation bei Führungsverhalten diskutieren. Dabei Fred Fiedlers Kontingenzmodell der Führung kritisch erläutern. Auf Geschlechtsstereotypen im Zusammenhang mit Führung eingehen. Führung: Prozess, in dem einem oder mehreren Gruppenmitgliedern erlaubt wird, andere zu beeinflussen und zu motivieren, um Gruppenziele zu erreichen Führungsaufgaben: beziehungsorientiert (Motiv der Verbindung mit anderen): offen, freundlich und zugänglich sein, Mitglieder gleichberechtigt behandeln, Meinungen berücksichtigen (verbessert konsistent "Gruppenmoral", Motivation, Arbeitszufriedenheit) aufgabenorientiert (Kontrollmotiv): Anweisungen geben, schlechte Leistungen kritisieren, koordinieren (weniger konsistent, starke Variation über Gruppen- und Aufgabentypen) Persönlichkeit: charismatische Führungspersönlichkeiten, z.B. Jesus, Mohammed, Gandhi Situation: eine bestimmte Person kann in einer Situation eine tolle Führungskraft sein, in anderen eine fürchterliche Fiedlers Kontingenzmodell der Führung (Orientierung weg von charismatischen Persönlichkeiten): Annahmen: Führungskräfte sind entweder aufgaben- oder beziehungsorientiert und Aufgaben erfordern entweder aufgaben- oder beziehungsorientierten Führungsstil notwendig: Passung (Kontingenz) zwischen Führungsstil der Person und Anforderungen der Situation (in sehr günstigen oder sehr ungünstigen Situationen besser aufgabenorientiert, in mittelmäßig günstigen Situationen besser beziehungsorientiert) Günstigkeit der Situation hängt ab von: Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeitern, Strukturiertheit der Aufgabe und Positionsmacht der Führungskraft Probleme: komplexe Aufgaben erfordern beide Führungsstile, unterschiedliche Gruppen erfordern beide Führungsstile zu unterschiedlichen Zeiten zentrales Merkmal einer guten Führungsperson: flexible Fähigkeit, beide Führungsstile zum genau passenden Zeitpunkt gegenüber den richtigen Personen und den richtigen Gruppen bei den richtigen Aufgaben einzusetzen Geschlechtsstereotypen: Männer und maskuline Personen werden eher als Führungsperson behandelt, für Führungspositionen eingestellt und für effektiver gehalten allerdings haben Frauen mindestens gleichen, häufig größeren Führungserfolg auf den Dimensionen Connectedness, Kohäsion, Mastery und Aufgabenbewältigung dennoch Wahrnehmung weiblicher Führungskräfte durch andere immer noch schlechter, selbst bei identischem Verhalten Konsequenz: Verluste für Wirtschaft, Arbeitszufriedenheit und Chancengleichheit
  • Kommunikation in Gruppen diskutieren hinsichtlich ihrer Inhalte, der Kommunikationswege und -medien. Kommunikation in Gruppen: notwendiges Mittel zum Erreichen von Gruppenleistung Inhalte: aufgabenbezogene Kommunikation soziale Kommunikation Wege: zentralisierte Netzwerke: besser bei einfachen Aufgaben dezentralisierte Netzwerke: besser bei komplexen Aufgaben gute Nachrichten steigen schnell nach oben, schlechte nicht (potenziell problematisch, da Wissen über Gefahren Entscheidungsträger nicht erreicht) wenn formelle Kommunikationswege den Bedürfnissen der Beteiligten nicht genügen: informelle Kommunikationswege Medien: Kommunikation mit elektronischen Medien: meist aufgabenzentrierte, effektive Kommunikation, bei einfachen Aufgaben geeignet traditionelle Kommunikation (face-to-face): fördert Vertrauen, Connectedness und Solidarität, "Küchengespräche" und "Flurfunk" sind unschätzbare Quellen von Informationen
  • Die Lernziele zu 12 (Interaktion in Gruppen) im Licht der acht Grundprinzipien reflektieren. subjektive Konstruktion der Realität: Gruppen definieren für ihre Mitglieder Aufgaben und Ausführungsregeln Universalität sozialer Einflüsse: Interaktion und Interdependenz in Gruppen beeinflussen die Leistungen bei vielfältigen Aufgaben Motiv der Kontrolle: Gruppen helfen dem Individuum bei der Aufgabenbewältigung Motiv der Verbindung mit anderen: Gruppen bieten Gefühl der Zusammengehörigkeit Motiv des Selbstwertschutzes: Gruppen bieten Gefühl der Identität und Mitglieder handeln im Interesse der Gruppe
  • Die Begriffe Aggression und Konflikt definieren. Aggression: Verhalten, das in der unmittelbaren Absicht ausgeführt wird, jemandem zu schaden (langfristiges, übergeordnetes Ziel kann ein anderes sein) Konflikt: wahrgenommene Unvereinbarkeit der Ziele zweier oder mehrerer Parteien (oft um Kontrolle über materielle oder soziale Ressourcen) Aggression oft Folge von Konflikt
  • Instrumentelle Aggression und feindselige Aggression voneinander abgrenzen; erklären, wie jede dieser Formen interpersoneller Aggression entsteht (Motive; Umweltbedingungen; Normen). instrumentelle Aggression: Aggression als "Mittel zum Zweck", um Belohnungen zu erhalten Motiv der Kontrolle (wahrgenommenes Verhältnis von Nutzen und Kosten) Beispiel: Banküberfall feindselige Aggression ("emotionale Aggression", "Ärger-Aggression"): Aggression, die durch Ärger über Provokation oder negative Gefühle (z.B. Frustration, Schmerz, Furcht, Gereiztheit) ausgelöst wird Motiv der Verbindung mit anderen (emotionale Reaktion auf Bedrohung einer Gruppenidentität) Motiv des Selbstwertschutzes (emotionale Reaktion auf Bedrohung des Selbstwertgefühls) Beispiel: Schlägerei nicht immer scharf zu unterscheiden Normen können Aggression fördern oder einschränken: manche Normen lassen Aggression als angemessen erscheinen oder senken die mit Aggression verbundenen Kosten (z.B. Schutz der Privatsphäre der Familie macht Gewalt gegen Partnerin oder Kinder zur "Privatangelegenheit", "Kultur der Ehre") kulturell vermittelte Hinweisreize machen aggressive Gedanken und Handlungen kognitiv zugänglicher einschränkende Normen: "Schwächere schlägt man nicht", "Auge um Auge, Zahn um Zahn" Normen gegen Aggression schützen vor allem Mitglieder der Eigengruppe
  • Erläutern, was man unter dem "Waffeneffekt" versteht; die zugehörige Schlüsselstudie von Berkowitz und LePage (1967) im Detail kennen und diskutieren. kulturell vermittelte Hinweisreize machen aggressive Gedanken und Handlungen kognitiv zugänglicher Waffeneffekt: Gesellschaft macht Waffen kognitiv zugänglich (z.B. USA) Hypothesen (Präzisierung des Frustrations-Aggressions-Modells von Dollard): Frustration bewirkt Ärger und damit erhöhte Aggressionsbereitschaft aggressionsbezogene Hinweisreize (z.B. Waffen) in der Situation bewirken aggressives Verhalten Versuchsdesign: Coverstory: Experiment über "physiologische Reaktionen bei Stress" Versuchspersonen werden von Konfidenten durch Elektroschocks "bewertet" (Skala von einem Schock bis zu zehn Schocks), danach Ärger-Messung und Rollentausch Versuchsplan mit den Faktoren Ärger (niedrig, Konfident gibt einen Schock vs. hoch, Konfident gibt sieben Schocks) und aggressive Hinweisreize (Schusswaffen, "die der anderen VP gehören", Schusswaffen "aus einem früheren Experiment", keine Waffen, Federballschläger und Federbälle) AV: Anzahl und Dauer der Schocks, welche die VP dem Konfidenten verabreicht Ergebnisse: aggressive Hinweisreize erhöhen die Anzahl der verabreichten Schocks nur dann, wenn Ärger hoch ausgeprägt allerdings führt hoher Ärger auch ohne Hinweisreize schon zu mehr Schocks als geringer Ärger Kritikpunkte: Repräsentiert die AV wirklich Aggression? möglicherweise Aufforderungscharakter der experimentellen Situation
  • Die Rolle von Vorbildern bei der Entstehung von Aggression diskutieren; dabei insbesondere auf Banduras Soziale Lerntheorie eingehen (Annahmen, empirische Belege, Geschlechtsunterschiede; Anwendung auf das Thema "Gewalt in den Medien"). Vorbilder: andere, die sich aggressiv verhalten, aktivieren aggressive Gedanken aggressive Vorbilder vermitteln auch, dass Aggression angemessen und erfolgreich ist (oder zumindest straffrei bleibt) Banduras Soziale Lerntheorie: Lernen durch Beobachtung als Abfolge von vier Schritten, die kognitives und operantes Lernen kombinieren (Aufmerksamkeit, Gedächtnisprozesse, Reproduktion, Motivation) "Bobo doll studies": Lernen am Modell spielt wichtige Rolle beim Erwerb aggressiven Verhaltens, Beobachtung positiver Konsequenzen nicht nötig Geschlechtsunterschiede erklärbar durch unterschiedliche Verfügbarkeit männlicher und weiblicher Vorbilder und geschlechtstypische Normen und Verstärkungsmuster Gewalt in den Medien: allgegenwärtig positive Korrelation zwischen Konsum von Mediengewalt und Gewaltbereitschaft (Problem bei korrelativen Studien: Kausalrichting, möglicherweise Selbstselektion, dennoch Evidenz durch Meta-Analysen und Längsschnittstudien für kausalen Einfluss von hohem Konsum gewalthaltiger Medien) erleichternde Bedingungen: Wirksamkeit, Normativität, Relevanz, Empfänglichkeit
  • Erläutern, was geschieht, wenn aggressive Handlungstendenzen einer Person und anwendbare Normen einander widersprechen (bei oberflächlicher vs. systematischer Verarbeitung). oberflächliche Verarbeitung: leicht zugängliche Einstellung oder Norm bestimmt das Verhalten systematische Verarbeitung: man versucht herauszufinden, was das angemessenste Verhalten ist Verarbeitungsmotivation und -kapazität beeinflusst von: Ärger, emotionaler Erregung Alkohol Zeitdruck kognitiven und sozialen Fertigkeiten
  • Erklärungen dafür diskutieren, dass Gruppen oft aggressiver sind als Individuen; dabei die Theorien des realistischen Konflikts und der relativen Deprivation erläutern. Theorie des realistischen Konflikts: Feindseligkeit zwischen Gruppen als Folge von Konflikt um objektiv knappe Ressourcen (Kontrollmotiv) Konflikt kann aber auch entstehen, wenn die Ressourcen insgesamt reichhaltig sind Theorie der relativen Deprivation: Gruppen stellen soziale Vergleiche an, um festzustellen, ob sie "genug" haben weniger zu haben als die Fremdgruppe führt zu Konflikt es kommt auf die subjektive Wahrscheinlichkeit an (kann, muss aber nicht objektiv so sein) Konflikt um Respekt und Wertschätzung oft schwieriger beizulegen als Konflikt um materielle Ressourcen: Gruppen sind oft besonders kompetitiv, weil sie Respekt höher bewerten als materielle Güter
  • Prozesse diskutieren, die zur Aufrechterhaltung oder Eskalation von Konflikten beitragen können (Kommunikation, Koalitionsbildung, kognitive Prozesse, Emotionen). Kommunikation kann Konflikte verschärfen: Kommunikation innerhalb jeder Eigengruppe führt zu polarisierten und verfestigten Standpunkten Konflikt intensiviert die Identifikation mit der Eigengruppe Kommunikation zwischen Gruppen oft negativ und kontraproduktiv Koalitionsbildung: führt dazu, dass mehrere Parteien in zwei entgegengesetzte Lager polarisieren kognitive Prozesse: verzerrte Wahrnehmung und verzerrte Kausalattributionen für Verhalten von Eigen- und Fremdgruppe vereinfachtes Denken oft zu beobachten kurz bevor ein Konflikt eskaliert wir erwarten von Gruppen, dass sie kompetitiv sind (self-fulfilling prophecy) intensive negative Emotionen: verschlimmern kognitive Verzerrungen
  • Anhand der Studien zum "Trucking Game" von Deutsch und Krauss erläutern, wie sich wechselseitige Drohpotenziale auf das Verhalten in Konflikten auswirken; diese Erkenntnisse auf Konflikte in der realen Welt übertragen. Trucking Game: zwei Versuchspersonen wurde je eine "Firma" zugewiesen, dann sollten sie in einem Spielplan versuchen, möglichst schnell von ihrem Startpunkt zum Ziel zu kommen (wenn sie weniger als eine Minute brauchten, machten sie Gewinn, bei mehr als einer Minute Verlust) die kurze Strecke ist einspurig, also konnte sie nicht von beiden gleichzeitig befahren werden Drohpotentiale: Tore, die von den "Firmen" kontrolliert werden konnten, um die Strecke abzuriegeln Bedingungen: ohne Tore, ein Tor (konnte von einer VP kontrolliert werden), 2 Tore (jeder konnte ein Tor kontrollieren) Ergebnis: größte Konflikte/Verluste, wenn beide je ein Tor hatten, größter Gewinn, wenn keiner eins hatte (weil sie sich dann einfach immer abwechselnd gegenseitig durchlassen) weitere Bedingung mit Kommunikation: ändert nichts, verschärft eher noch die Situation Konflikte in der realen Welt: wenn eine Partei die Möglichkeit hat, Drohungen einzusetzen, macht sie hiervon meist Gebrauch in Situationen, die ohne Drohpotential schnell zu naheliegenden kooperativen Lösungen führen, verhindern vor allem bilaterale Drohpotentiale eine Lösung und bewirken Verluste für beide Parteien Kommunikation allein hebt die negativen Wirkungen von Drohpotentialen nicht auf
  • Maßnahmen diskutieren, die zur Konfliktlösung und Aggressionsminderung beitragen. In diesem Zusammenhang insbesondere auf Verhandlungen, auf Interventionen durch Dritte und auf Kooperation zwischen Gruppen eingehen. dieselben Prozesse, die zur Konflikteskalation beitragen, können umgekehrt werden, um Deeskalation zu erreichen Wahrnehmungen und Reaktionen verändern: aggressive Hinweisreize entfernen weniger aggressive Vorbilder, Verfügbarkeit von Waffen alternative Interpretationen fördern (systematische Verarbeitung) Empathie fördern Konflikte durch Verhaldlungen lösen: wechselseitige Kommunikation zwischen Konfliktpartnern mit dem Ziel, eine Vereinbarung zu erreichen auferlegte Lösung ("win-lose") Verteilungslösung (Kompromiss: "split the difference") integrative Lösung ("win-win") Parteien sind zufriedener bei Verteilungs- und integrativen Lösungen integrative Lösung zu finden erfordert Zeit und ausgiebige Kommunikation (Hindernisse: Zeitdruck, verzerrte Wahrnehmung der Ziele) Aufbau von Vertrauen notwendig: Konflikte in handhabbare Teilprobleme aufgliedern, Erfolg bei Teilvereinbarungen erhöht Vertrauen und macht weitere Einigung wahrscheinlicher Norm der Gegenseitigkeit Intervention durch Dritte: Mediation: Dritte als Vermittler helfen, Kommunikationsprobleme zu überwinden Arbitration: Dritte als Schiedsrichter oder Schlichter entscheiden oder schlagen Lösungen vor oft kreative Lösungen, da keine Verzerrung durch Eigeninteresse (von beiden Parteien leichter zu akzeptieren) Kooperation zwischen Gruppen: soziale Identität verändern (neue, positive, gemeinsame soziale Identität) übergeordnetes Ziel notwendig, das nur durch Kooperation beider Parteien erreicht werden kann wiederholte Gelegenheit zur Widerlegung negativer Stereotypen muss vorhanden sein Kooperation muss erfolgreich sein gleicher Status der beiden Gruppen erforderlich Unterstützug durch institutionalisierte Normen
  • Die Lernziele zu 13 (Aggression und Konflikt) im Licht der acht Grundprinzipien reflektieren. subjektive Konstruktion der Realität: Aggression und Konflikt oft Folge der subjektiven Wahrnehmung des Gegenübers Universalität sozialer Einflüsse: soziale Normen und Gruppenzugehörigkeiten beeinflussen Aggression und Konflikt Motiv der Kontrolle: Aussicht auf objektive Belohnungen führt oft zu instrumenteller Aggression oder Konflikten zwischen Gruppen Motiv der Verbindung mit anderen: mangelnder Respekt und Bedrohung der Gruppenidentität lösen feindselige Aggression und Konflikte zwischen Gruppen aus Motiv des Selbstwertschutzes: positive Bewertung der Eigengruppe verbunden mit Abwertung anderer Gruppen, was Konflikte verschärft Konservatismus: Konflikte haben sich selbst aufrecht erhaltende Merkmale Kontinuum der Verarbeitungstiefe: systematische Verarbeitung kann Aggression reduzieren, indem alternative Lösungen aufzeigt werden
  • Den Begriff prosoziales Verhalten definieren; Unterschiede zwischen Altruismus und Egoismus als Motive für prosoziales Verhalten erläutern. prosoziales Verhalten: Verhalten, das in der unmittelbaren Absicht ausgeführt wird, jemand anderem zu helfen oder zu nützen (weitere Ziele können eine Rolle spielen) Motive für prosoziales Verhalten: Altruismus: prosoziales Verhalten motiviert allein durch den Wunsch, der anderen Person zu helfen, nicht für eigenen Nutzen Egoismus: prosoziales Verhalten zumindest teilweise motiviert durch den Wunsch, den eigenen Nutzen zu erhöhen (Kontrollmotiv) Kontinuum zwischen altruistisch und egoistisch
  • Die Entscheidungsprozesse und -schritte erläutern, die Hilfeverhalten bzw. dem Ausbleiben von Hilfeverhalten zugrunde liegen. Ereignis bemerken (abgelenkt/in Eile: Ereignis wird nicht bemerkt) als Notfall interpretieren (Reaktionen anderer beeinflussen Interpretation der Situation: möglicherweise "kollektiver Fehlschluss", hat die Zielperson Hilfe verdient?) Verantwortung übernehmen (Verantwortungsdiffusion: je mehr andere anwesend sind, desto weniger fühlt sich jeder Einzelne zur Hilfe verpflichtet) zum Helfen in der Lage sein (mangelnde Kompetenz: keine Hilfe) Entscheidung umsetzen (Bewertungserwartung, Kosten möglicherweise zu hoch) Hilfeleistung nur, wenn alle Schritte erfolgt sind, ansonsten bleibt Hilfe aus
  • Den Begriff "Verantwortungsdiffusion" erläutern; die zugehörige Schlüsselstudie von Darley und Latané (1968) im Detail kennen. Verantwortungsdiffusion: je mehr andere anwesend sind, desto weniger fühlt sich jeder Einzelne zur Hilfe verpflichtet Experiment: VP nimmt an "Diskussion über persönliche Probleme" teil mehrere Versuchspersonen in Einzelkabinen, Kommunikation über "Intercom" (angeblich "zur Wahrung der Anonymität", in Wirklichkeit alles vom Tonband) UV: Zahl der Anwesenden (1, 2 oder 5 Personen) Versuchsleiter hört nicht zu, sitzt im Gang reihum ist immer nur ein Mikrophon einer angeblichen VP jeweils für 2 Minuten eingeschaltet eine "Mit-VP" erwähnt in der 1. Runde, dass sie zu epileptischen Anfällen neigt, in der 2. Runde simuliert sie einen Anfall (spricht immer lauter, unzusammenhängend, stottert, sagt "ich sterbe", röchelt, nach 70 Sekunden nur noch Stille) AVs: Benachrichtigt die VP den Versuchsleiter? Wie viel Zeit vergeht vom Beginn des "Anfalls", bis die VP gegebenenfalls ihre Kabine verlässt? (Abbruch nach 6 Minuten) Ergebnis: innerhalb der ersten 70 Sekunden helfen 85%, wenn allein, 62%, wenn eine weitere Person anwesend, 31%, wenn 4 weitere Personen anwesend auch die Geschwindigkeit der Hilfeleistung nimmt mit der Zahl der Anwesenden ab Interpretation: Zahl der Anwesenden deutlicher Einflussfaktor, aber in anderen Situationen sind noch weitere Faktoren wichtig (z.B. Verhalten der anderen, Beziehung zwischen Zuschauern)
  • Erläutern, wie soziale Normen Hilfeverhalten fördern, aber auch hemmen können. Normen, die Hilfe fördern: Personen in Führungspositionen oder mit spezieller Verantwortung helfen eher sobald jemand hilft, nehmen andere dieses Verhalten als normativ wahr und helfen ebenfalls persönliche Normen werden über Sozialisation erworben (Vorbild der Eltern, Religiosität) Normen, die Hilfe hemmen: Norm der Privatheit (Fremde intervenieren selten in "Familienangelegenheiten")
  • Evolutionäre Erklärungen für Hilfeverhalten skizzieren. Hilfe kann auch dem Helfer helfen: Hilfe für Verwandte (besitzen "Kopien" der eigenen Gene) erhöht "inclusive fitness" Hilfe für Gruppenmitglieder nützt dem Überleben und der Fortpflanzung der Gruppe (enthält mit dem Helfer verwandte Personen) Tendenzen zu helfen sind nicht "fest verdrahtet", sondern sind abhänig von flexibler Interpretation der Situation (subjektive Kostruktion der Realität)
  • Erläutern, inwiefern das Mastery-Motiv Hilfeverhalten zugrunde liegt, und welche Rolle dabei Stimmungen und Emotionen spielen. individueller Nutzen (z.B. Dankbarkeit des Opfers, Hilfe als Gegenleistung, Bewunderung der Zuschauer) und individuelle Kosten (z.B. Zeitaufwand, Gefahr für eigene Gesundheit, Risiko, sich zu blamieren oder etwas falsch zu machen) des Helfens Fähigkeiten des Helfers beeinflussen Kosten und Nutzen (z.B. Ausbildung in Erster Hilfe) Nutzen des Helfens oft emotional: wir fühlen uns gut, wenn wir helfen gute Stimmung führt zu mehr Hilfe (außer wenn durch das Helfen die Stimmung beeinträchtigt wird) auch negative Emotionen können zu mehr Hilfe führen (eher dann, wenn eine Person durch die Hilfe der negativen Stimmung entkommen kann, mehr Hilfe bei Schuldgefühlen) nicht jede negative Emotion fördert Hilfeverhalten: traurige Personen helfen oft weniger (Ursache: Ablenkung duch auf das Selbst gerichtete Aufmerksamkeit) Fazit: multiple Effekte der Stimmung
  • Erläutern, inwiefern das Connectedness-Motiv Hilfeverhalten zugrunde liegt, und welche Rolle dabei Empathie und soziale Identifikation spielen. Empathie und Altruismus: Empathie-Altruismus-Hypothese: zwei emotionale Reaktionen auf das Leiden anderer, persönliches Leiden (motiviert zu egoistischem Helfen oder zu Flucht) und empathiesche Sorge (motiviert zu altruistischem Helfen, sogar dann, wenn Flucht möglich ist) soziale Identität und Kooperation: wir helfen Mitgliedern der Eigengruppe mehr als anderen soziale Identifikation verwandelt Nutzen für die Eigengruppe in Nutzen für das Individuum
  • Den Begriff soziales Dilemma definieren und erläutern, wie kooperatives Verhalten in solchen Dilemmata gefördert werden kann. soziales Dilemma: Situation, in der eine Handlungsalternative, die dem Individuum den größten Nutzen bringt, der Gruppe schadet, wenn sie von vielen Individuen gewählt wird (es besteht also ein Konflikt zwischen individuellem und kollektivem Interesse) Verhalten in sozialen Dilemmata: normalerweise handeln Menschen nach ihrem individuellen Interesse: Ressource geht verloren Verhalten oft verstärkt durch Normen (man sieht oder erwartet, dass andere das Gleiche tun) individuelle Habgier ist ein stärkeres Motiv als die Furcht, eigenen Einsatz zu verlieren strukturelle Lösungen: die Ergebnisstruktur verändern (z.B. Quoten setzen, allgemeine Gebühren erheben, Kooperation belohnen, sodass der Konflikt abgeschwächt oder sogar aufgelöst wird) die Entscheidungsstruktur verändern (z.B. Entscheidungen an Gruppenleiter delegieren) Nachteil: erfordern Kontrolle soziale Identifikation mit der Gruppe fördert Kooperation: Kommunikation zwischen Gruppenmitgliedern fördert Norm der Kooperation Gleichheit der Gruppenmitglieder in Bezug auf Nutzung der Ressource kognitive Zugänglichkeit von Gruppennormen Wahrnehmung eines Zusammenhangs zwischen eigenem Handeln und dem Wohlergehen der Gruppe
  • Erläutern, welche Faktoren zu spontanem und geplantem Hilfeverhalten beitragen. spontanes Helfen, oberflächliche Verarbeitung: Notfälle: reduzieren Verarbeitungskapazität (Zeitdruck, starke Emotionen) kognitiv zugängliche Gefühle (z.B. Empathie) oder Normen bestimmen das Handeln Anwesenheit anderer reduziert Hilfe geplantes Helfen, systematische Verarbeitung: langfristige Verpflichtungen erlauben ausführliches Nachdenken und Planung (z.B. ehrenamtliche Tätigkeiten) wiederholtes Helfen trägt zu stabiler Selbstwahrnehmung bei ("ich bin ein hilfsbereiter Mensch") langfristiges Helfen kann mehreren Zielen dienen: egoistische Motive (Kontrolle: neue Kenntnisse und Fertigkeiten erlernen, soziale Anerkennung) altruistische Motive (Verbindung mit anderen: Empathie, humanitäre Werte) Identifikation mit der Gruppe (Selbstwertschutz: Mitgliedern der eigenen Gruppe helfen)
  • Strategien beschreiben, durch die sich Hilfeverhalten in der Gesellschaft fördern lässt. Mehrdeutigkeit reduzieren, Notwendigkeit der Hilfe klarmachen Selbstkonzept der Hilfsbereitschaft in anderen stärken Normen etablieren, die Hilfeverhalten unterstützen Normen in der Situation aktivieren Verantwortung individuell fokussieren Identifikation mit denen stärken, die Hilfe benötigen
  • Parallelen zwischen prosozialem Verhalten und Aggression hinsichtlich der Grundprinzipien der Sozialpsychologie diskutieren. subjektive Konstruktion der Realität: viele (manchmal sich widersprechende) Informationen (Hinweisreize, Einstellungen, Normen) beeinflussen, ob wir helfen oder ob wir aggrssiv sind Universalität sozialer Einflüsse: Hilfe und Aggression werden von sozialen Normen (z.B. Norm der Gegenseitigkeit) beeinflusst Motiv der Kontrolle: prosoziales Verhalten und instrumentelle Aggression werden oft durch Belohnungen für den Helfer motiviert Motiv der Verbindung mit anderen: ohne auf die Kosten zu achten wird prosoziales Verhalten oft durch Empathie oder Identifikation mit der Zielperson und Aggression oft durch Mangel an Respekt motiviert Motiv des Selbstwertschutzes: Mitgliedern der Eigengruppe wird eher geholfen, gegen Mitglieder der Fremdgruppe tritt Aggression eher auf Zugänglichkeit: Faktoren, die systematische Verarbeitung einschränken (z.B. Emotionen), erhöhen den Einfluss salienter Hinweisreize, die entweder prosoziales Verhalten oder Aggression fördern können Kontinuum der Verarbeitungstiefe: systematische Verarbeitung fördert oft prosoziales und hemmt aggressives Verhalten (mehr Informationen werden berücksichtigt, sodass die Situation richtig interpretiert wird, prosoziale bzw. nicht-aggressive Normen werden aktiviert)