SAP (Fach) / SAP (Lektion)
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Diese Lektion wurde von Autum69 erstellt.
- Definition Material ist ein Gut, das Gegenstand der Geschäftstätigkeit ist. Mit einem Material wird gehandelt, es wird in der Fertigung eingesetzt, verbraucht oder erzeugt.
- Definition Materialart Zusammenfassungen von Materialien mit denselben Grund- eigenschaften, z.B. Rohstoffe, Halbfabrikate, Fertigerzeugnisse
- Definition Materialstammsatz Der Materialstamm enthält alle zentralen Informationen für die Verwaltung eines Material in einem Unternehmen. Im Materialstamm ist unter anderem festgelegt, wie ein Produkt vertrieben, hergestellt, eingekauft, eingelagert, abgerechnet und kalkuliert wird. Die Informationen im Materialstamm ist in Sichten untergliedert, die nach Geschäftsfunktion unterteilt sind.
- Sichten Materialstammsatz MM: Einkauf, Disposition, Lagerhaltung PP: Arbeitsvorbereitung, Fertigungsdaten DS: Versanddaten, Steuerklassifikation FI: Bewertungspreise, Bestandskontenfindung CO: Kalkulation von Herstellkosten/Selbstkosten
- Definition Stückliste ist ein vollständiges, formal aufgebautes Verzeichnis für einen Gegenstand, das alle zugehörigen Bestandteile unter Angabe von Bezeichnung, Menge und Einheit enthält.
- Stücklistentypen Im SAP System können Stücklisten verschiedene Objekte abbilden und objektbezogene Daten verwalten, z.B. Materialstücklisten Dokumentstücklisten Kundenauftragsstücklisten
- Defintion Arbeitsplan Beschreibung eines Fertigungsablaufs zur Herstellung von Werksmaterialien bzw. Erbringung von Leistungen in der Fertigung. Zu den Steuerungsparametern in Arbeitsplänen zählen: - Zuordnung zu Arbeitsplätzen - Zuordnung von Vorgabezeiten - Zuordnung von Fertigungshilfsmitteln
- Definition Produktkostenkalkulation Verfahren, mit dem die Herstellkosten bzw. Selbstkosten eines Produktes oder eines Kostenträgers ermittelt werden. Dabei greift das System auf die Mengengerüste der Stückliste (Materialeinsatzmengen) und des Arbeitsplanes (Vorgabezeiten) zurück. Die Wertansätze stammen einerseits aus den Materialstammsätzen, anderseits aus den Tarifen der einzelnen Leistungen der IDES AG. Die Kalkulation dient als Basis zur Ermittlung - der Sollkosten, - der Abweichung der produzierten Materialien, - eines Deckungsbeitrages für die abgesetzten Materialien.
- Materialkosten Menge x Preis
- Fertigungskosten Vorgangsdauer x Tarif
- Kostebkalkulation Materialkosten + Fertigungskosten = Herstellkosten + Gemeinkostenzuschläge = Selbstkosten
- Definiton Fertigungsauftrag ~ umfasst alle notwendigen Anforderungen an die Produktion, um Materialien bzw. Dienstleistungen zu einem bestimmten Termin in einer bestimmten Menge herzustellen bzw. zu erbringen. ~ legt fest, auf welchem Arbeitsplatz bzw. welcher Ressource und mit welchen Einsatzmaterialien das Material zu fertigen ist. ~ kann ein Fertigungsauftrag oder ein Prozessauftrag sein.
- Ablaufprozess Produktion Bereich Logistik Produktionsplanung --> Auftragseröffnung --> Auftragsfreigabe --> Auftragsdruck --> Materialbereitstellung--> Auftragsdurchführung --> Rückmeldung --> Wareneingang
- Definition Debitor Geschäftspartner, gegenüber dem Forderungen für eine erfolgte Lieferung, eine erbrachte Leistung bzw. ein übertragenes Recht bestehen. Kundenstammdaten werden im SAP System von den Modulen SD und FI benutzt: u SD: Preisgruppe, Lieferpriorität, abweichende Warenempfänger u FI: Kontoführung, Skontofristen, Mahnverfahren
- Definition Verkaufskondition ist eine Vereinbarung über Preise, Zu-/Abschläge, Steuern usw., die abhängig von gewählten Einflussfaktoren (z.B. Kundengruppe, Kunde, Materialart) festgelegt wird und innerhalb eines bestimmten Zeitraums gültig ist. Als obligatorische Kondition muss in jedem Fall die Konditionsart PR00 (Preis) gepflegt werden. Sie kann pro Verkaufsorganisation und Vertriebsweg differenziert angelegt werden. Die Sparte ist im Materialstamm bereits festgelegt worden.
- Definition Kreditor Geschäftspartner, gegenüber dem Verbindlichkeiten für eine erfolgte Lieferung, eine erhaltene Leistung bzw. ein übertragenes Recht bestehen. Lieferantenstammdaten werden im SAP System von den Modulen MM und FI benutzt: u MM: Bestellwährung, Zahlungsbedingungen, Versandbedingungen u FI: Kontoführung, Skontofristen, Zahlwege
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- Definition Einkaufsinfosatz Informationsquelle für die Beschaffung eines bestimmten Materials bei einem bestimmten Lieferanten. Unter anderem werden hier folgende Daten gespeichert: der aktuelle Bestellpreis, die Nummer der letzten Bestellung und die Planlieferzeit des Lieferanten. Einkaufsinfosätze werden entweder auf Ebene der Einkaufsorganisationen oder auf Werksebene angelegt.
- Definition Orderbuch Liste der für ein Material (pro Werk) vorgesehenen Bezugsquellen und Zeiträume, in denen die Beschaffung über diese Bezugsquellen möglich ist. Damit dient das Orderbuch der Ermittlung der zu einem bestimmten Zeitpunkt geltenden Bezugsquelle. Bezugsquellen können definiert werden als fest (NUR dieser Lieferant wird berücksichtigt) oder gesperrt (dieser Lieferant wird NICHT berücksichtigt). Zudem wird eingestellt, ob die Bezugsquelle für die Disposition relevant ist. Für die Fallstudie ist dies von besonderer Bedeutung, damit in der automatisch erstellten Bestellanforderung vom System bereits ein Lieferant vorgeschlagen wird.
- MRP Lauf - Oberbegriff für die Aktivitäten zur Erstellung eines Produktions- bzw. Beschaffungsplans für die Materialien eines Werks oder eines Konzerns. - dient der Sicherstellung der Materialverfügbarkeit sowohl intern als auch für den Vertrieb. - umfasst u. a. die termingerechte Beschaffung, d.h. Überwachung der Bestände und automatische Generierung von Bestellvorschlägen. - kann verbrauchsgesteuert oder bedarfsgesteuert erfolgen. Systemseitig werden einige Verarbeitungsschritte durchgeführt: o Nettobedarfsrechnung o Losgrößenberechnung o Ermittlung des Beschaffungsvorschlags
- Definition Nettobedarfsermittlung Die dispositive Bedarfsermittlung findet i.d.R. auf Werksebene statt. Das System vergleicht hierbei den verfügbaren Lagerbestand mit den geplanten Zu- und Abgängen eines Materials. Beispiel für HCC-MOTORRAD-## Disponibler Bestand 1 ٪ Bruttobedarf für Kundenauftrag 100 = Nettobedarf (Unterdeckung) 99 Die Berechnung des Nettobedarfs ist hierbei abhängig vom Dispo- kennzeichen im Materialstamm (Sicht Dispo 1).
- Definitio Losgrößenberechnung Wird ein Nettobedarf festgestellt, muss diese Menge gedeckt werden. Wie das System die Losgrößen ermittelt, hängt von dem festgelegten Verfahren im Materialstammsatz ab (Sicht Dispo 1). SAP unterscheidet im Allgemeinen zwischen drei Verfahren: Statische Losgrößenverfahren z.B. exakte oder feste Losgröße Periodische Losgrößenverfahren z.B. Wochen- bzw. Monatslose Optimierende Losgrößenverfahren z.B. gleitende wirtschaftliche Losgröße, Verfahren nach Groff In der Fallstudie wird mit exakten Losgrößen gearbeitet, da somit die Ergebnisse des MRP-Laufs leichter nachzuvollziehen sind.
- Definition Beschaffungsvorschlag Beschaffungsvorschlag Zugangselement, das bei der Planung angelegt wird, wenn Unter- deckungssituationen auftreten. ~ wird als Planauftrag, Bestellanforderung (BANF) oder Lieferplan- einteilung im System hinterlegt. Die Wahl des Beschaffungsweges hängt dabei von der im Material- stamm hinterlegten Beschaffungsart ab (Sicht Dispo 2). fremd oder eigenbeschaffung
- Definition Rückmeldung ~ ist ein Teil der Autragsüberwachung. ~ dokumentiert den Stand der Bearbeitung von Vorgängen und Untervorgängen. Im SAP System unterscheidet man zwischen Teilrückmeldung und Endrückmeldung. Eine Rückmeldung dient dazu festzustellen, an welchem Arbeitsplatz der Vorgang durchgeführt wurde, wer den Vorgang durchgeführt hat, welche Gutmenge in einem Vorgang produziert wurde und wie groß die im Ist benötigten Vorgabewerte waren.
- Definition Auslieferung Prozess der Auslagerung von Waren, der Reduzierung der Bestands- menge und des Versands. Der Prozess beginnt mit der Auslagerung und endet mit der Anlieferung der Waren beim Empfänger.
- Definition Kommissionierung Bei der Kommissionierung werden die Waren aus einem Lagerort entnommen und in einem Kommissionierbereich bereitgestellt, wo sie für den Versand vorbereitet werden. Erfolgen der Kommisionierung • automatisch (beim Anlegen der Auslieferung)• routinemäßig (zu bestimmten Zeitpunkten)• manuell (durch Mitarbeiteranforderung)
- Definition Transportauftrag ist die Anweisung, zu einem bestimmten Zeitpunkt Materialien von einem Lagerort/Lagerplatz zu einem anderen zu transportieren.
- Definition Faktuierung Im letzten Schritt des Verkaufsprozesses wird eine Rechnung ausgestellt, die auch in der Buchhaltung erfasst werden muss.
- Definition Zahlungseingang In der Debitorenbuchhaltung werden Zahlungseingänge gebucht für Vorauszahlungen, Rechnungen, Anzahlungen, Schlussrechnungen und Korrekturen. Durch die Buchung des Zahlungseingangs wird der zuvor durch die Faktura erzeugte offene Posten ausgeglichen. Damit ist der Geschäftsprozess auch aus buchhalterischen Sicht abgeschlossen.
- Definition Zahlungseingang In der Debitorenbuchhaltung werden Zahlungseingänge gebucht für Vorauszahlungen, Rechnungen, Anzahlungen, Schlussrechnungen und Korrekturen. Durch die Buchung des Zahlungseingangs wird der zuvor durch die Faktura erzeugte offene Posten ausgeglichen. Damit ist der Geschäftsprozess auch aus buchhalterischen Sicht abgeschlossen.
- Definition Kostenstelle ist eine organisatorische Einheit innerhalb des Kostenrechnungs- kreises und spezifiziert einen eindeutig abgrenzbaren Ort der Kostenentstehung. Diese Abgrenzung erfolgt funktional, abrechnungstechnisch, räumlich oder nach Kostenverantwortung. Eine Kostenstelle ist im SAP System immer genau einem Kosten- rechnungskreis und einem Buchungskreis zugeordnet. Kostenstellenstammdaten beinhalten u. a. die Art der Kostenstelle (Hilfs-, Fertigungskostenstellen, etc.), den Kostenstellenverantwortlichen, die Zuordnung zu einem Profit Center oder Geschäftsbereich.
- Definition Statistische Kennzahl ~ ist eine Zahl zur Charakterisierung von Kostenstellen, Aufträgen, Geschäftsprozessen oder Profit Centern. ~ dient der Erfassung quantitativer (nicht monetärer) Größen wie etwa der Anzahl von Mitarbeitern, der Anzahl verbrauchter Telefoneinheiten, der Anzahl von Kundenbestellungen, etc. Es gibt zwei Ausprägungen: Festwerte = Kennzahl bleibt im Zeitverlauf konstant (z.B. Reinigungsfläche in Quadratmetern) Summenwerte = Kennzahl wird über die einzelnen Perioden kumuliert (z.B. Fahrleistung in Kilometern)
- Definition Primäre Sekundärekostenarten Bekanntlich wird im Gemeinkostencontrolling zwischen primären und sekundären Kosten unterschieden. Primäre Kosten sind Kosten für Leistungen, die von (unternehmens-) externen Dritten (z.B. Lieferanten) bezogen werden. Sekundäre Kosten bezeichnen Kosten für intern – also zwischen den Kostenstellen – verrechnete Leistungen. Für die Verrechnung primärer und sekundärer Kosten müssen in SAP Kostenartenstammsätze hinterlegt werden. Diese unterscheiden sich durch den Kostenartentyp, z.B.: Abrechnung intern, Gemeinkostenzuschläge, Umlage oder Verrechnung Leistungen/Prozesse.
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- Definition Leistungsart ~ bezeichnet eine bestimmte von einer Kostenstelle erbrachte Leistung (z.B. Montagestunden, Prüfstunden, Energie, etc.). ~ werden immer dann verwendet, wenn die erbrachten Leistungen mengenmäßig erfasst und einzeln verrechnet werden sollen.
- Definition Kostenstellengruppe ~ ist eine organisatorische Einheit zur Zusammenfassung mehrerer Kostenstellen nach bestimmten Kriterien, z.B. Hierarchie, Art, etc
- Definition Standardsoftware Als Standardsoftware werden Softwaresysteme verstanden, die einen klar definierten Anwendungsbereich abdecken und als vorgefertigte Produkte erworben werden können.
- Definition Individualsoftware Individualsoftware wird gezielt für den Einsatz bei einem Kunden bzw. Unternehmen entwckelt wird.
- Definition Branchenzugehörigkeit branchenspezifisch branchenneutral
- Alternativen der Softwarebeschaffung Make Buy Interne Lösung Eigenentwicklung Kauf Standard Software software GGF: unterstützung von Beratern Exteren Lösung Fremdentwicklung Miete SSoftware
- Pro Contra Standard Software Pro: Geringer Anschaffungspreis, Know-How Transfer vom Hersteller, Permanente Weiterentwicklung, Hohe Funktionalität, Individualität durch Customizing, Branchenneutralität Contra: Herstellerabhängigkeit, Teures Spezialpersonal, Geringer Einfluss auf Weiterentwicklung beim Hersteller, Hohe Einführungsaufwand, Anpassung kann sehr aufwendig sein
- Pro Contra Individualsoftware Pro: Maßgeschneiderte Lösung, Keine Anpassung der Organsisation erforderlich, Unabhängigkeit von Softwarelieferanten, ggf. Strategische Vorteile Contra: Hohe Entwicklungskosten, Wartung teuer, oft gar nicht mehr möglich, Teilweise unzureichende Dokumentation, Abhängigkeit von Entwicklern
- Definition ERP Software Eine ERP-System ist eine komplexe Anwendungs Software zur Unterstützung der Ressourcenplanung eines gesamten Unternehmens. ERP-Systeme sollen weitesgehend alle Geschäftsprozesse abbilden. So soll die Kommunikation im Unternehmen verbessert werden und die Zusammenarbeit im Unternehmen effizienter gestaltet werden.
- Funktionsbereich ERP-Systeme Materialwirtschaft, Produktion, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Stammdatenverwalung etc.
- Anwendungsgebiete ERP-Software alle Unternehmen allerdings Customizing
- Name SAP Systemanalyse und Programmentwicklung
- Bereiche SAP Logistik, Rechnungswesen, Personal, Anwendungsübergreifende Funktionen
- Module SAP QM, FW, MW, Vertrieb etc.
- Komponente SAP Hauptbuch, Debitoren etc.
- SAP kleinere Unternehmen SAP Business One
- SAP vorkonfiguriert für den Mittelstand SAP All -in-One
- Intigrationsplattform für SAP und Non SAP Systeme SAP -NetWeaver
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