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Lernfeld 3A (Fach) / Körperpflege,Hygiene,Vitalzeichen,Haut,Temperatur (Lektion)

Wendler,Alexander,Kriglstein,Dimler,Zilles,Hoffman,Böcher,Engel,

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  • Nenne die Beobachtungskriterien beim Erbrechen Beobachtungskriterien Die Beobachtung ist für eine Diagnose essenziell Form:  im Schwall, explosionsartig (SHT)würgend (bei Schwangerschaft, Reisekrankheit)Spuckend (Regurgitieren)Schlaff, fließend (bei fehlendem Brechreflex)MengeKonsistenz: DünnflüssigSchleimigGeronnenFaden ziehendbröckeligHäufigkeit Zeitpunkt: UhrzeitBezug zu den Mahlzeiten?NüchternVor den MahlzeitenWährend der MahlzeitenUnmittelbar nach   NahrungsaufnahmeX-Zeit später nach NahrungsaufnahmeNur nach bestimmten SpeisenUnabhängig von der NahrungsaufnahmeBei jeder Mahlzeitgleichzeitig mit Diarrhö?Auftreten von anderen Phänomenen Puls Verlangsamung (SHT)verschieden KrankheitenFarbe: je nach Essensbestandteile Schleimig, klar: MagenschleimhautentzündungGrünlich, gelblich: Beimengungen von Gallensaft aus Duodenum› ArztHellrot: frisches Blut im Magen/ Ösophagus/Pharynx› ArztDunkelrot:Kaffeesatz artiges Erbrechen durch alte Magenblutungen, Blutungen im unteren VerdauungstraktBlut geschluckt Bsp. Bei Mandel OP.Bräunlich: Kot erbrechen bei Ileus (Darmverschluss)› MiserereGeruch: je nach Essen SäuerlichKotigGalligFaulig: Essensreste vom Vortag (› Stenosen)Beimengungen Angedaute Speisen: bei StenosenUnverdaute Speisen: Ösophagusdivertikel! Merke! Essensreste: müssen Medikamente oder Insulin nachgegeben werden?
  • Gefahr des Erbrechens? chweres Erbrechen kann zu symptomatischer Dehydrierung und Elektrolytstörungen (typischerweise eine metabolische Alkalose mit Hypokaliämie) oder selten zum teilweisen (Mallory-Weiss) oder kompletten (Boerhaave-Syndrom) Riss der Speiseröhre führen. Wenn ein Patient bewusstlos oder nur teilweise bei Bewusstsein ist, kann das Erbrochene eingeatmet (aspiriert) werden. Die Säure im Erbrochenen kann die Lunge stark reizen und eine Aspirationspneumonie verursachen. Chronisches Erbrechen führt zu Unterernährung, Gewichtsverlust und Stoffwechselstörungen.
  • Was ist der Blutdruck?Worin wird er unterschieden? -Funktion Das Herz versorgt die Organe und Gewebe im Körper mit Blut: Mit jedem Herzschlag zieht sich der Herzmuskel zusammen und pumpt Blut in die großen Gefäße des Blutkreislaufs. Dabei übt das Blut Druck auf die Gefäßwände aus. Bei der Messung des Blutdrucks unterscheidet man zwei Werte: Der systolische Blutdruck misst den Druck beim Herzschlag – also wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht und sauerstoffreiches Blut in die Gefäße pumpt. Der diastolische Blutdruck misst den Druck auf die Gefäße, wenn der Herzmuskel erschlafft. Der diastolische Druck ist niedriger als der systolische. Der Blutdruck wird in der Einheit „Millimeter Quecksilbersäule“ gemessen, abgekürzt mmHg. Die Messwerte werden stets paarweise angegeben. Dabei steht der höhere systolische Wert vorn und der niedrigere diastolische Wert hinten.Eine Person, deren Messwerte mit 132/88 mmHg angegeben werden, hat also einensystolischen Blutdruck von 132 mmHg undeinen diastolischen Blutdruck von 88 mmHg.
  • Wovon ist der Blutdruck abhängig? Nenne 3 Punkte Herzschlagvolumen(HSV=Herzkraft) -Blutmenge die das Herz pro Schlag fördert. Blutvolumen -5-6 Liter beim Erwachsenen (Ca 7-8 % des Körpergewichts,beim Neugeborenen ca.10 % des Körpergewichtes) Peripherer Widerstand(Strömungswiderstand) -Die Kraft die dem Blutstrom entgegenwirkt
  • Normwerte Blutdruck? Erwachsener optimaler Blutdruck-unter 120 mmHg-unter 80 mmHgnormaler Blutdruck-120 bis 129 mmHg-80 bis 84 mmHghoch normaler Blutdruck-130 bis 139 mmHg-85 bis 89 mmHgleichter Bluthochdruck-140 bis 159 mmHg-90 bis 99 mmHgMässiger Bluthochdruck-160 bis 179 mmHg-100 bis 109 mmHgSchwerer Bluthochdruck-ab 180 mmHg-ab 110 mmHg
  • Bludruck opimal Werte bei Kindern Neugeborene 60/35 mmHgHyperton:über 90/50 mmHg 1. Lebensjahr 85/40 mmHgHyperton:über 100/60 mmHg 4 Jahre 95/50 mmHgHyperton:über 110/70 mmHg 8 Jahre 100/60 mmHgHyperton:über 115/80 mmHg 12 Jahre 105/62 mmHgHyperton:über 125/80 mmHg älter als 16 Jahre  115/65 mmHgHyperton:über 135/85 mmHg
  • Primäre und sekundäre Hypertonie Primäre HypertonieWodurch die primäre Hypertonie genau entsteht, ist noch nicht bekannt. Die folgenden Risikofaktoren begünstigen jedoch die Entstehung des Bluthochdrucks: familiäre Neigung zu erhöhtem Blutdruck (erbliche Verlagerung)ÜbergewichtBewegungsmangelhoher Salzkonsumhoher Alkoholkonsumeine ungesunde Ernährung mit wenig Obst und GemüseRauchenStresshöheres Alterbestimmte Medikamente (darunter vor allem Schmerz- und Rheumamittel)Die primäre Hypertonie tritt häufig gemeinsam mit Übergewicht, Typ-2-Diabetes und erhöhten Blutfettwerten auf. Treten diese drei Faktoren gleichzeitig mit Bluthochdruck auf, sprechen Ärzte vom Metabolischen Syndrom.Sekundäre HypertonieBei der sekundären Hypertonie sind die Bluthochdruck-Ursachen in einer anderen Erkrankung zu finden. Meist handelt es sich dabei um Nierenerkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Gefäßkrankheiten. Zu den wichtigsten Ursachen und Vorerkrankungen zählen: Verengungen der NierenarterienErhöhte Hormonproduktion durch Tumoren (z.B. Aldosteron, Glukokortikoide, aber auch Katecholamine)Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe)Störungen des Hormonhaushalts (z.B. Schilddrüsenüberfunktion)
  • Symptome Hypertonie SymptomeDie meisten Patient:innen zeigen kaum eindeutige Hypertonie-Symptome, sodass der erhöhte Blutdruck oft lange Zeit unbemerkt bleibt. Dabei ist eine frühzeitige Therapie sehr wichtig, um Folgeschäden zu verhindern. Mögliche Anzeichen für Bluthochdruck sollten immer ernstgenommen werden. Zu den Symptomen für arterielle Hypertonie zählen: SchwindelgefühlKopfschmerzenSchlafstörungenNervositätOhrensausenMüdigkeitNasenblutenKurzatmigkeitÜbelkeit
  • Welche Folgen hat Hypertonie? Welche Folgen hat der Bluthochdruck? Ohne dass die betroffene Person es merkt, schadet dauerhaft zu hoher Blutdruck dem Körper: Zunächst werden die Arterien durch den erhöhten Druck geschädigt. Mit der Zeit entwickelt sich eine Arteriosklerose: Die Arterien werden immer steifer, Fett und Kalk lagert sich ab, und es entstehen Engstellen. Mit der Zeit können die Arterien die Organe nicht mehr ausreichend mit Blut und damit mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen. Dadurch werden die Organe immer mehr geschädigt. Viele dieser Schäden können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Unter anderem können folgende Organe durch dauerhaft erhöhten Blutdruck geschädigt werden:  Herz: Wenn der Blutdruck zu hoch ist, braucht das Herz mehr Kraft, um das Blut durch den Körper zu pumpen. Langfristig kann das zu Herzschwäche führen. Zudem steigt das Risiko für einen Herzinfarkt und koronare Herzerkrankung.Gehirn: Zu hoher Blutdruck kann zu einem Schlaganfall oder Hirnblutungen führen. Zudem wird das Gehirn schlechter durchblutet. Betroffene können an einer sogenannten vaskulären Demenz erkranken.Nieren: Hoher Blutdruck schädigt die Nieren. Es kann zu chronischen Nierenerkrankungen bis hin zum Nierenversagen kommen.Augen: Hoher Blutdruck schädigt die Netzhaut des Auges. Fachleute sprechen von einer Retinopathie.Beingefäße: Bei manchen Personen werden durch den zu hohen Blutdruck die Beine schlecht durchblutet. Fachleute sprechen von „peripherer arterieller Verschlusskrankheit“. Bluthochdruck ist der bedeutendste Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Viele Menschen sterben vorzeitig an den Folgen von Bluthochdruck. Zudem kann der zu hohe Blutdruck zu lebenslanger Behinderung führen. Beispielsweise benötigen viele Betroffene, die einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erlitten haben, lebenslange Unterstützung im Alltag.
  • Erkläre die Hypertensive Krise und den Hypertensiven Notfall Bei einer hypertensiven Krise (oder Blutdruckkrise) kommt es zu einem kritischen Blutdruckanstieg auf 180/110 mmHg oder mehr. Hierbei besteht allerdings keine Gefahr einer akuten Schädigung der Organe. Wichtig ist jedoch, dass der Blutdruck rasch, zum Beispiel durch die Einnahme von Blutdrucktabletten, gesenkt wird. Hypertensive Notfälle sind lebensbedrohliche Situationen. Dabei kommt es zu einem kritischen Anstieg des Blutdrucks auf 180/110 mmHg oder mehr und dadurch bedingte Schäden an einem oder mehreren Organen. Diese Schäden können lebensbedrohlich sein und erfordern ein sofortiges und sorgfältiges Eingreifen zur Senkung der Blutdruckwerte. In der Regel ist eine Behandlung im Krankenhaus notwendig. Dort werden Betroffenen blutdrucksenkende Medikamente über die Venen verabreicht. Die häufigsten bedrohlichen Symptome hängen davon ab, welche Organe durch den stark erhöhten Blutdruck geschädigt sind. Möglich sind Kopfschmerzen, Sehstörungen, Brustschmerzen, Luftnot, Schwindel und andere Ausfälle von Nervenfunktionen wie Sprach- oder Bewegungsstörungen. Neben dem Herzen können dabei auch weitere Organe, wie zum Beispiel das Gehirn oder die Nieren, geschädigt werden.
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  • Was ist Hypotonie? Von niedrigem Blutdruck spricht man dann, wenn er so niedrig ist, dass Symptome wie Schwindel und Ohnmacht auftreten. Sehr niedriger Blutdruck kann die Organe schädigen, ein Prozess, der Kreislaufschock genannt wird. Verschiedene Medikamente und Störungen können den Mechanismus des Körpers zur Regulierung des Blutdrucks beeinträchtigen. Wenn der Blutdruck zu niedrig ist, kann es zu Störungen im Gehirn und zu Ohnmachtsanfällen kommen. Normalerweise hält der Körper den Druck in den Arterien konstant in einem engen Bereich. Ist der Blutdruck zu hoch, können die Organe und Blutgefäße ebenfalls geschädigt werden. Bei Bluthochdruck kann ein Blutgefäß reißen; dadurch kann es zu Blutungen und anderen Komplikationen kommen. Ist der Blutdruck zu niedrig, fließt nicht genügend Blut in alle Teile des Körpers. Zellen erhalten dann nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe und anfallende Abbauprodukte können nicht ausreichend entsorgt werden. Daher fangen die betroffenen Zellen und Organe, in denen sich die Zellen befinden, an, auszufallen. Ein sehr niedriger Blutdruck kann lebensbedrohlich sein, da er zum Kreislaufschock führen kann; dabei werden die Organe durch den mangelnden Blutfluss beschädigt. Gesunde Menschen mit einem niedrigen, noch im Normalbereich liegenden Blutdruck (in Ruhe gemessen), haben tendenziell eine höhere Lebenserwartung als solche mit erhöhtem, noch im Normalbereich liegendem Blutdruck. Der Körper kann den Blutdruck auf verschiedene Weise zu normalisieren, wenn er während körperlicher Anstrengung oder im Schlaf steigt bzw. fällt. Dazu zählen: -Ändern des Durchmessers von kleinen Arterien (Arteriolen) und, in geringerem Maße, von Venen-Ändern der Menge an Blut, die vom Herzen in den Körper gepumpt wird (Herzzeitvolumen)-Ändern des Blutvolumens in den Blutgefäßen-Ändern der Körperhaltung
  • Was ist Hypertonie? Viele Menschen haben einen erhöhten Blutdruck (Hypertonie). Normalerweise spüren sie ihn nicht – mit der Folge, dass er über Jahre hinweg die Gefäße belastet. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck kann Herzinfarkte, Schlaganfälle und Nierenschäden begünstigen. Dabei gilt: Je höher der Blutdruck, desto größer das Erkrankungsrisiko. Bei der Blutdruckmessung unterscheidet man zwei Werte, die stets zusammen angegeben werden, zum Beispiel 128 zu 85. Der erste Wert gibt den Druck in den Gefäßen an, wenn sich das Herz zusammenzieht (systolischer Blutdruck). Der zweite misst den Gefäßdruck, wenn der Herzmuskel erschlafft (diastolischer Blutdruck). Der Blutdruck gilt als erhöht, wenn der systolische Wert über 140 liegt, der diastolische über 90 – oder wenn beide Werte erhöht sind. Die Grenzwerte wurden aus praktischen Gründen festgelegt und sind nur ein Anhaltspunkt. Deshalb gibt es auch unterschiedliche Empfehlungen, ab wann ein Bluthochdruck mit Medikamenten behandelt werden sollte.
  • Ursache von Hypotonie? Die typischen Ursachen von niedrigem Blutdruck sind eines oder mehrere der folgenden Dinge: Erweiterung der kleinen Arterien (Arteriolen)Bestimmte HerzkrankheitenZu geringes Blutvolumen Eine Erweiterung der Arteriolen kann durch Folgendes verursacht werden: bei bestimmten ernsthaften bakteriellen Infektionen von Bakterien produzierte Gifte (septischer Schock, toxischer Schock)Bestimmte MedikamenteVerletzungen im Rückenmark, bei denen die Nerven, die das Zusammenziehen der Arteriolen steuern, beschädigt wurdenAllergische Reaktionen (anaphylaktischer Schock)bestimmte Hormonstörungen, wie z. B. Nebenniereninsuffizienz Zu den verschiedenen Herzkrankheiten, die die Pumpleistung des Herzens beeinträchtigen und das Herzzeitvolumen verringern, gehören: Herzinfarkt (Myokardinfarkt)Erkrankung der HerzklappenEin extrem schneller Herzschlag (Tachykardie)Ein extrem langsamer Herzschlag (Bradykardie)Eine Herzrhythmusstörung (Arrhythmie) Zu geringes Blutvolumen im Körper kann folgende Ursachen haben: DehydratationBlutungeine Nierenerkrankung Niedriger Blutdruck tritt zudem auf, wenn die Nerven, die die Signale zwischen dem Gehirn, dem Herzen und den Blutgefäßen übertragen, durch neurologische Störungen beeinträchtigt sind, die autonome Neuropathien genannt werden. Bewegt sich eine Person schnell aus einer sitzenden Position heraus in eine stehende, wird der Blutdruck in den Blutgefäßen zum Gehirn gesenkt und verursacht ein vorübergehendes Gefühl der Benommenheit und des Schwindels. Dies nennt man orthostatische Hypotonie. Dieser Zustand kann bei Menschen verstärkt sein, die dehydriert oder warm sind (beispielsweise, wenn sie aus einem heißen Bad steigen), bestimmte Krankheiten haben oder die gerade für längere Zeit gelegen oder gesessen haben. Eine orthostatische Hypotonie kann sogar zu einem Bewusstseinsverlust führen. Bei den meisten Menschen reagiert der Körper rasch darauf und erhöht den Blutdruck, um einer Ohnmacht des Menschen vorzubeugen.
  • Symptome von Hypotonie? Wenn der Blutdruck zu niedrig ist, ist es meist zuerst das Gehirn, das in Mitleidenschaft gezogen wird. Das Gehirn wird deshalb zuerst beeinträchtigt, weil es sich ganz oben im Körper befindet und das Blut die Schwerkraft überwinden muss, um in den Kopf zu steigen. Aus diesem Grund fühlen sich die meisten Menschen mit niedrigem Blutdruck besonders im Stehen schwindlig oder benommen, manche werden sogar ohnmächtig. Wer ohnmächtig wird, fällt zu Boden und bringt damit meist das Gehirn auf die gleiche Höhe wie das Herz. Dann kann das Blut das Gehirn wieder erreichen, ohne gegen die Schwerkraft ankämpfen zu müssen, und die Durchblutung des Gehirns verstärkt sich, wodurch es vor Schaden bewahrt wird. Dennoch kommt es bei extrem niedrigem Blutdruck hin und wieder vor, dass das Gehirn geschädigt wird. Die Ohnmacht kann zudem zu schweren Verletzungen am Kopf oder anderen Teilen des Körpers führen. Gelegentlich treten durch niedrigen Blutdruck Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen auf, weil der Herzmuskel nicht mehr genügend mit Blut versorgt wird (Angina pectoris).Wenn der Blutdruck zu sehr absinkt und so niedrig bleibt, beginnen die Organe zu versagen. In solch einem Fall spricht man von einem Kreislaufschock. Eine Erkrankung, die den Blutdruck senkt, kann viele weitere Symptome hervorrufen, die an sich keine Folge von niedrigem Blutdruck wären. Ein Beispiel ist Fieber bei Infektionen.Manche Symptome treten auf, wenn der Körper versucht, niedrigen Blutdruck auszugleichen. Beispielsweise fließt weniger Blut in die Haut und in Hände und Füße, wenn sich die Arteriolen verengen. Diese Bereiche werden dann manchmal kalt und färben sich blau. Wenn das Herz schneller und kräftiger schlägt, können sich Palpitationen (spürbare Herzschläge) einstellen.
  • Therapie Hypertonie Die Therapie der arteriellen Hypertonie besteht aus mehreren Säulen: Die Basis jeder Bluthochdruck-Therapie ist zunächst eine Lebensstiländerung: Zigaretten- und Alkoholverzicht, eine gesunde ausgewogene, salzarme Ernährung, viel Bewegung und Gewichtsreduktion.Wenn dies nicht ausreicht, verordnet die Ärztin bzw. der Arzt zusätzlich blutdrucksenkende Medikamente. Welche Medikamente gewählt werden, hängt dabei von Alter und von möglichen Begleiterkrankungen wie Herzinsuffizienz oder einer Nierenerkrankung ab. In aller Regel beginnt man heute die Therapie mit einer Medikamentenkombination, die in einer Pille eingenommen wird. Dies steigert die Wirkung gegenüber der Anwendung eines Einzelwirkstoffes, da der Körper immer auf blutdrucksenkende Medikamente mit einer Gegenregulation reagiert.Wichtig ist die Blutdruckmessung zur Therapiekontrolle: entweder als Selbstmessung mit Dokumentation oder als 24-Stunden-Langzeitmessung. Bis man den Effekt der Medikamente beurteilt, sollte man diese 4 bis 6 Wochen einnehmen. Die Therapie der arteriellen Hypertonie wird lebenslang durchgeführt; setzt man die Medikamente ab, steigt der Blutdruck wieder.Die sekundäre Hypertonie kann oftmals durch eine Therapie der Grunderkrankung behandelt werden – Patient:innen müssen somit nicht lebenslang Medikamente einnehmen. So lassen sich zum Beispiel verengte Nierenarterien durch eine Ballondilatation behandeln oder hormonproduzierende Tumoren werden operiert. Am DHZC führen wir sämtliche Behandlungen von Herz- und Gefäßerkrankungen auf höchstem medizinischen Niveau und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen durch.
  • Therapie Hypotonie? Die Therapie ist abhängig von der Ursache. Primäre Hypotonien werden meist durch eine Kombination medikamentöser, physiotherapeutischer und diätetischer Maßnahmen behandelt: Etilefrin, Wirkdauer ca. 30 MinutenDihydroergotamin, Wirkdauer ca. 12 Stundenggf. kreislaufstimulierendePhytotherapeutikaSalzreiche ErnährungAusreichende FlüssigkeitszufuhrKörperliche BewegungKneipp-Anwendungen
  • Was ist der Puls? Als Puls bezeichnet man die mechanische, rhythmische Ausdehnung und Kontraktion der Gefäßwände die durch die Herzaktion und die von ihr ausgelöste Druckwelle bedingt ist.Im engeren Sinn versteht man unter Puls die durch Tasten oder elektronische Messung an bestimmten Körperregionen erfassbare Gefäßausdehnung der Arterien. PhysiologiePuls kommt im arteriellen und im venösen Teil des Gefäßsystems vor. Der Venenpuls ist deutlich schwächer als der arterielle Puls und besitzt klinisch eine geringere Relevanz. Obwohl der Puls ein scheinbar triviales physiologisches Ereignis ist, lässt er interessante Rückschlüsse auf die ihn bestimmenden Einflussfaktoren zu. Er gibt unter anderem Aufschluss über die Herzfrequenz, den Herzrhythmus, die systolische Druckanstiegsgeschwindigkeit, sowie über den Blutdruck und das Füllungsvolumen der Gefäße.
  • Wie misst man den Puls? Wie misst man den Puls? Der Ruhepuls sollte immer in einem entspannten Zustand gemessen werden und lässt sich ohne Aufwand und großes Gerät einfach bestimmen. Besonders gut eignet sich für die Pulsmessung die Speichenarterie an der Innenseite des Handgelenks. Einfach zwei oder drei Finger auf die Innenseite des Handgelenks unterhalb des Daumens legen und 30 Sekunden lang die Schläge mitzählen. Der Wert mal zwei ergibt den Puls pro Minute. Die besten Ergebnisse erhält man, wenn der Ruhepuls am Morgen, kurz nach dem Aufstehen, gemessen wird. Bei einer Messung tagsüber sollte man vor der Messung einige Minuten entspannt sitzen oder liegen. 
  • Wie hoch darf der Puls sein? Wie hoch darf der Puls sein? Bei Erwachsenen liegt der Puls in Ruhe bei etwa 60 bis 80 Schlägen pro Minute. Er kann je nach Wetter und Tageszeit schwanken und niedriger bzw. höher sein. Sportler zum Beispiel haben häufig einen niedrigeren Ruhepuls, weil ihr Herz so trainiert ist, dass es mit einem Schlag mehr Blut in die Hauptschlagader pumpen kann. Auch Medikamente und Herzerkrankungen können weitere Ursache für einen niedrigen Ruhepuls sein. Abhängig davon, welchen Trainingszustand das eigene Herz aufweist und welche Beschwerden bzw. Herzkrankheiten vorliegen, gilt ein Ruhepuls von unter 40 als zu niedrig. Gefährlich wird es für den Körper, wenn zu dem niedrigen Puls noch weitere Symptome wie Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder Ohnmacht auftreten. Ein hoher Puls, auch Tachykardie genannt, kann durch Koffein, Stress oder verschiedene Erkrankungen verursacht werden. Beispielsweise erhöht sich der Ruhepuls bei Fieber und bestimmten Schilddrüsenerkrankungen. Da ein hoher Puls auch ein Warnsignal für eine Herzrhythmusstörung sein kann, empfiehlt die Deutsche Herzstiftung e.V., regelmäßig den Puls zu messen. „Wichtig ist zu klären, ob der Puls dauerhaft zu hoch ist. Ein Ruhepuls von über 100 sollte jedoch immer ärztlich abgeklärt werden“, rät der Herzspezialist der Deutschen Herzstiftung Prof. Dr. med. Thomas Meinertz. Der Herzschlag pro Minute ist jedoch auch alters- und geschlechtsabhängig. Bei Frauen ist der Puls meist etwas schneller als bei Männern.  Normwerte des Ruhepuls sind:   Neugeborene Babys: 120 bis 140Kleinkinder: 100 bis 120Bei älteren Kindern und Jugendlichen beträgt der Ruhepuls etwa 80 bis 100 Erwachsenenalter: 60 bis 80 (Bei Senioren kann der Ruhepuls wieder leicht ansteigen) 
  • Normaler Puls? Was ist ein normaler Puls?Der Ruhepuls ist der Pulsschlag, den wir im Ruhezustand haben. Er wird auch als „normaler Puls“ bezeichnet. Zwischen 60 bis 80 Schläge pro Minute hat der ideale Ruhepuls. Wie der Puls im Allgemeinen, ist auch der Ruhepuls kein starrer Wert, sondern abhängig von vielen weiteren Faktoren. Dazu zählen das Wetterdie TageszeitHormoneInfektionen und FieberStressAlkoholKoffeinManchmal rast unser Puls und das Herz schlägt selbst im Ruhezustand bis zum Hals. Unsere körperliche und psychische Verfassung lässt sich daher schon anhand des Pulses messen. Deshalb ist der Ruhepuls für Mediziner ein wichtiger Indikator.Neben einer normalen Pulsfrequenz sollte auch der Pulsdruck normal sein.
  • Was ist Bradykardie? Was ist ein niedriger Puls?Von einem niedrigen Puls, einer Bradykardie spricht man bei Erwachsenen von weniger als 60 Schlägen pro Minuten. Vor allem bei trainierten Sportlern kommt eine Bradykardie häufig vor, wenn sich das Herz an das Training angepasst hat. Ein niedriger Ruhepuls hat verschiedene Ursachen. Oft haben Sportler einen niedrigen Puls, denn ein gut trainiertes Herz kann mit einem Herzschlag deutlich mehr Blut in die Muskeln pumpen und muss deshalb seltener schlagen. Auch Patienten, die Medikamente wie Beruhigungsmittel, Betablocker oder Opiate einnehmen, haben einen langsameren Puls. Es können jedoch auch Krankheiten dahinterstecken: SchilddrüsenunterfunktionHashimotoHirnhautentzündungHerzmuskelentzündungHerzschwäche
  • Was ist Tachykardie? Was ist ein hoher Puls?Ein hoher Puls ist nicht gleichbedeutend mit einer Krankheit. Kurzfristig kann unser Puls durch viele Einflussfaktoren wie z. B. körperliche Anstrengung, Fieber oder Aufregung steigen. Auch Schwangere haben einen höheren Puls, um das Baby im Bauch mit ausreichend Blut zu versorgen. Ist der Ruhepuls jedoch dauerhaft erhöht, sollte dies ärztlich untersucht werden, um eine ernste Erkrankung auszuschließen. Bereits ab einem dauerhaften Puls von über 77 Schlägen pro Minute steigt das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Hat Ihr Ruhepuls mehr als 100 Schläge pro Minute, so spricht man von einer Tachykardie, einem zu schnellen Herzschlag. Personen mit niedrigem Ruhepuls nehmen einen Pulsanstieg oft stärker wahr. Deshalb ist es ratsam, den Puls in solchen Situationen zu messen, z.B. mit einem Handgelenks-Messgerät wie dem visomat handy soft. Ist die Anzahl Ihrer Pulsschläge tatsächlich dauerhaft erhöht, so sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen.
  • Norm-Werte Puls Ruhepuls Normalwert-Tabellen Durchschnittlicher Ruhepuls Säuglingeca. 130/minKinderca. 83-100/minJugendlicheca. 78-85/minErwachseneca. 60-80/minSeniorenca. 80/min Der Ruhepuls ist stark abhängig von zahlreichen Einflüssen wie Wetter, Tageszeit oder auch Kaffeekonsum. Zudem wird er von persönlichen Faktoren wie Geschlecht, Alter, Größe und Gewicht beeinflusst. Frauen haben meistens einen etwas höheren Puls als Männer. Einen einheitlich optimalen Puls gibt es daher nicht.
  • Beurteilungskriterien des Pulses Abhängig von der körperlichen Aktivität kann der Puls in verschiedene Arten eingeteilt werden. Bei körperlicher Ruhe (im Liegen oder Sitzen) liegt der so genannte Ruhepuls bei gesunden Erwachsenen normalerweise zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute. Als Trainingspuls wird der optimale Puls für das Langzeitausdauertraining bezeichnet. Der Maximalpuls beschreibt den Puls bei maximaler körperlicher Anstrengung. In klinischer Hinsicht lässt sich der Puls folgendermaßen beurteilen: Pulsfrequenz: Anzahl der Pulsschläge pro Minute.Pulsrhythmus: Zeitliche Abfolge der Pulsschläge.Pulsqualität: Art des gefühlten Pulsschlags (weich, hart). Als Radialispuls wird der Puls im Bereich des Handgelenkes auf Daumenseite (Arteria radialis) bezeichnet. Weitere Pulsarten, abhängig von ihrem “Messort”, sind u.a. der Schläfenpuls, Carotispuls (Hals), Axillarispuls (Achsel) sowie der Femoralispuls (Leiste).5 6
  • Was ist der Herzzyklus?(Kurze Gedanken) Der Herzzyklus: So pumpt das Herz Wiederkehrende elektrische Impulse halten den gleichmäßigen, rhythmischen Herzschlag aufrecht. Diese Impulse haben ihren Ursprung im Sinusknoten, dem natürlichen Schrittmacher des Herzens, von wo aus sie weitergeleitet werden. Sie steuern den Herzzyklus. Sauerstoffarmes Blut fließt aus dem Körper in den rechten Vorhof. Von dort wird es in die rechte Herzkammer gepumpt und gelangt schließlich in die Lunge, wo es mit Sauerstoff angereichert wird. Aus der Lunge fließt das sauerstoffreiche Blut in den linken Vorhof und von dort in die linke Herzkammer. Aus der linken Kammer wird das Blut dann in die Hauptschlagader (Aorta) gepumpt und gelangt so in den Kreislauf.Blutfluss in die Vorhöfe. Die genaue Abfolge der Herzschläge lässt sich in drei Phasen unterteilen
  • Füllungsphase des Herzen 1. Füllungsphase (Diastole) In diesem ersten Stadium entspannt sich das Herz und wird mit Blut gefüllt: Sauerstoffreiches Blut aus den Lungenvenen fließt in den linken Vorhof, gleichzeitig gelangt sauerstoffarmes Blut aus den großen Körpervenen in den rechten Vorhof. Nach Öffnung der Segelklappen durch die Entspannung der Herzkammern fließt das Blut dann in die Hauptkammern. Am Ende dieser Phase sind die Kammern zu ungefähr 80 % ihrer Kapazität gefüllt. Die Diastole dauert bei einem normalen Puls von 60/min ca. 0,7 Sekunden.
  • Anspannungsphase des Herzen 2. Anspannungsphase (atriale Systole) Am Ende der Füllungsphase ziehen sich beide Vorhöfe zusammen, sodass weiteres Blut aus den Vorhöfen in die Kammern gedrückt wird. In dieser Phase hört man den ersten Herzton, der dem Schluss der Mitral- und Trikuspidalklappe entspricht und durch die Anspannung der Herzhauptkammern (Ventrikel) in der Systole verursacht wird.
  • Austreibungsphase des Herzzykluses 3. Anspannungs- und Austreibungsphase (Systole) Die Anspannungsphase beginnt mit dem Schluss der Segelklappen, d. h. wenn die Füllung der Hauptkammern abgeschlossen ist. Die Herzmuskelfasern ziehen sich zusammen, das Herz wirft das Blut aber noch nicht in den Kreislauf aus. Erst in der Austreibungsphase ziehen sich beide Hauptkammern endgültig zusammen. Übersteigt der Druck in den Kammern den Druck in den Schlagadern, öffnen sich die Klappen an den Ausgängen beider Hauptkammern, das Blut wird in die Hauptschlagader (Aorta) und in die Lungenschlagader gepresst. Dehnen sich die Hauptkammern am Ende der Austreibungsphase wieder, sinkt der Blutdruck in den Kammern unter den, der in den Schlagadern herrscht. Das Blut in den Schlagadern „möchte“ dem Druckgefälle entsprechend in die Kammern zurückfließen. Dabei werden die Aorten- und Pulmonalklappe sehr frühzeitig und abrupt zugedrückt, sodass kein Blut zurückfließen kann. Der zweite Herzton kommt durch das „Zuschlagen“ der Aorten- und der Pulmonalklappe zustande. Wenn diese Phase endet, beginnt aufs Neue die Diastole.
  • Blugefäße (Kurze Gedanken) Die verschiedenen Arten von Blutgefäßen Blutgefäße kommen grundsätzlich in fünf verschiedenen Varianten vor. Die bekanntesten sind die Vene und die Arterie. Venen führen sauerstoffarmes Blut zum Herzen zurück, während Arterien den sauerstoffreichen Blutstrom in die Organe und Peripheriegebiete bereitstellen. Venen und Arterien sind über ein System von Verästelungen verbunden, die Blutkapillaren heißen. Die Kapillaren verknüpfen die venösen und arteriellen Gefäße. Darüber hinaus existieren Verbindungsgefäße, die einen Übergang von den großen Blutgefäßen zu den Kapillaren darstellen. Diese bezeichnen Mediziner als Venolen (von der Vene ausgehend) und Arteriolen (von der Arterie ausgehend). Das größte und wichtigste Blutgefäß ist die Aorta. Ärzte bezeichnen die Aorta als große Körperschlagader. Sie führt von den Halsschlagadern über das Herz bis zu den Nierenarterien und ist 30 bis 40 Zentimeter lang, bei einem Durchmesser von 2,5 bis 3,5 Zentimetern.
  • Aufbau und Funktionsweise der Blutgefäße Aufbau und Funktionsweise der Blutgefäße Den Blutgefäßen liegt eine röhrenförmige Struktur zugrunde. Sie sind elastisch, können also gedehnt und zusammengezogen werden. Blutgefäße ziehen sich durch den gesamten Körper und fungieren als Transportvehikel für den lebenswichtigen Blutkreislauf. Die Pumpstöße des Herzens bewirken, dass Blut durch die Gefäße in die verschiedenen Regionen des Körpers gelangt. Dabei transportieren die Arterien Sauerstoff und Nährstoffe, während die Venen das nunmehr stoffarme Blut zum Herzen zurückführen. Die Ausdehnung der Blutgefäße wird vom Blutdruck bestimmt. Dieser resultiert aus der Herzleistung und dem Widerstand in den Blutgefäßen. Eine Erweiterung der Gefäße (Vasodilatation) kann einerseits durch eine Zunahme des Blutdrucks, andererseits aufgrund einer Erschlaffung der Gefäßmuskulatur erfolgen. Eine Verengung der Gefäße (Vasokonstriktion) gründet sich auf eine Abnahme des Drucks oder eine Anspannung der Gefäßmuskulatur. Das Netzwerk der Blutgefäße sorgt in Verbindung mit dem Herzen für die Aufrechterhaltung des Herz-Kreislauf-Systems. Mediziner sprechen im Hinblick auf die Zusammenarbeit von Herz und Blutgefäßen vom kardiovaskulären System.
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  • Erkrankungen der Blutgefäße Erkrankungen der BlutgefäßeEine der wichtigsten Gefäßerkrankungen ist die Thrombose, welche alle Arten von Blutgefäßen befällt, meistens jedoch die Venen. Grundsätzlich teilen Mediziner Erkrankungen der Blutgefäße aber in zwei Klassen ein, arterielle und venöse Erkrankungen (Arteriopathien und Venopathien). In der folgenden Aufzählung sind die wichtigsten Gefäßerkrankungen aufgelistet. Arteriopathien:Raynaud-SyndromAtheroskleroseTakayasu-ArteriitisMikroskopische PolyangiitisPolyarteriitis nodosaEndangiitis obliteransRiesenzellarteriitis Venopathien:chronisch venöse Insuffizienz (CVI)PhlebektasienVarizen Mediziner erhalten zumeist durch Blutdruckmessungen und Pulsbestimmungen verschiedener Körperregionen einen ersten Hinweis auf das Vorliegen einer Gefäßerkrankung. Wenn Verdacht auf ein bislang unbekanntes Krankheitsbild besteht, hilft eine Ultraschalluntersuchung bei der näheren Bestimmung. Des Weiteren kommen Körperscans zum Einsatz (z.B. Röntgenstrahlen mit Kontrastmittel oder eine Magnet-Resonanz-Tomografie von Gefäßregionen).
  • Symtome und Risikofaktoren von Gefäßerkrankungen Symptome von Gefäßerkrankungen Die Symptomatik von Gefäßerkrankungen ist breitgefächert und bei vielen Krankheitsbildern spezifisch. Übergreifende Symptome sind beispielsweise: Schmerzen und MissempfindungenSchnelle ErmüdungDurchblutungsstörungenFieber, Schweißausbrüche und Blutarmut (bei Entzündungen)Verfärbung der Haut und Schwellungen (v.a. bei Thrombose) Risikofaktoren für GefäßerkrankungenEinige mögliche Gründe für Gefäßerkrankungen, darunter das Alter, die Gene sowie das Geschlecht, lassen sich nicht aktiv beeinflussen. Andere Risikofaktoren jedoch können vom Lebenswandel abhängen und vermieden werden. Zu diesen beeinflussbaren Risikofaktoren zählen: RauchenBluthochdruckStressBewegungsmangelÜbergewichtHoher Cholesterinspiegel
  • Vorbeugung von Gefäßerkrankungen Vorbeugung von Gefäßerkrankungen Die erste Maßnahme zur Vorbeugung von Gefäßerkrankungen besteht in ausreichender Bewegung. Bewegung vermeidet, dass sich Blut in den Gefäßen staut und den Blutfluss behindert. Auch chronischer Stress kann mit der Zeit Blutgerinnsel in den Gefäßen hervorrufen. Die Vermeidung von Stress beugt der Ausbildung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Ebenfalls von zentraler Bedeutung ist eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Cholesterin beeinträchtigt die Elastizität der Gefäße und hemmt langfristig die Durchblutung. Achten Sie darauf, sich vermehrt auf natürliche Nahrung zu verlegen (z.B. Obst, Gemüse, Nüsse) und Lebensmittel mit Zusätzen sowie tierische Produkte (v.a. rotes Fleisch) zu vermeiden. Eine Anpassung der Ernährung bewahrt Sie zudem vor Übergewicht, einem weiteren Risikofaktor.
  • Was ist eine Arterie? Eine Arterie (lateinisch Arteria, von griechisch ἀρτηρία artēría, „Luftrohr, Schlagader“) ist ein Blutgefäß, welches (mit Ausnahme der Herzkranzarterien) Blut vom Herzen weg führt. Sie wird nach den an großen Arterien spürbaren Pulsen des Herzschlags auch Schlagader oder Pulsader genannt. Durch ihren Aufbau sollen Arterien den vom Herzen erzeugten Blutdruck stabil halten können. Im Körperkreislauf transportieren sie sauerstoff­reiches Blut („arterielles Blut“). Die vom rechten Herzen zu den Lungenflügeln abgehenden Arterien des Lungenkreislaufs hingegen enthalten sauerstoffarmes Blut. In den Arterien des Menschen sind nur etwa 20 % des gesamten Blutvolumens enthalten (post mortem wegen des Druckgefälles noch ca. 2 %). Arterien verzweigen sich in immer kleinere Arterien und dann über Arteriolen in so genannte Haargefäße (Kapillaren). Blutgefäße, die das Blut aus dem Körper zum Herzen zurücktransportieren, werden im Allgemeinen Venen genannt.
  • Aufbau einer Arterie Die Gefäßwände der Arterien sind dicker (muskelreicher), haben eine deutlich ausgeprägtere Schichtung und sind weniger dehnbar als die Venen. Grundsätzlich besteht eine arterielle Wand aus drei Schichten, deren Bestandteile alle lateinisch-anatomische Namen tragen; von der blutführenden Seite aus gesehen sind dies: Die Tunica interna (auch Intima) besteht aus einem einschichtigen Endothel, der darauf aufsetzenden Schicht aus lockerem Bindegewebe und dem Stratum subendotheliale, daran anschließend die Membrana elastica interna (besonders gut entwickelt bei den muskulären, peripheren Arterien).Die Tunica media (oder kurz Media) ist bei den peripheren Arterien aus mehreren, dicht anliegenden, ringförmigen und schräg gewundenen Muskelschichten aufgebaut, die auch elastische Fasern und solche aus Kollagen enthalten, bei den elastischen Arterien ähnlich aufgebaut, allerdings mit mehr Kollagen und vielen schwingungsfähigen und gefensterten Membranen. Teilweise befindet sich zwischen der Media und der Adventitia noch zusätzlich eine elastische Schicht (Membrana elastica externa, Elastika), die mittels Elastika-Färbung darstellbar ist.Die Tunica externa (auch als Tunica adventitia bezeichnet), welche vor allem aus elastischem und kollagenem, faserigem Bindegewebe besteht und über ihre Vasa vasorum (die Gefäße der Gefäße) und Nerven (Nervi vasorum) die Gesamtarterie ernährt und steuert.
  • Was ist eine Vene? Venen (lateinischer Singular vena, in fachsprachlichen Zusammensetzungen auch phlebo- vom griechischen Genitiv Singular , zu altgriechisch φλέψ phleps, deutsch ‚Ader‘ oder Blutadern sind Blutgefäße, die das Blut zum Herzen führen. Bei einem erwachsenen Menschen transportieren sie jeden Tag etwa 7000 Liter Blut zum Herzen zurück. Dabei müssen die Beinvenen das Blut gegen die Schwerkraft zum Herzen befördern. Die Blutgefäße, die das Blut vom Herz wegtransportieren, werden Arterien (Schlagadern) genannt. Die meisten Körpervenen sind Begleitvenen, das heißt, sie verlaufen parallel zu ihrer arteriellen Entsprechung. Die Venen des Körperkreislaufs transportieren sauerstoff­armes Blut, diejenigen des Lungenkreislaufs sauerstoffreiches Blut. Sauerstoffarmes Blut ist dunkler als sauerstoffreiches. Das bläuliche Erscheinen der Hautvenen hängt jedoch nicht allein mit dem Sauerstoffgehalt des venösen Blutes zusammen. Hautvenen erscheinen vor allem deswegen blau, weil das langwellige rote Licht eine höhere Eindringtiefe in das Gewebe hat als das blaue und somit vom dunklen Blut der Venen absorbiert wird. Das kurzwellige blaue Licht hingegen wird reflektiert; somit erscheinen die Venen in einer Gewebstiefe von 0,5 bis 2 Millimetern blau (siehe auch Blaues Blut).Da Arterien bei gleichzeitig dickerer Wand wesentlich dünner als ihre Begleitvenen sind, sind sie nicht durch die Haut hindurch sichtbar. Der Blutdruck in Venen ist deutlich niedriger als in Schlagadern (Arterien), sie gehören mit den Kapillaren und den Venolen zum Niederdrucksystem des Blutkreislaufs.[6] Als natürliche Pumpe für den Blutfluss in den Venen dient die Skelettmuskulatur. Mit jeder Anspannung pressen die Muskeln das Blut gegen die Schwerkraft von unten in Richtung Herz. Dutzende von Venenklappen sorgen wie Rückschlagventile dafür, dass das Blut bei der Entspannung des Muskels nicht wieder nach unten zurückfällt.
  • Aufbau einer Vene Venen zeigen wie alle Blutgefäße eine typische Dreischichtung der Wand in Tunica interna (Intima), Tunica media (Media) und Tunica externa (Tunica adventitia). Die Wand der Venen ist meistens dünner als die der entsprechenden Arterien, insbesondere die Tunica media. Hier sind die glatten Muskelzellen durch kollagenes Bindegewebe zu Strängen auseinandergedrängt, wodurch die Media auch aufgelockerter als bei Arterien erscheint. Die Media zeigt eine angedeutete Zweischichtung mit einer inneren spiraligen und einer äußeren flacheren Wicklung. Einige große Venen wie die untere Hohlvene besitzen nur Längsmuskulatur. Größere Beinvenen wie die Vena saphena magna unterliegen einem hohen hydrostatischen Druck, weshalb sie eine kräftige Wand ähnlich wie Arterien besitzen.[7] Wirkung der VenenklappenIm Unterschied zu Arterien sind viele der kleinen und mittelgroßen Venen mit Venenklappen ausgestattet,[8] damit das Blut nicht zurückfließt. Keine Venenklappen finden sich in den Venen des Kopfes, der Eingeweide, des Wirbelkanals und der herznahen großen Venen.[9] Bei den Arterien reicht der Pumpdruck des Herzens aus, um den Rückfluss zu verhindern.
  • Was ist ein Kapillargefäß?und wie ist es aufgebaut? Kapillaren (Haargefäße) sind in der Anatomie (Histologie) von Menschen und Tieren kleinste Gefäße. Statt des dreischichtigen Wandaufbaus aus Tunica intima, T. media und T. adventitia, wie ihn größere Gefäße aufweisen, besitzen Kapillaren lediglich eine Intima mit einer Basalmembran. Neben den Kapillaren des Blutkreislaufs werden auch die initialen Lymphgefäße als Lymphkapillaren und die feinsten Luft führenden Wege der Vogellunge als Luftkapillaren bezeichnet. BlutkapillarenBlutkapillaren sind etwa 0,5 Millimeter lang und haben ein Lumen von 5 bis 10 Mikrometern. In den meisten Organen und Geweben des Körpers bilden sie ein feines Netzwerk – das Kapillarnetz (lat. Rete capillare) –, das von Arteriolen gespeist und über Venolen drainiert wird. Die Kapillardichte ist in den einzelnen Geweben unterschiedlich und entspricht etwa der mittleren Stoffwechselaktivität. Lediglich die Hornhaut, die Augenlinse, Horngebilde, hyaliner Knorpel und Epithelien sind kapillarfrei. Blutkapillaren sind nicht mit bloßem Auge sichtbar. Entdeckt wurden die bereits im 13. Jahrhundert von dem syrischen Arzt Ibn al-Quff postulierten[1] Kapillaren erstmals 1661 von dem italienischen Anatomen Marcello Malpighi in einer Froschlunge. Über die Kapillaren findet ein ständiger Stoffaustausch statt: Mittels Mikrozirkulation werden dem Gewebe Nährstoffe zugeführt sowie die Abfallstoffe (Stoffwechselendprodukte) abtransportiert. Die dünnen Kapillarwände sind semipermeabel (halbdurchlässig) und bestehen aus einer Schicht Endothelzellen, die einer Basallamina aufsitzen, in die zumeist Pericyten eingeschaltet sind.
  • Aufbau des Herz-Kreislauf Systems Aufbau des Herz-KreislaufsystemsDer Blutkreislauf kann in zwei Bereiche unterteilt werden, den großen Körperkreislauf und den kleinen Lungenkreislauf. Gefäße, in denen das Blut aus dem Körper zurück zum Herz transportiert wird, werden als Venen bezeichnet. Gefäße, die das Blut vom Herz zu den Organen leiten, heißen Arterien. Das Blut kann dabei umso besser fließen, je weniger die Gefäße durch Ablagerungen an den Gefäßwänden (Atherosklerose) eingeengt werden und je elastischer sie sind.
  • Was ist der Lungenkreislauf? Der LungenkreislaufDer kleine Blutkreislauf, auch Lungenkreislauf genannt, beginnt in der rechten Herzkammer. Von hier wird das Blut über die Lungenarterien in die Lunge gepumpt. In der Lunge wird Kohlendioxid (CO2) in die Ausatmungsluft abgegeben und Sauerstoff von der Einatmungsluft aufgenommen. Das sauerstoffreiche Blut gelangt dann über die Lungenvene in das linke Herz, von wo es in den großen Blutkreislauf gelangt.
  • Was ist der Körperkreislauf? Der KörperkreislaufDer große Blutkreislauf funktioniert so: Zuerst strömt das Blut aus dem linken Herz durch die Aorta (die Hauptschlagader) in die Arterien. Diese verzweigen sich nach und nach, wie die Äste eines Baumes, und werden immer dünner. In den kleinsten, haarfeinen Gefäßen, die auch als Kapillaren bezeichnet werden, erfolgt die Abgabe von Sauerstoff und Nährstoffen an das Körpergewebe und die Aufnahme von Kohlendioxid und Abfallstoffen. Anschließend fließt das Blut über das Netz der Venen wieder zurück in das rechte Herz.
  • Niederdrucksystem und Hochdrucksystem Niederdrucksystem und HochdrucksystemMan unterscheidet beim Blutkreislauf des Menschen ein Niederdrucksystem und ein Hochdrucksystem. Im  Niederdrucksystem beträgt der Blutdruck im Mittel nicht mehr als 20 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Zu diesem Kreislaufabschnitt gehören alle Venen und Kapillaren, die Lungengefäße, der rechte Vorhof und die rechte Herzkammer, der linke Vorhof und während der Diastole auch die linke Herzkammer. Im Niederdrucksystem befinden sich etwa 85 Prozent des gesamten Blutvolumens. Im Hochdrucksystem – bestehend aus der linken Herzkammer während der Systole sowie allen Arterien (einschließlich Aorta und Arteriolen) – herrscht ein viel höherer Blutdruck: Er schwankt hier zwischen etwa 80 mmHg (während der Diastole) und 120 mmHg (während der Systole). Das Hochdrucksystem beherbergt etwa 15 Prozent des gesamten Blutvolumens.
  • Was ist der Blutkreislauf? Was ist der Blutkreislauf?Der Blutkreislauf ist ein in sich geschlossenes Gefäßsystem mit Versorgungs- und Entsorgungsfunktion. Versorgt werden müssen alle Körperzellen mit lebenswichtigen Substanzen wie Sauerstoff (gebunden an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin), Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Abfallprodukte (wie Kohlendioxid) werden dagegen vom Blut aus dem Gewebe abtransportiert. Außerdem zirkulieren im Blut Botenstoffe (wie Hormone) und Abwehrzellen des Immunsystems. Angetrieben wird das Blut vom Herz. Der kräftige Hohlmuskel pumpt Tag und Nacht Blut durch die Gefäße und hält so den Blutkreislauf in Gang. Herz und Gefäßsystem zusammen bilden das Herz-Kreislauf-System.
  • Wie wird der Blutkreislauf reguliert? Wie wird der Blutkreislauf reguliert? Der Blutkreislauf beziehungsweise der Blutdruck wird durch unterschiedliche Mechanismen reguliert, an denen unter anderem das vegetative Nervensystem und Hormone beteiligt sind. Eine kurzfristige Regulierung ist etwa über Kreislaufreflexe möglich. Daran beteiligt sind verschiedene Sensoren wie zum Beispiel Druckrezeptoren (Barorezeptoren) in den Gefäßwänden, die den herrschenden Blutdruck messen. Die wichtigsten Barorezeptoren sitzen in der Wand von Aortenbogen und Karotissinus. Bei Anstieg des Blutdrucks werden die Gefäßwände gedehnt, was die Barorezeptoren erregt. Sie geben die Information über Nerven an das Gehirn weiter, das dann durch eine Aktivierung des Parasympathikus gegenregulieren kann: Dieser Teil des vegetativen Nervensystems sorgt unter anderem dafür, dass das Herz langsamer schlägt und sich die Blutgefäße weiten. In der Folge sinkt der Blutdruck. Umgekehrt wird auch ein Blutdruckabfall von Sensoren registriert und ans Gehirn gemeldet. Durch eine Aktivierung des Sympathikus steigt die Herzfrequenz, und die Gefäße verengen sich – der Blutdruck steigt wieder. Wichtige Sensoren für die Blutdruckregulation sitzen auch in den Nieren. Sie registrieren es, wenn die Durchblutung der Nieren abnimmt. In der Folge wird verstärkt der Botenstoff Renin ausgeschüttet, der seinerseits für eine Ausschüttung von Angiotensin II sorgt. Dieses Hormon bewirkt, dass sich die Gefäße verengen, was den Blutdruck nach oben treibt. Langfristig kann der Blutkreislauf beziehungsweise Blutdruck über den Wasser- und Elektrolythaushalt gesteuert werden. Bei erhöhtem Blutdruck kann der Körper verstärkt Wasser über die Nieren ausscheiden und damit das Blutvolumen reduzieren- der Blutdruck sinkt. Bei zu niedrigem Blutdruck können die Nieren verstärkt Wasser im Körperzurückhalten, um das Blutvolumen und damit den Blutdruck wieder zu steigern.
  • Welche Probleme kann der Blutkreislauf verursachen? Welche Probleme kann der Blutkreislauf verursachen? Eine große Belastung für Herz & Kreislauf stellt der Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) dar: Bei den Betroffenen liegt der Blutdruck über längere Zeit bei 140/90 mmHg oder mehr. Ohne Behandlung schädigt dies das Herz und die Gefäße. Liegt der erste (systolische) Blutdruckwert unter 100 mmHg, liegt Hypotonie vor (niedriger Blutdruck). Krankheitswert hat dies nur, wenn der Betroffene Symptome zeigt wie eine verminderte Leistungsfähigkeit, eine beeinträchtigte Konzentrationsfähigkeit oder kalte Hände und Füße. Bei manchen Menschen führt rasches Aufrichten aus der liegenden oder sitzenden Position zu einem plötzlichen Blutdruckabfall (orthostatische Hypotonie): Den Betroffenen ist schwindelig, sie haben Ohrensausen und ein Flimmern vor den Augen. Auch andere Symptome wie Herzklopfen, Schweißausbruch und Blässe bis hin zu einem Kreislaufkollaps und Ohnmacht (Synkope) sind möglich. Ein weiteres gesundheitliches Problem im Bereich des Blutkreislaufs ist der Schock. Darunter versteht man ein Kreislaufversagen mit kritischer Minderdurchblutung von Organen. Die Ursache kann zum Beispiel ein großer Blutverlust (hypovolämischer Schock) oder ein Pumpversagen des Herzens sein (kardiogener Schock). Eine weitere Möglichkeit ist eine heftige allergische Reaktion vom Soforttyp, die zu einem Versagen der Blutkreislauf-Regulierung führt (anaphylaktischer Schock).
  • Welche Organe gehören zum Herzkreislaufsystem? Welche Organe gehören zum Herzkreislaufsystem? Der Blutkreislauf zusammen mit dem Herzen und den Gefäßen bildet das Herz-Kreislaufsystem, auch kardiovaskuläres System genannt.  Herz: Im Zentrum des Herz-Kreislaufsystems steht das Herz. Das Pumpen des Herzens treibt zusammen mit der Kontraktion der Blutgefäßwände und der Muskelpumpe den Blutfluss.Blutgefäße: Die Blutgefäße sind die Transportwege, über die das Blut in alle Körperzellen gebracht wird. Je nach Strömungsrichtung unterscheidet man bei den Blutgefäßen Arterien und Venen. Körperkreislauf: Der Körperkreislauf leitet das Blut vom Herzen durch den überwiegenden Teil des Körpers.Lungenkreislauf: Über den Lungenkreislauf wird das Blut zu und aus den Lungen transportiert.
  • Was ist die Aufgabe des Blutkreislaufes? Was ist die Aufgabe des Blutkreislaufes? Der Blutkreislauf erfüllt im Körper lebenswichtige Aufgaben. Dazu gehören:  Versorgungs- und Entsorgungssystem von AtemgasTransport der Abwehrprodukte des ImmunsystemsHormontransportTransport von Zuckern, Eiweißen und Fetten aus dem Verdauungstrakt ins GewebeRegulierung der Wärmeabgabe über die Körperoberfläche durch den Durchblutungsgrad der Haut (Thermoregulierung).
  • Besonderheit: Durchblutung des Verdauungssystems – Der Pfortaderkreislauf Besonderheit: Durchblutung des Verdauungssystems – Der Pfortaderkreislauf Die Versorgung des Verdauungssystems erfolgt wie auch bei den anderen Organen durch Arterien. Im venösen Kreislaufabschnitt liegt die Besonderheit. Der venöse Blutkreislauf von Magen, Darm, Milz und Bauchspeicheldrüse wird auch Pfortaderkreislauf bezeichnet. Venen transportieren das Blut dieser Organe inklusive aufgenommener Nahrungsbestandteile oder ggf. Medikamente über die Pfortader (lateinisch: Vena portae) in die Leber. Dort werden Nährstoffe und Medikamente verstoffwechselt, um sie für die weitere Verwendung im Körper vorzubereiten. Nach der Passage durch die Leber findet das Blut über die Lebervenen (lateinisch: Venae hepaticae) und die untere Hohlvene (lateinisch: Vena cava inferior) Anschluss an den Blutkreislauf und strömt in den rechten Vorhof des Herzens.
  • Lage und Funktionsweise des Herzens Lage und Funktionsweise des Herzens Das menschliche Herz ist etwa faustgroß und sitzt fast in der Mitte der Brust, etwa zwischen der zweiten und fünften Rippe. Da es leicht schräg liegt, berührt ein Teil davon die linke Seite der Brust - deshalb greifen viele Menschen automatisch dorthin, wenn es um ihr Herz geht. Das Herz wird vom Herzbeutel (Perikard) umschlossen und vom seitlich angrenzenden Brustfell von beiden Lungenflügeln getrennt. Unterhalb des Herzen liegt das Zwerchfell, das mit dem Herzbeutel verwachsen ist. Von vorn wird es vor allem durch das Brustbein geschützt. Das Herz ist ein Hohlmuskel und arbeitet dabei wie eine Pumpe. Es hält mit seinen Kontraktionen den Blutkreislauf in Bewegung, über den alle Körpergewebe mit Sauerstoff und den notwendigen Nährstoffen versorgt werden. In einer Minute zieht es sich ungefähr 70mal zusammen (sog. Systole), wodurch die Herzkammern zusammengedrückt werden. Das Blut wird dabei aus dem Herzen in das Gefäßsystem gepresst. Wenn sich der Herzmuskel dann wieder entspannt (sog. Diastole), fließt neues Blut in das Herzen ein. Damit das Herz diese enorme Pumpleistung vollbringen kann, benötigt es selbst viel Sauerstoff. Diesen bekommt es über die Herzkranzgefäße, die kranzförmig um das Herz angeordnet sind. Sind die Herzkranzgefäße geschädigt, so spricht man von einer koronaren Herzkrankheit (KHK).
  • Aufbau des Herzens Aufbau des Herzens Das Herz wird vom der Herzscheidewand in zwei Hälften (linke, rechte) geteilt, die wiederum aus einem Vorhof (linker, rechter) und einer Kammer (linke, rechte) bestehen. Vorhof und Herzkammer sind jeweils durch Herzklappen miteinander verbunden. Die Herzklappen sorgen dabei wie Rückschlagventile dafür, dass kein Blut in die falsche Richtung zurückströmen kann. Von den Vorhöfen strömt das Blut weiter in die Herzkammern und dann wieder durch Herzklappen hindurch in die abführenden Blutgefäße.