§11 (Fach) / Ziemer&Falke (Lektion)
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Prüfungsvorbereitung
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- Haben Hunde einen so genannten Aggressionstrieb? Soziale Wesen haben ein inneres Bedürfnis, miteinander zu interagieren. Aggression gehört zur normalen Kommunikation. Einen eigenständigen Aggressionstrieb gibt es nicht. Aggressives Verhalten ist eine Reaktion auf äußere oder innere Reize, es ist u.a. von den individuellen Erfahrungen abhängig und ist signalgesteuert.
- Nennen Sie verschiedene Kommunikationsformen des Menschen und des Hundes Menschen kommunizieren digital/verbal, Hunde haben eine analoge Kommunikation (nonverbal). Olfaktorisch / geruchlich (Urin, Kot, verschiedene Drüsensekrete, aber auch die Kommunikation mittels Pheromonen);akustisch (über Lautgebung);taktil (über Berührung);optisch (optisches Ausdrucksverhalten – Gestik und Mimik)gustatorisch (geschmacklich) Weiterhin unterscheidet man zwischen direkter und indirekter Kommunikation. Zur indirekten Kommunikation zählt vor allem das Absetzen von Urinmarken oder Kot.
- Nennen Sie verschiedene Lernformen beim Hund Zu den wichtigsten Lernformen gehören das Assoziationslernen (die klassische und instrumentelle bzw. operante Konditionierung) sowie das Soziale Lernen (das Lernen durch Nachahmung), die Habituation und die Sensitivierung.
- Nennen Sie die "4F-Reaktionen", die ein Hund bei einer vermeintlichen Bedrohung zeigen kann Flight (Flucht), Fight (Angriff), Flirt (Spielaufforderung, Übersprunghandlung), Freeze (Erstarren)
- Ist es auf deutschen Hundeausstellungen erlaubt, Hunde mit kupierten Ohren zu zeigen? Nein. Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Jahre 2003 ist das Zuschaustellen kupierter Hunde nicht mehr erlaubt. Dies wird auch in der Tierschutz-Hundeverordnung unter § 10 (Ausstellungsverbot) geregelt.
- Hundetraining besteht meistens aus mehreren Übungseinheiten. Wie lange sollte eine Übungseinheit am Stück sein? Übungseinheiten sollten kurz gehalten werden, damit der Hund nicht überfordert wird. Es ist besser 5 Mal über den Tag 5 Minuten verteilt zu üben, als einmal lange 25 Minuten.
- Welche sind die wichtigsten und am stärksten ausgeprägten Sinne des Hundes Der Hör- und der Geruchssinn sind die wichtigsten und am stärksten ausgeprägten Sinne des Hundes. Hör- und Geruchssinn des Menschen sind wesentlich weniger ausgeprägt und in ihrer Funktion nicht vergleichbar.
- Wie lautes die deutsche und die lateinische Bezeichungs der Tierart, von der der Haushund abstammt? Aufgrund der Domestikation unterscheidet sich der Hund von dieser Tierart in mehreren Punkten - nennen die Beispiele! Canis Lupus, dem Wolf. Hunde haben u.a. einen höheren Fettanteil, größere Stresstoleranz, mehr Sexualtrieb, weniger Muskeln, weniger Bindegewebe, geringere Leistungsfähigkeit der Sinnesorgane, weniger Hirnvolumen und geringeres Scheuverhalten. Hunde verstehen, im Gegensatz zum Wolf, die Zeigegesten des Menschen und kooperieren mit ihm.
- Was meint das "optische Ausdrucksverhalten" eines Hundes und was kann darüber kommuniziert werden? Kommuniziert wird über die Körperhaltung (Gestik) und den Gesichtsausdruck (Mimik). Beide Ausdrucksverhaltensweisen geben Informationen über den emotionalen Zustand des Tieres, über Motivation und Verhaltensbereitschaft.
- Was bedeutet "Gewöhnung" (Habituation)? Beschreiben Sie mindestens eine Situation als Beispiel. Darunter versteht man das Nachlassen oder vollständige Erlahmen einer Reizantwort (Gewöhnung an die Bedeutungslosigkeit des Reizes). Das Lernen findet ohne Beteiligung des Bewusstseins statt. Die Habituation findet Anwendung in der Ethologie und in der Lerntheorie. Beispiel 1: In der sozial sensiblen Phase ist damit die Gewöhnung an die unbelebte Umwelt (Geräusche, Objekte usw.) gemeint, indem der Hund z.B. lernt, dass ein Staubsauger zwar laut ist, jedoch keine Gefahr für ihn darstellt. Beispiel 2: Der Hund hört in der Wohnung den Verkehrslärm von großen Maschinen und LKW und ist dabei entspannt. Nun erfährt er auf seiner Gassirunde ebenfalls, dass mehrere LKW an ihm vorbeifahren und ist entspannt, weil er gelernt hat, dass sie keine wichtige Bedeutung für ihn haben.
- Hund können verschiedene Verhaltensstrategien zeigen. Welche verschiedenen Faktoren können Einfluss darauf nehmen, ob ein Hund sich zurückzieht oder angreift? Nennen Sie mindestens vier Faktoren! gemachte Lernerfahrungen (führte das Verhalten schon einmal zum Erfolg?) nicht gemachte Lernerfahrungen (Überforderung in der neuen Situation) erblich/genetisch bedingte Faktoren der Grad der Entspannung bzw. Spannung im Körper (Frust/Stress) die Wichtigkeit einer Ressource und das entsprechende Ressource-Holding-Potential
- Wie verhalten Sie sich, wenn ein Tier unheilbar krank oder altersschwach ist? Ich gehe umgehend mit ihm zu einem Tierarzt und lasse mich dort beraten.
- Beschreiben Sie wie und wann einer Trainingseinheit am besten beendet werden sollte! Rechtzeitig bevor der Hund in Stress gerät, sollte die Übungseinheit mit einem Erfolgserlebnisbeendet werden. Das Lob am Ende ist ausgiebig und wir gestalten das Ende so, dass der Hund das Gefühl von Erfolg verspürt.
- In welchem Abstand werden die meisten Hündinnen läufig? Ca. 2 x pro Jahr - alle 5 – 7 Monate.
- GIbt es eine Erklärung, warum viele Hunde dauerhalft hungrig wirken und oft gierig nach Futter sind? Nennen Sie Probleme, die sich daus ergeben können! Der Appetit ist genetisch bedingt. Wölfe müssen fressen, wenn sich eine Gelegenheit ergibt und sie Jagdbeute erwischen. Es kann u. U. zu langen Durststrecken kommen. Gesteigerter Appetit kann auch durch Futterneid, Medikamente, hormonelle Ursachen wie das Cushing-Syndrom, eine Überfunktion der Nebennierenrinde, Diabetes, Schilddrüsenfehlfunktion oder nach einer Kastration auftreten. Obwohl nicht wissenschaftlich erwiesen, können Hunde in Folge einer überhasteten Aufnahme zu großer Futtermengen eine Magendrehung erleiden.
- Was sollte bei der Beurteiling des optischen Ausdrucksverhaltens eines Hundes unbedingt beachtet werden? Grundsätzlich muss der ganze Hund betrachtet werden, da alle Ausdrucksmöglichkeiten miteinander kombiniert werden können und auf die Umwelt reagieren. Wie sieht das Gesicht des Hundes aus, was machen die Ohren, der Schwanz, wie stehen die Beine, ist das Fell glatt oder aufgestellt, wohin und wie guckt er. Auch der Kontext spielt eine Rolle; was passiert gerade in der Umgebung? An wen ist das Verhalten gerichtet? Der Mensch muss in der Lage sein, die Körpersprache des Hundes zu lesen und zu verstehen.
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- Was sind Ursachen für die Entstehung von Ängsten bei Hunden? Wie unterscheidet sich Angst von Furcht? Welche neurologischen Struckturen werden vorrangig aktiviert? Angst ist genetisch verankert. Sie ist jedoch individuell ausgeprägt und wird durch Lernerfahrungen verstärkt oder gemindert. 1. Ängste entstehen durch mangelnde Sozialisierung / Habituation (laute Geräusche können zum Erschrecken mit darauf folgenden ängstlichen Gefühlen führen), traumatische Erfahrungen, Schmerzen und Krankheit. Ist die Mutterhündin ängstlich, werden auch die Welpen zu diesem Verhalten tendieren. Erschreckt sich ein Hund und sein Mensch redet mit tröstenden Worten auf ihn ein, bestätigt er den Hund damit oft in seiner Angst. 2. Eine weitere Entstehungsursache ist die Stimmungsübertragung. Reagiert der Mensch hektisch und unruhig, lässt sich der Hund davon anstecken. Angst setzt in scheinbar bedrohlichen Situationen ein. Angst ist unbestimmt und lässt sich nicht auf einen konkreten auslösenden Reiz beziehen. Von Furcht wird gesprochen, wenn dieser Gefühlszustand dagegen durch etwas Konkretes ausgelöst wird. Bei Angst ist das limbische System (u.a. Amygdala) betroffen. Es werden vorrangig Hormone der Nebennierenrinde aktiviert.
- Welche Faktoren können beim Hund aggressives Verhalten auslösen? 7Stück -Konkurrenz um eine Ressource-Hunger-Schmerzen-Angst/Furcht/Schreck-schlechte/keine Erfahrung-maternale Aggression-Frust-neurologische Erkrankung-Unterschreitung der Individualdistanz-etc.
- Jemand kauft ein Tier, welches an ein bestimmtes Futter gewöhnt ist; die Person möchte dieses Futter jedoch nicht füttern. Darf zwecks einer Futterumstellung eine Zwangsfütterung des Tieres erfolgen? Gem. § 3 TierSchG ist das Füttern unter Zwang verboten, sofern es nicht aus gesundheitlichen Gründen erforderlich ist.
- Beurtteilen Sie, wann eine Übung im Hundetraining abgebrochen werden sollte. Sobald der Hund Stresssignale zeigt, z. B. Schütteln, Kratzen, Schnüffeln, oder wenn er unkonzentriert ist; wenn die Ablenkung zu groß ist, bei plötzlich auftretenden gesundheitlichen Problemen oder Verletzungen.
- Was versteht man unter dem so genannten "Hängen" nach dem Deckakt? Dürfen Rüden und Hündinnen während des "Hängens" getrennt werden? Nach der Penetration der Hündin kommt es zu einer starken Anschwellung des sogenannten „Knotens“ des Rüden, welcher die verdickte Basis der Eichel mit einem Schwellkörper darstellt. Dies hat den Effekt, dass der Penis „verkeilt“ wird und sich die beiden Tiere nicht voneinander trennen können. Folglich steigt das männliche Tier nach der Ejakulation von seiner Partnerin herunter und dreht sich im Regelfall um 180°, sodass beide Tiere über eine Dauer von bis zu 30 Minuten mit den Hinterteilen einander zugewandt verbunden bleiben. Das „Hängen“ verschafft den Spermien einen Vorsprung gegenüber eventuell nachfolgenden Rüden. „Hängende“ Hunde dürfen nicht gewaltsam getrennt werden, da dies zu Verletzungen im Genitalbereich führen würde.
- Warum springen viele Hunde Menschen zur Begrüßung an und/oder wollen ihnen das Gesicht ablecken? Gibt es Wege dem Hund dieses Verhalten abzugewöhnen? Hunde begrüßen sich höflicherweise mit Mundwinkellecken (submissive Geste). Beim Menschen ist das oft nicht erwünscht. Man kann dem Hund stattdessen die Hand anbieten, die er ablecken darf. Will man gar keine körperliche Begrüßung, kann man dem Hund dies auf unterschiedliche Weise abgewöhnen, u.a.: 1. indem man ihn nicht zum Erfolg kommen lässt, z.B. indem man sich sofort wegdreht; 2. indem man ihn bestärkt, solange er am Boden ist und ignoriert, sobald er springt; 3. indem man ihm ein Alternativverhalten beibringt, z.B. Sitz 4. indem man ihn positiv bestraft, z.B. durch Wegschubsen und/oder ein strenges „Nein“, ihn unmittelbar nach dem Handlungsabbruch jedoch wieder lobt.
- Mit welchen Teilen seines Körpers kann ein Hund sich optisch ausdrücken? Welche Missverständnisse können sich hier rassedebingt ergeben? Im Kopfbereich: Blickrichtung und Lidrand (geschlitzt oder rund), Naserunzeln oder glatter Nasenrücken, glatte oder gerunzelte Stirn Ohrenstellung: neutral, nach vorne oder nach hinten gerichtet Lefzen: Freigabe der Sicht auf Zähne. Probleme: bei Schlappohren oder kupierten Ohren, langen Lefzen, hängenden Augenlidern, Falten. Rute: Sie verstärkt alle Ausdruckselemente und gibt Aufschluss über den Grad der inneren Erregung. Probleme: bei Ringelschwanz und kupiertem Schwanz verringert sich die Signalwirkung. Körper: Muskelanspannung und Aufstellen von Nackenfell bzw. Bürste. Körperhaltung von kleinmachen bis hölzern und steif und großmachen. Probleme: Langes Fell verhindert Sicht auf Muskelanspannung und Hochstellen von Haaren. Bestimmte angezüchtete körperliche Veränderungen können es erschweren, optisches Ausdrucksverhalten rechtzeitig oder überhaupt wahrzunehmen. Bei Missverständnissen kann es zu aggressiven Übergriffen kommen.
- Erklären Sie, was bei der klassischen Konditionierung geschieht. Wie kann diese im praktischen Hundetraining genutzt werden? Mittels der klassischen Konditionierung lernt der Hund auf einen vorher neutralen Reiz mit einem Reflex, einer unwillkürlichen Handlung oder einem Gefühl zu reagieren. Ein ursprünglich neutraler Reiz (z. B. eine Glocke) wird mit einem natürlichen Reiz (hier: Futter), auf den normalerweise die Antwort (hier: Speichelfluss) erfolgt, gepaart. Diese Konditionierung ist am erfolgreichsten, wenn der Signalreiz (hier: Glocke) möglichst 0,5 Sekunden vor dem natürlichen Reiz (hier: Futter) gegeben wird. Im praktischen Hundetraining eignet sich dafür zum Beispiel der Clicker. Hier ist der Reiz das Clickgeräusch und die Reaktion eine positive Emotion durch die Ankündigung auf ein Leckerchen. Durch die enge Verknüpfung mit dem Leckerchen wird der ehemals neutrale „Click“ zum Auslöser einer guten Emotion.
- Welche Therapiemaßnahmen kann man nutzen, um Verhaltensprobleme bei Hunden zu therapieren? 8 Stück -Desensibilisierung-Umkonditionierung-Gegenkonditionierung-Signalkontrolle-De-/ Ritualisierung-Reglementierung der Ressourcen-Handfütterung-Reframing des Halters-Gewöhnung-Maulkorbtraining-medizinisch therapeutische Begleitung,-Tellington Touch-Auslastungsprogramm-Schmerztherapie-Thundershirt-Flooding-etc.
- Wie ist "Motivation" definiert und durch was kann diese beeinflusst werden? Motivation (lat.: motus = der Motor) ist der innere Antrieb zu einem Verhalten. Sie kann beeinflusst werden durch wachsende Bedürfnisse (Hund bekommt Hunger und die Motivation etwas zu fressen steigt); durch eine äußere, günstige Lernumgebung (wenig Umgebungsreize); durch einen Vorteil, den der Hund sich verspricht, wenn er etwas tut (Leckerli), durch einen Bewegungsreiz (weglaufende Katze) oder durch einen Reiz, der ein spaßorientiertes Verhalten nach sich zieht (Spielaufforderung). Weiter Einflüsse auf die Motivation können sein, das Alter, der Gesundheitszustand, der Hormonstatus, die Genetik oder das Wetter.
- Wie viele Tage dauert eine Trächtigkeit bei Hunden im Durchschnitt? Ca. 63-65 Tage
- Ist es eine Verhaltensstörung, wenn Hunde Pferdeäpfel und Katzenkot fressen? Nein, aus Sicht des Hundes ist es eher der Genuss einer Delikatesse.
- Was bedeutet Schwanzwedeln in der hündischen Kommunikation? Es gibt Aufschluss über den Grad der inneren Erregung und unterstreicht die anderen gezeigten Ausdruckselemente. Der Hund ist zu einer Interaktion bereit. Schwanzwedeln ist keinesfalls sofort mit Freude gleichzusetzen.
- Was versteht man unter einer Gegenkonditionierung? Bsp! Eine Gegenkonditionierung ist eine Form der klassischen Konditionierung. Man kann mittels einer Gegenkonditionierung die Reaktion auf bestimmte Reize verändern. Ein Beispiel: Ein Auto löst Angst beim Hund aus. Nach der Gegenkonditionierung bei der der Hund im Auto gefüttert wurde, springt er begeistert ins Auto, da er gelernt hat, dass ihm im Auto etwas Gutes wiederfahren wird. Er bekommt dort Leckerchen. Folglich verändert sich sein Gefühl von Angst in Freude.
- Durch was kann ein Hund motiviert sein? Ist die Art der Motivation bei allen HUnden glaich? Hunde werden durch intrinsische und / oder extrinsische Reize motiviert. Intrinsische, also innere Reize, sind nicht von außen beeinflusst. Der Hund verspürt ein Bedürfnis und ist motiviert, dieses zu befriedigen (Spielen, Fressen, Jagen …). Extrinsische Reize, also äußere Reize, wirken direkt von außen auf das Hundeverhalten, hier tut er etwas, weil er sich einen Vorteil davon verspricht (wenn er sitzt erhält er ein Leckerli). Hunde können extrinsisch mit Futter, verbalem Lob, Körperkontakt, Spiel und allem, was er gerade haben möchte, motiviert werden. Darüber hinaus kann über Strafen eine Meidemotivation entstehen, ein Hund tut etwas, weil er eine Strafe vermeiden möchte. Die richtige Art der Motivation ist von Hund zu Hund unterschiedlich – manche Hunde würden alles für die Leberwurst tun, andere erreicht man nur über ausgelassenes Spiel. Der Verstärker sollte dem Bedürfnis des Hundes angepasst werden.
- Worauf muss man bei der Fütterung eines Welpen achten? Welche gesundheitlichen Probleme können durch Fütterungsfehler entstehen? Die Zufütterung mit Festfutter erfolgt im Alter von ca. 3 bis 4 Wochen, zunächst mit leicht verdaulicher Kost mit einem Milchanteil. Eine falsche Fütterung kann den Grundstein für spätere Fettleibigkeit, Zahn-, Knochen- und Gelenkprobleme legen. Der Hundehalter sollte sich fachmännisch beraten lassen und die Fütterung sowie das Futter der Individualität des Hundes anpassen.
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- Erklären Sie was man unter der Verhaltensproblematik "Trennungsangst" versteht und nennen Sie mindestens fünf Ursachen, die zu einer Entwicklung von "Trennungsangst" führen. Zur Verhaltensproblematik: Der Hund reagiert auf Trennung vom menschlichen Bezugspartner u.a. mit Vokalisation, Zerstörung, Ausscheidung und/oder Ruhelosigkeit. Bei der richtigen Trennungsangst (Isolationspanik) kann der Hund eine Angst bis zur Panik (Todesangst) entwickeln. (Langeweile oder erlernte Prozesse können auch ohne wirkliche Trennungsangst auftreten und ein ähnliches Erscheinungsbild bieten.) Hunde sind genetisch nicht auf das Alleinbleiben vorbereitet. Man unterscheidet innere und äußere Faktoren, die eine trennungsbedingte Störung begünstigen. Zu den inneren Faktoren gehören: Krankheiten (organische/neurologische/akute/chronische)Medikamentennebenwirkungengenetische Dispositionhormonelle Veränderungen. Zu den äußeren Faktoren gehören: Geräuschedie Bindung zum Halter (evtl. ein Hyperattachment)
- Welches Mindestalter ist vorgeschrieben, um ein Tier ohne die Einwlligung der Erziehungsberechtigen erwerben zu dürfen? Gemäß §11c TierSchG dürfen Wirbeltiere an Kinder oder Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr nicht ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten abgegeben werden.
- Beschreiben Sie den Kontext, in dem Hunde andere Tiere im Nackenfell packen und schüttel. Ist es ratsam dieses Verhalten in der Hundeerziehung zu imitieren? Es handelt sich um eine Sequenz des Jagdverhaltens. Das so genannte „Beuteschütteln“ dient dem Töten durch Genickbruch. Dies sollte unter keinen Umständen imitiert werden, da es Todesangst beim Hund hervorrufen und die Bindung zum Halter dauerhaft gefährden kann.
- Wie sollten Hunde in der Regel gepflegt werden? (Fellpfleger, Gesundheitsvorsorge, Fütterung, etc.)) Rassespezifische Fellpflege, z.B. regelmäßiges Bürsten und Entfernen von Kletten, Freihalten der Augen und Lefzen; Reinigung der Ohren, Zahnpflege, Pfotenpflege – Krallen nicht zu lang werden lassen und Hautschutz im Winter, tägliche Fütterung & täglich frisches, sauberes Trinkwasser, regelmäßige Reinigung der Liegeplätze, regelmäßige Wurmkuren
- Haben Kot- & Urinabsatz noch eine andere Frunktion als die des Ausscheidens von Stoffwechselprodukteb? Duftmarken werden an exponierten Stellen gesetzt (ähnlich wie Menschen eine Visitenkarte hinterlassen), um z.B. ein Territorium einzugrenzen oder den Sexualstatus mitzuteilen. Es handelt sich hierbei um eine chemische Kommunikation.
- Ist es möglich, dass ein ängstlicher HUnd auch aggessives Verhalten zeigt? Ja, ängstliche Hunde können defensives Aggressionsverhalten zeigen – dieses dient der Distanzerhaltung- bzw. -vergrößerung zum angstauslösenden Reiz. Er offenbart dabei seine Unsicherheit und den beginnenden Rückzug bei voller Verteidigungsbereitschaft.
- Wie wird ein neutraler Reiz bei der klassischen Konditionierung zu einem konditionierten Reiz? Erklären Sie dies am Beispiel des Clickers. Zunächst ist z.B. das Klicken des Clickers ganz neutral, der Hund verbindet also nichts mit diesem Ton, der Ton löst kein Gefühl beim Hund aus. Durch die wiederholte unmittelbare Gabe eines Leckerlis 0,5 Sekunden nach dem Klick erhält dieser zuvor neutrale Reiz eine Bedeutung, indem er ein Leckerli ankündigt. Das Klicken ist also zum konditionierten Reiz geworden.
- Ein Kunde kommt mit seinem Hund mit einer "Trennungsangst"- Problematik in ihre Hundeschule. Zählen Sie mindestens 3 Maßnahmen aus dem Bereich Haltungsmanagment und Verhaltenstraining zur Behandlung der "Trennungsangst" auf und beschreiben Sie, welches Ziel Sie mir Ihrer Behandlung verfolgen! Ein mögliches Ziel ist es, dass der Hund entspannt allein bleibt bzw. das Verlassen der Wohnung bereits in Entspannung erträgt. Schritte dahin: -Training eines sicheren Platzes, auf dem der Hund sich gut fühlt-Ritualisierung neuer stressfreier Abläufe-Extinktion der Reize mit Signalwirkung (z.B. Schlüsselklappern, Schuhe anziehen, Jacke anziehen, Tür öffnen/schließen, etc.)-Auslastung vor dem Training zum Alleine bleiben und Sicherstellung, dass alle Bedürfnisse vorläufig gestillt sind (z.B. konnte er sich vorher lösen, hat er Beschäftigung erhalten, ist er satt und hat Wasser zur Verfügung)
- An welchen Merkmalen erkennt man einen unsicheren bzw. ängstlichen Hunde? Der unsichere Hund trägt die Rute tief, das Gewicht liegt mehr auf der Hinterhand, alle Ausdruckselemente weisen möglichst von der furchtauslösenden Situation/Person weg. Die Ohren sind dementsprechend zurückgezogen, die Gesichtshaut ist glatt, bei manchen Hunden stellen sich die Haare auf dem gesamten Rücken auf. Die Steigerung der Unsicherheit ist Angst. Das Tier macht sich klein, indem es die Gelenke beugt, den Hals einzieht, den Kopf dadurch niedrig hält und die Rute unter den Bauch zieht. Die Maulwinkel werden zurückgezogen. Die Mimik fällt durch große Augen und geweitete Pupillen auf.
- Lernform beim Aufbau des Clickers? Konidtionierung beschreiben / überprüfen. Welche Lernform im anschließenden Training verwendet? Der Aufbau beruht auf der klassischen Konditionierung. Die Konditionierung erfolgt, indem der Hund nach jedem Klick innerhalb von 0,5 Sekunden ein Leckerli (oder eine andere hochgradige Belohnung, wie ein tolles Spielzeug) erhält. Diese Prozedur wird so häufig wiederholt, bis der Klick ein gutes Gefühl auslöst. Er ist ein Versprechen auf ein Leckerli. Da es sich um eine klassische Konditionierung handelt, werden wenige Wiederholungen ausreichen, um eine Verknüpfung des Clickers, mit der Belohnung herzustellen – ein richtiges Timing und die Verwendung von Super-Leckerlies vorausgesetzt. Den Erfolg dieser Konditionierung testet man z.B., indem man in den Nebenraum geht und klickt. Wenn der Hund dann umgehend freudig angeflitzt kommt, ist der Clicker positiv konditioniert und als sekundärer positiver Verstärker einsetzbar. Wenn das (noch) nicht so ist, muss die o.g. Prozedur (Klick + Leckerli) noch häufiger wiederholt werden. Das anschließende Training erfolgt nach der instrumentellen Konditionierung, da eine Bedingung hinzugefügt wird (Erfolg und Misserfolg, ein bestimmtes Verhalten wird mit Klick + Leckerli bestärkt).
- Welche Symptome gehen mit einer "Trennungsangst" einher? 8 Bsp Vokalisation, Zerstörung von Gegenständen/ Wänden/Türen/Fenstern, Urinieren, Defäkieren, Durchfall, Zittern, Hecheln, Ruhelosigkeit, Futterverweigerung, Trinkverweigerung etc.
- Ist es gesetzlich erlaubt einer Person ein krankes Tier zu verkaufen, wenn diese angibt das Tier gesund pflegen zu wollen? Gem. §3 Abs. 2 TierSchG ist es verboten, ein krankes Tier, für das ein Weiterleben mit nicht behebbaren Schmerzen oder Leiden verbunden ist, zu einem anderen Zweck als zur unverzüglichen schmerzlosen Tötung zu veräußern. Dies gilt nicht für die unmittelbare Abgabe eines kranken Tieres an eine Person oder Einrichtung mit entsprechender Genehmigung § 8 Absatz 1 Satz 1.
- Erklären Sie, was man unter konkurrierender Motivation versteht. Zwei sich widersprechende Bedürfnisse konkurrieren in derselben Situation. So gerät der Hund regelmäßig in einen Konflikt, dem Halter zu gehorchen oder seinen Bedürfnissen nachzugeben. Bsp.: Kaninchen jagen vs. Rückruf folgen; Hinsetzen vs. anderen Hund begrüßen; Schlafen vs. Spielaufforderung annehmen. Oft antwortet der Hund mit einer Übersprungshandlung.
- Existieren Rechtsvorschriften für das Halten von Hunden? Welche? Es gibt Regelungen im Grundgesetz und im Bürgerlichen Gesetzbuch, das Mietrecht enthält ebenfalls Regelungen, das Tierschutzgesetz, die Tierschutz-Hundeverordnung, das Jagdschutzgesetz, die EU Heimtier-Richtlinie, regionale Gesetze zur Hundehaltung, Gesetze zur Einfuhr von Hunden aus dem Ausland, Regelungen zur Chippflicht.
- Was ist Eigen- und was ist Fremdmotivation? Wo liegen die Unterschiede? Die Eigenmotivation (intrinsische) entsteht im Individuum selbst. Das heißt, die Tätigkeit selber macht Spaß. Eigenmotivation entsteht durch das Interesse an der Umwelt, durch Neugierde und Erkundungsverhalten. Die Fremdmotivation (extrinsische) wird von außen beeinflusst. Das heißt, die Tätigkeit selber macht nicht unbedingt Spaß, aber die zu erwartende Belohnung ist reizvoll. Auch das Locken zu einer Handlung zählt zur Fremdmotivation. Daraus ergeben sich zwei Unterschiede: in der Dauerhaftigkeit – Fremdmotivation wirkt kürzer als Eigenmotivation;in der Abhängigkeit – Fremdmotivation ist abhängig vom Hundehalter/Trainer/anderen Hund etc.
- Nenne Sie die optimale Temperatur, Pulsfrequenz und Atemfrequenz eines gesunden Hundes in Ruhe. Die normale Körpertemperatur eines Hundes liegt zwischen 37,5 und 39,4° C. Hunde mittlerer Größe haben einen Ruhepuls von etwa 80 bis 120, kleine Hunde etwa 100 bis 180, Welpen bis zu 220. Die Atemfrequenz liegt je nach Größe zwischen 10-14 (große Hunde) und 30 (kleine Hunde) Atemzügen pro Minute.
- Welche Sozialstrukturen haben Hunde? Nennen Sie den Fachbegriff! Welche sozialen Beziehungen bilden Hunde aus? Gibt es Demokratie in Hundegruppen? Sozial obligat: Hunde sind soziale Tiere und benötigen eine Gemeinschaft, um sich wohl zu fühlen. Sie bilden also eine Gemeinschaft, die sich wiederum aus vielen Zweierbeziehungen zusammensetzt. Innerhalb einer Zweierbeziehung kommt es zur Ressourcenverteilung. Die Gesamtheit aller Zweierbeziehungen bestimmt die Struktur. Demokratie ist unter Hunden nicht zu finden.
- Nennen Sie die beiden Fromen der Unterwerfung, sowie die wesentlichen Kennzeichen. Die aktive Unterwerfung ist daran zu erkennen, dass der Hund seine Rute sehr tief hält und schnell hin und her wedelt. Dabei legt er die Ohren zurück und versucht die Mundwinkel seines Gegenübers zu lecken. Er nimmt aktiv Kontakt auf. Diese Körpersprache wird zur Vermeidung von Konflikten oder zum sozialen Grüßen genutzt werden. Die Beine sind eingeknickt, die Bewegungen teilweise kriechend. Das Belecken oder Stupsen der Schnauze/des Mundwinkels des Artgenossen entstammt dem kindhaften Verhaltens des „Futterbettelns“. So gehört auch das Anspringen und „Begrüßungslecken“ oder „Begrüßungsbestupsen“ der Hand oder des Gesichtes des vertrauten und begrüßten Menschen in diesen Verhaltensbereich der freundlichen Begrüßung. Ebenso erklärt sich das häufig gezeigte „Pföteln“ mit Anheben der Pfote in Richtung des Begrüßten als eine Beschwichtigungsgeste, die als ein kindliches Verhalten aus dem Milchtritt der Welpen abgeleitet werden kann bzw. sich daraus weiterentwickelt hat. Die aktive Unterwerfung kann auch als ein Versuch der Grenzüberschreitung genutzt werden. Die passive Unterwerfung erkennt man daran, dass sich der Hund auf den Rücken legt und den Schwanz einzieht. Der Kopf ist abgewendet, der Hund verhält sich still. Er lässt sich von dem Überlegenen begutachten und begrenzen, dies ist ein passives Verhalten. Die passive Unterwerfung hat ihren Ursprung in der Welpenzeit: Neugeborene Welpen können sich noch nicht selbst lösen, die Mutterhündin dreht sie auf den Rücken und massiert mit der Zunge den Bauch. Die passive Unterwerfung wird auch als Täuschungsversuch genutzt.
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