22

Entwicklungspsychologie (Fach) / 8.) Sozial kognitive Entwicklung in früher und mittler Kindheit (Lektion)

VL8

Diese Lektion wurde von AnnekeAdn erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Theory of Mind = unser Begriffssystem, mit dem wir uns und andere als vernünftige, handelde Personen wahrnehmen, beschreiben, verstehen, erklären (Intentionalität 2.Ordnung= ich sehe, dass du siehst, dass es regent) -> Fähigkeit zwischen Überzeugungen und Realität zu unterscheiden und aus Überzeugungen Handlunsvorhersagen zu formulieren -Verstehen von Intentionalen Zuständen (proporsitionale Zustände= was man spachlich ausdrücken kann, in dem man Person etwas zuschreibt mit mentalen Verben ("glaubt")) -> Intentionalität ="aboutness" ->v.a Überzeugungen (und andere Kogn. Einstellungen): Repräsentation wie die Welt ist -> Wünsche: Repräsentation wie die Welt sein soll = Zusammen ergeben sie rationale Gründe für Handlungen -> "belief, desire psychology" -Verstehen von Handlungen (rational begründet) um gegensatz zu vloßem Verhalten - Verstehen von Empfinden und Gefühle
  • Überblick Entwicklung mit Jahren 0J.:primäre intersubjektivität/dyadische Interaktion; Beginn von Bindungsverhalten 9Monats Revolution:einfaches Verständnis von Personen als handelnde und wahrnehmende Subjekte ; "perception goal psychology"; Ebene 1 Perspektiv wechsel; joint attention; triadische Interaktion, sekundäre Intersubjektivität; Imitation; 1J: Spigel selbsterkennungstest; Empathie; Als-ob-spiel; Kooperation, Spracherwerb 3J.: Verstehen von Wünschen, Fiktion, Träumen,.. 4Jahres Revolution: Verstehen von Personen als epistemischen Subjekte; "belief-desire psychology";  Verstehen falscher Überzeugungen ("false belief task") ; Schein-sein Unterscheidung; Ebene 2 Perspektiv-wechsel, Lüge und Täuschung, Autobiographisches Gedächtnis; Repräsentation wer was repräsentiert, inkl. Mis-interpretation
  • 9 Monatsrevolution dyadische Interaktion -> triadische Interaktion primäre Intersubjektivität (face to face) -> sekundäre Intersubkektivität
  • 4 Jahres Revolution (entwicklung theory of mind) -false Belief Test (soll feststellen, wann Kinder Überzeugungen unabhängig von der Realitöt repräsentieren können) zb Smarties Aufgabe: Kind sieht smarties packung, soll sagen was da wohl drin ist. Dann gezeigt, dass da stifte drin sind; Frage an Kind: was dachtest du am Anfang, was da drin ist, was würde Y sagen, was da drin ist -> Verstehen von Subjektiven Repräsentation wie Erwachsene, Welt repräsentiert aus subjektiver Perspektive,möglich sind misinterpretation - Schein und Sein unterscheidung: wie sieht es aus? was ist es wirklich (misinterpreatation vor 4J) - Ebene 2 Perspektivwechsel: 1) wie sieht etwas für dich aus (A), wie sieht es für B aus? -Fähigkeit zur Täuschung: zb Lügen; ToM erforderlich, da Kinder ihr eigenes Wissen von fremden Überzeugungen trennen können müssen und gleichueitig verstanden haben müssen, dass Überzeugungen falsch sein können (exp: Freund oder Dieb, kann kind öügen wenn Dieb kommt)) (unterscheidung physische Sabotage:geht früher; und Täuschung (lügen))
  • Kern 4 Jahres Revolution ->Verstehen subjektiver mentaler Repräsentation -> verstehen  von präpositionalen Einstellungen -> Möglichkeit der Misinterpretation -> zentral für menschliches sozial leben (Kommunikation etc)
  • Theory of Mind und Autismus -Autismus: Form tiefgreifender Entwicklungsstörung -> sympotmatik: Defizit Trias: Kommunikation, Fantasie, regides Verhalten -> spezifische Defizite bei Theory of Mind Aufgaben, selbst wenn die allgemeine Intelligenz herauspartialisiert -> früh Defizite bzgl sozialer Kognition (joint attention, Als-ob-Spiel) - auch defizite in exektiven Funktionen
  • Erklärungsansätze (bereichspez: Theori Theorie;) Bereichspezifisch: Theorie Thorie: -> Theorie wandel im kindlichen mentalistischen Begrifsystem ->Kernprinzip: Mit der Zeit entsteht ein Theoriewandel im kindlichen Begriffsystem. Beim Kind ist vorher eine Theorie vorhanden, der das Konzept von Überzeugungen fehlt, mit Theory of Mind wird das Konzept der Überzeugungen zentral fürs Verständnis vom Verhalten anderer Menschen -Modularitätstheorie: 3Modulare Mechanismen führen zu seher frühem Verständnis falscher Überzeugungen, Scheitern in Aufgaben wegen Performanzproblemen
  • Erklärungsansätze (bereichsübergreifende Entwicklung) -Verstehen von Perspektiven (hier mentale Perspektiven) - Entwicklung von Simulationsfähigkeiten (simulationstheorie) (simulieren wie Welt von perspektive anderer ist)(für false belief task muss Kind den eigenen mentalen Zustand und den Zustand der Realität ignorieren und stattdessen den mentalen Zustand anderer simulieren) - Zentrale Rolle von exekutiven Funktionen (Korrelation exekutiver Funktionen und ToM fähigkeiten)
  • Erklärungsansätze( sozio-kulturelle Theorien) -sprache und Diskurs sind zentral (sprache und Perspektivübernahme hängen eng zusammen) Sprache hat wichtige Rolle bei Ausbildung  mit toM
  • Theory of Mind nach 4 Jahren (4punkte) 1.) Verstehen intentionale Zustände höhrer Ordnung (x weiß, dass ich weiß, das x weiß, etc); False Belief Test höhrer Ordnung (was denkst du was xy denk)-> kompetenz in Stufen mit 5-6Jahren 2.) Interpretative Theory of Mind: Verstehen der konstruktiven, interpretativen Natur des Menschlichen Geistes ( zb Ente/Kaninchen Figur, Necker-Würfel) , "doodle Aufgaben": Aufgaben zeigen mehrdeutiges Bild, dann zeigen des Ganzen Bilds, fragen was y und X denken was das bild zeigt -> "interpretatives" Antwort-Muster: man müsste x und Y unterschiedlichen Überzeugungen zuschreiben 3.) Verstehen von episodischen Denken und "stream of consciusness" : Beginnendes Verstehen im Grundschulalter von Bewusstseinstrom, unbewussten, innerem Sprechen 4.) spätere Entwicklung: zuschreibung stabiler psychischer Eigenschaften (X ist eingebildet); Verstehen komplexer gesellschaftlicher konstituierter Handlunsgformen; Erwerb einer differnzierten Erkenntnistheorie: aufgeklärter Relativismus (Erkenntnis=/= abbild der Wirklichkeit) Relativismus: Personen sehen dinge aus verschieden Perspektiven aufgeklärter Relationismus: es gibt verschiedene Perspektive, manche sind besser begründet als andere (nicht alles ist richtig)
  • Anzeige
  • Entwicklung intentionalen Handelns (handlungskontrolle) (Grundfrage, Vorschläge) Grundfrage: ab wann ist kindliches verhalten= Handlung? Vorschläge: -Bruner: Verhalten des Säuglings ist schon immer zielgerichtet Meltzoff: Imitation Neugeborener weist immer schon intentionale Strukturen auf→ „versuchen“ angestrengt, gesehene Handlung nachzumachen• Piaget: Bestes Kriterium ist instrumentelle (d.h. Mittel-Zweck) Struktur und Persistenz desVerhaltens (d.h. Keine zielführenden Verhaltensweisen, die aber nur zufällig den Zweck erfüllthaben)• Ab der Stufe IV der sensomotorischen Phase (ca. 8 Monate)• Ende der sensomotorischen Phase: Mentale Repräsentationen von Zielen möglich
  • Entwicklung reflexiver Handlungsregulation (einfaches, absichtliches Handeln vs reflexive, freie Willenshandlung) einfaches, absichtliches Handeln: - ist nicht notwendiger Weise: -selbstbewusst;  frei gewählt;  im Einklang mit anderen Wünschen der Person;   Im Einklang mit Wünschen höhrer Ordnung der Person BSP: Sucht, Tötung im Affekt Reflexive, freie Willenshandlung- Bilden und verfolgen von Absichten: sind: selbst-bewusst;  im Einklang mit anderen Wünschen der Person;   im Einklang mit Wünschen höherer Ordnung der Person (Wünsche, von denen wir wollen dass wie sie haben)
  • Ontogenetische Frage (3 Bereiche: Belohnungsaufschub) Frage: ab wann spricht man Kindern die Fähigkeit zu reflexiven Willenshandlungen zu? 3Bereiche: 1) Belohnungsaufschub (Exp: Mischel: Kinder können zwischen kleiner Belohnung jetzt und größeren später wählen.> rapide verbesserung mit 3-6J, davor halten es kinder kaum aus -> Wissen über klügere Wahl geht entsprechendem Handeln vorraus (Report vs Handlung) -> Zusammenhang zwischen Widerstehen mit 4 Jahren und Frustrationstoleranz -> selbstsicherheit und Schulnoten -> interindividuelle Unterschiede (impulisv vs puritanischer typ)
  • Ontogenetische Frage (3 Bereiche: Exekutive Kontrolle) -stark anwachsende Kompetenz ab 4-5J. - korrelation mit Theory of Mind - stetig steigende Kompetenz in mittlerer Kindheit
  • Ontogenetische Frage (3 Bereiche: selbstinstruktion) Aufgabe: Kinder sollen punkt drücken, wenn Licht angeht (bei blauem licht, nicht bei gelben) - Stufen der Sprachgestützten Willenshandlung (=selbstinstruktion) -> Fremdinstruktion zur Handlunsaktivierung als Auslöser, -aber: Instruktion zu Handlunsunterlassung hemmt Handlung nicht (2J) -> Selbstinstruktion zur Handlunsgaktivierung funktioniert als Auslöser,- aber Instruktion zur Handlungsunterlassung hemmt Handlung nicht (3J) -> privates Sprechen (laut): sematischer Inhalt der sprachlichen symbole wird beachtet,- Handlungshemmung durch Selbstinstruktion möglich (5J) -> inneres Sprechen: Internalisierung der Sprache in mittlerer Kindheit (6-9J)
  • Entwicklung des Selbstbewusstseins- Def. Selbstkonzept Def. "Wer bin ich? " -> System der Überzeugungen,Erinnerungen bzgl der eigenen Person (zT auch inklusive konativer Aspekte: Wünsche, Vorsätze= "Wunsch-Selbst") -> Grundlegende Reflexivität von Überzeugungen bzgl seiner selbst = Subjekt und Objekt, erinnernde Person und Gegenstand der Erinnerung fallen zusammen -William James: "I" = selbst als erlebendes Subjekt; "Me": selbst als reflektiertes Objekt
  • implizites Selbstbewusstsein im ersten Lebensjahr -ökologisches Selbst: "Ko-Perzeption": Außenwelt selbst (implizite Wahrnehmung der eigenen Person im Raum; keine Wahrnehmung der Außenwelt ohne Ko-perzeption (wahrnehmund des selbst)) -interpersonales Selbst: interpersonale Selbsterfahrung in zwischenmenschlicher Proto-Kommunikation ->Exp Befunde: imitation von einfachen Mundbewegungen bei Neugeborenen ~ frühe Sensitivität fü Kontengenz zwischen eigenen Bewegungen und Sinneseindrücken, zb Säuglinge reagieren systematisch auf :- eigene Berührungen vs Berührungen anderer - Live Aufnahmen von sich vs von anderen -explizites verstehen von Äquivalent-Selbst-Anderer : joit attention; rationale Imitation komplexer zielgerichteter Handlungen; Wissen, wann sie selbst imitiert werden -> impliziert; Verstehen einer Selbst-Anderer-Äquivalenz ("Like me") - Spiegel test für frühes Selbstbewusstsein - kompetenz ab ca 18Mon. Nachfolgende Entwicklungen: Sekundäre Emotionen; Empathie; Personalpronomina
  • Entwicklung des Verstehens von Kontinuität des Selbst in der Zeit: in die Vergangenheit, in die Zukunft Vergangenheit: - Differenzierung des autobiographischen Erinnerns und Erzählens (3-5J) - Differenziertes Erkennen der eigenen Kontinuität in Raum und Zeit -> Kind bekommt punk auf STirn (heimlich) ; wird gefilmt; sieht später den Filme; Greift es sich an den Kopf?-> Kompetenz mit 4 J (korreliert mit ToM ) (wie spiegeltest+ mit Zeit) in die Zukunft: -Belohnungsaufschub und Altruismus: Gemeinsamer Nenner ist einbeziehen der Wünsche einer Person, die nicht die eigenen Wünsche in hier und jetzt sind -> Altruismus: Wünsche anderer -> Belohnungsaufschub: Meine Wünsche in der Zukunft -> parallele Entwicklung mit ca 4J, korreliert mti ToM
  • Entwicklung des Selbst-Konzepts in mittlerer Kindheit -generelle Entwicklunstrends - Ausdifferenzierug: Beschreibung des Selbst nach feineren Maßstäben -wachsende Bedeutung sozialer Vergleiche (v-a.Schule) - abstraktere und systematischere Organisation des Selbst-Konzepts ->Integration gegenläufiger Seiten durch Kontext-Relativierung zb Lieb in kontext a, böse in B -> Bildung höhrer-stufiger Kategorien , zb Dispositionen ("hilfsbereit") -> multiple Vergleichsmaße : selbst über Zeit, auch simultaner Vergleich mit mehrern Anderen
  • Entwicklung der Geschlechtsidentität- Def. Geschlechtskonstanz Def. Verstehen der Unabänderlichkeit des eigenen biologischen Geschlechts
  • Stufen der Geschlechtskonstant-Kohlberg -implizite Unterscheidung der Geschlechter im 1Lj. = - Geschlechtsidentität: Kinder verstehen sich als zu einem Geschlecht zugehörig, verstehen jedoch noch nicht die Permanent mit 2.5J. =GESCHLECHTSIDENTITÄT -RELATIVE GESCHLECHTSSTAIBILTÄT = begreifen relative stabilität über Zeit hinweg (jungen werden Männer) aber verstehen noch nicht genitale (biol.) essenz des Geschlechts und Konstanz über Situationen hinweg mit 3-4J. - GESCHLECHTSKONSTANZ: Kinder begreifen die Unabänderlichkeit im vollen Sinne-> analog zu Konservierung in konkret-operationalen Phase bei piaget mit 6-7J.
  • Neuere Forschung zu Geschlechtsidentität -Stufen rel. gut bestätigt - aber: spezifisches Wissen spielt große Rolle - Erreichen von Geschlechtskonstanz korreliert mit sozial-kogn. Verstehen, v.a der Unterscheidung von Schein und Sein - Geschlechts.stereotypes Verhalten unabhängig von geschlechtskonstanz - Ansätze zum Erwerb geschlechtssterotypen Verhalten: "gender Schema theroy" -Genereller Trend: -Vorschulalter: wachsende Bedeutung von Geschlechtskategorien, jedoch sehr rigide, sterotyp - Grundschulalzer: Flexibilisierung und Differenzierung