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Psychologie (Fach) / Steop 19/20 (Lektion)

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  • Was müssen Hypthothesen sein 1.    müssen widerlegbar = falsifizierbar sein 2.    müssen widerspruchsfrei und präzise sein 1.1. Konditionalsätze wenn-dann je desto.. 3. müssen vor der Datenerhebung formuliert werden 4. beziehen sich auf empirisch überprüfbare Sachverhalte 5. sind generalisierende, theoriegeleitete Behauptungen
  • Gerichtete/ ungerichtete Hypthothese … postuliert eine Richtung des Unterschieds,H1< oder >, H0 =< oder =>, H1 nur dann gestützt, wenn der Effekt in vorhergesagter Richtung auftritt Ungerichtete Hypothese: … postuliert nur einen Unterschied, ohne die Richtung zu spezifizieren … braucht weniger Vorwissen H1 un=, H0 = • in der Psychologie können wir die H0 oder H1 eigentlich niemals zu 100% beweisen oder widerlegen  • hypothesenkonträre Einzelfälle sind explizit zugelassen • hypothesenkonforme Einzelfälle verifizieren nix  • auch ein extrem hohes Maß an Sicherheit ist kein Beweis
  • Wissenschaftliche Hypothesen sind... Wahrscheinlichkeitsaussagen Wenn wir aufgrund der statistischen Auswertung eine Entscheidung für oder gegen H0 treffen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass wir falsch liegen. • solche Fehler sind unvermeidlich und treten auf, auch wenn wir in unserer Versuchsplanung und Analyse alles richtig machen • deswegen sprechen wir von H0 /H1 «ablehnen/verwerfen» vs. «annehmen» und nicht von «beweisen» • eigentlich sollte man von Unwägbarkeiten anstatt von Fehler sprechen ·       wir müssen uns der Unwägbarkeiten bewusst sein und können versuchen, die Fehlerwahrscheinlichkeiten zu bestimmen
  • Fehlerarten Wir lehnen H0 ab (und nehmen H1 an) …  • H0 gilt in Wirklichkeit nicht  -> Hit • H0 gilt in Wirklichkeit nicht → ?-Fehler / Fehler 1. Art / Typ I Fehler → wir schließen fälschlicherweise, dass es einen Effekt gibt (dass H1 gilt) obwohl dieser in Wirklichkeit nicht vorhanden ist Wir nehmen H0 an (und lehnen H1 ab) … H0 gilt in Wirklichkeit -> ois guad H0 gilt in Wirklichkeit nicht → ?-Fehler / Fehler 2. Art / Typ II Fehler → wir schließen fälschlicherweise, dass es keinen Effekt gibt (dass H1 nicht gilt) obwohl dieser in Wirklichkeit vorhanden ist
  • Population Grundgesamtheit die ein Merkmal gemein haben Forschungsobjekt (abhängig vom Forschungskontext)
  • Kritischer Rationalismus Hypothesenprüfung erfolgt nach Falsifikationsprinzip → können nicht vollständig verifiziert werden (nicht falsifiziert → gelten als vorläufig angenommen ≠ wahr) → wir können lediglich die Sicherheit bewerten mit der wir die H0 ablehnen dürfen ≙ Stichprobenergebnisse wahrscheinlichkeitstheoretisch bewerten → zur Entscheidung brauchen wir ein sinnvolles Falsifikationskriterium → diese methodologische Entscheidung wird im  statistischen Hypothesentest formalisier, die Prüfung wahrscheinlichkeitstheoretischer Hypothesen erfolgt durch statistische Tests
  • Deskriptive Statistik beschreibt die gesammelten Daten
  • Inferenzsatistik erlaubt Schlussfolgerungen (Inferenzen) über eine Population
  • statistischen Hypothesentest: Forschungsfrage à Hypothesen formulieren à Signifikanzniveau festlegen  à Stichprobe wählen à Daten erheben à Prüfgröße/Teststatistik à Hypothese akzeptieren/verwerfen
  • wesentlichen Felder wissenschaftlicher Tätigkeiten Produktion, Kommunikation und Distribution
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  • o Kommunikation §  Wissenschaftliche Literatur (detailliert & überprüfbar) für Wissenschaftler §  Populärwissenschaftliche Literatur (vereinfacht, praktische Bedeutung) für Laien §  Massenmedien (Unterhaltungswert)
  • Arten von Plagiat: -        Vollplagiat (fremde Arbeit als eigene ausgegeben) -        Zitat ohne Beleg (Teile ohne Kenntlichmachung übernommen) -        Übersetzungsplagiat (fremdsprachige übersetzt und ganz/teilweise ohne Quellenangabe) -        Selbstplagiat (eigene Arbeit mehrmals verwendet ohne diese als Quelle anzugeben) Ghostwriting (fremde Arbeit mit Einwilligung als eigene ausgegebe
  • Aufbau einer empirischen Studie 1.     Abstract Kurzzusammenfassung der Arbeit 2.     Einleitung/Theorie 3.     Methode so genau das reproduzierbar 4.     Ergebnisse 5.     Diskussion fasst wichtigste stat Ergebnisse zusammen, bezug zu bereits vorhanden, liefert Gesamtinterpretation, refelktiert stärken und schwächen 6.     Literaturverzeichnis a.     Autor b.     Datum der Publikation (oder n.d.) c.     Titel der Arbeit d.     Publikationsangabe
  • Primärliteratur Originalarbeit
  • Sekundärliteratur zusammenfassende Darstellung von Primärliteratur
  • Einzelwerke, Sammelwerke, graue Literatur Einzelwerke: abgeschlossene Werke (wenn in Buchform: Monographie) Sammelwerke: Bücher oder Zeitschriften, mehrere Autoren & Beiträge; Herausgeber tragen Verantwortung  Zeitschriften: peer-reviewed Graue Literatur: nicht im Buchhandel erhältlich
  • peer review Begutachtung durch kompetente Fachkollegen, anonym; kritische Stellungnahme: Rat zur Annahme oder Ablehnung (Qualitätssicherung) è Objektivität è Reliabilität è Validität (PsycINFO gibt an ob peer-reviewed oder nicht)
  • (Journal) Impact Faktor Zitierhäufigkeit (Wie einflussreich?)
  • Kritik impact factor -        Schwerpunkt englischsprachige Publikationen -        Benachteiligung von Forschungsfeldern mit kleiner Scientific Community -        Bibliometrie als Maßstab für wissenschaftliche Leistung als kritisch gesehen
  • Attributionstheorie Menschen versuchen Ursachen zu finden, um Ereignisse zu verstehen
  • Induktives Schließen 1)     Direct method of agreement: mehrere Beobachtungen, die nur einen Umstand miteinander teilen -> derjenige Umstand = Ursache oder Effekt 2)     Method of difference: unterschiedliche Ereignisse, die in jedem Umstand gleich sind, außer in einem -> derjenige Umstand = Ursache oder Effekt 3)     Method of concomitant variations: zwei Phänomen variieren zu gleicher Zeit und stehen in Zusammenhang -> gemeinsame Effekte/Ursachen oder im Hintergrund Kausalzusammenhänge
  • Bewusstseinspsychologie unmittelbare Erfahrung (Wilhelm Wundt) -> Objekte, wie sie uns im Bewusstsein erscheinen (introspektiv-experimentelle Methode)
  • Introspektionsubjektiv; subjektiv; einziger Zugang zu subjektivem Erleben
  • Kriterien Introspektion Willkürliche Wahl des Zeitpunktes Optimale Einstellung der Aufmerksamkeit Wiederholung zur Sicherheit der ergebnisse Systematische Variation der Randbediengungen
  • Grenzen der Introspektive nach Wundt Geiegnet für einfache psy Vorgänge Ungeeignet für höhere psychische Vorgänge
  • Einschränkung der Objektivität bei Introspektion: Vergessen Unzugänglichkeit Verfälschbarkeit
  • Induzierte Bewegung Gesehen Strecke einer Objektbewegung steigt mit der Richtungsdifferenz zwischen Objekt- und Hintergrundbewegung
  • Experimente systematische Beobachtung einer abhängigen Variable unter verschiedenen Bedingungen der unabhängigen Variablen, bei gleichzeitiger Kontrolle von Störvariablen und zufälliger Zuordnung von Versuchsteilnehmern auf experimentelle Bedingungen. è Experimente können qualitative Daten liefern è Mit Experimenten können wir einfache (Wahrnehmung) und höhere geistige Prozesse (Einstellungen) untersuchen è Experimente entsprechen menschlichem Schlussfolgern è Daten bestehen, Theorien vergehen (Trennung)
  • Implicit Association Test (IAT): è Haupteffekt der Variable Kompatibilität -> bestätigt negative Einstellung è Interaktion der Variablen Kompatibilität und Reihenfolge (Carry-Over-Effekt)
  • Kritik der IAt   -        Kein Test (keine Retest-Reliabilität und Validität) -        Situations- und Aufgabenabhängig -        Verfälschbar (Vortäuschung) Konfundierung: zwei UV kommen in Frage (Namen-Valenz-Assoziationen oder Namen-Salienz-Assoziationen)
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  • Weber’sches Gesetz Grösse der subjek- tiven Unterschieds- schwelle verhält sich proportional zur Intensität des Vergleichsreizes.
  • Kritik der IAt   -        Kein Test (keine Retest-Reliabilität und Validität) -        Situations- und Aufgabenabhängig -        Verfälschbar (Vortäuschung) Konfundierung: zwei UV kommen in Frage (Namen-Valenz-Assoziationen oder Namen-Salienz-Assoziationen)
  • Ziel von Fachausdrücken: Ziel von Fachausdrücken ist Mehrdeutigkeit und Verwech- slungen zu minimieren (Präzi- sion).
  • Inhalte und Ziele der Psychologie Beschreiben, erklären, vorhersagen, verändern
  • beschreiben Präzises, systematisches Erfassen von Informationen (Daten) über die zu untersuchenden psychischen Phä- nomene.
 
 Methoden:
 Beobachtung, Befragung, Experi- mente, Text-/Inhaltsanalysen, Simula- tionenGütekriterien:
 Objektivität, Reliabilität und Validität.
  • erklären Interpretation der erhobenen Daten. Exploratives Verfahren:
Unbekannte Zusammenhänge aus einem Pool gewonnener Daten finden. Hypothesen-/Modell-/Theoriegeleit- ete Verfahren:
Formulierung einer übergeordneten Theorie, daraus abgeleitete postulierte Zusammenhänge (Hypothese). In- haltlicher/statistische Vergleich der Beobachtung/Resultate mit den Hy- pothesen: Verifikation oder Falsifika- tion.
  • Vorhersagen Aus belegten Modellen/Theorien Vor- hersagen über Verhalten ableiten. 
 Formulierung von Gesetzen dient auch zur Erstellung von Prognosen. • Struktur von psychischen Phänome- nen (z.B. Intelligenzstruktur, Persön- lichkeitsstruktur, Einstellungsprofil)• Dynamik (z.B. Reifungsprozesse, geistige Entwicklung, Entstehung psy- chischer Störungen) • Erfolg der Vorhersagen hängt wesentlich von der Güte der verwen- deten Theorien ab.
  • verändern Gezielte Beeinflussung von Erleben und Verhalten aufgrund der Erkenntnisse. 
 Methoden:
• Beobachtung / Befragung • Beratung• Training• Aufklärung / Bildung• Therapie
  • Induktion Schlussfolgerung vom Speziellen (einzelne beobachtete Fälle/Dat- en) auf das Allgemeine (verallgemeinerbare Theorie). Eignet sich, um neue Ideen für Gesetzmä- ßigkeiten zu gewinnen. Aber Mangel an ratio- naler Begründung.
  • Deduktion Schlussfolgerung vom Allgemeinen (Theorien) auf das Spezielle (Beo- bachtungen/Daten). 1) Daten stimmen nicht mit Vorhersage überein
 →Theorie ist widerlegt 2) Daten stimmen mit Vorhersage überein →Theorie ist vorläufig bestätigt
  • Kritischer Rationalismus: Karl Popper • Im Zuge der Sammlung empirischer Daten kann durch Induktionsschluss keine gesicherte allgemeingültige Theorie abgeleitet werden → Induk- tionsschlüße sind nicht gerechtfertigt • Es gibt keine theorieunabhängigen Beobachtungen (es ist mindestens eine subjektive Theorie im Spiel)
  • Empirismus: Wissenschaftliche Aussagen müssen auf Beobachtungen zurückzuführen sein.
  • Falsifikationsprinzip: Wir versuchen nicht Theorien konfirmatorisch zu beweisen, sondern bemühen uns die eigenen Theorien zu falsifizieren um zu lernen. geht nur, wenn man sich mit Aussagen/Hy- pothesen beschäftigt die widerlegbar sind
  • Wichtige Kriterien für Wissenschaft PSy Falsifizierbare Forschungshypothesen mit Theoriebezug, empirische Daten unter Einhaltung wissenschaftlicher Gütekriterien, Wissenschaftsethik, Nachvollzieh-barkeit und Nachprüfbarkeit sowie wissenschaftliche Veröffentlichung nach Peer-Review.
  • Empirische Forschung: ·      auf Erfahrung beruhend (Erfahrungswirklichkeit) ·      Erleben & Verhalten: aufgrund von Erfahrungen beschreiben, erklären, vorhersagen, verändern methodisch angeleitet Daten über die Erfahrungswirklichkeit sammeln
  • Untersuchungsdesigns: quantitativ, qualitativ, mixed-methods
  • quantitatives Untersuchungsdesign Merkmalsausprägungen werden Zahlen zugeordnet Anzahl gelöster Aufgaben, kritischer Rationalismus, Hypothesen testen (Deduktion) → Theorieprüfung via Falsifikation • theoretisch abgeleitete Forschungshypothesen werden mit strukturierten Datenerhebungsmethoden statistisch (numerisch) untersucht (linearer Prozess
  • qualitatives Untersuchungsdesign Merkmalsausprägungen werden verbal beschrieben : Hypothesen generieren(Induktion), andere Erkenntnistheorien (z.B. Sozialkonstruktivismus=interpretationism, Hermeneutik, Dialektik, Phänomenologie)  • Entdeckungszusammenhang → neue Theorien/Hypothesen (Induktion)  • zirkulärer und bewusst wenig strukturierter Forschungsprozess  • nicht-/teil-standardisierte Erhebungsverfahren (nicht-numerisch, verbale Daten)  • Einzelfälle / kleine samples
  • • Prinzip der reflektierten theoretischen Offenheit sich dem Thema ohne fertige Theorie und durchstrukturierten Forschungsprozess nähern ➢ Bildung neuer, auf das psychologische Phänomen zugeschnittener Theorien
  • • Prinzip der Zirkularität und Flexibilität •       Forschungsprozesses nicht linear durchgeplant, sondern mehrere Untersuchungszyklen mit Anpassung von Stichprobe / Design / Analyse… an den Untersuchungsgegenstand ➢ Annäherung an den Gegenstand