Wirtschaftsinformatik (Fach) / FOM Wirtschaftsinformatik 1. Semester (Lektion)

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Grundlagen Wirtschaftsinformatik 1. Semester FOM

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  • IT – Governance Maßnahmen, Prozesse und Strukturen, die IT-Leistungen eines Unternehmens transparenter und leichter steuerbar machen. Durch IT Governance soll sichergestellt werden, dass die IT-Strategie mit der restlichen Unternehmensstrategie übereinstimmt und die regulatorischen Vorgaben eingehalten werden.
  • Informationssysteme in Betrieben Ein Informationssystem hat nicht nur das Ziel, die Arbeitsverrichtung der einzelnen Mitarbeiter zu verbessern, sondern dient zur Unterstützung der Arbeitsverrichtungen einer größeren Organisationseinheit (Abteilung, Betrieb, …). An komplexen Aufgaben arbeiten im Regelfall viele Mitarbeiter mit unterschiedlichem Fachwissen zusammen à Geschäftsprozesse: Diese beschreiben die Notwendigen Arbeitsschritte einer komplexen Arbeitsverrichtung, wobei einzelne Arbeitsschritte von unterschiedlichen Personen verrichtet werden können.
  • Horizontale Integration Ein horizontal integriertes Informationssystem (IS) verbindet Teilsysteme aus unterschiedlichen Funktionsbereichen. Diese Funktionsbereiche liegen auf einer Ebene. Beispiel: ERP-System (z.B. SAP oder Microsoft Dynamics) -          Im Vertrieb wird eine Faktura generiert und der Kunde erhält eine ausgedruckte Rechnung -          Gleichzeitig wird automatisch in der Finanzbuchhaltung ein Beleg generiert, so dass die Forderungen und Erlöse auf die richtigen Konten gebucht werden
  • Vertikale Integration Ein vertikal integriertes Informationssystem (IS) verknüpft Teilsysteme auf verschiedene Ebenen des gleichen Funktionsbereichs. Etwa ein System für die Abwicklung von Geschäftstransaktionen mit einem Managementunterstützungssystem -          Aggregation von einzelnen Faktura Belegen zu einer mtl. Verkaufsstatistik.
  • Informationssysteme = soziotechnische Systeme; System, bei dem eine technische und soziale Teilkomponente untrennbar miteinander zusammenspielen. Während das Verhalten der technischen Komponente eines Informationssystems durch Programmierung festgelegt werden, ist das Detailverhalten der sozialen Teilkomponente weit weniger vorbestimmt.
  • Außenwirksame Informationssysteme Zwischenbetriebliche Informationssysteme; B2B-System Informationssystem, das die Informationssysteme zweier oder mehrerer Betriebe verbindet. Beispiel: Automobilzulieferer, SWIFT, SEPA
  • Konsumenteninformationssystem B2C-System Informationssystem, das zur Interaktion mit vornehmlich privaten Kunden (Konsumenten) bzw. Interessenten dient, mit denen unter Umständen noch keine geschäftlichen Kontakte bestehen. Beispiel: Online Shops, Amazon, CRM-Systeme
  • Trends der Informationsverarbeitung Befähigende Technik = enabling Technology
  • Uliquitious Computing Allgegenwärtigkeit der Informationsverarbeitung bezüglich Inanspruchnahme von Internetdiensten jederzeit und überall.
  • Augmented Reality Über Informationssysteme, die „augmented reality“ unterstützen, wird es möglich, die uns umgebende Realwelt mit Informationen aus dem Internet anzureichern. Beispiel: Smartphone Kamera oder spezielle Brillen in Echtzeit.
  • Internet der Dinge Gebrauchsgegenstände werden zunehmend mit Rechnern (Chips) ausgestattet und mit dem Internet verbunden. Diese „intelligenten Dinge“ können somit auf öffentliche verfügbare Informationen zugreifen, über das Internet gesteuert werden uns mit anderen intelligenten Dingen direkt kommunizieren.   Das Internet der Dinge ist ein Sammelbegriff für Technologien einer globalen Infrastruktur der Informationsgesellschaften, die es ermöglicht, physische und virtuelle Gegenstände miteinander zu vernetzen und sie durch Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten zu lassen
  • Prozessarchitektur Ein Ereignis löst eine Funktion aus und eine Funktion löst ein Ereignis aus. Definition von Abstraktionsebenen und von Beziehungen zwischen Prozessen.   1.       Ebene:  Prozesslandkarte – Gesamtüberblick über alle Prozesse eines Unternehmens. 2.       Ebene: Verfeinerung – Darstellung von Prozessen als Wertschöpfungskette. Eine Wertkette (Synonym) (Value Chain), stellt aufeinanderfolgende Tätigkeiten dar, die zur Herstellung eines Produktes oder einer Dienstleistung erbracht werden. 3.       Ebene: Prozessmodelle, die den genauen Ablauf darstellen. Beispiele: EPK (Ereignisgesteuerte Prozessketten), BPMN
  • Wertbeitragsanalyse Ordnet jede Funktion eines Prozesses den Kategorien wertschöpfend, geschäftserforderlich und nicht wertschöpfend zu.   -          Wertschöpfende Funktionen tragen aus der Sicht des Kunden direkt zur Wertschöpfung bei. Der Kunde würde für diesen Schritt bezahlen. -          Geschäftserforderliche Funktionen sind für den Kunden nicht direkt von Bedeutung, aber dennoch notwendig, um einen reibungslosen Geschäftsablauf zu sichern und regulatorische Anforderungen zu genügen. Typischerweise Prüfungs- und Dokumentationsaktivitäten
  • Ursache-Wirkungs-Diagramm Analyse von Ursachen für ein Problem und Unterscheidung von 6 Ursachenkategorien sind: Mensch – Maschine – Milieu – Material – Methode – Messung  
  • ARIS Architekturmodell A - Architektur R – integrierter I – Information(s) S – Systeme Das derzeit am weitesten verbreitete Architektursystem ist ARIS. ARIS ist ein Integrationskonzept zur Unternehmensmodellierung.   Ziel: ganzheitliche Betrachtung der Geschäftsprozesse Problem: hohe Komplexität des entstehenden Modells ARIS reduziert die Komplexität durch: -          Zerlegung in verschiedene Sichten -          Beschreibung auf unterschiedliche Abstraktionsebenen (Schichtenmodell)  
  • ARIS – Sichten Organisationssichten Aufbauorganisation eines Betriebs Funktionssicht = Arbeitsverrichtung (Transaktionen/kleine Teilaufgaben Faktura (Rechnungserstellung), Buchung, Wareneingang) zur Erreichung vorgegebener operationaler Ziele.
  • Datensicht Digitale Repräsentation des zur beschreibenden Realitätsausschnittes.  
  • Steuerungssicht Dient zur Modellierung der Geschäftsprozesse (Abläufe) Zusammenführung der weiteren Sichten
  • Leistungssicht Alle Dienst-, Sach- und finanziellen Leistungen     Jede der Sichten wird auf einer Fachebene modelliert Fachkonzept wird umgesetzt in ein DV Konzepts
  • ARIS Ebenen -          Das Fachkonzept: Präzisierung der betriebswirtschaftlichen Problemstellungen in einer formalisierten Beschreibungssprache (BWL-Endanwender) -          Das DV-Konzept: Übertragung in die Beschreibungselemente der Informationstechnik (Wirtschaftsinformatik) -          Die Implementierung: Konkrete Hard- und Softwaretechnische Komponenten
  • Funktionshierarchiebaum -          Beschreibung der Funktionstechnik -          Zerlegung in eine Hierarchie von Unterfunktionen bis zu den Elementarfunktionen (=Funktionen die betriebswirtschaftlich nicht mehr sinnvoll zerlegbar sind) -          Keine Reihenfolge, keine Verzweigungen -- > Mit Funktionen alleine kann kein betriebswirtschaftlicher Ablauf modelliert werden -- > Prozesse
  • Wertschöpfungskettendiagramme Darstellung betriebswirtschaftlicher Prozesse auf einem abstrakten Niveau und Veranschaulichung, wie die dargestellten Prozesse miteinander zusammenhängen
  • Ereignisgesteuerte Prozesskette Methode zur Modellierung der zeitlichen und sachlogischen (Verzweigungen) Abhängigkeiten zwischen Funktionen und Ereignissen eines Geschäftsprozesses.
  • Grundidee einer EPK Ereignisse lösen Funktionen aus, die als Ergebnis wiederrum Ereignisse hervorrufen. Konnektoren beschreiben Entscheidungen und Parallelausführungen
  • BPMN   Modellierungssprache ähnlich der EPK zur Beschreibung der zeitlichen und sachlogischen Abhängigkeiten zwischen Aktivitäten und Ereignissen. Entscheidungen und Parallelausführungen werden mit Gateways beschrieben. Die Konnektoren der EPK entsprechen in BPMN Gateways Weitere zentrale Konzepte: Swimlanes.
  • ER-Modell Ein Entity-Relationship -Modell definiert die Objekte (englisch Entity) mit ihren Attributen, die in einem Informationssystem gespeichert werden sollen. Zusätzlich werden die Beziehungen definiert.
  • ERP – Systeme Unterstützung und Integration der innerbetrieblichen Leistungsprozesse
  • Business-Suite Liefert zusätzliche Unterstützung Betriebsübergreifender Prozesse durch die Nutzung von Internet. Einbindung von Kunden und Lieferanten
  • Finanzbuchhaltung -          Sie zeichnet alle finanziellen Geschäftsvorfälle auf -          wird nach gesetzlichen Vorschriften erstellt -          Sie dient der Dokumentation, Gewinnermittlung und Steuerbemessung -          Basis betriebswirtschaftlicher Erfolgsrechnungen
  • Erfassung der Geschäftsvorfälle   -          Erfolgt auf Konten -          Es gibt verschiedene Kontenarten (Erfolgskonten, Bestandskonten, Lieferantenkonten, Debitoren/Kundenkonten) -          Aus den Bestandskonten wir die Bilanz erstellt, das heißt Gegenüberstellung des Vermögens und der Kapitalstruktur zu einem Stichtag -          Erfolgskonten: fließt in die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ein.
  • Kontenplan Ist ein Verzeichnis aller Konten, die von einem oder mehreren Buchungskreisen gemeinsam verwendet werden.
  • Das Hauptbuch Bilanz und GuV werden aus dem Hauptbuch erstellt. Im Hauptbuch werden alle Buchungen zusammengeführt.
  • Nebenbücher Debitoren-, Kreditoren-, Anlagenbuchhaltung Die Integration von Hauptbuch und Nebenbüchern erfolgt über sogenannte Abstimmungskonten Bsp. Wird für einen Kunden Eine Faktura (Rechnung) aufgestellt, dann erfolgt durch „Mitbuchung“ automatisch auch eine entsprechende Forderungsbuchung auf ein Abstimmkonto im Hauptbuch Ø  „Mitbuchtechnik“. Abstimmkonten selbst sind nicht für direkte Buchungen bestimmt.
  • Contolling Ziel: Information des Managements hinsichtlich der Kosten und Erlöse (--> Management Accounting) „Kontrolle“ (besser: Steuerung) der Wirtschaftlichkeit  
  • Teilgebiete Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung   Kostenartenrechnung   Die Kosten werden aus vorgelagerten Systemen (Personalabrechnung. FiBu, Materialwirtschaft usw.) Automatisch (IT) in die Kostenartenrechnung übernommen.   Einzelkosten   Direkt einem Produkt oder einem Auftrag zuordbar. Bsp. Materialkosten     Gemeinkosten   Nicht einem einzelnen Produkt zuordbar. Bsp. Haustechnik, Reinigung   en- und Kostenträgerrechnung
  • Primäre Gemeinkostenarten Kosten für Produktionsfaktoren, welche nicht selbst hergestellt werden, sondern von Beschaffungsmärkten bezogen. Bsp. Löhne & Gehälter, Strom & Wasser
  • Sekundäre Gemeinkostenarten Kosten, die beim Verbrauch innerbetrieblicher Leistungen auffallen. Bsp. Umlagekostenarten, Kostenarten für direkte innerbetriebliche Leistungsverrechnung
  • Kostenstellenrechnung Hauptkostenstellen: Geben keine Leistungen an andere Kostenstelle ab. Die dort anfallenden Gemeinkosten werden über Zuschlagssätze auf die Kostenträger aufgeschlagen   Hilfskostenstellen: Einbringen Leistungen für Hauptkostenstellen. Sie werden vor der Errechnung der Zuschlagssätze auf die Hauptkostenstellen umgelegt
  • Service orientierte Architektur (SOA) Verteilte Informationsarchitektur, deren Fokus auf die Ankündigung (WSDL), dem Auffinden erfolgt (UDDi) und dem dynamischen Aufrufen (REST) von anwendungsnahen und sich geschlossenen Diensten (Service) liegt
  • Webservice Softwaredienst, der über offene Protokolle und standardisierte Formate (in der Regel XML) über das Internet angeboten wird
  • Composite Application Anwendung, die aus Webservices einer SOA aufgebaut wird. Diese Webservices, die können von unterschiedlichen Quellen (Partnerunternehmen, Inhouse-Teilsystemen) zusammengeführt werden.   Beispiel:   Bestellung eines Kunden bei einem Versandhändler Prozessschritte: Erfassungs-Verfügbarkeitsprüfung-Bonitätsprüfung Bestellung-Versand-Rechnungserstellung-Zahlungseingang Für jeden Geschäftsabschnitt gibt es einen Dienst. Die Implementierung der Programmiersprache, Systemvorrausetzung, usw. kann unterschiedlich sein.  Auch können die Dienste auf unterschiedlichen Systemen, sogar in unterschiedlichen Unternehmen implementiert sein. So könne die Zahlungsfähigkeit des Kunden von einem Finanzdienstleister ermittelt werden. (Schufa Auskunft) oder die diversen Logistikleistungen werden von einem Logistikunternehmen erbracht (DHL, UPS, …) Der Zahlungseingang wird durch ein Kreditunternehmen (VISA, Mastercard, …) realisiert.
  • Suchmaschinenoptimierung SEO Bei der Suchmaschinenoptimierung werden die Techniken der Webcrawler und Sortieralgorhytmen von Suchmaschinen untersucht. Diese werden nur zum Teil offengelegt und häufig geändert, um Missbrauch zu verhindern und dem Benutzer relevante Ergebnisse zu liefern. Die nicht bekannten und geheim gehaltenen Techniken werden durch „Reverse Engineering“ der Suchergebnisse untersucht, Dabei wird analysiert, wie Suchmaschinen Webseiten und deren Inhalte indexieren und nach welchen Kriterien diese von der Suchmaschine bewertet und sortiert werden.
  • CRM CRM unterstützen Unternehmen dabei, ihre profitabelsten Kunden Kosteneffizienz an sich zu binden und gleichzeitig den Wert ihrer Kundenkontakte mit dem Ziel der Gewinnoptimierung zu steigern Bsp. Cross Selling, Up Selling Vertragsbündelung bei einer Versicherung   Bestandskundengenerierung ebenso wichtig wie die Neukundengenerierung
  • Komponenten eines CRM Systems Schnittstelle zum Kunden, zahlreiche verschiedene Kommunikationskanäle Bsp. Call Center
  • Operativer CRM Automatisierung von Marketingmaßnahmen, insbesondere die Kommunikation, den Verkauf und den Kundendienst Bsp. Kampagnenmanagement
  • Analytische CRM Auswertung der in einem Data Warehouse gespeicherten Kundendaten mittels Datenanalyse und Data Mining -> „Big Data“ Bsp. Warenkorbanalyse anhand von Kassenzetteln „Beck‘s Bier und echter Käse aus Holland“
  • Marktübersicht SAP CRM                                                             SAP Hybis Sales Force MS Dynamics On premise                                                         on demand -> Cloud basiert (Lokal auf Server im Unternehmen)   CRM Trend/Tendenz zur Cloud
  • Cookies -          Vor jeder HTTP-Anfrage wir deine neue TCP-Verbindung aufgebaut, nach Übertragung der Antwort wieder geschlossen -          Informationen aus früheren Anforderungen gehen verloren (zustandloses Protokoll) -          Ein Cookie bezeichnet Informationen zwischen Aufrufen zu speichern -          Die in Cookies erhaltenen Informationen werden in den Header – Teilen von HTTP-Anfragen und http-Antworten übertragen -          Wenn ein Webserver Cookies zu einem Webbrowser sendet, so werden sie lokal auf dem Computer als Textdatei gespeichert. -          Die Cookies werden dann bei jedem weiterem Aufruf der entsprechenden Website vom Browser zum Server übertragen Cookies werden zur Speicherung persönliche Einstellungen verwendet – vergleichbar mit einer Kundennummer
  • 2 Varianten von Cookies -          persistente Cookies werden dauerhauft auf der Festplatte gespeicherten - > individuelle Angebote bei Folgebesuchen -          Session Cookies werden nur für die Länge der Sitzung gespeichert -> Realisierung eines Warenkorbes
  • Marketing Mix Die vier klassischen Instrumente des Marketing Mix sind die sogenannte „vier P“ (1960)   Englisch                                            Deutsch P – Produkt                                      Produkt und Programmpolitik P – Price                                           Preispolitik P – Place                                           Distributionspolitik (Logistik) P – Promotion                                 Kommunikationspolitik