Psychologie (Fach) / 3Diagnostische Verfahren - TEXTE objektiv (Lektion)

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TEXTE

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  • Bewertung Emotionaler Stroop-Test und Visual Dot-Probe  diskriminieren zw. klinischen vs. nicht-klinischen Gruppen → Beurteilung der Reliabilität und Validität noch nicht möglich, da noch keine hinreichende Datengrundlage ⇒ Verfahren für praktische diagnostische Anwendungen bislang nicht zu empfehlen, eventuell Modifikation, um auch sinnvoll im nicht-klinischen Bereich angewendet werden zu können
  • Primingeffekte wenn Konfrontation mit Reiz A die Verarbeitung eines gleichzeitig oder nachfolgend dargebotenen Reizes B beeinflusst
  • Ziel von Impliziter Assoziationstest Ziel: individuelle Unterschiede automatischer Bewertungen best. Konzepte/ Kategorien messen, die aufgrund ihrer Assoziation mit best. Attributen, die den Konzepten zu- oder abgesprochen werden, zustandekommen
  • Abschnitte des IAT → Lernphasen 1. Einführung interessierender Zielkonzepte z.B. Fotos älterer und jüngerer Menschen klassifizieren in alt („links“) und jung („rechts“) 2. Einführung der Bewertungsattribute z.B. positiv oder negativ konnotierte Begriffe klassifizieren in schlecht („links“) und gut („rechts“)  → Messphase 3. Übereinanderlegen der Klassifikationen z.B. Gesichter und affektiv konnotierte Begriffe werden abwechselnd gezeigt → Lernphase 4. Umkehrung der Zielkonzeptez.B. jung („links) und alt („rechts“) → Messphase 5. Zweites Übereinanderlegen der Klassifikationenz.B. Gesichter und affektiv konnotierte Begriffe werden abwechselnd gezeigt
  • Schlussfolgerung IAT  Kontrast der Reaktionszeiten in beiden Messphasen: Maß für Assoziationsstärke zw. verwendeten Zielkonzepten und Attributen   → nur relative (keine absoluten) Aussagen möglich → reflektiert Bewertungsgefälle und nicht absolutes Ausmaß impliziter Einstellungen
  • Bewertung IAT ökonomisch (+); hinsichtlich Diskriminationsstärke anderen kognitiv-experimentellen Verfahren deutlich überlegen (+); kann (laut Autoren) automatisierte Bewertungen und Präferenzen aufdecken (+); Validität für unbewusst gesteuertes Verhalten (+); wenig anfällig für Effekte von Selbstdarstellungstendenzen/ willentlicher Verfälschung (+);hohe Reliabilität (+) geringer Zshg. zw. expliziten und impliziten Verfahren (-), d.h. Dissoziationen entsprechen theoretische Modellen mit (mind.) zwei „Ebenen“ der Informationsverarbeitung;niedrige Stabilitäten (-)
  • Bevor IAT in Individualdiagnostik angewendet wird, müssen folgende Punkte geklärt werden: Abhängigkeit der Testwerte von Situations- und Kontextmerkmalen→  d.h. inwieweit reflektieren Werte stabile Merkmale/ aktuelle Zustände? Grundlage gemessener Assoziationsstärke→ d.h. entsprechen gemessene Assoziationsstärken den (impliziten) individuellen Einstellungen? ⇒ dennoch höchstes Potenzial explizite Tests sinnvoll zu ergänzen
  • 2 zentrale Ziele: objektiver Testverfahren 1. Freiheit von kontaminierenden Einflüssen im Sinne von Antwortstilen, Selbstdarstellungstendenzen oder bewussten Täuschungsmanövern→ objektive Verfahren: Verschleierung des Messprinzips 2. Gewinnung von Informationen über latente Prozesse und Mechanismen, die individuellen Verhaltensunterschieden zugrunde liegen→ projektive Verfahren: Konfrontation mit mehrdeutigen Reizen→ implizite Verfahren: Realisierung spezifischer experimenteller Arrangements
  • Bewertung objektiver Testverfahren!!!!!!  kaum Eingang in die diagnostische Praxis gefunden→ projektive Verfahren eingesetzt, da kongruent an traditionelle psychodynamische Vorstellungen Mängel vieler Tests: geringe Ökonomie, Fehlen von Normen, unzureichende Reliabilität/ Stabilität, fehlende Belege für Validität, unklare Trennung Persönlichkeitsmerkmale und Zustände, Konstruktion oft ohne klare theoretische Vorstellungen (sondern induktiv-klassifikatorisch) Häufig festgestellte Diskrepanzen zwischen objektiven (impliziten) und subjektiven (expliziten) Maßen, sowie deren diagnostischer Bedeutung
  • Was sind Fähigkeiten? Persönlichkeitsmerkmale, die Leistungen zugrunde liegen→ Leistung als Indikator → bestimmen das maximale Leistungsniveau
  • 3 Leistungsmaßstäbe Richtigkeitsmaßstab: nur 2 Werte (richtig – falsch)Qualitätsmaßstab: mehrere StufenSchnelligkeitsmaßstab: Tempo
  • Kompetenz-Performanz-Problem? Leistung ist nur ein guter Indikator der Fähigkeit, wenn Probanden die Maßstäbe übernehmen und bereit sind „ihr Bestes zu geben“→ Übermittlung der relevanten Maßstäbe durch Instruktion / Übungsaufgaben → Motivation zur maximalen Anstrengung (Konsequenzen, ansprechende Gestaltung) → Problem Normierung: keine Ernstfallsituation
  • LeistungsTestarten Niveautest: Richtigkeit + Qualität; schwierige ItemsSchnelligkeitstest: Geschwindigkeit; einfache ItemsMischformen