16
pädagogisch-psychologische Diagnostik (Fach) / KTT - Klassische Testtheorie (Lektion)
wurde aus Arbeiten von Charles Spearman entwickelt und befasst sich im Wesentlichen mit der Größe von Messfehlern
Diese Lektion wurde von Badgirl67 erstellt.
Anzeige
- Axiom als absolut richtig erkannter Grundsatz; gültige Wahrheit, die keines Beweises bedarf
- Validität Belastbarkeit, Überprüfbarkeit, Echtheit
- Reliabilität Genauigkeit, Zuverlässigkeit
- Varianz Streuung, Spannbreite der Daten
- Reliabilitätskoeffizent Verhältnisfaktor, der angibt inwieweit zwei Messwertgrößen sich gegenseitig bedingen
- 1. zentrale Annahme = Existenzaxiom X = T + E -> der erzielte Testwert X besteht aus dem wahren Wert T und dem Messfehler E -> T ist nicht messbar, theoretischer Wert -> weder beweis- noch widerlegbar aber vernünftig T = X - E E = X - T xi = ti + ei -> für einzelne Person
- 2. Grundannahme r (TE) = 0 es gibt keine Korrelation zwischen Messfehler und wahrem Wert -> Messfehler ist unabhängig und variiert zufällig in Größe und Richtung, bei gedachter unendlicher Wiederholung beträgt der Mittelwert aller Messfehler daher 0
- 3. Grundannahme r (E1,E2) = 0 es gibt keine Korrelation zwischen Messfehlern aus verschiedenen Tests
- Reliabilitätskoeffizient -> Verhältnisfaktor, nicht direkt messbar -> die Unterschiede der beobachteten Werte (Gesamtvarianz) resultieren prozentual in einem best. Verhältnis aus interindividuellen Unterschieden (wahre Varianz) in der tatsächlichen Merkmalsausprägung und aus Messfehlern (Fehlervarianz) z.B. r = 0.8 -> 80% interindiv. Unterschiede und 20% Messfehler -> Werte zwischen 0 und 1, umgekehrt proportional zu Fehlervarianz -> keine negativen Werte, weil Fehlervarianz nie größer als Gesamtvarianz rtt = ST2 / SX2 (wahre Varianz durch Testvarianz) rtt = 1 - SE2 / SX2 (Fehlervarianz durch Testvarianz)
- Standardmessfehler -> gibt an, wie stark die Messwerte bei gedachter unendlicher Testwiederholung um den wahren Wert herum streuen -> Standardabweichung der theoretischen Verteilung der beobachteten Werte um den wahren Wert SE = SX (√1-rtt)
- Anzeige
- Konfidenzintervall 1.) Vertrauensintervall, in dem der wahre Wert liegt -> mit bestimmter Wahrscheinlichkeit (meist 95%) liegt der wahre Wert in diesem Bereich, Irrtumswahrscheinlichkeit = 5% x - 1,96 * SE ≤ t ≤ x + 1,96 * SE SE = SX (√1-rtt) (Konstante 1,96 aus z-Werte-Tabelle, zweiseitige Testung, normalverteilt, bei Irrtumswahrscheinlichkeit von 5%) (geringere Sicherheit als 95% bedeutet kleinere Intervalle und höhere Irrtumswahrscheinlichkeiten, andere Konstante) Konfidenzintervall 99% -> Konstante = 2,58 Konfidenzintervall 68% -> Konstante = 1
- vier bedeutsamn Methoden der Reliabilitätsschätzung lassen sich aus den Axiomen der KTT ableiten -> Retest-Reliabilität -> Paralleltest-Reliabilität -> Split-Half-Reliebilität -> Interne Konsistenz (Crohnbachsalpha)
- Axiome der KTT -> Verknüpfungsaxiom -> Existenzaxiom -> Unabhängigkeitsaxiom
- Hauptgütekriterien -> Validität -> Objektivität -> Reliabilität
- Methode zur Bestimmung der inneren Konsistenz eines Testes -> Cronbachs Alpha -> Berechnung eines bestimmten Reliabilitätskoeffizienten
- Nebengütekriterien -> Skalierung -> Unverfälschbarkeit -> Testökonomie