Psychologie (Fach) / 5) ICD-10 (Repetitorium 3. Auf. (2017)) (Lektion)

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  • Was spricht man von einer double depression? gleichzeitiges Vorliegen einer Dysthymia und einer depressiven Episode (keine Entsprechung in ICD-10/ DSM-V)
  • Nenne Kriterien für eine Dysthymia? Zeitkriterium (Dauer)? konstante/ konstant wiederkehrende Depression über Zeitraum von 2 Jahren, dazwischen Perioden normaler Stimmung selten länger als einige Wochen, keine hypomanischen Episoden keine/ sehr wenige der einzelnen depressiven Episoden während des 2-Jahres-Zeitraums sind so schwer/ so lange, dass sie Kriterien für leichte depressive Episode erfüllen - während einiger depressiver Episoden mind. 3 der 11 Symptome: verminderter Antrieb/ AKtivität, ausgeprägte Schlafstörungen, Verlust des Selbstvertrauens/, Gefühl von Unzulänglichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, sozialer Rückzug, Verlust des Interesses oder der Freude an Sexualität, und anderen angenehmen Aktivitäten, verminderte Gesprächigkeit, Pessimismus im Hinblick auf die Zukunft oder, Grübeln über die Vergangenheit, erkennbares Unvermögen mit den Routineanforderungen, des täglichen Lebens fertig zu werden, Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, Neigung zum Weinen
  • Was wird beim vorliegenden Symptombild diagnostiziert? -> rascher Wechsel von hypomanischen, manischen und depressiven Symptomen (innerhalb weniger Stunden), manische und depressive Symptome liegen gleichermaßen für die meiste Zeit während 2 Wochen vor -> keine vorangegange hypomanische, depressive oder gemischte Episoden? gemischte affektive Episode (F38.0)
  • Was wird diagnostiziert? -> mind. 3 Episoden einer affektiven Störung mit Beginn innerhalb eines 90-Tage-Zeitraums in 3 oder mehr aufeinanderfolgenden Jahren -> Remissionen innerhalb des 90-Tage-Zeitraums -> Zahl der saisonalen Episoden übertrifft eindeutig die Zahl evtl. auftretender nichtsaisonaler Episoden der Person saisonale affektive Störung (F38.11)
  • Was sind die Hauptbefürchtungen bei Agoraphobikern? meist fürchten Betroffene nicht die spezifische Situation, sondern die antizipierte Hilflosigkeit oder Kontrollverlust: (= sekundäre Ängste) -> hohe Erwartungsangst und Vermeidungsverhalten denoch Ängste vor: Menschenmengenöffentlichen Plätzenalleine ReisenReisen, mit weiter Entfernung von zuhause
  • Was sind diagnostische Kriterien für eine Agoraphobie? - Furcht oder Vermeidung von mind. 2 der folgenden Situationen: Menschenmengen, öffentliche Plätze, allein Reisen, Reisen, mit weiter Entfernung von zuhause - seit Auftreten der Störung mind. 2 Angstsymptome (1 aus vegetativen Symptomen) gemeinsam vorhanden - deutliche emotionale Belastung durch das Vermeidungsverhalten oder die Angstsymptome; Einsicht vorhanden, dass Angstsymptome übertrieben/ unvernünftig sind - Symptome beschränken sich ausschließlich/ vornehmlich auf gefürchteten Situationen oder Gedanken an sie
  • Nach welchen diagnostische Kriterien wird eine soziale Phobie vergeben? Ausschluss? 1)  1 oder 2 Situationen werden gemieden bzw. gefürchtet               1) deutliche Furcht, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen oder sich peinlich                            oder erniedrigend zu verhalten               2) deutliche Vermeidung, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen oder von                            Situationen, in denen die Angst besteht, sich peinlich oder erniedrigend zu verhalten 2) mind. 2 Angstsymptome (wie F40.0) und mind. 1 Angstsymptome in den gefürchteten Situationen Erröten oder ZitternMiktions- oder Defäkationsdrang bzw. Angst davorAngst zu erbrechen 3) deutliche emotionale Belastung durch die Angstsymptome oder das Vermeidungsverhalten; 4) Einsicht, dass Symptome oder Vermeidungsverhalten übertrieben/ unvernünftig ist Symptome beschränken sich ausschließlich/ vornehmlich auf gefürchteten Situationen/ Gedanken an diese ------------------------------------------ Ausschluss: Symptome unter 1. und 2. Punkt nicht bedingt durch Wahn, Halluzinationen, organisch psychische Störungen (F0), Schizophrenie (F2), affektive Störungen (F3) oder Zwangsstörung (F42)
  • Wie lautet die Unterteilung von spezifischen Phobien nach Hamm? Einteilung der spezifischen Situationen nach Quelle der Angst und Reaktionsmuster (Hamm) 1) Umwelt/ Naturgewalten-Typus: Gewitter, Stürme, Dunkelheit, Höhen (Akrophobie), Wasser Reaktionsmuster: Schwindel, Vermeidungsverhalten 2) Tier-Typus:  Spinnen (Arachnophobie), Würmer, Schlangen, RattenReaktionsmuster: v.a. sympathisch dominierte Reaktion 3) Blut-Spritzen-Verletzungs-Typus:  Anblick von Blut, medizinischen Prozeduren, Dentalphobie Reaktionsmuster: biphasisches Muster der Furchtreaktion (vasovagale Synkope); Preparedness! Applied Tension! 4) situativer Typus: Klaustrophobische Symptome (Angst vor Eingeschlossensein, Fahrstühle, Tunnel, Flugangst, Autofahren) Reaktionsmuster: v.a. kognitive Symptome 5) (andere Typen):  Erythrophobie isolierte Angst einzunässen
  • Was sind diagnostische Kriterien für eine Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst)? Ausschluss? Wann wird eine mittelgradige bzw. schwere Panikstörung vergeben? wiederholte Panikattacken, nicht auf spezifische Situation oder Objekt bezogen, oft spontan auftretend: nicht vorhersehbar, nicht verbunden mit besonderer Anstrengung, gefährlichen oder lebensbedrohlichen  Situationen (paroxysmal: anfallsweise auftretend)  - 4 Charakteristika einer Panikattacke einzelne Episode intensiver Angst oder Unbehagen abrupter Beginn erreicht innerhalb weniger Minuten Maximum, dauert mind. einige Minuten - mind. 4 der folgenden Symptome, davon mind. 1 vegetatives Symptom          - vegetative Symptome: Palpilationen, Herzklopfen oder erhöhte Herzfrequenz, Schweißausbrüche, fein- oder grobschlägiger Tremor, Mundtrockenheit (keine Folge von Medikation oder Exsikkose) - Symptome, die Thorax und Abdomen betreffen: (Brustkorb; Bauch), Atembeschwerden, Beklemmungsgefühl, Thoraxschmerzen oder -missempfindungen, Nausea oder abdominelle Missempfindungen (z.B. Unruhegefühl im Magen) - psychische Symptome: Gefühl von Schwindel, Unsicherheit, Schwäche oder Benommenheit Derealisations- oder Depersonalisationserleben, Angst vor Kontrollverlust, "verrückt werden/ auszuflippen", Angst zu sterben - allgemeine Symptome: Hitzewallungen oder Kälteschauer, Gefühllosigkeit oder Kribbelgefühle --------------------------- Ausschluss: Panikattacken sind nicht Folge einer körperlichen Störung/ organisch psychischen Störung (F0), Schizophrenie, (F2), affektiven Störung (F3), somatoformen Störung (F45) ---------------------------- mittel: mind. 4 in 4 Wochen (.00) schwer: mind. 4 in 1 Woche (.01)
  • Was sind diagnostische Kriterien einer GAS? Ausschluss? 1) Zeitraum von mind. 6 Monaten mit vorherrschender Anspannung, Besorgnis, Befürchtungen in Bezug auf alltägliche Ereignisse 2) mind. 4 Angstsymptome (aus vegetative, psychisch, Symptome der Anspannung und unspezifische Symptome (übertriebene Reaktionen auf kleine Überraschungen oder Erschrecktwerden, Konzentrationsschwierigkeiten, Leergefühl im Kopf wegen Sorgen oder Angst, anhaltende Reizbarkeit, Einschlafstörungen wegen Besorgnissen ----------------------- Ausschluss: Panikstörung F41.0, phobische Störung (F40), Zwangsstörung (F42) oder hypochondrische Störung (F54.2) Störung nicht zurückzuführen auf organische Krankheit, Hyperthyreose, organische psychische Störung (F0) oder durch psychotrope Substanzen bedingte Störung (F1), z.B. Amphetamin-Missbrauch oder Benzodiazepin-Entzug
  • Wann wird eine Diagnose der Angst und Depression, gemischt gestellt und wann nicht? vergeben -> keine der beiden ist vollumfänglich erfüllt nur dann vergeben, wenn keine der beiden Störungen so stark ausgeprägt ist, dass eine entsprechende einzelne Diagnose gerechtfertigt wäre nicht vergeben -> beide sind vollumfänglich erfüllt treten ängstliche und depressive Symptome in so starker Ausprägung auf, dass sie einzelne Diagnosen rechtfertigen, sollen beide Diagnosen gestellt und auf diese Kategorie verzichtet werden
  • Was sind Kriterien für die Diagnose einer vorwiegend Zwangsgedanke oder Grübelzwang (F42.0) sowie vorwiegend Zwangshandlungen (Zwangsrituale) (42.1)? Zeitkriterium (Dauer)? 1) allgmeine diagn. Kriterien entweder Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen  4 Merkmale der Zwangsgedanken (Ideen/ Vorstellungen) und Zwangshandlungen - werden als eigene Gedanken/ Handlungen der Betroffenen angesehen, nicht von                anderen Personen/ Einflüssen eingegeben - sie wiederholen sich dauernd und werden als unangenehm empfunden; mind. 1 bb                Zwangsgedanke/ -handlung wird als übertrieben und unsinnig anerkannt - Betroffene versuchen, Widerstand zu leisten (bei Chronifizierung kann Widerstand gering             sein); gegen mind. 1 Zwangsgedanken/ -handlung wird gegenwärtig erfolglos                         Widerstand geleistet - Ausführung des Zwangsgedanken/ -handlung ist für sich genommen unangenehm - Betroffene leiden unter Zwangsgedanken/ -handlungen und werden in sozialer oder                   individuellen Leistungsfähigkeit behindert, meist durch besonderen Zeitaufwand 2) an den meisten Tagen über Zeitraum von mind. 2 Wochen Merke: Lebenszeitprävalenz: 1-3% Geschlechtsverteilung: 1:1 Beginn: 50% bereits Beginn in Kindesalter (Early Starters)             Beginn im Erwachsenenalter (Late Starter)
  • Was sind Kriterien für eine akute Belastungsreaktion? Zeitkriterien? 1) Erleben einer außergewöhnlichen psychischen oder physischen Belastung - Kriterien aus GAS (F41.1) - mind. 4 Angstsymptome (aus vegetative, psychisch, Symptome der Anspannung und unspezifische Symptome (übertriebene Reaktionen auf kleine Überraschungen oder Erschrecktwerden, Konzentrationsschwierigkeiten, Leergefühl im Kopf wegen Sorgen oder Angst, anhaltende Reizbarkeit, Einschlafstörungen wegen Besorgnissen 2) der außergewöhnlichen Belastung folgt unmittelbar der Beginn Symptome (innerhalb 60min.) Arten: vorübergehende Belastung z.B. Autounfall -> Symptome dauern max. 8 Std. an andauernde Belastung z.B. Naturkatasthrope -> Symptome dauern max. 48 Std. an  
  • Welche Traumakategorien werden unterschieden? Typ-I-Trauma: umschriebene, singuläre, traumatische Ereignisse (z.B. Verkehrsunfall, Überfall) Typ-II-Trauma: kumulative, manchmal bereits früh in der Kindheit einsetzende und sich wiederholende Trauma (z.B. Krieg, fortgesetzter sexueller Missbrauch)
  • Was sind Kriterien einer PTBS? Zeitkriterium (Beginn)? 1) - betroffene Peson war einem kurz- oder langanhaltendem Ereignis/ Geschehen von außergewöhnlicher Bedrohung oder mit katastrophalem Ausmaß ausgesetzt, das bei jedem nahezu tiefgreifende Verzweiflung auslösen würde - anhaltende Erinnerungen oder Wiedererleben der Belastung durch aufdringliche Nachhallerinnerungen, lebendige Erinnerungen, sich wiederholende Träume oder durch innere Bedrängnis in Situationen, die der Belastung ähneln oder mit ihr in Zusammenhang stehen (Flashbacks) - Vermeidung von Umständen, die der Belastung ähneln oder mit ihr Zusammenhang stehen, werden tatsächlich oder möglichst vermieden; dieses Verhalten bestand nicht vor dem belastenden Ereignis a oder b a) tws. oder vollständige Unfähigkeit, einige wichtige Aspekte der Belastung zu erinnern b) anhaltende Symptome einer erhöhten psychischen Sensitivität und Erregung (nicht vorhanden vor der Belastung) mit 2 oder mehr von 5 Merkmalen ----------------- 2) Kriterien treten innerhalb von 6 Monaten oder erst nach 6 Monaten nach dem Belastungsereignis oder nach Ende der Belastungsperiode auf
  • Was sind die Kriterien einer Anpassungsstörung? 1) identifzierbare psychosoziale Belastung von einem nicht gewöhnlichem oder katastrophalem Ausmaß; 2) Beginn der Symptome innerhalb eines Monats 3) Symptome und Verhaltensstörungen (außer Wahngedanken und Halluzinationen) wie bei F3 (affektiven Störungen), F4 (neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen) und F91 Störungen des Sozialverhaltens; Kriterien einer einzelnen Störung werden nicht erfüllt; 4) Symptome können in Art und Schwere variieren - .20 kurze depressive Reaktion (vorübergehender leichter depressiver Zustand, Dauer: nicht länger als 1 Monat)- .21 längere depressive Reaktion (leichter depressiver Zustand als Reaktion auf eine länger anhaltende Belastungssituation, der 2 Jahre nicht überschreitet) - .22 Angst und depressive Reaktion, gemischt (Angst und depressive Symptome sind vorhanden, nicht in größerem Ausmaß als bei Angst und depressiver Störung gemischt (F41.2) oder anderen gemischten Angststörungen (F41.3)- .23 mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen (verschiedene affektive Qualitäten (Angst, Depression, Anspannung, Ärger, Besorgnis) - .24 mit vorwiegender Störung des Sozialverhaltens (z.B. Adoleszenz: Trauerreaktion äußert sich in dissozialen oder aggressivem Verhalten)- .25 mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozialverhalten - .28 mit sonstigen näher bezeichneten vorherrschenden Symptomen - .29 nicht näher bezeichnete Anpassungsstörung 5) Symptome dauern nicht länger als 6 Monate an nach Ende der Belastung oder ihrer Folgen,
  • Was wird unter einer F 44.0 dissoziative Amnesie verstanden? Ausschluss? tws. oder vollständige (selten!) Amnesie für vergangene Ereignisse oder Probleme, die traumatisch/ belastend waren oder noch sind Amnesie ist zu langanhaltend/ ausgeprägt, um mit einer normalen Vergesslichkeit oder durch gewollte Simulation erklärt werden zu können; Schwere und Ausmaß der Amnesie können von einer Untersuchung zur anderen wechseln ----------------- Ausschluss:alkohol- oder substanzbedingte amnestische Störung (F10.6-F19.6)nicht näher bezeichnete Amnesie (R41.1)anterograde Amnesie (R41.1)retrograde Amnesie (R41.2)nicht alkoholbedingtes organisches amnestisches Syndrom (F04)postiktale Amnesie bei Epilepsie (G40.x; R41.x)diagn. Kriterien
  • Was ist ein F44.1 dissoziative Fugue? Ausschluss? unerwartete, gleichwohl äußerlich normal organisierte Reise mit Entfernung von zuhause oder vom gewohnten Arbeitsplatz/ sozialen Aktivitäten; Selbstversorgung bleibt weitgehend erhalten tws. oder vollständige Amnesie für die REise, die das 2. Kriterium der Amnesie erfüllt (F44.0)betroffen ist hier v.a. das autobiographische Gedächtnis - Ausschluss: postiktale Fugue bei Epilepsie (G40)
  • Was ist ein F44.2 dissoziativer Stupor? Ausschluss? beträchtliche Verringerung/ Fehlen willkürlicher Bewegung und der Sprache sowie der normalen Reaktion auf Licht, Geräusche und Berührung normale Muskeltonus, aufrechte Haltung und Atmung sind erhalten (und Koordination der Augenbewegungen) ----------------- Ausschluss:depressiver Stupor (F31-F33)katatoner Stupor (F20.2)manischer Stupor (F30.2)nicht näher bezeichneter Stupor (R40.1)organisch katatone Störung (F06.1)
  • Wie ist der überwiegende Verlauf einer Somatisierungstörung? Was sind diagnostische Kriterien? Zeitkriterium (Mindestdauer)? a) chronsich und fluktuierend, dazu meist lange und komplizierte "Patienten-Karriere" b)  - multiple und wechselnde körperliche Symptime - bekannte körperliche Erkrankungen erklären nicht die Schwere, Dauer und Ausma0ß - andauerndes Leid und mind. 3 mal ärztliche Konsultation oder Zusatzuntersuchung; dazu oft   Selbstmedikation oder Besuche bei "Landheilern" - hartneckige Weigerung medizinische Feststellungen zu akzeptieren bzw. zu akzeptieren,             dass keine körperlichen Ursachen für die Erklärung der Symptome vorliegen c) - Vorgeschichte von mind. 2 Jahren
  • Was wird diagnostoziert, wenn sich das Symptombild einer Somatisierungsstörung nicht vollumfänglich zeigt, es dennoch über einen Zeitraum von 6 Monaten auftritt? F45.1 undifferenzierte Somatisierungsstörung viel häufigere Diagnose! als Somatisierungsstörung selbst ->Dauer der Störung: mind. 6 Monate. vollständige und typische klinische Bild einer  Somatisierungsstörung (F54.0) ist nicht erfüllt
  • Anhaltende Beschäftigung mit einer vermuteten Entstellung oder Missbildung. F45.21 Hypochondrische Störung (Dysmorphophobie (nicht wahnhaft))
  • Wie lange muss eine hypochondrische Störung anhalten, so dass diese diagnostiziert werden darf? 6 Monate
  • Was sind diagnostische Kriterien für eine somatoforme autonome Funktionsstörung? Allgemein: Symptome (Schwitzen, Herzklopfen, Zittern) werden so geschildert, als beruhten sie auf der Erkrankung eines Organs oder Systems, welches vornehmlich vegetativ innerviert wird Pat. beschäftigen sich wie bei Hypochondrie mit Möglichkeit der Erkrankung dieses Organsystems, ohne jedoch eine genaue Bezeichnung der möglichen Erkrankung vorzunehmen Symptome der autonomen veg. Erregung werden einer körperl. Krankheit in einem/mehreren System oder Organ zugeordnet: - Herz und kardiovaskuläres System- oberer Gastrointestinaltrakt (Ösphagus und Magen)- unterer Gastrointestinaltrakt- respiratorisches System- Urogenitalsystem mind 2. der veg. Symptome: (objektivierbare Symptome) Palpitationen, Schweißausbrüche (warm oder kalt), Mundtrockenheit, Hitzewallungen oder Erröten, Druckgefühl im Epigastrium, Kribbeln oder Unruhe in der Magengegend + mind. 1 folgender Symptome(subjektive Beschwerden, unspezifischer und wechselnder Natur) Brustschmerzen oder Druckgefühl in der Herzgegend, Dyspnoe (Atemnot) oder Hyperventilation, außergewöhnliche Ermüdbarkeit bei leichter Anstrengung, Aerophagie (Luftschlucken), Singultus (Schluckauf) oder brennendes Gefühl im Brustkorb oder Epigastrium, Bericht über häufigen Stuhlgang, erhöhte Miktionsfrequenz oder Dysurie, Gefühl der Überblähung oder VöllegefühlKein Nachweis einer Störung von Struktur oder Funktion der Organe oder Systeme, über welche sich Pat. Sorgen machen
  • Wann werden sonstige somatoforme Störungen diagnostiziert? - alle anderen Störungen der Wahrnehmung, der Körperfunktion und des Verhaltens, die nicht durch das vegetative Nervensystem vermittelt werden (z.B. psychogenes Zähneknirschen, Globus hystericus= "Kloß im Hals") - Störungen sind auf spezifische Teile/Systeme des Körpers begrenzt: vs. Somatisierungsstörung: multiple, sich oft ändernde Klagen über Ursachen und - Symptome stehen in engen Zusammenhang mit belastenden Ereignissen oder Problemen
  • Wahrnehmung von Ermüdbarkeit und Schwäche sowie befürchtete Konsequenz werden mit geringer Leistungsfähigkeit belegt Ausschluss benigne myalgische Enzephalomyelitis Burn-out-Syndrom (Z73.0) nicht näher bezeichnete Asthenie R53 Psychoasthenie F48.8 Unwohlsein und Ermüdung F53 diagn. Kriterien 1 oder 2 anhaltendes oder quälendes Erschöpfungsgefühl nach geringer geistiger Anstrengung anhaltende und quälende Müdigkeit und Schwäche nach geringer körperlicher Anstrengung mind. 1 Symptom von akute oder chronische Muskelschmerzen Benommenheit Spannungskopfschmerz, Schlafstörung, Unfähigkeit, sich zu entspannen, Reizbarkeit Betroffene sind nicht in der Lage, sich von den Beeinträchtigungen (erster Punkt) sich innerhalb eines normalen Zeitraumes von Ruhe, Entspannung oder Ablenkung zu erholen Dauer: mind. 3 Monate Neuroasthenie
  • Wann wird ein F48.1 Depersonalisations- und Derealisationssyndrom vergeben? sehr selten in reiner, isolierter Form oft in Zusammenhang mit depressiven und phobischen Störungen, Zwangsstörungen und Schizophrenie diagn. Kriterien1 oder 2 Depersonalisation: Gefühl, von entfernt sein, "nicht richtig hier" sein; Gefühle und Empfindungen und inneres Selbstgefühl sind losgelöst/fremd/ nicht ihr eigen/ unangehmen/ verloren/ gehören jemand anderen/Gefühl, in Schauspiel mitzuspielen Derealisation: Gefühl von Unwirklichkeit; Umgebung/ bestimmte Objekte, sieht fremd aus/ verzerrt/ farblos/ leblos/ eintönig/uninteressant; Umgebung= Bühne, auf der jedermann spielt Einsicht, dass Veränderung nicht von außen durch andere Personen/ Kräfte eingegeben wurde, bleibt erhalten
  • Was sind diagn. Kriterien für eine Anorexie Nervosa (F50)? 1)Gewichtsverlust/ bei Kindern: fehlende Gewichtszunahme; -> Körpergewicht von mind. 15% unter normalen oder für das Alter und Körpergröße erwartete Gewicht (vgl. BMI) 2) Gewichtsverlust ist selbst herbeigeführt durch Vermeidung von "fettmach." Essen                                    3)Selbstwahrnehmung als "zu fett" verbunden mit Furcht, zu dick zu werden-> sehr niedrige Gewichtsschwelle 4) umfassende endokrine Störung der Achse Hypothalamus-Hypophyse-Gonade: Amenorrhoe (Frauen) bzw.  Interessenverlust beim Sex und Potenzverlust (Männer); Kriterien 1 und 2 von Bulimia nervosa werden nicht erfüllt
  • Wann wird eine F50.1 atypische Anorexia nervosa vergeben? klinische Bild nicht vollständig erfüllt, z.B. keine Amenorrhoe oder fehlende Angst, dick zu werden
  • Was sind Kriterien für eine F50.2 Bulimia nervosa? Zeitkriterium? 1) - Häufige Episoden von Fressattacken/ Esstaumel große Mengen Nahrung werden in sehr kurzer Zeit konsumiert - andauernde Beschäftigung mit Essen, unwiderstehliche Gier oder Zwang zu essen (Craving) - Versuche, der Gewichtszunahme mit mind. 1 Verhaltensweise entgegenzusteuern:  · selbstinduziertes Erbrechen  · Missbrauch von Abführmitteln  · zeitweilige Hungerperioden  · Gebrauch von Appetitzüglern, Schilddrüsenpräparate, Diuretika (Arzneimittel zur vermehrten Ausschwemmung von Urin); bei Diabetiker: Vernachlässigung der Insulinbehandlung - Selbstwahrnehmung als "zu fett", mit sich aufdrängender Furcht, zu dick zu werden (führt meist zu Untergewicht) 2) Zeitraum: innerhalb 3 Monaten mind. 2 x Woche
  • Wann wird eine F50.3 atypische Bulimia nervosa vergeben? Gesamtbild der Bulimia nervosa wird nicht erfüllt: z.B. keine signifikanten Gewichtsveränderungen (trotz Ess-Anfälle und übermäßiger Gebrauch von gegensteuernden Verhaltensweisen) oder keine typische Sorge um Körperform und Gewicht; Betroffene mit Normal- oder Übergewicht
  • Wann wird eine F50.4 Essattacken bei anderen psychischen Störungen vergeben? "reaktives Übergewicht": übermäßiges Essen im Zusammenhang mit belastenden Ereignissen, das zu Übergewicht geführt hat -> Bezug zu Binge-Eating-Disorder(DSM-V) Ausschluss: Adipositas Adipositas als Ursache einer psychischen Störung gehört nicht unter F50, sondern ist unter "sonstige affektive Störung" (F38), "Angst und depressive Störung gemischt" (F41.8) oder "nicht näher bezeichnete neurotische Störung" (F48.9) einzuordnen
  • Wie lauten die beiden wichtigsten organischen Schlafstörungen? Welche Gruppen von Schlafstörungen werden unterschieden? a) - Schlafapnoe-Syndrom - Narkolepsie b) Dyssomnien - Störung von Dauer, Zeitpunkt und Qualität des Schlafs Parasomnien - Aufwach- und Arousalstörungen
  • Welche Diagnosen fallen unter die Kategorie "nichtorganische Schlafstörungen"? F51.0 nichtorganische Insmonie F51.1 nichtorganische Hypersomnie F51.2 nichtorganische Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus F51.3 Schlafwandeln (Somnambulismus) F51.4 Pavor nocturnus F51.5 Albträume (Angssträume)
  • Was versteht man unter F51.4 Pavor nocturnus? Was sind Auslöser? mind. 2 Episoden von Erwachen aus Schlaf mit Panikschrei, heftiger Angst, Körperbewegungen und vegetativer Überreg-barkeit mit Tachykardie, Herzklopfen, schneller Atmung und Schweißausbruch Dauer: weniger als 10 Minuten wenn andere Personen versuchen, auf Pat. während der Episode beruhigend einzuwirken, reagieren Betroffenen nicht; darauf folgen Desorientiertheit und perservierende Bewegungen -> Stress, Fieber, Medikamenteneinfluss
  • Nennen sie sexuelle Funktionsstörungen! F52.0 Mangel oder Verlust an sexuellem Verlangen F52.1 sexuelle Aversion und mangelnde sexuelle Befriedigung F52.2 Versagen genitaler Reaktionen F52.3 Orgasmusstörung F52.4 Ejaculatio praecox F52.5 nichtorganischer Vaginismus F52.6 nichtorganische Dyspareunie F52.7 gesteigertes sexuelle Verlangen
  • Schmerzen während des Sexualverkehrs häufig: lokales krankhaftes Geschehen -> unter der entsprechenden Störung klassifizieren;  diese Kategorie nur dann verwenden, wenn keine andere primäre nicht-organische Sexualstörung vorliegt (kein Vaginismus oder fehlende/ mangelnde vaginale Lubrikation) F52.6 nichtorganische Dyspareunie
  • Als postpartale Depression bekannt wird diese innerhalb des ICD-10 klassifiziert als? Zeitkriterium (Beginn)? F53.0 leichte psychische und Verhaltensstörungen im Wochenbett, andernorts nicht klassifiziert F53.1 schwer Wochenbett= 6 Wochen nach Entbindung; -> die hier aufgeführten Diagnosen nur dann vergeben, wenn sich das Zustandsbild innerhalb dieses Zeitraums zeigt und nicht die Kriterien für andere in der ICD-10 klassifizierbare Störungen erfüllt
  • Was fällt unter die F55 schädlicher Gebrauch von nicht- abhängigkeitserzeugenden Substanzen? auch bei nichtabhängigkeits- und nichtentzugserzeugenden Substanzen kommt es durch übermäßigen Konsum, der oft initial ärztlich verordnet begann, zu schädlichen körperl. Auswirkungen (Elektrolytstörungen, Nierenfunktions- störungen) oft hat Betroffener starkes Verlangen, es entwickelt sich jedoch keine Abhängigkeits- oder Entzugssymptome trotz Entwicklung von körperlichen Schäden setzen Betroffene Konsum fort Gruppen: 1) psychotrope Substanzen, die keine Abhängigkeit hervorrufen, z.B. Antidepressiva 2) Laxantien 3) Analgetika, die ohne ärztliche Verordnung erworben werden können, z.B. Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol
  • Wann wird eine kombinierte Persönlichkeitsstörung vergeben? Pat. die zwar die allgemeinen Kriterien einer PS erfüllen, jedoch nicht die für eine spezifische PS werden Merkmale verschiedener PS erfüllt, jedoch kein vorherrschendes Symptombild, das eine genauere Diagnose ermöglichen würde -> F61.0
  • Ordnen Sie die Persönlichkeitsstörungen dem jeweiligen Cluster zu! A? B? C? A) paranoid, schizoid, schizotyp (sonderbar) B) histrionisch, borderline, narzistisch, antisozial (dramatisch, launisch, emotional) C) vermeidend-selbstunsicher, dependent, zwanghaft (ängstlich-furchtsam)
  • Was sind die allgemeinen Kriterien für PS? 1) charakteristische und dauerhafte innere Erfahrungs- und Verhaltensmuster der Betroffenen weichen von kulturell erwarteten und akzeptierten Vorgaben (Normen) ab; äußerst sich in mind. 2 Bereiche: - Kognition, Affektivität, Impulskontrolle, Umgang mit Menschen 2) Abweichung ist so ausgeprägt, dass das Verhalten in vielen persönlichen und sozialen Situationen unflexibel, unangepasst oder unzweckmäßig ist 3) pers. Leidensdruck 4) Nachweis, dass Abweichung stabil, von langer Dauer ist, in spätem Kindesalter oder Adoleszenz begonnen hat
  • Was ist das Zeitkriterium für eine F62.0 andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung? diagnostizieren, wenn nach einer mind. 2-jährigen PTBS ein Zeitraum von mind. 2 Jahren vergangen ist, in dem die Kriterien der F62.1 erfüllt waren
  • Welche Erkrankungen fallen unter die Kategorie F63 abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle? F63.0 pathologisches Spielen F63.1 Pathologische Brandstiftung (Pyromanie) F63.2 pathologisches Stehlen (Kleptomanie) F63.3 Trichotillomanie F63.8 sonstige abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle F63.9 abnorme Gewohnheit und Störung der Impulskontrolle, nicht näher bezeichnet
  • Wunsch, als Angehörige des anderen Geschlechts zu leben und als solche akzeptiert zu werden, i.d.R. verbunden mit Wunsch, den eigenen Körper durch chirurgische und hormonelle Behandlung dem bevorzugten Geschlecht soweit als möglich anzugleichen -transsexuelle Identität besteht seit mind. 2 Jahren Transsexualismus ist nicht Symptom einer anderen psychischen Erkrankung, wie z.B. einer Schizophrenie und geht nicht mit einer Chromosomenaberrationen einher DSM-V: Geschlechtsdysphorie: Leiden im gegenschlechtlichen Körper zu sein F64 - Transsexualismus
  • Tragen der Kleidung des anderen Geschlechts (cross-dressing), um sich vorübergehend dem anderen Geschlecht zugehörig zu fühlen - Fehlen einer sexuellen Motivation für das Tragen der Kleidung des anderen Geschlechts - kein Wunsch nach Geschlechtsumwandlung ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Was sollte diagnostiziert werden? Transsexualismus unter Beibehaltung beider Geschlechterrollen (F64.1)
  • Grenzen Sie die F66.0 sexuelle Reifungskrise von der F66.1 ichdystone Sexualorientierung und der F66.2 sexuelle Beziehungsstörung ab! sexuelle Reifungskrise - jemand leider darunter nicht zu wissen welche sexuelle Orientierung er oder sie hat ichdyston - jemand weiß um seine sexuelle Orientierung aber leidet darunter und möchte eine andere haben sexuelle Beziehungsstörung - jemand ist sich seiner sexuellen Orientierung (z.B. Bisexualität) oder einer sexuellen Präferenz (Päophilie) klar, kann diese aber nicht in seine Beziehung integrieren
  • Wird verwendet, wenn psychische und Verhaltens- Faktoren eine große Rolle in der Manifestation und dem Verlauf körperlicher Krankheiten spielen die psychischen Störungen (z.B. Sorgen, chronische Konflikte, ängstliche Erwartung u.a. ) + zusätzlich: körperliche Störung kodieren z.B. Asthma F54 und J45 Colitis ulcerosa F54 und K51 F54 Psychische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten
  • Welche Diagnose wird auch als sog. "Rentenneurose" oder "Münchhausen-Syndrom" bezeichnet? Wie unterscheidet sich diese Diagnose von einer weiteren Diagnose aus der Kategorie der andere Verhaltens-und Persönlichkeitsstörungen (bei Erwachsenen)? a) F68.0 Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen b) bei der erstgenannten Diagnose stehen bei personen materiellgebundene Bedürfnisse (meistens Geld) im Vordergrund der Bestrebungen. Bei der artifizielle Störung hingegen versuchen Betroffene meist interne personengebundene Bedürfnisse (z.B. Zuwendung) zu bedfriedigen + F68.0 hier liegt eine körperliche Erkrankung bzw. Symptome vor, die jedoch länger als für         gewöhnlich anhalten    F68.1 hier liegt keine seelische oder körperliche Erkrankung vor
  • 1) Ab welchem IQ wird nach ICD-10 von einer: a) durchschnittliche Intelligenz b) Lernbehinderung c) leichte Intelligenzminderung (Debilität) d) mittelgradige Intelligenzminderung (Imbezilität) e) schwere Intelligenzminderung (schwere Oligophrenie) f) schwerste Lernbehinderung (schwerste Oligophrenie) gesprochen? 2) Ab welchem IQ wird von einer geistigen Behinderung gesprochen? 1) a) 85-115  b) 70-84 (<85) c) 50-69 (<70) d) 35-49 (<50) e) 20-34 (<35) f) <20 2) c) <70