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Psychologie (Fach) / 3) Medizinische Grundlagen (Repetitorium 3. Auf. (2017)) (Lektion)

Aufbau und Funktion Nervensystems, Neuro- und Sinnesphysiologie, Ausgewählte Organsysteme und deren Erkrankungen

Diese Lektion wurde von Steefano erstellt.

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  • Was ist Verwirrtheit? akute, subakute oder chronisch progrediente Denktstörung, die von einer Bewusstseinsstörung begleitet sein kann. Pat. zeigt inadäquates Verhalten bei verschiedenen Gelegenheiten;Gründe meist organischer Natur (Demenz, Intoxikation, Hirninfarkt)
  • Was ist ein Wachkoma? nach schweren Hirnschädigungen bleiben Funktionen von Zwischenhirn, Hirnstamm und Rückenmark erhalten, während Kortex nicht zur Verfügung steht Pat. wirken wach, sind aber ohne Bewusstsein
  • Worin unterscheiden sich Clusterkopfschmerzen von Spannungskopfschmerzen nach: Geschlecht Dauer Symptome (wichtig) Charakter und Lokalisation Ursache Therapie Geschlecht: Cluster - vorwiegend Männer Spannnung - vorwiegend Frauen betroffen Dauer: Cluster - 20-120 Min täglich eher nachts einige Wochen lang, dann wieder Monate nichts (1-2 Cluster pro J.) Spannung - Dauerkopfschmerz über Wochen hinweg, eher tagsüber Symptome: Cluster - tränendes gerötetes Auge, Nasenlaufen evtl. Miosis, Ptosis Spannung - Schlafstörungern, Anspannung, Ängstlichkeit Lokalisation: Cluster - streng einseitig, stechend im Bereich des Auges und sehr stark, Bewegungsdrang, 10/10 Spannung - holozephal, diffus, drückend, nicht pulsierend 4/10 Ursache: Cluster - fam. Häufung Spannung - Verspannungen in Schulter-Nacken, unklare Pathogenese Therapie: Cluster - reiner Sauerstoff Spannung -  kurzfristig: Kälte, entzündungshemmende Analgetika (Diclofenac, Ibu, Aspirin)                    langfristig: Amitriptylin, Entspannungsverfahren, PT, Biofeedback
  • Was bedeutet Potenzierung im Rahmen neuronaler Aktivität? = Verstärkung der synaptischen Übertragung durch synaptische Plastizität
  • Was bedeutet Depression im Rahmen neuronaler Aktivität? = Abschwächung der synaptischen Übertragung durch synaptische Plastizität
  • Was besagt neuronale Plastizität? = Fähigkeit von Nervenzellen, sich gemäß ihrer Verwendung zu verändern, indem zu Veränderungen an den Synapsen kommt
  • Worin unterscheidet sich die protopathischen von der epikritischen Sensibilität? ersteres nimmt diffuse Empfindungen von Schmerz, Temperatur und Druck war, letzteres feine diskriminierende Wahrnehmung von Reizen
  • Wie werden die Schmerzrezeptoren genannt? Nozizeptoren
  • Wie lässt sich Psychogene Blindheit feststellen? subjektiver Verlust des Sehens -> durch visuell evozierte Potenziale lässt sich die Reizantwort des ZNS auf eine optische Reizung der Augen im EEG ableiten
  • Ab wann spricht man von chronischem Schmerz? Dauer: länger als 6 Monate Warnfunktion ist verloren gegangen, Entstehung chronischer Schmerzen steht im Zusammenhang mit Ausbildung des Schmerzgedächtnisses z.B. Fibromyalgie
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  • Was versteht man unter Habituation? Wirkung eines Reizes und die damit ausgelöste psychophsyiologische Reaktion nimmt bei wiederholter Reizdarbietung ab und dient der Verhinderung der Beachtung bekannter Reize genauer: es handelt sich um die Verringerung der Intensität einer Orientierungsreaktion nach wiederholter Reizdarbietung
  • Was beschreibt Adaptation? beschreibt die Abnahme einer psychophysiologischen Reaktion -> Erhöhung der Reizschwelle eines Sinnesorgans bei kontinuierlicher Reizung
  • Vergleiche Adaptation und Habituation! Habi: Abnahme der Intensität einer Orientierungsreaktion Adap: Erhöhung einer Reizschwelle bei kontinuierlicher Reizung
  • Was ist Extinktion? Abnahme der Reaktionsintensität einer klassisch oder instrumentell gelernten Reaktion
  • Für was werden evozierte Potentiale genutzt? = Spannungsänderungen, die durch Reizungen eines Sinnesorgans oder der peripheren Nerven entstehen visuell evozierte Potenziale --> Beurteilung des Sehnervs und der Sehbahn, z.B. zur Abgrenzung von organischer und psychogener Blindheit
  • Was lassen sich über die EEG Daten von Jugendlichen und Erwachsenen sagen? EEG Wellen von Jugendlichen sind deutlich langsamer und unregelmäßiger als bei Erwachsenen
  • Was zeigen Theta-Wellen? Erwachsene: Schläfrigkeit und leichte Schlafphasen bei Kindern auch im Wachzustand physiologisch
  • Was zeigen Delta-Wellen? typisch für traumlose Tiefschlafphase, bei Koma, Narkose bei wachen Menschen Hinweis auf Hirnschädigung, bei Kindern auch im Wachzustand physiologisch
  • Was zeigen Alpha-Wellen? physiologischer Grundrhythmus des ruhenden Gehirns, typisch für Wachzustand bei geringer Aufmerksamkeit (wach und Augen geschlossen), bei Konzentration oder Aufmerksamkeit Übergang in den Beta-Rhythmus ("Alpha-Block") an allen Ableitungen gleich synchronisiertes EEG, assoziiert mit Entspannung
  • Was zeigen Beta-Wellen? Auftreten unter geistiger Anspannung und bei Sinnesreizen im Wachzustand mit geöffneten Augen an unterschiedlichen Ableitungen unterschiedlich (desynchronisiertes EEG) typisch für REM-Schlaf
  • Was ist typisch für die Schlafstadien? pro Nacht werden Phasen (Einschlafstadium, Stadium 1-4, REM-Schlaf) zyklisch 3-5 mal durchlaufen, wobei Tiefschlaf abnimmt und REM-Schlaf zunimmt
  • Welche Auswirkungen haben z.B. Benzodiazepine auf den Schlaf? verkürzt REM-Phasen
  • Was wird auch der orthodoxe Schlaf genannt? Stadien I-IV: NON-REM
  • Was misst die Magnetenzephalografie? Für was wird sie genutzt? 1) jeder elektrische Strom geht mit einem Magnetfeld einher --> MEG: Magnetfelder, die durch elektrische Signale der Nervenzellen erzeugt werden, werden erfasst 2) zur Aufdeckung und Erfassung von Epilepsieherden
  • Was ist der Hautwiderstand? = Maß für elektrische Leitfähigkeit der Haut, wird von Aktivität der Schweißdrüsen bestimmt -> hoher Widerstand spricht für wenig Erregung und Entspannung (Messung im Biofeedback)
  • Was wird im MRT gemessen? Was ist der Vorteil zum CT? 1) Magnetresonanztomografie Pat. wird starken Magnetfeldern ausgesetzt, eingestrahlte Hochfrequenzimpulse bewirken unterschiedliche Zustände der Wasserstoffatome -> nach Abschalten wird eingestrahlte Energie abgegeben und daraus ein Bild aufgebaut Grundlage für Bildkontrast sind unterschiedliche Relaxationszeiten verschiedener Gewebearten und unterschiedlicher Gehalt an Wasserstoffatomen in Geweben (Muskeln, Knochen) 2) Vorteile gegenüber CT überlegener Weichteilkontrastkeine belastende Strahlung
  • Was wird im CT gemessen? Computertomographie Röntgenaufnahmen werden beim Durchdringen von Gewebe abgeschwächt, Grad der Abschwächung wird mit CT gemessen --> 3-dimensionales Bild: feinere Differenzierung der Gewebsdichte als bei normalen Röntgen (Weichteilkontrast) eignet sich zur Darstellung von Tumoren, Infarkten, Blutungen schneller, aber ungenauer -> jedoch hohe Strahlung
  • Was misst fMRT? funktionale Magnetresonanztomografie/funktionales Magnetresonanz-Imaging Weiterentwicklung des MRT ermöglicht Aufnahmen, die Durchblutungsveränderungen von Hirnarealen sichtbar machen in Zusammenhang mit neuronaler Aktivität kommt es lokal zu Veränderungen der Oxygierung (Sauerstoff-sättigung) des Blutflusses und Blutvolumens in umschriebenen Hirnregionen (BOLD-Effekt: Blood-Oxygenation-Level-Depend-Effekt) Bild der aktiven Hirnareale bzw. Aktivitätsveränderungen (z.B. beim Lösen bestimmter Aufgaben) -> Vorteil gegenüber PET/ SPECT = keine Strahlung
  • Was misst PET und SPECT? Positronen-Emissionstomographie; Single-Photon-Emissionscomputertomographie computergestützte, schichtweise Abbildung der Radioaktivitätsverteilung in Organen nach Injektion oder Inhalation schwach radioaktiver Substanzen (Tracer), um Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar zu machen Berechnung der Bilder erfolgt aus Strahlung, die der Körper abgibt, denn wie stark sich der Tracer (z.B. radioaktiv markiertes Traubenzucker) in der zu untersuchenden Körperregion anreichert, hängt von Stoffwechselaktivität ab: Tumore haben oft anderen Energiestoffwechsel als gesundes Geweben Einsatz in Neurologie, Kardiologie, Onkologie
  • Was stellt die propriozeptive Wahrnehmung dar? Wahrnehmung der Körperlage-  und Bewegungen im Raum (Tiefensensibilität)
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  • Was stellt die viszerozeptive Wahrnehmung dar? Wahrnehmung der eigenen Organtätigkeit
  • Welche Eiweißstrukturen erlauben dem Muskel die Fähigkeit zur Kontraktion? Myofibrillen
  • Was ist der Detrusor und welche Funktion hat er? = "Austreibermuskel", der gesamte Harnblase umgibt bei zunehmender Füllung der Blase muss sich der Detrusor den Druckverhältnissen anpassen (Entspannung) bei Überschreiten des Schwellenwerts: -> Miktionsreflex: Kontraktion des Detrusors,passive Dehnung des inneren Schließmuskels und willkürlich gesteuerte Erschlaffung des äußeren Schließmuskels mit Harnentleerung
  • Welche zwei Arten von Muskelgewebe kennen Sie? Wie unterscheiden sich diese voneinander? - glatte Muskulatur (vorwiegend in inneren Organen) langsame                                                                                                            ausdauernde Arbeitsweise                                                                                                nicht willkürlich beeinflussbar                                                                              makroskopisch: blassrosa Farbe - quer gestreifte Muskulatur  (vorwiegend im Skelett- und Herzmuskelgewebe) schnelle Kontraktionschnelle Ermüdungwillentlich beeinflussbarmakroskopisch: kräftig rote Farbe
  • Welche Blutzellen kennen Sie, welche Funktion haben diese jeweils? Erythrozyten - rote Blutkörperchen; transportieren Sauerstoff über Bindung an den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin, Hb) Leukozyten - weiße Blutkörperchen; Teil des Immunsystems mit komplexen Aufbau und multiplen Funktionen Thrombozyten -  Blutplättchen: spielen wichtige Rolle bei der Blutgerinnung und -stillung
  • Welche Blutgefäße fließen vom Herzen weg und welche fließen zum Herzen hin? Arterien - weg vom Herz Venen - hin zum Herz
  • Was ist die Funktion der Klappen im Herzen? Welche Klappen kennen Sie? 1) sorgen für Verhinderung des Rückstromes des Blutes 2) Segel- und Taschenklappen
  • Was ist das Septum? Herzscheidewand
  • In welche zwei Hälften ist das Herz unterteilt? Vorhof (Atrium), Kammer (Ventrikel)
  • Was findet in den Kapillaren statt? Stoffaustausch zwischen Blut und Körperzellen statt (z.B. Sauerstoff)
  • Welche zwei Blutkreisläufe kennen Sie? Körperkreislauf- und Lungenkreislauf
  • Was umschreibt der Gefäßwiederstand? = Strömungswiderstand, den das Gefäßsystem dem Herzen entgegensetzt, abhängig vom Gefäßdurchmeser und Gefäßverhärtung (hoher Gefäßwiderstand -> hoher Blutdruck)
  • Welches Bild zeigen: a) P-Wellen b) QRS-Komplex c) T-Wellen ? a) P-Welle = Vorhoferregung (durch Sinusknoten) -> kleine Welle, flachb) QRS-Komplex = Kammererregung -> steiler, spitzer Ausschlagc) T-Welle = Erregungsrückbildung der Kammer -> mittelhoch, flach
  • Was misst der systolische arterielle Druck? = Indikator für Auswurfleistung (Schlagvolumen des Herzens arterielle Druck sinkt, wenn sich Herz entspannt) -> für maximale Kontraktion des Herzmuskels
  • Was misst der diastolische arterielle Druck? = entspricht dem Dauerdruck im arteriellen Gefäßsystem durch Gefäßablagerungen verändern sich Widerstandsverhältnisse -> artielle Druck steigt
  • Nennen Sie häufige Herz-Kreislauferkrankungen! - Durchblutungsstörungen des Herzens - Entzündungen und Wandveränderungen der Blutgefäße - Störungen des Herzrhtythmus - Störungen des Blutdrucks
  • Wie setzt sich das "tödliche Quartett" zusammen? = allgemeine Risikokonstellation für Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit - Hypertonie- Diabetes mellitus Typ II- Adipositas (insbes. Bauchfett)- Fettstoffwechselstörung
  • Was ist die häufigste Erkrankung mit Todesfolge in den Industrienationen und wie entsteht sie? Koronare Herzkrankheit - KHK; ischämische Herzerkrankung über Jahre fortschreitende Erkrankung der Herzgefäße (Koronararterien) aufgrund meist arteriosklerotischer Veränderungen
  • Was ist eine Angina pectoris und welche Symptome offenbart diese? 1) Hauptsymptom der koronaren Herzerkrankung und häufig Vorbote des Herzinfarkts 2)  - Schmerzen in Herzgegend oft mit Ausstrahlung in den Arm - Engegefühl - Atemnot, v.a. bei körperlichen Belastungen, aufgrund der Einengung einer oder mehrerer Koronararterien CAVE: bei Frauen oft unspezifische Symptome
  • Was sind Symptome eines Herzinfarkts? Vernichtungsschmerz hinter BrustbeinSchwächegefühlAngstUnruheÜbelkeit